Aussteuerung bei der Krankenkasse - was muss ich jetzt genau tun?

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Alo455

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Hallo zusammen.
Leider bin ich im Jahr 2019 psychisch schwer erkrankt. Seitdem war ich krankgeschrieben und die Krankenkasse hat mir jetzt mitgeteilt dass das Krankengeld in zwei Monaten endet.

Seit Monaten läuft parallel ein Antrag bei der Rentenversicherung wegen einer beruflichen Reha Maßnahme (Teilhabe am Arbeitsleben). Dieser wurde zuerst abgelehnt und dagegen Widerspruch eingelegt. Die lassen sich mit jedem Schriftverkehr ewig Zeit und obwohl ich bei einem Facharzt für Psychiatrie bin , der die Maßnahme dringend für notwendig hält, soll ich jetzt noch mal zu einem Gutachter.

Es wird also aller Wahrscheinlichkeit nach so sein, dass ich nach der Aussteuerung weiter arbeitsunfähig bin und über den Reha Antrag noch nicht entschieden wurde. Offiziell bin ich beim Arbeitgeber noch angestellt.

Da ich keine finanziellen Nachteile erleiden möchte , wie verhalte ich mich hier jetzt richtig? Greift hier die sogenannte Nahtlosregelung? Muss ich mich so oder so arbeitslos melden? Ich habe gelesen, dass man für Arbeitslosengeld 1 nicht weiter krankgeschrieben sein darf weil man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen muss?

Für mich ist das alles schwer durchschaubar , kann mir bitte jemand helfen wie ich am besten vorgehe?
 

Kerstin_K

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Du gehst bitte etwa 4 Wochen vor der Aussteuerung zur AfA.

LAss dich weiter krankschreiben, aber gib die AU Bescheinigung nicht bei der AfA ab, nur bei der Krankenkasse und bei deinem Arbeitgeber, falls du noch einen hast.
Du splltest der AfA dann auch mitteilen, dass breits ein LTA Antrag bei der DRV läuft.
 
G

Gelöschtes Mitglied 70017

Gast
Die beruflichen Reha müsste schon bewilligt werden. Ist ein Termin beim MDK schon geplant?

Sofern das Arbeitsverhältnis fortbestehen soll muss die Rentenversicherung Übergangsgeld zahlen.

Sofern der AG kündigt oder absehbar ist, dass dass Verhältnis endet, muss sofort die Arbeitssuchendmeldung erfolgen. Schnellstmöglich ist dann auch Arbeitslosengeld zu beantragen.
 

Alo455

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Die ganze Sache belastet mich sehr.

Kurze Chronologie:

- Seit März 2019 krankgeschrieben
- im April 2019 Antrag bei der DRV auf medizinische Reha gestellt
- erst im August 2019 Bewilligung für medizinische Reha
- erst im Dezember 2019 freier Therapieplatz
- Ab Anfang Dezember 2019 zweimonatiger stationärer Klinikaufenthalt.
- Noch vor Entlassung wurde mit Hilfe des Sozialdienst der Klinik Antrag auf LTA (Teilhabe am Arbeitsleben) gestellt.
- Rentenversicherung lehnte 2 Monate später ab, dagegen wurde Widerspruch erhoben
- Erst weitere 2 Monate später will die RV Unterlagen meines behandelnden Arztes bzw. man soll erneut Formulare ausfüllen, obwohl sowohl von der Klinik als auch vom Facharzt bereits dieselben Diagnosen ausführlich dargelegt wurden und eine LTA Maßnahme dringend empfohlen wird
- Jetzt im Juli 2020 verlangt die RV zu einem weiteren Gutachter zu gehen, obwohl mittlerweile von 3 unabhängigen Stellen (Klinik, Facharzt und auch berufliche Trainingseinrichtung) die Maßnahme als notwendig bescheinigt wird. Gutachter Termin ist an diesem Freitag.

