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Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weiter?

Asor

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#1
Hallo Zusammen,
hier erstmal meine Vorgeschichte:
Im Sep. 2013 habe ich nach 29-jähriger Betriebszugehörigkeit mit 56 (zur Vermeidung einer betriebsbedingten Kündigung) einen Aufhebungsvertrag unterschrieben.
Ab Sep. 2014 Bezug ALG I für 12 Monate (inkl. 6 Wochen KG).
Danach 72 Wochen Bezug KG mit Aussteuerung zum 17.01.2017.
Restanspruch ALG I aus der Zeit vor der Erkrankung ca. 5 Monate.
Über VdK einen Antrag auf GdB beantragt. Verfahren läuft noch.
Nun muss ich in den nächsten Tagen erneut bei der AfA ALG I beantragen.

Jetzt zu meinen Frage:
1. Soweit ich es aus anderen Beiträgen hier entnommen habe, kommt zu meinen Restanspruch durch die Beiträge der KK nochmal 12 Monate hinzu. Somit hätte ich einen neuen Anspruch von 17 Monaten, oder?
Ich habe das bei der Antragstellung für den GdB beim VdK hinterfragt. Man hat mir darauf hierzu nur kurz geantwortet: "das sei nicht richtig". Ich hatte gehofft, hiermit einigermaßen die Zeit bis zum Zeitpunkt einer evtl. möglichen vorzeitigen Verrentung ab 7./2018 (in der Hoffnung bis dahin mind. 50% GbB anerkannt zu bekommen) zu überbrücken.

2. Bei meinem letzten Besuch beim Facharzt, meinte dieser ich wäre weiterhin nicht arbeitsfähig. Ich soll aber erst mal zur AfA gehen und schauen, was die sagen. Ggf. würde er mich weiterhin krankschreiben.
Die AU hat aber bis zur Endbescheinigung zum 17.01. der Hausarzt ausgestellt. Jetzt ist die Frage: beantrage ich arbeitsfähig ALG l (in der Hoffnung mit jetzt 60 Jahren kein Job-Angebot mehr zu bekommen) oder währe es für mich günstiger mich vom Facharzt weiter AU schreiben zu lassen? Bekomme ich dann ebenfalls gleich lang ALG I.

Natürlich möchte ich hier keinen Fehler begehen, der dann Nachteile für mich bringt. Wäre dankbar wenn Ihr mir helfen könntet. Vielen Dank im Voraus!

Gruß
Asor
 

skorpi1958

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#2
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Guten Morgen , ich kann Dir sicherlich nicht sehr viel weiter helfen, aber ich versuche es mal.
Wenn Du 2013 56 Jahre alt warst , müsstest Du jetzt 58 oder älter sein .
Mit 58 hat meinen Anspruch auf 24 Monate auf ALG 1.Also sollte noch ein Rest von 12 Monaten sein. . Auf jeden Fall solltest Du dich weiterhin lückenlos krankschreiben lassen . Bis 17.01.2017 bist Du krankgeschrieben. Undedingt weiter krank schreiben lassen .. Du beantragst ALG1 nach Aussteuerung aus dem Krankengeld. Da gibt es einige Punkte zu beachten. Es gibt hier einen Link wie man das Formular richtig ausfüllt. Erstmal zur AFA , AU zeigen , aber nicht da lassen und betonen das Du dein Restleistungsvermögen zur Verfügung stellst. Antrag mit nehmen und in Ruhe ausfüllen. Schau sonst mal bei meinen Beiträgen und Fragen nach. Vielleicht hilft es Dir. Grad der Behinderung spielt erstmal keine Rolle . Liebe Grüße Skorpi 58
 

Asor

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#3
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Herzlichen Dank für die rasche Antwort Skorpi 58.
Ich nun jetzt 59 und werde im Juli 60. Ich habe mich ein Jahr nach Aufhebung meines Arbeitsvertrages arbeitslos gemeldet.

Soweit ich das aus dem Informationsmaterial der AfA entnommen habe, wäre meine Anspruchdauer höchstens:
a) aufgrund der zugrunde liegenden Rahmenfrist (36 Beitragsmonate in den letzten 5 Jahren) 18 Monate, da ich in den letzten 5 Jahren 1 Jahr keine Beträge gezahlt habe und 1 weiteres Jahr ALG I bezogen habe.
b) mein Restanspruch, etwas mehr als 5 Monate + 12 Monate neu erworbener Anspruch durch Beiträge der KK in den letzten 72 Wochen.

Mich hat nur verunsichert, dass die Dame vom VdK das nicht so gesehen hat. Da ich aber nicht aus diesem Grund bei ihr war (sondern Antrag auf GdB) habe ich mich nicht getraut weiter zu bohrt. Würde mich freuen, wenn mir hier jemand aus dem Forum weiter helfen könnte.

Ich bin mir auch noch nicht im Klaren ob es für mich günstig ist, mich ab 17.01. (Datum der Aussteuerung) weiterhin krankschreiben zu lassen. Mein Hausarzt hat erst mal, auf mein Wunsch, bei der letzten AU "Endbescheinigung" angekreuzt. Wie gesagt, der Facharzt meint aber, ich wäre auf keinem Fall arbeitsfähig und würde mich ggf. krankschreiben. Weiß aber nicht, wie das mit der "Endbescheinigung" meines Hausarztes funktioniert.

Ich befürchte aber, wenn ich arbeitsunfähig ALG I beantrage, wird die AfA verlangen, dass ich einen Kurantrag stelle (hat KK auch schon versucht). Mein Mann ist Rentner und schwer erkrankt. Ich möchte ihn ungern viele Wochen alleine lassen Da die AfA mir in den ersten 12 Monate kein passendes Jobangebot machen konnte, gehe ich nicht davon aus, dass ich jetzt 78 Wochen älter mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe. Wenn ich aber arbeitsunfähig die Zeit bis zu einer Verrentung besser überbrücken könnte, müsste ich mir das überlegen.

In jedem Fall muss mich nächste Woche bei der AfA melden.
Daher wäre ich für eure rasche Hilfe sehr dankbar!

Liebe Grüße
Asor
 

skorpi1958

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#4
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Du kennst dich anscheinend besser aus als ich. Auf jeden Fall kann dein Arzt dir eine Bescheinigung ausstellen , das Du nicht rehafähig bist. Hoffe das Du von anderen noch mehr Infos bekommst .
Liebe Grüße Skorpi
 

Kerstin_K

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#5
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Hat Dein Mann eine Pflegestufe? Dann koennte man die Zeit einer Reha mit Verhinderungs- und Kurzzeitpflege uebberbruecken.
 

Asor

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#6
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Nein, keine Pflegestufe. Die KK hatte angeboten die Kosten für meine Kur zu übernehmen bei der ich meinen Mann mitnehme kann. Mein Mann will das aber leider nicht.

Im Moment sehe auch nicht den Vorteil für mich, wenn ich mich weiter krankschreiben lasse. Es sei denn ich würde eine EU Rente beantragen wollen. Das erscheint mir aber heutzutage nur schwer durchsetzbar. Dagegen denke ich, dass ich bis zum Auslaufen meines ALG I Anspruches (wenn ich mich bei der Berechnung nicht geirrt habe), eher eine Chance auf 50% GdB habe. Mein Hausarzt meint, das müsste aufgrund meiner Erkrankungen machbar sein. Dann könnte ich fast nahtlos vom ALG I in die vorgezogene Rente mit 10,8 % Abschlag gehen. Ich hab nur Angst, dass meine Rechnung eine Denkfehler hat.

Daher mein Hilferuf hier an euch.

Vielen Dank!

Liebe Grüße
Asor
 

Kerstin_K

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#7
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Das Problem ist, dass Du fuer ALG I nach Nahtlosigkeit einen Antrag stellen musst, Reha oder Rente.

Bei der DRV muss man in der Regel zur Reha, bevor EM Rente bewilligt wird. Dann hilft nur noch rehaunfaehigkeit,

Mach Deinem Mann mal klar, dass es ihm nicht hilft, wenn Du ausfaellst.

Gehst Du davon aus, dass eine Reha Dir helfen koennte?
 

Asor

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#8
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Ja notfalls würde ich schon eine Reha machen. Wir sind auch so übereingekommen, dass ich es mache wenn es von der AfA verlangt wird und ich es nicht ablehnen kann. Zum Thema EU Rente habe ich gerade meinen letzten Beitrag oben ergänzt. Wie siehst Du das?
 

axellino

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#9
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Das Problem ist, dass Du fuer ALG I nach Nahtlosigkeit einen Antrag stellen musst, Reha oder Rente.
Diese pauschale Aussage ist so nicht korrekt.

Sie wäre dann korrekt, insofern der ÄD der Arbeitsagentur, der im rahmen der Nahtlosigkeitsregelung ein Gutachten erstellt, eine Leistungsfähigkeit von unter 3 Stunden tgl. über 6 Monate hinaus feststellt.

Ersichtlich in § 145 SGB III

Ansonsten ist eine Antragstellung von Reha/Rente keine Anspruchvoraussetzung um ALG 1 nach Nahtlosigkeit zu erhalten.
 

Kerstin_K

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#10
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Okay, Axellino, stimmt, aber zeig mir doch mal den ausgesteuerten, der ein Restleistungsvermögen von mehr als 6 Stunden hat, also vollzeit. DAs beisst sich doch schon mit der AU.

In der Regel wir die AfA also zur Antragstellung auffordern. DAs kann sein Reha, Rente oder LTA.

LTA brint den TE nicht weiter, ob Reha oder Rente beantragt wird, ist fast egal, da der Rente in der Regel eine Reha vorgeschaltet wird.
 

Kerstin_K

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#11
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Ja notfalls würde ich schon eine Reha machen. Wir sind auch so übereingekommen, dass ich es mache wenn es von der AfA verlangt wird und ich es nicht ablehnen kann. Zum Thema EU Rente habe ich gerade meinen letzten Beitrag oben ergänzt. Wie siehst Du das?
Den GdB Antrag kannst Du ja parallel laufen lassen. EM Renteananträge können eine sehr lanwierige Sache sein, wenn der GdB Antrag vorher durch ist und die in vorzeitige Altersrente wegen Schwerbehinderung gest, hat sich der EM Rentenantrag eh erledigt.
 

axellino

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#12
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

In der Regel wir die AfA also zur Antragstellung auffordern. DAs kann sein Reha, Rente oder LTA.
Es gibt nicht in der "Regel", nur so wie es in den § 145 SGB III steht, wäre eine Aufforderung zulässig.

Jede andere Feststellung des ÄD, 3-6 Std. bis 6 Monate oder oder...
bedarf keiner Antragstellung Reha/Rente um ALG 1 nach Nahtlosigkeit zu erhalten und eine vorgelegte AU bei Antragstellung zum ALG 1 nach Nahtlosigkeit, beisst sich nicht mit der Beurteilung des ÄD über das Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Dazu gibt es hier im Forum auch genug Themen, ausgesteuert und bei Antragstellung AU und der ÄD stellt ein Leistungsvermögen von 3-6 oder sogar 6 Std. mit folgenden Einschränkungen...........fest.

Und hier aktuell, wo Du auch schon geantwortet hast, kannst Du lesen, was bei einer Begutachtung durch den ÄD raus kommen kann, bei Aussteuerung und AU bei Antragstellung ALG 1 nach Nahtlosigkeit.

https://www.elo-forum.org/alg/179171-vermittlungsvorschlag-trotz-gutachten.html#post2158703
 

Asor

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#13
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Danke Kerstin_K, danke Axellino für eure Mühe.

Ist jetzt eine lückenlose weitere AU-Bescheinigung für einen ALG I Antrag nach § 145 SGB III notwendig oder nicht? Das konnte ich weder aus euren Aussagen noch aus dem Gesetztext selbst so genau entnehmen. Je nachdem müsste ich vor meiner Meldung bei der AfA nochmal zum Facharzt. Meine aktuelle AU-Bescheinigung vom Hausarzt endet mit der Aussteuerung zum 17.01.17.

Der Vorschlag von Kerstin_K, GdB und EM-Antrag parallel voranzutreiben klingt vernünftig und leuchtet mir ein. Ich wollte halt ursprünglich den einfachsten Weg gehen ...

Kann mir jemand auch noch etwas zu meinen Überlegungen zu meiner Anspruchdauer sagen? Das Beschäftigt mich sehr und ich würde ggf. etwas entspannter in die Zukunft schauen.

Danke!
 

axellino

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#14
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Guten Abend Asor,

ich würde empfehlen das Du schon vor Aussteuerung, am besten die kommenden Tage, bei der Arbeitsagentur aufschlägst um ALG 1 nach Nahtlosigkeit zu beantragen, da ja der ÄD eingeschaltet werden muss, um ein Gutachten über deine Leistungsfähigkeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erstellen und dies kann sich durchaus einige Wochen hinziehen, bis dieses abgeschlossen ist.

Wichtig ebend und wurde ja auch schon geschrieben, das Du dich bei der Antragstellung dem Arbeitsmarkt aufgrund deines Restleistungsvermögens zur Verfügung stellst und dies ist Dir nicht bekannt und muss ebend durch den ÄD festgestellt werden.

Betreffend AU-Bescheinigungen, solltest Du dich ruhig weiter AU schreiben lassen und diese sammeln, betreffend eines EM-Antrags, den Du ja stellen willst, wie ich verstanden habe. Die AU-Bescheinigungen gibst Du bei der Arbeitsagentur im Leistungsbezug möglichst nicht ab (so wird es hier m Forum auch empfohlen) denn das könnte ggfls. für Verwirrung sorgen und man könnte ggfls. nach 6 Wochen versuchen dich aus dem Leistungsbezug zu boxen.

Also erstmal schleunigst den Antrag stellen und alles weitere darauf.
 

Doppeloma

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#15
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Hallo Asor,

beginne immer gerne am Anfang, dann kann ich das besser nachvollziehen.
Einige Antworten hast du ja schon bekommen, also sorry, falls ich was wiederhole ...

Ab Sep. 2014 Bezug ALG I für 12 Monate (inkl. 6 Wochen KG).
Danach 72 Wochen Bezug KG mit Aussteuerung zum 17.01.2017.
Jetzt ist es wirklich an der Zeit dich wegen der Aussteuerung bei der AfA zu melden (also vorrangig genau deswegen und nicht wegen der gleichzeitigen Arbeitslosigkeit), du nimmst den Bescheid der KK mit (eine Kopie genügt in der Regel ) und die aktuelle AU-Bescheinigung (auch eine Kopie), dann verlangst du die kompletten Antragsunterlagen und nimmst die erst mal mit nach Hause.

Lass dich nicht zu deinen Krankheiten ausfragen, das hat dann der ÄD der AfA zu klären und nicht die SB, welche Restleistungsfähigkeit du dem Arbeitsmarkt noch zur Verfügung stellen kannst.

Alle Unterlagen die du dafür bekommen wirst (Gesundheitsfragebogen und diverse Schweigepflichtentbindungen) sichtest du ZU HAUSE, lass dich nicht dazu drängen alles direkt auszufüllen und unterschrieben direkt dort zu lassen, "weil es ja so eilig sei" ... :icon_evil:

Bitte um die Anschrift (und /oder Zimmer-Nummer) des ÄD der AfA, damit du die medizinischen Unterlagen direkt dort dann abgeben (oder hinsenden) kannst wenn du das in Ruhe zu Hause ausgefüllt hast.

Den Antrag auf ALGI füllst du am Besten nach folgendem Muster aus, denn es sind ein paar Kleinigkeiten zu beachten nach der Aussteuerung dabei ... es ist aber das gleiche Formular, wie die anderen Arbeitslosen sonst auch bekommen.

? Thema anzeigen - MUSTER-Antrag auf ALGI nach Aussteuerung !!!

Den fertigen Antrag (mit deiner Unterschrift) kopierst du wieder zuerst für deine "Private-Akte", ich nehme mal an die Bescheinigung für die Berechnung des ALGI (vom letzten AG) liegt ohnehin schon vor bei der AfA, dann kannst du noch die Abschluss-Bescheinigung der KK abwarten und danach alles fertig per Übergabe-Einschreiben an die AfA senden.

Es sei denn man gibt dir einen offiziellen Abgabe-Termin direkt bei der Leistungs-Abteilung ... oder auch bei einem Arbeits-Vermittler.

Deine dringendste Frage wird man dir dort auch direkt (und korrekt) beantworten können, das entnehmen die ja deinen "Kunden-Daten" die ja komplett vorhanden sein dürften.

Restanspruch ALG I aus der Zeit vor der Erkrankung ca. 5 Monate.
1. Soweit ich es aus anderen Beiträgen hier entnommen habe, kommt zu meinen Restanspruch durch die Beiträge der KK nochmal 12 Monate hinzu. Somit hätte ich einen neuen Anspruch von 17 Monaten, oder?
Das dürfte soweit korrekt sein aber wie das genau berechnet wird nach der Aussteuerung weiß ich auch gerade nicht, denn Beiträge wurden ja durchgehend (auch aus dem Krankengeld) gezahlt ... ich denke mal da wirst du dich letztlich auf die Berechnungen der AfA verlassen müssen ...

Über VdK einen Antrag auf GdB beantragt. Verfahren läuft noch.
Warum hast du das nicht direkt beim zuständigen Versorgungsamt gemacht, der VDK kann da auch nicht mehr erreichen, als sich aus deinen Einschränkungen ergeben wird ... die kennst du nur selbst am Besten, wurden Arztberichte mit eingereicht ?

Wissen deine Ärzte von dem Antrag auf GdB und dass es Anfragen vom Versorgungsamt geben könnte, es ist immer ganz gut denen das mitzuteilen, damit sie schon mal vorbereitet sind.
Wann wurde denn der Antrag gestellt, das kann durchaus einige Monate dauern, besonders bei einem Erst-Antrag ...

Ich habe das bei der Antragstellung für den GdB beim VdK hinterfragt. Man hat mir darauf hierzu nur kurz geantwortet: "das sei nicht richtig".
Von der AfA und vom SGB III, besonders auch nach der Aussteuerung hat der VDK (fast) keine Ahnung, die brauchst du dazu nichts zu fragen, die sind für Schwerbehinderte / Reha und Rente zuständig und selbst da sind sie oft nicht (mehr) auf dem Laufenden ...

Kommt immer auf die örtlichen Berater an, aber diese Auskünfte zur AfA bekommt man fast überall vom VDK, "Machen Sie was die wollen, damit Sie ihr Geld bekommen", das ist meist deren einzige "Hilfe" ...

Ich hatte gehofft, hiermit einigermaßen die Zeit bis zum Zeitpunkt einer evtl. möglichen vorzeitigen Verrentung ab 7./2018 (in der Hoffnung bis dahin mind. 50% GbB anerkannt zu bekommen) zu überbrücken.
Hast du diesen Zeitpunkt aus einer aktuellen Renten-Information von der DRV oder wie kommst du darauf, auch der mögliche Eintritt in die Rente für Schwerbehinderte schiebt sich (dank Rentenreform) immer weiter nach hinten, je nach Geburts-Jahrgang.

Ich nun jetzt 59 und werde im Juli 60
OK, dann könnte das passen, du kannst dir aber zur Sicherheit mal eine aktuelle Renten-Information zusenden lassen, einfach mit deiner Rentenversicherungs-Nummer anfordern, das geht meist recht schnell.

Die Frage wird also eher sein, ob deine Behinderungen durch deine Krankheiten wirklich so eingeschätzt werden, dass du direkt den Schwerbehinderten-Ausweis bekommen wirst.
Hast du denn eine Beschreibung deiner Einschränkungen dem Antrag beigefügt ???

Mit den Diagnosen alleine kommt man beim GdB nicht sehr weit, das Versorgungsamt gibt den GdB auf die Behinderungen die bei dir persönlich dauerhaft oder sehr häufig auftreten im täglichen Leben und nicht auf die Diagnosen an sich, jedenfalls gibt es nur wenige "Krankheiten" auf die man bereits einen bestimmten Behindertengrad bekommen muss.

Als Beispiel habe ich für meine mechanische Herzklappe direkt einen GdB 30 bekommen (müssen) aber mit weiteren anderen Einschränkungen bin ich auch "nur" bis GdB 40 gekommen bisher, gerade im höheren Lebensalter wird auch Vieles als "Altersbedingter Verschleiß" gewertet.

Es geht immer nur um Einschränkungen die im betreffenden Lebensalter gewöhnlich noch nicht (oder nicht so ausgeprägt) auftreten, wie bei dir als Antragsteller ... es kommt also sehr darauf an welche Grundkrankheiten, da welche dauerhaften Einschränkungen auslösen ...

Mit einem Erstantrag direkt GdB 50 zu erreichen kommt eher selten vor und manchmal habe ich sogar den leisen Verdacht (kann ich natürlich nicht beweisen), dass die DRV da auch im Hintergrund ein wenig "die Fäden zieht" ...:icon_kinn:

Denn gerade in den Renten-Nahen Jahrgängen ist es schon auffällig, wie schwer man sich oft damit tut (beim Versorgungs-Amt) den Ausweis zu bewilligen, wenn der Betroffene damit absehbar in vorzeitige Rente könnte.

2. Bei meinem letzten Besuch beim Facharzt, meinte dieser ich wäre weiterhin nicht arbeitsfähig. Ich soll aber erst mal zur AfA gehen und schauen, was die sagen. Ggf. würde er mich weiterhin krankschreiben.
Die AU hat aber bis zur Endbescheinigung zum 17.01. der Hausarzt ausgestellt.
Wenn du AU krank bist, dann ist es eben so, die Aussteuerung ist kein Grund die AU zu beenden, wenn die Ärzte der Ansicht sind, dass du weiterhin AU bist ... die Aussteuerung bedeutet ja nur, dass die KK kein Krankengeld mehr deswegen zahlen wird und nicht, dass du nun "über Nacht" Arbeits-FÄHIG bist.

Bei der AfA musst du dich in jedem Falle zumindest Arbeitsbereit zeigen, ganz gleich ob mit oder ohne AU-Bescheinigung, die du (wie schon erwähnt) aber ab dem 18.01. NICHT mehr abgeben darfst bei der AfA ... :icon_evil:

Jetzt ist die Frage: beantrage ich arbeitsfähig ALG l (in der Hoffnung mit jetzt 60 Jahren kein Job-Angebot mehr zu bekommen) oder währe es für mich günstiger mich vom Facharzt weiter AU schreiben zu lassen? Bekomme ich dann ebenfalls gleich lang ALG I.
Du beantragst ALGI wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld, bei der AfA weiß man durchaus was das bedeutet und darum wirst du ja auch zum ÄD geschickt, damit der deine (sogenannte) "Restleistungsfähigkeit" feststellen kann.

In der Regel läuft bei ALLEN Ausgesteuerten (im Hintergrund) noch eine AU weiter und wie es dir schon geschrieben wurde, ist das auch wichtig wenn du eine EM-Rente beantragen willst ... sofern der ÄD eine entsprechende Einschätzung abgibt, dass ER dich eigentlich nicht für "vermittelbar" hält ...

Das hat alles keine Bedeutung für die Entscheidungen deiner Ärzte, der ÄD schreibt das nur für die interne Verwendung bei der AfA ... damit die Vermittler wissen sollen, welche Tätigkeiten du noch ausüben könntest oder eben auch gar nichts ...

Aber das ist dann Entscheidung des ÄD und du WILLST IMMER ARBEITEN (mit deinem Restleistungsvermögen :bigsmile:), dann bekommst du auch das ALGI so lange wie es dir zustehen wird ...

Im günstigsten Falle bekommst du ein Schreiben, dass der ÄD dich umter 15 Wochenstunden Leistungsfähig sieht für länger als 6 Monate und du nun Reha oder EM-Rente beantragen sollst.

An deiner Stelle würde ICH dann die EM-Rente beantragen und wenn die DRV das unbedingt will kann sie noch eine Reha in die Bearbeitung "einbeziehen" oder entscheidet (früher oder später) direkt zum Renten-Antrag.

Das kannst du dann nur abwarten, die AfA gibt in diesem Falle meist RUHE und wartet mit dir zusammen auf die Entscheidungen der DRV...

Ich wurde damals auch ausgesteuert und es lief genau so ab, habe dann EM-Rente beantragt (auf Wunsch der AfA, aber auch auf meinen) und man zahlte mir 18 Monate mein ALGI bis es abgelaufen war.

Termine bei der AfA hatte ich in dieser Zeit KEINE, nur Kontakt mit dem ÄD als die Rente abgelehnt wurde, da wollte man gerne die DRV-Gutachten "einsehen" dürfen ...
Das kann dann (inzwischen) kritisch werden und man versucht doch wieder "zu vermitteln" (weil die DRV ja meint man braucht keine Rente) aber mich hat man weiter in Ruhe gelassen, bis das ALGI dann eingestellt wurde.

Sollte man (der ÄD) meinen, dass du doch noch eine gewisse "Restleistungsfähigkeit" für den aktuellen Arbeitsmarkt hast, dann muss dein Arbeitsvermittler dich beraten und dir zunächst mal erklären, was du damit noch so anfangen könntest.

Dazu fällt denen aber meist auch nicht mehr viel ein, eingeschränkte Menschen in unserem Alter bekommen keine Arbeit mehr, zudem wären auch noch einige Dinge zu beachten, weil du im ALGI noch längst nicht "Alles" machen musst, vor allem brauchst du dich noch nicht deutlich unter deinem letzten Einkommen vermitteln lassen ...

Aber dazu mehr wenn es erforderlich ist, jetzt stelle erst mal den Antrag auf ALGI ... so wie es dir hier beschrieben wurde.

MfG Doppeloma
 

Asor

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#16
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Guten Abend,

Doppeloma, herzlichen Dank für Deine ausführliche und umfassende Antwort,
das hat mir sehr geholfen!!!

Ich war auch heute schon direkt bei der AfA und habe die Anträge geholt. Es gab eine kleine Diskussion mit der Dame in der Aufnahme, die mir Zugangsdaten für die Online-Antragstellung aushändigen wollte. Ich habe dann aber darauf bestanden die Formulare in Papierform mitnehmen zu wollen. Angeblich soll es zukünftig nur noch die Online-Antragstellung geben.

Kaum war ich wieder Zuhause, kam der (angekündigte) Anruf von der SB aus der Leistung. Diese fragte, ob ich mir vorstellen könnte mind. 15 Stunden/Woche einer leichten Tätigkeit nachzugehen. Natürlich wußte ich nicht, ob mein Restleistungsvermögen dafür ausreicht und ich wollte auch nicht wie von ihr erklärt vom ÄD nach Aktenlage begutachtet werden. Allerdings habe ich in der Hektik des Gefechtes vergessen nach Zimmernummer und Anschrift des ÄD zu fragen. Sobald ich die Abschluß-Bescheinigung der KK habe werde ich dbzgl. noch einmal die SB der Leistung kontaktieren.

Zu Deinen Fragen:
Warum hast du das nicht direkt beim zuständigen Versorgungsamt gemacht, der VDK kann da auch nicht mehr erreichen, als sich aus deinen Einschränkungen ergeben wird ... die kennst du nur selbst am Besten,
Der VDK hat mir wertvolle Hinweise, wie z.B. nicht nur die Erkrankungen sondern auch die daraus resultierenden Einschränkungen und Häufigkeit der Beschwerden zu beschreiben, gegeben.

wurden Arztberichte mit eingereicht ?
Wissen deine Ärzte von dem Antrag auf GdB und dass es Anfragen vom Versorgungsamt geben könnte, es ist immer ganz gut denen das mitzuteilen, damit sie schon mal vorbereitet sind.
Die Beantragung des GdB war im Vorfeld mit meinem Hausarzt abgesprochen. Er riet mir anzugeben, dass alle Berichte der Fachärzte bei ihm angefordert werden können. Dies ist bereits erfolgt.

