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Auslandsaufenthalt während Arbeitslosigkeit

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melissa1919

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#1
Ich arbeite derzeit noch in einer Firma, wo mein befristeter Vertrag zum 15. März 2010 ausläuft. Eine Verlängerung ist sehr unwahrscheinlich, weil ich vermutlich ADHS habe und deswegen - egal wie sehr ich mich anstrenge - immer wieder Flüchtigkeitsfehler mache, die nicht sein dürfen.

Deswegen spiele ich jetzt mit dem Gedanken, mal was komplett anderes zu machen. Und zwar habe ich Interesse an Hotelarbeit in Spanien, weil ich mein Spanisch mal wieder auffrischen und verbessern möchte. Weil ich Ende April zu einer Hochzeit eingeladen bin, die ich nur ungern verpassen möchte, überlege von Anfang Mai bis Ende August oder September in Spanien zu bleiben. Ich möchte für 2-4 Wochen einen Sprachkurs machen und danach wenn möglich in einem Hotel als Empfangsdame arbeiten.

Jetzt ist es so, dass ich nicht weiß wie das mit dem Arbeitslosengeld in der Zeit läuft. Ich nehme mal stark an, dass ich keins bekomme wenn ich in der Zeit nicht für einen neuen Job in meinem Wohnort zur Verfügung stehe. Deshalb würde es mich interessieren, ob folgende Möglichkeit eine Option wäre: Ich würde einen Antrag auf Arbeitslosengeld für die Zeit vom 15.03. bis 30.04. stellen und dann erst wieder einen für die Zeit ab dem 01.09. oder 01.10., je nachdem wann ich wieder da bin. Weiß hier jemand ob sowas möglich ist? Bin am Überlegen ob ich die 6 Wochen vor dem Aufenthalt in Spanien noch irgendwo jobbe (z. B. Fast Food-Ketten), weiß aber noch nicht ob ich was finde.

Ich bin mir unsicher für wie lange ich Recht auf ALG 1 habe. Wenn die 6 Wochen vorbei sind und ich ins Ausland gehe, habe ich danach noch Anspruch auf 10 1/2 Monate ALG1 für den Fall, dass ich keinen Job finde? Und bezieht sich dann die Höhe des ALG auf meinen letzten "richtigen" Job? Von 60% der 200 € Taschengeld vom Hotel in Spanien kann ich natürlich nicht leben.

Außerdem interessiert es mich, ob es hier Leute gibt die Erfahrungen mit der Untervermietung von Wohnungen haben. Ohne Untermieter könnte ich mir den Auslandsaufenthalt nicht leisten. Wohne in einer Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern. Ist es schwierig einen Untermieter auf Zeit zu finden oder reißen sich die Leute um die vorübergehend freien Wohnungen?

Und da fällt mir noch etwas ein: Wie läuft das mit der Krankenversicherung, wenn ich während meiner arbeitslosen Zeit im Ausland bin? Dass ich eine Auslandskrankenversicherung abschließe, ist klar... aber reicht das schon aus oder muss ich zusätzlich in Deutschland versichert sein?
 

Tinka

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#2
Na, die warten gerade auf dich in Spanien!


Hast du mal geguckt, was dort in der Touristik los ist, wie die eingebrochen ist, wieviel Leute auf der Strasse sitzen und/oder kein Arbeitslosengeld über den Winter erhalten, weil ihre Hotels nicht mehr die vorgeschriebenen 6 Monate geöffnet halten können?

Eine einzige Katastrophe, genau wie hier!

Vielleicht findest du einen dtsch. Veranstalter, der noch eingestellt, für Rezeptionistin wird meist eine Hotelfach-Ausbildung gewünscht.

Zimmer kann man mieten über Compartir piso, piso a compartir, alquiler pisos, habitacion, piso, venta oder viele andere ähnliche Börsen.

Alles Gute!
 
