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Ausgesteuert bei ungekündigtem Arbeitsverhältnis im ÖD, wie geht es weiter????

baesi

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#1
Hallo,
ich habe mich hier schon durch diverse Fragen durchgelesen und so richtig keine Antworten auf meine Fragen bekommen.
Deshalb schilder ich jetzt mal mein Anliegen.

Ich bin 53-Jahrgang und werde am 3.11.14 ausgesteuert. Bin im ÖD ungekündigt. Ich habe Anspruch auf ALG I für 2 Jahre, soviel weiss ich schon. Wann muss ich meinem AG mitteilen, dass ich auch über die Aussteuerung hinaus weiterhin arbeitsunfähig sein werde?
Der Punkt ist, dass ich auf keinen Fall in dieses Dienstgebäude zurückkehren kann, denn das was mir dort passiert ist, kann jederzeit wieder passieren und hat dazu geführt, dass ich noch nicht einmal in die Nähe meines Arbeitsplatzes gehen kann, ohne Panikattaken zu bekommen. Ich war auch schon deswegen zweimal stationär in einer Klinik, einmal davon auf der Traumastation. Kann es mir passieren, dass mein AG mir aus "betrieblichen Gründen" kündigt? Ich bin seit über 25 Jahren im ÖD und glaube, dass ich deshalb einen besonderen Kündigungsschutz habe?
Ich entschuldige mich jetzt schon mal dafür, wenn es etwas konfus klingt, was ich frage oder schreibe und ich möchte auch nicht erklären was dort passiert ist, denn allein schon das Schreiben darüber würde mich psychisch überfordern :icon_frown:
Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.

Gruß
baesi

Ach ja, ehe ich es vergesse....ich habe eine dauerhafte Schwerbehinderung anerkannt bekommen von 50 %
 

Sprotte

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#2
Kann es mir passieren, dass mein AG mir aus "betrieblichen Gründen" kündigt?
Hier hast du 2 Links,die sich mit Krankheit,Kündigungsschutz befassen :

1. TVöD - Kündigungsschutz

2. HENSCHE Arbeitsrecht: Kündigung - Kündigung wegen Krankheit

....ich zitiere aus beiden Links wegen dem Urheberrecht nicht .

Ich bin seit über 25 Jahren im ÖD und glaube, dass ich deshalb einen besonderen Kündigungsschutz habe?
Schau mal :

Ein besonderer tariflicher Kündigungsschutz besteht für Beschäftigte im Tarifgebiet West, die mindestens 15 Jahre beim selben Arbeitgeber beschäftigt waren und mindestens 40 Jahre alt sind.
Im Tarifgebiet Ost gibt es diesen besonderen Kündigungsschutz nicht.
Grundlage ist der § 34 TvöD.

Ist Verdi nicht ÖD (?),zumindest teilweise ....lass dir dort Infos zum §§ geben,besonders in Bezug auf deine Erkrankung (ich hab den gerade nicht zur Hand).

Unbedingt beraten lassen,damit du Rechtssicherheit bekommst : Gewerkschaft,Anwalt......
 

baesi

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#3
Danke nochmal für die Antwort.
Ich habe nochmal wegen ein paar Fragen gepostet im Zusammenhang mit ALG I und Rente bei anerkannter Schwerbehinderung, da ich im Dezember ausgesteuert bin.

LG
baesi
 

baesi

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#4
Hier hast du 2 Links,die sich mit Krankheit,Kündigungsschutz befassen :

1. TVöD - Kündigungsschutz

2. HENSCHE Arbeitsrecht: Kündigung - Kündigung wegen Krankheit

....ich zitiere aus beiden Links wegen dem Urheberrecht nicht .

Schau mal :

Grundlage ist der § 34 TvöD.

Ist Verdi nicht ÖD (?),zumindest teilweise ....lass dir dort Infos zum §§ geben,besonders in Bezug auf deine Erkrankung (ich hab den gerade nicht zur Hand).

Unbedingt beraten lassen,damit du Rechtssicherheit bekommst : Gewerkschaft,Anwalt......
An Verdi kann ich mich nicht wenden, da ich nicht in der Gewerkschaft bin. Also bleibt nur Anwalt für Arbeitsrecht.
 

Muzel

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#5
Du kannst aber morgen eintreten. Viele Gewerkschaften nehmen es mit der Wartezeit nicht so ernst.
 

Sprotte

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#6
Gibt es bei dir den keinen Betriebs-Personalrat,Mitarbeiter-Schwerbehindertenvertreter ? Keine Adresse,keine Durchwahl ?

Auch wenn du nicht in das Dienstgebäude zurückkehren kannst,wäre eine Versetzung und/oder eine Eingliederung nach § 28 SGB IX zu überlegen und zu prüfen und zu beantragen :
Können arbeitsunfähige Leistungsberechtigte nach ärztlicher Feststellung ihre bisherige Tätigkeit teilweise verrichten und können sie durch eine stufenweise Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit voraussichtlich besser wieder in das Erwerbsleben eingegliedert werden, sollen die medizinischen und die sie ergänzenden Leistungen entsprechend dieser Zielsetzung erbracht werden.
.....hab dir mal dazu etwas Info angehängt : KLICK

Du solltest dich wirklich dringend vor Ort beraten lassen,bevor du (zu deinem, und nur zu deinem Schaden...) etwas unterschreibst,was vielleicht gar nicht notwendig gewesen wäre.
 

