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Ausgeträumt - 5 Jahre Hartz4

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hergau

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heute um 22 Uhr im WDR Fernsehen:

Am Anfang war ein Versprechen. Die Jahrhundertreform, Hartz 4, sollte die Zahl der Arbeitslosen halbieren, sollte aus schwerfälligen Behörden den Jobmotor der Nation machen. Fünf Jahre ist das her. Seitdem waren die Reporter der Aktuellen Dokumentation immer wieder in Hagen in Westfalen unterwegs. Sie haben die Menschen im Amt begleitet, die Hartz IV umsetzen und sie waren bei den Menschen in der Stadt, die damit leben müssen. Volker Hesse zum Beispiel, der mal Vorstandsassistent war, bevor er Langzeitarbeitsloser wurde. Darko Trisic, der fünf Jahre lang Chef von hunderten Ein-Euro-Jobbern auf dem Hagener Friedhof war. Oder Michael Overrath, der als Fallmanager anfangs die Idee von Hartz IV gut fand, den die Realität aber schnell zweifeln ließ. Nach fünf Jahren ziehen sie alle Bilanz: Haben sich die Versprechen erfüllt? Haben mehr Menschen Arbeit? Und wer sind die Gewinner - wer die Verlierer der Reform? Ein Film über fünf Jahre, die das Land verändert haben.
 

raum und zeit

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in dieser reportage, sagt die verwaltungschefin des hagener friedhofs eva vogel, ganz klar "ohne die ein euro jobber, bräuchte ich mehr angestellte"...

ich habe erst heute dieses filmchen gesehen und suche sogleich im internet nach dem allgemeinen aufschrei der bevölkerung zu dieser aussage.... NIX.

nichtmal in diesem forum....

(wahrscheinlich weiß die kleine eva nichtmal wie dumm diese aussage war, hat sich keine gedanken darüber gemacht wie sowas bei einem arbeitssuchenden ankommt. weiß nichtmal das sie die euro jobber somit rechtswidrig beschäftigt...)

ich schreie!!
 

Linchen0307

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Es dürfte doch inzwischen jedem klar sein, dass die EEJ's reguläre Arbeitsplätze vernichten, oder gleich verhindern.
Klar ist es nur den ewig Gestrigen nicht, die NOCh in Lohn und Brot stehen.
Für bestimmte Menschen ist dies auch wurscht, hauptsache die Hartzer kriegt man die die "Maloche".
Auch so kriegt man einen Staat kaputt.....
 

Forentroll

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Es dürfte doch inzwischen jedem klar sein, dass die Ein-Euro-Job's reguläre Arbeitsplätze vernichten, oder gleich verhindern.
Die Lüge, das Vollbeschäftigung möglich ist, muss unbedingt aufrecht erhalten werden denn sonst würde sich das Versagen aller Politiker in den letzen 3 Jahrzenten offenbaren.
Daraus resultiert zwangsweise die Lüge, das die Menschen nur zu faul zum arbeiten sind.
Wie sollte man sonst erklären, das wir nach 3 Jahrzenten blödsinniger und kostspieliger Arbeitsmarktpolitik aller Parteien statt Vollbeschäftigung nur weiteren Arbeitsplatzabbau haben.

Würden die Politiker zugeben, das wir in Zukunft den größten Teil der Erwerbsfähigen nicht mehr brauchen, würde es zu offenen Aufständen kommen, die die jetzigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse umwerfen würden.
Davor haben die natürlich Angst. Zumal ja die Möglichkeit besteht, das sie selbst zur Rechenschaft gezogen werden.
Aus diesem Grund werden sie uns wie immer bis zum bitteren Ende belügen.
Und der größte Teil der Bevölkerung hält es wie die drei Affen:
Nichts hören, nichts sehen und nichts sagen!
Aus Angst, selbst in den Strudel des perversen Systems zu geraten und aussortiert zu werden.
Da macht es doch für diejenigen, die noch in Arbeit stehen Sinn, an die Kräfte der Marktwirtschaft zu glauben:
Wer keine Arbeit hat, ist halt nur zu faul oder zu unqualifiziert und nicht willig genug.
Man selbst ist eben gut und hat einen Arbeitsplatz verdient.

