Aussteuerung, durch ärztliche Begutachtung als gesund erachtet, dennoch real krank. Wie soll ich weitermachen?

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Eule31

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Hallo zusammen,

ich habe mich in den anderen Beiträgen ein wenig eingelesen, da aber jeder Fall ganz individuell ist habe ich beschlossen, hier um Rat zu fragen. Die Dinge, die bisher "falsch gelaufen" sind kann ich im Nachhinein nicht mehr ändern – mir geht es darum möglichst Tips und Ratschläge zu bekommen, wie ich halbwegs konstruktiv weitermachen kann, angepasst an die Umstände der Gesamtsituation.

Zu meiner Geschichte:

Ich bin seit Anfang letzten Jahres dauerhaft krankgeschrieben. Da ich erst 11 Monate bei meinem Arbeitgeber fest angestellt war und es absehbar war, dass ich durch meine Krankheit längerfristigig arbeitsunfähig sein würde, wurde mir gekündigt und mein Arbeitsverhältnis endete etwa August letzten Jahres.

Ich ging dann den Werktag nach der Kündigung zur AfA um Bescheid zu geben. Mir wurde gesagt dass, solange ich arbeitsunfähig sei, meine Kündigung irrelevant für die AfA sei und ich mich erst wieder melden müsse, sobald ich dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen würde. Es sei aber ein Vermerk im "System" gemacht worden, dass ich Bescheid gegeben hätte.

Ich besuchte letzten Herbst 7 Wochen eine psychosomatische Klinik (Krankenkasse), dann Anfang des Jahres eine 7-wöchige Reha (DRV Bund) und im Anschluss als Intervallbehandlung wieder die psychosomatische Klinik für weitere 7 Wochen (Krankenkasse).

Vor etwa einem Monat bekam ich dann noch einen Bescheid meiner Krankenkasse, dass sie sich mit der DRV bezüglich einer weiteren Reha absprechen würde, ich bekäme dann irgendwann Bescheid von der DRV, wann ich wieder in Reha müsse/könne.

Etwa zeitgleich bekam ich dann den Aussteuerungsbescheid der Krankenkasse. Ich ging wieder zur AfA, wurde mit dem Sonderfall "Aussteuerung" erfasst (Zeitpunkt meiner "Arbeitssuchend-Meldung" war dann das Datum dieses Termins und nicht der Termin letztes Jahr mit dem angeblichen "Systemvermerk"), stellte online per eServices einen ALG-I-Antrag, reichte alle geforderten Unterlagen fristgerecht ein und erteilte die notwendigen Schweigepflichtsentbindungen (in dem ALG-I-Antrag musste ich dann noch Stellung dazu nehmen, wieso ich mich erst so spät gemeldet habe bezüglich einer möglichen Sperrzeit. In Realität hatte ich mich ja bereits letztes Jahr gemeldet, was aber einfach übergangen worden war bzw. ist dieser online-Antrag ja so standardisiert gehalten, dass individuelle Normabweichungen nicht berücksichtigt werden können).

Etwa vor zwei Wochen sollte ich dann zur ärztlichen Begutachtung zur Afa, was ich auch tat. Entgegen meiner durch negative Erfahrungen begründete Erwartungen verlief dieser Termin recht angenehm. Ich erklärte dem Arzt meine Situation und meinen Zustand, dass ich mittlerweile zwar aus therapeutischer Sicht in einer Stabilisierungphase sei, mittlerweile endlich auch ambulante Psychotherapie hätte (regional hier durchschnittlich 24 Monate Wartezeit) und nach und nach endlich Fortschritte mache, aber unbedingt noch Zeit bräuchte. Er meinte er hätte gewisse Zeiträume in die er mich einordnen müsse und er und ich gingen darin konform, dass ich frühestens in 6 Monaten wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen würde, da jegliche Belastung und Druck aktuell nur kontraproduktiv für meinen Zustand seien (was auch in allen meinen Arztberichten steht, die er sich laut seiner Aussage wohl zuvor zu Gemüte geführt hat)).

Dann bekam ich einen Terminvorschlag zur Nachbesprechung der ärztlichen Begutachtung, zu dem ich meine Bewerbungsunterlagen mitbringen solle. Da mir das Stichwort der Bewerbungsunterlagen aufgrund meines Zustandes eher "bedenklich" vorkam und da dem Schreiben ein weiteres Schreiben beigefügt war aus welchem hervorging, dass man im Krankheitsfall auch eventuell nicht an diesem Termin erscheinen müsse/solle (?) rief ich bei der AfA an um mich zu informieren (es könne sich ja um ein Missverständnis handeln und ich wollte niemandem unnötig die Zeit stehlen).

