Ausbildung-(Erwachsen) während Hartz IV Bezugs bei Familie

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klaushagen

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Hallo,

meine Frau möchte eine 3 Jährige Ausbildung als Bürokauffrau ab September 09 beginnen, das ist schon unter Dach und Fach und nicht mehr lange hin. Sie ist 23 Jahre alt und ich bin 40.
Ich würde bei unserem Sohn bleiben, der gerade mal erst 1 Jahr und 7 Monate alt ist, also in Vaterschaft. Alle in der Bedarfsgemeinschaft haben wir ein Hartz IV Einkommen bisher.

Meine Frau wird dann das übliche Ausbildungsgeld erhalten, so um die 320,- EURO.
Sie wird Steuerklasse III und das Kind führen, wobei ich denke, das nicht viel ändern wird.

Ganz klar, für eine Familie würde das zum Leben nie ausreichen und man bleibt dann beim Amt. Man darf mich immer gerne korrigieren, wenn ich mal falsch liegen sollte.

Mit diesem Sachverhalt komme ich zu meinen Fragen:

1.
Was würde ihr bei diesem Ausbildungsgeld im Falle unserer BG angerechnet werden?
Ist ja immerhin noch weniger als bei einem Minijob.

2.
Der Ausbildungsplatz ist etwas außerhalb unserer Stadt, wenn aber noch dazugehörig, allerdings im Busverkehr (normaler Stadtbus) als Langstrecke. Klar ist, das sie eine Schüler- Monatskarte bekommen wird, das läuft über die Schule. Dennoch sind es immerhin trotzdem noch um die 42,- Euro monatlich. Würde die ARGE das bei den Anrechnungen berücksichtigen und wenn ja inwieweit äußert sich das praktisch? (Mehr zuzahlen oder weniger berechnen etc.) Oder überhaupt?

3.
Wie würde es ausschauen mit Kosten wie für die Bücherei (Mitgliedsausweiß - Gebühren), die man sonst nicht beansprucht hätte? (Diverse Bücher und wegen Englischkenntnisse aufbessern), alles im Rahmen der Ausbildung.

Schüler haben ja immer Vergünstigen, das weiß ich alles und wird auch umgesetzt, dennoch sind es Sonderausgaben die den Regelsatz ja immerhin enorm belasten, es reicht ja so schon kaum zum Leben aus. Da kann man hier von Sonderausgaben sprechen.


4.
Ich vermute mal stark, meine Ehegattin bleibt bei mir (Antragsteller) über die Familienversicherung der Krankenkasse? Der Ausbilder wollte diesbezüglich Nachweise über die Versicherung, wobei ich denke sie über mich und somit der ARGE versichert bleibt? Denn selbst Mini-Jobber sind ja nicht in diesem Sinne, selbst versichert oder?

Über Auskünfte und Antworten würde ich mich sehr freuen, denn zu diesem Punkt ist es schwer etwas zu finden, besonders in dieser Konstellation. Meist sind Schüler ja auch eher Minderjährig und sind noch im Elternhaus, aber speziell zu meinen Punkten fand ich nichts, egal wie alt jemand in der Ausbildung ist, wobei ich eher denke, das nebensächlich sein wird, aber weiß man ja alles nicht.


Über Antworten dazu, wenn jemand was weiss, würde ich mich freuen. Danke schon mal im voraus.

LG KH
 

gerda52

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Willkommen im ELO klaushagen : )

Berücksichtigung von Fahrkosten bei schulischer Ausbildung

Paragraph: Nr.: Eingestellt am: Geändert am: Gültig bis:
§ 11 10107 16.05.08

Anliegen: Nach § 1 Abs. 1 Nr. 10 der Alg II-V werden bei Bezug von Ausbildungsförderung die tatsächlichen Fahrkosten zur Ausbildungsstätte nicht als Einkommen berücksichtigt.
Gilt das auch für Fälle, in denen grundsätzlich Anspruch auf Leistungen nach dem BAföG besteht, solche jedoch wegen der Anrechnung von Einkommen, z.B. Unterhaltszahlungen der Eltern, tatsächlich nicht bezogen werden?
Antwort: Ja, auch in diesen Fällen sind die Fahrkosten, die durch den Besuch der Ausbildungsstätte entstehen nicht als Einkommen zu berücksichtigen.

