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Aus der Fortbildung geworfen

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rhuebben784

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#1
Hallo Forum,

ich möchte Euch als ersten Beitrag den ich hier schreibe mal in Kurzform mitteilen, wie es mir seit Anfang Mai ergangen ist.

Ich habe einen Bildungsgutschein für ein halbes Jahr bekommen und mir dafür einen Kurs zum SCJP und SCJD in Koblenz ausgesucht.

In der ersten Woche wurde ich an einen leeren Rechner gesetzt mit den Worten mach Dir mal ein Betriebssystem drauf, welches ist egal und ich bekam ein englischsprachiges Buch. Eine Woche keinen Dozenten gesehen. Beim Chef beschwert.

In der zweiten Woche keinen Dozenten gesehen. Wieder beim Chef beschwert, dass ich mir das Buch auch alleine hätte kaufen können und nicht jeden Tag fahren muss, um doch keinen Dozenten zu sehen.

Dann kam alle zwei Wochen zwei Tage ein Dozent, der aber noch einen anderen Kurs (Oracle) betreute. Keine Seife, keine Handtücher auf der einzigen Toilette für ca. 70 bis 90 Mann. Morgens beim Briefing habe ich regelmäßig die fehlende Seife und den Trainermangel moniert.

Vor drei Wochen ca. wurde dann ein Seifenspender installiert, der aber in der Regel leer war. Dafür ist dann aber in der letzten Woche der Wasserhahn im Klo kaputt gegangen und rum wars mit Händewaschen. Ich habs gemeldet, am nächsten Tag nachgefragt, am nächsten Tag wieder nachgefragt, kam der Chef dazu und sagte, Wasserhahn müsste bestellt werden, könnte einige Tage dauern. Ich habe gefragt, wieso der bestellt werden muss, wenn es in Koblenz vier oder fünf große Baumärkte gibt. WischiWaschi-Antwort. Ich habe gefragt ob er sich in seiner Wohnung auch tagelang ohne Wasserhahn zufrieden geben würde. Wischi-Waschi-Antwort. Am nächsten Tag (vergangener Mittwoch) ruft er mich in sein Büro, erklärt mir was für ein asoziales Subjekt ich bin und das er mit solchen wie mir schon früher fertig geworden wäre. Entweder sollte ich in Zukunft meinen Mund halten oder würde mich rauswerfen und dafür Sorgen, dass ich kein Geld vom Arbeitsamt mehr bekomme.

Meine Kollegen hätten sich alle beschwert ich wäre asozial, deshalb müsste er mich am Freitag ausschließen. Ich meine Kollegen gefragt, keiner was davon gewusst. Zurück im Chefbüro hieß es dann, wenn meine Kollegen nicht gegen mich aussagen würden, dann eben die Dozenten, er würde schon mit mir fertig werden. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich nicht erpressen lasse und bin heimgefahren.

Ich zur Polizei, wollte ihn wegen Nötigung anzeigen. Bringt nichts, sagte der Beamte, keine Zeugen. Ich zum Anwalt, der sagte erst mal ich sollte mit seinem Boss reden. Hab dann mit dem telefoniert, scheint ihn alles aber nur mäßig zu interessieren. Mittlerweile wurde ich aus dem Kurs entlassen und meine Prüfung, die am kommenden Mittwoch stattfinden sollte, wurde storniert. Meine Betreuerin vom Arbeitsamt sagte sie könne mir nur sagen, dass mein Bildungsgutschein damit verfallen ist. Ich solle am Donnerstag mit ihrem Chef reden. Werd ich dann auch tun.

Ist es denn tatsächlich so, dass diese Fa. kaum eine der zugesicherten Leistungen bringt und mich einfach nach Gutdünken rauswerfen kann und ich kann mich nicht wehren?

Ich bin für alle Tipps dankbar!

Gruß,
Ralf
 
E

ExitUser

Gast
#2
Was ist mit deinen (Ex-) Kollegen?

Wenn die das bestätigen (schriftlich und mit Unterschrift), hättest Du bessere Karten, so bist Du alleine gegen den Chef und die Dozenten.
 

mbc

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#3
Das hab ich auch hinter mir ... nach langer Zeit endlich ne Umschulung durchgeboxt und dann nur Mist da. Kündigen ging nicht und der Bildungsgutschein war eh weg.

Auch ich habe mich beschwert und bin dann gekündigt worden (als Klassenbester wohlgemerkt).

Beschweren bringt da überhaupt nixhts, das interessiert eh keinen. Spar dir die Kraft und Zeit. Diese Kurse sind heutzutage nur noch Statistikverschönerung, es ist nicht ads Ziel wirklich Bildung zu erhalten.

Konzentier Dich auf was neues ... was anderes bleibt in diesem System nicht, auch wenn es Dir nicht gefällt und Dich ärgert weil Du nämlich Recht hast.

Das Arbeitsamt und die Argen dürfen Geld verschwenden, solange es nicht am Bedürftigen selber ist.

Die Meisten Ex-Kollegen werden da wohl nicht mitmachen, denn wenn die auch Geld über die Arge beziehen wrden die Angst haben Sanktionen zu bekommen oder selber rauszufliegen.

Ich stand damals auch alleine da weil sich kein anderer traute.
 

ethos07

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#4
Halllo rhuebben, erstmal willkommen im Forum-

Hmm, wenn du an der Prüfung interessiert bist, würde ich zu einem Anwalt gehen und klären lassen, ob die dich die Prüfung - ggf. nach Klage - nachholen lassen müssen.
So kurz vor einer Prüfung rauszufliegen, sieht mir das nach offenkundiger Schikane aus.
 

