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Paolo_Pinkel

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#1

B. Trueger

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#2
Na, da haben wir doch das Arbeitslager. Hat ja gar nicht lange gedauert :icon_twisted:
Und ich sinnierte noch heute Nachmittag darüber.
 

Paolo_Pinkel

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#4
Hi,

naja. Ich wollte das Wort KZ nicht benutzen. Aber diese Idee ist schon ein wenig anrüchig. Ghettoisierung, Konzentrierung und Wegsperrung von problematischen Bevölkerungsgruppen...

Gruss

Paolo
 

Erolena

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#5
Hallo, und wenn ihr mich jetzt verhackstückt, ich finde dass das schon lange überfällig ist für die armen Jugendlichen in den Ferien etwas zu tun. Da kann Arbeit durchaus dazu gehören.
Wer es bezahlen kann, schickt sein Kind zum Massivkurs Prüfungsvorbereitung. Die Abiturienten fahren ein Jahr durch die Welt, um sich nochmal klar zu werden, was es nun sein soll beim Studium, dabei jobben sie auch. Von Urlaub und Privatreisen gar nicht zu sprechen, die für viele Jugendliche selbstverständlich sind. Die Gruppe, um die es hier geht, kommt oftmals nirgendwohin, wenn es nicht die wenigen Klassenfahrten gäbe. Manche kennen nicht mal die Kreisstadt oder gar Berlin, waren in keinem Urlaub, keinem Ferienlager oder was auch immer. Da sind schon die Vororte ein Buch mit sieben Siegeln, weil es nicht mal zur Fahrkarte für zwei Fahrtzonen reicht. Das sind keine gut ausgebildeten Arbeitslosen, die sich über die Mängel der Sachbearbeiter in der ARGE mokieren. Die glauben nicht an sich (und ein wenig älter geworden) auch nicht mehr an andere.
Ich finde, dass es für einige tatsächlich eine Chance ist, in so einem Camp fern von der Schule mal etwas positives kennenzulernen. Vielleicht ein Ziel zu entdecken, für das es sich doch wieder zu lernen lohnt. Und da hat die Süddeutsche recht, es ist eine Chance, den vorzeitigen Schulabbruch oder das Nichtbestehen der Abschlussprüfungen im Voraus zu verhindern. Und so etwas auszubügeln, gelingt nicht oft in den strapazierten Elternhäusern und mit der Hartz-IV-Gesetzgebung. Da braucht man nur ins Forum U25 reinzusehen.
Das sind keine Zwangseinrichtungen, wenn 14jährige von der Förderschule daran teilnehmen. Ich bin froh, wenn über die außerschulische Schiene so etwas in Gang gesetzt wird, wenn die Schule dazu nicht in der Lage ist.
Schon in den zwanziger Jahren gab es Camps, da hat neben Arbeitsverwaltung und Jugendfürsorge auch die Gewerkschaft mitgemacht und es gab dabei auch politische Bildung. Man hat dann anhand der Statistik herausgefunden, dass die Mehrheit der freiwilligen Teilnehmer in Jugendverbänden oder der Gewerkschaftsjugend aktiv war. Wenn die jungen Leute heute aus der Schule herauskommen, können sie das Wort Betriebsrat gerade noch schreiben.
 

B. Trueger

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#6
Selbst hier gibts noch Beklatscher. Da fällt mir nichts mehr ein. Sorry, ich bin off, sonst kotz ich noch
 
E

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Gast
#7
Die Sonderschüler müssen natürlich gefördert werden, aber doch nicht mittels Arbeit, die sie nicht bezahlt bekommen.
Und ein 13Jähriger dabei, hallo? In 3 Jahren gibt es sowas schon für die 10Jährigen, oder wie:icon_neutral:?

Als kostenlose Arbeitskraft sind sie gut genug, ansonsten gehören sie weg geschlossen unter ihresgleichen?
Die scheiss Begründung, damit sie wissen, was sie später mal machen wollen, ist auch voll panne, weil sie nicht das machen können, als was sie wirklich mal arbeiten wollen, weil dafür sind sie als Sonderschüler nicht gebildet genug.

Und ihre Eltern hätten sie auch noch nie arbeiten gesehen:icon_kotz:. Geht ja auch gar nicht, wenn Eltern zur Arbeit fahren und die Kids zur Schule.

