• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Aus Maßnahme gekündigt...

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

sokub

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
11 Mrz 2007
Beiträge
4
Gefällt mir
0
#1
Hallo,

ich habe im Moment ein schwerwiegendes Problem: Ich bin vor ein paar Tagen vom Träger meiner 1-Euro Maßnahme gekündigt worden, und weiss nicht so richtig wie es jetzt weiter gehen soll...

Das ganze ist eine etwas längere Geschichte, aber ich versuche es jetzt mal hier auf die Reihe zu bringen.

Ein Bekannter von mir ist Vorstand in einem Verein. Dieser Verein hat vor ein paar Monaten die Erlaubnis bekommen, zwei Ein-Euro Jobber "einzustellen". Da er wusste das ich Hartz IV beziehe, hat er mir diese Stelle angeboten, und mir auch direkt den Träger sowie die Maßnahmenummer gegeben.

Ich bin dann also zu diesem Träger, habe mich dort vorgestellt, und denen gesagt das ich in diesem Verein arbeiten möchte. Das war auch alles in Ordnung für die, und nach einem Besuch bei meinem zuständigen Vermittler war ich dann auch in dieser Maßnahme, die 6 Monate gehen sollte.

In dem Verein selbst habe ich eine selbstständige Tätigkeit wahrgenommen, und war die meiste Zeit nur telefonisch in Kontakt mit meinem dortigen Verantwortlichen, und habe ansonsten meine Arbeit gemacht.

Dann fing der Terror an: Eines Tages konnte mich der bei dem Verein für mich zuständige wohl nicht telefonisch erreichen, und hat direkt bei dem Träger angerufen und denen erzählt, das ich "seit Tagen" nicht mehr erreichbar bin. Dies entsprach keinesfalls den Tatsachen, und der Umstand das ich eine selbstständige Arbeit mache, beinhaltet auch mal eine zeitweilige nicht-verfügbarkeit am Telefon... Dazu wurde dem Träger dann noch erzählt das ich keine Arbeitsnachweise abliefere, *obwohl* mit mir nie ein Abgabetermin vereinbart wurde. Natürlich habe ich Nachweise geschrieben, ich wusste nur nicht wann ich sie abgeben musste...

Jedenfalls hat mir dieser Träger dann direkt eine Abmahnung geschickt, was völlig überraschend für mich war. Ich habe dann den beim Verein zuständigen angerufen und ihn danach gefragt, was das halt soll... Nachdem ich ihm aber dann die Frage gestellt habe, warum er es nicht einfach noch einmal versucht hat, mich zu erreichen, ist er dann entgleist und hat aufgelegt. Seine Argumentation war: Wenn ich für ihn arbeite, habe ich verfügbar zu sein... Nach diesem Vorfall habe ich ihm dann eine EMail geschickt und ihm meine Meinung zu dieser Sache geschrieben - ich habe das als mein Recht angesehen, da ich seine Entgleisung und das anschliessende auflegen nicht gerade sehr professionell fand...

Es geht dann noch weiter... Dieser Vereinsmensch hat dann meine EMail kopiert und ist zu dem Träger gegangen und hat diesem Mitgeteilt, das der Verein aufgrund meiner EMail nicht mehr an einer weiteren Zusammenarbeit mit mir interessiert ist...

Danach hat der Chef von diesem Träger noch versucht, eine Aussprache mit mir und dem Verein zu halten. Aber bei dem Termin war dann der Mensch von Verein eine halbe Stunde eher da, hat dem Chef irgendwas erzählt, und ich durfte draussen warten. Dann ist er gegangen, und ich war an der Reihe, und durfte mir erstmal eine ganze Reihe an komischen Sachen anhören, und das dieser Vereinsmensch nicht mit mir reden wollte, da meine EMail ihm anscheinend "zu nahe gegangen" ist...

