Ausgesteuert, EM-Rente bereits abgelehnt, AfA verlangt Reha-Antrag, wie wird es weiter gehen bei der AfA ?

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Droschke

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Hallo,

schön das es solch ein Forum gibt, denn ich bin mit meinem Latein am Ende.

Durch die KK bin ich ausgesteuert und habe bei der AfA einen Antrag auf Nahtlosigkeitsregelung gestellt. Ich erhielt einen vorläufigen Bescheid, bis der ärztliche Dienst meine Leistungsfähigkeit beurteilt hat. Nach 2 Monaten erhielt ich den abschließenden Bescheid. Ich sei mit meiner Leistungsfähigkeit so weit gemindert, dass ich nur noch weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten könnte. Der Arbeitsvermittlung stehe ich nicht zur Verfügung. Den Rehaantrag habe ich, wie gefordert, gestellt.

Jetzt zu meiner Frage:

Mein Widerspruch auf meinen Antrag auf EMR wurde abgelehnt. Im Antrag für die AfA hatte ich es auch erwähnt.
Faktisch besteht mein Arbeitsverhältnis.

1. Wird mir jetzt das ALG1 gestrichen?
2. Wird das Gutachten des ärztlichen Dienst aufgehoben, da mein EMR Antrag abgelehnt wurde? Falls "Nein" könnte ich mich noch nicht einmal bewerben ( was ja beim normalen ALG1 notwendig ist.
3. Was wird das AfA Unternehmen? Der Rehaantrag wird bestimmt nicht genehmigt, da mein Antrag abgelehnt wurde.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Hoffe ihr könnt mir helfen und mir die Angst nehmen:icon_sad:
 

Kerstin_K

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AW: Nahtlosigkeitsregelung Antrag EMR abgelehnt

Die Hofffnung auf die Genehmigung einer Reha würde ich noch nicht aufgeben.

Ansonsten halt klagen.
 

Doppeloma

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Hallo Droschke, :welcome:

Durch die KK bin ich ausgesteuert und habe bei der AfA einen Antrag auf Nahtlosigkeitsregelung gestellt. Ich erhielt einen vorläufigen Bescheid, bis der ärztliche Dienst meine Leistungsfähigkeit beurteilt hat.

Womit wurde begründet, dass der Bescheid vorläufig ist, vermutlich mal wieder damit, dass der ÄD sich noch nicht geäußert hatte ... das ist aber gar nicht zulässig. :icon_evil:

Nach 2 Monaten erhielt ich den abschließenden Bescheid. Ich sei mit meiner Leistungsfähigkeit so weit gemindert, dass ich nur noch weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten könnte. Der Arbeitsvermittlung stehe ich nicht zur Verfügung. Den Rehaantrag habe ich, wie gefordert, gestellt.

Warum stellst du einen Reha-Antrag wenn bereits ein Antrag auf EM-Rente gestellt wurde, hast du das nicht der AfA mitgeteilt oder hast du den Kampf um die EM-Rente aufgegeben nach der Ablehnung des Widerspruches, das wäre KEINE gute Entscheidung gewesen.

Viele EM-Renten werden (leider) erst am Sozialgericht entschieden, wer da zu früh aufgibt bringt sich selber um diese Chance und es war eigentlich alles umsonst bis dahin.

Mein Widerspruch auf meinen Antrag auf EMR wurde abgelehnt. Im Antrag für die AfA hatte ich es auch erwähnt.

Wenn du keinen Widerspruch eingelegt hast ist natürlich klar, dass die AfA nun eine Reha verlangt, aus deren Sicht muss ja irgendwas passieren, wenn dich der ÄD aktuell nicht für leistungsfähig (vermittelbar) am Arbeitsmarkt sieht.

Bitte kläre doch mal auf ob du Klage eingereicht hast, wegen der EM-Rente oder nicht ???
Dann wäre ein Antrag auf Reha allerdings sinnlos und vor allem nicht sehr günstig gewesen ... ansonsten (es läuft keine Klage wegen der EM-Rente) musst du eben abwarten, wie die DRV nun zu deinem Reha-Antrag entscheiden wird.