Ich könnt so kotzen bei dieser Propaganda- Sch...
Und es wird tatsächlich noch beklatscht.
 

Erolena

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#8
Hallo B.Trueger,
vielleicht würdest Du anders denken, wenn du die entprechende Anzahl Jahre in (Zwangs)Bedarfsgemeinschaft mit ständig unterfinanzierten Jugendlichen von 16 bis 25 Jahren in ausufernden Bildungs- und Ausbildungskarrieren gelebt hättest. Das alles mit gravierend zu geringem Bedarfssatz, zu geringen BafögLeistungen oder Azubi-Vergütung. Hab Mitgefühl mit den Eltern, die noch schlechter dran sind, wenn der Jugendliche keine Ausbildung machen kann wg. mangelndem Schulabschluss. Der hat nicht mal nen Freibetrag von 100 Euro zusätzlich und die Eltern baden das mit aus. Da alterst Du rapide und bist finanziell ruiniert.
Und vermeidest das K... jedenfalls in der Öffentlichkeit.

Ergänzung: Dass die TN kein Geld bekommen, ist mir entgangen.
Aber die Verbindung von Schule und Arbeit (Werkunterricht, Produktionsarbeit) wurde schon immer von progressiven Pädagogen als ein wichtiges Element einer modernen Schule angesehen. Und es gibt das auch heute an den viel gerühmten Laborschulen usw.
Wieviel Geld gibts denn am Gymnasium für "Jugend forscht", oder die Netzwerkbetreuung durch die AG Informatik oder die AG Schulgarten an der Grundschule? Naklar, sollte es dabei auch materielle Vorteile geben. Die könnte aber auch in kostenloser Verpflegung und kostenlosem Ferienprogramm bestehen.
Da kann man unterschiedlicher Meinung sein ohne ausfällig zu werden.
 
E

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Gast
#10
Ergänzung: Dass die TN kein Geld bekommen, ist mir entgangen.
Aber die Verbindung von Schule und Arbeit (Werkunterricht, Produktionsarbeit) wurde schon immer von progressiven Pädagogen als ein wichtiges Element einer modernen Schule angesehen.

Warum wohl, das interessiert mich dabei am meisten.

Und es gibt das auch heute an den viel gerühmten Laborschulen usw.
Wieviel Geld gibts denn am Gymnasium für "Jugend forscht", oder die Netzwerkbetreuung durch die AG Informatik oder die AG Schulgarten an der Grundschule?

Jugend forscht kannst du damit nicht vergleichen, da erhalten die Schüler als "Lohn" den Spass und die Anerkennung, und das macht sich gut im Lebenslauf. Ebenso die AG Informatik, das machen die Kids freiwillig und mit Freude und Lust und Spass.

Naklar, sollte es dabei auch materielle Vorteile geben. Die könnte aber auch in kostenloser Verpflegung und kostenlosem Ferienprogramm bestehen.

Wo gibt es sowas? Ich würde das vielleicht nutzen. Ist hier aber nicht, zumindest nichts, was meinen Sohn interessiert.

Da kann man unterschiedlicher Meinung sein ohne ausfällig zu werden.
Frag mal Schüler einer Förderschule, ob sie solche "Programme" toll finden.
 