Dieses Ausspielen der Menschen gegeneinander wird auch weiterhin aufgehen, solange die perfiden Tricks des politischen Gesockse nicht durchschaut werden!
Solange grinsen sie uns weiter frech in Talkshows an und verbreiten ungestraft Ihre Lügen.
 

sogehtsnich

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ich habe erst heute dieses filmchen gesehen und suche sogleich im internet nach dem allgemeinen aufschrei der bevölkerung zu dieser aussage.... NIX.
Einen Aufschrei gibt es schon, dem allerdings keinerlei Taten folgen!

Die Betroffenen lassen es gnadenlos über sich ergehen und der Rest tritt noch mit Füßen auf die bereits am Boden Liegenden!
Schöne Solidargemeinschaft Deutschland!
 

Pinta 12

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ich bin immer wieder baff, dass viele diese AGHs als Chance für sich sehen. Viele arbeiten anscheinend lieber für ein Almosen als gar nicht. Ich habe schon Argumente gehört, wie "den Kindern ein gutes Beispiel geben". Viele können anscheinend ihre Zeit nicht selbes sinnvoll strukturieren.
Oder sie hoffen, doch noch übernommen zu werden. Das wird einem ja immer wieder eingeredet. Erst gestern hatte ich so ein "Vorstellungsgespräch", bei dem mir die Leiterin einer "sozialen" Einrichtung erklärte, die ca. 70 AGHler, die sie in den letzten Jahren beschäftigt hat, hätten alle inzwischen eine reguläre Stelle gefunden. Ich glaub das nicht.
Gruß Pinta 12
 
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ich bin immer wieder baff, dass viele diese AGHs als Chance für sich sehen. Viele arbeiten anscheinend lieber für ein Almosen als gar nicht. Ich habe schon Argumente gehört, wie "den Kindern ein gutes Beispiel geben". Viele können anscheinend ihre Zeit nicht selbes sinnvoll strukturieren.
Oder sie hoffen, doch noch übernommen zu werden. Das wird einem ja immer wieder eingeredet. Erst gestern hatte ich so ein "Vorstellungsgespräch", bei dem mir die Leiterin einer "sozialen" Einrichtung erklärte, die ca. 70 AGHler, die sie in den letzten Jahren beschäftigt hat, hätten alle inzwischen eine reguläre Stelle gefunden. Ich glaub das nicht.
Gruß Pinta 12
Tzz - Ich auch nicht - die Frau ist ein Fall für die Medien.
Freuen sich bestimmt ganz viele mal von deren Erfolgsrezept zu erfahren :icon_twisted:
 

Erolena

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Ich habe schon Argumente gehört, wie "den Kindern ein gutes Beispiel geben". Viele können anscheinend ihre Zeit nicht selbes sinnvoll strukturieren. ....Gruß Pinta 12
Sie haben aber nicht geschrieben, dass sie sich langweilen ohne AGH.
Das ist ein echtes Erziehungsproblem, wenn der Jugendliche sich eine Ausbildung suchen muss und die Eltern ohne Arbeit zu Hause sitzen. Es ist lebensfremd zu behaupten, das sei kein Problem.

Ich habe keine AGH und kann mich sehr gut alleine beschäftigen.
 
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In "meinem" Haus wohnt ein Mann, Anfang 40, der macht seit zwei JAhren ununterbrochen diese unbezahlte gemeinnützige Arbeit. Kaum ist seine Zeit rum, bettelt er die Arge nach einer neuen Beschäftigung für 0 an. Im Wohngebiet mimt er den Vollberufstätigen mit guter Bezahlung. Geht früh in grüner Kluft und kommt erst am Nachmittag zurück. Das streichelt sein Ego ungemein und niemand nimmt auch nur an, dass der arbeitslos sein könnte.

ich bin immer wieder baff, dass viele diese AGHs als Chance für sich sehen. Viele arbeiten anscheinend lieber für ein Almosen als gar nicht. Ich habe schon Argumente gehört, wie "den Kindern ein gutes Beispiel geben". Viele können anscheinend ihre Zeit nicht selbes sinnvoll strukturieren.
 
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In "meinem" Haus wohnt ein Mann, Anfang 40, der macht seit zwei JAhren ununterbrochen diese unbezahlte gemeinnützige Arbeit. Kaum ist seine Zeit rum, bettelt er die Arge nach einer neuen Beschäftigung für 0 an. Im Wohngebiet mimt er den Vollberufstätigen mit guter Bezahlung. Geht früh in grüner Kluft und kommt erst am Nachmittag zurück. Das streichelt sein Ego ungemein und niemand nimmt auch nur an, dass der arbeitslos sein könnte.
Hast du dich mal mit dem unterhalten?
 