Faktisch besteht mein Arbeitsverhältnis.

Dein Arbeitsverhältnis "ruht" denn dort kannst du ja offenbar NICHT arbeiten ..., dafür bist du also weiterhin als AU anzusehen und hast hoffendlich (NUR für deinen AG, NICHT für die AfA) auch immer noch eine AU-Bescheinigung vom Arzt ???

1. Wird mir jetzt das ALG1 gestrichen?

Dann hätte man dir ja kaum einen endgültigen Bescheid geschickt, sondern einen "Aufhebungs-Bescheid", die AfA wird jetzt (mindestens) erst mal zahlen, bis es von der DRV neue Entscheidungen gibt.

2. Wird das Gutachten des ärztlichen Dienst aufgehoben, da mein EMR Antrag abgelehnt wurde?

Ein Gutachten vom ÄD wird überhaupt nicht "aufgehoben", beantworte bitte mal die Fragen dazu WANN wurde dein Widerspruch zur EM-Rente abgelehnt und was genau hast du danach gemacht ... ???

Hast du Klage eingereicht (wegen der EM-Rente) oder nicht, das ist WICHTIG sonst kann man hier nur herumraten.

Falls "Nein" könnte ich mich noch nicht einmal bewerben ( was ja beim normalen ALG1 notwendig ist.

Wieso "kannst du dich nicht bewerben", das kann dir doch niemand verbieten, du musst dich schon entscheiden, ob du zu krank bist zum Arbeiten und deswegen EM-Rente haben möchtest oder ob du dir Arbeit suchen möchtest. :confused:

Nach einer Aussteuerung und MIT Arbeitsplatz gibt es kein "normales ALGI", was nicht bedeutet, dass man sich keine andere Arbeit suchen darf. :icon_evil:

Irgendwelche "Gutachten" von der AfA haben dafür KEINE Bedeutung, die reichst du schließlich nicht beim AG mit der Bewerbung zusammen ein.

3. Was wird das AfA Unternehmen?

Was soll denn die AfA aktuell unternehmen können wenn man gerade festgestellt haben will, dass du nicht "vermittelbar" bist, die warten erst mal ab, wie die DRV nun zu deinem Reha-Antrag entscheiden wird.

Der Rehaantrag wird bestimmt nicht genehmigt, da mein Antrag abgelehnt wurde.

Was meinst du bitte damit, eine Reha ist doch was ganz Anderes als ein Antrag auf EM-Rente ... wenn die abgelehnt wurde, ist man ja offenbar noch der Ansicht (bei der DRV), dass du noch arbeiten KANNST, warum soll man dann eine Reha auch ablehnen müssen ???

Die soll dich dann doch wieder richtig "fitt" für den Arbeitsmarkt machen ... :idea:

MfG Doppeloma
 
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Droschke

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Liebe Doppeloma,
WOW vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort.
Ich werde mal den Versuch starten etwas Licht in die Sache zu bringen.

Warum stellst du einen Reha-Antrag wenn bereits ein Antrag auf EM-Rente gestellt wurde, hast du das nicht der AfA mitgeteilt oder hast du den Kampf um die EM-Rente aufgegeben nach der Ablehnung des Widerspruches, das wäre KEINE gute Entscheidung gewesen.

Im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung stellt die AfA einen Rehaantrag. Obwohl die AfA darüber informiert wurde, dass ich mich im Widerspruch befinde und die letze Reha vor 1 Jahre stattgefunden hat.



Wenn du keinen Widerspruch eingelegt hast ist natürlich klar, dass die AfA nun eine Reha verlangt, aus deren Sicht muss ja irgendwas passieren, wenn dich der ÄD aktuell nicht für leistungsfähig (vermittelbar) am Arbeitsmarkt sieht.
Doch Widerspruch hatte ich eingelegt und das war der AfA auch bekannt.