Wann wurde denn der Antrag gestellt, das kann durchaus einige Monate dauern, besonders bei einem Erst-Antrag ...
Der Antrag wurde Anfang November gestellt. Durch die Feiertage wird es bestimmt auch noch ein wenig dauern ...

Hast du diesen Zeitpunkt aus einer aktuellen Renten-Information von der DRV oder wie kommst du darauf,
... aus dem Online Renteneintrittsrechner der DRV eine aktuelle Renteninformation werde ich anfordern.

Jetzt werde ich zusehen, dass ich alle Unterlagen schnellstmöglich bei der AfA abliefere und abwarten was dann passiert ...

Ich melde mich dann wenn es Neues zu berichten gibt.

Nochmal an alle die mir hier bisher geholfen haben: DANKE!!!

Liebe Grüße
Asor
 

Doppeloma

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#17
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Hallo Asor,

Ich war auch heute schon direkt bei der AfA und habe die Anträge geholt.
Sehr gut, dann kannst du wenigstens alles in Ruhe machen und bei den freiwilligen Sachen (Gesundheits-Fragebogen und Schweigepflicht-Entbindungen) entscheiden, was du davon überhaupt ausfüllen und unterschreiben möchtest.

Es gab eine kleine Diskussion mit der Dame in der Aufnahme, die mir Zugangsdaten für die Online-Antragstellung aushändigen wollte. Ich habe dann aber darauf bestanden die Formulare in Papierform mitnehmen zu wollen. Angeblich soll es zukünftig nur noch die Online-Antragstellung geben.
Ja-Ja, die diskutieren gerne, du brauchst keinen "Online-Zugang", es wird mit Sicherheit auch weiterhin Papier-Formulare geben müssen, noch ist es keine Pflicht einen PC und Internet-Zugang zu besitzen oder sich damit überhaupt auszukennen (oder auskennen zu wollen) ... :icon_evil:

Im Online-Formular wird z.B. explizit die Angabe der Telefon-Nummer gefordert, sonst kann man mit den Angaben gar nicht weiter machen ... diese Angaben (Telefon / Handy/ Mail) sind aber absolut freiwillig, du musst gesetzlich NUR auf dem Postwege an deiner Melde-Anschrift erreichbar sein.

Kaum war ich wieder Zuhause, kam der (angekündigte) Anruf von der SB aus der Leistung.
Leider hast du dich da schon das erste Mal "aufs Kreuz legen lassen", solche Telefonate solltest du für die Zukunft direkt wieder untersagen, man hat dir mitzuteilen, dass diese Angabe freiwillig ist, auch von der AfA brauchst du dich nicht telefonisch belästigen und ausfragen lassen ... :icon_evil:

Also wirst du dafür sorgen, dass man das in der Zukunft zu unterlassen hat ... ich verlinke dir eine Vorlage dafür diese Daten bei der AfA wieder löschen zu lassen ...

Diese fragte, ob ich mir vorstellen könnte mind. 15 Stunden/Woche einer leichten Tätigkeit nachzugehen. Natürlich wußte ich nicht, ob mein Restleistungsvermögen dafür ausreicht und ich wollte auch nicht wie von ihr erklärt vom ÄD nach Aktenlage begutachtet werden.
Da wollte man dich schon in die erste Falle locken, hast du aber ganz gut pariert, dass der ÄD zunächst mal deine "Restleistungsfähigkeit" feststellen muss und DAMIT stellst du dich selbstverständlich der Arbeitsvermittlung IMMER VOLLZEIT zur Verfügung.

Allerdings habe ich in der Hektik des Gefechtes vergessen nach Zimmernummer und Anschrift des ÄD zu fragen.
Was hat man dir denn bisher zur Abgabe der medizinischen Unterlagen gesagt, in der Regel ist das immer "ganz eilig" und ob du zum Arzt bestellt wirst oder nicht wird von den Unterlagen abhängig sein, die du dafür freiwillig vorab dem ÄD zur Verfügung stellen wirst ...

Das hat ganz sicher nicht die Dame vom Telefon zu entscheiden, aber es kann dir eigentlich auch egal sein, ob mit Untersuchung oder nach Aktenlage, erwarte dir nicht zu viel davon wenn du dort beim Arzt erscheinen musst ... :icon_evil:

Auch der arbeitet für die AfA und nicht unbedingt in deinem Interesse, also bist du auch dort unbedingt bereit (Vollzeit) in Arbeit vermittelt zu werden, die (nach Ansicht des ÄD) noch machbar für dich wäre und du gibst auch weder telefonisch noch sonst irgendwie zeitliche Einschränkungen an bei der AfA, dann wird man nämlich versuchen dein ALGI entsprechend herunter zu kürzen.

Die Frage am Telefon war schon der erste Versuch dafür, wärst nicht der erste Ausgesteuerte der dann einen Bescheid zu 15 Wochenstunden bekommt, weil er ja gesagt habe (am Telefon), dass er sich zu mehr nicht in der Lage fühlen würde ... :icon_neutral:

Das wird sehr gerne am Telefon versucht dir Informationen zu entlocken, an die du dich später gar nicht mehr genau erinnern kannst ... also verlange ALLES schriftlich und lass die sonstigen Kontakt-Daten löschen bei der AfA ...

Ich denke mal, dass du zu den Unterlagen für den ÄD bald noch Post bekommen wirst, wo man dir mitteilt, dass vorher keine Entscheidung getroffen werden könne und wann du die Unterlagen bei der AfA abliefern sollst ... und genau das wirst du NICHT machen.

Erfrage die konkrete Adresse des ÄD (oder schreibe deutlich auf den Umschlag "An den Ärztlichen Dienst" der Agentur in XY) ... sonst kann es passieren, dass Arbeitsvermittler in deinen Gesundheits-Unterlagen lesen und selbst entscheiden, ob du zum Arzt sollst oder nicht ...

Besorge dir Kopien einiger (weniger) aktueller Berichte und Befunde von deinen Ärzten, überlege dir ob und wie umfangreich du den Fragebogen ausfüllen willst (Kopie für dich machen vom fertigen Formular, es geht oft was "verloren" bei der AfA) und sondiere besonders die ganzen Schweigepflicht-Entbindungen, die man dir mitgegeben haben wird.

Eigentlich will die AfA NUR deine Unterschrift für die DRV haben, damit sie dort später alles abfragen kann was ihr so wichtig wäre, wenn dort ein Antrag von dir läuft, das kannst du bei Bedarf aber auch selbst mitteilen ...

Falls du zustimmen willst, dann begrenze unbedingt die Gültigkeit auf der entsprechenden Schweigepflicht-Entbindung mit einem festen Datum (z.B. NUR gültig bis 15.02.2017), sonst sind die Dinger volle 3 Jahre verwendbar für die AfA ...

Wenn du einige Unterlagen von deinen Ärzten in Kopie dabei legen kannst, sind Schweigepflicht-Entbindungen für diese Ärzte überflüssig, in der Regel werden die eigenen Ärzte ohnehin nicht angeschrieben. :icon_evil:

Sobald ich die Abschluß-Bescheinigung der KK habe werde ich dbzgl. noch einmal die SB der Leistung kontaktieren.
Wenn du die Abschluss-Bescheinigung der KK hast, dann packst du den ausgefüllten Antrag dazu und schickst das nachweislich an die AfA, die Gesundheits-Unterlagen haben dabei NICHTS verloren ... es sei denn du bekommst noch einen schriftlichen Abgabe-Termin (für den Antrag !!!) direkt von der Leistungs-Abteilung.

Sämtliche medizinische Unterlagen bekommt NUR der ÄD direkt (gegen Eingangsbestätigung) vor Ort oder DIREKT auf dem Postwege ... die SB sind keine Ärzte die das zu beurteilen hätten, ärztliche Befunde kannst du auch ankündigen (auf dem Gesundheits-Fragebogen z.B.) zu einer Untersuchung mitzubringen.

Dann ist eventuell damit zu rechnen, dass man dich zum Arzt einbestellen wird, aber auch dann gab es schon "Gutachten nach Aktenlage" ... ist eben billiger für die AfA als dich zum Arzt zu schicken.

Auf Nachfrage (bei persönlicher Abgabe des Antrages) informierst du dazu, dass diese Unterlagen direkt dem ÄD zugeleitet wurden, eine Eingangsbestätigung (Kopie) wäre natürlich gut ... aber die können ja gerne auch selber dort nachfragen ... :bigsmile:

Ich melde mich dann wenn es Neues zu berichten gibt.
Auf jeden Fall, wir denken auch nicht immer direkt an alles was wichtig sein könnte ... wie das mit der Telefon-Nummer ... :sorry:

MfG Doppeloma
 

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Asor

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#18
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Hallo Ihr Lieben,

so, nun sind alle Formulare ausgefüllt.

Den Gesundheitsfragebogen, Schweigepflichtentbindungen (nur für Hausarzt, einem Facharzt und MDK - alle auf drei Monate befristete), Kopien zweier jüngeren Arzt-Berichte und meines Allergiepasses habe ich in einem verschlossenem Umschlag, mit der Aufschrift: zur Weiterleitung persönlich an den Ärztlichen Dienst der AfA vorbereitet.

In Zwischen denke ich, dass es evtl. gar nicht so schlecht wäre, nach Aktenlage vom ÄD begutachtet zu werden. Sofern diese in meinem Interresse geschieht :icon_wink:. Da sowohl mein Hausarzt als auch mein Facharzt vorbereitet sind, dürfte dem auch nichts im Wege stehen (hoffe ich).

Im Informationsblatt zur Vortellung im Ärztlichen Dienst wurde ich auf mein Widerspruchrecht zur Übermittlung von medizinischen Daten (Begutachtungsdaten) hingewiesen. Es wird ferner darauf hingewiesen, dass dies ohne Angaben von Gründen möglich ist und dies keine Auswirkung auf meine Pflicht zur Mitwirkung bei der Aufklärung des Sachverhalts hat. Ich habe daher vorsichtshalber auch einen dbzgl. Widerspruch in den Umschlag an den ÄD gepackt, da ich nicht möchte, dass ohne mein Wissen irgend welche Daten ausgetauscht werden :icon_evil:.

Dem Antrag auf ALGI habe ich das Schreiben "Antrag auf Löschung Telefonnummer" (nochmal danke an Doppeloma!) beigefügt.

Ursprünglich hatte man mir bei der Erstmeldung bei der AfA den Abgabetermin bis 16.01. für KK-Bescheinigung und Gesundheitsfragebogen vorgegeben (ALGI Antrag bis 26.01.). Lt. KK kann deren Bescheinigung aber frühestens heute (letzter Tag KG vor Aussteuerung) ausgestellt werden. Im CallCenter der AfA hat man mir dann gnädiger Weise den Termin bis 20.01. verlängert :icon_rolleyes:
Auf meine Frage nach der Anschrift des ÄD für den Gesundheitsfragebogen hat man darauf bestanden, dass ich diesen vorher mit allen anderen Unterlagen abgebe (nach Terminvereinbarung) oder ggfs. fristgerecht auf dem Postweg an die AfA zusende. Im Nachgang habe ich folgendes (letzter Absatz "Der Weg zum Ärztlichen Dienst" gefunden! Habe einen screenshot davon ausgedruckt und an den verschlossenem Umschlag geheftet. Damit sollte JEDEM klar sein, dass der Umschlag verschlossen zu bleiben hat!

Bin mir aber noch nicht im Klaren, ob ich die Unterlagen persönlich bei der AfA abgebe oder sie auf dem Postweg versende :icon_kratz:.

In jedem Fall muß ich erst mal auf die Bescheinigung der KK warten :animaus: .

Hoffentlich hab ich nichts übersehen ...

Liebe Grüße
Asor
 

DieElla

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#19
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Ursprünglich hatte man mir bei der Erstmeldung bei der AfA den Abgabetermin bis 16.01. für KK-Bescheinigung und Gesundheitsfragebogen vorgegeben (ALGI Antrag bis 26.01.). Lt. KK kann deren Bescheinigung aber frühestens heute (letzter Tag KG vor Aussteuerung) ausgestellt werden.
Ich bin 2 Wochen vor Aussteuerung bei der KK (AOK) aufgeschlagen und man hat mir das anstandslos sofort ausgefüllt und ich mit nach 5 Minuten wieder mit der Bescheinigung draußen gewesen.

Auf meine Frage nach der Anschrift des ÄD für den Gesundheitsfragebogen hat man darauf bestanden, dass ich diesen vorher mit allen anderen Unterlagen abgebe (nach Terminvereinbarung) oder ggfs. fristgerecht auf dem Postweg an die AfA zusende. Im Nachgang habe ich folgendes (letzter Absatz "Der Weg zum Ärztlichen Dienst" gefunden! Habe einen screenshot davon ausgedruckt und an den verschlossenem Umschlag geheftet. Damit sollte JEDEM klar sein, dass der Umschlag verschlossen zu bleiben hat!

Bin mir aber noch nicht im Klaren, ob ich die Unterlagen persönlich bei der AfA abgebe oder sie auf dem Postweg versende :icon_kratz:.
Das haben Sie bei mir auch probiert. Ich habe mir die Adresse des ÄD dann telefonisch bei der AFA besorgt und alle Unterlagen dort per Einschreiben hingeschickt. Beim SB würde ich jedenfalls nichts abgeben,
 

Asor

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#20
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Das haben Sie bei mir auch probiert. Ich habe mir die Adresse des ÄD dann telefonisch bei der AFA besorgt und alle Unterlagen dort per Einschreiben hingeschickt. Beim SB würde ich jedenfalls nichts abgeben,
Man muß ja immer über das CallCenter (0800 ... ) gehen. Einzelne Standorte und Dienststellen kann ich nicht direkt kontaktieren. Vom CallCenter habe ich auf meine Frage nach der Anschrift des ÄD die gleiche Antwort wie von der SBin erhalten.
 

Doppeloma

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#21
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Hallo Asor,

Den Gesundheitsfragebogen, Schweigepflichtentbindungen (nur für Hausarzt, einem Facharzt und MDK - alle auf drei Monate befristete), Kopien zweier jüngeren Arzt-Berichte und meines Allergiepasses
Schon falsch, wozu bitte Schweigepflicht-Entbindungen wenn du aktuelle Arztberichte vorlegen kannst, dann brauchen die KEINE Schweigepflichtentbindungen für die gleichen Ärzte und für den MDK der KK schon gar nicht (was soll den der MDK zu deinem aktuellen Befinden aussagen können?). :icon_evil:

Die AfA möchte eigentlich nur eine einzige Schweigepflicht-Entbindung wirklich bekommen und das ist für die DRV und für Reha-Kliniken ... wenn das NICHT dabei ist, wird es sicher noch "Rückfragen" geben aber das kann dir egal sein weil ALLES freiwillig ist.

Wenn sie dazu nörgeln würde ich die glatt für EINEN EINZIGEN Tag gültig abgeben ... :first:

habe ich in einem verschlossenem Umschlag, mit der Aufschrift: zur Weiterleitung persönlich an den Ärztlichen Dienst der AfA vorbereitet.
"Persönlich" geht nur an eine bestimmte Person und nicht an eine Abteilung der AfA, das sollst du (nachweislich) DIREKT zum ÄD schicken und nicht zur "Weiterleitung" allgemein an die AfA ...

In der Regel sitzen die im gleichen Gebäude, wo du auch zum Abgabetermin des Antrages hin sollst und wenn man dir die Adresse nicht geben will dann erinnerst du mal an die gesetzliche Auskunfstpflicht ODER gibst das eben erst am Tag X persönlich dort ab (gegen Eingangsbestätigung).

§ 15 SGB I Auskunft

Kannst ja mal direkt in Nürnberg nach der Anschrift deines zuständigen ÄD anfragen, wenn man sich vor Ort so anstellt ...

Tel:0911 / 529-2600
Fax:0911 / 529-2276
E-Mail:Nuernberg.Kundenreaktionsmanagement@arbeitsagentur.de



In Zwischen denke ich, dass es evtl. gar nicht so schlecht wäre, nach Aktenlage vom ÄD begutachtet zu werden. Sofern diese in meinem Interresse geschieht :icon_wink:. Da sowohl mein Hausarzt als auch mein Facharzt vorbereitet sind, dürfte dem auch nichts im Wege stehen (hoffe ich).
Du hast es noch nicht verstanden, wenn du Arztberichte eingereicht hast, dann werden die NICHT mehr befragt dazu, diese medizinischen Unterlagen bilden dann die "Aktenlage" für dein ÄD-"Gutachten" und was stellst du dir dabei vor "was in deinem Interesse wäre" ...

Die arbeiten für die AfA und nicht für deine Interessen ... egal ob nach "Aktenlage" oder mit Untersuchung ... :icon_evil:

Im Informationsblatt zur Vortellung im Ärztlichen Dienst wurde ich auf mein Widerspruchrecht zur Übermittlung von medizinischen Daten (Begutachtungsdaten) hingewiesen. Es wird ferner darauf hingewiesen, dass dies ohne Angaben von Gründen möglich ist und dies keine Auswirkung auf meine Pflicht zur Mitwirkung bei der Aufklärung des Sachverhalts hat. Ich habe daher vorsichtshalber auch einen dbzgl. Widerspruch in den Umschlag an den ÄD gepackt, da ich nicht möchte, dass ohne mein Wissen irgend welche Daten ausgetauscht werden :icon_evil:.
In diesem Informationsblatt steht ne Menge "Müll" der gesetzlich gar nicht gedeckt ist, das darfst du mir glauben, der Vermittler darf ohnehin NUR den Teil B mit der Leistungseinschätzung bekommen und der Rest (Teil A) bleibt beim ÄD unter Verschluss ...
Die machen damit "viel Lärm um Nichts", der Wisch hat rechtlich überhaupt keine Bedeutung ... :icon_evil:

Dem Antrag auf ALGI habe ich das Schreiben "Antrag auf Löschung Telefonnummer" (nochmal danke an Doppeloma!) beigefügt.
Das solltest du sehr bald und separat erledigen (mit Eingangsstempel auf einer Kopie davo), hat bei den Antragsunterlagen (eigentlich) nichts verloren ...

Ursprünglich hatte man mir bei der Erstmeldung bei der AfA den Abgabetermin bis 16.01. für KK-Bescheinigung und Gesundheitsfragebogen vorgegeben (ALGI Antrag bis 26.01.). Lt. KK kann deren Bescheinigung aber frühestens heute (letzter Tag KG vor Aussteuerung) ausgestellt werden. Im CallCenter der AfA hat man mir dann gnädiger Weise den Termin bis 20.01. verlängert :icon_rolleyes:
Das ist keine Gnade, das ist Unsinn, die wissen sehr genau wann die KK diese Abschlußbescheinigung ausfüllen wird, sonst ist es ja keine Abschluss-Bescheinigung mehr ...
Melde-Termine (bei der AfA) haben nur eine rechtliche Verbindlichkeit wenn du sie schriftlich (per Post) zugestellt (oder direkt auf Papier gedruckt ausgehändigt) bekommst mit der entsprechenden Rechts-Folgen-Belehrung (RFB) ... für freiwillige Gesundheits-Unterlagen kann es aber keinen verbindlichen Termin geben ...

Und den kompletten Formular-Antrag kannst du eben erst abgeben wenn er auch tatsächlich komplett IST ... das haben nicht die Mitarbeiter vom Telefon-Service zu entscheiden. :icon_evil:

Auf meine Frage nach der Anschrift des ÄD für den Gesundheitsfragebogen hat man darauf bestanden, dass ich diesen vorher mit allen anderen Unterlagen abgebe (nach Terminvereinbarung) oder ggfs. fristgerecht auf dem Postweg an die AfA zusende.
Die können ja bestehen worauf sie wollen, dafür gibt es nur (leider für die AfA) KEINE Rechtsgrundlagen und für dein ALGI und die Berechnung ist der Antrag auf ALGI erforderlich und KEINE Gesundheits-Unterlagen, schon gar nicht "vorrangig" ... :icon_evil:

Zur Auskunfstpflicht (jeder Behörde, dazu gehört auch die AfA) habe ich dir oben bereits den § verlinkt, du lässt dir zu viel "erzählen" ohne zu fragen, wo steht denn das bitte, dass ich das so machen muss oder warum tun SIE nicht Ihre Arbeit wie es sich gehört ... du bist doch "Kunde" ...

Im Nachgang habe ich folgendes (letzter Absatz "Der Weg zum Ärztlichen Dienst" gefunden! Habe einen screenshot davon ausgedruckt und an den verschlossenem Umschlag geheftet. Damit sollte JEDEM klar sein, dass der Umschlag verschlossen zu bleiben hat!
Was immer du da dran geheftet hast wird bei der AfA Niemanden interessieren oder wie willst du den Weg deines Umschlages verfolgen und kontrollieren können, ob der wirklich noch verschlossen beim ÄD ankommt ???

Bin mir aber noch nicht im Klaren, ob ich die Unterlagen persönlich bei der AfA abgebe oder sie auf dem Postweg versende :icon_kratz:.
Du gibst das am Besten NUR direkt beim Med. Dienst ab und wenn man dir weiterhin verschweigen will wo die sitzen, dann kündigst du an diese sensiblen Unterlagen besser erst zur Untersuchung mitzunehmen, weil das NUR einen Arzt was angeht.

Das geht nämlich auch, falls man das in dem schlauen Informationsblatt "vergessen" haben sollte zu erwähnen, dann muss man eben ohne "Papier-Vorbereitung des ÄD" einen Untersuchungs-Termin dort für dich vereinbaren ...
In jedem Fall muß ich erst mal auf die Bescheinigung der KK warten :animaus: .
Völlig richtig, denn die brauchst du für die Abgabe des regulären Antrages auf ALGI, das andere ist alles nur "Beiwerk" ...

MfG Doppeloma
 

Asor

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#22
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Guten Abend,

vielleicht gehe ich wirklich zu blauäugig an die Sache heran ...

Ich muss aber sagen, eigentlich habe ich in den 12 Monate ALGI Bezug vor meiner Erkrankung keine schlechten Erfahrungen mit der AfA gemacht. Dennoch bin ich, besonders Dir Doppeloma für Deine konstruktiven Anmerkungen und Deinen Erfahrungsberichte sehr dankbar!

Zum besseren Verständnis hier noch ein paar Einzelheiten bzw. Antworten:

Schon falsch, wozu bitte Schweigepflicht-Entbindungen wenn du aktuelle Arztberichte vorlegen kannst, dann brauchen die KEINE Schweigepflichtentbindungen für die gleichen Ärzte
Die Schweigepflichtentbindungen habe ich für meinen Haus- und Facharzt ausgestellt. Die eingereichten Arztberichte waren aber vom Radiologen und einem anderen Facharzt bei dem ich vor kurzem eine Zweitmeinung eingeholt habe. Sollte es notwendig sein, können die beiden erstgenannten behandelnden Ärzte ergänzend Auskunft geben.

und für den MDK der KK schon gar nicht (was soll den der MDK zu deinem aktuellen Befinden aussagen können?).
Der hatte im Frühjahr 2016 (mit meinem Einverständnis) meinen Facharzt befragt. Darauf hin, hat mich die KK bis heute in Ruhe gelassen. Daher sollte mir sein Gutachten jedenfalls nicht schaden.

In der Regel sitzen die im gleichen Gebäude.
Bei der AfA Ansbach-Weißenburg ist alles etwas komplizierter. Die Arbeitsvermittlung sitzt in Roth, die Leistung Abteilung in Weißenburg und der ÄD in Ansbach (hier gibt es mehrere Standorte) und hat keine Kundentheke. Aber alle Abteilungen haben eine gemeinsame Postadresse.
Dahin habe ich jetzt die Gesundheitsunterlagen per Einschreiben zu Hd. des ÄD geschickt.
Alle anderen Unterlagen gingen heute jeweils ebenfalls per Einschreiben raus.

In diesem Informationsblatt steht ne Menge "Müll" der gesetzlich gar nicht gedeckt ist, das darfst du mir glauben, der Vermittler darf ohnehin NUR den Teil B mit der Leistungseinschätzung bekommen und der Rest (Teil A) bleibt beim ÄD unter Verschluss ...
Die machen damit "viel Lärm um Nichts", der Wisch hat rechtlich überhaupt keine Bedeutung ...
Der Widerspruch (die gesetzliche Grundlage hatte ich verlinkt) betrifft nicht die Weitergabe von Begutachtungsdaten des ÄD an die SB, sondern an andere Behörden und Einrichtungen, wie DRV, KK, Versorgungsamt, Rehaeinrichtungen, etc. Ob diese darauf Wert legen, sei erst mal dahingestellt. Die AfA weißt nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit auf das Widerspruchrecht hin, sondern weil sie gesetzlich dazu verpflichtet ist. ... der Betroffene ist von der verantwortlichen Stelle zu Beginn des Verwaltungsverfahrens in allgemeiner Form schriftlich auf das Widerspruchsrecht hinzuweisen, ...

Viele Grüße
Asor
 

Doppeloma

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#23
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Hallo Asor,

vielleicht gehe ich wirklich zu blauäugig an die Sache heran ...
Teilweise leider schon, aber ich kann das durchaus nachvollziehen, es dauert eine Weile bis man den Glauben an das "Gute" bei Behörden verlieren wird und daran, dass schon alles rechtlich korrekt sein wird, was die so machen und verlangen ...

Ich muss aber sagen, eigentlich habe ich in den 12 Monate ALGI Bezug vor meiner Erkrankung keine schlechten Erfahrungen mit der AfA gemacht.
Da wußte man ja auch noch nicht, dass du nach längerer AU wieder kommen wirst (ohne wirklich ernsthaft Vermittlungsfähig zu sein), um erneut ALGI zu kassieren, für vielleicht wieder 12 Monate ... :idea:

Mit den "normalen" Arbeitslosen wird in der Regel generell etwas anders umgegangen als mit den "lästigen Ausgesteuerten" (die müssen ja auch meist nicht zum ÄD geschickt werden) aber das wirst du vielleicht auch noch selber feststellen müssen.

Die Schweigepflichtentbindungen habe ich für meinen Haus- und Facharzt ausgestellt. Die eingereichten Arztberichte waren aber vom Radiologen und einem anderen Facharzt bei dem ich vor kurzem eine Zweitmeinung eingeholt habe. Sollte es notwendig sein, können die beiden erstgenannten behandelnden Ärzte ergänzend Auskunft geben.
Du hättest lieber diese Ärzte um Befunde bitten sollen, du erwartest mit Sicherheit schon zu viel "Umsicht und Interesse" beim ÄD an deinem wirklichen Befinden, es ist eher die Ausnahme, dass die behandelnden Ärzte überhaupt angeschrieben oder angefragt werden.

Der hatte im Frühjahr 2016 (mit meinem Einverständnis) meinen Facharzt befragt. Darauf hin, hat mich die KK bis heute in Ruhe gelassen. Daher sollte mir sein Gutachten jedenfalls nicht schaden.
Kennst du denn selbst dieses Gutachten auch, die Interessen der KK (an den Feststellungen des MDK) haben nicht viel mit denen der AfA (an den ÄD) zu tun, was dir dort (für den Bezug von Krankengeld) hilfreich war, muss die AfA nicht unbedingt genau so beeindrucken.

Denn bei der AfA muss sich immer noch irgendeine "Restleistungsfähigkeit" finden lassen, mit der du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen kannst ... Ohne diese Rest-Verfügbarkeit bekommst du KEIN ALGI bewilligt.