So, und die letzten Wochen ging es dann wie folgt weiter: Ich hatte jede Menge Termine bei diesem Träger, da der Chef dort mir eine neue Stelle bereitstellen wollte, und es hat sich nie was getan... Teilweise war ich sogar 4 Mal in 3 Tagen dort, und jedes Mal wurde der Termin wieder verschoben. Das ging dann so weit, das ich nach über einer Stunde warten (und ich hatte einen festen Termin) wieder gegangen bin, weil ich es nicht eingesehen habe, und *niemand* anderes gerade einen Termin hatte... Dazu musste ich mir noch irgendwelche persönlichen Meinungen über mich anhören, die dieser Vereinsmensch dem Chef des Tragers erzählt hat. Als ich ihn dann darauf ansprach was das jetzt sei, meinte er nur das er ja nur weitergibt, was dieser Vereinsmensch über mich sagt... Ich empfand auch dies als äussert persönlich und unprofessionell, da es keine Fakten waren, sondern der Chef des Trägers einfach nur die persönliche Meinung dieses Vereinsmenschen an mich "weitergegeben" hat.... Dazu kam dann noch ein totel ambivalentes Verhalten dieser ganzen Firma: Zuerst wird mir von diesem Chef gesagt das er mir eine neue Stelle sucht, und bis dahin habe ich jeden Tag bei ihm aufzukreuzen, und dann wird mir wieder von ihm gesagt, daß das ja garnicht in seiner Zuständigkeit liegt...

Tja, das war alles zuviel für mich, und dieser ganze Druck und das hin und her haben mich ziemlich belastet... Und da ich zum letzten Termin nicht erschienen bin, haben sie mich vor ein paar Tagen gekündigt, und ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht was ich tun soll. Ich habe diesen ganzen Druck und das hin und her einfach nicht mehr ausgehalten...

Zuerst einmal arbeitet der Träger mit der Arbeitsagentur zusammen und sorgt bei denen für eine schönere Statistik, also habe ich da nicht viel zu melden. Und dann weiss ich auch garnicht was ich der Arbeitsagentur sagen soll, was ich die letzten Wochen gemacht habe, es war ja alles immer nur ein hin und her, und ich wurde einfach nur herumgeschubst...

Ich war ja auch schon beim ersten Anzeichen von Problemen bei meinem Vermittler, aber der meinte dann zu mir, das wir ja alle nur Menschen sind und ich versuchen soll das zu lösen...

Ich denke nicht das ich da eine Chance habe, und die Arbeitsagentur mir auch nur ansatzweise in dieser Sache glaubt...

Ich bin jetzt schon ziemlich lange Arbeitslos, habe zwei Maßnahmen der Agentur mitgemacht und es bringt alles nichts, es ist alles wertlos, da kein Arbeitgeber meine ach so tollen Zertifizierungen haben will, es zählt halt nur die reelle Arbeitserfahrung... Irgendwie habe ich bei dieser Sache erst gemerkt, wie sehr es doch eigentlich nur noch ums Geld und um Statistiken geht... Dieser Träger von dem ich jetzt geschrieben habe, "betreut" über 2000 Arbeitslose, und meiner Meinung geht es da nur ums Geld, und es wird schön Hand-in-Hand mit der Arbeitsagentur gearbeitet - aber bringen tut es nichts...

Ich weiss echt nicht was ich gerade machen soll, aber ich stelle mich am besten schonmal auf irgendwelche Kürzungen etc ein...

Danke fürs lesen...
 
E

ExitUser

Gast
#2
Gelesen hab ichs, aber ich kann nur sagen: stell dich nicht auf Kürzungen ein, sondern auf Kampf, falls man dir was kürzen will!

Mir ist noch einiges nicht klar an deiner Schilderung: was geanu hast du gearbeitet , und warum wrst du telefonisch nicht erreichbar?

Gruß aus Ludwigsburg
 

sokub

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
11 Mrz 2007
Beiträge
4
Gefällt mir
0
#3
Wenn das alles problemlos weitergelaufen wäre, hätte ich für den Verein in dem ich eingesetzt war, in gemeinnütziger Arbeit einen Computerkurs angeboten, bei dem jeder hätte mitmachen können, also von 8 bis 98... Das ganze war nicht nur ein Computerkurs, sondern ein Kurs für freie Software, und das Ziel war es den Leuten nicht nur diese Software näher zu bringen, sondern auch die ganze Philosophie etc die dahinter steckt...