Bitte kläre doch mal auf ob du Klage eingereicht hast, wegen der EM-Rente oder nicht ???
Dann wäre ein Antrag auf Reha allerdings sinnlos und vor allem nicht sehr günstig gewesen ... ansonsten (es läuft keine Klage wegen der EM-Rente) musst du eben abwarten, wie die DRV nun zu deinem Reha-Antrag entscheiden wird.
Termin beim Anwalt habe ich erst nächste Woche, die Frist für die Klage ist also noch gegeben.



Dein Arbeitsverhältnis "ruht" denn dort kannst du ja offenbar NICHT arbeiten ..., dafür bist du also weiterhin als AU anzusehen und hast hoffendlich (NUR für deinen AG, NICHT für die AfA) auch immer noch eine AU-Bescheinigung vom Arzt ???
Ja, meine AU übersende ich nur meinem AG.


Ich möchte nur noch einmal meine Bedenken mitteilen.

Ich habe Angst, dass durch die Ablehnung der DRV, meine Nahtlosigkeitsregelung aufgehoben wird, da mein Widerspruch erfolglos gewesen ist.
Nahtlosigkeitsregelung greift ja nur, solange über meinen EMR Antrag noch nicht endgültig entschieden wurde ist.

Stellt die AfA die Zahlung ein? Oder wie ich teilweise gelesen habe, zahlt sie die Leistung weiter, wenn ich mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle.

Ich kann ja der AfA nicht zustimmen um die Leistung zu erhalten und gleichzeitig Klage gegen die DRV einreichen. Das passt doch alles nicht.

Das bereitet mir halt Kopfzerbrechen. Und wenn die AfA sich auf ihr ärztliches Gutachten beruft wo festgestellt wurde, das ich pro Woche nicht mehr als 15 Stunden arbeiten kann, tja dann habe ich wohl Pech?

Ich hoffe mein Problem ist etwas klarer geworden.
 

Curt The Cat

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Schade, ich habe heute morgen geantwortet aber es wird leider nicht veröffentlicht
Heute morgen ...? Na ja ...

Im Übrigen sei bemerkt, daß wir es uns vorbehalten, die Beiträge neuer Nutzer unter Umständen zu prüfen und manuell freizuschalten. Da das gesamte Team diese Arbeit ehrenamtlich, also in der Freizeit, erledigt, kann es schon mal vorkommen, daß es einige Stunden dauert, bis ein neuer Beitrag freigeschaltet wird. Etwas Geduld halte ich demnach für zielführend.


:icon_wink:
 

Doppeloma

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Hallo Droschke,

WOW vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort.
Ich werde mal den Versuch starten etwas Licht in die Sache zu bringen.

Habe mal deine Überschrift noch ein wenig erweitert und bitte dich auch darum mal etwas hier im Bereich nachzulesen, denn viele Antworten wirst du dort schon finden ... die Fragen nach einer Aussteuerung und nach Ablehnung von EM-Rente sind fast immer die gleichen ...

Im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung stellt die AfA einen Rehaantrag. Obwohl die AfA darüber informiert wurde, dass ich mich im Widerspruch befinde und die letze Reha vor 1 Jahre stattgefunden hat.

Das ist NICHT korrekt, die AfA stellt den Antrag nicht einfach für dich, das musst du schon noch selber machen, die AfA fordert dich höchstens dazu auf den Antrag (mit Frist 1 Monat) zu stellen und das nachzuweisen, das muss schriftlich erfolgen.

In der Regel genügt es aber der AfA nachzuweisen, dass bereits ein Verfahren wegen EM-Rente im Gange ist, denn es ist kontraproduktiv darauf folgend dann einen Reha-Antrag zu stellen ...

Dann bearbeitet die DRV vorrangig den Reha-Antrag und legt die EM-Rente "auf Eis" oder lehnt zumindest einen Widerspruch schon mal ab.
Wie die Reihenfolge bei dir nun genau war, ist immer noch nicht ganz klar geworden.

Doch Widerspruch hatte ich eingelegt und das war der AfA auch bekannt.

Hast du die AfA nun auch über den abgelehnten Widerspruch informiert und dass du Klage dagegen einreichen wirst ???
Dazu bist du verpflichtet, von alleine können die das ja nicht wissen.

