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Aussichten auf Arbeit mit 61 Jahren?

Maria1957

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#1
Seit Mitte Januar 2017 beziehe Ich ALG 1, habe über 300 Bewerbungen geschrieben und verliere so langsam den Mut und die Hoffnung auf einen Job, mit dem ich meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Was kann ich tun?
 

Katzenstube

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#2
Nicht aufgeben!
Ich selber bin mit 57 noch fündig geworden! Das kann auch Dir so gehen. Vor allen Dingen raus aus der Anpreisung bei Lebenslauf und Vorstellung. Auch wir alte Haudegen sind wer und bringen Erfahrungen mit, die manch ein Arbeitgeber mehr als von Nöten hat. (Meiner gehört dazu!)

Mit 54/55 hatte ich nur befristete Verträge und Null Chancen, auch kaum Vorstellungsgespräche. Vor 1 1/2 Jahren als ich etwas bockiger wurde und dachte "Ihr könnt mich mal, wenn Ihr mich nicht wollt, dann eben nicht". Da wurde es langsam zackig.... Da kam dann ein Vorstellungsgespräch nach dem anderen, einige Probearbeiten und dann auch die feste Anstellung ... ohne Befristung, was ich gar nicht glauben konnte und bis zum Schluß für ein Versehen hielt.

Nicht aufgeben - nicht von den Freunden der Agentur kleiner machen lassen als man/frau ist! Wir bezahlen die nämlich!!!!

Toi toi toi wünscht Katzenstube
 

Sportlerin

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#3
Was kann ich tun?
Weitermachen, ein wenig mit den Bewerbungsunterlagen spielen, am besten auf allen Jobportalen suchen, die nichts mit dem Arbeitsamt zu tun haben.

Ich habe gerade mit 61 eine neue Arbeitsstelle begonnen, natürlich ohne Hilfe des JC, die konnten schon lange nichts mehr für mich tun. Ich habe mich auch nur auf Stellen beworben, die in etwa meinem beruflichen Profil entsprachen. Ich habe einen unbefristeten Vertrag in Vollzeit und bin fern von ALGII. Muss allerdings auch Opfer bringen bei einer 40-Std.-Woche und 2 Std. Fahrtweg, das ist schon eine Riesenumstellung, psychisch, physisch und überhaupt.

Davor hatte ich immer Minijobs, um zu Hause nicht zu verblöden und um dadurch evtl. eine weitere Türe aufmachen zu können.

Also Mut, es gibt sie noch, die Arbeitgeber, die älteres Personal schätzen, suchen und wollen - viel Glück!
 

Maria1957

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#4
Zu all dem bin ich bereit, finde nur keinen Arbeitgeber. Die Jobportale klappere ich täglich ab, meine Anschreiben sind individuell, kreativ, nicht nullachtfünfzehn. Es ist schade, dass meine Erfahrungen nicht gesucht werden. Ich bin mir sicher, dass ich mich in einem Vorstellungsgespräch gut verkaufen kann, es kam bislang erst gar nicht wirklich so weit. Selbst die Suche nach einem Minijob war erfolglos. Frustrierend!!
 
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Seepferdchen

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#5
@Maria1957

mal ein Hinweis in eigener Sache, schau dir bitte mal diesen Thread an
zum Thema richtiges zitieren, hier wird das Schritt für Schritt erklärt.

https://www.elo-forum.org/technisch...itung-richtiges-zitieren-beitraegen-mehr.html

Bedenke richtiges zitieren spart dem Forum Ressourcen
(Server) daher schau dir mal diesen Beitrag aus dem Forum an, hier ist
Schritt für Schritt und bildlich gut von @Texter50 erklärt zum
Thema richtiges zitieren.

Auch sollte man an die user denken die mit dem Handy/ Smartphone in das Forum kommen und ggf. erst "ellenlang" Zitate lesen sollen.

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Tetorya

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#6
Wow, finde ich wunderbar ,
was Du gerade geschrieben hast !

KLASSE!