Durch dieses ewige Hin- und Her komme ich jetzt zum Ende des Krankengeldbezugs und habe Angst wie es weitergehen soll.
Einerseits lese ich dass die Nahtlosregelung greift wenn ein Antrag bei der RV anhängig ist, andererseits dass die Afa erneut einen Gutachter beauftragen kann und wenn dieser eine Leistungsfähigkeit von mind. 15 Stunden/Woche bescheinigt, ich ein riesen Problem bekomme.
Dann heißt es, man solle die Afa nicht wissen lassen dass man weiter krank geschrieben ist, weil man nur ALG I beziehen kann wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht?

Das Arbeitsverhältnis besteht derzeit noch, Kündigung oder Beendigung ist momentan nicht gegeben.
Ist es ein Unterschied ob das Arbeitsverhältnis noch besteht oder nicht? Muss eventuell gar nicht die Afa, sondern hier die RV zahlen?

Ich weiß einfach nicht wie ich mich richtig verhalten soll.
 
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Alo455

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Aber wie gehe ich jetzt denn vor? Soll ich mich jetzt arbeitslos melden? Das Arbeitsverhältnis ist ja noch nicht gekündigt.
Für mich ist enorm wichtig, dass nach dem letzten Krankengeldtag keine Versorgungslücke entsteht.
 

Antik 63

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Hallo Alo455,:welcome:

Aber wie gehe ich jetzt denn vor? Soll ich mich jetzt arbeitslos melden? Das Arbeitsverhältnis ist ja noch nicht gekündigt.

Für mich ist enorm wichtig, dass nach dem letzten Krankengeldtag keine Versorgungslücke entsteht.
@Kerstin_K hat dir ja schon was dazu geschrieben.

Du stellst dich mit deinem Restleistungvermögen(was der ÄD/AFA feststellen muss)der Vermittlung zur Verfügung(aber für Vollzeit für genauso viel Stunden,wie du vorher auch gearbeitet hast).

Lese mal hier,da hab ich die Tage was geschrieben.

und hier steht auch sehr viel.
 

Alo455

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Wenn ich zur Afa gehe und beispielsweise zwischen 3- unter 6 Stunden täglich belastbar wäre bzw. dies bereits so ärztlich festgestellt wurde: wie ist das dann mit dem ALG 1, wird das deswegen dann gekürzt? Oder wird es erstmal normal gezahlt (Nahtlosregelung) bis über die berufliche Reha entschieden ist?

Ich will einfach keinen Fehler machen um nacher benachteiligt zu sein.
Würde die RV sich nicht so quer stellen, hätte die Maßnahme längst beginnen können.
 
