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Ausbeutung bei Ikea und Schwere Vorwürfe gegen Hennes & Mauritz

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wolliohne

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#1
Die Wahrheit über ein "unmögliches Möbelhaus"

von Christian Esser
Kranke, ältere und alleinerziehende Mitarbeiter werden unter Druck gesetzt, Betriebsräte massiv behindert. Mitarbeiter und Gewerkschaft erheben schwere Vorwürfe gegen den Möbelkonzern IKEA. "Ikea verlangt alles von den Mitarbeitern: absolute Flexibilität, körperlichen Einsatz bis zur Erschöpfung, Krankheit wird kaum akzeptiert. Da sind wir fast schon wieder im Frühkapitalismus angelangt", so Christina Frank von der Gewerkschaft verdi im Gespräch mit dem ZDF-Magazin Frontal21.


ZDF.de - Ausbeutung bei Ikea

Unsozial und menschenverachtend"

Schwere Vorwürfe gegen Hennes & Mauritz

Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz setzt in Deutschland Mitarbeiter und Betriebsräte massiv unter Druck. Das haben Recherchen des ZDF-Magazins Frontal21 ergeben. Betriebsräte berichten unter anderem, dass sie Gespräche mit Mitarbeitern regelmäßig und lückenlos gegenüber der Geschäftsführung dokumentieren müssten. Ihnen drohten sonst Lohnkürzungen.

ja ja die alten Schweden.
 

MrsSmith

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#2
Hallo Wolliohne,

finde es schade, dass solche Firmen nicht viel mehr an den Pranger gestellt werden. Und es sind nicht nur schwedische.

Bei unserem Erwerbslosentreffen gesern kam heraus, dass im Rhein-Main Gebiet sich viele Firmen (ja, auch solche, die super Gewinne fahren), sich von der ARGE hochqualifizierte Leute holen als Praktikanten.

Ich weiss nicht, ob so was erlaubt ist, aber man müsste echt langsam so was wie ne Schwarzliste für solche Firmen veröffentlichen. Oder gibts so was schon?

Hätte das von IKEA nicht gedacht, man bewirbt sich da, freut sich aus Hartz4 zu sein und erlebt die Hölle auf Erden. Super, der neue Kapitalismus!

Das ist ja wie Pest gegen Cholera!
 

Neuerdings

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#3
Kranke, ältere und alleinerziehende Mitarbeiter werden unter Druck gesetzt, Betriebsräte massiv behindert.
So sie denn vorhanden sind.... die Mitarbeiterauswahl und Sortierung nach "dem richtigen Teamspirit" (= jederzeitige Selbstausbeutung selbstverständlich + nicht nur latentem Jugendkult) ist gerade bei Blau-Gelb schon fast legendär, aber bei weitem nicht neu.
Scheinbar kommen alle 15 Jahre solche "Wahrheiten" immer wieder als Tagessensationen ans Licht.

absolute Flexibilität, körperlichen Einsatz bis zur Erschöpfung, Krankheit wird kaum akzeptiert. Da sind wir fast schon wieder im Frühkapitalismus angelangt"
Wobei der IKEA-Häuptling auch dem Steinzeitkommunismus nicht abgewandt ist, kam er doch seinerzeit mit dem Verbot für seine Manager in die Schlagzeilen, auf Dienstflügen nicht die first class zu nutzen; "auf den teuren Sitzplätzen kommt man auch nicht schneller ans Ziel !".

Die Gleichmacherei trifft halt alle dort, nicht nur die Wagenschieber.
Womit wir wieder mal beim Thema wären: Gängelei nur für die bösen Manager, nur für die blöden Billigarbeiter (I... ist in jeder Hinsicht Vorreiter für ein Lausiglohnsystem, wie es inzwischen vor allem bei ZAF bejammert wird), oder am besten gar kein Getrieze durch "kapitalisitsche Betriebe" ?

Na, Oskar weiss doch bestimmt 'ne Lösung,

M.
 

FrankyBoy

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#4
Die ganzen Rahmenbedingugen sind doch völlig aus den Fugen geraten; ich kann mich daran erinnern, dass zumindest Aldi Nord vor 25 Jahren noch als "vorbildlicher Arbeitgeber im Einzelhandel" angesehen wurde - nur seit denen es die Schlecker´s. Lidl`s und IKEA`s gibt, scheint da eine Unternehmensreform die nächste zu jagen, was ja auch kein Wunder ist - "Menschen wie du und ich werden ja nicht mehr als Produktionsfaktor sondern nur noch als Kostenfaktor" angesehen.

IKEA geht sogar so weit, dass jede Filiale "Lizenzrechte" für die Nutzung des IKEA-Schriftzuges an den Konzern ab zu führen, um so Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Unsere Arbeitsgesetze könnten auch aus dem Mittelalter stammen und Konzerne, wie die obigen, beschäftigen lieber reihenweise "korrintenkackender" Volljuristen damit, diese weitestmöglich für Ihre Interessen aus zu legen anstatt ihre Mitarbeiter zu vernünftigen Bedingungen zu beschäftigen!

Gerade hier, ein vernünftiges Bundesgesetz zu entwerfen, das für alle Akteure rechtsverbindlich ist, wäre doch eine Kleinigkeit - in der Schweiz gibt es so etwas schließlich schon seit kurz vor jener Zeit, in der der FrankyBoy das Licht der Welt erblickte.
Arbeitsgesetz – Wikipedia

 
E

ExitUser

Gast
#5
Das gute an dem ganzen Elend ist doch das immer mehr aufgedeckt wird...