Die Dame am Telefon schien meine Anfrage so zu deuten, dass ich mich vor diesem Termin drücken wolle, was nicht der Fall war. Jedenfalls meinte sie, dass meine Krankmeldung irrelevant sei und ich zu diesem Termin erscheinen müsse, was ich dann auch tat. Bei diesem Termin stellte sich dann heraus, dass das Ergebnis der Begutachtung des Arztes war, dass ich direkt im Anschluss an die Aussteuerung für 6-8 Stunden voll leistungsfähig sei. Dieses Gutachten sei im Nachhinein nicht anfechtbar (aufgrund meiner bisherigen Negativerfahrungen ging ich zuvor schon davon aus, dass es mal wieder nicht reibungslos und mal wieder nicht in meinem Sinne oder zu meinen Gunsten verlaufen würde).

Ich merkte dann an, dass ich und der Arzt ganz anders verblieben waren ("frühestens in 6 Monaten"). Die Beraterin meinte dann, dass wir nun wohl ein Problem hätten. Sie meinte, wenn ich jetzt 63 Jahre alt wäre, wäre das alles kein Problem aber in meinem Alter (31 Jahre alt)...

Ich sagte ihr klipp und klar, dass ich verstehe, wie die jetzige Situation sei, dass es aber ganz klar für mich ist, dass ich aktuell keiner Arbeitsbelastung dauerhaft standhalten könne und nach kurzer Zeit wieder krankgeschrieben sein würde, da aktuell noch zu instabil. Ich muss dazu sagen, dass ich einen viel schlimmeren Berater erwartet hatte (mit ihr war es größtenteils möglich menschennah und auf sachlicher Ebene ohne Demütigungen und ohne Vorwürfe mir gegenüber zu kommunizieren was erfahrungsgemäß für mich schon eine Art "Highlight" darstellt).

Sie versuchte mir dann zu vermitteln, dass wir nun eine Kompromisslösung eingehen müssten. Aufgrund des Gutachtens gäbe es keine andere Möglichkeit als mich den Stellenangeboten der AfA "auszusetzen". Um mir entgegenzukommen trug sie mich als "Bürohelfer" im Umkreis von 10km meines Ortes ein. Sie meinte, ich würde so kaum Stellenangebote erhalten, den Folgetermin würde sie bei mir erst in einem halben Jahr festsetzen, sodass ich noch ausreichend Zeit zur Genesung hätte, außerdem käme ja irgendwann noch mein zweiter Reha-Termin, den ich in dieser Zeit wahrnehmen könne und für diese Zeit sei dann sowieso wieder die DRV zuständig.

Am Ende sollte ich noch ein Formular unterschreiben. Ich zögerte natürlich diesem ganzen, erneut sinnfreien und fehlerbehafteten Verfahren zuzustimmen, sie meinte aber wenn ich nicht unterschreiben würde, würde ich kein ALG-I bekommen sondern gleich in Hartz-4 rutschen. Dementsprechend habe ich unterschrieben.

Soweit die jetzige Situation. Ich bin nun seit einigen Tagen ausgesteuert. Die letzte Zahlung der Krankenkasse ist heute eingegangen. Ich habe noch keinen Bescheid der AfA bezüglich des ALG-I-Antrages. Ich bin noch bis etwa Mitte des Monats krankgeschrieben und rein gesundheitlich betrachtet auch noch weiterhin krank, weil tatsächlich noch krank.

Laut AfA bin ich ja aber offiziell gesund.

Welche Aussage hat nun Vorrang? Die meines Hausarztes oder die des AfA-Arztes? Mich nicht weiterhin durch meinen Hausarzt krankschreiben zu lassen macht für mich keinen Sinn, da ich ja immernoch krank bin.

Womit muss ich jetzt rechnen? Wem gebe ich jetzt die Krankmeldungen ab? Eine an mich, eine an die Krankenkasse und eine an die AfA? Wenn an die AfA, macht es dann Sinn dies per Einschreiben zu tun oder per Empfangsbestätigung an der Info oder kann ich das vertrauensvoll einwerfen (irgendwie habe ich diesbezüglich gemischte Gefühle).

Wenn Stellenangebote kommen, wie gehe ich damit um?

Alles in allem - was wäre aufgrund des Sachverhaltes die taktisch klügste Handlungsweise um weiterhin genesen zu können, aber trotzdem ALG-I zu bekommen? Wie gesagt, Stress und Belastung sind aktuell noch sehr kontraproduktiv und meine nächste Therapiesitzung geht aber leider für dieses Thema drauf.

Vielen Dank im Voraus...
 

Kerstin_K

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AW: Aussteuerung, durch ärtzliche Begutachtung als gesund erachtet, dennoch real krank. Wie soll ich weitermachen?

Zunächst mal eine Bitte: kannst du demnächst mal ein paar Absätze in deine Texte einfügen? Ich bin echt nicht empfindlich, aber deine Textwand ist mühsam zu lesen. Danke.

Du laesst dich bitte weiter lückenlos AU schreiben, gibst aber die Arbeitgeberausfertigung nicht bei der AfA ab, sondern bezahlst sie einfach in deinen Akten.

Hast du den Teil A des Gutachtens schon beim Aerztlichen Dienst angefordert?

