Ausbildung und welche Unterstützung kann ich zur Miete ALG II bekommen? (1 Betrachter)

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Kapitän Planlos

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Hallo liebe Community,

ich habe es jetzt nach über 15 Jahren auf der faulen Haut geschafft einen Schulabschluss zu erwerben.
Wieso und weshalb so spät ist eher sekundär aber so viel sei geschrieben: mehrere Jahre allein gehaust, Wohnung wurde zu teuer und dadurch in eine WG mit einem Freund gezogen.
Da dieser voll Berufstätig ist wurde mein Ehrgeiz aktiviert und ich muss eingestehen das mein Leben bis jetzt nicht schön war, seien es Kontakte mit anderen Menschen oder ganz simpel finanzielle Unabhängigkeit.

Zurück zum eigentlichen Thema!

Wie oben schon geschrieben habe ich jetzt den Grundstein für eine Ausbildung gelegt.
Der Personalchef einer kontaktierten Firma klang am Telefon super interessiert und auch verständnisvoll und bat mich meine Unterlagen zu mailen.
Gesagt getan und innerhalb von ein paar Stunden gab es die Rückmeldung das ich nächste Woche trotz meiner kaputten Vita vorstellig werden darf, klasse!

Das Problem:

Das Jobcenter hat mich direkt nach der Schule in eine Maßnahme von mehreren Trägern gesteckt um dort via Schnupperkurs in verschiedenen Bereichen (Büro, GaLa, Maler, Metal, Küche usw.) später eine "Umschulung" bei einem der Träger zu absolvieren.
Auf dem Papier klingt das alles großartig aber ich weiß das man mit Abschlüssen von Trägern wie z.B. ASG, SuFW usw. faktisch keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommt.
Die Dozenten verplempern die Zeit mit Kompetenzen erraten und Stadt, Land, Fluss Spielen. Kein Witz!
Die Teilnehmer sind auch zum größten Teil unmotiviert was daran liegt das der Querschnitt einfach zu krass ist. Man sitzt da mit Menschen die offen kommunizieren das sie jemanden erschlagen haben und dafür im Knast waren, illusorisch agierenden Teilnehmern die an sich überhaupt nicht fit für den Arbeitsmarkt sind weil Alkohol etc..
Es ist unterm Strich keine homogene Gruppe und ich sehe keinen Sinn in solchen Maßnahmen.

Die Kollegen vom Jobcenter bestehen aber darauf das ich dort in eine Umschulung gehe obwohl ich zwingend eine betriebliche Ausbildung anstrebe.
Begründung: "Sie können dann weiter ALG II beziehen!".
Klingt auch gut aus finanzieller Sicht aber nach den 2 Jahren stehe ich höchstwahrscheinlich mit heruntergelassenen Hosen da weil jeder normal denkende Personalchef "den bei Firma XY gelernten Typen" nimmt.
Von daher ganz klar: eine Maßnahme bzw. Umschulung ist keine Option!

Die Frage:

Das monatliche Gehalt vom ersten bis zum letzten Jahr liegt zwischen 570€ und ca. 900€ im letzten Lehrjahr - das reicht nicht für Miete, Nebenkosten, Fahrkarte, Verpflegung.
Was kann ich tun um zum Beispiel bei der Miete Unterstützung zu erfahren?
Meine Fallmanagerin ist mehr oder minder ratlos und muss sich selber erst informieren und in der Maßnahme tja da versucht man mich mit allen Mitteln festzupinnen und stellt sich taub.
Die Situation ist total unklar für mich weil niemand das Bedürfnis hat mir in Ruhe zu erklären was meine Rechte sind.

Von daher bitte helft mir liebe Community :)
 

Helga40

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Azubis sind nicht mehr vom Leistungsbezug SGB II ausgeschlossen. Das heißt, dass du bei Ausbildungsaufnahme ganz einfach zum Aufstocker wirst.
 

Kapitän Planlos

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Ich bin Dir so dankbar für diese Information! <3
Habe ehrlich gesagt meine Felle sprich die Ausbildung wegschwimmen sehen.
 
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