Ich bin zwar viel jünger, aber das Problem haben
viele Menschen und zwar auch sehr oft mit kurze,
kleine... Jobs...

Da das Amt nicht hilft, sondern eher mit den ganzen EGVs und ähnliches den Menschen stört und richtig im Weg steht,
dass man mehr selbst was für sich tun kann,
finde ich deine Worte sehr wichtig und aufbauend !

Hut ab dafür !

So sollte es sein.

Man soll sich hier helfen.

Daumen hoch.
 
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Wholesaler

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#7
@Maria1957: Hört sich für mich nach Altersdiskriminierung an. In welchem Bereich suchst du? Hast du bereits eine Weiterbildung absolviert? Hast du schon Erfahrungen mit ZAF gemacht und waren die positiv?
 

Maria1957

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#8
ZAF?
Eine Weiterbildung seitens der AfA hatte ich nicht.
Ich bin gelernte Industriekauffrau, war jedoch lange nicht in dem Bereich tätig. Fast 17 Jahre arbeitete ich als Empfangsmitarbeiterin in einem sehr großen Reisebüro, mit allem, was dazugehört: Kundenempfang, Telefonzentrale, Kasse, Poststelle usw.
In erster Linie suche ich eine Arbeit als Bürokraft, gerne 30 Std./Woche.
Die magische Zahl von 330 Bewerbungen seit Januar 2017 habe ich mittlerweile erreicht.
 
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cibernauta

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#9
Hallo Maria 1957,

Wenn das Alter das einzige "Vermittlungshemmnis" ist, sollten die Chancen nicht ganz schlecht sein. Die BA spricht davon, dass sich mit jedem Hemmnis die Chancen auf Arbeit halbieren.

Ich wundere mich etwas über die Hohe Zahl an Bewerbungen. Während meiner Bewerbungsphase gab es manchmal monatelang gar keine passenden Stellen.

Arbeit als Bürokraft suchen leider sehr viele. Hier müsste man vielleicht versuchen, das Profil etwas zu schärfen.

Weiterbildung einfach so ins Blaue halte ich auch nicht für sinnvoll. Verwaltungsfachwirtin würde mir da noch einfallen.

Ein Patentrezept gibt es nicht. Viele Stellen werden auf Basis von Vitamin B vergeben. Man kann nur dranbleiben und alles Mögliche versuchen. Mit dem Gedanken anfreunden, dass es nicht klappt, muss man sich allerdings auch.

Gruß
 

Rotten

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#10
Seit Mitte Januar 2017 beziehe Ich ALG 1, habe über 300 Bewerbungen geschrieben und verliere so langsam den Mut und die Hoffnung auf einen Job, mit dem ich meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Was kann ich tun?
Ruhig bleiben und es geniessen, frei von Zeitarbeit oder anderem Ausbeutertum zu sein. "Arbeit" ist nichts, an dem man den eigenen Wert festmachen sollte.

Die unnötige psychische Belastung, die entsteht, wenn man 300 dieser Bewerbungen umsonst schreibt, hättest Du Dir ersparen können, wenn Du anstatt dieser unerquicklichen Tätigkeit in der freien Natur spazieren gegangen wäörest, Sport getrieben hättest oder auch nur ein gutes Buch gelesen hättest.

Denk daran, was für eine üble Arbeitswelt in diesem lande Einzu gehalten hat. Die schlimmste in fast ganz Europa. Darauf baut ja der ganze wirtschaftliche "Aufschwung".

Cool down, und wenn sich dann DOCH etwas ergäbe, rein zufällig, was fair ist, dann hast Du Kraft, dafür zu kämpfen; Kraft die Dir jetzt durch das panische Bewerbungenverschicken abhanden gekommen ist.

Man kann nur dann etwas finden, wenn man nicht danach sucht.
 

