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Ausbildung begonnen und ALG II rückwirkend gestrichen!!

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chacti

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#1
Guten Morgen,
meine Nichte hat ein Problem mit Ihrer Arge.
Sie hat seit August eine eigene Wohnung (Auszug aus dem Elternhaus von Arge genehmigt) und bezieht seit August ALG II. Bei der Beantagung hat Sie angegeben das Sie ab Oktober eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin beginnt.Sie hat sich dann beim Arbeitsamt erkündigt ob eine Förderung nach BAB möglich ist. Dies wurde abgelehnt, wegen überwiegend schulische Ausbildung. Ihr wurde auch gesagt das Sie kein Bafög erhalten würde.
Sie hat dann Ihre Gehaltsabrechnungen immer der ARGE vorgelegt. Die erste Zahlung hat Sie im Oktober erhalten. Sie verdient 799,13 Brutto. Hat jedoch im Oktober Urlaubsgeld und im November Weihnachtsgeld bezogen. Für diese Monate war Ihr bedarf auch gedeckt zumal Sie für 2008 noch Kindergeldberechtigt war.
Eine Berechnung hat jedoch seitens der Arge nicht stattgefunden.
Für Dezember wurde nichts mehr gezahlt, es hat jedoch auch keinen Aufhebungsbescheid gegeben.
Den Aufhebungsbescheid hätte Sie aber für einen Bafög Antrag gebraucht.
Begründung: Das sehen Sie ja daran das keine Zahlung erfogt ist. Danach war SB in Urlaub u.s.w.
Jetzt endlich kam mit schreiben vom 28.01.2009 der Aufhebungsbescheid ab 01.12.2008. Grund Wegfall der Hilfsbedürftigkeit wegen Arbeitsaufnahme. (Der alte Bescheid war bis 28.02.2009)
Und natürlich eine Anhörung wegen der zu unrecht gezahlten Leistungen.
Wieder ohne Ihren bedarf genau ausgerechnet zu haben.
Hab euch beides mal eingescannt.
Ab Januar ist Sie nicht mehr Kindergeldberechtigt. Ihr Bedarf ist nicht gedeckt (KDU + Regelsatz übersteigen Ihr Einkommen)
Was kann man tun?
Widerspruch gegen die Aufhebung? Wenn ja, wie?
Lg
chacti
 

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Arania

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#2
Würde Ihr denn Wohngeld zustehen? Wäre damit der Bedarf gedeckt?
 

chacti

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#3
Nein, SWohngeld steht Ihr leider nicht zu. Hat Sie schon ablehnenden Bescheid drüber erhalten.
Begründung: Sie muss erst BAB oder Bafög beantragen.
Wohngeld an sich würde schon reichen.
Geht aber leider net
 

chacti

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#4
Hallo nochmal.
vieleicht kann mir jemand helfen?
Bringt ein Widerspruch gegen den Aufhebungsbescheid etwas?
Was kann man sonst noch tun? Lt. Auskunft der Bafögstelle wird wegen Einkommen wahrscheinlich kein Bafög gezahlt. Nach Hause kann Sie nicht zurück.Kindergeld gibts seit Jan nicht mehr.
Sie hat: 800,--€ brutto (FB 240,--€)
sind 635,--€ netto
abzügl.FB 395,--€

Ihr Bedarf 351,--€ plus 335,--Miete +NK+Heizung
Sie überlegt die Ausbildung abzubrechen weil so ohne besser dran wäre.
Red ich Ihr schon die ganze Zeit aus.
Lg
 

chacti

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#6
Hallo Ela,
nein leider reicht das nicht, weil sie ja dem grunde nach förderungsfähig wäre aber kein Schülerbafög erhält weil sie zuviel verdient. Wohnkosten werden beim Schülerbafög nur im geringen Umfang berechnet. Leider.
Und einen Wohnkostenzuschuss nach ALG II gibt es wohl nur wenn man auch tatsächlich Bafög erhält. Eine Entscheidung über Bafög steht aber noch aus (das wohl nichts gezahlt wird ist uns nur mündlich mitgeteilt worden), und wird noch eine weile dauern. So schnell sind die leider nicht.
Habe jetzt mal den Widerspruch gegen Aufhebungsbescheid geschrieben.

Widerspruch gegen den Aufhebungsbescheid vom 28.01.2009, 36114BG0017250



Sehr geehrte Damen , sehr geehrte Herren,

gegen die Aufhebung der Entscheidung über die Bewilligung der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II lege ich Widerspruch ein.

Begründung:

Der Grund für Ihre Aufhebung, Wegfall der Hilfsbedürftigkeit wegen Arbeitsaufnahme, ist nicht gegeben.
Es besteht weiterhin aktuell eine Hilfsbedürftigkeit, da mein Lebensunterhalt, angemessene Miete und Regelsatz, nicht durch mein Einkommen gedeckt sind. Seit Januar 2009 beziehe ich kein Kindergeld mehr.
Des weiteren ist von Ihnen keine Anrechnung meines Einkommens in den Monaten Oktober und November 2008 erfolgt. Ich bitte Sie dieses nachzuholen. Berücksichtigen Sie bitte , das in den Monaten Oktober und November, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld als Einmalzahlungen erfolgt sind. Diese Zahlungen finden in den folgenden Monaten nicht mehr statt.
Ich bitte Sie um Aussetzung des Verfahrens, bis zu endgültigen Entscheidung, damit ich nicht gezwungen bin, aus wirtschaftlichen Gründen, meine Ausbildung abzubrechen.



Mit freundlichen Grüßen




Kann ich das so stehen lassen??
 
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