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Francy

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Ich schreibe hier jetzt mal für meinen Bruder. Er (33) hat eine Ausbildung als Schreiner, eine Weiterbildung als Teilzeichner und eine abgeschlossene Umschulung als Technischer Zeichner hinter sich, bei letzterem grade so noch durchgekommen, es war zu anspruchsvoll für ihn. Das alles fand im geschützten Rahmen statt und brachte ihm nicht viel. Seit mehreren Jahren wird er von Zeitarbeitsfirmen wie ein Sklave rumschikaniert. Er muss mehrere Hundert Euro Spritkosten vorstrecken und das bei einem Gehalt von unter 900 € und hat Fahrtwege bis 150 km pro Tag. Jetzt aber das Hauptproblem: Alle paar Wochen verliert er seinen Job, weil er zu langsam ist! Meist wird er als Produktionshelfer eingesetzt, oft auch Akkord, was ihn stark unter Druck setzt, weil er immer weniger Stückzahlen bringt, als die anderen. Ich denke, dass er auf dem "normalen" Arbeitsmarkt keine Chance auf einen dauerhaften Arbeitsplatz hat. Ob er sich mal übers AA beim Integrationsfachdienst erkundigen soll?
Einen Schwerbehindertenausweis lehnte er damals aus falschem Stolz leider ab. Er hat eine Sprachbehinderung, Konzentrationsschwierigkeiten und er denkt sehr langsam und umständlich. Er will so gerne "normal" sein, aber so kann und darfs nicht weitergehen. Ich würde ihm so gerne helfen. Wer weiß wie :confused:

Grüßle Francy
 

UPIDO

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Integrationsfachdienst geniesse ich erst mal mit vorsicht. Bin da auch als "Kunde" von der DRV aus. Ob die viel machen können? Letztens erst meinte eine Mitarbeiterin zu mir das wenn gar nichts geht Zeitarbeit eine gute Alternative für Behinderte wäre.:(
 

ShankyTMW

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Integrationsfachdienst geniesse ich erst mal mit vorsicht. Bin da auch als "Kunde" von der DRV aus. Ob die viel machen können? Letztens erst meinte eine Mitarbeiterin zu mir das wenn gar nichts geht Zeitarbeit eine gute Alternative für Behinderte wäre.:(

Ach du liebes Lottchen, ZAF ist schon für "Gesunde" (bitte nicht falsch verstehn, ich hab nur leider grad kein besseres Wort dafür) vor allem psychisch belastend genug, und dann so eine Aussage vom DRV? :eek:

@Francy
Ich hab da auch keine wirklich Lösung, aber ich kanns gut verstehn. IMHO sollte Dein Bruder gerade von ZAFs weg kommen. Mal abgesehn vom Verdienst bringt es ihm auch so nichts und reißt ihn eher noch psychisch weiter runter zusätzlich zu seiner "Schwäche".
 

gelibeh

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Letztens erst meinte eine Mitarbeiterin zu mir das wenn gar nichts geht Zeitarbeit eine gute Alternative für Behinderte wäre.:(
So ein Blödsinn. Da wird nun wirklich keine Rücksicht auf irgendwelche Einschränkungen genommen. Ich habe 4 Jahre (86-90) in einer ZAF gearbeitet, das war Stress pur. War damals noch "Nass" und habe so versucht, den Stress abzubauen.
 

UPIDO

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Ach du liebes Lottchen, ZAF ist schon für "Gesunde" (bitte nicht falsch verstehn, ich hab nur leider grad kein besseres Wort dafür) vor allem psychisch belastend genug, und dann so eine Aussage vom DRV? :eek:

@Francy
Ich hab da auch keine wirklich Lösung, aber ich kanns gut verstehn. IMHO sollte Dein Bruder gerade von ZAFs weg kommen. Mal abgesehn vom Verdienst bringt es ihm auch so nichts und reißt ihn eher noch psychisch weiter runter zusätzlich zu seiner "Schwäche".
Die Aussage kam von einer Mitarbeiterin des Integrationsfachdienstes. Habe mich da vielleicht unklar ausgedrückt.
 