Das ganze bedarf allerdings einiger Vorbereitung und Recherche, so habe ich einiges an Dokumentation schreiben müssen, und naürlich das ganze Konzept und einen Ablaufplan... Da der Verein keine eigenen Räumlichkeiten hat, musste ich dann noch einen anderen Träger finden, der mir diese zur Verfügung stellt... Also war ich neben dem Schreiben des Konzepts und der Dokumentation natürlich auch unterwegs und habe das ganze vorgestellt...

Es wurde mit mir auch nicht vereinbart, wann ich zu arbeiten habe, und wann ich erreichbar zu sein habe... Das einzige was ich an Vorgabe hatte, war das ich 8 Stunden tägliche Arbeit in das Projekt stecke, und das kann ich auch nachweisen. Erstmal durch meine schriftliche Arbeit die recht umfangreich ist, und dann habe ich natürlich auch Nachweise geschrieben...

Im Endeffekt hat dieser Vereinsmensch dann völlig freigedreht als er mich nicht erreichen konnte, weil er Angst hatte das ein kleinster Fehler meinerseits sich negativ auf den Verein auswirken würde... Ich habe aber keinen Fehler gemacht, und hatte wie gesagt auch kaum irgendwelche Vorgaben. Zu dem Zeitpunkt als er mich erreichen wollte, war ich gerade unterwegs und wahrscheinlich in der UBahn, und habe einfach mein Mobiltelefon nicht gehört...

Schlimm finde ich dann aber dabei folgendes: Ich habe ein Mobiltelefon, eine EMail Adresse, und ein Festnetztelefon mit Anrufbeantworter. Alle 3 waren dem Verein und meinem Vorgesetzten bekannt, und er hat es nur einmal auf dem Mobiltelefon versucht, und das wars... Das wusste ich aber auch erst später (als ich dann ein paar Tage später eine Abmahnung in der Hand hielt), da er anscheinend einen Analogen Telefonsanschluss hat, und ich so auf meinem Mobiltelefon nicht sehen konnte, wer mich denn jetzt angerufen hat...

Dazu wurde ich die ganze Zeit unter Druck gesetzt, von einem Menschen der nicht die geringste Ahnung hatte von dem was ich mache, und der mich bei fast jedem Termin wegen meiner Planung etc kritisiert hat, obwohl ich eine selbstständige Arbeit mache, und bestimmt nicht ungeübt in dieser Sache bin...

Naja, und seitdem dann dieser Verein nicht mehr mit mir zusammenarbeiten wollte, stehe ich halt in der Luft und weiss seit mehreren Wochen nicht was eigentlich los ist... Der Träger meinte zu mir da ich eine neue Stelle bekomme (ich habe das bestimmt schon 10 mal von denen gehört), aber es hat sich nichts getan, und ich wurde dann die letzte Zeit als "Springer" in irgendwelchen Sachen eingesetzt, was aber auch nicht Sinn der Sache war, immerhin habe ich mich freiwillig zu dieser Sache gemeldet, und wollte auch dieses Projekt durchführen.


Jetzt habe ich noch eine Frage. Ich habe gestern dieses Urteil gelesen, und bin mir jetzt gerade nicht mehr sicher ob meine Arbeit eigentlich legal war... Es war ein gemeinnütziges Projekt in einem gemeinnützigen Verein und ich habe dafür eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben. Aber so wie es in diesem Urteil steht (Punkt 2), sind 8 Stunden tägliche Arbeit bei so einer Sache nicht zulässig, und mein Arbeitsvertrag schreibt mir eine 38,5 Stunden Woche vor. Habe ich da jetzt was falsch verstanden oder ist das wirklich so?
 
E

ExitUser

Gast
#4
Hallo sokub,

das mit dem Urteil kann ich leider nicht beantworten, aber ich bin sicher, dass es hier genügend Leute gibt, die Dir dazu was sagen können.

