Ausmustern in HLU in unangemeldetem Hausbesuch Amtsärtztin und ohne AU statthaft? (1 Betrachter)

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Mondblume

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Hallo Ihr lieben,
In einer dringenden Angelegenheit, bräuchte ich bitte Eure Hilfe, da ich mittlw sehr verzweifelt bin und nicht mehr weiß, was ich noch tun könnte.

Ich hab den Eindruck, dass sowohl das JC (JobCenter), als auch der LK (LandKreis) nunmehr gemeinsam versuchen, mich aus dem ALGII Bezug zu hebeln. Jeweils, um ihre Kosten einzusparen.

Aktuell geht es um eine bereits erfolgte Amtsärztliche Begutachtung im Auftrage des JobCenter, die unangemeldet als Hausbesuch stattfand, und nach sehr dürftiger Befragung entschied: „Minimum 1 Jahr AU “.

Hierbei wurde wieder nicht beachtet, dass bei mir als Autistin eine Begutachtung barrierefrei zu gestalten ist. Letzter Hinweis hierzu: November 2016. Mir ist es nicht möglich, mein Gegenüber ohne Missverständnisse zu verstehen (wortwörtliches Sprachverständnis + Unfähigkeit Nonverbale Signale zu deuten) und daher auch nicht, entsprechend direkt im Gespräch adäquat zu reagieren und/oder nachzufragen. Insbesondere ist es mir auch nicht möglich, direkt im Gespräch umfassend zu antworten. Telefonieren ist aus dem Grunde auch nicht möglich.

Diese Kommunikationsprobleme sind neben Reizüberflutung Autismus. Daher hat auch das BSG in einem Urteil anerkannt: „Dass die körperliche Untersuchung getrennt von der Befragung, die schriftlich zu erfolgen hat, stattfinden muss“. (Siehe Fußnote).

Der nachfolgende Text ist leider sehr umfangreich, da ich Euch alle Informationen zur Verfügung stellen möchte:

Ich mittlw. Ü50 / Diplom XY / Asperger Autistin /:Gdb 80 / Tagesrythmus Verschiebung (Attest ab 14 h) / 2012 nach mehren schweren Schicksalsschlägen in diesen LK gezogen /

》2012: beim LK Eingliederungshilfen Behinderte dringend benötigte Arbeits- und Alltags-Assistenz / sowie Therapien und Hilfsmittel beantragt / mit Assistenz sehr gut Arbeitsfähig

》2012: das JC mit Erstantrag ALGII informiert: barrierefreie Kommunikation und Begutachtung (ab 2013 mit BSG Urteil); mündliche Termine nur mit Dolmetscher / alle Unterlagen GdB u Attest Tagesrythmus Verschiebung rund 20 × hingeschickt.

Mitte 2014: musste ich Klage gegen LK erheben, da dieser mittels eines eiligst erstelltem Gegengutachten gleich 2 Autismus Gutachten mithilfe einer unmöglichen Gegendiagnose aushebeln wollten, um diese Kosten einzusparen. (1 Sozpäd LK / abgesegnet 1 Amtsarzt LK).

Mitte 2014: erhielt ich neue Arbeitsvermittlerin beim JC, die seitdem massiv versucht mich mittels Sanktionen zu rechtswidrigen und/oder nicht barrierefreien Begutachtungen zu zwingen und/oder rechtswidrig unter Missachtung der Atteste aus dem Bezug sanktionieren wollte. (alles inkl. Besuch Amtsärtztin zusammengefasst / siehe Anhang).

August 2016: wurde ich schwer krank (Neuro-Borreliose / Lähmungen). Meine SB wollte mich direkt im Anschluss der erforderlichen DRV Reha, in die Grundsicherung ausmustern. Zu zweit mit ihrem Kollegen wollte sie während der AU einen Hausbesuch erzwingen. Diesen habe ich mit Hinweis auf das Reha Gutachten „wiedererlangen vollschichtiges Arbeitsvermögen realistisch“ und nicht statthafte Doppelgutachten abgelehnt. (S. Anhang).

Bis Ende April 17: war ich AU geschrieben, danach nicht mehr.

Ende Juni 17: kam dennoch eine Amtsärztin unangemeldet auf Hausbesuch und befand nach dürftiger Befragung und ohne körperliche Untersuchung auf: „Minimum 1 Jahr AU“.
Offensichtlich anhand des Autismus Gutachtens / Gdb 80 / Tagesrythmus Verschiebung /.