Wenn sich aus deinen eingereichten Gesundheits-Unterlagen der ÄD also heraus-reimt, dass du viel zu krank für eine "sinnvolle" wenn auch nur marginale Arbeitsvermittlung bist, dann kann ALGI abgelehnt werden.

Dahin habe ich jetzt die Gesundheitsunterlagen per Einschreiben zu Hd. des ÄD geschickt.
Alle anderen Unterlagen gingen heute jeweils ebenfalls per Einschreiben raus.
Soweit gut gemacht, die Verteilung der Zuständigkeiten ist ja bei dir wirklich sehr kompliziert ...

Der Widerspruch (die gesetzliche Grundlage hatte ich verlinkt) betrifft nicht die Weitergabe von Begutachtungsdaten des ÄD an die SB, sondern an andere Behörden und Einrichtungen, wie DRV, KK, Versorgungsamt, Rehaeinrichtungen, etc. Ob diese darauf Wert legen, sei erst mal dahingestellt.
Kann ich so jetzt nicht beurteilen ohne den Zusammenhang und den genauen Wortlaut zu kennen, es gibt zu viele solcher Regelungen ...

Die AfA weißt nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit auf das Widerspruchrecht hin, sondern weil sie gesetzlich dazu verpflichtet ist. ... der Betroffene ist von der verantwortlichen Stelle zu Beginn des Verwaltungsverfahrens in allgemeiner Form schriftlich auf das Widerspruchsrecht hinzuweisen, ...
Entschuldige wenn ich gerade etwas "erheitert" bin :bigsmile:, aus Menschenfreundlichkeit machen die das sicher nicht, aber da wird ne Menge "Menschenfreundlichkeit" unter den Tisch fallen gelassen, wenn es den Interessen der AfA dienen kann ...

Hast du außer deiner Wohnanschrift noch weitere Kontakt-Möglichkeiten angegeben (Festnetz / Handy / Mail ?), da hat man bestimmt nur vergessen dich erst mal zu fragen ob du das auch freiwillig so möchtest ... denn du musst nur auf dem Postwege an deiner Meldeanschrift erreichbar sein ...

So als kleiner "Vorgeschmack", was man noch so alles "auf Lager" haben könnte, solltest du vielleicht mal in diesem speziellen Thema nachlesen ...

https://www.elo-forum.org/50/176192-teilhabe-arbeitsleben-alg1.html

Halte durch bis zum (vorerst) letzten Beitrag (von gestern), da tun sich Abgründe auf, die du von einer Behörde niemals erwarten würdest ... :icon_neutral:

Die Betroffene Ausgesteuerte wartet bereits seit fast 2 Monaten auf ihren Bescheid und seit Dezember auf ihr Geld ... die kompletten Antragsunterlagen wurden auch rechtzeitig eingereicht ...

Das ist ein besonders krasser Fall aber die Abstufungen sind fließend und die AfA beim Umgang nach der Aussteuerung mit den "Kunden" eigentlich nicht mehr berechenbar ...

MfG Doppeloma
 

Asor

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#24
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Guten Tag,

heute war im Briefkasten der Bescheid zu meinem Erstantrag vom Versorgungsamt.
Der festgestellte GbB beträgt 40 sowie eine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit.
Ich beabsichtige dagegen Widerspruch einzulegen. Falls dieser nicht die erhofften 50% bringt, werde ich ggf. in 6 Monaten einen Verschlechterungsantrag stellen.

Wäre es von Vorteil, die AfA und/oder den ÄD über den Bescheid in Kenntnis zu setzten, bevor über meinen ALGI Antrag entschieden wurde? Oder ist es günstiger das Gutachten vom ÄD oder den Bescheid der AfA abzuwarten? So aus dem Bauch heraus würde ich letzteres favorisieren oder kann man mir daraus einen Strick ziehen?

Viele Grüße
Asor
 

Doppeloma

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#25
AW: Aussteuerung KK mit RA ALG I

Hallo Asor,

heute war im Briefkasten der Bescheid zu meinem Erstantrag vom Versorgungsamt.
Der festgestellte GbB beträgt 40 sowie eine dauerhafte Einbuße der körperlichen Beweglichkeit.
Das ist im Erstantrag (je nach Umfang der tatsächlichen Beeinträchtigungen) schon recht ordentlich und bringt (mit der Bescheinigung für das Finanzamt) schon einen Behinderten-Pauschbetrag bei einer Steuerforderung. :icon_daumen:

Ich beabsichtige dagegen Widerspruch einzulegen. Falls dieser nicht die erhofften 50% bringt, werde ich ggf. in 6 Monaten einen Verschlechterungsantrag stellen.
Es ist ein Grad der Behinderung (GdB) und keine "Prozente", du kannst problemlos erst mal (fristgerecht) Widerspruch einlegen und forderst darin (nach § 25 SGB X) die maßgeblichen Unterlagen (in Kopie) an, die zu dieser Entscheidung geführt haben.

Unbedingt auch die Zusendung der "Versorgungsärztlichen Stellungnahme" verlangen, denn daraus kannst du die genauen Einzel-Einstufungen der anerkannten Behinderungen ersehen.

Nach Erhalt und Prüfung dieser Unterlagen wirst du dann deinen Widerspruch begründen, mehr brauchst du zunächst NICHT zu schreiben und dann bitte per Übergabe-Einschreiben an das Versorgungsamt schicken!

Wurden denn alle (von dir angegebenen) Beeinträchtigungen anerkannt im Bescheid oder fehlt was, wovon du dir "mehr" erwartet hattest ... ?

Hast du eine ausführliche Beschreibung beigelegt, wie dich deine Behinderungen im täglichen Leben konkret belasten ("Jammerlappen"), das ergibt sich nicht allein aus Arztberichten und Diagnosen ... :icon_evil:

Wenn nicht solltest du eine solche Schilderung mit eigenen Worten schon mal vorbereiten und der Widerspruchs-Begründung später beifügen.
Dann wartest du zunächst mal die Zusendung der Unterlagen ab und meldest dich am Besten wieder hier damit.

Ist dir bekannt ob deine angegebenen Ärzte angeschrieben wurden, wenn nicht wäre das schon ein guter Hinweis für die Begründung ... dass man deinen Gesundheitszustand nicht gründlich genug überprüft hat.

Eine Klage würde sich bei Ablehnung des Widerspruches auch nicht lohnen, da kommst du mit einem baldigen Verschlimmerungs-Antrag wahrscheinlich schneller voran.
Allerdings solltest du dann auch Verschlimmerungen nachweisen können seit der Erstbewilligung ... die bereits länger als 6 Monate vorliegen oder ganz neu dazu gekommen sind.

Dazu dann mehr zu gegebener Zeit.

Wäre es von Vorteil, die AfA und/oder den ÄD über den Bescheid in Kenntnis zu setzten, bevor über meinen ALGI Antrag entschieden wurde? Oder ist es günstiger das Gutachten vom ÄD oder den Bescheid der AfA abzuwarten? So aus dem Bauch heraus würde ich letzteres favorisieren oder kann man mir daraus einen Strick ziehen?
Der Antrag ist bereits ausgefüllt (da wird ja dazu nachgefragt) und in Arbeit, sollte es doch einen Untersuchungstermin beim ÄD geben, ist es angebracht den Bescheid dort mit anzugeben ... die SB brauchen den nicht unbedingt, der hat für deine Vermittlung keine ernsthafte Bedeutung unter GdB 50 ...

Daraus kann man dir keinen "Strick" drehen, ein GdB hilft dir bei der AfA nicht und kann dir in der Regel auch nicht schaden ... :icon_evil:
Wenn du noch einen Arbeitsplatz hast könntest du damit die "Gleichstellung" beantragen, dafür ist auch die AfA zuständig, Arbeitslose benötigen in der Regel keinen "erhöhten Kündigungsschutz", da sieht die AfA das eher als "Vermittlungs-Hemmnis" an.

Soweit mal dazu, lege den fristwahrenden Widerspruch ein und mit den gelieferten Unterlagen vom Versorgungsamt sehen wir dann weiter ...

MfG Doppeloma
 

Curt The Cat

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#26
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Moinsen Asor und willkommen hier ...!

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet. Eine vollständige Frage ist immer nett - und soviel Zeit muß sein ... ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT][FONT=Arial,Wide Latin]Aussteuerung KK mit RA ALG I, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
[/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

Asor

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#27
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo da bin ich wieder :peace:,

vor ein paar Tagen habe ich Post von der AfA erhalten. Mir wurde mitgeteilt, dass mein Antrag aus folgenden Gründen noch nicht entschieden werden konnte:

…. da das Ergebnis Ihrer ärztlichen Untersuchung noch nicht vorliegt.

… die Bescheinigung über den Bezug der Lohnersatzleistung Krankengeld noch nicht vorliegt.

Darauf habe ich der AfA geantwortet:
1. Ich habe bis jetzt weder einen Termin noch andere Informationen über eine bevorstehende ärztliche Untersuchung erhalten.

2. Die Bescheinigung der Krankenkasse nachweislich am 19.01.2017 per Einschreiben zugestellt worden ist. Eine Kopie der Bescheinigung sowie den Einlieferungsbeleg der Deutschen Post habe ich beigefügt. Außerdem habe ich aufgefordert mir den Erhalt der Bescheinigung nun zu bestätigen. Eine Bestätigung habe ich bis heute nicht erhalten. Jetzt hoffe ich nur, dass die kein Theater machen, weil meine KK nicht das Originalformular der AfA sondern ein eigenes (gleicher Inhalt, gleicher Aufbau) mit dem Logo der KK links und dem der AfA rechts verwendet haben.

Gestern hatte ich einen Termin beim Facharzt, der mir mitteilte, dass er von der AfA angeschrieben wurde (Schweigepflichtentbindung für diesen Arzt hatte ich befristet auf 3 Monate unterschrieben). Die Anfrage läge noch unbeantwortet in seinem noch zu erledigenden Stapel … Außerdem meint er, es wäre unabdingbar, dass ich jetzt doch mal in eine Rehaklink gehe. Andernfalls würde ich mit keiner Erhöhung von GdB 40 auf 50 rechnen können. Ich höre immer wieder, dass die gängige Praxis der Reha-Kliniken ist, arbeitslose Patienten prinzipiell arbeitsfähig zu entlassen. Welche Auswirkung hat das dann auf meinen Nahtlosigkeitsantrag :confused:?

Heute kam von der AfA diese persönliche Einladung zur ärztlichen Untersuchung (§309 SGB III).

Anhang anzeigen scan0016.pdf

Darin steht u.a. ich soll meine Medikamente mitbringen. Ich hoffe nur, die wollen kein Medikamentenscreening per Bluttest machen, so wie Doppeloma es an anderer Stelle über eine Untersuchung bei Ihrem Männe berichtet hat. Ich habe in den vielen Beiträgen (alle konnte ich nicht lesen) unterschiedliche Aussagen darüber gefunden, ob ich eine Blutentnahme (ohne Nachteile für mich) verweigern kann. Es liegt mir ein Laborbericht (großes Blutbild) vom 19.12.16 vor. Das kann die Ärztin vom ÄD gerne einsehen, wenn Sie meint, dass Sie es für Ihr Gutachten braucht.

Ich finde es auch ganz schön happig, dass ich meine Ärzte aufsuchen soll und die leihweise Überlassung meiner Krankheitsunterlagen für den ÄD verlangen soll. Mein Hausarzt hat erst vor kurzem darüber gejammert, dass er min. 80 Seiten (Arztberichte und Befunde) für das Versorgungsamt an einem WE zusammengestellt und verschickt hat. Ich glaube nicht, dass er begeistert sein wird, denselben Aufwand schon wieder für die AfA betreiben zu müssen. Die Dokumente sind ja elektronisch archiviert und werden nur bei Bedarf ausgedruckt. Ein paar Arzt-Berichte habe ich in meinen Unterlagen. Keine Ahnung ob die die ich habe, genau die sind, die mir in diesem Fall weiterhelfen (möglichst bis zu einer möglichen Rente ALG I zu beziehen ohne ständig bei der Vermittlerin etc. antanzen oder irgendwelche schwachsinnige Maßnahmen mitmachen zu müssen.

Außerdem habe ich jetzt doch ganz schön Bammel vor dem bevorstehenden Termin beim ÄD. Wie geht es mit meinem Nahtlosigkeitsantrag weiter, wenn der ÄD zu dem Schluss kommt, ich wäre mind. 15 Stunden arbeitsfähig? Könnte ich dann trotzdem EM beantragen :confused:? Und wie verhalte ich mich dem ÄD gegenüber bezüglich meiner fortlaufenden AU Bescheinigung :confused:?

Kann schon jetzt nicht mehr schlafen …
:sorry:, wenn es diesmal etwas lang geworden ist.
 

Doppeloma

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#28
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

vor ein paar Tagen habe ich Post von der AfA erhalten. Mir wurde mitgeteilt, dass mein Antrag aus folgenden Gründen noch nicht entschieden werden konnte:

…. da das Ergebnis Ihrer ärztlichen Untersuchung noch nicht vorliegt.

… die Bescheinigung über den Bezug der Lohnersatzleistung Krankengeld noch nicht vorliegt.
Das Ergebnis der ÄD-Untersuchung ist zunächst mal irrelevant für deinen Anspruch auf ALGI nach der Aussteuerung, es ist nicht dein Problem wenn die damit nicht "aus dem Quark" kommen, die Bescheinigung der KK ist zwar wichtig aber wenn du die nachweislich schon nachgeliefert hast kann zumindest ein "vorläufiger" Bescheid erstellt werden.

Für den zu langen "Dienstweg" deiner Unterlagen innerhalb der AfA bist du nicht verantwortlich zu machen.
Immerhin hat die AfA schon "Schulden" bei dir, denn Zahltag für die Januar-Tage war am 31.01.2017.

2. Die Bescheinigung der Krankenkasse nachweislich am 19.01.2017 per Einschreiben zugestellt worden ist. Eine Kopie der Bescheinigung sowie den Einlieferungsbeleg der Deutschen Post habe ich beigefügt.
Damit hast du deinen Part zunächst mal fristgerecht erledigt, ob denen das Formular der KK gefällt oder nicht kann dir egal sein, darüber müssen die sich dann bei der KK beschweren wenn sie das für nötig halten. :idea:

Gestern hatte ich einen Termin beim Facharzt, der mir mitteilte, dass er von der AfA angeschrieben wurde (Schweigepflichtentbindung für diesen Arzt hatte ich befristet auf 3 Monate unterschrieben). Die Anfrage läge noch unbeantwortet in seinem noch zu erledigenden Stapel …
Da siehst du doch wieder welcher Unsinn dabei rauskommt, warum hast du nicht direkt einen aktuellen Arztbericht (in Kopie) eingefordert für den ÄD der AfA, schon immer wieder interessant wie wichtig die behandelnden Ärzte das so nehmen, dass davon dein Lebensunterhalt abhängig ist und sie das deswegen zeitnah erledigen sollten ... :icon_neutral:

Außerdem meint er, es wäre unabdingbar, dass ich jetzt doch mal in eine Rehaklink gehe. Andernfalls würde ich mit keiner Erhöhung von GdB 40 auf 50 rechnen können.
Ob du in eine Reha-Klinik gehst oder nicht hast letztlich du selber zu entscheiden, der GdB ist dafür ganz sicher KEIN plausibler Grund, das Versorgungsamt hat eigene Kriterien, die interessiert das nicht besonders was in einer DRV-Reha-Klinik gewesen ist ... :icon_evil:

Hoffendlich hat er solchen Unsinn nicht in den Bericht für den AfA-ÄD geschrieben, dann wird man dich nämlich auffordern eine medizinische Reha zu beantragen, um deine "Erwerbsfähigkeit" wieder zu verbessern und dich (angeblich) besser "vermitteln" zu können.

Auch die AfA muss zumindest nicht mehr zahlen in der Zeit wo du dann in Reha bist (es gibt ja dann Übergangsgeld von der DRV), auch wenn der Anspruch sich dadurch nicht verringert (wie bei der KK), hofft man sicher auch auf deine "Spontangenesung", um dich dann besser "nerven" zu können.

Ich höre immer wieder, dass die gängige Praxis der Reha-Kliniken ist, arbeitslose Patienten prinzipiell arbeitsfähig zu entlassen. Welche Auswirkung hat das dann auf meinen Nahtlosigkeitsantrag :confused:?
Im Prinzip erst mal keinen, da du zusätzlich auch arbeitslos ist wird man dir erklären, dass du nun (entsprechend dem Reha-Ergebnis) dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen musst wie ein "normaler Arbeitsloser" auch, wenn du meinst das geht nicht gesundheitlich, dann gibt es eben kein Geld mehr.

Das ist aber bei "Anerkennung" der Nahtlosigkeit auch nicht viel anders, du musst dich ja mt deinem "Restleistungsvermögen" auch der Vermittlung zur Verfügung stellen, ALGI ist eben KEIN "Ersatz-Krankengeld", KEINE Verfügbarkeit = KEIN ALGI ... :icon_evil:

Heute kam von der AfA diese persönliche Einladung zur ärztlichen Untersuchung (§ 309 SGB III).
Dann hat man entweder endlich was von deinem Arzt bekommen oder keine Lust mehr länger zu warten oder es genügt dem ÄD nicht um zu entscheiden, wie man bei der AfA weiterhin mit dir umgehen sollte ... sonst wird meist nach "Aktenlage" begutachtet, schon weil es "preiswerter" ist.

Darin steht u.a. ich soll meine Medikamente mitbringen. Ich hoffe nur, die wollen kein Medikamentenscreening per Bluttest machen, so wie Doppeloma es an anderer Stelle über eine Untersuchung bei Ihrem Männe berichtet hat.
Das ist NORMAL, was da geschrieben steht ist Standard bei solchen "Einladungen", du brauchst weder deinen Medizinschrank mitnehmen noch deine "Krankenakte" bei den Ärzten ausleihen.

Es genügt eine Liste der Medikamente / Wirkstoffe, die du regelmäßig einnehmen musst (also das Rezeptpflichtige) und die Einahmezeiten (morgends / mittags / abends) / Dosierungen ... wie die Schachteln aussehen sollte einem Arzt bekannt sein. :idea:

Ich weiß nicht aus welchem Jahrhundert diese "Vorlagen" stammen für die Einladungen aber bei den Gutachtern (DRV/ Gericht) war das auch so ähnlich was man so mitbringen sollte, kein normaler Mensch schleppt dafür seine Medikamente wirklich mit zum Termin.

Die Liste hat immer genügt und man wird bei der AfA auch ganz sicher kein Geld für Blustentnahme und Labor-Untersuchungen ausgeben wollen um deinen Medikamenten-Spiegel zu überprüfen ... das ist viel zu TEUER ... :icon_evil:

Was ich dazu geschrieben habe betraf ein Gutachten der DRV für die Entscheidung zum EM-Renten-Antrag, der Orthopäde war sowieso ein "spezielles Kaliber" und wollte damit beweisen (können), dass Männe keine EM-Rente braucht wenn er nur bereit ist mehr BTM zu schlucken ... :doh:

Ich habe in den vielen Beiträgen (alle konnte ich nicht lesen) unterschiedliche Aussagen darüber gefunden, ob ich eine Blutentnahme (ohne Nachteile für mich) verweigern kann. Es liegt mir ein Laborbericht (großes Blutbild) vom 19.12.16 vor. Das kann die Ärztin vom ÄD gerne einsehen, wenn Sie meint, dass Sie es für Ihr Gutachten braucht.
Ich glaube du machst dir da bei der AfA ganz unnötige Sorgen und warum willst du was "verweigern" wenn du nichts "zu verbergen" hast (Drogen /Alkohol-Probleme), ob du deine Tabletten wirklich nimmst wird den ÄD eher weniger interessieren.

Wenn du eine aktuelle Blutuntersuchung vorlegen kannst ist doch prima, da spart man bestimmt gerne die Kosten dafür ein (falls man es vor haben würde, was ich nicht glaube), zusätzlich wären auch einige (wenige) aktuelle Arztberichte nicht schlecht (Kopien einfordern bei deinen Ärzten), da weißt du wenigstens SELBER genau was der ÄD zu lesen bekommt.

Mehr ist überflüssig, die sollen dich ja nicht behandeln sondern nur deine aktuelle Leistungsfähigkeit (deine "Restleistungsfähigkeit"") für die Arbeitsvermittlung feststellen, mit der man dich dann gerne vermitteln darf. :first:

Ich finde es auch ganz schön happig, dass ich meine Ärzte aufsuchen soll und die leihweise Überlassung meiner Krankheitsunterlagen für den ÄD verlangen soll.
Du musst es ja nicht machen, jedenfalls NICHT in der "vorgeschlagenen" Form, es ist deine Entscheidung und es gibt nicht ohne Grund keine Rechtsgrundlagen (in der Einladung) für diese "Wünsche" ...

Du brauchst dir gar nichts "leihen" bei deinen Ärzten, du solltest dir mal anfangen eine eigene "Krankenakte" zu Hause anzulegen, mit Kopien der wichtigsten ärztlichen Unterlagen, dann kannst du bei Bedarf selber entscheiden was / wer für welchen Zweck als Kopie bekommen soll und was (besser) nicht ...

Mein Hausarzt hat erst vor kurzem darüber gejammert, dass er min. 80 Seiten (Arztberichte und Befunde) für das Versorgungsamt an einem WE zusammengestellt und verschickt hat.
Traurig wenn der darüber so "jammert", vermutlich waren das auch viele Unterlagen die dem Versorgungsamt gar nicht weiter geholfen haben für deinen Antrag, manchmal ist auch da "weniger und gezielt" besser als eine Sammlung aus X Jahren ...
Den GdB bekommt man nicht für "früher mal gewesen", sondern für aktuelle Probleme, sonst hätte man auch "früher" schon den Antrag stellen sollen.

Ich glaube nicht, dass er begeistert sein wird, denselben Aufwand schon wieder für die AfA betreiben zu müssen. Die Dokumente sind ja elektronisch archiviert und werden nur bei Bedarf ausgedruckt. Ein paar Arzt-Berichte habe ich in meinen Unterlagen.
Das tut mir aber "furchtbar" leid, dein Arzt ist aber verpflichtet dir das (notfalls ALLES) auszudrucken, denn du hast schon als Patient einen gesetzlichen Anspruch auf Einsicht in deine Patienten-Unterlagen ...

Patientenrechtegesetz - Einsichtnahme Patientenakte - Patientenrechte

Wenn du möglichst aktuelle Arztberichte bereits zu Hause hast, dann sichte das und entscheide ob das reichen könnte, du bist gar nicht verpflichtet zu machen was da geschrieben steht und meinen Arzt würde ich mit solchen Schreiben / Einladungen der AfA besser gar nicht belästigen wenn es sich vermeiden lässt. :icon_evil:

Keine Ahnung ob die die ich habe, genau die sind, die mir in diesem Fall weiterhelfen (möglichst bis zu einer möglichen Rente ALG I zu beziehen ohne ständig bei der Vermittlerin etc. antanzen oder irgendwelche schwachsinnige Maßnahmen mitmachen zu müssen.
Es gibt KEINE Arztberichte die dich davor "automatisch" schützen können und je mehr du selbst betonst "gar nicht arbeiten zu können" (und das noch medizinisch belegst), umso eher lieferst du dem ÄD und damit der AfA die Möglichkeiten ALGI abzulehnen, weil du überhaupt NICHT "vermittlungsbereit" bist.

Die tatsächlichen Möglichkeiten dich mit deinem "Restleistungsvermögen" noch wieder in Arbeit zu bringen sind eher theoretischer Natur UND zudem immer abhängig vom § 140 SGB III, das ist dein (wichtigster) Baustein bei den Vermittlern und die Grenzen deiner Restleistungsfähigkeit vom ÄD ...

ABER, das MUSS der ÄD so einschätzen und NICHT du selber und je deutlicher deine Arztberichte dazu eine "andere Sprache" sprechen, wird der ÄD das aufgreifen und das kann zu deinem Vorteil sein aber auch zu denme Nachteil wenn die Ärzte schon meinen sollten "der kann überhaupt nicht mehr arbeiten" ...

Ich war damals (2009) auch zur Untersuchung einbestellt (4 MONATE nach der Aussteuerung), wurde sogar noch ziemlich gründlich untersucht (ohne Blutabnahme übrigens, die war da gar kein Thema), ich bekam auch schon lange mein ALGI pünktlich überwiesen, man machte das also noch nicht "von der Entscheidung des ÄD" abhängig, wie es inzwischen "Mode" ist ...

Außerdem habe ich jetzt doch ganz schön Bammel vor dem bevorstehenden Termin beim ÄD. Wie geht es mit meinem Nahtlosigkeitsantrag weiter, wenn der ÄD zu dem Schluss kommt, ich wäre mind. 15 Stunden arbeitsfähig?
Dann wird man dir erklären, dass du der Vermittlung zur Verfügung zu stehen hast und sonst kein Geld bekommen wirst, du bekommst Termine beim Arbeitsvermittler, die du auch einhalten musst, weil die AU (zur ausgesteuerten Krankheit) bei der AfA dafür keine Bedeutung mehr hat (darum gibt man die auch NICHT mehr dort ab).

Im ÄD-"Gutachten" (Teil B) sollten dann auch die Einschränkungen aufgeführt sein, die der Vermittler dabei zu beachten hat, dann soll er dich mal beraten was du mit dieser "Restleistungsfähigkeit" am umliegenden Arbeitsmarkt (Tagespendelbereich gemäß § 140 SGB III) so anfangen könntest ... dafür werden die doch schließlich bezahlt ... :first:

Mir wurde damals (schriftlich) im Ergebnis mitgeteilt, dass ich weniger als 15 Wochenstunden vermittelbar bin aus gesundheitlichen Gründen und innerhalb 1 Monat die Antragstellung auf EM-Rente nachweisen soll, sonst würde man das ALGI einstellen ...

Na, wenn der ÄD das so "beschlossen" hatte sollte es mir Recht sein, mein letzter Reha-Bericht sprach ja eher nicht "für eine EM-Rente", daher hatte ich den Antrag vorher noch nicht gestellt ...
Habe das dann fristgerecht erledigt und nachgeiwesen, damit hatte ich dann Ruhe vor der AfA bis mein Anspruch dort abgelaufen war, wurde auch nie eingeladen, um irgendwas mit mir zu besprechen ...

Könnte ich dann trotzdem EM beantragen :confused:?
Du kannst IMMER EM-Rente beantragen, wenn du das für nötig und sinnvoll halten möchtest, da bist du nicht an die Feststellungen irgendwelcher "Amtsärzte" gebunden, zu diesem Antrag entscheidet die Rentenkasse und NUR die Rentenkasse, mein Antrag wurde ja auch abgelehnt, obwohl die AfA das doch ganz anders gesehen hatte ...
Das "juckt" die DRV nicht sonderlich, ob die AfA dazu eine andere Mainung hat ... :icon_evil:

Und wie verhalte ich mich dem ÄD gegenüber bezüglich meiner fortlaufenden AU Bescheinigung :confused:?
Wenn gefragt wird antwortest du wahrheitsgemäß, dass du wegen der bisherigen Krankheit noch immer AU geschrieben wirst, dich aber trotzdem mit dem (heute festzustellenden) "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung stellst = FERTIG ...

In der Regel fragen die gar nicht danach, weil die Ausgesteuerten meist /immer noch weiter AU geschrieben sind, du darfst dich bei der AfA sowieso nicht mehr darauf berufen ... man darf dort NICHT komplett krank sein, dann ist man nicht vermittelbar und hat keinen Anspruch auf ALGI ...