Was Du schreibst, wie man mit Dir umgegangen ist, das ist an Dreistigkeit, Dummheit und Abzocke nicht mehr zu überbieten. Da ist jemand, der steckt viel Zeit und Mühe in ein Projekt, wovon der "Träger" profitieren könnte, und bei dem kleinsten Fehler dreht da ein Verantwortlicher am Rad. Wahnsinn. Die ganze Story ist eigenlich etwas für die Öffentlichkeit, was ich mir an Deiner Stelle - zur Gegenwehr - auch vorbehalten würde, wenn jetzt irgendwelche Kürzungen etc. auf Dich zukommen sollten.

Sieht wirklich so aus, als ob Abzocker-Träger und Arge da zur Statistikbeschönigung gemeinwirtschaften. Und Du hast Recht: es geht in diesem Lande überhaupt nicht mehr um Menschen. Es geht allein um Profit und Statistik/Machterhalt der Regierung.

Wünsche Dir viel Kraft, das durchzustehen.
 

Zita

Elo-User/in
Mitglied seit
2 Feb 2006
Beiträge
410
Gefällt mir
8
#5
1 Euro Job

Hallo,

auch unser Sohn befindet sich in einem 1 Euro Job. Er muss - nicht darf - NUR 6 Stunden täglich arbeiten. Es kann nicht mehr als 120 Euro dazu verdient werden. Und 120 Stunden mal 1 Euro ergibt nun einmal 120 Stunden pro Monat.

Überstunden wurden weder bezahlt noch vergütet.

Bei 6 Stunden täglich muss er nicht unbedingt eine Pause einlegen, so dass die Arbeitszeit sich dadurch auch nicht verändert.

Auch bei unserem Sohn war es so, dass er keine "Einweisung" in die Pflichten des Lohnzettels und täägliche Aufstellung hatte. Dadurch gab es nach einem Monat ein klein wenig Ärger, aber die Arge musste passen und ihm alles vernünftig erklären, weil es Gesetze gibt.

Wie viel bekommst du denn an Aufwandsentschädigung?

Wenn also auch nur 120 Euro, dann nur 120 Stunden pro Monat arbeiten.

Gruß
Zita
 

sokub

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
11 Mrz 2007
Beiträge
4
Gefällt mir
0
#6
Bei mir waren es etwa 160 Euro monatlich...

Auch mir wurde eigentlich garnichts vorgegeben in Sachen Arbeitsnachweise usw. Ich konnte halt monatlich meine Lohnabrechnung beim Träger abholen, und hatte dafür immer einen festen Termin, aber das wars auch schon mit der Organisation...

Was mich jetzt aber noch an diesem Gerichtsurteil interessiert, ist folgendes:

"Die Heranziehung zu "vollschichtiger" Arbeit darf nach Sinn und Zweck der gemeinnützigen und zusätzlichen Arbeit nicht verlangt werden (vgl. BVerwG, Urt. v. 4.6.92 - 5 C 35/88 - FEVS 43, 89; Urt. v. 13.10.83 - 5 C 67/82 - BVerwGE 68, 91 = FEVS 33, 89)."

Für mich heißt das, daß ein 1-Euro Jobber keine Vollzeit-Arbeit machen darf, was bei mir aber der Fall war... Falls jemand mehr darüber weiß, würde ich mich über einen Kommentar dazu sehr freuen...
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#7
Hallo ,

leider ist dies auch wider nur so eine Kann-Regelung. Allerdings hat man vor gute Chancen, denn bei Vollzeitbeschäftigung könntest Du dich nicht mehr bewerben.

