Aussteuerung (Ende KG) dann ALG1 was beachten?

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heaven

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Liebe Forum-Gemeinde,

erst einmal vielen Dank für dieses tolle Forum. Ich finde es einfach toll, wie sich hier alle unterstützen!

Ich habe schon einige Threads gelesen, muss nun selbst ALG1 beantragen und bin allerdings noch nicht sicher wie ich am besten vorgehen soll und was ich evtl. zu befürchten habe.

Zu meiner Geschichte:

Ich bin leider seit Februar 2012 erkrankt und beziehe seit April 2012 Krankengeld (zuvr 6 Wochen durch Arbeitgeber). Mitte August 2013 werde ich ausgeseteuert und muss mich daher spätestens am 16.8 bei der Arge melden, da ich nicht mehr in einem Arbeitsverhältnis stehe.

Bisher bin ich dort nicht erschienen, weil ich mich nicht früher als nötig dem druck der Arge aussetzen möchte. Mich belastet die Situation so schon genug :icon_sad:

Des Weiteren habe ich eine bereits eine Reha beantragt die erst einmal pauschal abgelehnt wurde. Einspruch habe ich bereits eingelegt, die Prüfung läuft.

Generell möchte ich möglichst bald wieder arbeiten gehen. Allerdings musste ich in den vergangen Monaten mehrfach feststellen, das zwischen Wunsch und realistischer Leistungsfähigkeit noch ein wesentlicher Unterschied besteht :-( Eine Leistungsfähigkeit von 15h pro Woche würde ich bestimmt hinbekommen, vollzeit allerdings nicht. Im wesentlichen leide ich unter plötzlich auftretenden (starken) Erschöpfungszuständen, die derzeit auf die Psyche geschoben werden. Zzgl. kommen körperliche Symptome wie u.a. Asthma, Bluthochdruck hinzu. Die Gesamtzusammenhänge sind noch nicht ganz abgeklärt.

Ich frage mich wie ich nun vorgehen soll.

Ist es sinnvoller mich bei der Arge Arbeitslos und Arbeitssuchend zu melden, soweit dies meiner Leistungsfähigkeit entspricht? Wie wird die Leistungsfähigkeit beurteilt? MDK? Angabe Krankheiten etc? Was passiert wenn ich selbst angeben max. Halbtagstelle? (Finanziel könnte ich davon allerdings kaum leben)

Oder kann/sollte ich ALG1 beantragen und mich weiter krankschreiben lassen (Nahtlosigkeit?)?
Ich werde dann vermutlich auch hier vom MDK beurteilt? Was geschieht dann?

Im wesentlichen muss ich vermeiden, dass mir eine Versorgungslücke entsteht und risiken ausschließen das mir ALG1 verwehrt werden könnte.

Außerdem möchte ich mittelfristig wieder selbst ins Berufsleben zurück, aber möglichst ohne Druck vom Arbeitsamt.

Über Tipps und Hilfe von Euch würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank
heaven
 

Machts Sinn

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Hallo Heaven,

vermute mal, du meinst AA wenn du Arge schreibst?

Im Übrigen hast du dich ja schon intensiv mit der Materie befasst. Allerdings wirst du - ebenso wie die AA - nicht losgelöst von bisherigen Erkenntnissen agieren können, denn sicher gibt es Arztberichte, MDK-Beurteilungen, Angaben im Reha-Antrag ..., Fakten.

Auch dein Gesundheitszustand ist eine Tatsache mit zwangsläufigen Auswirkungen, so dass die Gestaltungsmöglichkeiten insoweit eingeschränkt sind. Ohne nähere Erkenntnisse zum Gesamtbild, wird die Arbeitsagentur da nicht entscheiden können - ebenso sind hier im Forum keine präzisen Äußerungen möglich.

Wenn das Fakt wäre:

Eine Leistungsfähigkeit von 15h pro Woche würde ich bestimmt hinbekommen, vollzeit allerdings nicht.

müsstest du letztlich ein reduziertes Arbeitslosengeld aus 15 Stunden und eine Teilerwerbsminderungsrente beziehen / beantragen.

Noch was zur Krankengeld-Höchstanspruchsdauer:
Die liegt nicht - wie meist geschrieben wird - bei 78 Wochen, sondern bei fast 156 Wochen, z. B. wenn du vor Februar 2012 schon mal wegen "derselben Krankheit" (evtl. auch im weiteren Zusammenhang) arbeitsunfähig warst. Dann sollte hier unbedingt genauer nachgeschaut werden.