Begründung:
Die schulische Ausbildung ist grundsätzlich nach BAföG förderungsfähig, allein wegen der Anrechnung von Unterhaltszahlungen auf die BAföG-Leistungen verbleibt kein tatsächlicher Auszahlungsbetrag mehr. Das Unterhaltsgeld ersetzt somit die Ausbildungsförderung und ist dieser gleichzustellen. § 1 Abs. 1 Nr. 10 Alg II-V ist daher in diesen Fällen analog anzuwenden.
Hinweise: Siehe dazu auch fachliche Hinweise zu § 11, Rz. 11.102.

Quelle
 

klaushagen

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Willkommen im ELO klaushagen : )

Danke für das Willkommen :icon_daumen:

@gerda52

Ähm...ja danke. Habe es 5 mal gelesen und bin nicht so recht schlau daraus geworden. Was heisst "Nicht als Einkommen berücksichtigt"?

Oder dieses:

Die schulische Ausbildung ist grundsätzlich nach BAföG förderungsfähig, allein wegen der Anrechnung von Unterhaltszahlungen auf die BAföG-Leistungen verbleibt kein tatsächlicher Auszahlungsbetrag mehr.
Auszahlungsbetrag vom Ausbildungsgeld? Heisst das es wird voll angerechnet von der ARGE in der BG? Wäre echt Supi wenn man mir das mal übersetzen könnte. :icon_smile: Das ist ja hochgradiges Beamtendeutsch :confused:

Fahrtkosten kann ich dann also streichen?
 

klaushagen

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Übrigens geht es in diesem Fall auch nicht um Unterhaltszahlungen, meine Ehegattin ist wie oben erwähnt 23 Jahre alt. Der Fall verhält sich also bissel anders, als wie wenn ein Jugendlicher in einem Hartz IV Haushalt eine Ausbildung beginnt.

Auch ist nach meiner Kenntnis BaföG nur für Studenten und Hochschulabsolventen. Also mit Diplom am Ende. Bürokauffrau ist lediglich eine normale Berufsbildung im klassischem Sinne, eben eine normale 3 jährige Lehre wenn man so will wo einen mittlere Reife ausreicht. So eben auch Berufe aus dem handwerklichem Bereich, Friseur, Bäcker, Koch, aber nichts im Sinne eines richtigem Studiums, wie ein
Ingenieur, Ärzte und Anwälte um paar Beispiele aufzuzählen, wo der Unterschied liegt.
 

jette

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1. Was würde ihr bei diesem Ausbildungsgeld im Falle unserer BG angerechnet werden?
Ist ja immerhin noch weniger als bei einem Minijob.
Bekommt sie aufgrund der Ausbildung wieder Kindergeld? Hat sie BAB beantragt und wird es auch bewilligt?
Sollte ihr eigenes Einkommen gerade ausreichen um ihren eigenen Bedarf (323 € Regelleistung + anteilige KdU), dann wird bei dir und dem Kind nichts von ihrem Einkommen angerechnet.

2. Der Ausbildungsplatz ist etwas außerhalb unserer Stadt, wenn aber noch dazugehörig, allerdings im Busverkehr (normaler Stadtbus) als Langstrecke. Klar ist, das sie eine Schüler- Monatskarte bekommen wird, das läuft über die Schule. Dennoch sind es immerhin trotzdem noch um die 42,- Euro monatlich. Würde die ARGE das bei den Anrechnungen berücksichtigen und wenn ja inwieweit äußert sich das praktisch? (Mehr zuzahlen oder weniger berechnen etc.) Oder überhaupt?
Da deine Frau wegen der Ausbildung vom Alg2-Bezug ausgeschlossen ist, können auch keine Aufwendungen berücksichtigt werden. Fahrkosten können aber beim BAB geltend gemacht werden.