E

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Gast
#11
ich breche mit. ....
..und ich schließe mich euch an.....
Erolena
Hallo, und wenn ihr mich jetzt verhackstückt, ich finde dass das schon lange überfällig ist für die armen Jugendlichen in den Ferien etwas zu tun. Da kann Arbeit durchaus dazu gehören.
FÜR die armen Jugendlichen etwas zu tun.....? ...ich brech durch!
Wenn man für die "armen" Jugendlichen etwas tun will, sollte man ausreichend Geld für verünftige Kinder -und Jugendarbeit bereitstellen. Damit Heranwachsende in den Sommerferien in FERIENcamps fahren können. Um sich zu erholen. Um Spaß zu haben. Und wenn ein 16jähriger sich lieber ein paar Euronen Taschengeld bei einem Ferienjob dazuverdienen möchte, dann sollte er das Geld auch behalten dürfen, und nicht nach den Maßstäben des Gesetzgebers, sich alles anrechnen lassen dürfen.
Und was 13jährige KINDER angeht, die da irgendwo Holz -oder Paprikastreifen schälen, die fallen unter das JUGENARBEITSSCHUTZgesetz, und DÜRFEN nicht arbeiten!!!
Auch nicht unter dem Deckmantel der Lern -und Arbeitserprobung. Und schon gar nicht, weil es sich um Förderschüler handelt, die nach den Maßstäben der Wirtschaft noch unter den Hauptschülern stehen, und deswegen keinen Ausbildungsplatz bekommen.
Eine ganze Reihe von Jugendlichen, die heute die Schule verlassen, hätten ihre Eltern nie arbeiten sehen. «Da ist kein Bezug zu einem normalen Acht-Stunden-Arbeitstag da.»
Woran liegt das? Doch wohl daran, dass es für immer mehr Menschen immer weniger Arbeit gibt.
Und daran ändern auch Kinderarbeitsferienprogramme nichts.
Wer es bezahlen kann, schickt sein Kind zum Massivkurs Prüfungsvorbereitung. Die Abiturienten fahren ein Jahr durch die Welt, um sich nochmal klar zu werden, was es nun sein soll beim Studium, dabei jobben sie auch. Von Urlaub und Privatreisen gar nicht zu sprechen, die für viele Jugendliche selbstverständlich sind.
Es ist doch wohl ein himmelweiter Unterschied, wenn ich meinen Nachwuchs zum Intensivlernen nach London, New York oder Sydney schicken kann - wo er neben exklusiven Nachhilfestunden, ebenso exklusive Tennis -Reit -Golf - und Sonstwaskurse erhält. Und wenn Kinder aus der gehobenen Mittelschicht jobben, sieht das erheblich anders aus, als das was den Präkariatsblagen angedient wird. Im Übrigen sorgt in der gehobenen Mittelschicht das "Vitamin B", dass faktisch niemand bei der Ausbildungsplatzsuche leer ausgeht - gilt auch bei den Förderschülern dieser Spezies. Woher ich das weiß? Meine Schwester lebt vorsichtig ausgedrückt mit Mann und Stiefkindern sehr stilvoll und, und die Älteste ist ein Förderschulkind, genau wie meine Tochter!
Die Gruppe, um die es hier geht, kommt oftmals nirgendwohin, wenn es nicht die wenigen Klassenfahrten gäbe. Manche kennen nicht mal die Kreisstadt oder gar Berlin, waren in keinem Urlaub, keinem Ferienlager oder was auch immer. Da sind schon die Vororte ein Buch mit sieben Siegeln, weil es nicht mal zur Fahrkarte für zwei Fahrtzonen reicht. Das sind keine gut ausgebildeten Arbeitslosen, die sich über die Mängel der Sachbearbeiter in der ARGE mokieren. Die glauben nicht an sich (und ein wenig älter geworden) auch nicht mehr an andere.
Und woran liegt das? Daran dass die Eltern entweder keine Arbeit haben, oder Niedriglöhner sind, für die ein U-Bahn-Ticket zum Strandbad unerhörter Luxus ist. Und da jetzt ein Ferienarbeitscamp aufzupflocken, damit die lieben Kleinen mal "rauskommen", finde ich ehrlich gesagt zum :icon_kotz:.
Ich finde, dass es für einige tatsächlich eine Chance ist, in so einem Camp fern von der Schule mal etwas positives kennenzulernen. Vielleicht ein Ziel zu entdecken, für das es sich doch wieder zu lernen lohnt.
Eine Chance etwas positives zu lernen? Sorry, bla, bla, bla. Man muss den jungen Leuten Perspektiven geben! Zeigen, dass man nach der Schule auf sie wartet! Ihnen Ausbildungsplätze anbieten, die ihnen Berufliche Aussichten bieten! Alles andere sind nur Finanzspritzen für den Träger zum Selbsterhalt. Meine Tochter lernt wie verrückt. Eine 16jährige, die genau weiß, dass man ihr keine Chance geben wird. Eine Einser, Zweier-Schülerin, die ihr Praktikum in der Schulküche so gut gemeistert hat, dass man ihr einen Gutschein für H&M schenkte. Sie hat sich riesig gefreut, dass ihre Arbeit so gewürdigt wurde. Und? Wird man sie deshalb ausbilden? Nein!
Sie ist ja nur eine FÖRDERschülerin, das, was früher die Sonder -und Hilfsschüler waren. Das sind nach neoliberaler Denke Minderleister, die denen man keine Chance gibt, um ihnen später vorzuwerfen, dass sie sich an der Brust der Wohlfahrt nähren. :icon_kotz:
Und da hat die Süddeutsche recht, es ist eine Chance, den vorzeitigen Schulabbruch oder das Nichtbestehen der Abschlussprüfungen im Voraus zu verhindern. Und so etwas auszubügeln, gelingt nicht oft in den strapazierten Elternhäusern und mit der Hartz-IV-Gesetzgebung. Da braucht man nur ins Forum U25 reinzusehen.
Mit solchen Camps verhindert man gar nichts. Auch nicht das, was das Elternhaus tatsächlich oder vermeindlich versäumt hat. Und was die Erziehungs - und Strafexerzitien der Arge im U25er-Bereich angeht, ist es doch mehr als dreist, diese als kompetentes Mittel für Jugendliche ohne Aussichten auf einen Ausbildungsplatz heranzuziehen.
Das sind keine Zwangseinrichtungen, wenn 14jährige von der Förderschule daran teilnehmen. Ich bin froh, wenn über die außerschulische Schiene so etwas in Gang gesetzt wird, wenn die Schule dazu nicht in der Lage ist.
Was mich bei dieser Debatte vorrangig ärgert, ist, dass man derartige "Camps" als probates Mittel gegen Schulabbruch und Ausbildungsfrust anpreist, und damit verschleiert, dass sie in Wahrheit eher deutlich machen, den Kindern zu zeigen, wie ihre Zukunft aussieht. Nämlich dass sie eine Dauerkarte auf dem Maßnahmekarrusell der Träger bekommen werden, wo sie einmal Lebenslänglich als verfemter Hartz IV-Empfänger bekommen, den jeder als als arbeitsscheu beschimpfen darf.
Schon in den zwanziger Jahren gab es Camps, da hat neben Arbeitsverwaltung und Jugendfürsorge auch die Gewerkschaft mitgemacht und es gab dabei auch politische Bildung.
Ein Ferienarbeitscamp hat nichts mit politischer Bildung zu tun.
Man hat dann anhand der Statistik herausgefunden, dass die Mehrheit der freiwilligen Teilnehmer in Jugendverbänden oder der Gewerkschaftsjugend aktiv war. Wenn die jungen Leute heute aus der Schule herauskommen, können sie das Wort Betriebsrat gerade noch schreiben.
Wenn die jungen Leute heute aus der Schule kommen, lernen sie häufig auch nie einen kennen, schließlich brauchen sie den in der U25-Abteilung einer Arge auch nicht...
 