Was läuft denn nun, Vorbereitung der Klage (wegen EM-Rente) Antrag auf Reha ODER BEIDES gleichzeitig ???

Die AfA stellt keine Anträge für dich ohne deine Unterschrift geht das gar nicht ... :icon_evil:

Termin beim Anwalt habe ich erst nächste Woche, die Frist für die Klage ist also noch gegeben.

Ob die Frist noch gegeben ist hängt davon ab, wann du den Bescheid zum abgelehnten Widerspruch erhalten hast und nicht davon wann du einen Termin beim Anwalt haben wirst ...
Es wäre schon nett wenn du konkrete Fragen auch konkret beantwortest, ab Kenntnisnahme des Bescheides (also Zugang bei dir mit der Post) hast du genau 1 Monat Zeit die Klage beim Sozialgericht einzureichen.

Danach kann dir auch kein Anwalt mehr helfen, die Klage MUSS fristgerecht eingelegt sein, sonst geht da NICHTS mehr ... :icon_evil:

Ja, meine AU übersende ich nur meinem AG.

Will die KK ihren Schein nicht haben oder warum schickst du den (Teil für die Krankenversicherung) dort nicht hin, die registrieren das normalerweise in ihrem PC und wissen NICHTS von der AU wenn es dazu Anfragen von der DRV gegeben hat oder das Gericht demnächst dort nachfragen wird.

Ich habe Angst, dass durch die Ablehnung der DRV, meine Nahtlosigkeitsregelung aufgehoben wird, da mein Widerspruch erfolglos gewesen ist.

Dein Anspruch ergibt sich aus dem Gesetz (§ 145 SGB III) und nicht daraus, ob die DRV deine EM-Rente noch ablehnt oder nicht ...
Solltest du wirklich schon einen Reha-Antrag zusätzlich laufen haben wären sogar aktuell ZWEI Anträge bei der DRV "in Arbeit" warum sollte die AfA da dein ALGI aufheben dürfen ???

Nahtlosigkeitsregelung greift ja nur, solange über meinen EMR Antrag noch nicht endgültig entschieden wurde ist.

Über deine EM-Rente wurde ja noch GAR NICHT endgültig entschieden, du hast ja vor dagegen zu klagen, da die abgelehnt wurde und der Widerspruch auch, dann ist das weiterhin ein "schwebendes Rechts-Verfahren" und die Entscheidung noch immer völlig OFFEN ...

Stellt die AfA die Zahlung ein?

Wie kommst du also darauf, dass die AfA nun die Zahlungen einstellen könnte, es gibt doch gar keinen Grund dafür und der muss dir schon genannt werden wenn man deinen aktuellen Bescheid wieder aufheben will ?

Oder wie ich teilweise gelesen habe, zahlt sie die Leistung weiter, wenn ich mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stelle.

Mit deinem sogenannten "Restleistungsvermögen" (lt. ÄD der AfA) musst du dich generell der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen, das ist Bedingung dafür überhaupt ALGI zu bekommen, auch nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Das ist KEIN "Ersatz-Krankengeld", in der Regel wird nur darauf verzichtet die Ausgesteuerten wirklich "vermitteln" zu wollen, wer soll die denn einstellen wollen ... ???

Ich kann ja der AfA nicht zustimmen um die Leistung zu erhalten und gleichzeitig Klage gegen die DRV einreichen. Das passt doch alles nicht.

Doch, das "passt", weil es die DRV gar nicht interessiert, was du der AfA erzählst (was die begutachten noch weniger) und umgekehrt interessiert die AfA auch nicht warum die DRV dir (bisher) keine EM-Rente geben will.

Das bereitet mir halt Kopfzerbrechen. Und wenn die AfA sich auf ihr ärztliches Gutachten beruft wo festgestellt wurde, das ich pro Woche nicht mehr als 15 Stunden arbeiten kann, tja dann habe ich wohl Pech?

Was glaubst du denn woraus sich gerade ergeben hat, dass du den endgültigen Bescheid zum ALGI bekommen hast, das war doch auch schon im Widerspruchsverfahren der EM-Rente ???

