Ausgesteuert, EU Rente, oder Minderleistungsantrag hänge fest. (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Bea61

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Hallo an euch Alle hier,

in der Hoffnung es kann mir jemand von euch etwas Klarheit verschaffen, erkläre ich meine Situation.
Ich bin seit dem Jahr 2001 im öffentlichen Dienst beschäftigt.
Vom 1.1.2015 bis zum 31.12.2016 habe ich Familienpflegezeit genommen, um meinen kranken Vater zu pflegen.
In dieser Zeit habe ich 16 Stunden pro Woche gearbeitet und dafür Gehalt von meinem Arbeitgeber bekommen.
Das monatliche Gehalt wurde durch ein Darlehn vom Bundesamt für Familie auf 75% meines Vollzeitgehaltes
für die 24 Monate aufgestockt, rückzahlbar ebenfalls über 24 Monate nach Beendigung der Pflegezeit.
Nun bin ich aber im Januar 2017 erkrankt und ab Februar 2017 ins Krankengeld gerutscht. Die KK hat das Krankengeld
lediglich nach dem Gehalt meines Arbeitgebers berechnet. Der Aufstockungsbetrag des Bundesamtes wurde nicht
hinzugerechnet. Auch wurde das Krankengeld nicht nach meinem normalen Vollzeitgehalt berechnet, was ich ja
bis Mitte Februar noch bekommen habe, sondern nach dem letzten Pflegezeitgehalt vom Dezember.
Im Juli 2017 war ich dann zur Reha, wurde als arbeitsunfähig entlassen und zum 1.7.2018 von der KK ausgesteuert.
Im Mai hatte ich aber schon mit meinem Arzt und meinem Arbeitgeber besprochen einen Wiedereingliederungsversuch
zu starten, was ich auch ab dem 1.7. nun mache. Nach der langsamen Steigerung der Stundenzahl mußte ich leider
wieder zurückschrauben und habe mich bei 4 Stunden täglich ganz gut eingependelt. Vollzeit werde ich nicht mehr
arbeiten können. Deswegen hat mir mein Arzt dazu geraten einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen, was
ich auch getan habe. Von der AfA habe ich eine Gleichstellung, da ich noch unter den 50% bin.
Trotz Wiedereingliederung habe ich natürlich ALG1 beantragt, welches ich auch erhalte. Zur Berechnung wurde
von der AfA das KG herangezogen. Also bekomme ich gerade mal 780 €, weil angeblich der Aufstockungsbetrag,weder
bei der Krankengeldberechnung noch beim ALG dazu gerechnet werden muß.
Das Aufstockungsdarlehn wird mir zur Zeit noch gestundet, weil ich es nicht zurück zahlen kann von 780,- €
Zusammen mit dem Integrationsfachdienst und der Personalchefin wurde besprochen, dass man einen Minderleistungsantrag
stellen könnte, ich weiterhin nur 4 Stunden arbeite, aber dann mein Gehalt doch fast zu 100% wie Vollzeit erhalte.
So wurde es mir erklärt. Damit könnte ich leben, käme mit der Stundenzahl gut zurecht und auch mit dem Geld.
Leider wurde der Antrag noch nicht gestellt. So hänge ich nun immernoch in der Wiedereingliederung.
Von der AfA habe ich nun telefonisch Bescheid bekommen, dass ihr Gutachter nach Aktenlage festgestellt hat,
das ich vollschichtig bei leichter Tätigkeit arbeiten kann und das dafür keine Wiedereingliederung notwendig wäre.
Das könnte ich ab sofort, ich soll einen neuen Plan mit Beendigung der Maßnahme schicken. Ansonsten würde der Bezug von ALG sofort eingestellt.
Nun hatte ich gestern einen Termin beim Gutachter der DRV, was plötzlich ganz schnell ging.
Der Termin hat ganze 15 Minuten gedauert und ich wurde gefragt, wieso Teilerwerbsminderung. Er sagte ich sehe
sie als voll erwerbsgemindert bei ihren Befunden und hat das auch so diktiert. Auf meinen Einwand, dass ich mit
4 Stunden gut klar komme, hat er gesagt, dass er das nicht so sieht. Volle Erwerbsminderung für 2 Jahre,
das gibt er so an die DRV weiter. Das möchte ich aber nicht, Teilzeit ist vollkommen okay für mich.
Ich werde im Januar 58 und wenn mein Arbeitsverhältnis jetzt befristet für 2 Jahre ruht, kann ich nicht mal für
14 Stunden beschäftigt werden. Mit fast 60, dann wieder einzusteigen sehe ich bei uns auch als großes Problem.
Zumal mein Arbeitgeber (eine Klinik) seit 2 Jahren immerwieder vor der Schließung steht.
Dazu kommt, dass ich mit der Rente für volle Erwerbsm. meinen Unterhalt auch nicht bestreiten kann, da ich alleinstehend bin. Meine Ersparnisse habe ich in den letzten Monaten nun auch aufgebraucht.
Integrationsdienst, VDK jeder sagt was anderes, mein Kopf qualmt nur noch und ich weiß nun nicht, was ich machen soll.
Was würdet ihr tun, oder was könnt ihr mir raten ?

sorry, für den langen Text

nette Grüße
Bea
 
G

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VBL , ZVK oder Ähnliches?
 

Bea61

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Hallo RobbiRob,

ja warscheinlich, ich müsste dann wohl auch gleich einen Antrag stellen, aber laut der letzten Berechnung ist das auch nur ein geringer Betrag. Aber ich möchte ja auch gerne bei meinem Arbeitgeber weiterarbeiten.
 

Kerstin_K

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Ich würde erstmal den Bescheid abwarten. Der Gutachter trifft ja nicht die Entscheidung, sondern der sozialmedizinische Dienst der DRV. Dort kann man sich der Meinung des Gutachters anschliessen, muss es aber nicht.

Hast Du der DRV medizinische Unterlagen vorgelegt, die die Meinung des Gutachters entkträften?
 

Bea61

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Hallo Kerstin,

nein habe ich nicht. Er wollte auch nichts sehen von den Unterlagen, die ich dabei hatte. Ich bin ehrlich gesagt auch nicht davon ausgegangen, dass er das so entscheidet, nachdem was ich schon gelesen und gehört habe. Ich weiß auch, dass viele andere sich warscheinlich total freuen würden, wenn sie so einen Gutachter erwischt hätten.

nette Grüße aus Hessen zurück
 

Kerstin_K

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Dann sieh zu, dass die DRV ganz schnell noh alles bekommt, was Du hast, um den Gutachter zu entkräften.
 
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