RudiRatlos

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#12
Sagt mal, wo lebt ihr eigentlich? Ihr torpediert alles, aber auch alles, was seitens der Politik unternommen wird. Euch könnte man plötzlich 1000 € Alg II geben, ihr würdet auch da noch etwas negatives sehen.
In der DDR gab es so etwas auch. Das nannte sich ESP. Da wurde man in der 9. oder 8. Klasse (weiß ich nicht so genau) auf den Beruf vorbereitet. Man hat in Werkstätten und Betrieben tatkräftig mitgearbeitet, und das war nicht schlecht. Man konnte im Vorfeld sein Fähigkeiten austesten und praktisch sehen, was liegt einem und was nicht. Okay, war da im normalen Unterricht intigriert und nicht in den Ferien. Aber der Sinn und Zweck ist der Gleiche. Viele Jugendliche wissen doch gar nicht, was sie mal werden möchten. Weil sie sich unter vielen Berufsbezeichnungen nix vorstellen können. Das alles hat nichts mit billige Arbeitskräfte zu tun.
 

RudiRatlos

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#13
Ja nun, damals war es auch leichter einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Jetzt sind es die Ferien, na und? Vielleicht wird es mal im normalen Unterricht intigriert? Und mit Wortklauberei "Maßnahmen" müssen wir nicht anfangen.
Ihr seht einfach nur Negatives, wenn es keins gibt, wird es schnell gemacht. Denken Arbeitslose nur noch negativ? :confused:
 

RudiRatlos

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#14
Lies doch mal den Beitrag #13. Dort ist doch schon recht ausführlich und nachvollziehbar auf die Problematik eingegangen.
XXXXXXXXXX,
ich hab´s gelesen. Dennoch muss ich nicht immer einer Meinung sein. H.IV macht blind. Das beweisen viele Neu-User.:icon_kotz:
 
E

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Gast
#15
...In der DDR gab es so etwas auch...
:icon_lol::icon_lol:

Das nannte sich ESP. Da wurde man in der 9. oder 8. Klasse (weiß ich nicht so genau) auf den Beruf vorbereitet. Man hat in Werkstätten und Betrieben tatkräftig mitgearbeitet, und das war nicht schlecht. Man konnte im Vorfeld sein Fähigkeiten austesten und praktisch sehen, was liegt einem und was nicht...
ESP = Einführung in die sozialistische Produktion
Eine Art VWL /BWL für den Sozialismus.