Die Krankheit, die ich 2016 hatte und deren Unterlagen, interessierten sie nicht. Die Lähmungen sind weg; es besteht „nur“ noch große Schwäche. Daher ist mir schleierhaft, worauf sie ihre Prognose stützen will. Auf den Autismus war und bin ich nicht AU.

Leider ist mir erst Wochen später aufgegangen, dass sie gar keine ÄD des JC ist, sondern eine Amtsärztin des LK in sogar leitender Funktion! Damit ergibt vieles für mich erst einen Sinn, denn beiden Ämtern käme es ja sehr gelegen, mich dauerhaft AU auf die bereits vorliegenden Beeinträchtigungen zu sehen!

》das JC: Abgabe in Hlu o Grusi 》der LK im Hinblick auf den nahenden Prozess das Argument hätte, weiterhin Kosten für Arbeits-Assistenz u. Therapien zu verweigern. (Therapien nur zur „Förderung und Erhalt Arbeitsfähigkeit“ empfohlen / S. Anhang).

Dies mag alles nur Zufall sein. Es ist aber ein sehr kleiner LK, wo ich Absprachen für möglich halte. Sehr seltsam und als mögliches Kalkül empfinde ich nachträglich, dass ich das Gutachten dieser Amtsärztin nicht mal in Kopie erhalten soll. Weil sie angeblich gar keines schreibt. Die mir von ihr zugesendete Schweigepflichtenbindung ist noch kurioser: ich soll das JC als Arzt entbinden! (Siehe Anhang).

Es gab auch weder die von ihr behauptete schriftliche Benachrichtigung über ihr Kommen, noch Post von JC, aus der eine bevorstehende Amtsärztliche Untersuchung auch nur ansatzweise hervorginge.

Mittlerweile bin ich durch das Dauertheater völlig kaputt und habe keinerlei Unterstützung. (Keine Familie / Alltags-Assistenz fehlt bislang). Ich werde nun auch nicht gesund, da ich jedesmal schwere Rückfälle erleide. (War / ist ja Entzündung ZNS / bzw Rückenmark).

Ist das gesamte Vorgehen überhaupt so statthaft? Gibt es noch etwas, was ich dagegen unternehmen könnte oder am ratsamsten wäre? Ab September musste ich wegen Ablauf Bewilligungszeitraum neuen ALGII Antrag stellen und fürchte, der wird abgelehnt und gesagt, solle nun HLU beantragen.

Der Ra wg Assistenz kümmert sich nicht wirklich und antwortet fast nie.

Daher für jeden Hinweis sehr dankbar!

Mit lieben Grüßen
Mondblume

Ps: leider verstehe ich nicht, wie ich die geplanten Anhänge hoch laden kann. Auch nix mit smilys oder Formatierung ändern.. (zb fett,farbig)..

×××××××××××××××××××××××××××××××××××××××××××××××××××××××
2 Autismus Gutachten: 1× Experten Gutachten von anerkanntem Spezialisten: 6 monatige Differenzial Diagnose / 1× Kliniker auf Aktenlage / Persönliches Budget Assistenz u. Therapien: § 53 Abs. 1 SGB XII / Anspruch Dolmetscher „gestützte Kommunikation“ KHV § 3 / BSG Urteil „barrierefreie Begutachtung“ 14.11.2013 Az. B9SB5/13B / zb hier: https://auties.net/BSG_barrierefreie_kommunikation_2013
 
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Kerstin_K

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Hallo Merlin13,

Hochladen geht vom Handy nicht. Wenn Du mir den Kram schickst, mache ich das fuer Dich.

Warum laesst Du die Leute rein?
 

isso

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Ich vermute dass es in dem Moment aufgrund der persönlichen Besondrrheit nicht nur schwierig war nicht reinzulassen sondern der unangekpndigte Besuch klar im Sinne der Gleichbehandlung deutlich unangemessen war. Ich kann mir vorstellen dass durch diesen unvorbereiteten Überfall es weder möglich war den Besuch abzuwenden, noch adäquat zu reagieren und somit ein falsches Bild entsteht. Es deinen Erzählungen höre ich diede ständige Unter- und Überschätzen raus anstelle, dass dir eine Angemessene Teilhabe gewährleistet wird und die wird in dem Fall wirklich durch die Art der Untersuchung behindert.

