AUsbildung, kein BAB, Kein ALG2

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Weltbild09

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Hallo,
uich habe al eine kurze Frage.
Ich habe jetzt eine Ausbildung angefangen.
BAB beantragt, wurde abgelehht, da Eltern zu viel verdienen.

Was kann ich noch beantragen?

Zu meiner Situation: Ich bin 24 Jahre, verheiratet, mit meiner Frau in eigener Wohnung. Meine Frau bezieht ALG2.
Ach ja, es ist eine Erstausbildung.

Ist es dennoch richtig, dass meine Eltern zum Unterhalt verpflichtet sind? Ich weißß nicht weiter.

vielleicht hat jemand rat.

vielen dank schonmal

gruß
Marc
 

Erolena

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Dir steht Unterhalt von den Eltern zu. Der Bedarf für den Azubi mit eigener Wohnung wird mit 640 Euro angegeben. Beim Unterhalt wird aber eigenes Einkommen gegengerechnet (Azubi-Vergütung minus Absetzbeträge). Gut erklärt ist Unterhalt mit Berechnungsbeispielen auf: Treffpunkt Eltern Unterhalt volljähriger Kinder

Kindergeld kannst Du noch bis z. Vollendung 25. Lebensjahr gezahlt bekommen (Antrag nötig). Falls KG an Dich gezahlt würde, dann gilt es als vorhandenes Einkommen = senkt die Unterhaltszahlung. (Beim Kind vorhandenes Kindergeld senkt in voller Höhe die Unterhaltszahlung). Es kann also auch einfach an die Eltern gezahlt werden und sie zahlen den berechneten Unterhalt.

Wenn Deine Eltern keinen oder zuwenig Ausbildungsunterhalt zahlen (statt BAB), dann gibt es die Möglichkeit beim BAB eine Vorauszahlung zu erhalten (Bisher kannte ich das nur vom Bafög). Leider ist keine gesetzliche Quelle genannt, aber die Seite ist sonst zuverlässig. Lies mal hier "Vorausleistung des BAB" auf lehreundgeld.de

Sie weisen auf der Seite darauf hin, dass dieses Verfahren Streit ins Verhältnis zu den Eltern bringen kann. Mein Rat wäre, mache Deine Eltern auf diese Möglichkeit BAB-Vorauszahlung mit den Folgen für sie aufmerksam. Wenn sie sich´s in Ruhe überlegen, dann werden sie lieber von sich aus Unterhalt an Dich zahlen. Besser für sie, als sich später von der BAB-Stelle vorführen zu lassen in einem Prozess. Im Normalfall denke ich, lässt sich das mit den Eltern klären mittels Gespräch oder Brief.
Wenn Du Hilfe benötigst wegen Berechnung des Zahlbetrags, den Deine Eltern leisten müssen: es sollte die BAB-Stelle kompetent sein. Man kann auch nett das Jugendamt fragen (BAB-Bescheid mitnehmen).

Zuletzt z. Wohngeld: Gerade fand ich im Internet, dass es in Deinem Fall (Azubi + ALG 2 beziehender Partner) kein Wohngeld für Dich mehr geben kann (abgeschafft seit 2009).
 

Erolena

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Ja deine Eltern sind dir bis zum Abschluß deiner ersten Ausbildung unterhaltsverpflichtet.
ABER ob das auch so ist wenn man verheiratet ist das weiß ich leider nich ... da können dir die anderen User sicher mehr Infos zu geben.

Im Fall des verheirateten Kindes ist zuerst der Ehepartner unterhaltsverpflichtet. Das kommt hier nicht in Frage, weil die Partnerin ALG2 bezieht. Damit sind wieder die Eltern des verheirateten "Kindes" unterhaltspflichtig bis zum Ende der Erstausbildung.
 

Luzifer

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Erstmal sollte geprüft werden ob die Eltern überhaupt eine solche Leistung erbringen können.... bin mir nicht wirklich sicher das die zahlen müssen da der Sohnemann nicht mehr im selben Haushalt lebt....

LUZIFER
 

Erolena

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Erstmal sollte geprüft werden ob die Eltern überhaupt eine solche Leistung erbringen können....
Die Prüfung des Einkommens erfolgt beim BAB-Antrag.
Zuerst wird BAB-Bedarfssatz lt Gesetz festgelegt je nach Ausb.art, Wohnort. - Wurde dieser richtig festgelegt?
Dann wieviel eigenes Azubi-Einkommen angerechnet wird, damit ergibt sich restlicher ungedeckter Bedarf. Prüfung des Elterneinkommens= heranziehbares Einkommen der Eltern (wieviel könnten sie max. fürs Kind einsetzen). Ergebnis = BAB-Zahlbetrag oder "Null-Bescheid". Dann sollen die Eltern aufgrund ihres Einkommens für den ungedeckten Bedarf aufkommen. Jedenfalls im Bafög-Bescheid ist das so.
Problem: Es kann sein, dass sowohl der Azubi als auch die Eltern aus Unkenntnis unzureichende Angaben zum Einkommen, zu den Ausgaben oder zu zusätzliche Belastungen gemacht haben.
[Ich kenne nur die VVO z. Bafög. Welche Verwaltungsvorschrift gilt fürs BAB?] Fehlerquellen bei der Bafög-Berechnung fallen mir folgende ein: unterhaltberechtigte Geschwister; Behinderung der Eltern, Behind. des Azubis, Behind. d. Geschwister; erhöhte Werbungskosten; negative Einkommensveränderung bei Eltern wg. Wegfall Weihnachtsgeld, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit im laufenden Jahr; erhöhte Kosten f. Krankheit v. Eltern/Geschwister/ Azubi; Schuldverpflichtungen der Eltern. Das geht ungefähr wie im Steuerrecht. Wenn soche Angaben nicht oder unzureichend gemacht werden: kein BAB. Mit der Folge kein Anspruch auf Zuschuss zu ungedeckten angemessenen Kosten der Unterkunft (SGB II), d.h. auch keine Übernahme Nebenkostenabrechnung. Es bliebe Azubi-Vergütung + Kindergeld + Bildungskredit.
Also ggf. beides BAB-Antrag + BAB-Bescheid noch mal prüfen.

Ergänzung: Der herangezogene Steuerbescheid der Eltern ist ggf. zu ändern wg. gerichtlicher Anerkennung des kompletten Arbeitsweges als Werbungskosten nach Einkommensteuergesetz. Folge: geringeres Einkommen. Folge ggf. BAB-Neuberechnung.
 

Erolena

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Wir haben dann mit dem § der Unterhaltsverwirkung aus dem BGB argumentiert

Zum Thema hier SGB III zur Berechnung beim BAB:
§ 71
Einkommensanrechnung
(1) Auf den Gesamtbedarf sind das Einkommen des Auszubildenden, seines nicht dauernd von ihm getrennt lebenden Ehegatten, des Lebenspartners und seiner Eltern in dieser Reihenfolge anzurechnen.
....

(5) Einkommen der Eltern bleibt außer Betracht, wenn ihr Aufenthaltsort nicht bekannt ist oder sie rechtlich oder tatsächlich gehindert sind, im Inland Unterhalt zu leisten. Einkommen ist ferner nicht anzurechnen, soweit ein Unterhaltsanspruch nicht besteht oder dieser verwirkt ist.
 
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