Das ist schwer zu verstehen aber so ist das nun mal rechtlich geregelt, wer nicht wenigstens subjektiv "arbeiten WILL" mit den noch so "schäbigen gesundheitlichen Resten" hat keinen Anspruch auf ALGI, auch nicht nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld. :icon_evil:

Das gilt auch beim ÄD, der macht diese Untersuchung nicht für dich sondern für die AfA ... also sondiere deine Arztberichte danach, dass noch solche "Reste" erkennbar" sind und dann brauchst du vor dem Termin auch keine Angst zu haben ...
DU WILLST ARBEITEN ...unter Berücksichtigung deiner gesundheitlichen Einschränkungen ...

Ich WOLLTE damals auch (habe ich auch beim ÄD immer wieder betont), irgendwann schaute mich diese Ärztin an und meinte zu mir : "Haben Sie denn noch nicht genug gearbeitet in ihrem Leben ???" ...

Solche Ärzte gibt es aber selten oder gar nicht mehr beim ÄD der AfA, sie war offenbar auch nicht bereit ihr Gutachten später zu "korrigieren", als die DRV dann den Renten-Antrag abgelehnt hatte und ich in Widerspruch gegangen bin ...

Inzwischen ist auch das wohl eher kein Problem mehr ... dann wird man "spontan gesund begutachtet" bei Ablehnung der EM-Rente (macht inzwischen schon der Arbeitsvermittler) und hat gleich wieder Stress mit der AfA ...

Nimm dir eine Begleitung mit, dann fühlst du dich sicherer und dann lass dich einfach überraschen, meist ist das schneller vorbei als du erwarten würdest ...

MfG Doppeloma
 

Asor

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#29
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun we

Liebe Doppeloma, ich muss es einfach mal loswerden: es ist phänomenal mit welchem Einsatz Du in diesem Forum unterwegs bist !!! Ich weiß gar nicht was ich mehr bewundere, Dein Engagement, Dein Sachverstand oder wie Du uns hier mit klaren Ansagen auf den Boden der Tatsachen holst und gleichzeitig den Rücken stärkst.

Danke, es tut sehr gut in dieser schwierigen Lebensphase auch mal positive Erfahrungen zu machen !!!

Ich hab viel nachgedacht und bin zu folgenden Erkenntnissen gekommen:

Hoffendlich hat er solchen Unsinn nicht in den Bericht für den AfA-ÄD geschrieben, dann wird man dich nämlich auffordern eine medizinische Reha zu beantragen, um deine "Erwerbsfähigkeit" wieder zu verbessern und dich (angeblich) besser "vermitteln" zu können.
Auch die AfA muss zumindest nicht mehr zahlen in der Zeit wo du dann in Reha bist (es gibt ja dann Übergangsgeld von der DRV), auch wenn der Anspruch sich dadurch nicht verringert (wie bei der KK), hofft man sicher auch auf deine "Spontangenesung", um dich dann besser "nerven" zu können
Inzwischen sind wir (mein Mann und ich) uns einig, sollte es notwendig sein, eine medizinische Reha zu beantragen, werde ich mich nicht mehr sperren. Ich verspreche mir zwar davon nicht sooo viel für meine Gesundheit. Aber ich möchte mir nicht vorwerfen lassen (von Ärzten, AfA, DRV, etc.) nicht alles für meine Genesung getan zu haben.

Im Prinzip erst mal keinen, da du zusätzlich auch arbeitslos ist wird man dir erklären, dass du nun (entsprechend dem Reha-Ergebnis) dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen musst wie ein "normaler Arbeitsloser" auch, wenn du meinst das geht nicht gesundheitlich, dann gibt es eben kein Geld mehr.
Ich werde mich hüten, dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung zu stehen. Aber nüchtern betrachtet, hab ich wenig zu befürchten (solange ich die Nerven behalte). Der AfA konnte mir schon in den ersten 12 Monaten vor meiner Erkrankung, aufgrund meines bisherigen Einkommen, keine zumutbare Beschäftigung nach § 140 Absatz (3) vermitteln. Außerdem bin ich jetzt schon 3,5 Jahre aus dem Beruf. Das ist in der IT Branche der Zug schon abgefahren. Was anderes kann ich nicht. Jedenfalls nichts mit mir zumutbaren Verdienstaussichten. Ich denke, der Bestandschutz gilt weiter!?

Es wurde mal versucht mich in irgend welche 50+ Programme (weiß gar nicht mehr, ob das so hieß) zu stecken, aber mein "Nein-Danke" wurde ohne Sanktionen akzeptiert.

Auch wenn ich jetzt ein unangenehmerer "Kunde" bin, so wird sich die AfA trotzdem an das SGB halten müssen. Nur leider hängt diese Zuversicht bei mir sehr stark von meiner Tagesform ab ...

Aber dieses Forum hilft mir sehr dabei. Danke !!!

Drückt mir die Daumen, nächste Woche hab ich am Dienstag den Termin beim ÄD. Danach melde ich mich wieder.

MfG
Asor
 

Asor

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#30
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Heute kam der vorläufige Bewilligungsbescheid ALG gem. $ 136 SGB III.
Anspruchdauer = 420 Kalendertagen (14 Monate)
vom 18.01.2017 bis 16.03.2018

Ab 01.09.2014 wurden mir 540 Tage Anspruchdauer bewilligt. Als ich ab 01.09.2015 in den Krankengeldbezug (bis zur Aussteuerung) ging hatte ich noch einen ALG I Restanspruch von 180 Tage.
Warum mir jetzt 14 Monate bewilligt wurden, kann ich nicht nachvollziehen.

Ergänzen will ich nochmal dazu wiederholen, dass bereits zum 30.08.2013 per Aufhebung mein Arbeitsvertrag gekündigt wurde. Ich habe mich aber erst 12 Monate später (zur Vermeidung von Sperr- und Ruhenszeiten) arbeitslos gemeldet.

Ich weiß, ich hatte diese Frage schon einmal im #1 gestellt, aber evtl. kann mir doch noch jemand hier erklären wie sich das berechnet. Toll wäre natürlich die entsprechende Rechtsgrundlage.

Des Weiteren habe ich noch eine Frage zur AU Bescheinigung. Bis zur Aussteuerung aus der KK hat mein Hausarzt diese erstellt. Danach hat mein Facharzt die AU bescheinigt. Allerdings benutzt er dazu nicht die üblichen gelben Durchschlagzeiten, sondern die blauen Vordrucke (ohne Durchschlag und ohne Diagnose). Ich habe diese bisher, so wie ich es hier gelernt habe, nur bei mir abgeheftet. Jetzt habe ich aber gelesen, man solllte es zumindest der Krankenkasse weiterleiten, wegen evtl. spät. EU Rentenanträge?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen
Asor
 

Doppeloma

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#31
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

Ab 01.09.2014 wurden mir 540 Tage Anspruchdauer bewilligt. Als ich ab 01.09.2015 in den Krankengeldbezug (bis zur Aussteuerung) ging hatte ich noch einen ALG I Restanspruch von 180 Tage.
Warum mir jetzt 14 Monate bewilligt wurden, kann ich nicht nachvollziehen.
Ganz einfach, weil aus dem Krankengeld auch Beiträge an die AfA gezahlt werden und sich daraus ein (neuer) zusätzlicher Anspruch auf ALGI ergeben hat ...
Ein Restanspruch wird dann dazu "addiert", soweit der altersgemäß höchstmögliche Anspruch nicht überschritten wird.

Soweit mal die "allgemeinverständliche Erklärung", die Rechtsgrundlage habe ich gerade nicht zur Hand, sei doch froh wenn man dir mehr Anspruch zubilligt, als du erwartet hattest.
§ 136 ist auch in Ordnung und wenn der Betrag stimmt, dann ist zumindest diese Hürde erst mal genommen.

Ergänzen will ich nochmal dazu wiederholen, dass bereits zum 30.08.2013 per Aufhebung mein Arbeitsvertrag gekündigt wurde. Ich habe mich aber erst 12 Monate später (zur Vermeidung von Sperr- und Ruhenszeiten) arbeitslos gemeldet.
Damit kenne ich mich nicht so genau aus, eine Sperre ist jedenfalls nach 12 Monaten NICHT mehr möglich (Sperrtatbestand ist verjährt) und Beiträge gibt es in der Zeit natürlich auch nicht aber Restansprüche verjähren nach meiner Kenntnis erst nach 4 Jahren ...

Ich weiß, ich hatte diese Frage schon einmal im #1 gestellt, aber evtl. kann mir doch noch jemand hier erklären wie sich das berechnet. Toll wäre natürlich die entsprechende Rechtsgrundlage.
Habe jetzt echt keine Lust das herauszusuchen, wo das steht im SGB III, freu dich einfach über den Bescheid und hinterfrage mal nicht weiter ... :first:

Des Weiteren habe ich noch eine Frage zur AU Bescheinigung. Bis zur Aussteuerung aus der KK hat mein Hausarzt diese erstellt. Danach hat mein Facharzt die AU bescheinigt. Allerdings benutzt er dazu nicht die üblichen gelben Durchschlagzeiten, sondern die blauen Vordrucke (ohne Durchschlag und ohne Diagnose).
Was für "blaue Vordrucke" ???
Es gibt eine offizelle (vorgeschriebene ) AU-Bescheinigung, meines Wissens ist die auch nach einer Aussteuerung weiterhin zu benutzen, gerade wegen der Durchschläge für die (vielleicht) verschiedenen Stellen ...

Die KK muss auch nur die offiziellen AU-Formulare anerkennen, da ist ja extra ein Exemplar (mit Diagnose) für die KK dabei ...

Ich habe diese bisher, so wie ich es hier gelernt habe, nur bei mir abgeheftet. Jetzt habe ich aber gelesen, man solllte es zumindest der Krankenkasse weiterleiten, wegen evtl. spät. EU Rentenanträge?
Richtig, das geht aber mit dieser Bescheinigung nicht (ist wohl für privat Versicherte gedacht oder bei Erkrankung von Kindern, soweit habe ich was "Blaues" dazu gefunden), da fehlen ja die entsprechenden Durchschriften ...

Was du vorher hattest war das Richtige, es hat keine Bedeutung, dass du kein Krankengeld mehr bekommst, es ist trotzdem wichtig die KK zur weiteren AU immer zu informieren, z.B. auch Falle die DRV mal Rückfragen hat, ob du oft und lange AU gewesen bist und mit welchen Diagnosen.

Was ist denn das für ein merkwürdiger Facharzt, das sollte der doch wissen, wie wichtig es ist deine AU auch auf dem korrekten Formular zu bescheinigen ...

Von dem was du da bisher hast kannst du ja nur eine Kopie ziehen (lassen) und bei der KK einreichen, ob die das so akzeptieren müssen ist mir nicht bekannt ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Asor

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#32
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Ganz einfach, weil aus dem Krankengeld auch Beiträge an die AfA gezahlt werden und sich daraus ein (neuer) zusätzlicher Anspruch auf ALGI ergeben hat ...
Ein Restanspruch wird dann dazu "addiert", soweit der altersgemäß höchstmögliche Anspruch nicht überschritten wird. ...
... Soweit mal die "allgemeinverständliche Erklärung", die Rechtsgrundlage habe ich gerade nicht zur Hand, sei doch froh wenn man dir mehr Anspruch zubilligt, als du erwartet hattest.
Das ist nicht mehr, sondern WENIGER. :icon_evil:
Ich habe 180 Tage (6 Monate) Restanspruch aus 2015, da ich von meinen ursprünglichen 18 Monaten (damaliges Alter 57 Jahre) 12 Monate verbraucht hatte.
M. E. habe ich durch 72 Wochen Krankengeldbezug nochmal 360 Tage (12 Monate) neuen Anspruch zusätzlich erworben. Ergibt 540 Tage (18 Monate) Gesamtanspruch oder sehe da was falsch?:confused: Bewilligt wurden mir aber 420 Tage 14 Monate :confused:

Wenn ich keinen Denkfehler habe, oder es irgend einen Paragraphen gibt, denn ich nicht gefunden dabe, dann muß ich Widerspruch einlegen!

Gruß
Asor
 

Doppeloma

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#33
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

M. E. habe ich durch 72 Wochen Krankengeldbezug nochmal 360 Tage (12 Monate) neuen Anspruch zusätzlich erworben. Ergibt 540 Tage (18 Monate) Gesamtanspruch oder sehe da was falsch?:confused: Bewilligt wurden mir aber 420 Tage 14 Monate :confused:
Das ist leider ein Irrtum von dir, aus 360 Tagen Beiträge (von der KK) ergibt sich nur ein (neuer) Anspruch auf 6 Monate ALGI, aus den 18 Monaten Krankengeld nur insgesamt 8 Monate ...
Berechnungsgrenze (geleistete Beiträge) bei 16 Monaten (= 8 Monate ALGI), nächste Stufe erst bei 20 Monaten Vorversicherungszeit, mehr bekommst du leider nicht. :icon_evil:

Auch da hat sich einiges geändert in den letzten Jahren, für neue 12 Monate ALGI braucht man inzwischen die Beiträge aus 24 Monaten Versicherungspflicht, das erreichst du ja mit dem Krankengeld gar nicht.

Addierst du dann deinen Rest-Anspruch dazu stimmt es ganz genau ... = 14 Monate ALGI, wie dir auch bewilligt wurde.

Schau mal etwas tiefer in die Tabelle rein ...

https://www.alg-i.de/bezugsdauer.html

Den Widerspruch kannst du dir sparen.

MfG Doppeloma
 

Asor

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#34
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo,

mein Termin beim ÄD ist geschafft und verlief wie folgt:

Die Ärztin (um die 60) sehr höflich und um einen umfassenden Überblick bemüht, begann mit diversen
Befragungen zu Schulbildung, Berufsausbildung, beruflicher Werdegang. Außerdem zu Aufgaben u. Inhalte sowie Vertragsstatus des letzten Arbeitsverhältnis und den Umständen der Arbeitsbeendigung.
Danach kamen Fragen zu Familienstand, Kinderkrankheiten, Besondere Erkrankungen der Eltern, OPs und derzeitige Beschwerten und Therapien. Es folgte eine körperliche Untersuchung sowie div. neurologische Tests.

Wie vermutet wird Sie der Leistung mitteilen, dass ich eine Reha machen soll. Sie hat mir 2 Wege zur Auswahl gestellt.

1. Sie leitet Ihr Gutachten der DRV weiter, dann muss ich mich bis zum Abschluss einer Reha und deren evtl. Ergebnis nicht der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen. Der anschließenden Bewilligung einer EU Rente hält sie aber derzeit für aussichtslos.

2. Ich stelle mich der Vermittlung zur Verfügung, die Sie aber sehr einschränken würde (keine Nachtarbeit, keine Reisetätigkeit, Tätikeit ohne Erfolgsdruck und mit zeitlicher Einschränkung (wieviel Stunden hat sie nicht gesagt). Aber dennoch soll auch in diesem Fall eine Reha beantragt werden.

In beiden Fällen würde ich aber Geld von der AfA bekommen. Sie meinte dann noch: "Ich merke, Sie fühlen sich jetzt überrollt. Das möchte ich nicht". Ich soll mir das zwei Tage überlegen und sie dann nochmal anrufen um ihr meine Entscheidung mitzuteilen.

Wenn ich schon so oder so aufgefordert werde eine Reha zu beantragen, dann denke ich werde ich mich für Variante 1 entscheiden. Oder spricht was dagegen?

Viele Grüße
Asor
 

Asor

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#35
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Guten Abend,

hab gerade von der Vermittlerin der AfA eine E-Mail mit folgendem Wortlaut erhalten:

... das ärztliche Gutachten hat ergeben, dass sie voraussichtlich länger als 6 Monate unter 3 Stunden arbeitsfähig sein werden.
Bitte leiten Sie die von der Agentur für Arbeit in diesem Fall empfohlenen Schritte ein.

Welche das sind, teilt Sie mir nicht mit. Ich hoffe nur, dass das jetzt nicht bedeutet, das ich kein ALG I bekomme.

Bin mir nicht sicher ob ich anrufen soll, der E-Mail antworten, schriftlich Anfrage oder erst gar nicht reagiere bis ein Bescheid kommt :confused:

Hoffe nur die Ärztin vom ÄD hat mir nicht "einen vom Pferd erzählt" als Sie mir sagte ich bekomme in beiden "Fällen" weiter Geld von der AfA.

Bitte um Hilfe!

Viele Grüße
Asor
 

Doppeloma

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#36
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

hab gerade von der Vermittlerin der AfA eine E-Mail mit folgendem Wortlaut erhalten:
die haben dir einen Brief zu schreiben, so ganz normal auf dem Postweg wie sich das gehört, WARUM haben die überhaupt deine Mail ...

Du bist gar nicht verpflichtet täglich nach Mails zu sehen, also ICH wäre mir nicht sicher, dass ich was bekommen habe von der AfA ... und die SB kann sich da auch nicht sicher sein oder hast du eine "Lese-Bestätigung" gegeben. :bigsmile:

... das ärztliche Gutachten hat ergeben, dass sie voraussichtlich länger als 6 Monate unter 3 Stunden arbeitsfähig sein werden.
Bitte leiten Sie die von der Agentur für Arbeit in diesem Fall empfohlenen Schritte ein.
Na. wenn da nicht steht, was du nun "einleiten" sollst, dann kannst du auch nichts "einleiten" ... du bist nicht verpflichtet zu erraten was die von dir wollen, das hat man dir schriftlich und mit zutreffenden Rechtsgrundlagen mitzuteilen und bis dahin machst DU GAR NICHTS ...

Welche das sind, teilt Sie mir nicht mit. Ich hoffe nur, dass das jetzt nicht bedeutet, das ich kein ALG I bekomme.
Per Mail kann man dir nicht rechtsgültig mitteilen, dass du kein ALGI mehr bekommen wirst, da wird man sich schon die Mühe machen müssen begründet (und schriftlich per Post) den aktuellen Leistungsbescheid aufzuheben.

Bin mir nicht sicher ob ich anrufen soll, der E-Mail antworten, schriftlich Anfrage oder erst gar nicht reagiere bis ein Bescheid kommt :confused:
Du machst am Besten GAR NICHTS, diese Mitteilung hat überhaupt keine rechtliche Relevanz, sie bedeutet grob gesagt aktuell sieht man dich nicht als "vermittelbar" an (der ÄD sieht keinerlei "Restleistungsvermögen") und das für voraussichtlich länger als 6 Monate = voller Anspruch auf Anwendung des § 145 SGB III und was man als Folge davon jetzt von dir erwartet, hat man dir schon klar und verständlich noch auf dem üblichen Postweg mitzuteilen.

Hoffe nur die Ärztin vom ÄD hat mir nicht "einen vom Pferd erzählt" als Sie mir sagte ich bekomme in beiden "Fällen" weiter Geld von der AfA.
Im aktuellen Fall bekommst du 100 % weiter dein Geld, mach dich doch nicht gleich wieder verrückt wegen so einer sinnfreien Mail ... :icon_neutral:

Druck sie (für dich) zur Sicherheit aus und dann warte ab was mal per Post kommen wird, man wird dich auffordern (müssen) Reha oder EM-Rente zu beantragen ... die Ärztin hat dir nichts Falsches erzählt, letztlich hat sie aber auch nicht zu entscheiden, ob du ALGI bekommst oder nicht.

MfG Doppeloma
 

Asor

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#37
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Guten Abend,

@Doppeloma:
die haben dir einen Brief zu schreiben, so ganz normal auf dem Postweg wie sich das gehört, WARUM haben die überhaupt deine Mail ...
Die haben die noch aus meiner AL Zeit vor meinem KK Bezug. Ich hab die Löschung absichtlich nicht verlangt. Ich denke das könnte bei einer kurzfristig notwendig werdenden Ortsabwesenheit ganz nützlich sein.

Inzwischen hab ich jede Menge Post bekommen.

1. Einen abschließenden Bewilligungsbescheid über Leistung gem. Paragraph 136 SGB III
(keine Änderungen zum vorläufigen Bescheid)

2. Aufforderung zum Antrag auf Rehabilitationsleistung oder Erwerbsminderung innerhalb eines Monats.

Wie ist folgendes zu verstehen:
... "Sie können ihn bei der DRV oder bei der AfA stellen. Bitte verwenden Sie das beiliegende Formular" ...
Ja was jetzt? Wenn ich den Antrag auch direkt bei der DRV stellen kann, dann doch nicht mit dem AfA Formular, oder?

Wenn ich das richtig sehe, kann ich verschiedene Wege wählen um einen Reha-Antrag bei der DRV zu stellen:
1. bei der DRV (Berlin) direkt
2. über die AfA
3. über meine KK bei der DRV

Welchen würdet Ihr empfehlen? Bzw. welche Vor- und Nachteile bieten erfahrungsgemäß diese Wege (z.B. Bearbeitungszeit, Mitsprache bei zeitlicher Lage usw.)?

Das ist für mich sehr wichtig. Ich habe vor 10 Tagen Widerspruch gegen meinen GdB 40 eingereicht. Die letzten neuen Befundberichte muss ich aber noch nächste Woche nachreichen.
Gerne würde ich die Reha erst nach der Entscheidung des Versorgungsamt antreten. Sollte ich damit Erfolg haben und eine Erhöhung auf GdB 50 zuerkannt bekommen, würde ich entspannter die Reha antreten können und mich wirklich auf meine Gesundheit konzentrieren ohne darauf zu achten was sich wie auf den Entlassungsbericht auswirkt.

Auf der anderen Seite will ich unbedingt die letzte Juliwoche und die erste Augustwoche NICHT von Zuhause weg sein. Mein Sohn lebt im Ausland und hat anläßlich meines 60. Geburtstag bereits für sich und seine Familie für diesen Zeitraum Flugtickets gekauft. Wir haben uns schon seit 2 Jahren nicht gesehen ...

Hmm, ob ich das so steuern kann? Evtl. kann man, sobald die Rehaklinik feststeht, das mit denen absprechen? Gibt es hierzu Erfahrungen?

Viele Grüße
Asor
 

Doppeloma

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#38
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

Die haben die noch aus meiner AL Zeit vor meinem KK Bezug. Ich hab die Löschung absichtlich nicht verlangt. Ich denke das könnte bei einer kurzfristig notwendig werdenden Ortsabwesenheit ganz nützlich sein.
Muss jeder selber wissen, meine Mail hatte die AfA nie und OAW habe ich während der Nahtlosigkeit auch nicht beantragt, wenn ich weg wollte dann war ich eben weg aber man hat mich ja auch damals noch fast die ganzen 18 Monate in Ruhe gelassen, jedenfalls nachdem ich die EM-Rente beantragt und nachgewiesen hatte ...

1. Einen abschließenden Bewilligungsbescheid über Leistung gem. Paragraph 136 SGB III
(keine Änderungen zum vorläufigen Bescheid)
Dann hast du ja jetzt "Vertrauens-Schutz" für diesen Bescheid und eine Aufhebung darf nur noch sehr gut begründet für die Zukunft erfolgen oder eben wenn dein Anspruch abgelaufen ist.

2. Aufforderung zum Antrag auf Rehabilitationsleistung oder Erwerbsminderung innerhalb eines Monats.
Das ist so üblich nach dem Ergebnis der Begutachtung durch den ÄD ...

Wie ist folgendes zu verstehen:
... "Sie können ihn bei der DRV oder bei der AfA stellen. Bitte verwenden Sie das beiliegende Formular" ...
Ja was jetzt? Wenn ich den Antrag auch direkt bei der DRV stellen kann, dann doch nicht mit dem AfA Formular, oder?
Wenn du das bei der AfA einreichst, dann geben die das an die DRV weiter (denn die sollen das ja bezahlen) und die DRV schickt dir den regulären Reha-Formular-Antrag zum Ausfüllen ...

Du kannst dir den Antrag auch direkt bei der DRV herunterladen und fertig ausgefüllt (per Einschreiben) zur DRV schicken ODER du machst per Fax (an die DRV) einen formlosen Antrag auf medizinische Reha und hast gleich einen Nachweis für die Antragstellung bei der DRV (Sendebericht kopieren / einreichen gegen Empfangsbestätigung und fertig).

Im Ergebnis wird dir die DRV ebenfalls einen Formular-Antrag auf med. Reha (bzw. allgemein auch Leistungen zur Teilhabe) schicken, es ist also (fast) "gehupft wie gesprungen" ... bearbeitet wird bei der DRV erst der reguläre Antrag, wenn der dort vorliegt.

Ich persönlich würde einen Antrag immer bei der Behörde einreichen, die auch für die Entscheidungen dazu zuständig ist und das ist für med. Reha (in deinem Falle) die DRV, zudem wäre mir die AfA zu neugierig, die brauchen deinen Antrag an die DRV nicht zu lesen ... :icon_evil:

1. bei der DRV (Berlin) direkt
Ist also die 1. Wahl und der direkte Weg dort hin wo es auch hin gehört ...

2. über die AfA
Verzögert alles (weil die AfA nicht zuständig ist) und wird dann auch an die DRV weitergegeben ... Rest siehe oben ...

3. über meine KK bei der DRV
Was hat deine KK damit noch zu tun, die geben das auch nur weiter an die DRV, vermutlich auch nicht ohne sich vorher noch für den Inhalt des Antrages zu interessieren ...

Welchen würdet Ihr empfehlen? Bzw. welche Vor- und Nachteile bieten erfahrungsgemäß diese Wege (z.B. Bearbeitungszeit, Mitsprache bei zeitlicher Lage usw.)?
Eigentlich logisch, dass der direkte Weg (an die DRV) auch der schnellste zur Bearbeitung deines Antrages sein dürfte ... und vermeidet die Neugierde anderer Behörden (KK/ AfA) zu befriedigen ...

Vergiss nicht deinen Klinik-Wunsch (Zettel an den Antrag antackern) anzugeben (möglichst auch einen zum Ausweich), sonst bekommst du eine Klinik von der DRV "zugewiesen", das ist meist nicht so empfehlenswert.

Denn die belegen natürlich immer gerne schnell die "weniger beliebten" Kliniken ... in den weniger beliebten Reha-Zeiträumen ( Feiertage / Sommersaison) ...

Mitsprache beim Anreisetermin hast du generell nur sehr begrenzt bis gar nicht, du folgst mit der Antragstellung der Aufforderung der AfA, das Dispositionsrecht (Bestimmungsrecht) liegt also dafür bei der AfA und nicht bei dir.

Die wollen ja bald wissen wie die Reha gelaufen ist und ob man dich nicht doch irgendwie bald wieder in (andere) Arbeit vermitteln könnte.

Das ist für mich sehr wichtig. Ich habe vor 10 Tagen Widerspruch gegen meinen GdB 40 eingereicht. Die letzten neuen Befundberichte muss ich aber noch nächste Woche nachreichen.
Was dir dabei wichtig ist, interessiert weder die DRV noch die AfA besonders, das Versorgungsamt noch weniger, was dort mal sein wird hat weder für die AfA noch für eine DRV-Reha-Maßnahme besondere Bedeutung. :icon_evil:

Gerne würde ich die Reha erst nach der Entscheidung des Versorgungsamt antreten.
Das kann noch Monate dauern wenn du gerade erst Widerspruch eingelegt hast, eine genaue Beschreibung deiner gesundheitlichen Einschränkungen im Alltag ist dabei viel wichtiger als weitere Befundberichte, da steht nicht drin was dir im normalen Leben besondere Schwierigkeiten bereitet im Gegensatz zu früher.

Natürlich ganz unabhängig vom aktuellen Lebensalter, denn für "Alters- und Verschleißerscheinungen" gibt es keinen GdB zugesprochen, es müssen immer langfristige / dauerhafte Einschränkungen sein, die im gleichen Lebensalter an sich noch "untypisch" sind.