3. Wie würde es ausschauen mit Kosten wie für die Bücherei (Mitgliedsausweiß - Gebühren), die man sonst nicht beansprucht hätte? (Diverse Bücher und wegen Englischkenntnisse aufbessern), alles im Rahmen der Ausbildung.
Schüler haben ja immer Vergünstigen, das weiß ich alles und wird auch umgesetzt, dennoch sind es Sonderausgaben die den Regelsatz ja immerhin enorm belasten, es reicht ja so schon kaum zum Leben aus. Da kann man hier von Sonderausgaben sprechen.
Hier gilt die gleiche Antwort wie bei Nr. 2.


4. Ich vermute mal stark, meine Ehegattin bleibt bei mir (Antragsteller) über die Familienversicherung der Krankenkasse? Der Ausbilder wollte diesbezüglich Nachweise über die Versicherung, wobei ich denke sie über mich und somit der ARGE versichert bleibt? Denn selbst Mini-Jobber sind ja nicht in diesem Sinne, selbst versichert oder?
Normal ist man bei einer Ausbildung über den Ausbildungsbetrieb versichert. Azubis kann man nämlich nicht mit Mini-Jobbern vergleichen bei der SV. Deswegen denke ich eher, dass man dich bei der Arge nun über sie familienversichern wird.
 

klaushagen

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@jette

Danke schön für deine Antwort. :icon_smile:

BAB? Ertsmal googlen wat dat is.....*gg* Soweit ich wiess, hat sie nichts beantragt und Fahrtkosten übernimmt der Ausbilder nicht, das haben die gleich gesagt.

Kindergeld bekommt man immer, das läuft über mich, haben wir damals so gemacht. Kindergeld wird ja dem Regelsatz angerechnet.

Das Schöne ist nun, das die gleich die Ausbildung ab sofort berechnen, was ja auch klar war und okay ist, aber eben im voraus und sie erst gegen Ende des Monats das erste Ausbildungsgeld bekommt. Wie ich hörte kan man also nur versuchen Überbrückungsgeld zu beantragen. Schöner Mist, hab gleich erstmal laufereien heute. Und mein Hartz IV Geld ist immer noch nicht drauf, verfluchte ARGE.

Naja danke erstmal soweit. Ich sage immer irgendwann liegt man in der Kiste dann hat man den ganzen Wahnsinn hinter sich.:icon_neutral:
 

klaushagen

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Da deine Frau wegen der Ausbildung vom Alg2-Bezug ausgeschlossen ist
Oh... das habe ich jetzt erst gelesen.

Mir fehlt auch die Summe, (Geld ist heute erst gekommen) die meine Gattin von der Ausbildung bekommen würde, aber das volle Geld, das kann doch nicht sein! Und dafür muss auch nen Darlehen von der ARGE holen, und darf das nun monatlich mit 40 Euro abstottern ich raff das alles nicht.
Es heisst doch immer man bekommt den üblichen Freibetrag von 100 Euro und vom Rest 20%, so stand das in einem anderen Forum. Die ARGE sagte mir heute das Kindergeld würde angerechnet und das Einkommen meiner Frau, alles nachvollziehbar, aber die müssen ihr das was bzw. uns in der Bedarfsgemeinschaft doch was von ihrem Ausbildungsgeld übrig lassen? Die können doch nicht alles anrechnen, diese exkrement Ausbildung verschluckt auch Unsummen, die uns auch keiner zahlt. Ich kapiere das langsam alles nicht und bin echt damit überfordert. Naja 40 Jahre muss ich wohl noch aushalten bis ich in der Kiste liege, verdammter Mist.

Hier stand noch die Kindergeldfrage im Raum. Also sie für sich bekommt kein Kindergeld, ist auch Ausländerin ohne deutsche Staatsangehörigkeit hat selbst nie Kindergeld in Deutschland gehabt. Oder meinst du das Kindergeld unseres Kindes? Das bekommen wir weiterhin, wird ja auch schön angerechnet, solange Karlsruhe nicht in die Puschen kommt.

Da stimmt irgendetwas nicht, sie mag ja aus dem Hartz IV Bezug raus sein, wenn das überhaupt so ist, aber wir sind alle in einer BG. Was ist mit dem Freibetrag und den 20%? Ich weiss nun langsam gar nichts mehr. Mehr Kosten aber alles anrechnen, ist doch irgednwo nicht richtig. Und BAB kenne ich nicht, ach ja da wollte ich noch nach googlen seufz... das macht mich alles Krank dieser Mist.