Aber es dürfte schon ausreichen, was Du schilderst. Stelle dich aber bitte darauf ein, dass Du mit ein einfachen Erklärung nicht auskommen musst, sondern erheblichen Druck machen werden musst. Zur Not bekommst Du von uns die notwenige Öffentlichkeitsarbeit
 

Xaninchen

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Feb 2007
Beiträge
105
Gefällt mir
0
#8
Hallo ,

leider ist dies auch wider nur so eine Kann-Regelung. Allerdings hat man vor gute Chancen, denn bei Vollzeitbeschäftigung könntest Du dich nicht mehr bewerben.
Das halte ich aber mal für ein Gerücht. Natürlich kann sich jeder, der Vollzeit arbeitet in seiner Freizeit bewerben. Wie sonst sollten den Vollzeitkräfte, die nen anderen Job suchen, sich bewerben? Und ich wäre echt vorsichtig mit solch einer Äusserung an die Öffendlichkeit zu gehen. Macht sich bestimmt wieder sehr gut in der 4 Pünktchenzeitung als Überschrift GEGEN ALG II Empfänger...

Und solltes es in dem Zeitraum, in dem ein 1€ Job besteht, zu einem Vorstellungstermin kommen, so ist die Einrichtung verpflichtet den Beschäftigten für die Zeit freizustellen, da Arbeit im ersten Arbeitsmarkt immer vorgeht.

Bitte richtig verstehen, es geht mir nur um die Äuisserung über die Vollbeschäftigung. Ich bin mir sicher, dass die Agumentation sich dann nicht bewerben zu können, nur nach hinten los gehen kann.

Was das Herranziehen zur Vollschichtigen Arbeit angeht, würde meine Agumentation eher in die Richtung gehen, dass es eine gemeinnützige und zusätzliche Arbeit sein soll und die Stelle nicht die vorhandenen Arbeitsplätze gefährden oder gar ersetzen darf. Aber auch da streiten sich noch immer Theorie und Praxis....
 
E

ExitUser

Gast
#9
Das halte ich aber mal für ein Gerücht. Natürlich kann sich jeder, der Vollzeit arbeitet in seiner Freizeit bewerben. Wie sonst sollten den Vollzeitkräfte, die nen anderen Job suchen, sich bewerben? Und ich wäre echt vorsichtig mit solch einer Äusserung an die Öffendlichkeit zu gehen. Macht sich bestimmt wieder sehr gut in der 4 Pünktchenzeitung als Überschrift GEGEN ALG II Empfänger...

Und solltes es in dem Zeitraum, in dem ein 1€ Job besteht, zu einem Vorstellungstermin kommen, so ist die Einrichtung verpflichtet den Beschäftigten für die Zeit freizustellen, da Arbeit im ersten Arbeitsmarkt immer vorgeht.

Bitte richtig verstehen, es geht mir nur um die Äuisserung über die Vollbeschäftigung. Ich bin mir sicher, dass die Agumentation sich dann nicht bewerben zu können, nur nach hinten los gehen kann.

Was das Herranziehen zur Vollschichtigen Arbeit angeht, würde meine Agumentation eher in die Richtung gehen, dass es eine gemeinnützige und zusätzliche Arbeit sein soll und die Stelle nicht die vorhandenen Arbeitsplätze gefährden oder gar ersetzen darf. Aber auch da streiten sich noch immer Theorie und Praxis....

Das kommt immer drauf an, wo man sich bewerben will!

Ich habe ich in meinem ganzen Leben noch nie schriftlich beworben... immer persönich!Die schriftliche Bewerbung hab ich immer im nachgereiht, wenn sie erbeten wurde...

Und das muß man tun, sobald man Kenntnis von einem Stellenangebot hat...
 

Arania

Elo-User/in

Mitglied seit
5 Sep 2005
Beiträge
17.180
Gefällt mir
178
#10
Das halte ich aber mal für ein Gerücht. Natürlich kann sich jeder, der Vollzeit arbeitet in seiner Freizeit bewerben. Wie sonst sollten den Vollzeitkräfte, die nen anderen Job suchen, sich bewerben? Und ich wäre echt vorsichtig mit solch einer Äusserung an die Öffendlichkeit zu gehen. Macht sich bestimmt wieder sehr gut in der 4 Pünktchenzeitung als Überschrift GEGEN ALG II Empfänger...