Ganz wichtig: Ab sofort nicht mehr mit der AfA telefonieren. Alles nur schriftlich abwickeln. Lass auch deine Telefonnummer und M-ladresse bei der AfA loeschen.

Was war das fuer ein Formular, dass du da so dringend unterschreiben musstest?

Grundregel ab sofort: Nichts sofort vor Ort unterschreiben, alles einstecken und zur Prüfung mitnehmen.
:
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Doppeloma

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Hallo Eule31, :welcome:

Wie gesagt, Stress und Belastung sind aktuell noch sehr kontraproduktiv

Das ist für mich IMMER kontraproduktiv, wenn ich so einen kompakten "Riesen-Block" lesen soll.
Du erwartest hier HILFE, dann bemühe dich bitte auch etwas darum, dass es stressfrei lesbar ist, was du uns mitteilen willst ...

Nach 3 Zeilen verschwimmt alles vor den Augen ... darauf habe zumindest ich keine Lust ... :icon_evil:

Am Besten schreibst du Alles noch einmal in lesbarer Form und dafür hast du genau bis 10.09. Mittags Zeit (dann bin ich bereit den 1. Beitrag auszutauschen) ... ansonsten wird das Thema gelöscht ...

Das komplett selber zu korrigieren ist mir zu anstrengend ... :doh:
Zudem bitte ich dich auch mal in den schon reichlich vorhandenen Beiträgen dazu nachzulesen ... da findest du sicher schon viele Antworten auf deine Fragen.

Danke für dein Verständnis !

MfG Doppeloma
 

Tabu

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Hallo, Eule,

ich schließe mich der Meinung der Mehrheit an.. und bitte Dich Dein Anliegen nochmals in den vernünftigen Absetzen zu schildern.

Ein wenig Mitwirkungspflicht muss man schon mitbringen, wenn man eine Hilfe hier erwarten. Außerdem sind hier auch kranke (sehbehinderte) Menschen unterwegs, man soll wenigstens an diesen Menschen denken.

Du hast schon Glück, dass Du diesen Forum gefunden hast. Das ist schon ein guter Anfang..

Gruss
Tabu
 

Machts Sinn

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Zu diesem Ton

... dafür hast du genau bis 10.09. Mittags Zeit (dann ...) ... ansonsten wird das Thema gelöscht ...


auch ein bisschen „Musik“ bzw. denselben Text mit Absätzen:


Hallo zusammen,

ich habe mich in den anderen Beiträgen ein wenig eingelesen, da aber jeder Fall ganz individuell ist habe ich beschlossen, hier um Rat zu fragen. Die Dinge, die bisher "falsch gelaufen" sind kann ich im Nachhinein nicht mehr ändern – mir geht es darum möglichst Tips und Ratschläge zu bekommen, wie ich halbwegs konstruktiv weitermachen kann, angepasst an die Umstände der Gesamtsituation.
 

Eule31

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Hallo zusammen.
Danke für die bisherigen Rückmeldungen. Ich hoffe, dass das Zitieren funktioniert (ich bin leider gänzlich ungeübt in Forenbeiträgen).

auch ein bisschen „Musik“ bzw. denselben Text mit Absätzen:
Vielen Dank für die Formatanpassung.
Ich hoffe, dass es so angenehmer für alle ist und Doppeloma den Text so verwenden kann.

Hast du den Teil A des Gutachtens schon beim Aerztlichen Dienst angefordert?
Das habe ich noch nicht gemacht. Mache ich das über meine Sachbearbeiterin?

Was war das fuer ein Formular, dass du da so dringend unterschreiben musstest?
Es handelte sich hierbei um die Eingliederungsvereinbarung.
 

Machts Sinn

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Hallo Eule31,

nach deiner Schilderung müsste dir die Alg I-Bewilligung nun kurzfristig
zugehen.

Trotzdem ist das ein Dilemma, in dem sich zuerst die Frage stellt, ob das
Aussteuerungsdatum stimmt. Die Krankenkassen sind dabei – zum Nach-
teil ihrer Versicherten – sehr großzügig.

Parallel solltest du schauen, wie du die Situation bei der AA in Einklang
bekommst, denn mit der Aussteuerung hat sich dein Gesundheitszustand
nicht zwangsläufig von vorher arbeitsunfähig auf nun leistungsfähig geän-
dert. Da stellt sich bspw. auch die Frage, welche Tätigkeit du bis Anfang
letzten Jahres ausgeübt hast und welche medizinische Einschätzung
künftig gilt.

Details wird dir ohne Kenntnis des AA-ärztlichen Gutachtens und der EV
hier niemand sagen können. Vielleicht solltest du das alles auch zunächst
mit deinen Behandlern besprechen.

Im Moment kannst du froh sein, dass die AA nicht von leistungsunfähig
bis 6 Monaten
ausgeht, denn dann würdest du zwischen den Stühlen
sitzen.

