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Ausgleichsrente bei OEG -> Anrechenbar?

SyntaxError

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Thematiker*in
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Hallo,

ich bin etwas konfuzius, was diesen ganzen Hickhack mit den Paragraphen angeht. Kurz zu meiner Geschichte: Über 10 Jahre Kindesmissbrauch, Misshandlung, Folter und Terror in der Familie, wegen ständiger stationärer Therapien kein Schulabschluss, mit 18 direkt in die Sozialhilfe gefallen. Dann wurde das System umgestellt und die Hartz-Gesetze sind in Kraft getreten. Man hat mich sofort zum medizinischen Dienst geschleppt um zu prüfen, ob ich nun arbeitsfähig bin oder nicht - der Amtsarzt hat mich sofort wieder kaputt geschrieben. Daher beziehe ich Grundsicherung nach SGBXII und das schon seit immer, da ich komplett erwerbsunfähig bin.

9 Jahre (ja, in Buchstaben "n-e-u-n") sind inzwischen vergangen zwischen meiner Antragsstellung auf Opferentschädigung und heute. Zweimal wurde der Antrag mit nahezu haarsträubenden Gründen abgelehnt, jetzt seit zwei Jahren Klage vor dem Sozialgericht. Im Moment sieht es ganz gut aus, aber mir stellen sich da einige Fragen in den Weg, bei denen Google mir nicht weiterhilft, weil es ständig zu widersprüchlichen Aussagen kommt:

Dass die Grundrente nach dem OEG nicht angerechnet wird, weiss ich jetzt. Aber überall hüllt man sich in Schweigen, was die Ausgleichsrente angeht. Da ich ja nie gearbeitet hab, weil ich ein emotionales und körperliches Wrack bin (was ich wirklich versuche, irgendwann hinzukriegen, weil ich gern arbeiten können möchte), habe ich demnach auch beim Versorgungsamt keinen Anspruch auf Berufsschadenausgleich: Daher kommen für mich nur die Grundrente und die Ausgleichsrente in Betracht.

Nun ist die Frage: Wird die Ausgleichsrente beim SGBXII angerechnet? (Ich meine gelesen zu haben, dass es bei SGB II wieder anders ist, aber da kaum jemand Leistungen nach SGBXII bekommt, wäre das für mich wichtig zu wissen) - Wenn ja, sieht man dann überhaupt auch nur einen Pfennig davon? Die Höchstgrenze der Ausgleichsrente beträgt 666 Euro, bei einem GdS von 100 - sofern man den erreicht, denn wie ich gelesen habe, attestiert einem kein Versorgungsamt einen GdS von 100 und man muss den selber auch noch einklagen.

So, back to topic: Gibt es bei der Ausgleichsrente ebenfalls eine Nachzahlung, wie bei der Grundrente? Wenn ja - wird diese ebenfalls angerechnet? Ich mein, wenn es so ist - echt klasse, wenn der Staat einem Geld gibt, das dann sofort wieder zurück zum Staat gegeben muss - Sinn?

Ich blick so gar nicht mehr durch. Hat da irgendjemand Ahnung von? Kann mir irgendwer erzählen, was von dem Geld ich überhaupt behalten darf? Ausgleichsrente? Nachzahlung? Überhaupt alles und sowieso?

Für eure Hilfe wär ich sehr dankbar.
 
E

ExitUser

Gast
Opferentschädigung wird nicht angerechnet.

Ich kann dir nur viel Erfolg wünschen, ich habe diese Rente nicht durch bekommen. Und ja, die Begründungen sind der Hit.*grummel*
 

dadrt

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Hallo SxE

Die Ausgleichsrente wird Dir ( wenn Du denn das verfahren zu Deinen Gunsten ausgeht)
zwar ausbezahlt, aber sogleich wieder im SGB XII als Einkommen angerechnet...;-((( !

Genauso verhält es sich mit der entsprechenden Nachzahlung der AR, wenn Du immer in
der Sozialhilfe verortet warst bleibt davon NIX über. SGBXII kennt da kaum Hemmungen...

Wie auch nach 1 Jahr die Nachzahlung der Grundrente ( - kl. "Freibetrag") in Anspruch
genommen wird - Du merkst, die wollen nur dein Bestes !