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Kerstin_K

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Die beruflichen Reha müsste schon bewilligt werden. Ist ein Termin beim MDK schon geplant?
Sofern der AG kündigt oder absehbar ist, dass dass Verhältnis endet, muss sofort die Arbeitssuchendmeldung erfolgen. Schnellstmöglich ist dann auch Arbeitslosengeld zu beantragen.
Falsch. Bei ALG I nach Ausseuerung ist keine Arbeitsuchendmeldung erforderlich.
Einerseits lese ich dass die Nahtlosregelung greift wenn ein Antrag bei der RV anhängig ist, andererseits dass die Afa erneut einen Gutachter beauftragen kann und wenn dieser eine Leistungsfähigkeit von mind. 15 Stunden/Woche bescheinigt, ich ein riesen Problem bekomme.
Ganz ruhig bleiben. Ja, der äerztliche Dienst muss dein Restleistungsvermögen feststellen. Mit diesem Restleistungsvermögen musst du dicich em Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Wenn dein Restleistungsvermögen weniger als 3 Stunden am Tag (=15 Stunden wöchentlich)nbeträgt, wirst du normalerweise von der AfA aufgefordert, Reha oder Rente zu beantragen. Genau deshalb habe ich dir geraten, der AfA bei der Antragstellung gleic mitzuteilen, dass bereits ein LTA Antrag läuft. DAnn hat sich das nämlich erledigt. Und wenn die DRV bis dahin schon ei sozialnedizinisches Gutachten von dir erstellt hat, dann ist das auch für die AfA bindend und der aertliche Dienst muss das quasi nur bich abschreiben.
Dann heißt es, man solle die Afa nicht wissen lassen dass man weiter krank geschrieben ist, weil man nur ALG I beziehen kann wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht?
Die AfA weiss eigentlich, dass du noch krank bist, es wäre ja auch ziemich unwahrscheinlich, dass man, wenn man 78 Wochen krank war, plötzlich genau dann wieer gesund ist, wenn das Krankengeld endet. Aber die Krankmeldungen für die ausgesteuerte Krankheit gelten bei der AfA sowieso nicht als Entschuldigung für Meldetermine.
Ich würde der AfA keineswegs die AUB vorenthalten.
Damit riskiert man, dass man nach 6 wochen kein ALG I mehr bekommt. Dann hat man ein dickes Problem, denn Krankengeld gibt es ja auch nicht mehr. Eigentlich darf das nicht assieren. DA es aber trotzdem häufig passiert, raten wir hier dazu, keine AUB bei der AfA abzugeben.
Montag mit Gutachterergebnis zur AfA. Dort nach Beratung fragen.
Erstens Blödsinn weil die die AfA dann nur jetzt schon anfängt zu nerven und zweitens unnötig. Da du offensichtlich keine Ahnung von dem Thema hast, würe ich vorschlagen, dass due dich etwas zurückhälst.
Wenn ich zur Afa gehe und beispielsweise zwischen 3- unter 6 Stunden täglich belastbar wäre bzw. dies bereits so ärztlich festgestellt wurde: wie ist das dann mit dem ALG 1, wird das deswegen dann gekürzt? Oder wird es erstmal normal gezahlt (Nahtlosregelung) bis über die berufliche Reha entschieden ist?
Nein, dein ALG I darf dann nicht gekürzt werden. Es se denn, du stellst dich explizit nur 3-6 Stunden zur Verfügung. Manmal versuchen die AfAs einem da etwas unterzuschieben, dass man unterschreiben soll. Nie etwas vor Ort sofort unterschreiben, immer erst in Ruhe zu Hause prüfen undwenn de nict sicher bist, dann lade die Sachen hier anonymisiert hpch, dann helfen wir dir.

Füll den ALG I Antrag so aus, wie in dem Muster von Doppeloma. UNd du stellst dich im RAhmen deines Restleistungsvermögens zur Verfügung.
 

Alo455

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Hallo Kerstin,

vielen Dank.
Ich bitte um Verständnis, dass mir aufgrund meiner ohenhin sehr fragilen Psyche das alles sehr schwer fällt, vor allem die Zusammenhänge zu verstehen.

Also nochmal kurz:

1.) Krankengeld endet Mitte September
2.) Arbeitsverhältnis besteht noch
3.) Antrag für Leistungen zur Teilhabe ist in der Schwebe

Das Ziel war ursprünglich, noch während des Krankengeldbezugs in die LTA Maßnahme überzugehen, um dadurch Übergangsgeld zu erhalten und aus der Maßnahme heraus beruflich wieder Fuß zu fassen.

Durch die ewig langen Querelen mit der RV und dem etxra Gutachter (obwohl schon von 3 unabhängigen Stellen bescheinigt) wird aber bis zum Ende des Krankengelds wahrscheinlich weder Zusage noch Ablehnung von der RV im Briefkasten sein.

Fakt wird sein, dass der Arzt mich nach Ende des Krankengelds aber weiter krankschreiben wird.
Der Afa wird (wie du schreibst) ja nicht entgehen, dass man immer noch arbeitsunfähig ist, selbst wenn man keine Krankmeldung einreicht (was aber meist auch so geraten wird).

Wie verhalte ich mich also richtig, um nahtlos ins ALG I ohne Abzüge und ohne mögliche Stolperfallen überzugehen?
Was ändert sich, wenn doch noch vor Ablauf des Krankengelds eine Zusage bzw. Ablehnung erfolgt?
 