Gruß!
Machts Sinn
 

heaven

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Hallo und danke für das Feedback,

ja ich meinte die AA ;-) Intensiv mit dem Thema befasst ist etwas zu hoch gegriffen. Ich habe einige Threads gelesen, allerdings sind meine Befürchtungen der AA betreffend dadurch nur noch größer geworden und ich fühle mich mit dem Thema ein wenig überfordert.

Die Frage ist, ob ich der AA die Fakten überhaupt mitteilen soll oder ich mich am besten zumindest für die Vermittlung voll Arbeitssuchend melde. Wenn ich meinen vollen ALG1 Anspruch nur bei 100% Leistungsfähigkeit erhalten kann, bleibt mir wohl gar nichts anderes übrig, als gegenüber der AA subjektiv eine volle Leistungsfähigkeit zu suggerieren?! Weniger kann ich mir finanziell gar nicht erlauben :-(

Berichte vom früheren MDK der KK, sowie Details zum Reha Antrag lief über ein Gutachten einer RPK-Einrichtung, welches mir selbst bisher nicht vorliegt. Der frühere MDK Bericht bezieht sich allerdings auf eine OP, danach kamen Zusatzerkankungen hinzu. Muss ich die Unterlagen überhaupt vorlegen, sofern ich mich Arbeitssuchend melden möchte?
Ist es Ratsam der AA bzgl. der Reha zu berichten?

Meine tatsächliche Leistungsfähigkeit kann ich selbst nicht ganz beuurteilen. An schlechten Tagen geht so gut wie gar nichts. Ich bin einfach nur Erschöpft und schlafe ein. Das passiert mir dann in jeder Situation, ohne das ich bisher etwas daran ändern kann. An guten mit Anstrengungen kann ich schon Leistung bringen. Ob ich Langzeitbelastungen derzeit aushalte kann ich nicht beurteilen. Medizinisch sind die Ursachen bis heute noch nicht voll abgeklärt :icon_sad: Derzeit läuft das bei der KK unter Psyche.

Gehe ich mal vom anderen Fall aus: Was passiert mir, wenn ich zur AA gehe, mit weiterer Krankschreibung und mich dort melde Aufgrund der Aussteuerung. Mitteile ich ich bin derzeit noch nicht Arbeitsfähig, aber bereit alles zu tun, um diese wieder zu erlangen. Ist dies dann ein Nahtlosigkeitsfall? Muss ich EM-Rente beantragen? Bin ich dann erst einmal weiter Kranken und Rentenversichert?

Muss in dem all der EM-Antrag vorher geschehen, oder nur nach Aufforderung durch die AA? Falls eine Entscheidung erst durch einen medizinischen Dienst der AA erfolgen kann. Kann bei einer Entscheidung ob positiv oder negativ mir ALG1 verwehrt werden?

Danke und Gruß
heaven
 

heaven

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...
Noch was zur Krankengeld-Höchstanspruchsdauer:
Die liegt nicht - wie meist geschrieben wird - bei 78 Wochen, sondern bei fast 156 Wochen, z. B. wenn du vor Februar 2012 schon mal wegen "derselben Krankheit" (evtl. auch im weiteren Zusammenhang) arbeitsunfähig warst. Dann sollte hier unbedingt genauer nachgeschaut werden.

...

das wusste ich leider nicht. Mir waren nur die max. 78 Wochen bekannt und ich hatte mich extra bei einer bekannten Erkundigt die bei einer anderen Krankenkasse arbeitet...hmm. Tatsächlich war ich in 2004 bereits wegen eines ähnlichen Falls (CFS) ein paar Monate Arbeitsunfähig erkrankt. Meine Einspruchsfrist von einem Monat ist allerdings inzwichen abgelaufen, da werde ich wohl nichts mehr machen können.

Zumal bei einem Einspruch die Kasse ja wohl auch vermutlich erstmal nicht zahlen würde
 

Machts Sinn

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Hallo Heaven,

erst mal zum Krankengeld: angenommen im Jahr 2004 bestand erstmals Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit ab 04.08.2004 dann beginnen die weiteren Blockfristen am 04.08.2007, am 04.08.2010 und am 04.08.2013 – dann hättest du ab heute weiter Anspruch auf Krankengeld für erneut 78 Wochen …

Wie kommst du auf eine Einspruchsfrist von einem Monat? Stand das im Bescheid? Viele Krankenkassen verzichten nämlich auf die Rechtsbehelfsbelehrung, womit die Frist für den Widerspruch 1 Jahr beträgt. Aber auch wenn die Widerspruchsfrist abgelaufen ist, hast du ein Recht auf Überprüfung, § 44 SGB X. Und wenn die Krankenkasse nicht zahlt, kannst du zweigleisig fahren, gleichzeitig bei der Arbeitsagentur.