Kümmere dich um die fristgerechte Klage und dann wirst du auch weiter dein Geld von der AfA bekommen, so ein Verfahren am Gericht dauert garantiert länger, als du überhaupt Anspruch auf ALGI haben wirst.

Ich weiß sehr genau was ich dir da schreibe, mein ÄD - Gutachten hatte den gleichen Inhalt, ich musste die EM-Rente auch einklagen.
Die AfA hat mich (nach dem ÄD-Gutachten) die ganze Zeit in Ruhe gelassen und anschließend musste ich noch Hartz 4 beantragen weil zur EM-Rente immer noch nicht endgültig entschieden war am Gericht.

Im festen Arbeitsvertrag war ich auch immer noch, hier gibt es viele solcher Fälle, damit bist du also nicht alleine. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Kerstin_K

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... ab Kenntnisnahme des Bescheides (also Zugang bei dir mit der Post) hast du genau 1 Monat Zeit die Klage beim Sozialgericht einzureichen.

Danach kann dir auch kein Anwalt mehr helfen, die Klage MUSS fristgerecht eingelegt sein, sonst geht da NICHTS mehr ..

Das stimmt so nicht. Mit einem Überprüfungsantrag kann man den Rechtsweg wieder eröffnen. Trotzdem ist es ärgerlich, die Klagefrist zu verpassen, weil es einfach Zeit kostet.
 

Doppeloma

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Hallo Kerstin_K,

Mit einem Überprüfungsantrag kann man den Rechtsweg wieder eröffnen. Trotzdem ist es ärgerlich, die Klagefrist zu verpassen, weil es einfach Zeit kostet.

Dein Einwurf ist sicher rein rechtlich korrekt aber da der TE offenbar schon mit dem üblichen Rechtsweg überfordert scheint, wollte ich zusätzliche Verwirrung vermeiden ...

MfG Doppeloma
 

Droschke

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Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Hallo,

vor 7 Monaten hatte ich einen Antrag auf Nahtlosigkeitsregelung gestellt. Nach Aktenlage wurde ich als nicht vermittelbar eingestuft, da ich nicht mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten kann. Der Bescheid dafür war abschließend.

Gestern rief mich meine zuständige Sachbearbeiterin an und sagte zu mir, da mein Antrag auf EMR abgelehnt wurde, muss ein neues ärztliches Gutachten erstellt werden. Heute erhielt ich den Gesundheitsfragebogen.

Kann es wirklich sein, dass ich nur wegen der Ablehnung, eine erneute Begutachtungen bekomme? Mein Gesundheitszustand hat sich in den 7 Monaten in keinster Weise gebessert.
Könnte es sein, dass das neue Gutachten zu Gunsten der AfA ausgefällt.

Die Amtsärzte würden sich ja dann widersprechen und eine Wunderheilung gibt es ja nicht.
 

Kerstin_K

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Hast du die sozialmedizinische SStellungnahme der DRV vorliegen? Die wahre auch fuer die AfA bindend.

Laufen Rechtsmittel gegen die Ablehnung der Rente?
[>Posted via Mobile Device<]
 

BerndB

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Wie du dich verhalten sollst/kannst möchte ich nicht beurteilen.

Aber als Hintergrund (meine Ansicht):
Arbeitslosengeld erhält derjenige, der bereit ist zu arbeiten.
Alg als Nahtlosigkeit ist ein Sonderfall und soll nur dazu dienen, den Alg-Bezug "nahtlos" an den Rentenbeginn heranzuführen. Das ist notwendig, da die RV meist längere Zeit für eine Bewilligung der Rente braucht. Wird eine Erwerbsminderungsrente nicht gezahlt, kann es auch keine Nahtlosigkeit geben.
Punkt 145.1.4 (3) des untenstehenden Links
Rente wird abgelehnt: "Ist der Rentenantrag wegen fehlender Erwerbsminderung abgelehnt worden,
kann grundsätzlich kein Nahtlosigkeitsfall eröffnet werden...."