Kerstin_K

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Okay,

Also: Du meldest dich etwa 4 Wochen vor Auslaufen des Krankengeldes bei der AfA. Du stellst dic mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung. Du teilst mit, dass bereits ein LTA Antrag läuft, über den noch nicht entschieden ist. Man wird dir vermutlich einen Gesundheitsfragebogen und diverse Schweigepflichtentbindungen geben. Den Gesundheitsfragebogen füllst du aus, die Schweigepflichtentbindungen nur für den behandelden Arzt und unbedingt auf drei Monte begrenzen, sonst ist das 3 Jahre gültig. Die wollen meistens Schweigepflichtemtbindeungen für die DRV, die Krankenkasse und sonswen nohhaben, das kannst du einfach ignoriren. Du kannst auch einige aussagekräftige medizinische Unterlagen beilegen, sofern du sowas hast. In der Regel entscheidet der ärztliche Dienst nach Aktenlage, dass man da zur Untersuchung eibgekaden wird ist eher selten.

Dieses Paket geht nur direkt an den ärztlichen Dienst, nicht an deinen SB oder so, auch nicht im verschlossenen Umschlag.

Dann werden sie wahrscheinlich sagen, dass du das ALG I online beantragen sollst. Das lehnst du ab. Du lässt dir den Papierantrag geben. De n füllst du nach dem Muster von Doppeloma aus. Dazu kommt eine Bescheinigung die dein Rbeitgeber ausfüllen muss und von der Krankenkasse bekommst du direkt nach der Aussteuerug auch noch ein Blatt über den Krankengeldbezug. Wenn das komplett ist, schickst du das zur AfA, damit wird dein Arbeitslosengeld berechnet. Das sollte eigentlich recht flott gehen. Du hast ja dann auch etwas Luft, bekommst noch das letzte Krankengeld und ALG I wirsd sowieso immer rückwrkend am Ende des Monats gezahlt. Das sollte zeitlich passen.

Ich glaube nicht, dass die DRV so schnell über deine LTA entscheidet. Hast du schon einen Termin beim Gutachter? Der Muss das Gutachten dann ja auch erstmal schreiben, dann geht das zum sozialedizinischen Dienst der DRV und derst danach kannst du mit einer Entscheidung rechnen. Wenn der SB deinem Widerspruch dann nicht abhilft, geht der sohar erst noch in den Widerspruchsausschuss, der Tag auch nur zu festen Terminen.

Wenn die LTA bewilligt wird, dann muss man sehen, wie lange das dann dauert, bis es losgeht. Wenn das nicht lange ist, könnte ich mir vorstellen, dass man gar nicht erst versucht, dich zu vermitteln.

Wenn sie abgelehnt wied hast du noch die Möglichkeit zu klagen.Das kann dauern.

Wie lange läuft das Wierspruchsverfahren jetzt? Mit welcher Begründung hat die DRV die LTA abgelehnt?
 

Alo455

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Hallo. Der Gutachtertermin hat stattgefunden und auch er empfiehlt die Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben. :)
Gott sei dank.

Leider ist mir aber immer noch nicht klar, was ich jetzt genau tun soll um keine finanzielle Lücke zu haben.


Mein Facharzt wird mich auch nach Ende des Krankengelds weiter krank schreiben.

Ich habe nur leider keine Ahnung wann die RV dem Antrag auf Teilhabe zustimmt oder nicht. Deshalb gehe ich davon aus, bis dahin ausgesteuert zu sein. Selbst wenn sie zustimmt, bekomme ich auch nicht über Nacht einen Platz in der beruflichen Einrichtung.

@ Kerstin erst grade gelesen.

Also der Antrag wurde ursprünglich lapidar abgelehnt mit Begründung ich könne im meinem Beruf weiter arbeiten, obwohl von mehreren Stellen LTA empfohlen wurde.
Ist es eigentlich richtig, dass das ALG I nach dem Durchschnitt der letzten 12 Monate - also VOR Bezug von Krankengelds - berechnet wird? Oder wird es anhand der Höhe des Krankengelds berechnet?
 
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G

Gelöschtes Mitglied 70017

Gast
Das kann ich dir auch nicht genau sagen, wann die Bewilligung kommt. Wie lange dein jetziges Arbeitsverhältnis noch dauert, hast du nicht angegeben.

Da du über den KG-Bezug hinaus AU sein wirst, wäre es natürlich sinnvoll, schnell in die Reha zu kommen. Die trägt die RV und du hast währenddessen Anspruch auf ÜG.