Weiss jemand denn was BAB ist und wo man nun was damit beantragen kann? Und wie reagiert die ARGE wiederum darauf?


Hätte ich kein Kind und Frau, hätte ich mich wohl schon aufgegeben. Man bekommt in Deutschland kein Bein auf die Erde, machste wat legen sie einem Steine in den Weg ohne Ende. Gott, wie ich diese ARGE und die Politiker hasse. Ich muss nen Widerspruch einlegen, aber weiss nicht mal auf was hin, weil hier was nicht stimmen kann. Wir wissen es nun genau, sie bekommt genau 311,- EURO netto vom Ausbilder ausbezahlt, nach jetzigem Stand wollen die das alles schlucken.:icon_neutral:

Ich verstehe das man eine Ausbildung nicht mit einem Mini-Job vergleichen kann, aber selbst bei einem
Mini-Job oder auch 1,- EURO Job, wird den Leuten doch ein kleiner Teil gelassen, will sagen man hat dann insgesamt ein kleines bissel mehr im Einkommen und nicht Plu-Minus Null. Da stimmt etwas nicht.






 

Erolena

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Hier stand noch die Kindergeldfrage im Raum. Also sie für sich bekommt kein Kindergeld, ist auch Ausländerin ohne deutsche Staatsangehörigkeit hat selbst nie Kindergeld in Deutschland gehabt. Oder meinst du das Kindergeld unseres Kindes? Das bekommen wir weiterhin, wird ja auch schön angerechnet, solange Karlsruhe nicht in die Puschen kommt.

Kindergeld für Ausländerin - kommt vielleicht noch auf den Status an. Da gibt es eine Sozialhotline. Ruf die mal an:
https://www.sozialhotline.de/41442.html
wg. Kindergeld, das richtet sich nach a) Einkommensteuergesetz (so um den § 74 herum) oder auch b) Bundeskindergeldgesetz. Aber ich weiß nicht für wen das letztere gilt.

Weiss jemand denn was BAB ist und wo man nun was damit beantragen kann? Und wie reagiert die ARGE wiederum darauf?
BAB= Berufsausbildungsbeihilfe

Antragsausgabe und Berechnung: Agentur für Arbeit
(Also nicht die ARGE/Jobcenter)

Gesetzliche Grundlage: SGB III (Drittes Sozialgesetzbuch)

Die einzelnen Paragraphen findest Du hier im Forum:
https://www.elo-forum.org/25/44066-...usbildung-berufsvorbereitende-ma%DFnahme.html

§ 63 Förderungsfähiger Personenkreis

(1) Gefördert werden
1. Deutsche,
2. Unionsbürger, die ein Recht auf Daueraufenthalt im Sinne des Freizügigkeitsgesetzes/EU besitzen, sowie andere Ausländer, die eine Niederlassungserlaubnis oder eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG nach dem Aufenthaltsgesetz besitzen,
3. Ehegatten und Kinder von Unionsbürgern, die unter den Voraussetzungen des § 3 Abs. 1 und 4 des Freizügigkeitsgesetzes/EU gemeinschaftsrechtlich freizügigkeitsberechtigt sind oder denen diese Rechte als Kinder nur deshalb nicht zustehen, weil sie 21 Jahre oder älter sind und von ihren Eltern oder deren Ehegatten keinen Unterhalt erhalten,
4. Unionsbürger, die vor dem Beginn der Ausbildung im Inland in einem Beschäftigungsverhältnis gestanden haben, dessen Gegenstand mit dem der Ausbildung in inhaltlichem Zusammenhang steht,
5. Staatsangehörige eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum unter den Voraussetzungen der Nummern 2 bis 4,
6. Ausländer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben und die außerhalb des Bundesgebiets als Flüchtlinge im Sinne des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (BGBl. 1953 II S. 559) anerkannt und im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nicht nur vorübergehend zum Aufenthalt berechtigt sind,
7. heimatlose Ausländer im Sinne des Gesetzes über die Rechtsstellung heimatloser Ausländer im Bundesgebiet in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 243-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 30. Juli 2004 (BGBl. I S. 1950).