Punkt 145.1.7
Einvernehmliche Regelung zwischen Arzt der AfA und der RV ist herzustellen. Deshalb vermutlich ein neues Gutachten. Zur einvernehmlichen Regelung steht etwas auf Seite 14 § 3 Abs. 3 des gleichen Links.

Link

PS: Die Links im Dokument funktionieren nur, wenn die Seite im InternetExplorer geöffnet oder heruntergeladen wird.
 

Couchhartzer

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Kann es wirklich sein, dass ich nur wegen der Ablehnung, eine erneute Begutachtungen bekomme?
Ja selbstverständlich kann das sein, denn irgendwie müssen die ja eine fachliche Grundlage über das Ausmaß der gesundheitlichen Einschränkungen und daher auch der eventuelle Erwerbsfähigkeit haben um zu wissen, was sie mit dir in Sachen eventueller Vermittlungstätigkeit überhaupt noch anfangen könnten.
 

BerndB

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Erst der Beitrag von "Couchhartzer" hat mich an folgendes erinnert:

Die Erwerbsunfähigkeit stellt nur die Rentenversicherung fest. Die AfA legt durch Ihren Arzt zunächst nur fest, wie Sie bei Leistungsminderung bis zur Entscheidung der RV verfährt.
 

Kerstin_K

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Und selbst wenn der Rentenantrag erstmal abgelegt wird gibt es noch Rechtsmittel. Und da geht dann auch noch Nahtlosigkeit.
[>Posted via Mobile Device<]
 
T

totenkopf

Gast
AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Wie du dich verhalten sollst/kannst möchte ich nicht beurteilen.

Aber als Hintergrund (meine Ansicht):
Arbeitslosengeld erhält derjenige, der bereit ist zu arbeiten.

Das ist nicht ganz korrekt. Arbeitslosengeld erhält derjenige, der bereit ist zu arbeiten und wer zudem auch erwerbsfähig ist, wenigstens jedoch eingeschränkt erwerbsfähig.

Denn nur derjenige, der erwerbsfähig ist, steht dem Arbeitsmarkt laut Gesetz zur Verfügung.

Wer nicht erwerbsfähig ist, steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und hat daher auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
 

BerndB

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Das ist nicht ganz korrekt. Arbeitslosengeld erhält derjenige, der bereit ist zu arbeiten und wer zudem auch erwerbsfähig ist, wenigstens jedoch eingeschränkt erwerbsfähig....

Das stimmt natürlich. Aber diese Erwerbsfähigkeit wird die AfA über ihren Arzt jetzt vermutlich herstellen.
 

Schmerzgrenze

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Aber diese Erwerbsfähigkeit wird die AfA über ihren Arzt jetzt vermutlich herstellen.
:icon_confused: Du meinst über den ÄD fiktiv herstellen.
Ich zumindest habe in den Einrichtungen der AfA noch keine Arztpraxis entdeckt. :icon_mrgreen:
Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Verrückte Kasper gibts in in den Ministerien ja genug.
 

Doppeloma

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Hallo Droschke,

vor 7 Monaten hatte ich einen Antrag auf Nahtlosigkeitsregelung gestellt. Nach Aktenlage wurde ich als nicht vermittelbar eingestuft, da ich nicht mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten kann. Der Bescheid dafür war abschließend.

Der Bescheid bleibt auch bestehen so lange du keinen anderen (schriftlichen) Bescheid bekommen wirst, der wird auch NICHT durch die Renten-Ablehnung aufgehoben oder durch einen "Anruf" ...

Gestern rief mich meine zuständige Sachbearbeiterin an und sagte zu mir, da mein Antrag auf EMR abgelehnt wurde, muss ein neues ärztliches Gutachten erstellt werden. Heute erhielt ich den Gesundheitsfragebogen.

Warum darf die dich überhaupt anrufen und WARUM teilt man dir das NICHT schriftlich mit, wie es sich gehört wenn das rechtmäßig ist was man da tut ???