Doppeloma

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#7
Hallo baesi,

Ich bin 53-Jahrgang und werde am 3.11.14 ausgesteuert. Bin im ÖD ungekündigt. Ich habe Anspruch auf ALG I für 2 Jahre, soviel weiss ich schon. Wann muss ich meinem AG mitteilen, dass ich auch über die Aussteuerung hinaus weiterhin arbeitsunfähig sein werde?
Zum ÖD hast du ja schon Antworten und Links bekommen, damit kenne ich mich auch nicht wirklich aus aber ansonsten läuft es (meines Wissens) nach der Aussteuerung für dich auch nicht anders als für jeden Anderen in der gleichen Situation.

Zumindest zur Aussteuerung und § 145 SGB III wirst du über die Suche sehr viele Beiträge finden können, es macht da keinen Unterschied wer dein AG ist ... ich war auch noch fest angestellt und mein AG (freie Wirtschaft) wollte so 2 - 3 Mal im Jahr die weitere AU-Bescheinigung nachgewiesen haben.

Dein Arzt sollte die AU also unbedingt weiter führen (notfalls auf einem ausgedruckten "Zahlschein"), unsere KK hatte dafür sogar ein spezielles Formular, das wir nach der Aussteuerung dafür bekamen.

Der Punkt ist, dass ich auf keinen Fall in dieses Dienstgebäude zurückkehren kann, denn das was mir dort passiert ist, kann jederzeit wieder passieren und hat dazu geführt, dass ich noch nicht einmal in die Nähe meines Arbeitsplatzes gehen kann, ohne Panikattaken zu bekommen.
Das brauchst du ja nicht, wie hast du denn bisher deine AU-Verlängerungen mitgeteilt, das geht auch per Fax oder Post.
Kann das durchaus nachvollziehen, ich habe meine Firma seit dem letzten Arbeitstag (2008) auch nie wieder betreten (wollen) und mir hatte dort eigentlich Niemand was Schlimmes angetan ...

Inzwischen bekomme ich EM-Rente (ohne Befristung bis zur Altersrente / bin Jahrgang 1952) und habe alles schriftlich abgewickelt mit meinem AG, den Betriebsausweis und sonstige Sachen die ich noch hatte, habe ich per Einschreiben an die Personal-Abteilung geschickt aber soweit ist es ja bei dir noch nicht.

Kann es mir passieren, dass mein AG mir aus "betrieblichen Gründen" kündigt?
Wenn ich meine Vorschreiber richtig verstehe, dann kann man dir gar nicht mehr kündigen solange du dort keine "goldenen Löffel klaust" ... betriebliche Gründe geht nur, wenn es deinen Arbeitsplatz (nur das wäre ein betrieblicher Grund) nicht mehr geben würde in der Zukunft.

Ich bin seit über 25 Jahren im ÖD und glaube, dass ich deshalb einen besonderen Kündigungsschutz habe?
Du hast auch besonderen Kündigungsschutz durch den Schwerbehinderten-Ausweis, da muss das Integrationsamt zustimmen wenn man dich aus persönlichen Gründen (wegen deiner langen Krankheit) kündigen möchte aber bei betrieblichem/tarifvertraglichem Kündigungsschutz ist das überhaupt NICHT mehr möglich.

Da bekommen die dort auch keine Zustimmung dafür und wenn du dann mal in Rente bist (wegen der Schwerbehinderung) braucht man dich ja nicht mehr kündigen, dafür gibt es sicher auch entsprechende Regelungen im Arbeits- und/oder Tarifvertrag.

Auf keinen Fall solltest du dich zu einer Aufhebung deines Arbeitsvertrages "überreden /überzeugen" lassen, damit möchten die oft finanziellen Forderungen (Abfindung/Urlaubsabgeltung) aus dem Wege gehen, weil man dann meist entsprechende Verzichtserklärungen dazu gleich mit unterschreiben soll.

Damit wärst du dann ja "freiwillig" einverstanden und dann braucht das I-Amt auch nicht mehr zustimmen ... ich habe leider in der letzten Zeit öfter solche Fälle gelesen, wo das bei langer Krankheit und Schwerbehinderung gern versucht wurde, weil man die Leute sonst nicht los werden konnte ... :icon_motz:

Zu deiner Krankheit und voraussichtlicher weiterer Dauer deiner AU brauchst du deinem AG auch jetzt keine genaue Auskunft geben, du bist ja kein Hellseher, deine Ärzte werden entscheiden wann du (aus ihrer Sicht) wieder gesund bist.

Ich entschuldige mich jetzt schon mal dafür, wenn es
etwas konfus klingt, was ich frage oder schreibe
Kein Problem, man konnte ja erkennen worum es dir geht und niemand braucht hier zu Hintergründen zu schreiben die er nicht schreiben kann oder will ... das ist für deine Fragen aktuell auch (hier) gar nicht wichtig wie es dazu gekommen ist ...

Zur Aussteuerung lies dir bitte noch einige Beiträge durch, dazu habe ich auch schon sehr viel geschrieben, ich mag es nicht immer wiederholen müssen aber die AfA erzählt dir sonst auch viel "Mist", so richtig "gerne" zahlen die nämlich auch nicht für die Ausgesteuerten.

Und du MUSST dich immer der Vermittlung zur Verfügung stellen, auch wenn das jetzt widersinnig klingt, du WILLST natürlich arbeiten, ob du das auch kannst (und in welchem Rahmen) das hat dann der Amtsarzt der AfA zu prüfen.

Diskutiere nicht mit den SB über deine Krankheiten und gib denen keine medizinischen Unterlagen, das hat alles nur einen Arzt zu interessieren, du wirst schnell merken, dass die inzwischen alle glauben sie könnten das schon selber übernehmen ... die "Restleistungsfähigkeit" der Ausgesteuerten festzustellen ist aber Aufgabe des Amtsarztes !!!

MfG Doppeloma
 
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