Arania

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seltsam, ich war da auch mal vor Jahren und da hat niemand so einen Blödsinn erzählt, allerdings kommt es natürlich auch immer auf die Behinderung an die man hat ob ZAF Sinn macht oder nicht
 

UPIDO

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Sinn würde ZA für mich nie machen ob mit oder ohne Behinderung.Einfach deshalb weil ich damit meine Familie nicht ernähren könnte.Ausserdem entwickelt sich bei mir sehr schnell Hass gegen Menschen die mich ausnutzen wollen.War schon immer so.
 

nordlicht22

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Ich kann Dir nur empfehlen den Sozialpsychiatrischen Dienst einmal zu kontaktieren. Nur keine Angst haben - die beraten erst einmal nur. Vorteil dabei - sie haben einen viel besseren Überblick welche Unterstützung angebracht und möglich ist. Die haben auch die Möglichkeit Gutachten zu erstellen, wenn es um Förerung geht. Fragen kostet nur einen Anruf und ein wenig Mut.

VG
 

UPIDO

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Ich kann Dir nur empfehlen den Sozialpsychiatrischen Dienst einmal zu kontaktieren. Nur keine Angst haben - die beraten erst einmal nur. Vorteil dabei - sie haben einen viel besseren Überblick welche Unterstützung angebracht und möglich ist. Die haben auch die Möglichkeit Gutachten zu erstellen, wenn es um Förerung geht. Fragen kostet nur einen Anruf und ein wenig Mut.

VG
Wenn dieser Dienst nicht mit dem Arbeitsamt zusammenarbeitet werde ich da auf jeden Fall am Montag anrufen. Habe in über zwei Jahren gelernt welche Ärzte zu meinem Nachteil zusammenarbeiten. Da ist man schnell von totkrank am anderen Tag wieder kerngesund ohne das man es selbst merkt. Zur Not bildet man sich alles nur ein. Trotzdem herzlichen Dank für den Tip.
 

nordlicht22

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Eigentlich ist der SPD eine Einrichtung von der Kommunde bzw. Kreis. Sie sind eher dafür da die Hilfe zu organisieren und dadurch Entlastung zu erreichen. Mir wurde mehrmals versichert, dass sie nur agieren wenn ich es möchte - also den Auftrag erteile. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Hilfe. Von einfachen Beratungsgesprächen bis zur Betreuung.

Ein Anruf ist es allemal wert. Du kannst ja die Nummer unterdrücken und aufpassen keine Namen oder so zu nennen. Am Besten schreibst Du Dir die Fragen vorher auf. Auf Mails hat unser Amt auch reagiert. Allerdings kann ich mir vorstellen das in Großstädten die Beratung eher knapp ausfällt. Vielleicht wäre es besser ein Amt auf dem Land anzurufen. Die Informationen sollten ähnlich sein, aber wahrscheinlich ausführlicher und ohne Zeitdruck. Im Internet gibt es auch eine Menge Informationen.

Wünsche Dir das Du Deinem Bruder helfen kannst. Alles Gute...
 

dadrt

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Hallo!

So wie Du es beschreibst ist dein Bruder nicht in der Lage auf dem "normalen" Arbeitsmarkt zu bestehen.

Dies muss man klar erkennen und auch so akzeptieren...

Um dem "Eiertanz" Jobsuche/Jobverlust, verbunden mit der Abzocke durch ZAF usw. usw. zu entgehen bestünde evtl. die Möglichkeit für Deinen Bruder in einer geschützten Umgebung (z.B. Caritas Werkstätte) zu arbeiten wobei er entsprechend seinen Möglichkeiten gefördert / gefordert werden kann.

