Aussendienst stand vor der Tür und meint ich sei verdächtig?? was nun? (1 Betrachter)

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untouch

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Hallo Liebes Team,

Soeben hatte ich einen unangemeldeten Besuch von 2 Aussendienstmitarbeitern meines Job Centers.

Ich liess sie erstmal weil ich eigentlich nichts zu verbergen habe hinein

Ich beziehe seit einem Jahr Leistungen und habe eine Freundin.

meine Freundin hat bei mir ca 7 Paar Schuhe im Flur stehen, wohnt aber nicht bei mir zuhause...

Diese Schuhe wurden sofort als "verdächtig" kommentiert und ins Protokoll aufgenommen

daraufhin verbot ich ihnen meine anderen Räume zu betreten da ich es auf einmal als eine Frechheit und Störung meiner Privatsphäre empfand.. meine Freundin darf ja wol Klamotten bei mir unterbringen.

darauf hin brach der Hausbesuch ab.


Womit muss ich denn jetzt rechnen und wie kann ich mich wehren wenn mein Leistungssachbearbeiter mir nun das Geld sperrt?

gibt es irgendeine Klausel §§ die ich ihm dann vorlegen kann wo steht das mir jetzt mein Geld nicht einfach so gesperrt werden kann?

LG und vielen Dank
 

Fienchen

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Ich liess sie erstmal weil ich eigentlich nichts zu verbergen habe hinein
aaargh, wenn ich sowas immer lese :eek: Nix zu verbergen.. Wir haben ja alle nix zu verbergen, darum lassen wir uns gerne überwachen und alles mit uns machen :icon_neutral:

Du musst die Mitarbeiter überhaupt gar nicht reinlassen, sie haben sich vorher anzumelden. Und dann weiss ich nicht, ob DU in der Beweispflicht bist, kann sein, das DU beweisen musst, das deine Freundin eben NICHT bei dir wohnt (meine ich mich dunkel zu erinnern, kann aber auch sein, das ich falsch liege, dann sorry.)
 

Volker

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Hast ja nichts zu verbergen...

Wie kann man nur seine Rechte auf Unverletzlichkeit, einer
"Habe nichts zu verbergen" Schnüffler-Kultur opfern?


Die ARGE wird sich melden, dann weisst du es.

Las keinen dieser Schnüffler mehr rein. Achte
auf den nächste Überweisung, ob die stimmt.

Damit meldest du dich dann wieder, dann schauen wir mal.

Volker
 

untouch

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hmm vielen dank erstmal....

also stimmt es das die mir nichts sperren können nur weil ich denen den zutritt verboten hab?
 

martinpluto

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Ich vermute, die werde dir eine "Bedarfsgemeinschaft" mit der Freundin unterstellen und deswegen 10% weniger an Leistungen bezahlen wollen (obwohl die nicht bei dir wohnt). Ein Hausbesuch kann nur unter konkreter Angaben von Gründen erfolgen. Der Zutritt kann dann immer noch verwehrt werden (man überlegt sich wie man den Verdachtsmoment entkräftet, das geht oft auch anders als durch Hausbesuch).
 

Missyuna

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Nuja, das Problem wird sein,

das du sie reingelassen hast, sie die Schuhe gesehen haben, als verdächtig notiert haben und du dann die Sache abgebrochen hast.

Dadurch wirste mit sicherheit bei der Arge so eingestuft, das sie hätten noch mehr gefunden, wenn sie weiter gegangen wären. (Bad, Schlafzimmer ect.) und das wird se dir mit sicherheit erstmal so auslegen.

sollten du irgendwelche Sanktionen bekommen, hast du ja immer noch dein Wiederspruchsrecht.
 

Mario Nette

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@martinpluto
Da bist du aber noch sehr optimistisch. Ich denke eher, dass sie die Angaben der Freundin (Lohn uns so weiter ...) fordern werden und die Leistungen vorsorglich erst einmal einstellen.