Gollum1964

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#11
In erster Linie suche ich eine Arbeit als Bürokraft, gerne 30 Std./Woche.
Hallo Maria,

leider ist die Arbeitssuche ab spätestens 45/50 unabhängig von der Qualifikation schwer. Selbst wenn es zu VG kommt, muss man sich vieles anhören, was einen faden Beigeschmack hat, wenn man schon länger aus dem Arbeitsprozeß raus und dazu noch ein älteres Semester ist. Das ist dann auch nicht sehr witzig. Letztlich nimmt man im Zweifel meistens jemand, der jünger (und billiger) ist.

Bis in die 90er Jahre war es sogar üblich, Angaben wie gewünschtes Alter, Geschlecht, usw. in der Stellenanzeige anzugeben. Das war zwar moralisch anrüchig, aber zumindest ehrlich. Heute gibt es das AGG, aber was bringt es, wenn Arbeitgeber das trotzdem nicht interessiert. Die frühere Lösung hatte zumindest die Arbeit für Suchende und Arbeitgeber minimiert und aussichtslose Bewerbungen vermieden.

Bei attraktiven Vollzeitjobs, wenn ich denn einmal VG bekam, fragte ich immer nach der Anzahl der Bewerber.
Bsp. Stelle als Debitorenbuchhalter bei einem Hörgeräteanbieter dieses Frühjahr: 90 schriftliche, davon 8 im VG
Das ist leider Realität trotz der allmonatlichen Jubelmeldungen durch die BA.

Alternativ mit deutlich besseren Chancen ZAF, PAV, CC oder co.
Aber muß man sich das in dem Alter noch antun?

Vielleicht kommen noch Teilzeit- und Minijobs in Frage, wo die Bewerberzahl aber auch nicht zu unterschätzen ist.

Letzte Alternative bildet noch Freiberuflichkeit, was aber auch nicht jedermanns Sache ist.

Letztendlich hat man ab einem gewissen Alter keine guten Alternativen mehr und muss einfach auf viel Glück hoffen, was jedoch nicht zu erzwingen ist.

Wichtig ist, dass man sich diese Misere nicht selber ankreidet, sondern als externe Gegebenheit akzeptiert, der man nur mit viel Glück entkommt.
 

Wholesaler

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#12
@Maria1957: ZAF bedeutet Zeitarbeitsfirma. Hast du schon einmal bei einer gearbeitet und wie sind/waren deine Eindrücke?

Du suchst eine Anstellung in einem Bereich, der recht überlaufen ist. Die Arbeitgeber haben die Qual der Wahl. Als Arbeitsloser mit Ü60 ist das schon nicht einfach. Bewirb dich weiter intensiv und mehr kannst du nicht machen.

Wie lange bekommst du noch ALG1? Wann möchtest du in Rente gehen?
 

Maria1957

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#13
Ich habe mich bei Zeitarbeitsfirmen schon oft beworben, jedoch keine guten Erfahrungen gemacht. Mit denen mag ich nichts zu tun haben. Ich fühlte mich veräppelt, Stellen, auf die ich mich bewarb, gab es in der Realität gar nicht, die wollten nur Daten sammeln. Einige meldeten sich gar nicht, bei einem VG hat man mich über eine Stunde im Besprechungszimmer warten lassen, ich bin dann gegangen.
ALG 1 bekomme ich bis Mitte September 2019. Ich werde nicht vorzeitig in Rente gehen können, da ich nicht genügend Jahre versicherungspflichtig beschäftigt war. Und für eine EU-Rente bin ich wohl nicht krank genug.
Wie man es dreht und wendet, es ist alles Mist, das Geld wird wohl immer sehr knapp bleiben, das habe ich akzeptiert. Es ist kein schönes Gefühl.
Und die Rente später wird auch nur so gerade reichen.
 

cibernauta

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#14
Und die Rente später wird auch nur so gerade reichen.
Na immerhin wird sie reichen. Das ist bei vielen heute ja gar nicht mehr der Fall.

Wenn bei einer Leihbude mal eine passende Stelle dabei sein sollte, kann man sich auf diese bewerben und einer Speicherung der Daten im Bewerberpool widersprechen. Man darf auch durchaus Fragen zur Stelle stellen, bevor man sich bewirbt.