Sollte ich damit Erfolg haben und eine Erhöhung auf GdB 50 zuerkannt bekommen, würde ich entspannter die Reha antreten können und mich wirklich auf meine Gesundheit konzentrieren ohne darauf zu achten was sich wie auf den Entlassungsbericht auswirkt.
Das Eine hat mit dem anderen fast NICHTS zu tun, Versorgungsämter interessieren sich in der Regel gar nicht für Reha-Berichte und Reha-Kliniken kaum für einen Schwerbehinderten-Ausweis oder hohen GdB ...

In die Rente für Schwerbehinderte kannst du ja vorerst auch noch nicht gehen, ob du das (vielleicht bald) könntest interessiert aber das Versorgungsamt nicht bei der Entscheidung zum GdB und die Reha-Klinik wird dafür bezahlt dich wieder fitt für den Arbeitsmarkt zu machen ...

Je nachdem in welche Klinik du dann kommen wirst, hast du ohnehin wenig bis gar keinen Einfluss darauf, was mal in den Reha-Bericht kommen wird.

Auf der anderen Seite will ich unbedingt die letzte Juliwoche und die erste Augustwoche NICHT von Zuhause weg sein. Mein Sohn lebt im Ausland und hat anläßlich meines 60. Geburtstag bereits für sich und seine Familie für diesen Zeitraum Flugtickets gekauft. Wir haben uns schon seit 2 Jahren nicht gesehen ...
Dann solltest du deine Reha eher beschleunigen, damit das bis dahin schon durch ist, auf die Entscheidung zum GdB warten zu wollen ergibt sowieso keinen Sinn, der hilft dir in der Reha auch nicht weiter und hat keinen Einfluss auf den Reha-Bericht.

Eine Besserung deines Befindens soweit möglich sollte doch in jedem Falle dein Interesse sein und dafür alle Möglichkeiten zu nutzen, die dir in der Reha dann geboten werden.

Hmm, ob ich das so steuern kann? Evtl. kann man, sobald die Rehaklinik feststeht, das mit denen absprechen? Gibt es hierzu Erfahrungen?
Da kannst du wahrscheinlich nur wenig "steuern" und die Klinik steht bereits fest wenn die DRV eine Reha per Bescheid bewilligt hat, dann kommt in der Regel auch sehr bald der Anreisetremin und die lassen oft nicht mit sich reden, gerade weil die AfA dich aufgefordert hat (wäre bei der KK genau so gewesen).

Die Erfahrungen sind also sehr unterschiedlich, es kommt meist darauf an, ob man die Reha freiwillig oder auf "Wunsch" einer Behörde beantragt hat ... also wer gerade das volle Entscheidungsrecht dafür besitzt (in deinem Falle ist das aktuell die AfA).

MfG Doppeloma
 

skorpi1958

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#39
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Moin,
ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen , das diese Rehafälle , immer im Eilverfahren erledigt werden.
Du kannst damit rechnen inerhalb der nächsten 6 Wochen einen Anreisetermin zu bekommen.

Gruß Skorpi1958
 

Asor

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#40
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo und guten Abend,

nach meinen Reha-Antrag war bis heute Stille.
Heute kam der Bescheid der DRV mit der Ablehnung.

Unter Hinweis teilt man mit mit:

"Wir halten für Sie jedoch eine Krankenhausbehandlung für angezeigt.
Nach unserer Feststellung lässt Ihr derzeitiger Gesundheitszustand eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation nicht zu. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen. Sollte dieser zu einem späteren Zeitpunkt eine Leistung befürworten, können Sie einen neuen Antrag stellen.
Dringend spezifische Akutbehandlung (stationär oder teilstationär) in einem Fachkrankenhaus indiziert."

Ebenfalls heute schreibt mich die AfA an:

... "bitte teilen Sie uns mit, wie der Stand der Bearbeitung Ihres Rentenantrags ist."

Und jetzt?

Ich habe morgen einen Termin bei dem Facharzt (war schon vorher ausgemacht), mit dem ich den Reha-Antrag gestellt habe.
Zusätzlich muss ich Anfang Mai noch zum Onkologen zur Ausschließung einer onkol. Erkrankung. Hoffe, das das nicht auch noch auf mich zukommt 😟.
Aus diesem Grunde würde ich gerne das ganze noch ein wenig hinziehen. Der AfA will ich erst mal eine Kopie des Anlehungsbescheides der DRV zukommenlassen und mitteilen, dass ich das weitere Vorgehen mit meinem behandelnden Arzt abklären muss (ob Widerspruch oder Klinikaufenthalt).

Den Widerspruch muss ich halt notfalls erst mal einreichen und ggf. zurückziehen (wenn ich doch noch ins Krankenhaus muss).
Was ratet Ihr mir? Was erwartet mich dbzgl. Von der AfA?

Vielen Dank im Vorraus für eure Hilfe

Herzliche Grüße
Asor

PS: Der Widerspruch zum GdB (40) läuft noch
 

Doppeloma

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#41
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

Heute kam der Bescheid der DRV mit der Ablehnung.
Du hattest also med. Reha beantragt (und das bei der AfA fristgerecht nachgewiesen ???), dann solltest du jetzt den Antrag auf EM-Rente hinterher schieben, denn ohne Widerspruch gegen die Reha-Ablehnung (den ich für wenig sinnvoll halte), läuft kein Antrag mehr bei der DRV wo deine Erwerbsfähigkeit (lt. Rentenrecht) noch irgendwie "geprüft" werden könnte.

Und das ist "tiefere Sinn" der Nahtlosigkeit, das soll u. A. die Wartezeit auf eine Entscheidung der DRV finanziell "überbrücken" ...

"Wir halten für Sie jedoch eine Krankenhausbehandlung für angezeigt.
Nach unserer Feststellung lässt Ihr derzeitiger Gesundheitszustand eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation nicht zu. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen. Sollte dieser zu einem späteren Zeitpunkt eine Leistung befürworten, können Sie einen neuen Antrag stellen.
Dringend spezifische Akutbehandlung (stationär oder teilstationär) in einem Fachkrankenhaus indiziert."
Du bist aktuell KEIN Reha-Fall sondern ein Behandlungs-Fall, ob du eventuell ein EM-Rentenfall werden könntest wird dann die DRV zu prüfen haben, wenn der entsprechende Antrag von dir gestellt wurde.

Ebenfalls heute schreibt mich die AfA an:
... "bitte teilen Sie uns mit, wie der Stand der Bearbeitung Ihres Rentenantrags ist."
Wie kommen die darauf, dass ein EM-Renten-Antrag schon gestellt wurde ???
Kann es sein, dass die noch immer eine gültige Schweigepflicht-Entbindung von dir für die DRV haben ???

Dann wissen die wahrscheinlich schon Bescheid, dass die Reha abgelehnt wurde, allerdings meinen sie nun wohl irrigerweise direkt, dass man dir eine "Umdeutung" (des Reha-Antrages) angeboten haben könnte ...

Anders ist das für mich nicht nachvollziehbar, dass diese Anfrage ausgerechnet JETZT kommt, wo dir gerade die Reha abgelehnt wurde.

Danach klingt der Bescheid der DRV allerdings NICHT, dann würde man nicht darauf hinweisen, dass nach Besserung ein neuer Antrag auf med. Reha gestellt werden sollte, man hat ja noch "Hoffnung" wenn du in Akut-Klinische Behandlung gehen solltest.

Diesen Bescheid solltest du der AfA auf keinen Fall vorlegen, denen hat es zu genügen wenn du mitteilst, dass der Antrag abgelehnt wurde und du nun EM-Rente beantragen wirst ... warum du das jetzt machen wirst, solltest du besser für dich behalten.

Ich glaube kaum, dass die AfA dir weiterhin "abkaufen" wird, dass du mit deinem "Restleistungs-Vermögen" der Vermittlung zur Verfügung stehst, wenn du lt. DRV erst mal eine Weile in Akut-Kliniken "verschwinden" sollst ...

Ich habe morgen einen Termin bei dem Facharzt (war schon vorher ausgemacht), mit dem ich den Reha-Antrag gestellt habe.
Bei deinem Arzt bist du ja nun inzwischen gewesen, was sagt der so zu der Ablehnung, irgendwie hatte ich ja schon mal den Eindruck, dass der auch nicht richtig weiß, was der mit dir anfangen soll also meint er du sollst eine Reha machen ... nun sieht die DRV da aber aktuell keinen Sinn drin ... ich würde mich NICHT auf einen Widerspruch einlassen.

Dann kannst du auch einen Antrag auf EM-Rente vergessen, so lange der Widerspruch zur Reha bearbeitet wird, man wird dir dann (wahrscheinlich) lieber eine sinnlose Reha bewilligen als direkt eine EM-Rente zahlen zu müssen ... ob du das so dann wirklich brauchst kann ich nicht beurteilen. :icon_kinn:

Zusätzlich muss ich Anfang Mai noch zum Onkologen zur Ausschließung einer onkol. Erkrankung. Hoffe, das das nicht auch noch auf mich zukommt 😟.
Aus diesem Grunde würde ich gerne das ganze noch ein wenig hinziehen.
Die AfA wird aber sehr bald wissen wollen wie es nun weitergeht bei dir, ich würde sie erst mal mit der Aussicht auf die Antragstellung von EM-Rente "hinhalten", lass dir doch einen Termin dafür geben bei einer DRV-Beratungsstelle, das dauert inzwischen auch schon mal länger.

Der AfA will ich erst mal eine Kopie des Anlehungsbescheides der DRV zukommenlassen und mitteilen, dass ich das weitere Vorgehen mit meinem behandelnden Arzt abklären muss (ob Widerspruch oder Klinikaufenthalt).
Auf keinen Fall, was du mit deinem Arzt zu klären hast geht die AfA NICHTS an und je weniger vom Inhalt der Ablehnung die wissen, umso besser für dich, das ist DEIN Bescheid, den musst du der AfA NICHT zur Verfügung stellen. :icon_evil:

Du solltest besser einfach einen Antrag auf EM-Rente "ankündigen", weil der Reha-Antrag abgelehnt wurde wenn du eine Terminvereinbarung für die Hilfe und Beratung bei der DRV (als Nachweis wie es um deinen Renten-Antrag steht :bigsmile: ) beifügen kannst, sollte das erst mal genügen.

Deine Verfügbarkeit wird klar "angezweifelt" in dem Ablehnungsbescheid und die AfA schließt sich sehr gerne solchen Feststellungen der DRV an ... das könnte für die ein Grund sein dein ALGI aufzuheben.

Den Widerspruch muss ich halt notfalls erst mal einreichen und ggf. zurückziehen (wenn ich doch noch ins Krankenhaus muss).
Was ratet Ihr mir? Was erwartet mich dbzgl. Von der AfA?
Du schreibst selber, dass du wahrscheinlich noch in die Klinik musst, was plant denn dein Arzt jetzt so mit dir nach dieser Ablehnung ... an deiner Stelle würde ich KEINEN Widerspruch einlegen und besser EM-Rente beantragen, es ist durchaus möglich, dass die DRV dann noch selber zurück rudert und dir doch erst eine Reha "aufdrückt".

Dann wird man sehen wie weit du mit deiner Gesundheit gerade bist, von längeren Klinik-Aufenthalten sollte die AfA so wenig wie möglich mitbekommen, da fallen denen schnell ganz unangenehme Sachen zu ein, denn in dieser Zeit kannst du der Vermittlung nicht mal "fiktiv / theoretisch" "zur Verfügung" stehen.

Leider ist auch ALGI und die AfA nach der Aussteuerung kein Zeitraum, um in relativer Ruhe gesünder werden zu dürfen, jedenfalls nicht in deiner aktuellen Konstellation.

MfG Doppeloma
 

Asor

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#42
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo, und nochmals Danke an Doppeloma,

es gibt wieder Neuigkeiten.

Du hattest also med. Reha beantragt (und das bei der AfA fristgerecht nachgewiesen ???),
Ja, habe ich persönlich bei der DRV abgegeben. Die AfA hat mir wie von mir verlangt den fristgerechten Erhalt des Nachweises bestätigt.

… an deiner Stelle würde ich KEINEN Widerspruch einlegen und besser EM-Rente beantragen, es ist durchaus möglich, dass die DRV dann noch selber zurück rudert und dir doch erst eine Reha "aufdrückt"
Nachdem ich dem Rat von Doppeloma gefolgt bin, habe ich keinen Widerspruch zum Ablehnungsbescheid meines Reha-Antrages gestellt (Frist läuft am 20.05. aus). Stattdessen habe ich wie empfohlen einen Beratungstermin für die Einreichung der EM-Rente bei der DRV online für den 04.07.17 vereinbart und den Nachweis darüber der AfA zugeschickt.

Die DRV rudert jetzt, wie von Doppeloma vorausgesagt, wieder zurück. Ich habe vor 8 Tagen wieder Post von der DRV erhalten. Darin werde ich aufgefordert innerhalb 14 Tage mitzuteilen welchen der 3 vorgeschlagenen Gutachter ich für die Begutachtung aufsuchen will :icon_neutral:

Nach telefonischer Nachfrage wurde mir mitgeteilt, die AfA hätte der DRV erst nach deren Ablehnung meines Reha-Antrages angezeigt, dass ein Nahtlosigkeits-Antrag vorliegt. Daher hätte man das Gutachten eingeleitet um erneut über meinen Reha-Antrag zu entscheiden. Es viel auch die Aussage: „Reha vor Rente“. Aber bei dem Gutachten geht es um die Reha!!! Ich hab extra nochmal nachgefragt. Was s o l l das??? Ist ein Bescheid der DRV nicht rechtsgültig? Vor allem, nach dem ich keinen Widerspruch eingereicht habe!!?
Was würde den passieren wenn ich zu keinem Gutachter gehe und einfach das mit dem EM-Antrag vorantreibe? Ich habe doch einen rechtsgültigen Bescheid!?

Du schreibst selber, dass du wahrscheinlich noch in die Klinik musst, was plant denn dein Arzt jetzt so mit dir nach dieser Ablehnung ...
Dann wird man sehen wie weit du mit deiner Gesundheit gerade bist, von längeren Klinik-Aufenthalten sollte die AfA so wenig wie möglich mitbekommen, da fallen denen schnell ganz unangenehme Sachen zu ein, denn in dieser Zeit kannst du der Vermittlung nicht mal "fiktiv / theoretisch" "zur Verfügung" stehen
Morgen weiß ich hoffentlich abschließend etwas zu meiner onkologischen Diagnose (Besprechungstermin nach Laboruntersuchungen - bin aber zwischenzeitlich dbzgl. guter Dinge, dass ich keine Chemo brauche).
Am 19.05. habe ich dann den letzten Termin bei meinem Neurologen der mich bis jetzt auch AU geschrieben hat. Er geht danach ab Juni in Rente und eine neue junge Ärztin wird die Praxis übernehmen. Wir waren bei meinem letzten Termin so verblieben, dass ich mir überlegen soll, ob ein Widerspruch auf den Ablehnungs-Bescheid (will ich ja zwischenzeitlich nicht) oder eine Einweisung in eine Fachklinik von ihm noch eingeleitet werden soll. Er würde beides befürworten (will ich aber eigentlich auch nicht – nur wenn es für den EM-Antrag unbedingt notwendig bzw. hilfreich wäre).

Aber vielleicht kommt ja in der Zwischenzeit der Bescheid auf meinen Widerspruch zu den bewilligten 40 GdB. Wenn ich hier mind. 50 erhalten würde, dann könnte ich mir den ganzen Affen-Zirkus sparen. Selbst wenn ein EM Antrag ablehnt wird, muss ich nur die Zeit bis Mai 2018 bei der AfA irgendwie überstehen und kann ab Juli 2018 dann in vorzeitiger Rente für Schwerbehinderte gehen. Ich hab eine aktuelle Rentenauskunft angefordert, die dies bestätigt.

Allerdings wäre hiernach eine volle EM-Rente etwas höher als die Altersrente zum heutigen Zeitpunkt gerechnet. Wie man aus Presseberichten hört und liest soll ja ab 01.01.2018 die Berechnungsgrundlage für neue EM-Rentenbescheide auf 65 Jahre (statt 62) hochgerechnet werden. Das würde für mich wahrscheilich bedeuten, dass ich dann noch ein wenig mehr EM-Rente als Altersrente wg. Schwerbehinderung erhalten würde, oder? Aber keine Ahnung ob ich den Nerv und die Kraft habe diesen Weg voranzutreiben.

Viele Grüße und Danke im Voraus!
Asor
 

Doppeloma

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#43
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Asor,

Die DRV rudert jetzt, wie von Doppeloma vorausgesagt, wieder zurück. Ich habe vor 8 Tagen wieder Post von der DRV erhalten. Darin werde ich aufgefordert innerhalb 14 Tage mitzuteilen welchen der 3 vorgeschlagenen Gutachter ich für die Begutachtung aufsuchen will :icon_neutral:
Zu welchem Zweck soll diese Begutachtung erfolgen, der Reha-Antrag wurde doch bereits abgelehnt ???

Nach telefonischer Nachfrage wurde mir mitgeteilt, die AfA hätte der DRV erst nach deren Ablehnung meines Reha-Antrages angezeigt, dass ein Nahtlosigkeits-Antrag vorliegt.
Schon wieder Telefonate wo du NICHTS dazu in der Hand hast, wie kommt denn die AfA überhaupt dazu der DRV irgendwas "mitzuteilen", auf dem Reha - Antrag hast du doch auch (bestimmt) schon angegeben, dass die AfA dich aufgefordert hat ...

Haben die bei der AfA immer noch irgendwelche Schweigepflichtentbindungen von dir (besonders für die DRV) ??? ...

Daher hätte man das Gutachten eingeleitet um erneut über meinen Reha-Antrag zu entscheiden. Es viel auch die Aussage: „Reha vor Rente“.
Das mit "Reha vor Rente" ist ja so neu nicht und die Begründung dafür, dass man nun wegen der AfA meint eine andere Meinung zu haben als vorher, zu einer Reha für dich ist schon wieder mehr als Haarsträubend.

Wenn man gerade meinte, du musst behandelt werden und kannst im Moment nicht in eine Reha-Maßnahme, ändert das doch NICHTS an deinem Gesundheitszustand wenn man nun erfährt, dass du ein "Nahtlosigkeitsfall" bist ... :icon_evil:

Aber bei dem Gutachten geht es um die Reha!!! Ich hab extra nochmal nachgefragt. Was s o l l das??? Ist ein Bescheid der DRV nicht rechtsgültig? Vor allem, nach dem ich keinen Widerspruch eingereicht habe!!?
Na sicher ist der rechtlich verbindlich, die können doch nicht Bescheide erstellen und dann einfach selber ignorieren, wie hat man dir denn diesen Gutachter-Termin begründet ???

Was würde den passieren wenn ich zu keinem Gutachter gehe und einfach das mit dem EM-Antrag vorantreibe? Ich habe doch einen rechtsgültigen Bescheid!?
Das solltest du die DRV fragen und zwar schriftlich, warum man dich nun gründlicher untersuchen möchte, nachdem doch die von dir beantragte Reha (nach gründlicher Prüfung deiner Gesundheit) als aktuell sinnlos abgelehnt wurde ...

Du bist bereit dich dem zu fügen, hast keinen Widerspruch eingelegt und wirst zunächst deine Behandlungen intensiv fortführen, dass Reha (in der Regel, wenn sinnvoll) VOR EM-rente geht ist dir auch schon bekannt gewesen.

Aber die Enscheidung dagegen (Bescheid vom XX) hast schließlich nicht du selbst getroffen, du fühlst dich durch die angesetzte Begutachtung zu einem Reha-Antrag den es gar nicht mehr gibt unter Druck gesetzt, was der Besserung und Stabilisierung deiner Gesundheit ganz sicher nicht dienlich ist. :icon_evil:

Noch steht ja kein Termin fest für die Begutachtung, wenn du dir zunächst mal aus "3 unbekannten Ärzten" einen aussuchen darfst / sollst ... da sollte die DRV das vielleicht noch mal komplett überdenken, ob nun für die "Wünsche der AfA" ein anderes Ergebnis angestrebt wird, als man dir auf deinen Antrag mitgeteilt hat. :icon_kinn:

Oder ob es nicht einzig darum gehen sollte, was FÜR DICH und deine Gesundheit erforderlich und aktuell möglich ist ... ???

Morgen weiß ich hoffentlich abschließend etwas zu meiner onkologischen Diagnose (Besprechungstermin nach Laboruntersuchungen - bin aber zwischenzeitlich dbzgl. guter Dinge, dass ich keine Chemo brauche).
Das hört sich ja gut an für dich, trotzdem solltest du eine klare schriftliche Antwort bei der DRV einfordern, welchem Zweck dieses Gutachten nun wirklich dienen soll, es ist eigentlich NICHT üblich, dass ohne laufenden Antrag (oder Widerspruch gegen eine Ablehnung) von der DRV Gutachten durchgeführt werden. :icon_evil:

Ob du vor hast eine EM-rente zu beantragen oder nicht hat doch damit gar nichts zu tun, der Antrag wurde doch noch gar nicht gestellt, zudem soll ja wegen Reha begutachtet werden (schreibst du) und nicht wegen Antrag auf EM-Rente, das ist schon bei der "Auswahl" der Gutachter ein sehr großer Unterschied.

Bei Renten-Gutachten darf man sich keinen "aussuchen", da muss man den nehmen der beauftragt wird ... ob man bei Reha den Richtigen auswählen wird (kommt ja auch noch drauf an was man als "richtig" im Ergebnis erwartet) ist allerdings auch nicht sicher, wer kennt schon die vorgeschlagenen Ärzte wirklich ???

Am 19.05. habe ich dann den letzten Termin bei meinem Neurologen der mich bis jetzt auch AU geschrieben hat. Er geht danach ab Juni in Rente und eine neue junge Ärztin wird die Praxis übernehmen.
Wenn erforderlich (und von dir gewünscht), dann darf auch sie dich weiter behandeln und AU schreiben, du kannst natürlich auch in eine ganz andere Praxis wechseln.

Bei der "Unentschlossenheit" dieses Arztes was er überhaupt mit dir anfangen soll wäre das wohl längst angebracht gewesen ...

Wir waren bei meinem letzten Termin so verblieben, dass ich mir überlegen soll, ... oder eine Einweisung in eine Fachklinik von ihm noch eingeleitet werden soll. Er würde beides befürworten (will ich aber eigentlich auch nicht – nur wenn es für den EM-Antrag unbedingt notwendig bzw. hilfreich wäre).
Also weiß er doch nicht weiter mit dir, wenn eine Fachklinische Behandlung erforderlich wäre (aus seiner Sicht), dann bringt dir doch das Warten auf eine Widerspruchs-Entscheidung bei der DRV auch keine Besserung ...

Aber vielleicht kommt ja in der Zwischenzeit der Bescheid auf meinen Widerspruch zu den bewilligten 40 GdB. Wenn ich hier mind. 50 erhalten würde, dann könnte ich mir den ganzen Affen-Zirkus sparen.
Nun beginnen schon wieder deine "Planungen" mit sehr vielen "Unbekannten" ...

Selbst wenn ein EM Antrag ablehnt wird, muss ich nur die Zeit bis Mai 2018 bei der AfA irgendwie überstehen und kann ab Juli 2018 dann in vorzeitiger Rente für Schwerbehinderte gehen. Ich hab eine aktuelle Rentenauskunft angefordert, die dies bestätigt.
Und im EM-Renten-Antrag wird auch abgefragt, ob noch irgendwelche Anträge / Verfahren beim Versorgungs-Amt laufen ... sollte dir der Bescheid zum GdB 50 / Schwerbehinderten-Ausweis inzwischen vorliegen ist das natürlich auch anzugeben.

Allerdings wäre hiernach eine volle EM-Rente etwas höher als die Altersrente zum heutigen Zeitpunkt gerechnet.
Deien Altersrente wird auch für später nicht mehr höher werden, wo soll da noch was herkommen wenn du keine Beiträge aus pflichtversicherter Tätigkeit mehr einzahlen kannst und wirst ???

Die DRV kann aber auch "gut rechnen" und wird dir sicher nur sehr ungerne eine höhere EM-Rente noch bewilligen (wollen) die du dann auch als Betrag der Altersrente weiter beziehen wirst, denn weniger darf es ja dann nicht mehr werden.

Ein GdB / Schwerbehinderten-Ausweis hat also keinen besinderen Einfluss darauf ob man dich für EM halten wird oder nicht, aber es wird "indirekt" sicher einen Einfluss haben auf die Prüfungen zur EM-Rente, wenn du doch sehr bald eine andere Rentenart in Anspruch nehmen kannst, die auf die Dauer günstiger für die DRV ist.

Wie man aus Presseberichten hört und liest soll ja ab 01.01.2018 die Berechnungsgrundlage für neue EM-Rentenbescheide auf 65 Jahre (statt 62) hochgerechnet werden.
Vergiss es doch einfach, davon wirst du NICHTS mehr ab bekommen, wenn man dir aktuell noch eine EM-Rente bewilligt, dann wird man sehr gerne den Reha - Antrag in EM-Rente "umdeuten", es gilt der "Eintritt des Leistungsfalles" und nicht die "bessere" finanzielle Ausgangsposition" für dich.

Bis das in Kraft treten wird (mit Stichtag für EM-Renten bewilligt ab 01.01.2018) ist deine EM-Rente längst bewilligt ODER du bekommst ohnehin keine mehr ... weil die auch abgelehnt wird.

Das würde für mich wahrscheilich bedeuten, dass ich dann noch ein wenig mehr EM-Rente als Altersrente wg. Schwerbehinderung erhalten würde, oder?
Du wählst gerade die (vermeintlich) bessere Rente aus zwei "möglichen" aber noch längst nicht sicher bewilligten Renten-Arten ... zudem fehlt dir für die Schwebi-Rente noch der GdB 50 (als wichtige Voraussetzung) ansonsten bleiben nur die anderen (späteren) Altersrenten übrig.

Aber keine Ahnung ob ich den Nerv und die Kraft habe diesen Weg voranzutreiben.
Leider wirst du wohl noch viel Kraft und Nerven brauchen bis da mal Klarheit herrscht und irgendwie muss es ja noch weitergehen bis du mal in den endgültigen Ruhestand kannst ... egal wie die Rente dann heißen wird ...

Die Unterschiede zwischen EM-Rente und regulärer / vorgezogener Altersrente liegen in den Berechnungen, bei den Altersrenten gibt es keine "Zurechnungs-Jahre", was an Beiträgen fehlt (auch die Zeit bis zur regulären Altersrgrenze mit 65 + X) das kannst du nicht mehr nachholen ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Asor

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#44
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weite

Hallo Doppeloma,

in der Zwischenzeit habe ich einen Bescheid vom Versorgungsamt erhalten. Aufgrund meines Widerspruchs wurde mir jetzt der GdB 50 anerkannt. Dies gibt mir jetzt die Möglichkeit alles weitere etwas entspannter anzugehen. Mit dieser Sicherheit in der Hinterhand, habe ich mich nun doch entschieden das von der DRV gewünschte Gutachten durchführen zu lassen.

Nachdem ich meine Auswahl aus den vorgeschlagenen Gutachter mit Hilfe der Bewertungen in den entsprechenden Internet-Portalen (ist mir schon klar, dass man nur bedingt danach gehen kann) der DRV mitgeteilt habe, habe ich auch schon von der Gutachterin einen Termin Anfang Juni erhalten. Sie hat mir auch schon einen Fragebogen zum Krankheitsverlauf zugeschickt und ich soll die Arztberichte vom behandelnden Arzt mitbringen. Mir wurde mitgeteilt, dass die Untersuchung bis zu 3 1/2 Stunden dauern kann.