Volker

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#5
Hast du dich auch beim zuständigen Aussteller des Bildungsgutschein beschwert und die Sachlage dargelegt?

Ach du willst Sun Certified Programmer machen...
Geht die Prüfung selbst nicht woanders zu machen?

Wegen den Kosten würde ich echt den Hermann machen,
das du die Prüfung gerecht durchführen kannst.

Wenn dir noch was fehlt, an Unterricht, ebenso.

Auch da gibs echt Mist, wie ich mir hab erzählen lassen.

Volker
 

rhuebben784

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#6
Zuerst mal Danke für die Antworten.

Ja, die Prüfung kann ich auch woanders machen, dafür muss ich dann aber 198,soundsoviel bezahlen und die muss man ja auch erst mal haben.

Den Termin beim Anwalt will ich machen, nachdem ich am Donnerstag mit dem Chef vom Arbeitsamt gesprochen habe, falls die mir nicht weiterhelfen können.

Ich bin weiterhin für jeden Tipp dankbar!

Gruß,
Ralf
 

Volker

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#7
Yep, genauso.

Eins ist klar du bist der geschädigte, als solcher auch auftreten,
die ARGE soll das mit dem Gebühren zur prüfung mit Bildungsinstitut regeln. Abzug von den Gebühren

Volker
 
E

ExitUser

Gast
#8
Das hab ich auch hinter mir ... nach langer Zeit endlich ne Umschulung durchgeboxt und dann nur Mist da. Kündigen ging nicht und der Bildungsgutschein war eh weg.
Das kenne ich auch. Ich hab vor nunmehr 3 Jahren eine Umschulung zum Datenbankadministrator gemacht. Wir hatten da "Experten" dabei, die gar nicht wussten,daß der Computer aus mehr als dem Windows Media Player,Word und dem Internet Explorer besteht. Von den 6 Monaten Gesamtdauer (was ansich schon ein Witz ist),waren nur knappe 2,5 Monate Unterricht im "Kernthema"...daher ist es schon fast ein Wunder,daß 24 von 26 Teilnehmern die Prüfungen überhaupt irgendwie bestanden haben. Einen Job kriegt man mit dieser "Ausbildung" natürlich trotzdem nicht. Von den 26 Teilnehmern arbeiten heute m.W. nur 5 überhaupt in der IT-Branche,im Datenbankbereich davon nur 1.
Ich selbst nutze die erworbenen Kenntnisse nur im privaten Bereich,versuche sie im Rahmen meiner Möglichkeiten weiter auszubauen. Trotzdem kann das natürlich keine gute Ausbildung ersetzen, auch wenn die BA das vielleicht denkt,weils einige Maßnahmeträger behaupten.


Beschweren bringt da überhaupt nixhts, das interessiert eh keinen. Spar dir die Kraft und Zeit. Diese Kurse sind heutzutage nur noch Statistikverschönerung, es ist nicht ads Ziel wirklich Bildung zu erhalten.
Stimmt genau. Noch schwieriger ist es übrigens,eine sinnvolle Aufbauweiterbildung zu kriegen,wenn man schon eine gewisse Grundausbildung gekriegt hat. Auch wenn selbst dem dümmsten Amtsmitarbeiter klar sein dürfte,daß man mit der Grundausbildung keine Chancen auf dem Markt hat.
 

mbc

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#9
Das ging ja noch ...

BEi mir wars ne 2-jahres Umschulung, wo effektiv 9- 10 Monate was sinnvolles rüber kam.

Im Normalfall lernt man das in 3,5 Jahren. Mit dem Stoff auf den 9-10 Monaten kann man garnichts reißen. Man hört zwar "hier und da etwas", aber die Firmen suchen keine Facharbeiter die gerade mal das Grundwissen halbwegs drauf haben. Die Firmen bilden die nicht weiter aus und nutzen können sie dich mit nur dem gerade so eben erworbenen Prüfungswissen auch nicht wirklich.

@ rhuebben784:

Erwarte vom Arbeitsamt nichts. Hab damals auch meinem Berater (mit dem ich das alles abgeschlossen hatte) ausführlich gesprochen ... da fühlte sich aber keiner zuständig. Die haben den Kurs irgendwann mal laut Aktenlage zugelassen und gut ist. Seitdem fliessen die Gelder.

Des Weiteren: Für den Gang zum Geriht braucht man definitive Beweise, bloße Aussagen zählen da nicht wirklich. Wenn Du wirklich alleine bist siehts ganz schlecht aus.
 

ethos07

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#10
Trotzdem - auch wenn man mit der Prüfung hinterher nicht wirklich etwas anfangen kann, ich würde die auf jeden Fall versuchen beim Amt noch durchzuboxen. Ist doch auch vor sich selber ein besserer Stand. Und in jedem Kneipengespräch...

(Ich erzähl hier nun nicht auch noch, was ich schönes, aber auf dem Arbeitsmarkt komplett unbrauchbares einst als 1-Jahres-AA-Fortbidlung erhalten habe - außer privat habe ich das nie genutzt. Trotzdem ist es für mein Gefühl gut, den unnützen Abschluss am Ende des 1-Jahreskurses als Abschluss noch eingesteckt zu haben. Die damit erworbene zusätzliche Berufsbezeichnung hört sich zumindest für Unwissende sogar auch noch echt supi an ... :icon_twisted:)
 
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