Ich habe schon erlebt, dass das Stellengesuch dann aus der Jobbörse gelöscht wurde. Wenn schon die Namen der EDV-Anwendungen falsch geschrieben und für eine Facharbeiterstelle nur Grundkenntnisse gefordert werden, kann man fast davon ausgehen, dass es Fake ist.

Es ist nur Zeitverschwendung, sich auf sowas zu bewerben, denke ich.
 

Gollum1964

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#15
Ich fühlte mich veräppelt, Stellen, auf die ich mich bewarb, gab es in der Realität gar nicht, die wollten nur Daten sammeln.

Wie man es dreht und wendet, es ist alles Mist, das Geld wird wohl immer sehr knapp bleiben, das habe ich akzeptiert. Es ist kein schönes Gefühl.
Hallo Maria,

wegen den ZAF kann ich nur zustimmen. Mindestens 80 % der angebotenen Stellen waren plötzlich im VG nicht mehr offen.

Falls du bis Eintritt ALG2 (ist ja noch 1 Jahr Zeit) keinen Job bekommst unbedingt aufpassen, dass dein Restvermögen nicht oberhalb der Schonvermögensgrenze liegt (62*150=9.300 EUR)! Den darüberhinausliegenden Betrag bitte durch sinnvolle Investitionen bis dahin abschmelzen.
 

Wholesaler

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#16
ALG 1 bekomme ich bis Mitte September 2019.
Das ist Gott sei Dank noch ein gutes Jahr, aber die Zeit vergeht ja wie im Flug. Ich würde bei der AfA nach einer Weiterbildung fragen. Das mag dir für deine Stellensuche vielleicht nicht viel bringen, aber dein ALG1-Anspruch verlängert sich dadurch und du gewinnst Zeit.

Die negativen Eindrücke von den ZAF kann ich leider vollumfänglich bestätigen. So lange sich das System nicht grundlegend ändert, werde ich Zeitarbeit meiden wie der Teufel das Weihwasser. Die Hoffnung auf wesentliche Verbesserungen in der Branche habe ich jedoch langsam aber sicher aufgegeben.

Wenn nichts Anderes übrig bleibt, wirst du in einem Jahr leider ALG2 beantragen müssen. Du hast dann ein Schonvermögen von 10.050 Euro. Wäre das sehr schmerzhaft (zu viel Vermögen vorhanden) oder würdest du "sanft" fallen, weil du nach Auslaufen des ALG1-Anspruchs sofort bedürftig wärst?
 

Maria1957

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#17
Leider kenne ich mich nicht aus, aber ich habe gelesen, dass eine selbstgenutzte Eigentumswohnung bis 80m" zum Schonvermögen zählt. Wer kennt sich da aus?
Eine Weiterbildung in meinem Alter gibt es nicht, "rentiert" sich nicht.
 

Birt1959

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#18
Eine Weiterbildung in meinem Alter gibt es nicht, "rentiert" sich nicht.
Da muss ich Dir aber widersprechen! Sieh es mal so: Das wirklich einzige, was man Dir nicht nehmen kann sind deine Erfahrungen und dein Wissen. Eigentum und Gesundheit kann man verlieren.

Weiterbildung ist ein weites Feld - das Erlernen einer neuen Fremdsprache kann auch Programmierern was geben und das Erlernen von grundlegender Programmierung bringt auch den Lateinlehrer weiter - selbst dann, wenn er Beamter ist.

Ich habe studiert und bis auf einige Zeit der Freiberuflichkeit nie im studierten Beruf gearbeitet. Und dennoch habe ich heute noch Freude daran, in der hiesigen Unibibliothek, Fachzeitschriften und -bücher zu lesen. Beruflich bringen wird es mir nichts mehr - ich werde demnächst 60.

Außerdem habe ich mich häufig genug als Sekretärin oder Sachbearbeiterin durchgeschlagen.