...und das man langsam mal anfangen sollte, das Be-wusst-sein zu verändern.
Es wird immer deutlicher, das vieles so wie es läuft nicht mehr funktioniert.
Eine Maschine hätte man schon repariert.

Ein System braucht eben Monteure.
...und wir haben so viele davon!

morph
 
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#6
Das sich täglich neue Abgründe auftuen, ist doch nur natürlich. Es gibt eben nur noch Ausnutzungsarbeitsverhältnisse für die Unterschicht.
Ist es erst einmal bekannt, das es überall so ist, kehrt wieder Normalität ein.
Sprich: Es wird als normal emfunden, das Menschen zu Hungerlöhnen unter menschenverachtenden Bedingungen Höchstleistungen erbringen müssen.
Diese Menschen entwickeln natürlich Wut über Ihre prekäre Lage.
Natürlich nicht Wut die sich gegen die Ausbeuter richtet, sondern Wut gegen die Arbeitslosen, weil der finanzielle Abstand so gering ist. Und dann wollen diese faulen Schweine, die zu faul sind , um zu arbeiten auch noch mehr Geld haben? In die Arbeitslager mit Ihnen bei Wasser und Brot!
Keine 5 Jahre und das zuletzt geschriebene wird auch noch Realität und damit zur Normalität!
 

Justice

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#7
Nun,ihrkennt doch die Namen der Abzocker und Täuscher.
Kauft halt nicht mehr bei IKEA oder H & M !!!

Die werden schon brav wenn die Umsätze runter gehen und der Gewinn nur noch zum Klagen reicht.

Zumal IKEA ehhh sich nur noch von Zeitarbeitsfirmen bedient !! für ihrer Lager zb. hier in Dortmund - Oespel - Kirchlinde usw !!


Ich nenne solche Dreckschweine,die sich auf Kosten anderer bedienen !!

Hier in Dortmund vermitteln doch Private Arbeitsvermittler weiter an Zeitarbeitfirmen und
dann zb. weiter an IKEA !!

Bevor ich mir so ein Schrott in die Bude stelle,kauf ich lieber was anständiges und
langhaltiges.

Ich schätze mal das nicht nur bei den Ikea Waren die Schrauben fehlen,inzwischen
haben die Manager dort auch eine grosse Wech !!


mfg
 
G

Gast1

Gast
#8
Hoch bezahlte Manager(innen) von Ikea nehmen des öfteren an Rechtsseminaren teil, die schon durch die inhaltlichen Beschreibungen nichts Gutes für Beschäftigte von Ikea erahnen lassen. „Wie kündigt man unkündbare Arbeitnehmer?“, heißt es da zum Beispiel.
Quelle: http://einzelhandel.verdi.de/unternehmen/copy_of_ikea/data/flugblatt_kuendigung

PS: In der Quelle, ganz unten, ist eine Beitrittserklärung in besagte Gewerkschaft angehängt. Aber nicht deswegen habe ich die Quelle zitiert - ich habe gerade über den "Fall Mannheim" im Radio gehört und danach gegoogelt ;). Will damit aber auch nicht sagen, dass Gewerkschaften nichts bringen ;)
 
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#9
"Ikea verlangt alles von den Mitarbeitern: absolute Flexibilität, körperlichen Einsatz bis zur Erschöpfung, Krankheit wird kaum akzeptiert.
Ja normal.

Es gibt keinen Arbeitgeber, der sich mit Unflexibilität, Laumalochern und gesundheitlich Anfälligen, herumplagen möchte.

Jeder will es möglichst billig, auch wenn man dadurch selbst billig wird :icon_psst:
 
E

ExitUser

Gast
#10
Der Hinweis auf ZDF frontal21 steht ja schon ganz oben. Deshalb habe ich meinen Beitrag wieder gelöscht.
 

Bruno1st

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#11
infam finde ich bei solchen Unternehmen, daß diese auf "große Familie" machen und das "WIR" Gefühl hochpreisen.
Denn mit "Wir sind ein Team, eine Familie" kann man aus den Menschen das letzte herausholen und diese sind sogar dankbar, etwas für die Familie getan zu haben.
Zuerst ein fairer Lohn, der LEBEN und auch Unabhängigkeit garantiert und dann kann man beginnen ein Team zu bilden - aber erst dann.
 

Neuerdings

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#12
infam finde ich bei solchen Unternehmen, daß diese auf "große Familie" machen und das "WIR" Gefühl hochpreisen.
Denn mit "Wir sind ein Team, eine Familie" kann man aus den Menschen das letzte herausholen ....
Anders funktioniert letzteres doch gar nicht. Nach geregelten Verhältnissen gäbs halt irgendwo Grenzen, in Duz-Buden, in aller Vertrautheit natürlich nicht.
Freimarktwirtschaftliche Umsetzung des Mottos "Freunde kann man sich aussuchen, Verwandte nicht".

Nu' fangt aber nicht wieder an, das wäre eine Ausuferung, die erst seit ein paar Jahren einreißt; dass System Ikea (und andere) ist älter als Agenda, Hartz und Rezession zusammen.

Im Norden nichts Neues,
M.
 

sun2007

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#13
Da fragt man sich wirklich, wo man überhaupt noch guten Gewissens einkaufen kann?????
:icon_question: :icon_question:
 
E

ExitUser

Gast
#15
Da fragt man sich wirklich, wo man überhaupt noch guten Gewissens einkaufen kann?????
:icon_question: :icon_question:
Vergrab Dich kauf gar nicht mehr ein!!! Ist alles Made in China Indonesia Korea oder sonst wo! Kinderarbeit wird wohl in D immer noch geschrieben!!

Schon mal was von Kapitalismus gehört??? oder Globalisierung!!! Willkommen in der Realität!!
 
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