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Aussteuerung - Hartz 4

Loewe23

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#1
Hallo liebe Forums Teilnehmer,
ich habe eine Frage die mir bisher leider keiner in der realen Welt beantworten konnte.
Seit 2002 bin ich in einem großen Konzern beschäftigt, bis dato.
In den letzten 36 Monaten war ich 78 Wochen arbeitsunfähig, mit Zeiten dazwischen wo ich gearbeitet habe.
Nun wurde ich zu Ende Januar von der KK ausgesteuert. Von meinem Arbeitgeber bekam ich einen Brief mit den Worten " Verzicht auf Weisungsbefugnis": Soll heissen, bin wegen Krankheit freigestellt, aber noch im Besitz des Arbeitsvertrages.
Also bin ich wie von der KK aufgefordert zur AfA zwecks ALG 1.
Dieser Bescheid wurde schnell bearbeitet, mit der Zusage der Leistungen für 12 Monate.
Nach nur 3 Wochen kam eine Einladung zum Ärtzlichen Dienst der AfA. Dort erschienen mit vielen Unterlagen, welche nur flüchtig eingesehen wurden, dem Hinweis von mir an den Arzt, ich bin noch AU und in laufen Untersuchungen-Behandlungen wurde ein Gutachten erstellt.
Mit dem Leistungsbild, Vollschichtig , mehr als 6 Std täglich, aber mit einigen Einschränkungen.
Nach kurzer Zeit kam eine Einladung zum SB in die Afa. Dort wollte man mir einen Arbeitsplatz vermitteln. Natürlich schaute ich erschrocken. Sagte der Dame: 1. Habe ich einen Arbeitgeber 2. bin ich noch mind. ca. 4 bis 6 arbeitsunfähig !!!
Darauf sagte sie kurz und knapp. Ok, dann stehe mir ALG 1 nicht zu, sperrte mich ab diesem Tag für Leistungen der Afa. Ich solle doch zur ARGE, Hartz 4 beantragen. Mit dem Verweis, ich wäre ja nicht vermittelbar. Warum sollte ich auch, habe doch einen Arbeitgeber, kann meinen Arbeitsplatz eben nur nicht ausführen.
Dazu wußten die schon bei Antragsstellung, dass ich AU bin. Auf AU Bescheinigungen durch den Facharzt wurde verzichtet.
Wie soll ich mich nun verhalten, um weiterhin ALG 1 zu bekommen ?
Einen REHA Antrag stellen, zur EU Rente wird es nicht reichen denke ich.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
 

Doppeloma

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#2
Hallo Loewe23,

Nach kurzer Zeit kam eine Einladung zum SB in die Afa. Dort wollte man mir einen Arbeitsplatz vermitteln.
Entsprach dieser Arbeitsplatz den Kriterien des § 121 SGB III, sonst brauchst du dich darum gar nicht kümmern weil unzumutbar!

§ 121 SGB III - Sozialgesetzbuch Drittes Buch - Arbeitsförderung

Ansonsten bewerben (Kurzbewerbung!) mit dem Hinweis, dass du erst am Ende deiner (regulären!) KÜ-Frist die neue Arbeit aufnehmen kannst, denn dein Arbeitsvertrag ist ja weiterhin vorhanden :icon_daumen:

Wie soll ich mich nun verhalten, um weiterhin ALG 1 zu bekommen ?
Widerspruch einlegen gegen den Aufhebungsbescheid/ Sperrbescheid der AfA, du hast immer noch Anspruch auf Grund der Aussteuerung, stell einen Reha-Antrag an die DRV !

Ok, dann stehe mir ALG 1 nicht zu, sperrte mich ab diesem Tag für Leistungen der Afa. Ich solle doch zur ARGE, Hartz 4 beantragen. Mit dem Verweis, ich wäre ja nicht vermittelbar.
H4 bekommst du NICHT, 1. hast du noch Anspruch an die AfA, 2. mußt du dort AUCH vermittelbar sein und 3. MUSST du bedürftig sein, sonst bekommst du dort überhaupt NIX!

Warum sollte ich auch, habe doch einen Arbeitgeber, kann meinen Arbeitsplatz eben nur nicht ausführen.
Weil du sonst kein Geld mehr von der AfA bekommst :icon_neutral:
Das ist im Moment EGAL, damit bist du nicht alleine, bekomme auch H4, weil mein EM-Renten-Antrag bereits im Klageverfahren ist.

Krankengeld WEG / ALGI WEG / nun H4, weil bedürftig (KEIN anderes Einkommen /KEIN Vermögen), obwohl Arbeitsplatz immer noch vorhanden ist, der Arbeitsvertrag "RUHT" seit der Aussteuerung vor fast 2 Jahren :icon_neutral:


Dazu wußten die schon bei Antragsstellung, dass ich AU bin. Auf AU Bescheinigungen durch den Facharzt wurde verzichtet.
Das ist normal bei ALGI nach Aussteuerung, du MUSST dich aber trotzdem (fiktiv) mit deinem "Restleistungsvermögen", dem Arbeitsmarkt (der Vermittlung) zur Verfügung stellen.

Sonst entfällt der Anspruch, man sollte also mit seinen gesundheitlichen Problemen (im Interesse der ALG-Zahlungen) möglichst diskret "und unauffällig" umgehen und NICHT so stark darauf pochen, "dass man schließlich krank ist", schon gar nicht wenn der Amtsarzt anderer Meinung war :icon_evil:

Ich weiß das ist Schei*e aber leider sitzen die am längeren Hebel, wie du ja gerade erleben darfst, also "klein beigeben, war ein Mißverständnis, selbstverständlich stellst du dich (entsprechend deiner gesundheitlichen Möglichkeiten) zur Verfügung..." und dann zahlen sie hoffendlich weiter.

Hast du jetzt einen kompletten Aufhebungsbescheid bekommen oder den Bescheid (Anhörung?) wegen einer Sperre (Arbeitsverweigerung sozusagen???) :confused:


Einen REHA Antrag stellen, zur EU Rente wird es nicht reichen denke ich.
Reha-Antrag sollte reichen, bei Ablehnung auch Widerspruch, entweder weil du die Reha wirklich willst/brauchst oder wenigstens um den Antragsstatus aufrecht zu erhalten bis zum ALGI-Ende, das Gleiche würde für einen EM-Renten-Antrag gelten :icon_daumen:

Der wird dann vermutlich (zunächst) in einen Reha-Antrag umgewandelt, bei der DRV gilt IMMER Reha VOR Rente, ist also eigentlich egal was du da jetzt beantragst!

MfG Doppeloma
 

Loewe23

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#3
Hallo Doppeloma,

spät aber ich Antworte ;-)

Ich weiß nicht welche Kriterien der Arbeitsplatz erfüllen sollte. Soweit kamen wir im Gespräch ja garnicht.

Wie meinst Du das mit bewerben, Kurzbewerbung ? Will meinen alten Job doch behalten, lediglich die Abteilung wechseln.

Widerspruch wird erhoben, Reha Antrag ist gestellt !!!

Also teile ich der AfA im Widerspruch, dass ich mich zur Verfügung stelle, so ganz fiktiv.

Soll ich nun nicht das Amtsärztliche Gutachten anfechten ? Keine AU Bescheinigung vom Facharzt vorlegen, so tun als wäre ich "Gesund" ?

Ich bekam einen Aufhebungsbescheid..............

Nun mal sehen was passiert.

Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit !
 
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