Schönen Gruß
Machts Sinn
 

Doppeloma

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Hallo Machts Sinn,

auch ein bisschen „Musik“ bzw. denselben Text mit Absätzen:

Danke für deine Unterstützung aber der deutliche "Ton" war nötig, es ist (eigentlich) SOFORT zu löschen, wenn man mit dem Erstbeitrag schon viele User hier überfordert.

Auch in Foren gibt es nun mal gewisse Regeln aber ich sehe das nun als gemeinschaftlich erledigt an und werde mich zur Anfrage des TE gerne noch später äußern. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

GabiLeichlingen

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Hallo Eule,

so ähnlich ist es mir auch gegangen.

Ich war ausgesteuert nach 18 Monaten und auch weiterhin arbeitsunfähig. Mein Krankschreibungen kamen immer von meiner Psychiaterin. Wundert mich, daß dich dein Hausarzt solange krankschreibt.

Ich musste mich trotz andauernder Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Hätte ich dies nicht getan, hätte es kein ALG 1 gegeben.
Der Medizinische Dienst der AfA hat mir eine verminderte Leistungsfähigkeit bescheinigt.

Die Eingliederungsvereinbarung habe ich nicht unterschrieben.

In den 18 Monaten habe ich vielleicht 5 Jobvorschläge von der AfA bekommen und natürlich Bewerbungen verschickt. Aber Antworten waren nie gekommen.

Verstanden, warum ich mich arbeitsunfähig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen muss, hinter diese Logik bin ich auch nie gekommen. Aber ist halt so.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung habe ich immer 1 x an die KK und 1 x an die AfA geschickt bzw. dort eingeworfen mit meiner Kunden Nr. bei der AfA versehen. Die AU einfach bei Dir zurück zu behalten, halte ich nicht für sinnvoll.

Ich drücke Dir die Daumen, daß Dein ALG1 bald fliesst.
 

Doppeloma

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Hallo Eule31,

Die Dinge, die bisher "falsch gelaufen" sind kann ich im Nachhinein nicht mehr ändern – mir geht es darum möglichst Tips und Ratschläge zu bekommen, wie ich halbwegs konstruktiv weitermachen kann, angepasst an die Umstände der Gesamtsituation.

Dann nehme ich mir deinen vorsortierten 1. Beitrag noch mal vor.
Einige Antworten hast du ja schon bekommen, ich schreibe einfach mal so wie ich mir das denke, aus meiner eigenen Erfahrung.

Ich bin seit Anfang letzten Jahres dauerhaft krankgeschrieben.

Die Frage von @Machts Sinn möchte ich nicht ganz "ausklammern", es wäre also interessant zu lesen, ob das deine Allererste AU mit genau dieser Diagnose gewesen ist ???

Wenn ja, dann dürften sich weitere Überlegungen wegen einer neuen Blockfrist dafür (und eventuell weiterem Krankengeld) bereits erledigt haben, denn das wäre ja dann die erste Blockfrist dafür.

Die geht 3 Jahre und wäre auch noch lange nicht abgelaufen ... und deine Aussteuerung ist dann höchstwahrscheinlich zeitgerecht erfolgt.

Ich ging dann den Werktag nach der Kündigung zur AfA um Bescheid zu geben. Mir wurde gesagt dass, solange ich arbeitsunfähig sei, meine Kündigung irrelevant für die AfA sei

Das war schon in Ordnung, denn da hast du dich "Arbeitsuchend" gemeldet und man hätte dir später sehr verübelt wenn du das nicht gemacht hättest (weil du ja weiter AU gewesen bist) ...
In der Zukunft lässt du dir solche Meldungen bitte auch noch schriftlich bestätigen, dann bist du nicht darauf angewiesen, ob das wirklich Jemand irgendwo "im AfA-System" vermerkt hat.

Ich besuchte letzten Herbst 7 Wochen eine psychosomatische Klinik (Krankenkasse), dann Anfang des Jahres eine 7-wöchige Reha (DRV Bund) und im Anschluss als Intervallbehandlung wieder die psychosomatische Klinik für weitere 7 Wochen (Krankenkasse).

Hast du diese ganzen Klinikberichte selber vorliegen, wenn nicht solltest du dir die besorgen, besonders der DRV-Reha-Bericht wird Auswirkungen haben auf den Umgang der AfA mit dir nach der Aussteuerung.

Vor etwa einem Monat bekam ich dann noch einen Bescheid meiner Krankenkasse, dass sie sich mit der DRV bezüglich einer weiteren Reha absprechen würde, ich bekäme dann irgendwann Bescheid von der DRV, wann ich wieder in Reha müsse/könne.

Dazu ist mir nichts bekannt, dass sich DRV und KK zu solchen Dingen absprechen können bedingt ja, dass DU das mit deiner Unterschrift mal erlaubt haben musst.
Würde mich nicht überraschen denn die KK sind ja immer sehr interessiert Zugang zu den DRV-Reha-Berichten zu bekommen, ich gehe mal davon aus, dass du damit "arglos" einverstanden gewesen bist ?

Etwa zeitgleich bekam ich dann den Aussteuerungsbescheid der Krankenkasse.