Es gibt KEINEN einzigen Grund dafür, dass du erneut einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen musst, wenn sich bereits einer beim ÄD befindet ... die Ablehnung der EM-Rente macht ja nicht gesünder als du es vor 7 Monaten gewesen bist ... :icon_evil:

Kann es wirklich sein, dass ich nur wegen der Ablehnung, eine erneute Begutachtungen bekomme? Mein Gesundheitszustand hat sich in den 7 Monaten in keinster Weise gebessert.
Könnte es sein, dass das neue Gutachten zu Gunsten der AfA ausgefällt.

Das ist das übliche Theater was die machen wenn die EM-Rente von der DRV abgelehnt wurde, da wollen die sich mit ihren medizinischen Einschätzungen "anpassen" und dir erzählen das wäre schon "endgültig entschieden" ...

Ist es aber nicht auch bei Widerspruch und Klage gegen eine DRV-Entscheidung, ist es ein "schwebendes Verfahren" (genau wie nach der Antragstellung) und die Entscheidung ist noch lange nicht endgültig getroffen. :icon_evil:

Auf telefonischen "Zuruf" musst du GAR NICHTS machen, der Fragebogen ist sowieso freiwillig, den brauchst du überhaupt NICHT ausfüllen wenn du das nicht willst und wenn beim ÄD schon einer vorhanden ist hat das zu genügen.

Wenn man dich ernsthaft erneut begutachten will (wegen der Renten-Ablehnung), dann muss man dich begründet zum ÄD einladen und untersuchen und nicht nur einen neuen Fragebogen einfordern. :icon_evil:

Die Amtsärzte würden sich ja dann widersprechen und eine Wunderheilung gibt es ja nicht.

Das ist denen EGAL, die wollen sich ja gerade der (bisherigen) Ansicht der Rentenkasse "anpassen", ob die vom ÄD sich dabei selber widersprechen interessiert die nicht sonderlich ...
Darum wird ja auch bevorzugt nach "Aktenlage" begutachtet, da muss man den Betroffenen wenigstens nicht ins Gesicht sehen und eventuell unangenehme Fragen dazu beantworten.

Die AfA hat eine eigenständige Untersuchung deiner Leistungsfähigkeit (Restleistungsfähigkeit) vorzunehmen mit der du (theoretisch) noch vermittelt werden könntest ...
Das hat mit den Entscheidungen der DRV zu deiner EM-Rente vorerst noch NICHTS zu tun aber die befürchten nun natürlich auch, dass sie von deinem ALGI NIX mehr wieder sehen werden.

So unbekannt ist das ja bei der AfA auch nicht mehr, dass die meisten EM-Renten abgelehnt werden und dann bis zum Ablauf des Anspruches ALGI gezahlt werden muss.
Vermitteln kann man dich dann auch nicht ernsthaft aber mit der bisherigen Einschätzung ja gar nicht, also wird daran "herum-geändert", damit man dich mit Vermittlung "nerven" kann, weil ja auf EM-Rente nun vorerst keine Aussicht besteht.

Diese angeblichen "Abstimmungen" zwischen DRV und AfA sind eine Farce und wurden noch nie durchgeführt weil die DRV daran gar kein Interesse hat ihre eigene Meinung vom AfA - ÄD korrigieren zu lassen oder mit denen auszudiskutieren.

Dass man diese "Verwaltungs-Vereinbarung" nur noch mit einem längst überholten Browser öffnen kann wundert mich da auch nicht mehr sonderlich (zeugt davon wie wenig aktuell das sein dürfte). :icon_evil:

Den Quatsch hat man mir schon vor 10 Jahren erzählt, als meine EM-Rente abgelehnt wurde und ich wurde wirklich noch beim ÄD ärztlich untersucht, ja, es gab tatsächlich eine Praxis in unserem AfA - Gebäude dafür.

Diese Ärztin war offenbar nicht bereit sich der DRV "anzupassen" (und mich nun für gesund zu erklären), man wollte nur (beim ÄD) die DRV-Gutachten "einsehen dürfen", um angeblich "Divergenzen zu klären", was ja wohl (sinnvollerweise) VOR der Renten-Ablehnung gemacht werden sollte.