Was die Arbeitsagentur und die Leistungsfähigkeit anbelangt, ist hier aufgrund der bisherigen Angaben keine nähere Einschätzung möglich. Kannst du dir schon vorstellen welches positive / negative Leistungsbild der Arzt der Arbeitsagentur feststellen wird (objektive Verfügbarkeit) und wie du dich im Hinblick auf diese Feststellungen verhalten wirst (subjektive Verfügbarkeit)?

Gruß!
Machts Sinn
 

heaven

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Hallo Machts Sinn,

Meine Krankenkasse verzichtet auf die Rechtsbehelfsbelehrung leider nicht und gibt im Schreiben eine Wiederspruchsfrist von einem Monat an. Aber Danke für die Hinweis auf §44 SGB X! Ich werde mich damit noch einmal auseinander setzen auch bzgl. der Blockfristen.

Bzgl. deiner Frage bzgl. des Leistungsbild. Schwere Frage, ich hoffe ich habe sie richtig verstanden.

Subjektiv: Ich persönlich möchte wieder arbeiten, im Rahmen meiner Gesundheitlichen möglichkeiten. Der Wille ist eindeutig da und das werde ich sicherlich auch glaubhaft vermittelt können, weil es authentisch ist. Allerdings zweifel ich daran, ob ich dazu bereits in der Lage bin.

Zur Subjektiven Leistungsfähigkeit, tendiere ich dazu diese höher Einzuschätzen, als sie tatsächlich ist, da ich immer noch mein früheres Leistungspotenzial als Bild im Kopf habe. Wenn ich meine schlechten Tage betrachte, die ja bei einer langfristigen Leistungsbeurteilung zu berücksichtigen sind, wäre ich aktuell vermutlich mit der Ausübung z.B. einer Halbtagstätigket überlastet.

Objektiv gesehen: Müssten die Fakten eigentlich dafür sprechen, dass ich aktuell nicht ausreichend belastbar und Arbeitsfähig bin. Problematisch ist hier allerdings was ich unbewusst vermittel. Denn vom Typ her scheine ich für mein gegenüber in der Regel ein Bild zu vermitteln, von Souveränität, Stärke, Kompetenz... woraus mein gegenüber oft das Bild erwirbt ich bekomme dieses oder jenes locker hin. Dies ist jedoch nicht so, zumindest in den letzten Jahren nicht mehr.

Würde daraus resultierend eine ausreichende Leistungsfähigkeit festgestellt werden, müsste ich das ja hinnehmen und mich dem Arbeitsmarkt voll zur Verfügung stellen. In diesem Fall müsste ich das Risiko eingehen eine neue Tätigkeit zu beginnen und diese aus ggf. gesundheitlichen Gründen nicht langfristig ausüben zu können.

Tipps, Ratschläge sind immer Willkommen!

Danke und Gruß,
heaven
 

Machts Sinn

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Hallo Heaven,

mir scheint, die Überlegungen sind schon richtig, aber die Reihenfolge ist eine etwas andere:

Zunächst muss durch ärztliches Gutachten die gesundheitliche Leistungsfähigkeit (als Teil der objektiven Verfügbarkeit) festgestellt werden. Dabei solltest du deine Meinung / Einschätzung möglichst umfassend einbringen. Erst wenn die objektive Verfügbarkeit bestimmt ist, stellt sich die Frage nach der subjektiven Verfügbarkeit. Allerdings hast du dann keine freie Wahl mehr, sondern musst dich „beugen“ wenn du Arbeitslosengeld beziehen willst.

„Zweifel, wieweit du in der Lage bist“ bzw. die Einschätzung, dass du „aktuell vermutlich mit der Ausübung z.B. einer Halbtagstätigket überlastet wärst“ darfst du im ersten Teil einbringen, musst aber insbesondere aufpassen, dass sich als Ergebnis nicht „leistungsunfähig bis 6 Monate“ ergibt, denn das wäre die schlechteste aller Varianten.

Gruß!
Machts Sinn
 

heaven

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Hallo Machts Sinn,

Danke nochmals für deine Antwort. Da ich mich gerne vorher mit Worst-case-Szenarien auseindersetze,was würde in diesem Falle Urteil "Leistungsunfähig bis 6 Monate" bedeuten?

Wenn ich das richtig interpretiere, ist die bisherige Krankheitsdauer gar nicht relevant? Sondern es geht nur um die Einschätzung, wie lange eine AU/Leistungsminderung nach Ansicht des Medizinischen Dienstes der AA noch vorliegt?