UTP = Unterrichtstag in der (sozialistischen) Produktion
DER diente NICHT der Orientierung und auch keineswegs der tatkräftigen Mitarbeit in den Betrieben. Zwischen Schule und einem festgelegten Betrieb bestand über einen Zeitraum ohne Ende ein sog. Patenschaftsvertrag und alle Schüler dieser Schule mussten ausschließlich in diesem Betrieb "poduktiv sein". Nix da mit Austesten von berufl. Neigungen und Interessen! Neben praktischem Arbeitsschutz lernte man z. B. auch das Bedienen von Maschinen. UTP war eher eine Bekanntmachung mit dem Arbeitsleben und eine erzieherische Maßnahme (es gab Schüler, die verließen die Schule im zarten Alter von 14, 15 Jahren). Angefertigt wurden von den Schülern Dinge wie Rohrschellen, Vogelhäuschen etc.Wir mussten bspw. in einer Kamerafabrik (Pentacon) Brettchen zum Aufwickeln von Wäscheleinen "herstellen". :icon_lol:

In den allerwenigsten Fällen (bei uns) konnte man die Sachen wirklich verwenden undaus meiner Klasse ist anschließend auch niemand in der Produktion gelandet.

TZ = Technisches Zeichnen
Unterrichtsfach innerhalb von der ESP und ebenso Pflichtfach wie die beiden anderen. TZ würde man heute an Fachschulen für Bau und Technik oder während einer Berufsausbildung in dieser Richtung gelehrt bekommen.

Alle drei Unterrichtsfächer fanden ab Klasse 7 im wöchentlichen Wechsel an einem ganzen Unterrichtstag statt.

An unserer Schule wurde dieser Tag (aus-)genutzt, um das Zuspätkommen, das Pauseüberziehen, das Krankfeiern und das Stören des Unterrichts zu nutzen. Keiner hatte Bock auf die sozialistische Produktion und man nahm dafür auch gern Mitteilungen an die Eltern in Kauf.

Soviel zu erzieherischen Zwangsmaßnahmen, Du nennst es Berufsvorbereitung, na ja….

Übrigens, WIR waren nicht in einem Lager (camp=Lager) interniert.


 

Hexe45

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#16
Also bis zum Post von Erolena habe ich noch :icon_mrgreen:, danach mußte ich auch :icon_kotz:

Immer noch gibt es Menschen die einfach nicht raffen wollen, daß esdie Vorbereitung der EgV für über 5 jährige ist.
Arme Menschen schon früh dran zu gewöhnen, daß auf diese ein Leben in Arbeitscamps der Maßnahmeträger wartet.

Um nichts anderes geht es hier.

Wollte man den Kindern wirklich helfen, würde man dafür sorgen, daß alle Kinder in Schuel zu essen haben.
Und für jedes Kind einen Ausbildungsplatz schaffen. Das brauchen wir und keine Arbeitslager für Kinder.

LG
Hexe
 

gerda52

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#17
Der folgende Artikel passt sehr gut zum Thema.

So unfair ist das deutsche Schulsystem
Erschienen am 24. Juli 2009 | rev

Kinder in der Berliner Einrichtung 'Die Arche' brauchen Zuwendung.

Wo stehen Kinder heute in Deutschland? Dieser Frage ging am Donnerstag die Dokumentation "Germany's Next Generation - Kinder und der Ernst des Lebens" von Barbara Lueg und Martina Morawietz nach. Dabei ging es um Chancengleichheit und Betreuungsmodelle und die großen Nöte und zähen Kämpfe von Erziehern und Sozialarbeitern. Doch vor allem geht es um die Wünsche und Hoffnungen von Kindern in Deutschland. Wie wachsen Kinder heute in Deutschland auf? Wie geht es ihnen?'

Weiterlesen ...