Ich würde auf eine Wiederholung der Untersuchung in einer Teilhabeorientierten Umgebung mit einem Beistand oder so du hast "Alltagsassistenz" bestehen die etwas als Übersetzer fungieren kann oder eben den schriftlichen Vorgang und wenn dies nicht rein schriftlich erfolgen kann bitte unter vorheriger Zusendung der Fragen.

Vielleicht wäre es perspektivisch auch noch etwas den Gleichstellungsbeauftragten des Landes bzw. Bundes mit rein zu nehmen denn das ist alles aber nicht Orientiert an deinem positiven Leistungsbild. Such wäre die Frage ob es eine Neurologin der hiaterin, Ärztin für Psychosomatik war oder eben jemand der Internistisch weiß der Geier was ist und Schublade auf zu keine Ahnung.
 

Doppeloma

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Hallo Kerstin_K,

die Userin nennt sich "Mondblume" und ist ganz neu angemeldet oder kennst du den User bereits persönlich auf anderen Wegen ?

Hochladen geht vom Handy nicht. Wenn Du mir den Kram schickst, mache ich das fuer Dich.
Ansonsten kann sie dir aktuell NICHTS schicken, die PN-Funktion ist noch nicht freigeschaltet mit 1 Beitrag und zudem sind Dokumente über PN nicht möglich. :icon_evil:

Ansonsten kann ich deiner Frage nur zustimmen, aber sie hat ja versucht das mit ihrer Erkrankung zu erklären, warum sie den "Überraschungs-Besuch" überhaupt eingelassen hat.

Kann das alles leider nur schwer nachvollziehen, was sich die Ämter inzwischen erlauben (dürfen ???), ohne dem Betroffenen das überhaupt erklären, begründen und (wenigstens) rechtzeitig VORHER ankündigen zu müssen ... :icon_neutral:

Ich denke mal einen unangekündigten Hausbesuch von wem auch immer muss man überhaupt NICHT akzeptieren, noch gilt die Unverletzlichkeit der Wohnung, wenn eine ärztliche Begutachtung erforderlich erscheint, hat das wohl VÖLLIG anders zu laufen als in diesem Falle.

Mir fällt es aber auch sehr schwer der TE dafür die (vielleicht) richtigen Mittel zu benennen sich dagegen zu wehren ... ich denke mal das wird ein Internet-Forum so auch nicht leisten können, es wäre wichtig ihr dafür Hilfe vor Ort anzuraten, aber damit kenne ich mich bei diesem Krankheitsbild nicht besonders gut aus.

Trotzdem finde ich es sehr erschreckend, welcher dreiste und unmenschliche Umgang in D mit Kranken und Behinderten immer mehr um sich greift ... und es scheint "da draußen" in der Realität Niemanden mehr sonderlich "zu stören" ... :icon_neutral:

Musste ich jetzt echt mal los werden auch wenn mir zur direkten Hilfe nicht viel einfällt ...

MfG Doppeloma
 

Mondblume

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AW: Ausmustern in HLU in unangemeldetem Hausbesuch Amtsärtztin und ohne AU statthaft?

danke für die lieben Antworten!

ja richtig! Ich war völlig überrumpelt, weil sich diese Amtsärztin weder angekündigt hatte, (dies aber steif behauptete); noch aus den Schreiben des JC eine geplante Untersuchung hervorging. (alles nur Änderungen der KDU). Ausserdem war ich ja seit über 2 Monaten nicht mehr AU geschrieben.

Habe die Dame auch nicht reingelassen, sie stand aber plötzlich in meinem Garten. Ich war so perplex und hatte auch nicht das Wissen darum, dass ich sie hätte wegschicken können oder dürfen. War wohl auch Ziel der Aktion.

Angemeldet hätte ich eine ärztliche Untersuchung ohne Dolmetscher, nicht barrierefrei gestaltet nach BSG Urteil und ohne wenigstens Begleitung niemals zugelassen! Da der Link BSG Urteil "barrierfreie Begutachtung" oben nicht geht, stelle ich ihn hier noch mal ein:

BSG starkt Anspruch von Autisten auf barrierefreie Kommunikation | Enthinderungsselbsthilfe


Danke für den Hinweis, dass vom Handy Anhänge nicht möglich sind. Da ich sie im Eingangs Post leider nicht mehr einfügen kann, hänge ich sie hier an.

lieber Guss und dankeschön!