Ansonsten: Kopf hoch und sieh es mal so: spätestens ab 45 ist man/frau auf dem Arbeitsmarkt nicht unbedingt der Hit. Nicht jede/r Erwerbslose/r ist in der Arbeitslosenstatistik nicht erfasst. Aber der Wert eines Menschen hängt doch nicht vom Job ab. Natürlich fördert ein Job, das Selbstbewußtsein, weil man nicht vom Affenamt, wie meine Tante selig das Arbeitsamt nannte, abhängt und vielleicht auch nicht jeden Cent umdrehen muss.

Bestätigung kann man sich viel besser im Ehrenamt holen, denn da kann man selbst bestimmen, wo und wie intensiv man sich einbringt. Altenheime und Kliniken haben oft einen Besuchsdienst, es gibt Pfarreien, die so was und andere Angebote haben und Tierheime freuen sich über jeden, der mithilft. Die Besuchten, die Pfarreien und die Tiere freuen sich auch und das kriegt man sofort zurück.
 
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Gollum1964

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#19
selbstgenutzte Eigentumswohnung bis 80m" zum Schonvermögen zählt. Wer kennt sich da aus?
Eine Weiterbildung in meinem Alter gibt es nicht, "rentiert" sich nicht.
Hallo Maria,

wegen der Immobilie kenne ich mich nicht so gut aus, aber ich finde 80qm für eine Einzelperson schon sehr viel. Vielleicht wissen andere Foristen etwas mehr.

Falls du eine Fortbildung wünscht, solltest du das auf jeden Fall im ALG1-Bezug beantragen. Umschulungen sind in dem Alter wohl nicht mehr möglich, aber mehrmonatige Fortbildungen denke ich schon. Ich habe selber so eine mit Ü50 noch bekommen. Außerdem verlängert sich dein ALG1-Anspruch um 50 % der Fortbildungsdauer, was positiv für die Rente ist.

Vielleicht ist ja bei dir die Rente mit 63 eine Option trotz der Abschläge. Das ist insbesondere dann ernsthaft zu erwägen, falls du aufgrund deiner langjährigen Tätigkeit über ein hohes Vermögen verfügst. Dieses müsstest du nämlich vor Bezug von ALG2 bis auf die Höhe des Schonvermögens (9300 EUR mit 62) aufbrauchen.

Aber noch ist ja 1 Jahr als Puffer vorhanden und vielleicht ergibt sich ja noch was.:peace:
 

Maria1957

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#21
Ich habe keine Ersparnisse, leider, bin direkt auf ALG2 angewiesen.
 

Gaestin

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#22
Maria, hast Du mal überlegt,
für Ältere, die Reisen buchen wollen,
Hilfe anzubieten? Es gibt sehr viele
Ältere, die nicht in der Lage sind,
online zu buchen und kein Reisebüro in der
Nähe haben. Ich weiß nicht, wo Du wohnst.
Aber Du würdest bestimmt gut beraten können.
Es geht ja darum die Zeit bis zur Rente zu nutzen
und später etwas dazuzuverdienen, wenn die Rente
zu knapp ist.
 

Maria1957

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#23
Das ist eine gute Idee, danke dafür. Meinst du auf Selbstständigen-Basis? Ich habe fast 17 Jahre in einem Reisebüro gearbeitet, zwar nicht als Beraterin, habe vieles mitbekommen.
 

Gaestin

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#24
Maria ich dachte auch, älteren Leuten bei Online-Reisebuchungen zu helfen und zu beraten. In Deiner Umgebung und auf Deinem Computer, wenn sie keinen haben und kein Reisebüro da ist.
Als Übergang. Und damit das Amt sieht, dass Du präzise Vorstellungen hast. Es wird erst einmal nicht viel bringen
und wird auch zum größten Teil angerechnet, aber es wäre
ein Schritt in Richtung Selbständigkeit wenn es läuft.
Nur eine Idee.
 

