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Ausbildung - wird Busfahrkarte übernommen

Ahnungsloser13

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#1
Guten Tag,

Meine Schwester macht eine Schulische Ausbildung und muss täglich Strecken on ca. 25km + 25km zurück mit dem Bus fahren. Sie kauft sich Monatlich immer eine Monatskarte. Jetzt wollte ich gerne wissen, ob sie die gezahlten 5x.xx€ von der ARGE wieder bekommen kann?




Mfg,
 

biddy

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#2
Nein. Ich gehe davon aus, dass Deine Schwester bei schulischer Ausbildung Bafög enthält, ja?

Sie hat einen Freibetrag, der bei zum Beispiel 216 € Bafög 93 € beträgt (für ausbildungsbedingte Kosten wie z.B. Fahrtkosten) plus zusätzlich noch mal 30 € Versicherungspauschale. Je höher der Bafög-Bedarf, desto höher der Absetzbetrag/Freibetrag. Es sind immer 20 % des "für die jeweilige Art der Ausbildung maßgebenden bedarfsdeckenden Förderungssatzes nach dem BAföG ... das ist der Bedarf für Azubis, die nicht im Haushalt der Eltern wohnen inklusive Wohnpauschale" (also egal, ob die Azubis tatsächlich aber daheim bei den Eltern leben). Quelle: Randziffer 11.93: http://www.arbeitsagentur.de/zentra...stext-11-11b-SGB-II-Zu-beruecks-Einkommen.pdf

Auszug:
Beispiel 1:
Ein minderjähriger Schüler erhält Ausbildungsförderung nach dem BAföG in Höhe von 216 Euro. Es entstehen Fahrkosten in Höhe von 30 Euro monatlich. Ergebnis: Es werden 93 Euro als zweckbestimmter Anteil vom Einkommen abgesetzt (20% von 465 Euro.)

Werden für Fahrkosten und Ausbildungsmaterial insgesamt höhere Kosten nachgewiesen, können die Kosten zusätzlich geltend gemacht werden, soweit sie die 20 %-Pauschale übersteigen (§ 1 Abs. 1 Nr. 10 Alg II-V).

Beispiel 2:
Ein minderjähriger Schüler erhält Ausbildungsförderung nach dem BAföG in Höhe von 391 Euro. Es entstehen Fahrkosten in Höhe von 110 Euro monatlich. Ergebnis: Es werden 110 Euro als zweckbestimmter Anteil vom Einkommen abgesetzt.
Bedeutet: Da die Fahrtkosten Deiner Schwester die 93 € Mindestabsetzbetrag (den sie ja eh mindestens erhält, die also auf ihren Bedarf nicht angerechnet werden ... die sie somit "übrig" hat) nicht übersteigen, kann sie keine höheren Aufwendungen geltend machen.
 

Ahnungsloser13

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#3
hi biddy,

Nein, sie macht eine ganz normale Ausbildung ( Studiert nicht ) und bekommt kein Bafög. Sie wohnt auch noch zu Hause bei unseren Eltern.
 

heutehier

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#4
und beiner ganz normalen betrieblichenAusbildung erhält sie eine Ausbildungsvergütung (in welcher Höhe) und davon werden Freibeträge abgezogen. Hat sie keine weiteren Aufwendungen sind die Fahrkosten in dem Grundfreibetrag 100 € enthalten
 

biddy

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#5
Ich kann nur von den Fakten ausgehen, die hier genannt werden und es liest sich nicht, so, als wäre es ein betriebliche, sondern eben eine schulische Ausbildung:
Ahnungsloser13 sagte :
Meine Schwester macht eine schulische Ausbildung
Ahnungsloser13 sagte :
sie macht eine ganz normale Ausbildung
@Ahnungsloser13

Wenn sie eine schulische Ausbildung macht ... ist Deine Schwester sicher, dass diese Ausbildung nicht bafög-förderfähig ist?

"Normale" Ausbildung heißt für Dich jetzt was?

Wie hoch sind die Fahrtkosten ganz genau? Liegen sie ganz ganz nah an 60 €, könnte es noch circa 5 € "extra" geben als Freibetrag, wenn's doch eine betriebliche Ausbildung ist - weil sie die 100 € Grundfreibetrag mit ihren Aufwendungen übersteigt.

Bei schulischer Ausbildung könnten noch die Leistungen für Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II (Schülerbeförderungskosten) möglich sein, wenn sie an einer berufbildende Schule ist. Damit ist keine Berufsschule gemeint, die man bei betrieblicher Ausbildung (mit Ausbildungsvergütung) besucht. Da gibt's aber noch die Schülerfahrtkostenverordnung der Bundesländer; ich würde mich erst mal an der Schule selbst erkundigen, wie das die anderen Azubis dort machen bzw. im Schulsekretariat nachfragen.
 
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