Um jetzt zu vermeiden eine Lücke in der Versorgung zu haben, empfehle ich dir, dich bei der AfA zu melden, da ja dein jetziges Arbeitsverhältnis nach deiner Aussage bald enden wird.

Ob du dich dann arbeitsuchend und arbeitslos melden sollst, erfährst du dort ganz sicher. Denn lehnt die RV wie bisher die Reha zunächst weiter ab und du hast keine Stelle mehr, ist die AfA für dich der richtige AP, weil du dort deinen Antrag auf ALG stellen musst, um dann auf jeden Fall versorgt zu sein.

Also, wie bereits beschrieben, melde dich deshalb baldmöglichst bei der AfA.
 

Alo455

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Hallo Konsul,

ich wollte ja schon längst in die Reha und es gar nicht so weit kommen lassen.
Leider braucht die RV für jeden Schriftverkehr ewig und so gehen Monate ins Land.

Das Arbeitsverhältnis endet nicht, zumindest wurde weder gekündigt noch zeichnet sich ein Ende ab.
Ich werde aber weiter arbeitsunfähig sein.
 

Kerstin_K

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Um jetzt zu vermeiden eine Lücke in der Versorgung zu haben, empfehle ich dir, dich bei der AfA zu melden, da ja dein jetziges Arbeitsverhältnis nach deiner Aussage bald enden wird.

Ob du dich dann arbeitsuchend und arbeitslos melden sollst, erfährst du dort ganz sicher. Denn lehnt die RV wie bisher die Reha zunächst weiter ab und du hast keine Stelle mehr, ist die AfA für dich der richtige AP, weil du dort deinen Antrag auf ALG stellen musst, um dann auf jeden Fall versorgt zu sein.

Also, wie bereits beschrieben, melde dich deshalb baldmöglichst bei der AfA.
@konsul es reicht langsam. Es hat überhaupt keinen Sinn, sich jetz schon bei der AfA zu melden. Das führ nur dazu, dass die jetzt schon rumnerven, das muss man sich nicht geben. 4 Wochen vor der Aussteuerung ist ausreichend.
Dann nimm besser direkt Kontakt zum Integrationsfachdienst (IFD) auf.
Und was soll der IFD jetzt? Es muss erst die Entscheidung der DRV abgewartet werden.

Leider ist mir aber immer noch nicht klar, was ich jetzt genau tun soll um keine finanzielle Lücke zu haben.
Lies dir bitte nochmal genau durch, was ich geschrieben habe. Wenn du dann noch Fragen hast, jederzeit, aber mehr kann ich dir dazu im Moment nict sagen.
 

Alo455

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Hallo Kerstin,

ich war jetzt mal so frei und habe einfach direkt bei der Arbeitsgentur angerufen. Die Dame meinte ganz entspannt ich solle mir keine Sorgen machen, es würde die Nahtlosregelung nach §145 greifen, da ein Antrag bei der RV ja in der Schwebe ist. Auf meine Frage hin ob man dafür nicht mind. 15 Stunden arbeitsfähig sein muss, meinte Sie dass dies hier nicht sein müsste.

Ich versteh bald gar nichts mehr.
 

Kerstin_K

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MAch dir nicht so viele Sorgen und lass um Himmels Willen ie Telefoniererei. Auch bitte keine Telefonnummer bei er AfA angeben.

Die Dame hat aber in sofern recht, als dass genau das der Sinn des ALG I nach der Ausssteuerung ist: Den nahtlosen Übergan vom Krankengeld bis eine Leistung der DRV greift sicherzustellen.

Was genau ist denn jetzt dein Problem?
 

Alo455

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Wenn das tatsächlich so wäre hätte ich gar kein Problem. Gibt nur überall immer unterschiedliche Aussagen wegen diesen 15 Stunden Mindestleistungsfähigkeit.
 

Kerstin_K

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Das Thema ist nicht einfach und es wird da auch viel falsches erzählt. Kannst dich ja hier mal durch das Unterforum wühlen. Ich empfehle dir die Beiträge von Doppeloma.
 