E

ExitUser

Gast
#3
Hallo melissa,

Jetzt ist es so, dass ich nicht weiß wie das mit dem Arbeitslosengeld in der Zeit läuft. Ich nehme mal stark an, dass ich keins bekomme wenn ich in der Zeit nicht für einen neuen Job in meinem Wohnort zur Verfügung stehe.
Das Zauberwort heisst E303.

Schaue mal hier in das Merkblatt (PDF-Datei) der Bundesagentur für Arbeit nach.

Alles Gute. :icon_smile:
 

melissa1919

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#4
Danke für die Info! Mal eine andere Frage: Ich spiele auch mit dem Gedanken eine Sprachreise zu machen, so für ca. 4 Wochen. Nehmen wir mal an, ich würde für einen Monat sowas machen und mich statt ab Mitte März erst ab Mitte April arbeitslos melden, muss ich dann mit einer Sperre vom Arbeitsamt für die Zeit rechnen, in der ich schon wieder im Land bin?
 

Arania

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#5
Du musst Dich zumindest 3 Monate bevor Dein Vertrag ausläuft arbeitssuchend melden, sonst gibt es eine Sperre

Wie es dann mit dem ALG 1 aussieht sollte das klären was Canigou gepostet hat
 
E

ExitUser

Gast
#6
Hallo Melissa,

Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens 3 Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden (§ 38 Abs. 1 SGB III).
Quelle

beachte dies im eigenen Interesse, denn sonst droht eine Sperrzeit von einer Woche.
 

melissa1919

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#7
Das weiß ich schon, war vor 6 Jahren schon mal arbeitslos. Ich meinte eher ob ich im November/Dezember in die Agentur gehen kann und den Leuten sagen, dass ich erst ab Mai ALG beziehen möchte, weil ich die 6 vorher noch eine Sprachreise machen will.
 

Arania

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#8
Anspruchsvoraussetzungen bei Arbeitslosigkeit:
§118 (2) Der Arbeitnehmer kann bis zur Entscheidung über den Anspruch bestimmen, dass dieser nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt entstehen soll.
 

melissa1919

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#9
Die Spanien-Geschichte hat sich mittlerweile erledigt. Habe keine Zeit um die entsprechenden Anrufe unter der Woche zu tätigen (geht nicht, wenn im Büro so viel los ist), und abends und am WE sind die nötigen Ansprechpartner nie zu erreichen.

Deswegen habe ich mich ein wenig umorientiert und möchte erstmal für einige Monate nach Thailand und dort Freiwilligenarbeit leisten. Ich plane an einer Schule den Kids Englischunterricht zu geben, denn ich liebe Fremdsprachen und Grammatik über alles... da geh´ ich echt auf :icon_smile:.

Aber irgendwann muss ich wieder nach Deutschland zurück, und ab September brauche ich definitiv einen neuen Job. Deshalb spiele ich mit dem Gedanken an die VHS zu gehen und dort Sprachkurse zu geben. War als Schülerin schon öfters dort und habe früher privat Nachhilfe gegeben. Allerdings weiß ich auch, dass ich dann freiberuflich arbeiten müsste.

Gibt es hier vielleicht Leute, die Erfahrungen mit der Arbeit an der VHS haben? Ich weiß man verdient so ca. 20 € pro Stunde. Hat man denn größtenteils freie Auswahl über die Tage und Uhrzeiten, wann man unterrichten möchte... also z. B. dass man sagen kann, man möchte freitags nicht abends und das komplette WE nicht unterrichten, weil man eine Fernbeziehung hat? Außerdem interessiert mich wie das mit der Krankenversicherung und so funktioniert...
 
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#10
Freundin von mir arbeitet bei der VHS Stuttgart im Bereich Sprachen und Integrationskurse. Die hat schon oft darüber gejammert, daß sie kein Krankengeld bekommt, weil sie dort freiberuflich tätig ist. Auch Arbeitgeberbeiträge in die Rentenversicherung gibt es dort wegen Freiberuf nicht.
 
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