Ps: doppeloma: war vor vielen Jahren schon mal ganz kurz hier. Konnte mich aber weder an Passwort, Nutzername etc. erinnern. Hoffe, das ist kein Problem?

Was ich jetzt suche, sind rechtliche Argumente gegen diese Untersuchung und vor allem der mit Sicherheit daraus folgenden Ausmusterung in HLU. Denn alles andere (Assistenz vor Ort), wird sich so schnell nicht lösen. Bin mir aber sicher, das es so nicht statthaft ist, wie es gelaufen ist.

Mondblume



Anhänge:

1) zusammenfassung aller rechtswidriger Versuche nmich aus Bezug zu bekommen / psychoterreor
2)kuriose Schweigepflichtenbindung
3) Reha Entlassungsbericht Okt.16
4)Brief Hausbesuch Novb.16 während AU
5)Emails erzwingen obigen Hausbesuch und meine ablehnende Begründung
6) Therapie-Empfehlung Autismus Arzt nur "Förderung u. Erhalt Arbeitsfähigkeit
 

Anhänge:

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Kerstin_K

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Hallo Mondschein,

wollte Dir mit Deinem alten Nick nur signalisieren, dass ich Dich erkannt habe.

Beim JC sind die ja völlig merkbefreit, aber das kennen wir ja schon.

Eigentlich musst Du keine Angst haben vor einer Abschiebung ins SGB XII. Das geht ja nur, wenn die DRV dich als erwerbsunfähig beurteilt hat. Da in dem Rehabericht aber genau das Gegenteil steht, würden sie sich dann ja selber widersprechen.

Das Problrm ist nur, so wie ich Deinen Landkreis einschätze, setzen die sich wieder kackdreist über alle Regeln hinweg.

Mit dem PB und der Assistenz schinst Du ja auch noch nicht weiter zu sein. Und da Du etwas von 7h Bus zum JC schriebst, ist Dein Auto wohl auch nicht mehr da?

Schreib Dir hinter die Ohren: Du musst NIEMANDEN reinlassen.
 

Mondblume

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Hallo Ihr lieben,

Ich hab sie nicht ins Haus gelassen. Sie blieb im Garten mit mir. Ist es Allgemein Wissen, dass ich sie hätte wegschicken können? Ich wusste es leider nicht.

Zitat von Kerstin_K: "so wie ich Deinen Landkreis einschätze, setzen die sich wieder kackdreist über alle Regeln hinweg".

Richtig. Haben sie ja mit der unangemeldeten Amtsärztin schon. Mit Sicherheit kommt jetzt die nicht Weiterbewilligung des ALGII und Abschieben in HLU. Das haben sie ja schon Novb.16 versucht.

Deshalb brauche ich halt dringend Rat, wie sich nun weiter vorgehen lässt. Worauf ich mich beziehen könnte oder sollte.

Oder ob sich dieses Gutachten wohl generell anzweifeln lässt. Denn eine unangemeldete Untersuchung kann nicht statthaft sein. Sie behaupte aber so steif und fest, "sie sei angemeldet", dass ich völlig überfahren verunsichert war, ob ich irgendwo was überlesen haben könnte. (Hatte ich aber nicht).

Die Schweigepflichtentbindung kann so auch nicht ok sein und habe sie daher nicht unterschrieben.

Und last not least soll ich ja nicht mal eine Kopie des Gutachtens erhalten, weil sie angeblich keines schreibt.

Ich hab da "draussen" auch schon versucht um Rat zu fragen, es interssiert nur leider wirklich niemanden.

Mit liebem Gruss und gute Nacht!

Mondblume
 
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Kerstin_K

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Auch der Garten ist Dein Privatbereich, wo nicht jeder nach Lust und Laune rumzulungern hat.

Fordere das Gutachten schriftlich an. Und den Zugang der Ankuendigung soll sie nachweisen.
 

Kerstin_K

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Was mir gerade noch einällt: HAt dann etwa die gesamte Begutachtung im Garten stattgefunden? Wenn das so war, wäre das alleine schon ein Angriffspunkt.
 

MissRuhrpott

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Oder ob sich dieses Gutachten wohl generell anzweifeln lässt. Denn eine unangemeldete Untersuchung kann nicht statthaft sein.
Hier wurde 1. nun ein Gutachten unangemeldet erstellt,

Und last not least soll ich ja nicht mal eine Kopie des Gutachtens erhalten, weil sie angeblich keines schreibt.
das 2. gar nicht existent ist,da keins erstellt wird.