Ein wenig genauer bitte in welchem Monat jetzt deine Aussteuerung erfolgt (ist), denn davon hängt ja ab, bis wann du den Leistungsbescheid der AfA haben solltest, um pünktlich dein Geld zu bekommen (eben "nahtlos").

Ich ging wieder zur AfA, wurde mit dem Sonderfall "Aussteuerung" erfasst (Zeitpunkt meiner "Arbeitssuchend-Meldung" war dann das Datum dieses Termins und nicht der Termin letztes Jahr mit dem angeblichen "Systemvermerk"),

Nicht ganz, als Datum für den Eintritt deiner (fiktiven) Arbeitslosigkeit gilt nun der Tag X nach dem Krankengeldbezug, also der erste Tag nach der Aussteuerung ist der Beginn deines Anspruches an die AfA nach § 145 SGB III (gesetzliche Sonderregelung nach Aussteuerung).

stellte online per eServices einen ALG-I-Antrag, reichte alle geforderten Unterlagen fristgerecht ein und erteilte die notwendigen Schweigepflichtsentbindungen (in dem ALG-I-Antrag musste ich dann noch Stellung dazu nehmen, wieso ich mich erst so spät gemeldet habe bezüglich einer möglichen Sperrzeit.

Das war nicht besonders günstig, wie du schon selbst festgestellt hast ist der Online-Antrag für Ausgesteuerte NICHT geeignet, da sollte man sich den Formular-Antrag aus Papier einfordern ...
Online werden wohl auch viele Kontakt-Daten abgefragt (Telefon / Mail), die man gar nicht angeben muss weil sie freiwillig sind.

Auch die Frage nach der "späten Meldung" wäre dann gar nicht aufgetaucht, die ganzen Schweigepflicht-Entbindungen "muss" man auch NICHT unterschreiben und wo bitte hast du deine Gesundheits-Unterlagen dann abgegeben ?

Wen hast du so Alles von der Schweigepflicht befreit (für immerhin 3 volle Jahre obwohl du höchstens 12 Monate ALGI bekommen wirst), diese Entbindungen solltest du umgehend schriftlich beim ÄD der AfA widerrufen mit sofortiger Wirkung.

Denn dein ÄD-"Gutachten" scheint ja schon fertig zu sein, dann braucht man dort KEINE Schweigepflicht-Entbindungen mehr. :icon_evil:

ist dieser online-Antrag ja so standardisiert gehalten, dass individuelle Normabweichungen nicht berücksichtigt werden können).

Genau so ist es und darum sollte man sich nach einer Aussteuerung gar nicht darauf einlassen den Online-Antrag auszufüllen, das hat hier in vielen Aussteuerungsfällen schon zu Verwirrung geführt und zu (unzumutbar) längerer Bearbeitung.

Etwa vor zwei Wochen sollte ich dann zur ärztlichen Begutachtung zur Afa, was ich auch tat.

Welche Unterlagen hast du denn dem ÄD nun konkret zur Verfügung gestellt, wenn es bereits DRV-Reha-Berichte gibt, dann richten die sich auch danach.
Mit den von dir erteilten Schweigepflicht-Entbindungen hat man sich den aktuellen Bericht ganz sicher bei DRV oder Reha-Klinik angefordert.

Entgegen meiner durch negative Erfahrungen begründete Erwartungen verlief dieser Termin recht angenehm.

Das Ergebnis scheint dir ja weniger "angenehm" zu sein, darum rate ich dir dringend dir den Reha -Bericht zu besorgen und mal selber nachzulesen, denn in der Regel schließen die sich da komplett an ...

Ich gehe auch nicht davon aus, dass du bei einem Facharzt gewesen bist, der deine psychische Situation tatsächlich komplett einschätzen konnte ...

Er meinte er hätte gewisse Zeiträume in die er mich einordnen müsse und er und ich gingen darin konform, dass ich frühestens in 6 Monaten wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen würde, da jegliche Belastung und Druck aktuell nur kontraproduktiv für meinen Zustand seien (was auch in allen meinen Arztberichten steht, die er sich laut seiner Aussage wohl zuvor zu Gemüte geführt hat)).

Sagen kann der viel aber es ist soweit richtig, dass er deine (eingeschränkte) Leistungsfähigkeit für die AfA zeitlich / prognostisch beurteilen soll und da bist du mit "länger als 6 Monate" gerade noch an der Ablehnung von ALGI "vorbeigeschrammt".

Dann bekam ich einen Terminvorschlag zur Nachbesprechung der ärztlichen Begutachtung, zu dem ich meine Bewerbungsunterlagen mitbringen solle.

Zur Begutachtung gibt es nicht viel zu besprechen mit einem Arbeitsvermittler und Bewerbungs-Unterlagen kannst du erst erstellen wenn dir bekannt ist, worauf du dich denn nun (lt. ÄD-Gutachten) bewerben sollst mit den festgestellten Einschränkungen.

rief ich bei der AfA an um mich zu informieren (es könne sich ja um ein Missverständnis handeln und ich wollte niemandem unnötig die Zeit stehlen).