Und solltes es in dem Zeitraum, in dem ein 1€ Job besteht, zu einem Vorstellungstermin kommen, so ist die Einrichtung verpflichtet den Beschäftigten für die Zeit freizustellen, da Arbeit im ersten Arbeitsmarkt immer vorgeht.

Bitte richtig verstehen, es geht mir nur um die Äuisserung über die Vollbeschäftigung. Ich bin mir sicher, dass die Agumentation sich dann nicht bewerben zu können, nur nach hinten los gehen kann.

Was das Herranziehen zur Vollschichtigen Arbeit angeht, würde meine Agumentation eher in die Richtung gehen, dass es eine gemeinnützige und zusätzliche Arbeit sein soll und die Stelle nicht die vorhandenen Arbeitsplätze gefährden oder gar ersetzen darf. Aber auch da streiten sich noch immer Theorie und Praxis....

Sehe ich genauso, dieses Argument wurde mir auch von der ARGE schon gebracht als das Gespräch mal darauf kam wegen Umzug, Arbeit, Bewerbungen etc. und stimmt ja auch, sonst würde ja niemand aus einem Job heraus sich verändern können
 

sun2007

Elo-User/in

Mitglied seit
1 Mrz 2007
Beiträge
938
Gefällt mir
1
#11
Hallo socub

Da scheint ja eine miese Kiste gelaufen zu sien. Eins verstehe ich nicht: es scheint so, als würdest Du welche aus dem Verein persönlich kennen, wie kann es dann sein, dass Du ausgerechnet aus der Richtung soviel Gegenwind bekommst? Konnte derjenige, der Dir die Stelle ursprünglich genannt hat, nichts für Dich tun?
Sehr gut ist, dass Du Deine ganze Arbeit immer schrifltich dokumentiert hast, damit dürftest Du auf der sicheren Seite sein.
Ob das Ganze legal war oder nicht ist im Nachhinein wahrscheinlich nicht sooo wichtig - jedenfalls kann das meines Erachtens nicht zu Deinem Nachteil sich auswirken. Darauf würde ihc mich aber sowieso nicht allzu sehr konzentrieren, lass das im Zweifelsfall einen Anwalt machen. Wichtig ist, dass Du immer wieder Deinen guten Willen betonst, da kommt der Hinweis auf eine mögliche Illegalität nicht so gut, ist besser, wenn das von jemand anderem kommt.

Den Druck, unter dem Du leidest, kann ich gut verstehn. Hier hast Du alles ja schon mal sehr gut dokumentiert, kopier das in ein Word Dokument und fülle die Geschichte auf mit Datum und Personennamen und Du bist schon mal für den nächsten Schritt gewappnet - denen immer einen Schritt voraus sein ist wichtig. Und die Tatsache, dass Du was tust, nimmt Dir etwas von dem psychischen Druck.

Aber was mich persönlich wirklich sehr interessiert: Wie ist der Träger mit der Arge/dem Jobcenter verbandelt? Ich habe jetzt gerade auch den Verdacht, dass da im großen Stil Fürdergelder verschoben werden und - man gluabt es kaum - letztendlich in den Taschen der einzelnen SBs, Fallmanager, Arbeitsvermittler der Jobcenter landen. Ich bin für jeden Hinweis, der in diese Richtung geht, wirklich sehr dankbar.
Merci
sun2007
 

Debra

Elo-User/in

Mitglied seit
24 Mrz 2007
Beiträge
2.927
Gefällt mir
12
#12
Das halte ich aber mal für ein Gerücht. Natürlich kann sich jeder, der Vollzeit arbeitet in seiner Freizeit bewerben. Wie sonst sollten den Vollzeitkräfte, die nen anderen Job suchen, sich bewerben? Und ich wäre echt vorsichtig mit solch einer Äusserung an die Öffendlichkeit zu gehen. Macht sich bestimmt wieder sehr gut in der 4 Pünktchenzeitung als Überschrift GEGEN ALG II Empfänger...
Hierbei vergisst Du aber, dass jemand der Vollzeit berufstätig ist, nicht unter DRUCK steht, sich zu bewerben wie z.B. ein Arbeitssuchender. Manche Arbeitssuchenden müssen 10 Bewerbungen pro Monat nachweisen oder sogar mehr. Das kann man nicht in der Freizeit erledigen.