Nur nicht Hartz IV-Empfänger werden

Die Chancenungleichheit im deutschen Schulsystem ist stark ausgeprägt: Während sich die Internatsschüler des Hermann-Lietz-Gymnasiums auf der Insel Spiekeroog im Segeln üben und wie zum Beispiel der zwölfjährige Lorenz davon ausgehen, einmal die Firma des Vaters zu übernehmen, bereiten Jacqueline (17) ganz andere Dinge große Sorgen.

Quelle wie oben
 

ela1953

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#18
Ich finde es auch immer erstaunlich hier, dass aber auch alles negativ gesehen wird.
So nach dem Motto: Ein ALG II Empfänger darf nichts positiv sehen. Wenn mich jemand nach meinem Nachbarn fragt, ist derjenige ein Schnüffler vom Amt.

Steht vor meinem Haus ein PKW und guckt zu meinem Fenster, werde ich beobachtet.

Hallo, warum guckt ihr nicht mal ein wenig positiv.

In dem Artikel mit der "Maßnahme" finde ich keinen Hinweis darauf, dass das alles Kinder aus Hartz IV Familien sind.

Und ist es denn immer Arbeit, die dazu noch bezahlt werden muss, wenn junge Leute sich mit Holz versuchen, oder Gemüse schnippeln?

Vielleicht ist das alles Freizeitgestaltung in einem Feriencamp.

Meine Töchter waren in den Ferien auch mit der Kirche in Freizeiten. Die Kinder halfen auch bei der Zubereitung des Mittagessen, schnippelten Gemüse oder schälten Kartoffeln, deckten die Tische, mussten ihr Bett selber machen.
Das ist doch ganz normal. Sie fanden das toll, konnten es auch und es machte ihnen Spaß.

Das waren nun mal Ferien - zu Hause machten sie das nicht. Da war das Essen fertig, wenn sie nach Hause kamen.

Meine Kinder, auch der Junge, besuchten auch einen kleinen Kochkurs in den Ferien.

Bei einem Ferienspaß wurden Holzhäuser gebaut. Mein Sohn, damals 10 oder 11, kam traurig nach Hause, weil er nicht mit dem Baumaterial umgehen konnte. Es gab da nämlich schon Jungs, die beim Vater oder Opa mithelfen durften.

Ich finde es gut, dass den Kindern die Möglichkeit gegeben wird, neue Sachen kennen zu lernen und auszuprobieren.

Und ich glaube kaum, dass die Kinder während der Zeit im Camp vollschichtig acht Stunden am Tag "arbeiten". Der Spaßfaktor wird sicher auch nicht zu kurz kommen.

Allerdings bin ich auch dagegen, dass bei Jugendlichen, die sich durch einen Ferienjob was dazu verdienen, das verdiente Geld in die Kasse der Argen fließt, wenn die Eltern ALG II bekommen.
 

gerda52

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#19
Und ist es denn immer Arbeit, die dazu noch bezahlt werden muss, wenn junge Leute sich mit Holz versuchen, oder Gemüse schnippeln?

Vielleicht ist das alles Freizeitgestaltung in einem Feriencamp.
:icon_eek: Jetzt verdrehst Du aber was total. Aber bekanntlich sieht jeder immer nur das, was er sehen will und ...

Berufliche Orientierung ist eines der wesentlichen Ziele im Sommercamp des Jugendfördervereins Parchim/Lübz. 32 Teilnehmer zählt der erste von zwei jeweils dreiwöchigen Kursen in der Jugend-Begegnungsstätte unweit von Parchim. Es ist das einzige Camp dieser Art im Nordosten. Viele der Jugendlichen kommen aus Förderschulen Westmecklenburgs. «Die Schüler sollen sich in verschiedenen Berufen erproben. Wir bieten ihnen aber auch Möglichkeiten, sich emotional und sozial weiter zu entwickeln, Selbstbewusstsein zu tanken», erklärt der Geschäftsführer des Jugendvereins, Jan Buchholz. Eine ganze Reihe von Jugendlichen, die heute die Schule verlassen, hätten ihre Eltern nie arbeiten sehen. «Da ist kein Bezug zu einem normalen Acht-Stunden-Arbeitstag da.»
einige finden ja im schimmeligsten Brot noch leckere Rosinen! Prost und Mahlzeit.