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Hast du dich mal mit dem unterhalten?
Ja. Leider kann man nicht in 10 Minuten die Schulbildung von 10 Jahren nachholen. Dann kommt es noch auf den Menschen selber an, ob er sich etwas erklären lassen will oder eben nicht. Schlimm wird es, wenn man deswegen auch noch von solchen Menschen runtergemacht wird, damit diese sich wieder obenauf fühlen können.

Manchmal ist es aussichtslos und ich bin kein Rhetoriker - leider.
 
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Ja. Leider kann man nicht in 10 Minuten die Schulbildung von 10 Jahren nachholen. Dann kommt es noch auf den Menschen selber an, ob er sich etwas erklären lassen will oder eben nicht. Schlimm wird es, wenn man deswegen auch noch von solchen Menschen runtergemacht wird, damit diese sich wieder obenauf fühlen können.

Manchmal ist es aussichtslos und ich bin kein Rhetoriker - leider.
Schade ... sowas wird es wohl leider immer wieder geben
 

Pinta 12

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Ich kenne einige, die gerne eine AGH machen, und das kann ich voll respektieren. Ich meine nur, solche "Gelegenheiten" sollten freiwillig sein. Noch besser wäre es, die Menschen bekämen ein Gehalt für ihre Arbeit.
Diese Frau, wo ich mich gestern vorstellen musste, hat mir einen Riesenvortrag über die "Chancen" gehalten, die so eine AGH bietet. Aber: mal abgesehen von der Demütigung, fürn Appel und ein Ei arbeiten zu MÜSSEN, und sich dennoch von der Arge gängeln zu lassen - wieso sollte z. B. eine soziale Einrichtung jemanden einstellen, wenn sie vom Steuerzahler noch Geld dafür erhält, dass sie unsereinen für eine MAE arbeiten lässt?? Nach einem halben Jahr heißt es dann: "auf Wiedersehen. Nun gliedern Sie sich mal schön ein."
Ich kenne auch Leute, die sich selbst und ihren Mitmenschen einreden, sie sind "in Arbeit", dabei gehen sie zur AGH. Es ist doch erstaunlich, dass der Arbeitslose sich schämt, obwohl die meisten sich wirklich um Jobs bemühen - aber nicht diejenigen, die diese ganze Misere erst angerichtet haben. z. B. diejenigen, die AGHler beschäftigen um Lohnkosten zu sparen.
Gruß Pinta 12
 

redfly

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Wurde eben im WDR Fernsehen wiederholt.
 

roterhusar

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Ja und ist ein tieftrauriger Film.
Werkeln wochenlang kostenlos auf dem Friedhof rum, weil sie glauben(!!), dass sie eingestellt werden.
Stellen sich in eine Scheinfirma, weil sie einen Ausbildungsplatz erhoffen.
All die ganzen bekannten Klopper gut zusammengetragen, inklusive Mitnahmeeffekte bei dem Arbeitgeber oder Ausbilder (den Betrieb gabs noch gar nicht).

Arme Irre.
grüßt Gerd
 

wolliohne

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Fazit=ganz einfach:

H4 ist auf ganzer Linie gescheitert und ist nur durch das "richtige Kreuzchen" bei der nächsten Wahl bzw.durch "noch mehr Druck von Unten" zu stoppen.
 

Feind=Bild

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Fazit=ganz einfach:

H4 ist auf ganzer Linie gescheitert und ist nur durch das "richtige Kreuzchen" bei der nächsten Wahl bzw.durch "noch mehr Druck von Unten" zu stoppen.
Wo muss man denn das richtige Kreuzchen machen, damit H4 abgeschafft wird? Denn vier von fünf Parteien sind dafür (mit-)verantwortlich und bis die Fünfte, die was dagegen hat, regierungsfähig wird, friert eher die Hölle zu!

Bliebe nur noch der Druck von unten. Da versteh ich aber den Zusatz "noch mehr" nicht. Gibts da etwa schon welchen?
Meinungsäußerungen sind für mich kein Druck, eher ein Merkmal einer Demokratie, aber auch da hab ich hierzulande meine Zweifel!
 
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