Das war auch KEINE gute Idee, man ruft bei der AfA NICHT an und nach einer Aussteuerung gilt deine AU bei der AfA NICHT für dein "Restleistungsvermögen", damit hast du dich der Arbeitsvermittlung "zur Verfügung" zu stellen sonst besteht kein Anspruch auf ALGI. :icon_evil:

Die Dame am Telefon schien meine Anfrage so zu deuten, dass ich mich vor diesem Termin drücken wolle, was nicht der Fall war. Jedenfalls meinte sie, dass meine Krankmeldung irrelevant sei und ich zu diesem Termin erscheinen müsse, was ich dann auch tat.

Das hätte sie dir sicher auch freundlicher und zutreffender erklären können aber ansonsten entspricht es den Tatsachen, dass deine AU jetzt bei der AfA irrelevant ist ...

Die gilt nur noch für die bereits ausgesteuerte Krankheit und darum kann ich meiner Vorschreiberin auch NICHT zustimmen, dass du die AU bei der AfA wieder abgeben sollst. :icon_evil:

Dann kann es dir passieren, dass du nach 6 Wochen den Aufhebungsbescheid zum ALGI bekommst (§ 146 SGB III), weil du als "voll vermittelbar" begutachtet wurdest und da DARF man (offiziell) bei der AfA NICHT mehr AU sein. :icon_evil:

Wie wir schon festgestellt haben ist jede persönliche Situation anders nach einer Aussteuerung und du kannst dir damit SEHR schaden, auch wenn das bei ihr keine negativen Auswirkungen hatte.

Bei diesem Termin stellte sich dann heraus, dass das Ergebnis der Begutachtung des Arztes war, dass ich direkt im Anschluss an die Aussteuerung für 6-8 Stunden voll leistungsfähig sei.

Ich nehme weiter stark an, dass es sich dabei um die gleiche Aussage handelt wie in deinem Reha-Bericht ( 6 und mehr Stunden Erwerbsfähig am "allgemeinen Arbeitsmarkt"), die AfA ist an diese DRV Feststellung "gebunden", der ÄD hatte gar keine Wahl deine Gesundheit anders zu beurteilen. :icon_evil:

Hat sie dir den Teil B der Begutachtung (in Kopie) ausgehändigt ansonsten solltest du dir mal beim ÄD beide Teile (Teil A UND Teil B) deines "Gutachtens" abholen.
Bei der Gelegenheit kannst du gleich den Widerruf für die gesamten erteilten Schweigepflicht-Entbindungen mitnehmen, abgeben und dir die Abgabe auf einer Kopie davon bestätigen lassen.

Dann muss man dich erneut um deine Einwilligung bitte, ehe irgendwo Gesundheitsdaten von dir abgefragt werden dürfen.

Dieses Gutachten sei im Nachhinein nicht anfechtbar

Was hast du denn selbst erwartet als Ergebnis, der ÄD KANN dich nicht "aus dem Verkehr ziehen" wenn die DRV dich für Erwerbsfähig aus einer Reha entlassen hat, mit einem Restleistungsvermögen für den "allgemeinen Arbeitsmarkt".

Da bliebe nur Feststellung von weniger als 15 Wochenstunden und dann folgt die Aufforderung der AfA Reha oder EM-Rente zu beantragen.
Eine LTA (berufliche Reha) wäre noch möglich aber dafür sieht man dich ja auch noch nicht "stabil" genug ...
ALGI ist leider KEIN "Ersatz-Krankengeld" ... :icon_evil:

Ich merkte dann an, dass ich und der Arzt ganz anders verblieben waren ("frühestens in 6 Monaten"). Die Beraterin meinte dann, dass wir nun wohl ein Problem hätten. Sie meinte, wenn ich jetzt 63 Jahre alt wäre, wäre das alles kein Problem aber in meinem Alter (31 Jahre alt)...

In den Teil B (für den Vermittler) hat er das aber offenbar so nicht reingeschrieben, eine solche "Vermittlungs-Pause" gibt es auch im SGB III gar nicht, da hat er dich freundlich "eingelullt".

Mit den SB sollte man darüber aber NICHT diskutieren, das sind keine Ärzte und die haben dich nun mal (mit deinem "Restleistungsvermögen") in Arbeit zu vermitteln.

Da solltest du zunächst mal Beratung einfordern, was du mit diesem "Restleistungsvermögen" so anfangen kannst am örtlichen Arbeitsmarkt (Tagespendelbereich) und besonders den § 140 SGB III dabei beachten, denn dazu hat dir deine "freundliche" Vermittlerin sicher keinerlei Auskünfte gegeben.

Ich sagte ihr klipp und klar, dass ich verstehe, wie die jetzige Situation sei,

Ich habe nicht den Eindruck, dass du deine aktuelle Situation wirklich verstehst, du MUSST die erforderliche "Arbeits- / Vermittlungsbereitschaft" zeigen und nicht (ausgerechnet bei den SB) darauf beharren, dass du ja eigentlich gar nicht arbeiten KANNST.