Mario Nette
 

Missyuna

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richtig, ich denke nicht, das se jetzt noch "nett" sind

ich würde vorsorglich, Mietvertrag der freundin kopieren, sicherlich musst du belegen, das sie nicht bei dir wohnt.
 

martinpluto

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mario, da kannst du auf jeden Fall recht damit haben; er kann sich schon mal darauf einstellen die getrennte Kontoführung und das nicht gemeinsame Wirtschaften (Einstandsgemeinschaft) zu belegen...
 

desmona

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richtig, ich denke nicht, das se jetzt noch "nett" sind

ich würde vorsorglich, Mietvertrag der freundin kopieren, sicherlich musst du belegen, das sie nicht bei dir wohnt.
...und genau das würd ich nicht machen...das sind Daten Dritter, die du auf keinen Fall weitergeben darfst/ solltest

...und wenns morgen ne andere Freundin ist wird auch mal vorsorglich deren Mietvertrag und ggf. Einkommen kopiert :icon_neutral:
 

Missyuna

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gewisse stellen natürlich schwärzen,

ich meine, wie sollte er des sonst belegen können? wenns hart auf hart kommt?

Vermieter schwärzen, unterschrift auch von ihm, das halt nur ersichtlich ist, Frau abc und ab wann mietvertrag läuft.

Allerdings wie Marion Nette schon schrieb, sie werden sowas einfordern, damit er eine BG wiederlegen kann.
 

Volker

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richtig, ich denke nicht, das se jetzt noch "nett" sind

ich würde vorsorglich, Mietvertrag der freundin kopieren, sicherlich musst du belegen, das sie nicht bei dir wohnt.
Muss nicht sein.

Aber Dinge der Freundin jetzt vorzulegen, nee.
Muss sie nicht, ende. Geht die nicht an. Kann sie auch noch
komplett verweigern. Ich würd nicht mal ihren Namen erwähnen,
dann suchen die eventuell deren Daten auch noch raus.

Die haben zwar Schuhe gesehen, da sollen sie belegen, das jemand zusätzlich da wohnt. Sind alles Unterstellungen. Vielleicht noch ein Schreiben der Freundin, das sie nicht dort wohnt. Mehr würde es nicht geben, von mir. Bei Kürzungen SG, notfalls Eilantrag.

Was den Abbruch angeht: folgendes Argument:
Die kamen rein und haben freche Unterstellungen geäussert,
daher war der Abbruch nötig.

Es wäre gut zu wissen, warum die ankammen.

Volker


Volker
 

Volker

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Also meine Bekannte hatte mal knapp hundert Paar Schuhe.
Sie hatte zu dieser Zeit, bei mir 3 Paar stehen und 1 paar Schlappen.

Und Socken und einen Mantel.


Kann ja ja ähnlich sein, bei untouch.
 

Volker

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gewisse stellen natürlich schwärzen,

ich meine, wie sollte er des sonst belegen können? wenns hart auf hart kommt?

Vermieter schwärzen, unterschrift auch von ihm, das halt nur ersichtlich ist, Frau abc und ab wann mietvertrag läuft.

Allerdings wie Marion Nette schon schrieb, sie werden sowas einfordern, damit er eine BG wiederlegen kann.
Verweigert die Freundin und gut ist. Würde dies auch schriftlich machen, für SG.

Arge ist keine Vernehmungsbehörde.
 

Curt The Cat

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...

Soeben hatte ich einen unangemeldeten Besuch von 2 Aussendienstmitarbeitern meines Job Centers.

Ich liess sie erstmal weil ich eigentlich nichts zu verbergen habe hinein ...
Du hast aber, wie Du weiter unten richtig schreibst, eine Privatsphäre. Deine Wohnung ist unverletzlich gemäß Artikel 13 GG - auch für ARGE Schnüffler!!

Ich beziehe seit einem Jahr Leistungen und habe eine Freundin.

meine Freundin hat bei mir ca 7 Paar Schuhe im Flur stehen, wohnt aber nicht bei mir zuhause...

Diese Schuhe wurden sofort als "verdächtig" kommentiert und ins Protokoll aufgenommen

daraufhin verbot ich ihnen meine anderen Räume zu betreten da ich es auf einmal als eine Frechheit und Störung meiner Privatsphäre empfand.. meine Freundin darf ja wol Klamotten bei mir unterbringen.

darauf hin brach der Hausbesuch ab.


