Aussicht auf Genehmigung von Umzugskosten

Hikaru

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Hallo,

ich habe vor kurzem eine neue Arbeitsstelle gefunden (meine erste seit der Ausbildung, die am 17.1. beendet wurde) und diese zum 15.3. angetreten, nun ist diese Arbeitsstelle aber mit dem ÖPNV (auf den ich durch meine Schwerbehinderung angewiesen bin) allerdings zwischen 2 und 3 Fahrstunden entfernt (je nach Verbindung).

Nun würde ich gern 20 km weiter weg von der Arbeitsstelle allerdings ÖPNV-mäßig ca 1-2 Stunden (je nach Verbindung) näher heranziehen (und was mir viel wichtiger ist: Das ganze von 4 auf 1 Umstieg reduzieren).

In die Stadt der Arbeitsstelle würde ich nur sehr ungern ziehen, da es sich um eine Stadt handelt, die eine mieserable Anbindung an den Nahverkehr hat und ich doch gern recht mobil bin (und halt auch gern mal jemanden besuche, der in ÖPNV Reichweite liegt)

Zusammengefasste Infos:


Derzeitiger Wohnort:
Moers (Kreis Wesel)
Geplanter Wohnort: Düsseldorf - direkt an den HBf.
Arbeitsort: Straelen
Alter: 22
Arbeitszeit/Woche: 40 Stunden
Schwerbehinderung: Ja (GdB 70, Merkzeichen: G B RF)
Eigenes Kraftfahrzeug: nein (kein Führerschein möglich a.G. der Behinderung)

Kommen wir nach den Erläuterungen zur Situation nun zu meinen Fragen:


  1. Wie stehen die Chancen, dass die Kosten für Umzug und ggf. Erstausstattung/Kaution durch die ArGe übernommen werden und welche Anträge müsste ich ggf. stellen?
  2. Ist ein Antrag nach Antritt der Stelle überhaupt möglich?
  3. Berücksichtigt die Argentur auch, dass ich auf den ÖPNV angewiesen bin und so trotz größerer Entfernung bequemer zur Arbeit kommen würde?

Ich bedanke mich schon einmal im Voraus für eure Antworten.

Edit: Habe noch ein paar Infos hinzugefügt und das ganze etwas leserlicher formatiert.
 

DeluxeAssi

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Einfach mal einen Antrag stellen auf Umzug. Bist Du denn noch im Bezug, oder durch den Job ganz raus?

In deinem Antrag solltest Du evtl. vermerken, dass diese lange Anfahrtszeit nicht länger machbar ist und Du ansonsten evtl. den Job nicht weiter ausüben kannst. Denn die zahlen nur, wenn ein erforderlicher Umzug ansteht.
Das wäre gegeben, wenn ohne Umzug deine Arbeitsstelle gefährdet wäre. Also musst Du das Pferd so satteln.

Aber wie schaut es aus mit einer Wohnung? Düsseldorf ist nicht ganz leicht etwas bezahlbares zu finden. Bahnhofsviertel ist nicht gerade so gemütlich
 

gila

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Hallo - ich bin zwar nicht der "Umzugsspezialist" - aber ich würde sagen: unbedingt den Antrag stellen. NICHT mündlich abweisen lassen. Dein Anliegen ist schon aufgrund der Schwerbehinderung sowie der Umstände, die du in Kauf nimmst, um zu arbeiten etwas, was man würdigen sollte und nicht mündlich abtun.

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Hallo,

ich habe vor kurzem eine neue Arbeitsstelle gefunden (meine erste seit der Ausbildung, die am 17.1. beendet wurde) und diese zum 15.3. angetreten, nun ist diese Arbeitsstelle aber mit dem ÖPNV (auf den ich durch meine Schwerbehinderung angewiesen bin) allerdings zwischen 2 und 3 Fahrstunden entfernt (je nach Verbindung).

Nun würde ich gern 20 km weiter weg von der Arbeitsstelle allerdings ÖPNV-mäßig ca 1-2 Stunden (je nach Verbindung) näher heranziehen (und was mir viel wichtiger ist: Das ganze von 4 auf 1 Umstieg reduzieren).