Das interessiert die nicht, dafür werden die nicht bezahlt, so "human" sind die übrigens auch bei viel älteren Arbeitslosen NICHT wie sie dir da erzählen wollte.. :icon_evil:

Es gibt hier auch genug Beispiele dafür, dass noch mit 64 + X kurz vor der Alters-Rente Bewerbungen gefordert wurden ... ob das Sinn macht interessiert dabei Niemanden, das ist gesetzliche Pflicht wenn man ALGI beziehen möchte, sich um Arbeit zu bemühen.

Ich muss dazu sagen, dass ich einen viel schlimmeren Berater erwartet hatte

Wer mich demütigt und unsachlich wird kann mich ganz schnell "von hinten betrachten", ordentlich beraten und aufgeklärt hat sie dich aber trotzdem NICHT ... :icon_evil:

Sie versuchte mir dann zu vermitteln, dass wir nun eine Kompromisslösung eingehen müssten. Aufgrund des Gutachtens gäbe es keine andere Möglichkeit als mich den Stellenangeboten der AfA "auszusetzen". Um mir entgegenzukommen trug sie mich als "Bürohelfer" im Umkreis von 10km meines Ortes ein.

Was hast du denn bisher gemacht, hast du eine Ausbildung (in einem Büro-Bereich?), hast du relativ gut verdient ... dann ist "Bürohelfer" nach § 140 SGB III gar nicht zumutbar ... selbst dann nicht wenn der AG dein Wohnungsnachbar wäre (von der Entfernung meine ich).

Auf Vorschläge die dazu nicht passen (Zumutbarkeit nach § 140 SGB III) brauchst du dich GAR NICHT bewerben, selbst wenn welche kommen würden ...

Sie meinte, ich würde so kaum Stellenangebote erhalten, den Folgetermin würde sie bei mir erst in einem halben Jahr festsetzen,

Ob du Stellen-Angebote bekommen wirst (VV) liegt doch vorwiegend an ihr selber, hat sie denn direkt einen "Suchlauf" an ihrem PC gestartet, da fällt doch meist direkt beim Termin schon "irgendwas" (meist unpassendes) aus dem Drucker ???

sodass ich noch ausreichend Zeit zur Genesung hätte, außerdem käme ja irgendwann noch mein zweiter Reha-Termin, den ich in dieser Zeit wahrnehmen könne und für diese Zeit sei dann sowieso wieder die DRV zuständig.

Woher weiß sie das mit der Reha überhaupt und was hast du dazu bisher genauer von der DRV in der Hand ???
Die KK kümmert sich da jetzt nicht mehr drum, die hat das auch nur interessiert, um das eigene Geld sparen zu können aber nun bist du ja ausgesteuert.

Die AfA -SB erlaubt dir also großzügig dann diese Reha zu machen innerhalb der nächsten 6 Monate, das hat die gar nicht zu entscheiden und wenn du einen Anreisetermin hast wird ALGI wieder aufgehoben ...
Anschließend beginnt das "makabere Spiel" bei der AfA dann erneut.

Am Ende sollte ich noch ein Formular unterschreiben. Ich zögerte natürlich diesem ganzen, erneut sinnfreien und fehlerbehafteten Verfahren zuzustimmen,

Was steht denn in diesem "Formular" so drin, inzwischen wurdest du ja bereits aufgeklärt, dass es sich wohl um eine EGV handeln dürfte (Eingliederungsvereinbarung), das bedeutet du hast dich freiwillig verpflichtet zu tun, was sie da reingeschrieben hat ... :doh:

Du kannst das auch gerne mal (bitte anonymisieren !!!) hochladen, das ist ein Vertrag und ob du den unterschreibst oder nicht hat gar keine Bedeutung für deinen Anspruch auf ALGI ... :icon_evil:

sie meinte aber wenn ich nicht unterschreiben würde, würde ich kein ALG-I bekommen sondern gleich in Hartz-4 rutschen. Dementsprechend habe ich unterschrieben.

Du solltest dir schnellstens angewöhnen nach den Rechtsgrundlagen zu fragen wenn man dich zu Unterschriften "überreden" möchte, die du gar nicht geben willst, Verträge unterschreibt man freiwillig oder GAR NICHT wenn sie keinen Nutzen haben.

Hartz 4 bekommt man in der Regel auch nicht, nur weil eine AfA-SB das gerne so hätte ... ALGI ist eine vorrangige Lohnersatzleistung (aus DEINEN Beiträgen) und die hat man zu bekommen, ehe der Steuerzahler mit ALGII einspringen soll, das ist gesetzlich VORRANGIG ...

Das hat also überhaupt nichts miteinander zu tun, du hast dich auf der ganzen Linie von der "Dame" überrumpeln lassen, zu einem nächsten Termin solltest du besser einen Beistand (§ 13 SGB X) mitnehmen und niemals wieder was sofort unterschreiben bei der AfA.