Womit muss ich denn jetzt rechnen und wie kann ich mich wehren wenn mein Leistungssachbearbeiter mir nun das Geld sperrt?

gibt es irgendeine Klausel §§ die ich ihm dann vorlegen kann wo steht das mir jetzt mein Geld nicht einfach so gesperrt werden kann?

LG und vielen Dank
Erst mal :icon_pause: trinken und abwarten was kommt. Vor allen Dingen keinen vorauseilenden Gehorsam an den Tag legen.

Da Deine Freundin nicht bei Dir lebt, hat sie wohl eine eigene Meldeadresse. Egal was die ARGE zu Deiner Freundin wissen will, verweise sie darauf, daß sie sich vertrauensvoll an Deine Freundin wenden dürfen und mach keinesfalls irgendweiche Angaben. Nicht mal ihre Adresse würde ich denen geben ...

Gerne wird dann seitens der ARGE die Mitwirkungspflicht ins Spiel gebracht. Laß Dich nicht verunsichern. Deine Mitwirkungspflicht erstreckt sich nicht auf Dritte!


:icon_wink:

 

Tamina

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Ich habe in meiner Wohnung eine Hundeleine und Kinderspielzeug, obwohl ich weder einen Hund halte noch ein Kind hier wohnt.

Bei Dir stehen eben Schuhe, na und?
Wenn bei Dir ein Hufeisen liegt, besitzt Du dann etwa ein Pferd??:icon_neutral:
 
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ExitUser

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Hallo untouch,

Deine Freundin kann selbstredend sooft zu Besuch bei Dir sein, wie es Euch beliebt und man kann Euch dadurch keine Bedarfsgemeinschaft unterstellen. Möglicherweise wird es aber versucht.

Hast Du eine Idee, warum der Aussendienst bei Dir war?

Denn bevor ein Aussendienst eingeschaltet wird, gilt dieses:

Der Hausbesuch ist auch immer nur dann durchzuführen, wenn er zur Klärung bereits bekannter Indizien hilft. Eine routinemäßige Durchführung von Hausbesuchen zur Feststellung von Leistungsmissbrauch ohne vorherige Indizien ist nicht zulässig. (“Verdachtsfindung”).
Quelle
 

Berenike1810

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@untouch,

wenn sie woanders wohnt und woanders gemeldet ist, kann sie noch 30 Paar Schuhe und anderes unterstellen !

Ihre Unterlagen (Einkünfte u.s.w.) gehen die nichts an, so lange sie nicht bei Dir wohnt und Kundin beim Sozialstaat ist.

.
 

Volker

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Ich weiss was....:icon_idee:

Lasst uns an vielen Türen, sieben fremde Schuhe aufstellen...

Nee Hundeleine dazu und Spielzeug...:icon_mrgreen:
 

Rudi

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Hallo untouch,

Deine Freundin kann selbstredend sooft zu Besuch bei Dir sein, wie es Euch beliebt und man kann Euch dadurch keine Bedarfsgemeinschaft unterstellen. Möglicherweise wird es aber versucht.

Hast Du eine Idee, warum der Aussendienst bei Dir war?

Denn bevor ein Aussendienst eingeschaltet wird, gilt dieses:
Der Hausbesuch ist auch immer nur dann durchzuführen, wenn er zur Klärung bereits bekannter Indizien hilft. Eine routinemäßige Durchführung von Hausbesuchen zur Feststellung von Leistungsmissbrauch ohne vorherige Indizien ist nicht zulässig. (“Verdachtsfindung”).
Quelle
In so einem Fall kommt immer der berühmte Satz:

"Wir sind einem anonymen Hinweis nachgegangen"

Ist eine reine Schutzbehauptung um ihr rechtwidriges Verhalten zu begründen. :icon_neutral::icon_dampf:
 

untouch

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nein also ehrlich gesagt war es so:

mein sachbearbeiter hat sich geändert und der neue wollte dann von mir neue kontoauszüge sehen.