(2) Andere Ausländer werden gefördert, wenn sie ihren Wohnsitz im Inland haben und

1. eine Aufenthaltserlaubnis nach den §§ 22, 23 Abs. 1 oder 2, den §§ 23a, 25 Abs. 1 oder 2, den §§ 28, 37, 38104a oder als Ehegatte oder Kind eines Ausländers mit Niederlassungserlaubnis eine Aufenthaltserlaubnis nach § 30 oder den §§ 32 bis 34 Abs. 1 Nr. 2, § des Aufenthaltsgesetzes besitzen,
2. eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 3, Abs. 4 Satz 2 oder Abs. 5, § 31 des Aufenthaltsgesetzes oder als Ehegatte oder Kind eines Ausländers mit Aufenthaltserlaubnis eine Aufenthaltserlaubnis nach § 30 oder den §§ 32 bis 34 des Aufenthaltsgesetzes besitzen und sich seit mindestens vier Jahren in Deutschland ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet aufhalten.

(2a) Geduldete Ausländer (§ 60a des Aufenthaltsgesetzes), die ihren Wohnsitz im Inland haben, werden während einer betrieblich durchgeführten beruflichen Ausbildung gefördert, wenn sie sich seit mindestens vier Jahren ununterbrochen rechtmäßig, gestattet oder geduldet im Bundesgebiet aufhalten.

(3) Im Übrigen werden Ausländer gefördert, wenn

1. sie selbst sich vor Beginn des förderungsfähigen Teils des Ausbildungsabschnitts insgesamt fünf Jahre im Inland aufgehalten haben und rechtmäßig erwerbstätig gewesen sind oder

2. zumindest ein Elternteil während der letzten sechs Jahre vor Beginn der Ausbildung sich insgesamt drei Jahre im Inland aufgehalten hat und rechtmäßig erwerbstätig gewesen ist, im Übrigen von dem Zeitpunkt an, in dem im weiteren Verlauf der Ausbildung diese Voraussetzungen vorgelegen haben. Von dem Erfordernis der Erwerbstätigkeit des Elternteils während der letzten sechs Jahre kann abgesehen werden, wenn sie aus einem von ihm nicht zu vertretenden Grunde nicht ausgeübt worden ist und er im Inland mindestens sechs Monate erwerbstätig gewesen ist. Ist der Auszubildende in den Haushalt eines Verwandten aufgenommen, so kann dieser zur Erfüllung dieser Voraussetzungen an die Stelle des Elternteils treten, sofern der Auszubildende sich in den letzten drei Jahren vor Beginn der Ausbildung rechtmäßig im Inland aufgehalten hat.

(4) Auszubildende, die nach Absatz 1 oder 2 als Ehegatten persönlich förderungsberechtigt sind, verlieren den Anspruch auf Ausbildungsförderung nicht dadurch, dass sie dauernd getrennt leben oder die Ehe aufgelöst worden ist, wenn sie sich weiterhin rechtmäßig in Deutschland aufhalten.


(5) Rechts- und Verwaltungsvorschriften, nach denen anderen Ausländern Ausbildungsförderung zu leisten ist, bleiben unberührt.


Fassung aufgrund des Gesetzes zur arbeitsmarktadäquaten Steuerung der Zuwanderung Hochqualifizierter und zur Änderung weiterer aufenthaltsrechtlicher Regelungen
(Arbeitsmigrationssteuerungsgesetz) vom 20.12.2008 ( BGBl. I S. 2846) m.W.v. 01.01.2009.

Frag auch danach die Sozialhotline. Ich hoffe ja, sie hat danach BAB-Anspruch. Dann sehen wir weiter.
Und nicht aufgeben.
 

Erolena

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Ich glaube die Sozialhotline ist 24 Std rund um die Uhr besetzt. Sie wissen vieles wirklich aus dem FF. Da kannst Du viele Stunden lesen sparen.
Wäre nett, wennn du mal berichten würdest, ob sie Anspruch auf BAB hat.
 
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