Gleichzeitig würde er als erwerbsunfähig eingestuft werden und bekäme eine entsprechende EU-Rente, was ihn finanziell absichern würde.
Was den "falschen Stolz" ( besser: mangelnde Einsichtsfähigkeit) betrifft gilt es dies mit ihm zu besprechen und vielleicht aufzuzeigen was für Vorteile es für ihn hätte wenn er "über seinen Schatten" springt.
Der SPD wird nicht von sich aus tätig, sondern wird "auf Verordnung des behandelnden Arztes" auf Kosten der Krankenkasse finanziert...
Von daher evtl. Integrationsamt oder neutrale Beratungsstelle ins Auge fassen...
Cheers
dadrt
 

nordlicht22

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Der SPD wird nicht von sich aus tätig, sondern wird "auf Verordnung des behandelnden Arztes" auf Kosten der Krankenkasse finanziert...
Das stimmt so nicht. Man kann als Betroffener und Angehöriger dort anrufen und um Hilfe bitten. Da hat der Arzt erst was mit zu tun, wenn er eingeschaltet werden darf bzw. in den Betreuungssachen hinzugezogen werden muss.
 

dadrt

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Das stimmt so nicht. Man kann als Betroffener und Angehöriger dort anrufen und um Hilfe bitten. Da hat der Arzt erst was mit zu tun, wenn er eingeschaltet werden darf bzw. in den Betreuungssachen hinzugezogen werden muss.

Das sah bei mir ganz anders' aus...
Nach einem "Erstgespräch" wurde man dazu gedrängt sich eine sog. "Soziotherapie" angedeihen zu lassen, wobei sich die "Beratung" darauf reduzierte dass der nunmehr von der Krankenkasse finanzierte Sozialarbeiter in seiner Bude vor der Duftkerze sass und ich trotz Gehbehinderung mit Krücken zu ihm humpeln musste um mir dann schlussendlich anzuhören "das der SPD nichts machen könnte".
Als mir klar wurde dass es offensichtlich vornehmlich darum geht für
gestrandete Sozialarbeiter eine ABM bei der Caritas zu finanzieren
habe ich es vorgezogen das Ganze zu canceln...
Cheers!
dadrt
 

franzi

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Das sah bei mir ganz anders' aus...
Nach einem "Erstgespräch" wurde man dazu gedrängt sich eine sog. "Soziotherapie" angedeihen zu lassen, wobei sich die "Beratung" darauf reduzierte dass der nunmehr von der Krankenkasse finanzierte Sozialarbeiter in seiner Bude vor der Duftkerze sass und ich trotz Gehbehinderung mit Krücken zu ihm humpeln musste um mir dann schlussendlich anzuhören "das der SPD nichts machen könnte".
Als mir klar wurde dass es offensichtlich vornehmlich darum geht für
gestrandete Sozialarbeiter eine ABM bei der Caritas zu finanzieren
habe ich es vorgezogen das Ganze zu canceln...
Cheers!
dadrt

Die Duftkerzen-Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor ...

Ich hatte mich bei einem Psychotherapeuten angemeldet. 6 Wochen Wartezeit. Als ich dann endlich den Termin hatte, saß der dort vor seiner Duftkerze und erläuterte mir, dass er gar keine Therapien macht ... :icon_twisted:
 

nordlicht22

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Vielleicht die Lebenshilfe mal ansprechen. Es wäre wohl wichtig erst einmal Informationen zu sammeln und dann Deinen Bruder zu überzeugen versuchen. So würde ich zumindest vorgehen - erst einmal Informationen sammeln. Wo die her kommen ist doch egal. Irgendwo wird es doch einen Menschen am anderen Ende vom Telefon geben der Dir Auskunft geben kann. Wenn Du erst einmal die richtige Richtung hast dürfte es nicht mehr so schwer sein. Hast Du Bezeichnungen, Namen, Vereine etc. kannst Du im Internet weiter suchen.

VG
 
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