NICHTS davon hat wirklich Einfluss auf deinen Anspruch, schon gar nicht so ein "Schein-Vertrag" denn mit dir zusammen (wie es sein soll) hat sie das ja auch sicher nicht "erarbeitet", ALLES kannst du erst mit nach Hause nehmen, um es dort in RUHE zu prüfen.

Ich bin nun seit einigen Tagen ausgesteuert. Die letzte Zahlung der Krankenkasse ist heute eingegangen.

Dann ist ja meine Frage von oben bereits beantwortet, ich gehe mal davon aus, dass deine Aussteuerung erst im September erfolgt ist ?
Dann hast du Anspruch auf das erste Geld von der AfA ENDE September, denn dort wird auch (wie bei der KK) rückwirkend gezahlt.

Ich habe noch keinen Bescheid der AfA bezüglich des ALG-I-Antrages.

Dein "Gutachten" ist bereits fertig also sollte der Bescheid in den nächsten Tagen auch bei dir eintreffen, das wäre ja (z.B.) auch eine interessante Frage an die SB gewesen, wo sie doch so dringend meinte dich schon einladen zu müssen.

Ich bin noch bis etwa Mitte des Monats krankgeschrieben und rein gesundheitlich betrachtet auch noch weiterhin krank, weil tatsächlich noch krank.
Laut AfA bin ich ja aber offiziell gesund.

Dazu solltest du schon viele Antworten gelesen haben, dein ARZT entscheidet wie lange er dich weiter AU schreiben wird und NICHT das "Gutachten" der AfA und auch NICHT die SB der AfA ... :icon_evil:

Welche Aussage hat nun Vorrang? Die meines Hausarztes oder die des AfA-Arztes?

Irgendwie "beide", dein Arzt beurteilt deine "allgemeine Arbeitsfähigkeit" und der Hauptgrund für die AU ist und bleibt die ausgesteuerte Krankheit, die kann auch der ÄD der AfA nicht "aus der Welt schaffen" ...

Für die AfA musst du aber (fiktiv/ theoretisch) mit deiner "Restleistungsfähigkeit" (lt. ÄD) bereit sein dich vermitteln zu lassen, es wird ernsthaft keine Stellen-Angebote geben auf die du dich wirklich bewerben musst ...
Schau dir sehr genau den § zur Zumutbarkeit an, dann verstehst du vielleich etwas, wie ich das meine ...

Ich wurde auch mal ausgesteuert und bekam 18 Monate ALGI, allerdings wurde ich aufgefordert EM-Rente zu beantragen.
Die wurde zwar von der DRV abgelehnt aber ALGI musste trotzdem weiter gezahlt werden und rein theoretisch musste auch ich IMMER bereit sein, mich "vermitteln" zu lassen ...

Einen VV habe ich aber NIE bekommen und bewerben musste ich mich auch nicht ... die SB machen Anfangs gerne mal "Viel Lärm um NICHTS" und dann kehrt erst mal Ruhe ein.

Mich nicht weiterhin durch meinen Hausarzt krankschreiben zu lassen macht für mich keinen Sinn, da ich ja immernoch krank bin.

Also weiter AU holen, ein Schein für dich, ein Schein für die KK und der Rest für die Schublade (es könnte mal wichtig werden) und KEIN Schein für die AfA (EGAL was die dir dazu mal erzählen oder schreiben könnten).

Kümmere dich um deine geplante Reha. denn die KK wird das nicht mehr tun und die AfA tut es auch NICHT ...
Danach werden "die Karten wieder neu gemischt" und vielleicht ergibt sich ja dann eine neue Perspektive für dich.
Das ist jetzt noch nicht absehbar ... :glaskugel:

Wenn Stellenangebote kommen, wie gehe ich damit um?

Melde dich HIER damit, dann werden wir weitersehen ... achte darauf, ob es Rechtsfolgenbelehrungen (RFB) gibt und ob das Angebot überhaupt ZUMUTBAR ist, ansonsten brauchst du dich gar nicht bewerben.

Alles in allem - was wäre aufgrund des Sachverhaltes die taktisch klügste Handlungsweise um weiterhin genesen zu können, aber trotzdem ALG-I zu bekommen?

Immerhin hat sie angekündigt dich vorerst nicht wieder einzuladen, also kümmere dich um deine Gesundheit und wenn du bis Monatsende keinen Bescheid (und am 28.09. kein Geld) bekommen hast wird eine Beschwerde nach Nürnberg (KRM) etwas "nachhelfen" müssen.

Vorher gibt es keinen Grund sich weiter aufzuregen und bei einem nächsten Termin wirst du schon um Einiges Schlauer sein und dir nicht mehr lauter "Märchen" erzählen lassen ...OHNE zu hinterfragen WO STEHT DAS ... Bitte geben Sie mir schriftlich die Rechtsgrundlagen.

MfG Doppeloma
 
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