Sollte mir die DRV aufgrund dieses Gutachten doch noch die Reha genehmigen, dann werde ich dieser gelassen entgegensehen. Falls nicht, werde ich wie geplant den Termin im Juli wahrnehmen um EM-Rente zu beantragen. Bis zum Frühjahr nächsten Jahres sollte ich dann wissen ob ich die vorzeitige Altersrente ab Juli beantrage.

wie kommt denn die AfA überhaupt dazu der DRV irgendwas "mitzuteilen", auf dem Reha - Antrag hast du doch auch (bestimmt) schon angegeben, dass die AfA dich aufgefordert hat ...
Na klar, habe ich das angegeben ...

Haben die bei der AfA immer noch irgendwelche Schweigepflichtentbindungen von dir (besonders für die DRV) ??? ...
Ja, ich hatte mich mit der Ärztin die das Gutachten für die AfA gemacht hat, auf folgendem Wortlaut geeinigt und vor Ort unterschrieben: "Im Rahmen der Nahtlosigkeitsabklärung bin ich mit der Weitergabe des Gutachten und der ärztlichen Unterlagen an die DRV einverstanden".

... Wenn erforderlich (und von dir gewünscht), dann darf auch sie dich weiter behandeln und AU schreiben, du kannst natürlich auch in eine ganz andere Praxis wechseln.
Bei der "Unentschlossenheit" dieses Arztes was er überhaupt mit dir anfangen soll wäre das wohl längst angebracht gewesen ...
Es ist wahr, so ganz glücklich war ich mit diesem Facharzt nicht. Aber ich muss zugeben, er wollte mich schon immer wieder dazu bringen mich stationär behandeln zu lassen. Nur gegen meinen Willen konnte er mich ja nicht einweisen. Den Kurantrag hat er mir deshalb ausgefüllt, damit ich meinen Nahtlosigkeitsstatus nicht verliere. Wahrscheinlich war er auch der Meinung besser eine Reha als gar nichts.

Mein Hausarzt, zu dem ich ein gutes Vertrauensverhältnis habe, riet mir bis zur Pensionierung des Facharztes im Juni und der Übergabe an die neue Ärztin in der Praxis auszuharren, da er sie persönlich kennt und von deren Fachkompetenz überzeugt ist. Leider hab ich jetzt den ersten Termin bei ihr erst im Juli. Eine Übergabetermin mit dem alten Arzt, der neuen Ärztin und mir konnte leider aus terminlichen Gründen nicht stattfinden.

Jetzt hab ich noch ein paar Fragen:
Muss bzw. Sollte ich der AfA mitteilen, dass ich jetzt die Anerkennung einer Schwerbehinderung habe?

Sollte die DRV zurückrudern und mir jetzt doch noch die Reha bewilligen, wäre es nicht günstiger einen evtl. EM-Rentenantrag erst nach der Kur zu stellen und den hierfür online vereinbarten Termin wieder abzusagen? Blöd ist nur, dass ich nach der Ablehnung meines Rehaantrages den Termin der AfA mitteilen musste um die Nahtlosigkeit weiter aufrecht zu erhalten.

Danke und Gruß
Asor
 

Asor

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#45
AfA verlangt, den Reha Antrag bei der DRV zurückzuziehen

Hallo,
nachdem mir hier schon einmal geholfen wurde (siehe mein Beitrag: „Aussteuerung durch Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie geht es nun weiter“) Muss ich mich erneut an euch wenden. Leider ist es mir nicht gelungen den Beitrag hier zu verlinken.

Ich möchte euch eine chronologische Zusammenfassung bzw. Ergänzung meiner Vorgeschichte geben:

- Nach Aussteuerung, Bewilligung ALG I nach Nahtlosigkeitsregelung bis März 2018. Der ÄD der AfA stellte in seinem Gutachten fest, dass ich für mehr als 6 Monate unter 3 Stunden arbeitsfähig bin und empfiehlt Reha

- Ich stellte Reha Antrag bei der DRV

- Reha Antrag wurde abgelehnt (Begründung: Ich sei zu krank für Reha)

- Die AfA erkundigte sich schriftlich, nach dem Stand der Dinge

- Darauf hin teilte ich die Ablehnung der Reha der AfA mit. Außerdem teilte ich der AfA mit, dass ich nun beabsichtige EMR zu beantragen (Online-Termin Bestätigung)

- Plötzlich schickt mich die DRV zu einem Gutachter um meine Reha-Tauglichkeit zu prüfen (man währe von der AfA über den Nahtlosigkeitsantrag informiert worden - obwohl ich bei meinem Antrag bereits angegeben hatte, dass ich den Antrag auf Veranlassung der AfA stelle

- Darauf hin stornierte ich erst mal meinen Termin bei der DRV und beantrage erst mal keine EMR

- Nach erfolgtem Gutachten bewilligte die DRV nun doch die Reha
Am 22.11.2017 sollte ich die Reha für 5 Wochen antreten

- 14 Tage vor dem geplanten Termin bekam mein Mann eine schlimme Diagnose. Er musste sich am 18.12.2017 einer großen OP unterziehen. Sofort nach Kenntnis informierte ich die Reha Klinik, dass ich die Reha nicht wie geplant antreten kann und beantragte bei der DRV den Termin auf Ende Februar verschieben zu dürfen

Sonderbarer Weise bestellte mich kurz darauf die AfA ein, um über meine berufliche Zukunft zu sprechen (einem Austausch von Informationen zwischen AfA und DRV hatte ich ausdrücklich nicht zugestimmt - angeblich war die Vorladung zu diesem Zeitpunkt purer Zufall)

- Ich erklärte die Situation und legte ein Attest meines Hausarztes vor, dass ich aufgrund familiärer Probleme derzeit bis auf weiteres nicht rehafähig bin. Er empfiehlt darin die Reha zu verschieben. Die Arbeitsvermittlerin zeigte sich sehr verständnisvoll und drückte mir ihr Mitgefühl aus. Das Attest nahm ich nach Augenschein wieder mit.

- Die DRV bewilligte die Verschiebung des Reha-Antritts bis 28.02.2018

Nun schreibt mich die AfA an. Darin werde ich von der Leistung aufgefordert die Reha abzusagen bzw. meinen Antrag auf Reha zurückzuziehen und einen Antrag auf EMR bei der DRV zu stellen. Den Nachweis darüber soll ich bis 14.01.2018 erbringen, da sonst die weiteren Zahlungen eingestellt würden.

Des Weitern soll ich bis bis 14.01.2018 erklären, ob ich aufgrund der Pflege meines Mannes nicht mehr Vollzeit arbeiten könne.

Mein Mann ist (Gott-sei-Dank) kein Pflegefall. Er braucht nur während seines KH Aufenthalt und der Zeit seiner Rekonvaleszenz meine Unterstützung. Wie sollte ich mich da zeitgleich auf eine Reha einlassen?

Ergänzend zu der o. a. Aufstellung ist noch anzumerken, dass ich kurz nach dem Reha Antrag einen GdB beim Versorgungsamt gestellt habe. Letztlich habe ich GdB 50 anerkannt bekommen. Aufgrund dessen kann ich mit dann 61 Jahren ab Juli 2018 in vorgezogener Altersrente gehen. Dies habe ich bis jetzt nicht der AfA mitgeteilt.

Mein eigener Gesundheitszustand ist derzeit wesentlich besser. Ich glaube nicht, dass der Antrag auf EMR erfolgversprechend wäre. Erschwerend kommt noch dazu, dass der mich bis vor Kurzem behandelnde Facharzt, zwischenzeitlich in Rente ist. Ich habe mir keinen neuen gesucht sonder gehe jetzt nur noch zum Hausarzt.

Trotzdem plane ich den Antrag auf EMR wie von der AfA verlangt zu stellen und evtl. nach Auslaufen des AfA Anspruches zurückzuziehen und vorgezogene Altersrente zu beantragen, um die weiteren ALG I Zahlungen nicht zu gefährten. Allerdings bin ich nicht bereit den Reha Antrag zurückzuziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die AfA berechtigt ist dies zu verlangen. Ich möchte auf diesen Punkt gar nicht eingehen. Wie sehen das hier die Experten?

Würde mich besonders u. a. über eine Antwort von Doppeloma freuen.

Vielen Dank!

PS: Falls ich den Beitrag nicht unter die richtigen Rubrik gestellt habe, bitte ich die Admins diesen umzuhängen. Danke!
 

Doppeloma

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#46
Hallo Asor,

Dann mal Willkommen zurück und ich habe mir erlaubt, das an dein altes Thema anzufügen und die ganze Geschichte in den Bereich hier zu verlegen.

Ich denke mal da passt es insgesamt jetzt besser hin und der Überblick über deinen Fall geht nicht verloren.

Lasse die "gekürzte Zusammenfassung" mal stehen, für User die nicht alles erst nachlesen möchten ...

- Nach Aussteuerung, Bewilligung ALG I nach Nahtlosigkeitsregelung bis März 2018. Der ÄD der AfA stellte in seinem Gutachten fest, dass ich für mehr als 6 Monate unter 3 Stunden arbeitsfähig bin und empfiehlt Reha

- Reha Antrag wurde abgelehnt (Begründung: Ich sei zu krank für Reha)

- Darauf hin teilte ich die Ablehnung der Reha der AfA mit. Außerdem teilte ich der AfA mit, dass ich nun beabsichtige EMR zu beantragen (Online-Termin Bestätigung)

- Plötzlich schickt mich die DRV zu einem Gutachter um meine Reha-Tauglichkeit zu prüfen (man währe von der AfA über den Nahtlosigkeitsantrag informiert worden - obwohl ich bei meinem Antrag bereits angegeben hatte, dass ich den Antrag auf Veranlassung der AfA stelle
Bis hierher wurde alles geklärt aber nun fehlt mir etwas der "Anschluss" zum aktuellen Stand, leider hast du zum Ausgang des DRV-Reha-Gutachtens (liegt es dir inzwischen vor ???) dann nicht mehr berichtet und was die AfA danach von dir erwartet hat auch nicht ...

- Darauf hin stornierte ich erst mal meinen Termin bei der DRV und beantrage erst mal keine EMR
Warum denn das ?

- Nach erfolgtem Gutachten bewilligte die DRV nun doch die Reha
Am 22.11.2017 sollte ich die Reha für 5 Wochen antreten
Die "Nahtlosigkeit" bei der AfA hat dich also nun bei der DRV plötzlich Reha-Fähig gemacht und wie hat der Gutachter diesen "Wandel" begründet ???
Dein Antrag war doch bereits abgelehnt und du hattest KEINEN Widerspruch eingelegt, nun solltest du also Reha nach abgelehntem Reha-Antrag machen ???

Wie hat dir denn die DRV das plausibel erklären können, oder hast du das mal wieder gar nicht erst "hinterfragt" ???

- 14 Tage vor dem geplanten Termin bekam mein Mann eine schlimme Diagnose. Er musste sich am 18.12.2017 einer großen OP unterziehen. Sofort nach Kenntnis informierte ich die Reha Klinik, dass ich die Reha nicht wie geplant antreten kann und beantragte bei der DRV den Termin auf Ende Februar verschieben zu dürfen
Ich kann der Reha-Bewilligung noch immer NICHT folgen, es gab doch nur den bereits abgelehnten Antrag dazu, so "großzügig" sind die doch sonst auch nicht ... schon die Begutachtung hätte ich schriftlich in Frage gestellt ...

Hatte ich dir oben auch empfohlen, wenn ich das richtig nachgelesen habe, wenn es KEINEN laufenden Antrag mehr gibt (weil der bereits abgelehnt wurde) dann ist auch ein Gutachten überflüssig.

Die betonen doch sonst auch IMMER, dass man keine Ansprüche stellen kann OHNE einen Antrag darauf und der wurde bereits rechtsgültig abgelehnt ...
Wenn ich mich recht erinnere war sogar die Widerspruchsfrist bereits abgelaufen, weil du selbst gar keinen Widerspruch einlegen wolltest.

Dazu kann dich auch die AfA NICHT verpflichten. :icon_evil:

Sonderbarer Weise bestellte mich kurz darauf die AfA ein, um über meine berufliche Zukunft zu sprechen (einem Austausch von Informationen zwischen AfA und DRV hatte ich ausdrücklich nicht zugestimmt - angeblich war die Vorladung zu diesem Zeitpunkt purer Zufall)
Offenbar hast du ja einem Informations-Austausch doch irgendwann zugestimmt, schreibst du doch oben auch, dass du dazu was unterschrieben hast bei der AfA ... da beschränken die sich nicht mehr auf "bestimmte Sachen" ... da nehmen die ALLES was sie bekommen können ... :idea:

- Ich erklärte die Situation und legte ein Attest meines Hausarztes vor, dass ich aufgrund familiärer Probleme derzeit bis auf weiteres nicht rehafähig bin. Er empfiehlt darin die Reha zu verschieben. Die Arbeitsvermittlerin zeigte sich sehr verständnisvoll und drückte mir ihr Mitgefühl aus. Das Attest nahm ich nach Augenschein wieder mit.
Wer lt. AfA-ÄD-Gutachten vorerst NICHT "Vermittlungsfähig" ist und deswegen eine Reha beantragen sollte braucht auch nicht wegen seiner "beruflichen Situation" eingeladen werden ... :icon_evil:

Ich denke NICHT, dass es besonders klug von dir gewesen ist den Antragstermin für die EM-Rente abzusagen, anstatt die AfA (UND die DRV) damit nachweislich "vor vollendete Tatsachen" zu stellen. :icon_kinn:

Aktuell gibt es KEINEN offiziellen Antrag mehr der bei der DRV noch "bearbeitet" wird, das Reha-Verfahren ist im Prinzip offiziell bereits abgeschlossen ... der Antrag auf Reha wurde abgelehnt und du hast KEINEN Widerspruch eingelegt.

In der angeratenen medizinischen Behandlung bist du aber (durch die Geschichte mit deinem Mann verständlicherweise) auch noch nicht gewesen ...
Das macht einen Reha-Antritt allerdings vorerst noch sinnloser als zur Zeit der Ablehnung wegen nötiger Akut-Behandlungen.

- Die DRV bewilligte die Verschiebung des Reha-Antritts bis 28.02.2018
Und dann soll es dir (angeblich) gut genug dafür gehen können, dich wieder für den Arbeitsmarkt "fitt zu machen" ... worauf stützt denn die DRV diese Zuversicht ???
Wann wurde das verschoben, hattest du da den Schwerbehinderten-Ausweis schon vorliegen ... hast du diese Verschiebung schriftlich von der DRV ???

Nun schreibt mich die AfA an. Darin werde ich von der Leistung aufgefordert die Reha abzusagen bzw. meinen Antrag auf Reha zurückzuziehen und einen Antrag auf EMR bei der DRV zu stellen.
Und womit (Rechtsgrundlage ???) begründen die das nun wieder ???

Einen Reha-Antrag der bereits rechtskräftig abgelehnt wurde KANNST du nicht mehr zurück ziehen, die Reha musst du letztlich sowieso NICHT mehr antreten, weil es gar keinen Antrag von dir mehr als Grundlage dafür gibt. :icon_evil:

An dieser "Verwirrung" scheint mir aber die AfA nicht ganz unschuldig zu sein, mit ihren "heimlichen Info-Kontakten" zur DRV hat sie das doch irgendwie erst in Gang gebracht, dass du plötzlich (trotz rechtskräftig abgelehntem Antrag) doch zur Reha solltest.

Den Nachweis darüber soll ich bis 14.01.2018 erbringen, da sonst die weiteren Zahlungen eingestellt würden.
Man merkt nun langsam "welcher Bock" da geschossen wurde und nun sollst DU das wieder "ausbaden" müssen.
Kannst du das Schreiben bitte mal anonymisiert einstellen, welche Rechtsgrundlagen werden denn dafür benannt, dass du nun EM-Rente beantragen sollst und auf die Reha den Verzicht erklärst ???

Die AfA hatte dich doch zu dieser Antragstellung auch schon (schriftlich) aufgefordert, hat doch so gute Beziehungen zur DRV (angeblich) dann sollen die das dort doch selber "stornieren" ... :idea:

Des Weitern soll ich bis bis 14.01.2018 erklären, ob ich aufgrund der Pflege meines Mannes nicht mehr Vollzeit arbeiten könne.
Soviel zum "vollen Verständnis" und "Bedauern" der SB bei der du gewesen bist, wann hast du denn das jetzt bekommen, schon die Frist dürfte zu kurz gewählt sein ... außerdem fehlt mir eine plausible Begründung dafür WARUM du nun EM-Rente beantragen sollst ???

Andererseits sollst du aber mitteilen, ob du (wegen deinem Mann) nicht mehr "Vollzeit zur Vermittlung" bereit stehen kannst ... "Nachtgall ick hör dir trapsen", das ist doch uninteressant wenn du lt. ÄD ohnehin NICHT vermittelt werden könntest und nun EM-Rente beantragen sollst ...

Die tun ja gerade so als hätten sie einen "Sack voll" Arbeits-Angebote für dich und nun kannst du vielleicht gar nicht mehr Vollzeit arbeiten ... dann muss man natürlich auch dein ALGI kürzen (einen Satz davor will man es noch ganz einstellen, wenn du keine EM-Rente beantragst) ... :icon_kinn:

Mein Mann ist (Gott-sei-Dank) kein Pflegefall. Er braucht nur während seines KH Aufenthalt und der Zeit seiner Rekonvaleszenz meine Unterstützung. Wie sollte ich mich da zeitgleich auf eine Reha einlassen?
Das ist doch der AfA egal, du siehst doch, dass man dein "Vertrauen" in dem Meldetermin gerade wieder versucht zu deinem Nachteil auszunutzen, es bringt leider GAR NICHTS bei den Behörden auf "menschliches Verständnis" zu hoffen für akute familiäre Probleme ... :icon_evil:

Die lesen (in dem Attest vermutlich) was "von PFLEGE" und basteln sich daraus gleich eine eingeschränkte "Verfügbarkeit", damit man dein ALGI z.B. auf Teilzeit kürzen könnte.

Ergänzend zu der o. a. Aufstellung ist noch anzumerken, dass ich kurz nach dem Reha Antrag einen GdB beim Versorgungsamt gestellt habe. Letztlich habe ich GdB 50 anerkannt bekommen.
Das ändert (zumindest für dich) natürlich Einiges zum "Positiven", denn die AfA erhofft sich ja aus dem Antrag auf EM-Rente eine eventuelle Rückerstattung von Leistungen, wenn die DRV dir die noch rechtzeitig bewilligen würde.

Mit der Forderung nun die Reha zurück zu ziehen "schneiden" die sich aber auch "ins eigene Fleisch", denn eine EM-Rente würde sicher nicht mehr aus einer "Umdeutung" dieses Reha-Antrages erfolgen können.

Die Reha wurde ja abgelehnt und der Grund war NICHT, dass deine Erwerbsfähigkeit dadurch nicht mehr zu bessern sei ... sondern akuter Behandlungsbedarf.

Eine EM-Rente würde also auch frühestens ab Antragstellung bewilligt werden und vielleicht sogar noch befristet, dann gibt es Rentengeld erst ab dem 7. Monat nach der Antragstellung, also KEINE Erstattungen mehr für die AfA ... :icon_evil:

Aufgrund dessen kann ich mit dann 61 Jahren ab Juli 2018 in vorgezogener Altersrente gehen. Dies habe ich bis jetzt nicht der AfA mitgeteilt.
Dazu warst du ja auch NICHT verpflichtet, denn in eine vorgezogene Altersrente darf dich die AfA ja nicht schicken, dafür gibt es keine Rechtsgrundlage im SGB III.

Mein eigener Gesundheitszustand ist derzeit wesentlich besser. Ich glaube nicht, dass der Antrag auf EMR erfolgversprechend wäre.
Das musst du ja dann auch nicht entsprechend begründen, wenn du selbst gar kein Interesse mehr hast eine EM-Rente bewilligt zu bekommen und lieber die Rente für Schwerbehinderte in Anspruch nehmen möchtest.

Man verlangt den Antrag darauf, was du konkret in den Antrag schreibst geht die AfA ja NICHTS an. :icon_evil:

Erschwerend kommt noch dazu, dass der mich bis vor Kurzem behandelnde Facharzt, zwischenzeitlich in Rente ist. Ich habe mir keinen neuen gesucht sonder gehe jetzt nur noch zum Hausarzt.
Na-Ja, vom bisherigen Facharzt sollte es ja trotzdem noch Unterlagen geben, die solltest du dir schon im eigenen Interesse noch sichern, ehe die in irgendeinem Archiv verschwinden.

Lass mal deine komplette Patienten-Akte von deinem Hausarzt anfordern, das sollte KEIN Problem sein.
Du hast ein gesetzliches Recht auf deine Patienten-Unterlagen bei jedem Arzt wo du in Behandlung bist oder schon warst.

Trotzdem plane ich den Antrag auf EMR wie von der AfA verlangt zu stellen und evtl. nach Auslaufen des AfA Anspruches zurückzuziehen und vorgezogene Altersrente zu beantragen, um die weiteren ALG I Zahlungen nicht zu gefährten.
Mich würde erst mal interessieren, ob du das DRV-Gutachten vorliegen hast, sonst solltest du das mal "für deine Unterlagen" bei der DRV anfordern, auch darauf hast du einen Rechtsanspruch.

Die DRV wird das auf jeden Fall auch mit einbeziehen, wenn du EM-Rente beantragst auch wenn es (unter sehr kuriosen Umständen) für eine Reha gemacht wurde.

Dann würde ICH (ganz frech) den Antrag auf EM-Rente stellen (weil die AfA das verlangt hat) UND DIREKT dazu "ersatzweise" auf Rente für Schwerbehinderte ab Tag X erweitern, sofern eine EM-Rente nicht als erforderlich angesehen wird. :icon_hihi:

Ich würde das sogar zunächst formlos machen (hast du die Möglichkeit ein Fax zu verschicken mit Sendebericht ???) und um die Zusendung der notwendigen Formulare dafür bitten.

Es ist im Prinzip der genau gleiche Antrag, du machst nur dein Kreuz an einer anderen Stelle und für die Schwebi-Rente brauchst du natürlich nicht mehr so viel ausfüllen und nachweisen, wie für eine EM-Rente ... :icon_evil:

Allerdings bin ich nicht bereit den Reha Antrag zurückzuziehen.
Den KANNST du gar nicht mehr zurück ziehen, weil der bereits rechtskräftig abgelehnt (also dazu bereits abschließend entschieden) wurde, das sollte den "Experten" bei der AfA eigentlich auch schon bekannt sein.

Man KANN Anträge nur so lange zurück nehmen, wie noch KEIN Bescheid dazu ergangen ist (auch ein Ablehnungs-Bescheid ist ein solcher Bescheid) ... diese Forderung kannst du also gar nicht erfüllen, da endet deine "Mitwirkungspflicht".

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die AfA berechtigt ist dies zu verlangen. Ich möchte auf diesen Punkt gar nicht eingehen. Wie sehen das hier die Experten?
Wenn die AfA das anders sehen möchte soll sie das selber bei der DRV regeln, wird ihr NICHT gelingen und die Forderung, dass du jetzt EM-Rente beantragen sollst, ist auch noch nicht rechtlich geklärt.

Die können nicht einfach "nach Gutsherren-Art" (ohne Benennung von Rechtsgrundlagen) Anträge verlangen und die Rücknahmen fordern, wie es ihnen gerade in den Kram passt. :icon_evil:

Um das genauer zu beurteilen, wüsste ich gerne (grob) was in dem DRV-Gutachten steht und ziemlich GENAU was in dem Schreiben mit den aktuellen Forderungen steht.

Dann sollte man zur Klärung mal über eine Anfrage in Nürnberg nachdenken ...
Dafür solltest du schon mal alle relevanten Schreiben der AfA und der DRV parat haben und einscannen, damit die dann mitgeschickt werden können.

Jetzt komm erst mal gut ins Neue Jahr und mach dir nicht so viele Gedanken, ich bin (ab 02.01.) bis zum 07.01. dann verreist aber das schaffen wir danach auch noch.

Dann werden wir (wenn du magst) mal deiner AfA ein wenig "die Hammelbeine lang ziehen" (lassen) ...

MfG Doppeloma
 

Asor

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#47
Liebe Doppeloma,

beigefügt erst einmal die Schreiben von DRV und AfA.
Auf Deine Fragen werde ich noch gesondert antworten.

Vielen herzlichen Dank und nochmals alles Gute!
Asor
 

Doppeloma

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#48
Hallo Asor,

beigefügt erst einmal die Schreiben von DRV und AfA.
Auf Deine Fragen werde ich noch gesondert antworten.
Dann schau ich mir das mal noch in Ruhe an, denn morgen früh geht es erst mal auf Reisen, da werde ich ich (vermutlich) auch nicht groß im Internet sein, weiß noch gar nicht ob es überhaupt geht in unserem Quartier.

Zunächst mal fällt auf, dass man sich auf einen "angeblichen" Reha-Antrag von dir vom 21.04.2017 bezieht, den du ja offenbar selbst nie gestellt hast.

Die Ablehnung deines Reha-Antrages (gestellt am 20.03.2017) ist vom 18.04.2017 datiert, Widerspruch hast du nicht eingelegt ... also WER bitte hat denn da am 21.04. in deinem Namen einen Reha-Antrag gestellt ???

Wo die DRV dir doch 3 Tage zuvor schreibt, dass deine Erwerbsfähigkeit durch eine Reha zumindest aktuell NICHT wiederhergestellt werden kann, weil erst medizinische Maßnamen durchgeführt werden müssen.

Das ging ja dann überraschend schnell mit deiner gesundheitlichen Besserung, leider hast du es versäumt das umgehend zu hinterfragen (schriftlich), aktuell kann man dir natürlich nun vorhalten, dass du das auch hättest früher merken müssen.

Angeraten hatte ich dir ja oben bereits, das zu hinterfragen, besonders als du dann zum Gutachter solltest wegen der Reha ... der beurteilt dich nun plötzlich am 12.06.2017 (auf Grund welcher ärztlicher Unterlagen / Behandlungsergebnisse bitte) für Vollzeit Erwerbsfähig mit gewissen Einschränkungen, die aber wohl in einer Reha zu beheben wären. :icon_kinn:

Kennt die AfA dieses Gutachten auch, wenn nicht, dann belasse es auch dabei ... sonst fällt denen noch mehr Unsinn ein ...

Nun zu dem letzten Schreiben der AfA, schon der Beginn ist ja nicht korrekt, die Reha wurde (mit Einverständnis der DRV) verschoben, die Gründe dafür sind (eigentlich) unerheblich, es bedeutet aber NICHT, das die nun gar nicht mehr stattfinden wird. :icon_evil:

Bereits diese Schlußfolgerung der AfA ist falsch, natürlich möchten die nun ungerne auf deinen Reha - Antritt im Februar warten müssen aber wenn das nun mal wichtig ist für deine Erwerbsfähigkeit, dann sollen sie die "Suppe auch auslöffeln" die sie dir offenbar nach der Ablehnung selber eingebrockt haben...

Dein "Leistungsvermögen" wurde ja bereits durch das DRV-Gutachten (am 12.06.2017) eingeschätzt und diese Einschätzung (damit man dich in Reha schicken kann) sieht so gar nicht nach einer Aussicht auf EM-Rente aus ... :icon_evil:

Besonders frech ist die Fordeung einen Antrag auf "Umdeutung des Reha-Antrages" zu verlangen, den du selbst gar nicht gestellt hast und zudem gibt es einen solchen Antrag überhaupt NICHT, darum fehlen auch im gesamten Schreiben mal wieder jegliche Rechtsgrundlagen für das was so gefordert wird.