meine wohnung gehoert dem freund meiner mutter und hat einen mietwert von ca 600 euro ( ich muss aber nur 410 zahlen)

410 ist aber immer noch 90 euro zuviel

ich hab daraufhin damals mit meinem vermieter zusammen einfach die summe die im mietvertrag steht soweit runtergekürzt bis sie im erlaubten bereich war von 410 auf 320

so.. auf meinen kontoauszügen ist aber dummerweise immer ne 410 euro abbuchung zusehen.. (hab nur ein konto)

diese 90 euro mehr erklärte ich indem ich sage das ich das geld von meiner mutter immer wieder bekomme und die wohnung der familie gehört.

jetzt denkt die arge natuerlich das da was faul is und denkt das ich mehr geld zahle als ich eigentlich habe und fragt sich wo das geld herkommt ... denken natuerlich jetzt das ich einen mitbewohner habe... hab ich aber nicht...

ich hab einfach nur eine wohnung die 90 euro zu teuer ist was aus dem mietvertrag aber eben nicht hervorgeht - die 90 euro gibt mir meine mutter jeden monat wieder weil sie will das ich dort wohnen bleibe weils ja in der familie bleibt !

seh nich ein das die mich in irgendein loch verweisen obwol mir der freund meiner mutter ne ganz gute wohnung zur verfügung stellt.
das ich trotzdem miete zahlen muss is ja wol klar - wär ja noch schöner wenn die arge jetzt meinen würde der solle mich da um sonst wohnen lassen das wärs ja wol noch haha ;)

naja ich warte erst einmal ab.

Formell ist alles abgesichert bis auf die 410 euro abbuchung auf den kontoauszügen eben..

meine freundin ist nicht bei mir gemeldet

aber ich hab 0 einkommen illegal oder legal einfach null

ich bekommen 600 euro davon gehen 450 euro immer für strom,gas,wasser und miete weg ausser diesen 150 euro hab ich nichts im monat und das sieht man auch auf meinen auszügen .

ab und zu zahlt meine mutter mal ne stromrechnung für mich (kommt häufiger vor)

das is doch nicht schlimm oder?
 

martinpluto

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Hallo, Die Miete darf zu teuer sein; du bekommst nur nicht alles erstattet. Wenn bei dir 90 Euro draufkommen können die versuchen dir Einkommen zu unterstellen (wird angerechnet); das ist eine ganz schlechte Lösung
 

untouch

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Hallo, Die Miete darf zu teuer sein; du bekommst nur nicht alles erstattet. Wenn bei dir 90 Euro draufkommen können die versuchen dir Einkommen zu unterstellen (wird angerechnet); das ist eine ganz schlechte Lösung

hmm das hab ich nicht ganz verstanden
meine miete ist zu teuer aber sie zahlen ja auch nur den mindest betrag

also 90 euro weniger (sie wissen aber formell gesehen auch garnicht das es teurer für mich ist weil im mietvertrag ja die mindestzahl drinsteht)
 

martinpluto

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Wenn von dem Geld von deiner Mutter an dich auf dem Kontoauszug nix zu sehen ist, ist alles in Ordnung (man muss schon mal Kontoauszüge vorlegen bei der Arge); bei der Arge hat man kein Einkommen, das ist eine staatliche Transferleistung
 

Ralsom

Elo-User*in
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warum zahlt denn deine Mutter die 90 € nicht direkt an deinen Vermieter, anstatt es dir wiederzugeben. Du würdest dann den Preis, den die Wohnung lt. Mietvertrag kostet an deinen Vermieter überweisen. Alles weitere ginge dann die Arge doch nichts mehr an. Dann wäre auf deinen Kontoauszügen doch alles paletti?
Und wegen der Schuhe würde ich nun auch erst mal :icon_pause:. Man kann sich eine Menge ausmalen, was da jetzt kommen könnte. Aber erstmal abwarten. So einfach werden die aus 7 Paar Schuhen nun auch noch keine Bedarfsgemeinschaft machen können. Und wenn doch, dann sehen wir weiter und helfen dir beim Widerspruch.
 
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