In die Stadt der Arbeitsstelle würde ich nur sehr ungern ziehen, da es sich um eine Stadt handelt, die eine mieserable Anbindung an den Nahverkehr hat und ich doch gern recht mobil bin (und halt auch gern mal jemanden besuche, der in ÖPNV Reichweite liegt)

Zusammengefasste Infos:


Derzeitiger Wohnort:
Moers (Kreis Wesel)
Geplanter Wohnort: Düsseldorf - direkt an den HBf.
Arbeitsort: Straelen
Alter: 22
Arbeitszeit/Woche: 40 Stunden
Schwerbehinderung: Ja (GdB 70, Merkzeichen: G B RF)
Eigenes Kraftfahrzeug: nein (kein Führerschein möglich a.G. der Behinderung)

Kommen wir nach den Erläuterungen zur Situation nun zu meinen Fragen:


  1. Wie stehen die Chancen, dass die Kosten für Umzug und ggf. Erstausstattung/Kaution durch die ArGe übernommen werden und welche Anträge müsste ich ggf. stellen?
  2. Antrag für Umzug und Erstaustattung :)
  3. Ist ein Antrag nach Antritt der Stelle überhaupt möglich?
  4. Das ist mit Schwierigkeiten verbunden, denn Bewilligung gibt meist erst AB Antragstellung.
  5. Berücksichtigt die Argentur auch, dass ich auf den ÖPNV angewiesen bin und so trotz größerer Entfernung bequemer zur Arbeit kommen würde?
  6. Ich denke, ja, du solltest aber genau Zeitangaben anführen, d. h. Fahrzeit gesamt/Umsteigen Gegenüberstellung
  7. Wenn der Antrag durchgeht, werden auch die Erstaustattung und Umzugskosten übernommen werden müssen.

Ich bedanke mich schon einmal im Voraus für eure Antworten.

Edit: Habe noch ein paar Infos hinzugefügt und das ganze etwas leserlicher formatiert.
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Hikaru

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Thematiker*in
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29 März 2012
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Einfach mal einen Antrag stellen auf Umzug. Bist Du denn noch im Bezug, oder durch den Job ganz raus?

In deinem Antrag solltest Du evtl. vermerken, dass diese lange Anfahrtszeit nicht länger machbar ist und Du ansonsten evtl. den Job nicht weiter ausüben kannst. Denn die zahlen nur, wenn ein erforderlicher Umzug ansteht.
Das wäre gegeben, wenn ohne Umzug deine Arbeitsstelle gefährdet wäre. Also musst Du das Pferd so satteln.

Aber wie schaut es aus mit einer Wohnung? Düsseldorf ist nicht ganz leicht etwas bezahlbares zu finden. Bahnhofsviertel ist nicht gerade so gemütlich
Danke für diesen Tip, das werde ich wohl mal tun.
Direkt ins Bahnhofsviertel übrigens auch nicht... Er sollte aber fußläufig in 10 Minuten erreichbar sein... Ich denke da an Oberbilk, Oberkassel, Stadtmitte und Friedrichsstadt ;)

Ganz vergessen: Nein ich bin durch den Job ganz aus dem Bezug raus... und das war ziemlich genau 3 Wochen nachdem mein Leistungsantrag angenommen wurde...

canny:

Danke für die relativ aufschlussreichen Antworten. Noch habe ich keinen Mietvertrag o.ä. unterschrieben, daher kann es ja auch gern erst AB Antragsstellung gelten - oder habe ich dich hier missverstanden... ;)

Gibt es für diesen Antrag denn Vordrucke oder kann der in freier Form eingereicht werden?

Kann man den Antrag auf Erstausstattung und Kautionsdarlehen etc. gleich mit im Antrag auf Umzug stellen?

Gruß
Hikaru
 
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Erforderlicher Umzug

Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (SG Lüneburg 19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08).

Dies ist auch in Fallkonstellationen der Fall wenn dies
wegen der Annahme einer Arbeitsstelle an einem anderen Ort außerhalb des Tagespendelbereichs angezeigt ist (SG Frankfurt/M. 18.1.2006 - S 48 AS 20/06 ER )
 
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