Umdeutungen finden NUR DIREKT bei der DRV und auf Entscheidung der DRV statt, das sollte sogar bei der AfA schon bekannt sein, die KANN man gar nicht selbst beantragen. :icon_evil:

Einen Reha-Antrag, den du gar nicht gestellt hast, kannst du auch nicht zurück nehmen, dein Antrag von März 2017 wurde rechtkräftig abgelehnt und das NICHT um den "umdeuten" zu wollen ... das geht klar aus der Begründung hervor, dass du ein Behandlungsfall bist (das ist aber auch KEIN Rentenfall) ...

Um deine Leistung nicht zu gefährden kann ich dir NUR noch raten den Antrag auf EM-Rente zu stellen und das bis zum 14.01. bei der AfA nachzuweisen, wobei das sinnigerweise auch noch ein Sonntag ist ...

Ich denke mal die DRV wird den sehr bald ablehnen und sich dabei auf das Reha-Gutachten stützen, was ja von "möglicher Besserung" und nun (durch Reha) von möglicher Wiederherstellung deiner Erwerbsfähigkeit ausgeht.

Kann natürlich sein, dass die DRV parallel weiter darauf warten wird / will ob du nun im Februar eine Reha antreten kannst, die können das ja trotzdem verlangen um dort auch gleich für deinen EM-Renten-Antrag die Erwerbsfähigkeit zu prüfen.

Diese Entscheidung wird wohl auch die AfA nun der DRV überlassen müssen, im Bezug auf die Vereinbarungen zum Reha-Antritt im Februar würde ich jetzt GAR NICHTS machen bei der DRV. :icon_evil:

Das entscheidet dann schon die DRV selber wenn dein Antrag auf EM-Rente dort landet, ob doch noch eine Reha gemacht werden soll oder nicht, auch die AfA kann nicht heute "" und morgen "HOTT" verlangen, die haben doch selbst für diesen Reha-Mist gesorgt ... :doh:

Der letzte Abschnitt ist (wie schon vermutet) ein Versuch dein ALGI reduzieren zu können, dein Anspruch hängt aber nicht vom Befinden deines Ehemannes ab. :icon_evil:

Sondern NUR von deiner persönlichen Bereitschaft mit deiner "Restleistungsfähigkeit" (gemäß Gutachten der AfA !!!) dem Arbeitsmarkt auch weiterhin VOLLZEIT zur Verfügung zu stehen, so wie das bisher auch der Fall war.

Dazu würde ich nur kurz anmerken, dass sich an deiner Verfügbarkeit (Vollzeit) NICHTS geändert hat, "sofern du mal wieder gesund genug bist" ... im Übrigen lässt § 145 SGB II eine "Reduzierung" des ALGI nicht zu, wegen der bereits bekannten gesundheitlichen Einschränkungen.

Ich hätte schon Lust dazu auch noch eine Beschwerde für Nürnberg zu verfassen, aber erst wenn ich wieder zurück bin, das muss gut überlegt sein, dafür habe ich jetzt nicht mehr den Nerv und die Ruhe.

Kümmere du dich um den Antrag auf EM-Rente (den Termin hättest du besser nie abgesagt) und sei es erst mal "formlos", damit du schnellstens einen Nachweis darüber für die AfA bekommst.

Ist eine Beratungsstelle in deiner Nähe kannst du den formlosen Antrag auch dort einreichen und dir die Abgabe bestätigen lassen.

ICH würde (an deiner Stelle) direkt "hilfsweise" den Antrag auf Rente für Schwerbehinderte (ab dem XX) mit in den formlosen Antrag schreiben, dann gilt das auch gleichzeitig dafür schon als Antragsdatum. :idea:

Kommt ja nur zum Tragen wenn die DRV EM-Rente sowieso ablehnen würde und nach deren eigenem Reha-Gutachten (vom 12.06.) ist das mehr als wahrscheinlich ... die Reha wurde ja vorwiegend aus anderen (privaten) Gründen verschoben und nicht weil du selbst gesundheitlich nicht Reha-Fähig warst. :icon_evil:

Mehr würde die AfA von mir dazu nicht bekommen und bei Bedarf gerne noch einen "Einlauf" aus Nürnberg, für diese ganze zweifelhafte Vorgehensweise mit (angeblich) "deinem" Reha-Antrag ...

Sorge unbedingt dafür, dass du die fristgerechte Abgabe / Zustellung (bei der AfA) auch beweisen kannst, die stellen sonst wirklich (wenn auch völlig unberechtigt) die Zahlungen ein "bis zur Nachholung deiner Mitwirkung" nach § 66 SGB I ...

Für ihre ganzen Forderungen fehlen allerdings jegliche Rechtsgrundlagen oder gar plausible Begründungen ... das ALGI bekommst du weil du nach der Aussteuerung darauf einen Rechtsanspruch hast und es soll ja gerade Entscheidungen der DRV "überbrücken" ... :icon_kinn:

Werde gleich noch versuchen ein Antwortschreiben zu formulieren, was du dann natürlich noch korrekt anpassen und vor Allem noch durch den Beleg (mach dir davon erst selbst eine Kopie) über die Antragstellung von EM-Rente ergänzen musst.

Schick das dann unbedingt früh genug per "Übergabe-Einschreiben" an die AfA (so ganz allgemein, NICHTpersönlich an deine SB), damit auch noch ein paar andere SB "ihre Freude" daran haben können.

Melde mich dann später noch mal aber für Nürnberg machen wir dann erst (wenn du willst) was fertig wenn ich von der Nordsee zurück bin.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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#49
Hallo Asor,

hier mal eine Vorlage, wie ICH das Schreiben von der AfA beantworten würde.

Bitte nachlesen, ergänzen, korrigieren und natürlich auch verändern, was dir nicht zusagt oder nicht stimmt.

Achte aber bitte darauf, dass der Zusammenhang nicht verloren geht, natürlich dürfen auch andere Betroffene oder Interessierte User diese Vorlage für sich übernehmen und entsprechend bearbeiten.

Ich bin dann erst mal weg, glaube nicht, dass ich auf dem Tablet was schreiben werde, selbst wenn ich Internetzugang haben könnte ... lesen vielleicht aber der Rest ist mit zu "winzig und zu anstrengend" ... :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

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#50
Liebe Doppeloma,

vielen, vielen lieben Dank für Deine großartige Unterstützung. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Du trotz Jahreswechsel und Urlaubsvorbereitung Dir so viel Zeit für mich genommen hast.

Leider waren die letzten Tage für mich sehr turbulent. Bei meinem Mann sind postoperative Komplikationen aufgetreten. Er wird z.Z. nach einem erneuten Krankenhausaufenthalt regelmäßig nachstationär im KH behandelt. Das bedeutet für mich zum einen, dass ich nur selten dazu komme online zu gehen und zum anderen bin ich nicht sicher ob ich meine Reha tatsächlich bis Ende Februar antreten werden kann. Daher plane ich erst am 10. Januar zur DRV wegen dem EM-Antrages zu gehen (am 9. ist die nächste Behandlung im KH - ich hoffe danach eine Entscheidung bzgl. REHA treffen zu können) und im Anschluss den Brief direkt an die AfA abzuschicken.

Ich hoffe viele Deiner o. g. Fragen haben sich durch die eingestellten Dokumente erübrigt. Ergänzend möchte ich noch anmerken:

Ich habe bei der DRV sehr wohl hinterfragt, warum ich plötzlich nach der Ablehnung meines REHA-Antrages zum Gutachter soll. Allerdings erst einmal telefonisch (ja ja, ich weiß, Du empfiehlst immer nur schriftlich). Man hat mir gesagt, dass die DRV zum Zeitpunkt der Ablehnung nicht darüber informiert war, dass ich bei der AfA einen Nahtlosigkeitsantrag gestellt habe (ich hatte aber angekreuzt, dass ich auf Veranlassung der AfA den Antrag stelle). In diesem Fall müsse die DRV einen Gutachter hinzuziehen.

Wer weiß, ob die mir diese Vorgehensweise so schriftlich offen gelegt hätten. Außerdem war ich zu dieser Zeit nicht mehr abgeneigt mich auf eine REHA einzulassen und den Antrag auf EM-Rente ggf. auf Danach zu verschieben.

Ich weiß, rückblickend war mein Fehler, die AfA nicht davon in Kenntnis zu setzen, dass ich den EM-Antrag bis zu einer erneuten Prüfung meiner REHA-Fähigkeit zurückstellen wollte bzw. die Beantragung davon abhängig machen wollte.

Die AfA hatte mich aber nie explizit dazu aufgefordert einen EM-Antrag zu stellen.
Die Arbeitsvermittlern hatte mir folgende Nachrichten per E-Mails geschickt:

am 20.02.17
das ärztliche Gutachten hat ergeben, dass sie voraussichtlich länger als 6 Monate unter 3 Stunden arbeitsfähig sein werden. Bitte leiten Sie die von der Agentur für Arbeit in diesem Fall empfohlenen Schritte ein.

Am 20.04.17
bitte teilen Sie uns mit, wie der Stand der Bearbeitung Ihres Rentenantrags ist.
Meine Antwort:
mit Bescheid vom 18.04.2017, den ich am 20.04.2017 erhalten habe, wird mir mitgeteilt, das man meinem Antrag auf Leistung zur medizinischen Rehabilitation nicht entsprechen kann.
Ich werde daher jetzt einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Hierzu habe ich einen Beratungstermin bei der Deutschen Rentenversicherung vereinbart. Den Nachweis füge ich bei.

Danach habe ich bis zu der Vorladung für den 7.12.2017 keinerlei Nachricht von der AfA bekommen.

Am 6.12. habe ich bei der DRV angerufen, da ich auf meinen schriftlichen Antrag, den Antritt der REHA zu verschieben zu dürfen, nach vier Wochen immer noch keine Antwort hatte. Angeblich war mein Antrag nicht auffindbar, obwohl ich einen Sendebericht mit Kopie der übertragenen Seite habe. Nach wiederholter Zusendung sagte man mir interessanter Weise, die AfA müsse der Verschiebung zustimmen, da ich ALG beziehe. Vermutlich ist das die gängige (evtl. nicht legale) Vorgehensweise. Nach dem Gespräch haben sie vermutlich erst bemerkt, dass ich dem Austausch von Informationen zwischen den Behörden, explizit NICHT zugestimmt habe. Das würde erklären, warum die Zustimmung zur Verschiebung von der DRV VOR dem Brief der AfA zugestellt wurde, in dem diese fordert die REHA abzusagen.
In meinem Antwortschreiben möchte ich gerne auch darauf hinweisen, dass der ÄD in seinem Gutachten aus agenturärztl. Sicht eine REHA-Behandlung empfiehlt (wenn ich überhaupt hin kann)!

Wie man vielleicht nachvollziehen kann, habe ich gegenwärtig nicht den Nerv für einen Kampf mit der AfA. Ich bin aber darauf angewiesen meinen vollständigen ALG I Restanspruch bis 16.03. zu erhalten. Außerdem hoffe ich durch das Übergangsgeld im Falle einer REHA noch weitere 5 Wochen Bezüge herauszuschlagen. Das würde mir helfen, die Zeit bis zum Rentenbezug im Juli zu überbrücken.

Den Weg einer Beschwerde über Nürnberg würde ich nur gehen wollen, wenn die Leistungsabteilung sich weiterhin bockig zeigt.

Ich möchte Deine und meine Kraft und Zeit nicht unnötig verschwenden.

Nochmal D A N K E für Alles.

Herzliche Grüße
Asor
 

Asor

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#51
Hallo,
will euch einen kurzen Zwischenstand geben. Hab den EM-Antrag letzte Woche gestellt und den Nachweis zusammen mit dem Schreiben (fast unverändert nach Vorlage von Doppeloma) am vergangenen Donnerstag, 11.01. erst per Fax und am gleichen Tag nochmal per Einschreiben an die AfA geschickt.

Leider weiß ich immer noch nicht ob ich tatsächlich meine REHA bis Ende Februar antreten werden kann, da mein Mann immernoch mit postoperativen Komplikationen (Flüssigkeitsansammlungen im Wundgebiet - Drainage muss regelmäßig nachstationär kontrolliert werden) zu kämpfen hat.

Hoffentlich kehrt wenigsten von Seiten der AfA Ruhe ein!

Grüße
Asor
 

Asor

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#52
Hallo,

nach meinem Antwortschreiben an die AfA haben die tatsächlich Ruhe gegeben und mein ALG wurde pünktlich überwiesen.

Am 28.02. werde ich (hoffentlich) meine REHA antreten. Die hab ich jetzt auch dringend nötig. Die letzten 2 Monate haben durch die Erkrankung meines Mannes meine letzten Kraftreserven gekostet. Aber er ist jetzt Gott-sei-Dank über den Berg und wird seine AHB zeitgleich mit meiner REHA antreten.

Die AfA hat mir auch schon mitgeteilt, dass sich das Ende meines ALG I Bezuges durch das Übergangsgeld der DRV auf den 22.04.18 verschiebt.

Da ich beabsichtige gleich nach der REHA vorgezogene Altersrente zum 01.07.18 für Schwerbehinderte zu beantragen, muss ich dann noch 3 Monate von der Rente meines Mannes und unseren Ersparnissen leben (die erste Rente kommt ja dann erst Ende Juli).

Seit gut 4 Wochen habe ich jetzt auch noch zusätzlich Probleme mit meinem Knie (kann trotz entzündungshemmender Schmerzmittel nur sehr schlecht laufen). Ich bin seit 2 Wochen damit in ärztlicher Behandlung aber es wird nicht besser. Laut Orthopäden soll ich noch einige Zeit das Medikament nehmen und dann ggf. erst zum MRT um einen Meniskussriss auszuschließen. Ob das alles noch vor meinem REHA Antritt möglich sein wird, wage ich zu bezweifeln.

Wegen meiner Vorerkrankungen (wegen der ich von der Krankenkasse ausgesteuert wurde und ALG wegen Nahtlosigkeit erhalte) habe ich mir seit 31.10.18 keine Krankmeldung mehr ausstellen lassen. Wegen dem Knie habe ich mich bisher auch nicht krankschreiben lassen, da ich befürchte damit meinen REHA-Antritt zu gefährten. Da sich die Dauer der neuen Erkrankung nun doch in die Länge zieht (womit ich nicht gerechnet habe), könnte ich womöglich auch damit einen Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse erwirken. Soll ich mich vielleicht doch noch wegen dem Knie krankschreiben lassen? Ich will aber unbedingt jetzt am 28.02. in die REHA fahren (hab das so dringend nötig) und könnte ich überhaupt damit noch einen Anspruch auf Krankengeld nach 6 Wochen erwirken, wenn mein ALG Anspruch 16 Tage nach REHA-Ende am 22.04. ausläuft?

ALG II werde ich mit Sicherheit nicht bekommen.

Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir auch dazu baldmöglichst weiterhelfen könntet.

Vielen Dank im voraus!

Herzliche Grüße
Asor
 

Doppeloma

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#53
Hallo Asor,

nach meinem Antwortschreiben an die AfA haben die tatsächlich Ruhe gegeben und mein ALG wurde pünktlich überwiesen.
Vermutlich sind denen die Einfälle und Argumente langsam ausgegangen, wenn du auch solche Fragen nach Rechtsgrundlagen für die merkwürdigen Forderungen der AfA stellst und genau wissen willst, wer da einen Reha-Antrag gestellt hat von dem du nichts weißt ... :peace:

Am 28.02. werde ich (hoffentlich) meine REHA antreten. Die hab ich jetzt auch dringend nötig. Die letzten 2 Monate haben durch die Erkrankung meines Mannes meine letzten Kraftreserven gekostet. Aber er ist jetzt Gott-sei-Dank über den Berg und wird seine AHB zeitgleich mit meiner REHA antreten.
Das freut mich zu lesen, dass es deinem Mann endlich besser geht und wenn er zur gleichen Zeit in AHB ist, musst du dir keine Gedanken, um seine Versorgung machen und kannst deine Reha auch so gut es geht genießen.

Zumal dir das Ergebnis bezüglich Erwerbsfähigkeit (für den Antrag auf EM-Rente) ja fast schon egal sein kann inzwischen.

Die AfA hat mir auch schon mitgeteilt, dass sich das Ende meines ALG I Bezuges durch das Übergangsgeld der DRV auf den 22.04.18 verschiebt.
Die wissen doch noch gar nicht genau wann deine Reha tatsächlich beendet sein wird, es ist nicht ungewöhnlich, dass um eine Woche verlängert wird (auch bei AHB geht das) und dann endet die Reha erst später als aktuell geplant. :idea:

Da soll mal die AfA erst beginnen zu rechnen wenn du wieder da bist wie lange du noch ALGI bekommen wirst. :bigsmile:

Da ich beabsichtige gleich nach der REHA vorgezogene Altersrente zum 01.07.18 für Schwerbehinderte zu beantragen, muss ich dann noch 3 Monate von der Rente meines Mannes und unseren Ersparnissen leben (die erste Rente kommt ja dann erst Ende Juli).
Hast du das denn nicht gleich ("hilfsweise") zusammen mit dem Antrag auf EM-Rente gemacht, wie ich es dir empfohlen hatte ???
Vielleicht geschieht ja noch ein kleines "Wunder" und die DRV bewilligt dir doch eine EM-Rente als "Umdeutung" dieser Reha, eine "Zahlungslücke" kann es dabei allerdings auch noch geben.

Die warten ja erst mal den Reha-Bericht ab, ehe sie dann weiter zur EM-Rente entscheiden werden ...
Die hast du doch (wie von der AfA gewünscht) noch beantragt und nachgewiesen, ODER ???

Seit gut 4 Wochen habe ich jetzt auch noch zusätzlich Probleme mit meinem Knie (kann trotz entzündungshemmender Schmerzmittel nur sehr schlecht laufen).
Und warum wird nicht zuerst festgestellt, ob es sich um einen Meniskussriss handelt, der heilt ja kaum mit Tabletten wieder ab ...

Ob das alles noch vor meinem REHA Antritt möglich sein wird, wage ich zu bezweifeln.
Weiß denn der Arzt von der geplanten Reha, dann sollte das wohl zügig noch vorher geklärt werden, warum lasst ihr euch immer so hinhalten, bei akuten Problemen ???

Ich bin seit 2 Wochen damit in ärztlicher Behandlung aber es wird nicht besser.
Wenn die Vermutung stimmen sollte wird das ja auch durch Tabletten (und baldigen Reha-Sport) nicht besser, das wäre wohl ähnlich, als wenn man einen Knochenbruch mit Tabletten "heilen" will ...

Wegen meiner Vorerkrankungen (wegen der ich von der Krankenkasse ausgesteuert wurde und ALG wegen Nahtlosigkeit erhalte) habe ich mir seit 31.10.18 keine Krankmeldung mehr ausstellen lassen.
Und warum sollte man dir eine EM-Rente geben wollen, wenn du nicht mal mehr AU geschrieben bist, dann bist du für die DRV "gesund" und Gesunde brauchen keine EM-Rente ... :icon_evil:

Für die KK bist du aber trotzdem weiter krank, auch mit der ausgesteuerten Krankheit (die ist ja für die KK nicht ausgeheilt, weil du dir keine AU mehr geben lässt :icon_evil:), aus ALGI wegen Nahtlosigkeit ergibt sich kein neuer Anspruch auf Krankengeld mehr. :icon_evil:

Wegen dem Knie habe ich mich bisher auch nicht krankschreiben lassen, da ich befürchte damit meinen REHA-Antritt zu gefährten.
Wegen AU-Bescheinigung ist doch kein Reha-Antritt gefährdet, die meisten die in Reha gehen, sind vorher AU geschrieben und das wird auch direkt danach wieder so sein ... wer hat dir denn wieder solchen Unsinn erzählt, dass man nicht AU sein sollte wenn man eine Reha antreten wird ???

Dann wird man dich wohl eher als "Arbeits-FÄHIG" auch entlassen, wenn du ohne AU dort angereist bist, dann wäre die Reha-Klinik ja "unfähig" wenn du dann AU entlassen wirst ... :icon_neutral:

Da sich die Dauer der neuen Erkrankung nun doch in die Länge zieht (womit ich nicht gerechnet habe), könnte ich womöglich auch damit einen Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse erwirken.
Du bekommst kein Krankengeld mehr, die KK sieht das als "hinzugetretene Krankheit" an, denn die halten deine ausgesteuerte Krankheit auch ohne AU dafür nicht für "vollständig überwunden und ausgeheilt".
Es gibt ja immer noch laufende Behandlungen und Berufstätig warst du auch NICHT seit die AU dafür beendet wurde.

Das wäre der einzige Grund, dass die KK wieder Krankengeld zahlen müsste für eine "andere Krankheit", wenn du die aktiv in einem Beschäftigungsberhältnis stehend bekommen hättest.

Soll ich mich vielleicht doch noch wegen dem Knie krankschreiben lassen?
Du solltest die Ursache für deine Knieprobleme umgehend feststellen lassen, eine AU-Bescheinigung darauf bringt dich dabei auch nicht mehr weiter.

Wenn du nicht bald in die Rente für Schwerbehinderte gehen würdest könntest du damit (KEINE AU mehr) sogar deinen Anspruch auf eine EM-Rente riskieren, aber das kann dir (in deiner konkreten Situation) nun schon egal sein.

Ich will aber unbedingt jetzt am 28.02. in die REHA fahren (hab das so dringend nötig) und könnte ich überhaupt damit noch einen Anspruch auf Krankengeld nach 6 Wochen erwirken, wenn mein ALG Anspruch 16 Tage nach REHA-Ende am 22.04. ausläuft?
Du solltest jedenfalls nicht mit ungeklärter Diagnose in die Reha fahren, du brauchst deine Knie auch den Rest des Lebens noch und mit unpassenden sportlichen Übungen kannst du da großen Schaden anrichten.

Was soll diese Reha dir denn an "Entspannung und Erholung" bringen können, wenn du dort vor Schmerzen im Knie gar nichts richtig mitmachen kannst ... ???

Du wirst kein Krankengeld mehr bekommen und die Zeit bis zur Rente im Juli anders "überbrücken" müssen, ganz gleich ob du jetzt in diese Reha gehst oder nicht ... :icon_evil:

Auch Rentner wegen Schwerbehinderung können übrigens in Reha fahren, dafür ist dann allerdings die Krankenkasse zuständig und nicht mehr die DRV. :idea:

ALG II werde ich mit Sicherheit nicht bekommen
Ich nehme an dein Mann ist auch gesetzlich Krankenversichert, dann kann er dich kostenfrei in die Familienversicherung aufnehmen lassen wenn dein ALGI abgelaufen ist, sei froh wenn du kein ALG II beantragen musst ...

Das bekommt man nicht einfach so, weil das ALGI abgelaufen ist und dein Mann müsste auch alles offen legen, denn dort seid ihr eine "Bedarfsgemeinschaft", das ist Sozial-HILFE für Arbeitslose ...

Das bekommt man in der Regel nicht, wenn der Partner "genug" Einkommen hat und es zudem noch Ersparnisse gibt, mit denen man den Lebensunterhalt (wenigstens vorübergehend) finanzieren könnte.

Du darfst mir glauben, dass du NICHTS versäumst, wenn du auf diesen Antrag verzichten kannst, wegen ein paar Monaten ohne eigenes Einkommen ...

MfG Doppeloma
 

Antik 63

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#54
Hallo Asor ,
werde dir mal Berichten was ich weiß

Wegen meiner Vorerkrankungen (wegen der ich von der Krankenkasse ausgesteuert wurde und ALG wegen Nahtlosigkeit erhalte) habe ich mir seit 31.10.18 keine Krankmeldung mehr ausstellen lassen.
Du bekommst ALG 1(Nahtlosigkeit) doch wegen der Aussteuerung weil du Krank bist da wurde soviel drüber berichtet und dir auch geschrieben.Verstehe ich nicht warum du dich nicht weiter hast Krankschreiben lassen.
ich will aber unbedingt jetzt am 28.02. in die REHA fahren
Ist sogar besser wenn du AU bist du wirst ja auch gefragt ob du AU bist .
AU in die Reha AU entlassen aus der Reha.
Als ich dann bescheid bekam wann es genau los geht zur Reha.
Habe ich bei der Krankenkasse angerufen die haben mir dann mein Krankengeld bis zum Tag vor Reha-beginn gezahlt.Dann hat mir die Beraterin der KK noch gesagt ich sollte unbedingt, mich nach der Reha weiter AU schreiben lassen(wenn nötig) und direkt( am nächsten Tag nach meiner Entlassung) zum Arzt gehen damit ich Nahtlos weiter Krank geschrieben werde.
ALG II werde ich mit Sicherheit nicht bekomen.
Dann musst du mit Sicherheit auch die 10 € pro Tag Zahlen ich weiß nicht für wieviel Tage mann die Zahlen muss kannst du aber Nachlesen bei der DRV.
Das ist so wenn du AU in die Reha gehst brauchst du die 10€ nicht bezahlen ich weiß nicht ob das für jetzt mit der Krankschreibung noch geht.
Ich weiß nur das ,das viele nicht wussten und geschockt waren das sie so viel Zahlen mussten.
Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir auch dazu baldmöglichst weiterhelfen könntet.
Du hattest dich ja länger nicht gemeldet sonst hätte ich dir das schon gesagt.

Das sind nur meine persönlichen Erfahrungen.

Es Grüßt Antik 63
 

Doppeloma

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#55
Hallo Antik 63,

finde es ganz toll, dass du helfen möchtest und deine Informationen dazu, dass man durchaus AU in eine Reha fahren kann, bestätigen ja auch meine Hinweise dazu.
Ich war auch AU geschrieben und wäre nie auf den Gedanken gekommen, mich deswegen für "gesund" erklären zu lassen. :icon_evil:

Dann musst du mit Sicherheit auch die 10 € pro Tag Zahlen ich weiß nicht für wieviel Tage mann die Zahlen muss kannst du aber Nachlesen bei der DRV.
Das ist aber nicht korrekt denn es wird ja immer noch eine Lohnersatzleistung bezogen (ALGI nach § 145 SGB III / "Normal" ALGI wäre auch in Ordnung) bis zum Beginn der Reha, da entfällt die Zuzahlung generell.

Es ist also nicht nötig Krankengeld zu beziehen, aber eine Reha ohne AU-Bescheinigung wenn bereits EM-Rente beantragt wurde (das dürfte der Klinik ja bekannt sein über die DRV) ist natürlich nicht besonders sinnvoll ...

Das ist so wenn du AU in die Reha gehst brauchst du die 10€ nicht bezahlen ich weiß nicht ob das für jetzt mit der Krankschreibung noch geht.
Damit hat das also nichts zu tun, weil sie ja sowieso kein Krankengeld mehr bekommt, sondern ALGI nach der Aussteuerung.
Ansonsten wäre das wohl richtig, so wie du das schreibst ... denn das Krankengeld wäre ja die "Lohnersatzleistung" und wird nicht mehr gezahlt, wenn man keine AU mehr vom Arzt bei der KK vorlegen kann.

Ich denke schon, dass sie sich aktuell jederzeit wieder eine AU ausstellen lassen kann, sie ist ja noch in der "Nahtlosigkeit", da sind solche kurzen "Lücken" zu verschmerzen (bei der AfA gibt man das ja sowieso nicht mehr ab) aber für die Befreiung von der Zuzahlung ist das nicht erforderlich.