Alo455

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Hallo. Ich habe mich mittlerweile offiziell bei der Afa gemeldet und sie schicken mir die Unterlagen. Die Dame sagte: ja, das ist ein Nahtlosigkeitsfall. Allerdings fragte sie wieder nach den berühmten "15 Stunden" Arbeitsfähigkeit und dass ich meine bisherigen Ärzte von der Schweigepflicht entbinden soll. Ich habe immer noch Sorge, dass es Probleme gibt oder das ALG1 gekürzt wird, weil ich aus deren Sicht 15 Stunden arbeiten könnte.
 

Alo455

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Es geht ja um die Nahtlosigkeitsregelung (=Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit) nach Aussteuerung der Krankenkasse.

Dazu steht im Gesetzestext:

Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch eine Person, die allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für sie in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtigung der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich sind, wenn eine verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist.

Kann mir das jemand in einem Satz verständlich erklären?
Was bedeutet das konkret für mich, wenn ich voraussichtlich weiter vom Facharzt krankgeschrieben werde? Wie hängt das mit diesen 15 Stunden zusammen? Ist das nur fiktiv?

Und bedeutet es, dass ich erstmal bis zum Bescheid über die LTA Maßnahme ohne Probleme ALG1 bekomme?
Wenn ja, was passiert dann wenn die RV den Antrag z.B. nach 2 Monaten ALG1 ablehnt?

Fragen über Fragen, aber wenn man auf das Geld angewiesen ist nunmal sehr wichtig.
 

Lucky Luke

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Kann mir das jemand in einem Satz verstândlich erklären?
Die AfA geht - um zu Prüfen, ob dir das sog. "Nahtlosigkeits-ALG" zusteht - vor wie folgt:

Der ÄD Ärztliche Dienst prüft (anhand der von dir zur Verfügung gestellten ärztlichen Unterlagen, z.B. OP-, Arzt- und/oder Reha-Berichte), ob du deren Meinung nach noch länger als sechs Monate krank sein wirst und während dieser Zeit auch so krank bist bzw. bleibst, dass es dir nicht möglich sein wird, wenigstens drei Stunden am Tag zu arbeiten....

Je aussagekräftiger deine medizinischen Unterlagen sind und je schwerer deine zugrunde liegenden Erkrankungen sind, desto wahrscheinlicher, dass das so entschieden wird.

Höchstwahrscheinlich erfolgt ein sog. "Gutachten nach Aktenlage", d.h., der ÄD untersucht dich gar nicht, sondern macht sich ausschließlich anhand deiner Unterlagen ein Bild von dir, bzw. von deiner Erkrankung.

Das hat mit AUB's von deinem Facharzt jetzt nicht wirklich was zu tun, sondern mit der Prognose, wie lange deine Erkrankung voraussichtlich noch andauern wird, und da niemand eine Glaskugel hat, ist diese Einschätzung natürlich - auch was deine Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit angeht - rein fiktiv.

Was die 15 Stunden angeht - das ist auch rein fiktiv - fünf Tage in der Woche, drei Stunden am Tag..... Deine Erwerbsfähigkeit muss vom ÄD so eingeschätzt werden, dass diese magische 15-Stunden-Grenze nicht überschritten wird.

Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen Arbeits- und Erwerbsfähigkeit.

Beispiel: du bist erkältet, also akut erkrankt, und deshalb zur Zeit nicht arbeitsfähig, deine Erwerbsfähigkeit wird davon aber nicht berührt. Also temporär Arbeitsunfähig, jedoch nicht Erwerbsunfähig bzw. Erwerbsgemindert.

Zweites Beispiel: Aufgrund einer Herzmuskelentzündung hat dein Herz auf Dauer nur noch eine Pumpleistung von 25%, dies wird sich nach menschlichem Ermessen auch nicht mehr ändern lassen, du bist sowohl arbeitsunfähig erkrankt als auch dauerhaft Erwerbsunfähig bzw. Erwerbsgemindert.

Hoffentlich habe ich dich nicht noch mehr verwirrt und konnte es dir verständlich erklären!

LG Lucky Luke
 
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