Aus Reha mit 3 Std im ausgeübten Beruf, theoretisch Teilweiser EM aber DRV lehnt EM-Rente ab, warum ??? (2 Betrachter)

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wric101252

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Mit 3std im ausgeübten und 3 bis unter 6std auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitsunfähig aus der reha entlassen. Da ich aber vor 1961 geb bin müsste doch die arbeitsmarktklausel greifen. Doch nun bekomme ich von der DRV ein schrieb mit ablehnenden Bescheid mit der Begründung das ich ja noch mehr als 6 std arbeiten könnte und mein Antrag auf Erwerbsminderunsrente abgelehnt wurde obwohl der Reha Bericht was anderes aussagt.
 

Doppeloma

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Hallo wric101252, :welcome:

Mit 3std im ausgeübten und 3 bis unter 6std auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitsunfähig aus der reha entlassen.
Nehme an du meinst UNTER 3 Stunden im zuletzt ausgeübten Beruf ???

Schon die erste Frage von mir dazu, war / ist es ein Ausbildungsberuf in dem du zuletzt gearbeitet hast ???

Etwas mehr Vorgeschichte (AU und wenn ja wie lange schon, im Arbeitsverhältnis oder aktuell arbeitslos ???) wäre nicht schlecht, Anfragen im "Telegramm-Stil" sind immer sehr schwer zu beantworten ... besonders bei einem so komplexen Thema wie EM-Rente.

Da ich aber vor 1961 geb bin müsste doch die arbeitsmarktklausel greifen.
Was verstehst du unter der "Arbeitsmarkt-Klausel", wenn du die "Arbeitsmarkt-Rente" meinst ist das völlig unabhängig vom Geburtsjahr.

Das genannte Geburtsdatum (VOR dem 02.01.1961) bezieht sich nur auf die noch (theoretisch) mögliche gesetzliche BU-Rente (Rente wegen Berufs-Unfähigkeit) von der DRV.

Bei Anerkennung dieser BU-Rente entfällt aber bereits der Anspruch auf eine "Arbeitsmarkt-Rente", denn die gibt es nur wenn eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung für den gesamten Arbeitsmarkt bewilligt wird (also nicht nur berufsbezogen).

Wann war denn diese Reha und wann hast du den Antrag auf EM-Rente gestellt, kanntest du da den kompletten Reha-Bericht schon ???

Doch nun bekomme ich von der DRV ein schrieb mit ablehnenden Bescheid mit der Begründung das ich ja noch mehr als 6 std arbeiten könnte und mein Antrag auf Erwerbsminderunsrente abgelehnt wurde obwohl der Reha Bericht was anderes aussagt.
Das ist leider nicht so ungewöhnlich (wie du gerade hier in diesem Forenbereich nachlesen kannst), die DRV muss sich NICHT nach einem Reha-Bericht richten.

Der wird natürlich mit einbezogen in die Entscheidungen aber man sollte dir ja geschrieben haben, wie man darauf gekommen ist, dass du entgegen der Annahme in der Reha noch voll Erwerbsfähig sein sollst am "allgemeinen Arbeitsmarkt".

Welche weiteren medizinischen Unterlagen hast du denn noch selbst mit eingereicht für den Antrag auf EM-Rente, ist dir bekannt, ob Berichte von deinen Ärzten angefordert wurden von der DRV, gab es noch zusätzliche DRV-Gutachten ???

Du siehst schon, es gibt aktuell mehr Fragen als Antworten für dich ...

Was wurde denn in dem Bescheid im Bezug auf eine Rente wegen Berufs-Unfähigkeit geschrieben, das wird ja bei den berechtigten Jahrgängen (VOR 1961) mit geprüft, dazu ist die DRV dann verpflichtet.

Letztlich bleibt dir nur (fristgerecht und nachweislich) Widerspruch einzureichen und dir zunächst mal die Unterlagen in Kopie einzufordern, die bei der DRV zu dieser Entscheidung geführt haben sollen ...

Nach Erhalt und Prüfung der zugesendeten Unterlagen (Akteneinsicht) wirst du dann die Begründung für den Widerspruch abgeben.

Soweit erst mal von mir, es ist eher "normal", dass der Antrag abgelehnt wird, hätte die DRV den Reha-Bericht so ernst genommen wie du das erhofft hast, dann wäre man von dort auf dich zugekommen, um den Reha-Antrag in eine EM-Rente "umzudeuten" ...

MfG Doppeloma
 
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FrauRossi

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Erfahrungsgemäß muss sich die DRV nicht an den Rehaabschlussbericht halten.
 
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