Sollte auch in den Unterlagen von der DRV erklärt sein, wann man das NICHT zahlen braucht ... wer das auch mal durchliest was er dazu vor einer Reha alles schriftlich bekommt, der sollte da nicht mehr "überrascht" werden können. :icon_evil:

Wer schon von den Zuzahlungen befreit ist (und den Ausweis von der KK bereits vorliegen hat) sollte den mitnehmen in die Reha und dann dort vorlegen wenn die "Rechnung" kommt ...

MfG Doppeloma
 

Asor

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#56
Hallo Doppeloma, hallo Antik 63,

lieber Dank nochmal für eure Antworten und eurer Hilfe,

Doppeloma:
Hast du das denn nicht gleich ("hilfsweise") zusammen mit dem Antrag auf EM-Rente gemacht, wie ich es dir empfohlen hatte ???
Bei Abgabe meines Antrages auf EM-Rente hat mir der SA gesagt, dass ich nicht mehr auf REHA kann, wenn ich (auch hilfweise) einen Antrag auf Altersrente beantrage. Daher werde ich das erst nach der REHA tun.

Die warten ja erst mal den Reha-Bericht ab, ehe sie dann weiter zur EM-Rente entscheiden werden ...
Die hast du doch (wie von der AfA gewünscht) noch beantragt und nachgewiesen, ODER ???
Ja, klar! Wollte doch meinen weiteren ALG I nicht gefährten :biggrin:
Und warum wird nicht zuerst festgestellt, ob es sich um einen Meniskussriss handelt, der heilt ja kaum mit Tabletten wieder ab ...
Weiß denn der Arzt von der geplanten Reha, dann sollte das wohl zügig noch vorher geklärt werden, warum lasst ihr euch immer so hinhalten, bei akuten Problemen ???
In der Zwischenzeit war ich beim MRT. Der Meniskussriss wurde bestätigt. Da ein Stück des abgerissen Ende in das Gelenk baumelt, will das der Orthopäde (ambulant - arthroskopisch) am 19.04. (nach der REHA) operieren.

Ich will das (bezgl.. OP- durch den behandelten Orthopäden oder alternative Klinik) aber auch nochmal am Montag mit meinem Hausarzt besprechen.

Und warum sollte man dir eine EM-Rente geben wollen, wenn du nicht mal mehr AU geschrieben bist, dann bist du für die DRV "gesund" und Gesunde brauchen keine EM-Rente ...

Für die KK bist du aber trotzdem weiter krank, auch mit der ausgesteuerten Krankheit (die ist ja für die KK nicht ausgeheilt, weil du dir keine AU mehr geben lässt ), aus ALGI wegen Nahtlosigkeit ergibt sich kein neuer Anspruch auf Krankengeld mehr.
Antik 63
Du bekommst ALG 1(Nahtlosigkeit) doch wegen der Aussteuerung weil du Krank bist da wurde soviel drüber berichtet und dir auch geschrieben.Verstehe ich nicht warum du dich nicht weiter hast Krankschreiben lassen.
Mein Plan war ja, ab 1.7.18 in vorgezoge Altersrente zu gehen. Den Antrag auf EM-Rente hab ich ja nur „auf Wunsch“ der AfA gestellt :icon_hmm:

Mein bisheriger Facharzt (der mich AU geschrieben hat) ist im August 2017 in Rente. Bei der Nachfolgerin hab ich mich nicht so wohl gefühlt und es ging mir zu der Zeit auch relativ gut. Ich bin da nur noch hin um meine Medikamente auszuschleichen. Seit Oktober bin ich dbzgl. auch nicht mehr in Behandlung.

Nachdem dann mein Mann seine Krebs-Diagnose bekommen hat, hatte ich auch keinen Nerv und Zeit mehr, mir einen neuen Facharzt zu suchen. Und ehrlich gesagt, glaube ich auch nicht daran, dass mein Antrag auf EM- Rente eine Chance auf Bewilligung hat. Daher wollte ich keine Zeit und Energie mehr darauf verschwenden.

Mein Plan ist nach wie vor, meinen restlichen ALG I Anspruch auszuschöpfen und dann in die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte zu gehen. Daher habe ich keinen Sinn mehr darin gesehen mich weiterhin krank schreiben zu lassen.

Ich dachte nur, wenn ich jetzt die akute Kniegeschichte habe, könnte ich evtl. dadurch noch einen Anspruch auf Krankengeld erwirken :idea:

Mir war noch das Gespräch mit meiner KK SAin kurz vor der Aussteuerung im Gedächtnis. Sie hatte mich eingeladen um mit mir zu besprechen, wie es nun mit mir weiter ginge. Über eine Aussage (unter vier Augen) war ich damals mehr als erstaunt: „Wissen Sie, manche Leute erhalten ja nach der Aussteuerung von Krankengeld und Ausschöpfung des ALG erneut Krankengeld wegen einer neuen Krankheit“. Sie nannte es PingPong. „Aber schließlich, irgendwie müssen sie ja die Zeit bis zur Rente überbrücken“ Ich war mehr als erstaunt über diese Aussage :icon_surprised: ...
Nur wie lange vor Beendigung des ALG I Anspruch müsste ich davor AU mit der neuen Erkrankung sein?

Sind die Bedenken von Doppeloma, dass das funktioniert aufgrund der Nahtlosigkeit?

Vielen Dank und liebe Grüße
Asor
 

Antik 63

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#57
Hallo Asor, hallo Doppeloma,

Erstmal möchte ich mich bei dir Doppeloma dafür Entschuldigen:sorry: das du so viel Arbeit mit der Richtigstellung von meinem Bericht hattest. Dadurch weiß ich auch wieder mehr und werde versuchen das ,das nicht wieder passiert.
Asor
Mein Plan ist nach wie vor, meinen restlichen ALG I Anspruch auszuschöpfen und dann in die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte zu gehen. Daher habe ich keinen Sinn mehr darin gesehen mich weiterhin krank schreiben zu lassen.
Ok das mit der Altersrente verstehe ich ja.Ich dachte aber immer da Du und auch ich eben weil wir uns bei der AFA wegen der Nahtlosigkeit gemeldet haben müssten wir uns gerade deshalb weiter Krankschreiben lassen( obwohl wir für die AFA nicht mehr Krank sind)nicht nur um die EM Rente zu bekommen.
Aussage (unter vier Augen) war ich damals mehr als erstaunt: „Wissen Sie, manche Leute erhalten ja nach der Aussteuerung von Krankengeld und Ausschöpfung des ALG erneut Krankengeld wegen einer neuen Krankheit“. Sie nannte es PingPong. „Aber schließlich, irgendwie müssen sie ja die Zeit bis zur Rente überbrücken“ Ich war mehr als erstaunt über diese Aussage
Dazu kann ich dir leider nicht Antworten das weiß ich nicht(vielleicht kannst du die 6 Wochen noch nutzen) das würde mich auch interessieren. Das weiß Doppeloma bestimmt besser.
Aber gut das es dieses Forum gibt ich hätte sonst auch vieles nicht gewusst was für mich wichtig war.

Es Grüßt Antik 63
 

Asor

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#58
Hallo,

brauche dringend nochmal Hilfe :confused:
Ich bin am vergangenen Mittwoch, 11.04. nach sechs Wochen (inkl. 1 Woche Verlängerung) aus der Reha arbeitsunfähig entlassen worden. Vor der Reha hatte ich nach Aussteuerung aus der Krankheit ALG I wegen Nahtlosigkeit bezogen.

Den Rehaantritt am 28.02. habe ich beim Service Center der AfA gemeldet und die entsprechende Bescheinigung per Fax zugeschickt. Die Dame vom CallCenter sagte mir, ich brauche nach der Reha nur anrufen und mich zurück melden. Das ALG I würde dann wieder weiterlaufen (16 Tage Restanspruch). Dies habe ich getan und die Entlassungsbescheinigung der Reha per Fax nachgereicht.

Heute habe ich einen Brief erhalten. Darin steht:
„Sie haben am 11.04. über unser Service Center mitgeteilt, dass Sie arbeitsunfähig zu diesem Tag aus der med. Reha entlassen worden sind.
Nach eigenen Angaben betrug die Dauer der Reha sechs Wochen. Die Dauer ihres Reha-Aufenthalts betrug allerdings sechs Wochen und einen Tag, somit ist eine erneute Arbeitslosigkeit und Antragstellung erforderlich.
Bitte sprechen Sie daher umgehend zu den Öffnungszeiten ihre zuständige Agentur für Arbeit vor.

Am Donnerstag (Übermorgen) muss ich mich einer ambulanten OP unterziehen und danach ca. 2 Wochen auf Krücken laufen müssen. Morgen habe ich noch einige Termine für die OP Vorbereitung.

Ich verstehe nicht, warum ich erneut persönlich einen Antrag stellen soll, obwohl es noch keinen Beschluss der DRV zu meinem EM Antrag gibt. Ich bin wegen der Ersterkrankung von meinem Hausarzt noch bis 20.04. AU (habe ich bis jetzt der AfA wg. Nahtlosigkeit nicht weitergeleitet). Ich habe vor, mir vorsichtshalber auch wegen der OP eine AU aufstellen zu lassen.
Die AU kann durchaus bis zu 2 Monate fortlaufen.

Der vollständigkeitshalber möchte ich noch erwähnen, dass die Rehaklinik mich arbeitsfähig im bisherigen Beruf sowie am allgemeinem Arbeitsfähig unter 3 Stunden sieht.

Was erwartet mich, wenn ich mich jetzt arbeitsunfähig und auf Krücken laufend bei der AfA erneut AL melden muss?

Bitte um eure rasche Hilfe!

Grüße
Asor
 

Doppeloma

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#59
Hallo Asor,

brauche dringend nochmal Hilfe
Ich bin am vergangenen Mittwoch, 11.04. nach sechs Wochen (inkl. 1 Woche Verlängerung) aus der Reha arbeitsunfähig entlassen worden. Vor der Reha hatte ich nach Aussteuerung aus der Krankheit ALG I wegen Nahtlosigkeit bezogen.
Es ist ganz normal, dass man nach 6 Wochen Unterbrechung einen neuen Antrag auf ALGI stellen muss, von Ausgesteuerten wird das oft auch schon nach 3 - 4 Wochen Reha verlangt.

Den Rehaantritt am 28.02. habe ich beim Service Center der AfA gemeldet und die entsprechende Bescheinigung per Fax zugeschickt.
Das war ja soweit auch richtig, damit die Bescheid wissen und den Aufhebungsbescheid solltest du ja auch vorliegen haben, da steht das (meiner Erinnerung nach) auch drin, dass man nach 6 Wochen einen neuen Antrag stellen muss.

Die Dame vom CallCenter sagte mir, ich brauche nach der Reha nur anrufen und mich zurück melden. Das ALG I würde dann wieder weiterlaufen (16 Tage Restanspruch). Dies habe ich getan und die Entlassungsbescheinigung der Reha per Fax nachgereicht.
Deine Reha hat nun aber 6 Wochen gedauert was da noch nicht absehbar war, wobei man sich auch fragen muss wofür die Verlängerung jetzt gut war ... wenn du gleich wieder operiert werden musst.

Heute habe ich einen Brief erhalten. Darin steht:
„Sie haben am 11.04. über unser Service Center mitgeteilt, dass Sie arbeitsunfähig zu diesem Tag aus der med. Reha entlassen worden sind.
Nach eigenen Angaben betrug die Dauer der Reha sechs Wochen. Die Dauer ihres Reha-Aufenthalts betrug allerdings sechs Wochen und einen Tag, somit ist eine erneute Arbeitslosigkeit und Antragstellung erforderlich.
Man will dich eben gerne beschäftigen, ziemlich frech, dass man dir nicht auch den Antrag gleich mitgeschickt hat, das wäre ja wohl die einfachere Lösung für dich gewesen.

Bitte sprechen Sie daher umgehend zu den Öffnungszeiten ihre zuständige Agentur für Arbeit vor.
Ist dein Mann soweit wieder fitt, dann solltest du ihn mit einer Vollmacht zur AfA schicken, wenn du das nicht mehr selbst erledigen kannst, damit er die Antragsformulare holen kann.

Vom letzten Antrag hast du dir hoffendlich eine Kopie gesichert, dann brauchst du die Eintragungen nur noch übernehmen, "anpassen" und ab geht die Post ... das Geld bekommst du sowieso erst wenn dein Bescheid faktisch schon wieder aufgehoben wird.

Dein ALGI läuft ja nur noch bis zum 27.04. wenn ich das jetzt richtig gerechnet habe, hast du wenigstens dein "Übergangsgeld" schon bekommen von der DRV ???

Am Donnerstag (Übermorgen) muss ich mich einer ambulanten OP unterziehen und danach ca. 2 Wochen auf Krücken laufen müssen. Morgen habe ich noch einige Termine für die OP Vorbereitung.
Dann versuche die AfA noch mal anzurufen (auch wenn das eigentlich nicht gut ist) und bitte um Zusendung des Antragsformulares, ansonsten bleibt ja nur die Vollmacht-Lösung übrig.

Ich verstehe nicht, warum ich erneut persönlich einen Antrag stellen soll, obwohl es noch keinen Beschluss der DRV zu meinem EM Antrag gibt.
Weil die sich "streng" an ihre Vorschriften halten, ob zu deinem EM-Renten-Antrag schon entschieden wurde ist dafür nicht wichtig.
Nach einer Reha müssen (fast) alle Ausgesteuerten das Nahtlosigkeitsgeld wieder neu beantragen ... da interessiert es die AfA auch nicht, ob du nur noch einen sehr geringen Anspruch hast.

Ich bin wegen der Ersterkrankung von meinem Hausarzt noch bis 20.04. AU (habe ich bis jetzt der AfA wg. Nahtlosigkeit nicht weitergeleitet). Ich habe vor, mir vorsichtshalber auch wegen der OP eine AU aufstellen zu lassen.
Die AU kann durchaus bis zu 2 Monate fortlaufen.
Davon solltest du bei der AfA besser nicht zu viel erzählen, du kannst den Antrag im Moment nicht selbst abholen, weil eine ambulante OP bevorsteht aber mehr musst du denen nicht sagen.
Ob und von wem du eine AU hast und für wie lange wahrscheinlich ist der AfA ohnehin bald egal ... für den Antrag auf EM-Rente sollte deine AU natürlich unbedingt weitergeführt werden.

Der vollständigkeitshalber möchte ich noch erwähnen, dass die Rehaklinik mich arbeitsfähig im bisherigen Beruf sowie am allgemeinem Arbeitsfähig unter 3 Stunden sieht.
Das passt nicht zusammen, ich nehme an du hast dich verschrieben, denn wenn du UNTER 3 Stunden Erwerbsfähig am allgemeinen Arbeitsmarkt bist, dann bist du auch für deinen Beruf NICHT mehr als Erwerbsfähig anzusehen. ...

Was erwartet mich, wenn ich mich jetzt arbeitsunfähig und auf Krücken laufend bei der AfA erneut AL melden muss?
Was soll dich da noch groß erwarten die sehen /wissen doch auch, dass du nur noch 16 Tage ALGI zu bekommen hast, da wird man sich sogar den ÄD sparen ... was NIX daran ändert, dass du das ALGI für diese Resttage erst wieder offiziell beantragen musst.

Zudem meldest du dich immer noch nicht "arbeitslos", sondern weiterhin wegen der Nahtlosigkeit nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld ... das wurde nur durch die Reha unterbrochen.

Da wird nicht mehr viel passieren, in einigen Tagen (nach dem Bewilligungsbescheid) bekommst du dann den Aufhebungsbescheid und das restliche Geld und das war es dann mit der AfA ...

Wie lange du dann noch AU sein wirst und weswegen interessiert dann höchstens noch die DRV im Bezug auf deinen EM-Renten-Antrag ... mit etwas "Glück" schließt sich die DRV dem Rehabericht an und es erfolgt eine "Umdeutung" in EM-Rente ab Antragstellung auf die Reha ...

Dann bekommst du (vielleicht) bald einen EM-Rentenbescheid und hast deine Ruhe ...

MfG Doppeloma
 

Asor

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#60
AW: Aussteuerung durch die Krankenkasse, jedoch Restanspruch ALG I - Wie gehts nun weiter

Hallo,

möchte nochmal eure bewährte Hilfe in Anspruch nehmen.

Nachdem ich 6 Monate nach Antragstellung auf EMR (11.01.2018) keinen Bescheid von der DRV erhalten habe, habe ich höflich nach dem Stand der Dinge gefragt. Ferner habe ich darauf hingewiesen, dass ich seit 30.04.2018 kein Arbeitslosengeld mehr beziehe und seither meinen Lebensunterhalt von meinem Erspartem und der kleinen Rente meines Mannes bestreiten muss.

Heute wurde mir mitgeteilt, dass die Qualitätsprüfung folgende fehlende Unterlagen bemängelt habe: Kopie meines Schwerbehindertenausweises (den ich bei Antragstellung vor Ort vorgezeigt hatte und keine Kopie verlangt wurde) sowie das Formular R0230 und den letzten Steuerbescheid (darauf wurde ebenfalls bei meiner persönlichen Antragstellung bei der DRV nicht hingewiesen). Ich hatte angegeben, das ich zusammen mit meinem Mann ein Kleingewerbe (Photovoltaik) mit Gewinn weit unter der Hinzuverdienstgrenze habe.

Man bräuchte dies noch bevor der Vorgang zur Berechnungstelle und zur Abrechnung mit dem AfA, bei der ich bis Ende April ALG I nach Nahtlosigkeit bezogen habe, weitergeleitet werden kann. Ich gehe aufgrund dieser Aussage nun davon aus, dass die EMR bewilligt wird.

Jetzt stellt sich mir die spannende Frage: ab wann läuft die EMR nachträglich?
- Ab Antragstellung Nahtlosigkeit?
Auf Verlangen der AfA hatte ich Reha beantragt, die erst im Februar 2018 nach 11 Monaten, angetreten werden konnte.
- Ab Antragstellung EMR?
Ende 2017 wurde dies ebenfalls von der AfA verlangt und am 11.01. von mir beantragt (obwohl die Reha noch nicht angetreten war).
- Oder 7 Monate nach Antragstellung?
(habe ich im Internet auch gelesen).

Aufgrund der ab 1.01.2018 geltenden Anpassungen der Berechnungsgrundlagen (stufenweise Ausdehnung der fiktiven Berechnung bis 65) ist das nicht ohne Bedeutung.

Wissen die Experten hier Rat?

Lieben Dank im Voraus

Asor
 

Doppeloma

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Hallo Asor,

Nachdem ich 6 Monate nach Antragstellung auf EMR (11.01.2018) keinen Bescheid von der DRV erhalten habe, habe ich höflich nach dem Stand der Dinge gefragt.
Auf welchem Wege hast du nach dem aktuellen Sachstand gefragt, mal wieder per Telefon oder schriftlich und nachweislich ???

Gab es denn überhaupt noch irgendwas schriftlich seit deiner Antragstellung auf EM-Rente ... sorry wenn ich was nachfrage, was du schon geschrieben hast irgendwo, ich kann mir auch nicht alles lange merken von den verschiedenen Fällen hier. :sorry:

Ferner habe ich darauf hingewiesen, dass ich seit 30.04.2018 kein Arbeitslosengeld mehr beziehe und seither meinen Lebensunterhalt von meinem Erspartem und der kleinen Rente meines Mannes bestreiten muss.
Das hättest du dir sparen können, es ist der DRV völlig EGAL wovon man ohne EM-Rente leben kann, solche Hinweise auf die angespannte finanzielle Situation kommen dort eher negativ rüber (EM-Rente soll nicht der "finanziellen Sanierung dienen").

Die EM-Rente bekommt man NUR aus rein gesundheitlichen Gründen und nicht weil man sonst kein Einkommen mehr hat aus anderen Ansprüchen. :icon_evil:

Bitte NICHT persönlich nehmen aber das ist bei der DRV überhaupt KEIN Argument, wir hatten zeitweise auch kein anderes Einkommen mehr (nach Ablauf von Krankengeld und ALGI bei uns beiden) und mussten deswegen noch (fast 2 Jahre) Hartz 4 beantragen und beziehen, das hat die DRV damals auch nicht weiter gestört.

Heute wurde mir mitgeteilt, dass die Qualitätsprüfung folgende fehlende Unterlagen bemängelt habe: Kopie meines Schwerbehindertenausweises (den ich bei Antragstellung vor Ort vorgezeigt hatte und keine Kopie verlangt wurde) sowie das Formular R0230 und den letzten Steuerbescheid (darauf wurde ebenfalls bei meiner persönlichen Antragstellung bei der DRV nicht hingewiesen).
Was für eine "Qualitätsprüfung" bitte, das Formular R0230 bekomme ich (im Formular-Bereich der DRV) als Auskunfts-Bogen bei Hinzuverdienst bei Altersrente ... verstehe ich nicht, was du damit im Bezug auf eine EM-Rente machen sollst ???

https://www.deutsche-rentenversiche...are_und_antraege/_pdf/R0230_ab_RB_1jul17.html

Den Schwerbehinderten-Ausweis wollen die dann schon in Kopie haben, damit kann ja (bei der DRV) auch berechnet werden, ob ein Anspruch auf Rente für Schwerbehinderte besteht (ob 35 Jahre "Wartezeit" erfüllt sind in deinem Rentenkonto) und ab wann genau das dann möglich wäre für dich.

Auch diese Renten-Art gibt es natürlich nicht ohne Antragstellung darauf, dafür ist aber ein (möglichst unbefristet) gültiger Schwerbehinderten-Ausweis Voraussetzung (+ Erfüllung der Wartezeit) und das persönlich erforderliche Lebensalter.

Um das verbindlich in dein Rentenkonto aufzunehmen, genügt es nicht ganz den Schwerbehinderten-Ausweis "nur mal vorzulegen" ...

Ich hatte angegeben, das ich zusammen mit meinem Mann ein Kleingewerbe (Photovoltaik) mit Gewinn weit unter der Hinzuverdienstgrenze habe.
Damit könnte das Weitere zu tun haben aber davon habe ich KEINE Ahnung, wie das bei der DRV gewertet wird, solche Einnahmen / Nebeneinkommen haben wir nicht.

Man bräuchte dies noch bevor der Vorgang zur Berechnungstelle und zur Abrechnung mit dem AfA, bei der ich bis Ende April ALG I nach Nahtlosigkeit bezogen habe, weitergeleitet werden kann.
Hast du denn diesen "Nebenverdienst" bei der AfA auch angegeben, schon interessant woraus sich so alles ungeahnte Probleme ergeben können, nur weil man ein paar "Kollektoren" auf dem Dach hat, ich nehme mal an um so etwas geht es dabei ???

Ich gehe aufgrund dieser Aussage nun davon aus, dass die EMR bewilligt wird.
Daraus weiß ich im Moment überhaupt keine Schlüsse zu ziehen, die DRV möchte ja dein Rentenkonto auch so in jeder Hinsicht "auf dem aktuellen Stand" haben, dass du eine EM-Rente tatsächlich bekommen wirst, ist erst DANN wirklich klar wenn dir der Bescheid dazu schriflich vorliegt.

Jetzt stellt sich mir die spannende Frage: ab wann läuft die EMR nachträglich?
Deine ganzen Fragen dazu werden dann auch erst beantwortet sein, hier ist das im Moment einfach nur ein "Blick in die Glaskugel" ... :glaskugel:

- Ab Antragstellung Nahtlosigkeit?
Auf Verlangen der AfA hatte ich Reha beantragt, die erst im Februar 2018 nach 11 Monaten, angetreten werden konnte.
- Ab Antragstellung EMR?
Ende 2017 wurde dies ebenfalls von der AfA verlangt und am 11.01. von mir beantragt (obwohl die Reha noch nicht angetreten war).
JEDER dieser Termine ist theoretisch möglich, auch der Beginn deiner AU kann von der DRV als "Eintritt des Leistungsfalles" (Erwerbsminderung eingetreten) nun anerkannt werden, das liegt wieder NUR bei der DRV das zu entscheiden.

Da du auch von Behörden zu den Antragstellungen aufgefordert wurdest liegt das "Dispositionsrecht" (Entscheidungsrecht bei mehreren Möglichkeiten für den Rentenbeginn) dabei schon bei der AfA und gar nicht mehr bei dir.
Eine "Auswahl" unter verschiedenen Möglichkeiten wird man dir selbst also gar nicht anbieten, das gibt es durchaus auch mal aber nur wenn man selbst das "Dispositionsrecht" dafür auch hat aus völlig freiwilligen Anträgen.

Die Behörden (KK/ AfA) wollen natürlich so viel wie möglich an Erstattungen bekommen können (von der DRV) und werden daher den frühestmöglichen Termin bevorzugen.

- Oder 7 Monate nach Antragstellung?
(habe ich im Internet auch gelesen).
Das hat damit nicht viel zu tun, das ist die Verzögerung von Renten-Zahlungen die generell bei Befristung einer EM-Rente eintritt, die Zahlungen der Geldrente beginnen in diesem Falle frühestens ab dem 7. Monat nach Anerkennung der Erwerbsminderung durch die DRV.
Das ist NUR ein Beispiel !!!
Z.B. Eintritt des Leistungsfalles anerkannt ab 05/2017 = erste Rente wird überwiesen zu 12/2017, vorher besteht gesetzlich noch KEIN Zahlungsanspruch (Rente bewilligt ab 06/2017 mit Befristung bis 11/2019).
Beispiel ENDE

Das steht nicht "irgendwo" im Internet sondern in den Gesetzen für die Rentenkasse.

Aufgrund der ab 1.01.2018 geltenden Anpassungen der Berechnungsgrundlagen (stufenweise Ausdehnung der fiktiven Berechnung bis 65) ist das nicht ohne Bedeutung.
Diese "Bedeutung" wird vollkommen überschätzt, ab 07/2014 (erste "Rentenverbesserung" dazu) gilt eine "Hochrechnung" (Zurechnungszeit) für EM-Renten auf das 62. Lebensjahr, ich denke mal für davor wird man deine EM-Rente NICHT mehr bewilligen können.

Nun gibt es seit 01.01.2018 ganze 3 Monate mehr als "Zurechnungszeit" bei EM-Rente und bis da mal die 65 Jahre erreicht sind, wird in weiteren Teilschritten noch viele Jahre dauern (bs 2024 wenn ich mich recht erinnere).

Es interessiert mich persönlich "nur noch am Rande" denn für die EM-Bestandsrentner ändert sich dazu GAR NICHTS mehr (das wäre der Regierung zu teuer), die bleiben immer da wo sie mal berechnet wurden (nach damals aktueller Rechtslage), bei Bewilligung ihrer persönlichen EM-Rente.

Als meine EM-Rente bewilligt und berechnet wurde war bei 60 Jahren Schluss mit den "Zurechnungszeiten", hat bei mir ohnehin nicht mehr viel "gebracht", ich war ja schon fast 60 Jahre alt.
Nach der Änderung ab 07/2014 wurden zunächst auch viele Antragsteller enttäuscht wenn sie dann genau rückwirkend so berentet wurden, dass sie von den "Verbesserungen" (noch) nichts abbekommen haben.

Wissen die Experten hier Rat?
Die "angeblichen" Experten sitzen bei der DRV und die werden immer so rechnen, dass die DRV dabei finanziell noch am Besten wegkommt auf die Dauer, nun können sie diese "Spielchen" (mit dem "passenden" Eintritt des Leistungsfalles) noch bis (mindestens) 2024 so weiter betreiben ... :idea:

Da wird es immer wieder (bei jeder kleinen Veränderung / Verlängerung der "Zurechnungszeiten") "Gewinner" (der Rentenverbesserungen) und Verlierer geben ...
Zu den Dauer-Verlierern gehören in jedem Falle IMMER die EM-Bestandsrentner ...

MfG Doppeloma
 
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