Meines Wissens sind EEJobs daher auf 30 Std. beschränkt und nicht weil sie sonst reguläre Arbeitsstellen vernichten würden, denn das tun sie sowieso.
Von daher wäre das eine gute Idee, dies an die Öffentlichkeit zu bringen, denn der Sinn von EEJ ist eben nicht, dort VZ zu arbeiten und die Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt hat Vorrang, nicht der EEJ.
Wie man als Arbeitssuchender allerdings sich sowieso auf so ein "Projekt" einlassen kann, ist mir unbegreiflich. Wollen wir denn auch noch helfen, solche Vereine zu unterstützen mit Ideen oder derem Ausbau?
 

Debra

Elo-User/in

Mitglied seit
24 Mrz 2007
Beiträge
2.927
Gefällt mir
12
#13
E

ExitUser

Gast
#14
Hierbei vergisst Du aber, dass jemand der Vollzeit berufstätig ist, nicht unter DRUCK steht, sich zu bewerben wie z.B. ein Arbeitssuchender. Manche Arbeitssuchenden müssen 10 Bewerbungen pro Monat nachweisen oder sogar mehr. Das kann man nicht in der Freizeit erledigen.
Ob man das in der Freizeit erledigen kann oder nicxht... bin ich berufstätig habe ich keinen Druck, darauf kommt es an! Ich kann mich dann bewerben, wenn ich etwas lese, das ich tun möchte... und wenn es mir zeitlich in den Kram paßt
 

Unwichtig

Elo-User/in

Mitglied seit
9 Jan 2007
Beiträge
296
Gefällt mir
0
#15
38,5 Stunden/Woche sind mit Sicherheit rechtswidrig, 20 Stunden/Woche sind mit Sicherheit legal. Alles was dazwischen liegt ist mehr oder weniger Geschmackssache des Richters, so wie es aussieht.

Mach' Dir keinen Kopf, warte erstmal ab ob Dir das Arbeitsamt eine Sanktion von 30% aufdrückt, dann gehste einfach zum Anwalt. Der wird das bestimmt ganz leicht zu Deinen Gunsten regeln.

So wie ich das sehe hast Du mit Deinem Abgang bei diesem Verein lediglich einen rechtswidrigen Zustand beendet.

Ausserdem hätte dieser Vereinscholeriker Dich ja auch erreicht, wenn er Dich hätte erreichen wollen. Davon abgesehen glaube ich nicht das das eine Kündigung rechtfertigt.

Du kannst ja auch beweisen das Du da etwas getan hast und wie das da abgelaufen ist, das dürfte jeden Richter davon überzeugen, das das Ärsche sind.
 

Debra

Elo-User/in

Mitglied seit
24 Mrz 2007
Beiträge
2.927
Gefällt mir
12
#16
Ob man das in der Freizeit erledigen kann oder nicxht... bin ich berufstätig habe ich keinen Druck, darauf kommt es an! Ich kann mich dann bewerben, wenn ich etwas lese, das ich tun möchte... und wenn es mir zeitlich in den Kram paßt
Dass kommt noch hinzu. Aber 10 oder mehr Bewerbungen kann man definitiv NICHT in der Freizeit erledigen. Ich kalkuliere da auch noch ein, dass Firmen u.U. SOFORT Kontakt zum Arbeitssuchenden aufnehmen wollen, der dann aber zu üblichen Bürozeiten - weil Vollzeit in EEJ - nicht erreichbar ist oder wenn man erreichbar ist, SOFORT für Vorstellungsgespräche und eventuelle Arbeitsaufnahme am NÄCHSTEN TAG zur Verfügung stehen muss. - Das ist nicht gewährleistet, wenn man zunächst einen Träger um Erlaubnis bitten muss, ein Vorstellungsgespräch wahrnehmen zu dürfen bzw. sich beim EEJ abmelden muss. Weiß ich aus eigener leidvoller Erfahrung.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten