Ausgesteuert oder "besser" Arbeitsfähig in die Arbeitslosigkeit? (1 Betrachter)

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Icepick

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Hallo zusammen,

ich bin/war seit Mai letzten Jahres (2011) wegen einem Burnout bis zum 31.08.12 krank geschrieben worden. Habe eine REHA hinter mir und kann meinen letzten Job nicht mehr ausüben...! Habe deshalb meinen Job am 28.05.12 zum 31.05.12 selber fristlos gekündigt wegen Krankheit! In der Kündigung habe ich auch um Auszahlung meiner nicht genommenen Urlaubstage gebeten.
Die Kündigung wurde natürlich akzeptiert da ich 80% Schwerbehindert bin...! Tja, und dann habe ich noch vor meiner Genesung vom Burnout einen Knöchelbruch erlitten (16.08.12) wodurch mein Krankengeld Bezug sich verlängerte und ich ein Schreiben von der KK bekam in dem mir mitgeteilt wurde das ich am 28.10.12 ausgesteuert werde. Habe mich natürlich sofort beim Arbeitsamt gemeldet und alle erforderlichen Sachen ausgefüllt usw. Mein Arbeitgeber hat mir meine nicht genommenen Urlaubstage in Form einer Abfindung ausgezahlt!

Am 22.10.12 habe ich wieder einen Termin beim Amt um meinen Leistungsantrag abzugeben und einen Tag später einen Termin bei meinem Arzt wegen dem Knöchelbruch! Da ich noch immer ein wenig humpele und auch noch Schmerzen habe wäre eine weitere Krankschreibung möglich aber nicht zwingend notwendig...

Da ich ja zum 28.10.12 zur Aussteuerung käme, frage ich mich was "besser" für mich wäre...?

Ausgessteuert in die Arbeitslosigkeit oder Arbeitsfähig???:confused:
Wird meine Abfindung angerechnet???:confused:

Ich möchte natürlich jegliche Verzögerungen mit der Auszahlung vermeiden, damit ich nicht noch mehr finanzielle Nachteile habe!!!

Ich hoffe das ich mich nicht allzu verwirrend ausgedrückt habe und erhoffe mir hier kurzfristig Hilfe...!:icon_knutsch:

Gruß aus Köln :icon_party:
 

stummelbeinchen

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Hi,

bezüglich der Aussteuerung würde ich nochmal recherchieren. Ich meine, dass die 78 Wochen bei einer Neuerkrankung von vorn anfangen. Der Termin 28.10. also nur dann richtig wäre, wenn Du tatsächlich vom Knöchelproblem genesen bist.

P.S. Es ist immer besser gesund in die Alo zu gehen (Wenn man schon muss) als krank.
 

Holger01

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dann habe ich noch vor meiner Genesung vom Burnout einen Knöchelbruch erlitten
Das ist der typische Fall einer "hinzugetretenen Erkrankung" und verlängert leider nicht die KG-Zahlung. Es beginnt hierdurch auch keine neue Blockfrist.

Quellen: Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz - Blockfrist bei Hinzutreten einer Erkrankung
So lange erhalten Sie Krankengeld (TK)


Wie sieht denn deine weitere Lebens-/Arbeitsplanung aus?
Hiernach sollten sich deine nächsten Entscheidungen richten.

1.) Mit AU ins Alg1 geht nach § 145 SGB III.
Dies ist i.d.R. ein aufwändiges Antragsverfahren und rechnet sich meist nur bei zu erwartender langandauernder Erkrankung und/oder Erwerbsminderung.

2.) AU enden lassen, sodann normales Alg1 beantragen und neuen Job suchen. Falls eine der Erkrankungen doch noch Probleme macht, kannst du dich problemlos für bis zu 6 Wochen AU schreiben lassen und in dieser Zeit Alg1 weiterbeziehen.
Danach allerdings wirkt die Aussteuerung und du erhältst kein Alg1 mehr, kein KG, und kannst bei Bedürftigkeit versuchen, Alg2 zu erhalten.


Inwieweit deine "fristlose Kündigung wegen Krankheit" ok war, kann ich nicht beurteilen.
Möglicherweise erhältst du eine Sperre wegen Eigenkündigung.
Ich halte es für schwerlich möglich, die "fristlose" Kündigung zu erklären, wenn doch eine fristgerechte Kündigung gereicht hätte.
Aber auch eine fristgerechte Kündigung bleibt problematisch.

Da brauchst du gute Unterstützung und Atteste durch deinen Arzt/Facharzt.


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