Das ist unglaublich....

Null und nichtig,eine Verschiebung ins SGB XII kann m.E. hierauf in keinem Fall fußen bzw mit herangezogen werden.

@Mondblume,ich kann Doppeloma nur zustimmen,daß Du vorrangig vor Ort adäquate Hilfe bekommst.Mein Vorschlag wäre,einmal zu prüfen,ob Du den Anwalt wechseln kannst.

Als letzte Möglichkeit kannst Du noch gegen die Einstellung des ALG II in Widerspruch gehen und klagen.Aber dafür brauchst Du den Verwaltungsakt,also Einstellungsbescheid und wärst erst einmal im SGB XII-Bezug,wo Du ja gar nicht erst hin willst.
 

Kerstin_K

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Vor Ort Hilfe ist ganz schwierig. Mondblume wohnt in einer sehr abgelegenen Ecke, selbst der nächste Arzt oder Supermarkt ist 7 km weg. Fachärzte gibt es unetr 25 km gar nicht. Die Selbsthilfegruppen sind nur auf Autisus bei Kindern ausgerichtet.

Anwälte vor Ort hat sie schon durch, das kann man vergessen.

Es gab sogar mal kurze Zeit das Persönliche Budget. Mit viel zu geringem Umfang. Und für die Stundensätze findet sie vor Ort auch keine Assistenten, die wollen mindetens noch Fahrgeld dazu und dann erdreistet sich der Landkreis noch, hohe fachliche Anforderungen an die Assistenzkräfte zu stellen.

Das ganze Problem ist noch viel komplizierter, als hier dargestellt.

Die Ruhige Umgebung ist eigentlich genau richtig bei Autismus, aber die Infrastruktur ist eine Katastrophe.
 

Fabiola

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Als letzte Möglichkeit kannst Du noch gegen die Einstellung des ALG II in Widerspruch gehen und klagen.Aber dafür brauchst Du den Verwaltungsakt,also Einstellungsbescheid und wärst erst einmal im SGB XII-Bezug,wo Du ja gar nicht erst hin willst.
Ließe sich das evtl. durch (gut begründeten) gleichzeitigen Antrag auf aufschiebende Wirkung des Widerspruchs verhindern?
 

Annie

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Nur mal so als Idee. Wie wäre es denn einen gesetzlichen Betreuer beim Betreuungsgericht zu beantragen? Damit sich da mal jemand drum kümmert. Kann ja nicht sein das da eine Amtsärztin plötzlich einfach so im Garten rumlungert nachdem man die Haustüre nicht öffnet. Sowas kann man dann auch ruhig mal zu einer Anzeige bringen. Steht ja nicht umsonst im Grundgesetz dass die Wohnung unverletzlich ist. Dazu zählt auch der Garten, der Keller und die Garage. Hausfriedensbruch ist in Deutschland eine Straftat.
 

Kerstin_K

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Das Thema habe ich auch schon mit ihr durch. Will sie nicht und da man nie weiss, an wen man da gerät, ist das vieleicht auch besser so. Mondblume wäre diesen Betreuer hilflos ausgeliefert.

Um so etwas zu verhindern, würde fer aber auch kaum helfen. SO ein Berufsbetreuer kommt alle paar Wochen mal vorbei, zu mehr haben die gar keine Zeit.
 

Annie

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Da muss ich dir recht geben. Es gibt "solche" und "solche" Betreuer. Aber es ist immerhin eine Chance an jemand Gutes zu geraten der sich darum kümmert. Ich kenne auch Leute die haben einen Anwalt als Berufsbetreuer.

Wenn der Betreuer nichts für einen macht, kann man auch einen Betreuerwechsel beantragen. Und bei Beschwerden von 3 Betreuten wird einem Betreuer die Urkunde von der Betreuungsbehörde entzogen und er darf nicht mehr als Betreuer tätig sein.

Ich fände es in dem Fall eine gute Option die man zumindest versuchen sollte.
 

Kerstin_K

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WO hast Du denn das mit den 3 Beschwerden her? Die Praxis sieht leider anders aus.

Und bei desem LK gehe ich davon aus, dass die Betreuer genauso schlimm sind wie der ganze Laden. Ich wollte das erst auch nicht glauben, aber da stecken wirklich ALLE unter einer Decke.

Wenn sie erstmal ne Betreuung hat, wird sie die nie wieder los.