Gruß,
Heaven
 

Machts Sinn

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was würde in diesem Falle Urteil "Leistungsunfähig bis 6 Monate" bedeuten?
das bedeutet: nicht verfügbar aber auch keine Nahtlosigkeitsregelung = von der AA gibt es nichts, auch die Rentenversicherung ist dann schon raus - es bleibt allenfalls Alg II oder Sozialhilfe

Wenn ich das richtig interpretiere, ist die bisherige Krankheitsdauer gar nicht relevant? Sondern es geht nur um die Einschätzung, wie lange eine AU/Leistungsminderung nach Ansicht des Medizinischen Dienstes der AA noch vorliegt?
so verstehe ich das auch, jedenfalls nach der bisherigen Rechtsprechung, obwohl mir unverständlich ist, dass die bisherige Dauer der AU (und evtl. auch Erwerbsminderung) völlig unerheblich sein soll ... - vielleicht müsste an diesem Punkt mal jemand ansetzen?

Gruß!
Machts Sinn
 

heaven

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das bedeutet: nicht verfügbar aber auch keine Nahtlosigkeitsregelung = von der AA gibt es nichts, auch die Rentenversicherung ist dann schon raus - es bleibt allenfalls Alg II oder Sozialhilfe

Wow das ist hart. Trifft das auch zu, wenn ich in diesem Szenario den Willen bekräfte an allen Maßnahmen teilzunehmen, die mir eine schnelle Rückkehr in das Arbeitsleben ermöglichen. Dazu würde ich mich ja in jedem Fall bereit erklären.

Jetzt frage ich mich gerade, wie dieser Zeitraum -> bis und über 6 Monate <- vom MD gesichert beurteilt werden kann!? Vor allem, wenn ich es meine dauerhafte Leistungsfähigkeit aktuell ja selbst nicht beurteilen kann!?

Da frage ich mich, ob es nicht besser für mich wäre, mich erst einmal als voll Leistungsfähig zu melden und schlimmstenfalls später angeben zu müssen, dass meine Leistungsfähigkeit nicht ausreicht. Weil z.B. wegen wiederauftretende Erschöpfungssymptome oder Erkenntnis das bei Aufnahme der Tätigkeit in einem neuen Job meine Leistungsfähgkeit nicht ausreicht.

In dem Fall wäre ich allerdings wieder in der Spirale zu versuchen zu arbeiten, bis es nicht mehr geht :-(

Da kommt ja was auf mich zu :-(

Ich verstehe dabei nicht, warum bei einer Einschätzung durch den MD, dann nicht die Regelung greift, bzw. die eigene Wahl sich dem Arbeitsmarkt zeitnah zur Verfügung zu stellen.

Gruß,
heaven
 

Machts Sinn

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Trifft das auch zu, wenn ich in diesem Szenario den Willen bekräftige, an allen Maßnahmen teilzunehmen, …
Damit sind wir wieder bei der objektiven / subjektiven Verfügbarkeit. Das Leistungsvermögen ist ein objektives Kriterium und (zumindest weitgehend) unabhängig vom Willen bzw. von Bereitschaft.

Jetzt frage ich mich gerade, wie dieser Zeitraum -> bis und über 6 Monate <- vom MD gesichert beurteilt werden kann!?
Prima Frage, direkt zum wunden Punkt, denn bei der Bestimmung "bis 6 Monaten" kommt es nach der Rechtsprechung darauf an, dass dies sicher ist. Nur: wenn der AA-Arzt bei dir zu diesem Ergebnis käme, könnte es lange dauern, bis dieses wieder vom Tisch ist.

Da frage ich mich, ob es nicht besser für mich wäre, mich erst einmal als voll Leistungsfähig zu melden
Wenn du das überzeugend machst, könnte das klappen. Allerdings geht die AA bei „Aussteuerung aus dem Krankengeld“ nicht von „kerngesund“ aus, weswegen grundsätzlich der interne ärztliche Dienst zu beteiligen ist. Außerdem wären das nach deiner bisherigen Einschätzung falsche Angaben mit entsprechenden Risiken.

Zum „Spagat“ könntest du gefordert sein, wenn der interne Arzt „volle Leistungsfähigkeit“ attestiert und du dich dementsprechend der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen und Eigenbemühungen erbringen musst, obwohl du meinst, dass deine Leistungsfähigkeit z. B. wegen Erschöpfungssymptomen oder für bisher unbekannte Tätigkeiten nicht ausreicht.

Viele Betroffene setzen sich in solcher Situation auch noch den zusätzlichen Strapazen eines kaum erfolgversprechenden Erwerbsminderungs-Rentenverfahrens aus …

Die zutreffende Beurteilung der Leistungsfähigkeit wäre also „oberstes Gebot“!

Gruß!
Machts Sinn
 
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