Wholesaler

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#25
Ich habe keine Ersparnisse, leider, bin direkt auf ALG2 angewiesen.
Was du nicht besitzt, kann dir auch keiner wegnehmen. Sieh es mal so. Mit Ü60 kurz vor Hartz4 einen Großteil seiner Ersparnisse, die man sich durch jahrzehntelange harte und ehrliche Arbeit aufgebaut hat, verleben zu müssen, finde ich ehrlich gesagt noch übler.

Wie sieht es mit einem Minijob aus? Daraus kann sich eventuell auch etwas ergeben.
 

Maria1957

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#26
Bei meiner Minijob-Suche hatte ich bislang auch keinen Erfolg. Es waren ein paar ganz tolle Jobs dabei, die ich leider nicht annehmen konnte, da ich nicht lange stehen kann. Ich bin daher auf sitzende Tätigkeit fokussiert.
Also geht die Suche weiter, ich habe aber keine Hoffnung mehr.
 

Wholesaler

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#27
Also geht die Suche weiter, ich habe aber keine Hoffnung mehr.
Bitte nicht resignieren. Wenn du so denkst, dann wirst du definitiv keinen Erfolg haben. Merke: Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Hast du kein Vitamin B? Dadurch kommt man an gute Stellen und nicht durch Vermittlungsvorschläge der AfA oder des Jobcenters.
 

Rotten

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#28
Bei meiner Minijob-Suche hatte ich bislang auch keinen Erfolg. Es waren ein paar ganz tolle Jobs dabei, die ich leider nicht annehmen konnte, da ich nicht lange stehen kann. Ich bin daher auf sitzende Tätigkeit fokussiert.
Also geht die Suche weiter, ich habe aber keine Hoffnung mehr.
Stelle dein Leben vollkommen um. Weg von der kranken deutschen Arbeitswelt, gedanklich. Weg von all der Ausbeutung, die dir erspart bleibt. Die deutsche Arbeitswelt ist so perfide, hinterhälzig und menschenzerstörend geworden, dass 55% aller Deutschen gerne auswandern würden, falls sie es denn könnten.

Und da willst Du in Deinem Alter noch hin??? Echt, das ist selbstzerstörerisch.

Selbst mit wenig Geld kann man noch sehr viel tuen an jedem Tag, besonders jetzt hier im Herbstsommer.
Wenn Du Dich wegkonditioniert von deinem inneren Zwang, unbedimgt arbeiten zu müssen, geht es dir viel besser in jeder Hinsicht.

Statt also Arbeit zu suchen (die bezüglich einer höheren Rente in Deinem Alter schon garnicht mehr nützt), arbeite an dir selbst, wie oben beschrieben.
 

Maria1957

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#29
Hallo Rotten,
entschuldige bitte, doch mit deinen Beiträgen kann ich nichts anfangen.
 

morama

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#30
ZAF?
Eine Weiterbildung seitens der AfA hatte ich nicht.
Da ist wohl der Hase im Pfeffer begraben. Davon gibt es wie Sand am Meer.......

Maria, mir geht es genauso wie dir. Ich habe zumal eine SB, die hilft mir überhaupt nicht. Ich würde so gerne noch was lernen, was mich weiterbringt, aber die geben kein Geld mehr für mich aus. Die, die nichts wollen, kriegen, da jünger. Ich bin jetzt 54 geworden, fühle mich aber nicht so, aber das juckt die Arbeitgeber nicht. Vorstellungsgespräch hatte ich mal ein paar wenige in den 2,5 Jahren, aber ist nichts draus geworden. Mein Kind will bald ausziehen, ich finde weder Job noch Wohnung, wo das endet ist klar. Weiterbilden ohne die finanziellen Mittel wird nichts, die habe ich leider nicht. Alles was man anfangen will, da werden einem Steine in den Weg gelegt. Ich habe zwischendrin den Bundesfreiwilligendienst gemacht, hatte wenigstens 200 Euro mehr im Monat. Ich verfalle immer mehr in ein Loch und will aber nicht bis zur Rente (die reicht nicht annähernd, also wird der Lebensabend noch ärmer)zusehen und rumgammeln. Ich will leben, mir auch mal wieder was gönnen...
 
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