Wir hatten das Thema beim persönlichen Budget schon. Sie hatte Budgetassistenz mit beantragt. DAs ist dan Assistenz, die bei der Abwicklung des Budgets helfen soll, die Abrechnungen machen, helfen Assistenkräfte zu suchen usw. Das kannen diewohl gar nicht und meinten dann, dafür müsse sie euen gestzliche Betreuung beantragen. Das Ende vom Lied war dann, dass man ihr die Budgetfähikeit absprechen sollte. Das ist aber vom Gesetz ausdrücklich nicht vorgesehen.

Der ganze Knackpunkt ist, sie bräuchte dringend persönliche Assistenz, jemanden der sie unterstützt mal Struktur in den ganzen Papier und Behördenkram zu bringen und ihr hilft, das Stück für Stück abzuarbeiten. Vom Intellekt her kann sie das alles, aber dann ist da der Autismus und diverse andere Erkrankungen und dann schafft sie das neben der normalen Alltagsbewältigung wie Einkaufen und so was einfach nicht mehr. DIe wenigen Assistenten, die sie bisher gefunden hat, waren entweder Spinner oder total übergriffig oder sie haben nach kurzer Zeit vor der Fülle der Probleme kapituliert.

Ein Autist kann auch ganz schwer zwischen prktischen Tätigkeiten und Kopfarbeit umschalten. Das heisst, wenn sie einen Brief schreibt und zwischendrin klingelt ein Nachbar an der Tür und will ganz kurz was klären, dann kann es sein, dass danach für Stunden keine Konzentration auf den wichtigen Brief mehr möglich ist. Oder zum Beispiel nach einem ganz normalen Einkauf im Supermarkt kann es sein, dass sie so reizüberflutet ist, dass sie danach stundenlang schläft.

Das ist alles sehr komplex und das Problem ist eben auch, dass nur wenige Leute sich damit wirklich auskennen. Selbst mit den Ärzten hat sie Probleme, weil die sich einfach nicht auskennen und dann vieles falsch deuten. Dort in der Gegend gibt es keinen einzigen Neurologen, der Ahnung von Autismus hat. Dann hatte sie einen gefunden, der sie zumindest mal anschauen wollte, aber der ist 25 km weg und hat nur vormittags Sprechstunde. Das schafft sie wegen der Tagesrhythmusverscheiebung nur, wenn sie jemand fährt. Den hat sie aber in der Regel nicht.

Ich gehe auch davon aus, dass diese "Amtsärzte" und sonstige Gutachter gar nichwissen, was eine barrierefreie Begutahtung ist.
 

Annie

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WO hast Du denn das mit den 3 Beschwerden her? Die Praxis sieht leider anders aus.
Die Erfahrung musste ich leider am eigenen Leib erfahren. Nach meiner Beschwerde ans Betreuungsgericht kontaktierte mich die Betreuungsbehörde und teilte mir mit dass noch eine weitere Beschwerde von jemand anderem für den gleichen Betreuer vorliegt. Die Sachbearbeiterin teilte mir dann mit, dass wenn noch eine Beschwerde eingeht die Betreuungsurkunde entzogen wird. Das ist dann auch so passiert. Also 3 unterschiedliche Leute die sich beschwert haben.

Ob das nun überall so gehandhabt wird weiß ich nicht.

Es gibt aber auch ambulant betreutes Wohnen. Käme das in Frage?
 
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Kerstin_K

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Dann weisst Du ja selber, dass Theorie und Praxis im Betreuungsrecht meilenweit auseinander liegen. WIrhaben hir im Forum mindetens 2 Fälle, wo eine gerichtlich angeornete Betreuung extrem schief gelaufen ist.
 

isso

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Naja aber man sollte es a noch aufdröseln und b etwas dezidierter Betrachten.