Das Sommercamp, das Land, Arbeitsagentur und Wirtschaftsverbände gemeinsam finanzieren, sei dabei ein vielversprechendes Modell. Dafür stehen in diesem Jahr rund 90 000 Euro zur Verfügung.
 
E

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#20
Das Sommercamp, das Land, Arbeitsagentur und Wirtschaftsverbände gemeinsam finanzieren, sei dabei ein vielversprechendes Modell. Dafür stehen in diesem Jahr rund 90 000 Euro zur Verfügung.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Das kann man viel sinnvoller anlegen.
 

B. Trueger

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#22
einige finden ja im schimmeligsten Brot noch leckere Rosinen! Prost und Mahlzeit.

Das bringt es auf den Punkt. Dann stellen sich jene noch hin und verlangen kack frech Unterstützung und Solidarität. Die müssten kostenlos buckeln, bis sie bluten.

Es wird in 1€-Jobs noch was gutes gesehen (man käme ja wieder unter Leute und man käme vielleicht wieder in einen regulären Job), es wird in Hartz IV an sich noch was gutes gesehen (andere Länder haben sowas überhaupt nicht), es wird in Dumpinglöhnen noch was gutes gesehen (Hauptsache Arbeit)...

So geht es immer weiter. Ekelhaft dieses im Staube kriechen.
Wer kein Rückgrad hat ist halt flexibel. :icon_kotz::icon_kotz2:
 

gerda52

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#23
...
Pressemeldung
Was will ich? Was kann ich? - Unentdeckte Talente im Praxistest
Wirtschaftsminister besucht Sommercamp für Förderschüler
Nr. 202/09 - 23.07.2009 - WM - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

Der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel hat heute das Sommercamp des Jugendfördervereins Parchim/Lübz in Parchim besucht. Insgesamt 64 Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren können dort in zwei dreiwöchigen Durchgängen gemeinsam ihre Ferien verbringen und in verschiedene Berufe reinschnuppern.
Die für die Jugendlichen kostenfreie Sommerfreizeit findet bereits zum zweiten Mal statt und richtet sich insbesondere an Jugendlichen aus sozial schwächeren Häusern und aus Einwandererfamilien sowie Förderschüler. "Die Berufsfrühorientierung mit einem Sommercamp zu verbinden, ist eine ausgezeichnete Idee mit Modellcharakter", betonte Seidel.

Weiterlesen ...
 

RudiRatlos

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#24
Das bringt es auf den Punkt. Dann stellen sich jene noch hin und verlangen kack frech Unterstützung und Solidarität. Die müssten kostenlos buckeln, bis sie bluten.

Es wird in 1€-Jobs noch was gutes gesehen (man käme ja wieder unter Leute und man käme vielleicht wieder in einen regulären Job), es wird in Hartz IV an sich noch was gutes gesehen (andere Länder haben sowas überhaupt nicht), es wird in Dumpinglöhnen noch was gutes gesehen (Hauptsache Arbeit)...

So geht es immer weiter. Ekelhaft dieses im Staube kriechen.
Wer kein Rückgrad hat ist halt flexibel. :icon_kotz::icon_kotz2:
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Du kommst doch "aus der Ecke", schaue dir doch mal das Camp an und berichte.:icon_neutral:
 

B. Trueger

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#25
Keine Ahnung aber rumbrüllen. Du kommst doch "aus der Ecke", schaue dir doch mal das Camp an und berichte.:icon_neutral:
So, ich habe keine Ahnung? Wer sagt denn, dass ich aus der Ecke komme,XXXXXXXXXXX? Das sind von mir 627 km. So viel Ahnung hast du, so ratlos bist du.

Da muss ich auch nicht hinfahren, auch wenn ich nebenan wohnen würde, denn das entscheidende, worum es dort geht ist in dem Artikel ausführlich wiedergegeben worden. Nun fahre du hin und beweise mir, dass es nicht so ist.
 

B. Trueger

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#27
Ja nun, "Aus der Ecke meiner Umgebung" kann doch überall sein du XXXXXXX.:icon_twisted:

Seit 00:09 Uhr hockst du hier im Forum und dampfplauderst. Vielleicht wäre so ein Lager etwas für dich, damit du mal etwas konstruktiveres an den Tag legst, als den ganzen Tag in einem Forum XXXXXXXXXX zu mimen.

Ja, so ein Lager würde dir gut tun.
 
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