Das Einzige was Dir meiner Meinung nach noch evtl. offen stünde, wäre der Berufsschaden.
Denn nach meinem Verständniss ist ein solcher eingetreten, da Du offensichtlich an deiner
beruflichen Entwicklung weitesgehend gehindert warst...

Mit etwas Glück blieben Dir dann auch die SGB XII Sch.... weitestgehend erspart...
aber bis dahin kann es noch etwas (extra) dauern....

Cheers
dadrt
 

Hartzeola

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2.6 Kein Einkommen nach dem Sozialhilferecht sind


2.6.2 Grundrenten nach dem Bundesversorgungsgesetz und der Anwendungsgesetze,
Opfer von Gewalttaten
Opferentschädigungsgesetz [OEG
2.6.3 Renten oder Beihilfen nach dem Bundesentschädigungsgesetz für Schaden an Leben sowie an Körper oder Gesundheit bis zur Höhe der vergleichbaren Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz,
Konkretisierung zu § 82 SGB XII Begriff des Einkommens - Stadt Hamburg
 

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dadrt schrieb:
Die Ausgleichsrente wird Dir ( wenn Du denn das verfahren zu Deinen Gunsten ausgeht)
zwar ausbezahlt, aber sogleich wieder im SGB XII als Einkommen angerechnet...;-((( !

Genauso verhält es sich mit der entsprechenden Nachzahlung der AR, wenn Du immer in
der Sozialhilfe verortet warst bleibt davon NIX über. SGBXII kennt da kaum Hemmungen...
WTF?? Ja, klasse - wofür gibt es dann überhaupt Ausgleichsrenten?? Dann bringt dieser ganze Käse ja null komma nichts?? (o__O)

Das Einzige was Dir meiner Meinung nach noch evtl. offen stünde, wäre der Berufsschaden.
Denn nach meinem Verständniss ist ein solcher eingetreten, da Du offensichtlich an deiner
beruflichen Entwicklung weitesgehend gehindert warst...
Ich hab das so verstanden, dass ein Berufsschadensausgleich nur dann gezahlt wird, wenn man vorher einen Job hatte, weil sich dieser Ausgleich an dem Gehalt orientiert, was man eben auch im Job bekommen hat. Da ich nie einen Job hatte, kann man sich da wohl auch schlecht orientieren und daher denk ich, das steht mir gar nicht zu!

goodwill schrieb:
Opferentschädigung wird nicht angerechnet.

Ich kann dir nur viel Erfolg wünschen, ich habe diese Rente nicht durch bekommen. Und ja, die Begründungen sind der Hit.*grummel*
Genau das meine ich mit "widersprüchliche Aussagen" - der eine sagt, es wird nicht angerechnet, der andere sagt, doch.
Ja, die Begründung, warum sie mich abgelehnt haben, waren nicht nur der Hit, die waren sogar der Knüller des Jahres. Ich zitiere: "Aufgrund der Folgeschäden der Taten sind Sie in Ihrer Aussagekraft zu eingeschränkt um zu beweisen, dass die Taten passiert sind" - klasse, oder?

@Hartzeola

Wenn das so stimmt, warum gibt es dann so ambivalente Aussagen dazu?
 

dadrt

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Nur mal kurz:

Im Leistungsbezug nach SGB bleibt NUR die GRUNDRENTE verschont...!!!

Die Ausgleichsrente wird bei den SGB Leistungen als EINKOMMEN in Abzug
gebracht - die Grundrente nicht.

Wie Du im Übrigen schon unschwer erkannt haben dürftest geht es bei
der Vers(a/or)gungsverwaltung, bzw. den schriftl. Ergüssen, die sich diese,
vertreten durch deren "MITARBEITER" leisten in erster Linie darum, sich der
Anspruchsteller die an ihre Türe pochen zu erwehren.

Und die, die dort "uff de Bude hocken" sind bereits versorgt [:-8] und stets
darum bemüht, in den Ablehnungsbescheid einen Satz einfliessen zu lassen,
der den Anspruchsteller nach Möglichkeit vor der Tür im Regen stehen lässt.

;-999
 
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