1. Macht es einen Unterschied ob ich selber dafür entscheide oder entscheiden wird
2. Macht es einen Unterschied ob ich mich vorher informiere potentielle Betreuuer kennenlerne mit denen meine Vorstellungen und Wünsche abklappere oder mir diese Möglichkeit nicht gegeben wird
3. Brauche ich eine Alltagsbetreuung inkl. Begleitung bei Facharztkonsultationen (primär amb. Betreutes Wohnen welches im Rahmen der Sozialhilfe über die Landschaftsverbände läuft) oder bei Behörden etc. aber mit einem vertraglich rechtlichen Fokus (rechtl. Betreuer)
4. Wähle ich einen Berufsbetreuer oder Angehörige als Laienbetreuer
5. Wenn ich einen Berufsbetreuer nehme wähle ich einen Einzelkämpfer z.B. Anwalt oder einen Wirtschaftlichen Betreuungsverein oder einen gemeinnützigen Betreuungsverein (Bspw. Caritas).
6. Habe ich einen Einwilligungsvorbehalt oder eben nicht usw.
7. Welche Bereiche werden in die Betreuung aufgenommen mit welchem Handlungsrahmen

Woher weiß ich das? Ich bin selber in einer rechtl. und amb Bewo Betreuung Klient. Ich habe das auch alles selbst initiiert mir vorher jemanden angeschaut Aspekte besprochen etc. Ich werde über einen Kirchlichen Träger betreut sowohl im BeWo als auch rechtl. der sich auf Menschen mit Neurologisch-Psychischen Krankheitsbildern spezialisiert hat. Geistige Behinderungen etc fallen in unserer Stadt z.B. gänzlich auf die Lebenshilfe psychische auf die übrigen und dementielle Veränderungen ist noch mal wer anders.

Ich bin nun fast das dritte Jahr betreut und wenn ich eins nicht bestätigen kanmm dann das ich dem ausgeliefert bin, nichts selbst entscheiden könne, sich niemand kümmere etc. BeWo als Alltagsbetreuung und Integrationshilfe sowie Rechtl. Ergänzen sich und zumindest hier in dem Kreis funktioniert die Zusammenarbeit gut.

Aber ja auch hier hibt es andere Geschichten und Dienstleister ist nicht Dienstleister. Ich denke, dass wenn man sich dafür entscheidet mann erstens sich vorher potentielle Betreuer anschauen sollte und mit dem auch eruieren wo überhaupt notwendig. Dies wird in einem Gerichtstermin erörtert und die Bereiche genau festgelegt auch hat sich die Festlegung der Aufgabenkreise stark in den letzten 2 Jahren verändert auch zum Schutz der Klienten vor solchen Trantüten und schwarzen Schafen.
 

Kerstin_K

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Isso,

Du scheinst esgut getroffen zu haben, was Du beschreibst ist der Idealfall.

Bei Mondblune sieht das leider ganz anders aus. Ich schrieb ja schon, dass die Infrastruktur nich besonders gut ist. Dort gibt es genau einen Verein, der sows wie Alltagsbetreuung oder Assistenz anbietet. In dr kurzen Zeit, in der sie das persönliche Budget hatte, wurde sie gezwungen, diesen Verein zu nehmen. DIe haben aber keine Leute, die jemals was mit Autismus zu tun hatten und wollten auch nicht zusagen, dass immer die selbe Person fr die Termine zur Verfügung steht. Und genau das ist essentell für Autisten. Schliesslich hat dann die Leiterin dieses LAdens den Fall übernommen. Eine schrecliche Person. Absprachen sind nicht möglich, an Vereinbarungen und gemachte Zusagen hält sie sich nicht, sie kassierte sagenhafte 45 EUR pro Stunde un d das wenige, was sie dafür getan hat, hat mehr Schaden als Nutzen angerichtet.

Aufgabe dieses Vereins sollte es auch sein, eine feste Assistenzkraft für Mondblume zu finden. Das fand natürlich auch nicht statt.

Ein Problem von Autisten ist ja auch, dass sie andere Menschen kaum einschätzen können. Also einen möglichen Betreuer mal 1-2 Stunden kennlernen und dann entscheiden, ob es passt, das funktioniert einfach nicht. Und eine Erörterung vor Gericht kannst Du gleich ganz vergessen. Kommunikation mit genau einem Gesprächspartner ohne Umgebungsgeräusche, das kann vielleicht gerade so noch funktionieren, alles darüber hinaus endet im Desaster.

An Familie gibt es nur eine Tochter, die lebt aber im Ausland und das Verhältnis ist schwierig.

Es bleibt also nur ein Berufsbetreuer, und da ist die Angst einfach zu gross, an den falschen zu geraten nach den Erfahrungen der letzten Jahre.

Was Mondstrahl bräuchte wäre dieruhige ländliche Wohnumgebung, die sie jetzt hat kombiniert mit der Unfrasruktur und den Möglicheiten einer Grossstadt. Die Quadratur des Kreises.
 
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