Verbiete der AfA dich anzurufen, wenn die was von dir wollen sollen sie dir schreiben (müssen) und (mit Rechtsgrundlagen) begründen was sie warum von dir wollen.

Wir hatten hier gerade einen sehr ähnlichen Fall, der TE hat mitgeteilt, dass er die geforderten Unterlagen bereits einmal eingereicht hatte und ihm die rechtliche Begründung fehlt, das erneut zu machen wenn sich NICHTS geändert hat.

Darauf hin hat man sein "Gutachten" auch ohne neue Unterlagen geändert / korrigiert, nach dem Sinn braucht man da nicht weiter zu forschen. :doh:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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AW: Arbeitsamt verlangt neues Gutachten

Hallo Zeitkind,

Ich zumindest habe in den Einrichtungen der AfA noch keine Arztpraxis entdeckt.

Das stimmt nicht so ganz, bei den größeren Agenturen gibt es diese Praxis durchaus, ich war damals auch direkt im AfA - Gebäude, das braucht also nicht erst "erfunden" zu werden...

Bei kleineren AfA-Zweigstellen mag das nicht der Fall sein aber dafür sind in den Hauptstellen sogar einige Ärzte (Allgemeinmediziner / Arbeitsmediziner / Psychologen) fest angestellt (bei der AfA :idea:) und wenn es um notwendige Fachrichtungen geht, wird auch mal extern eine Begutachtung beauftragt.

Das kostet natürlich alles richtig Geld und so wird heute meist der "billigste Weg" (nach Aktenlage möglichst gleich von der DRV per Schweigepflichtentbindung besorgt) gewählt, ist ja nicht so "wichtig", ob das seine medizinische Ordnung hat, es geht ja nur um die Gesundheit (und oft um die weitere Zukunft) dieser Menschen ...

Die zählt ja inzwischen schon bei den KK kaum noch was, sobald man Krankengeld bekommt, dort wird man eben möglichst schnell zur Reha geschickt, damit die DRV zahlen muss und so weiter und so weiter ...

MfG Doppeloma
 

Droschke

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Termin AfA einige Fragen

Hallo,
am Mittwoch habe ich einen Termin bei der AfA: Ergebnis Ihrer ärztlichen/berufspsychologischen Begutachtung, hat mir meine Sachbearbeiterin geschrieben.

Kurze Information: Bin in der Nahtlosigkeitsregelung. Das 1 ärztliche Gutachten von der AfA, lautete: Nicht vermittelbar, da unter 15 Stunden die Woche. Dieses Gutachten hat 12 Wochen gedauert.
Widerspruch auf EMR wurde abgelehnt ( Klage wurde eingereicht). Anruf von der AfA , erneutes Gutachten muss erstellt werden, nach nur 8 Tagen, habe ich diese Einladung erhalten.

Meine Fragen:

Ich soll, obwohl ich in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis stehe, meine Bewerbungsunterlagen mitbringen.

1. Was erwartet mich bei diesem Gespräch?
2. Muss ich mich bewerben, obwohl das Arbeitsverhältnis besteht?
3. Kann die AfA mich zwingen mein Arbeitsverhältnis zu kündigen um mich dann zu bewerben?

Die Klage wurde, zwecks Fristsetzung, ohne Begründung beim Sozialgericht eingereicht. Problem bisher, mein Anwalt reagiert weder auf meine Anrufe bzw schriftliche Anfragen. Unterstützung bekomme ich von dem nicht.

Vielen Dank vorab.
 

Kerstin_K

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AW: Termin AfA einige Fragen

Das mit den Bewerbungsunterlagen steht oft in den Einladungen. In der Praxis werden die dann meist gar nicht angeschaut.

Ńiemand kann dich zwingen, dein bestehendes Arbeitsverhältnis zu kuendigen.

Bewerben müsstest du dich nur auf Stellen, die dem §140 SGB III entsprechen. Sollte sich dann wirklich ein Arbeitgeber finden, der dich einstellen will, muss er halt die Kuendigungsfrist abwarten. Das dürfte unwahrscheinlich sein, dass er das will.
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