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Aus der Armut in den Tod ?

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a f a

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Aus der Armut in den Tod?

Peter Nowak 02.07.2007
Während die Medien in den Zeiten des Wirtschaftsbooms Armut meist nur noch als Randthema wahrnehmen, wächst bei den Abgehängten der Gesellschaft die Verzweiflung

Die Bekanntgabe der neuen Arbeitslosenzahlen scheint einen aktuellen Trend zu bestätigen: "Durch die stabile Konjunktur wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit sinkt deutlich". Die Wirtschaft boomt und nicht nur die SPD sieht den Aufschwung als späten Erfolg der lange Zeit heftig kritisierten Hartz IV-Gesetzgebung. Über die Folgen für die Betroffenen hingegen wird mittlerweile deutlich weniger geschrieben und gesprochen. Während in der Zeit nach der Einführung von Hartz IV Journalisten "Selbstversuche" wie "Eine Woche leben nach Hartz IV" machten, gelten die Opfer heute vielfach wieder als bedauernswerte aber keinesfalls repräsentative Verlierer der Globalisierung


weiter auf Heise:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25584/1.html



Gruss
Norbert

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wolliohne

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Guter Artikel

Empfehlung auch für die Links innerhalb des Textes.

Was wir schon immer wussten,Armut Tötet.
 
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Der Artikel ist Gut!

Habe aber selten so dumm dämliche Kommentare mancher User, auf einmal, bei Telepolis gelesen.....
 

a f a

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Habe aber selten so dumm dämliche Kommentare mancher User, auf einmal, bei Telepolis gelesen.....
Bei der Medien und Politikerhetze muß ja auch etwas hängenbleiben, nur
gut, daß wir noch keinen A-Winkel an unserer Kleidung tragen müssen :icon_twisted:


Gruss
Norbert

alles für alle
 

redwitch

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Wie erwähnt, scheint ein Ausweg nur im Selbstmord zu liegen. Camus stellt fest, dass der Mensch sich bisher zweier Varianten des Selbstmordes

bedient hat: dem physischen und dem geistigen.
Einmal auf das Absurde gestoßen, scheint der "Sprung" unvermeidlich. Die Tatsache, dass das Fleisch diesen Schritt scheut, lässt nur die
Alternative des geistigen Selbstmordes zu. Camus beschreibt als solches "Ausweichen" vor allem die philosophischen Argumente der
Existenzphilosophie und der Phänomenologie: "Kirkegaard tötet die Vernunft, indem er sich ganz in der Hoffnung auf Gott verliert. Bei Husserl
dagegen wird das Konkrete ohne Grenzen rationalisiert." Diese beiden Möglichkeiten sind für Camus jedoch kein Ausweg, weil sie die Vernunft
des Menschen nicht berücksichtigen.
Ähnlich verhält es sich auch mit dem physischen Selbstmord. Der Tod beendet zwar den Konflikt, macht aber deutlich, dass der Mensch vor den
Konsequenzen des Absurden flieht. Und hier zeigt Camus einen Widerspruch auf: Der Selbstmord, der Aufgrund der Entdeckung des Absurden
ausgeführt wird, leugnet jedoch dieses Absurde, weil er es nicht als einen Teil des Daseins anerkennt. Das "schließlich ist gleichbedeutend mit dem
Sieg des Irrationalen über die Menschlichkeit." Er nennt dies die absurde Logik.


3.3. Der Ausweg

Camus sucht nun einen Ausweg, der ohne den Selbstmord auskommt und trotzdem die Vernunft des Menschen einbezieht. Er sieht ihn in der

menschlichen Vernunft, die ihre Grenzen anerkennt und somit fähig ist, mit dem (und nicht trotz des) Absurden zu leben. Die Sinnlosigkeit muss
ausgehalten werden. Hierin liegt für Camus die Freiheit des Menschen. Eine Freiheit, die in die Revolte gegen sein Schicksal mündet.
In der Mythologie dient Sisyphos als Beispiel einer solchen absurden Existenz. "Die Götter hatten Sisyphos dazu verurteilt, unabalässig einen
Felsblock einen Berg hinaufzuwälzen, von dessen Gipfel der Stein von selbst wieder herunterrollte. Sie hatten mit einiger Berechtigung bedacht, daß es keine fürchterlichere Strafe gibt, als eine unnütze und aussichtslose Arbeit."
Sisyphos hat sich jedoch mit seinem Schicksal, in alle Ewigkeit diesen Stein bergauf rollen zu müssen, abgefunden. Er ist nicht resigniert oder gar ein Sklave seiner Tätigkeit. Er begegnet seinem Schicksal mit der Verachtung eines freien Menschen. Die Absurdität seiner Bemühungen, die Camus im Vergleich zur Absurdität des Lebens sieht, machen ihn zu einem Rebellen. Denn das Schicksal des Menschen ist es, Leiden auf sich zu nehmen - ohne Sinn und ohne Gott. Indem er nichts Jenseitiges erhofft, kann er das Gegebene ausschöpfen.
http://www.simulationsraum.de/wp-content/Texte/Der Fremde.pdf
 
E

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Bei Telepolis trieben sich schon immer massig Trolle herum. Viele davon noch Schüler, die im Forum sich dann zu dem machen, was sie im realen Leben gerne einmal wären, wohl aber mangels Intelligenz nie sein werden.


Der Artikel ist Gut!

Habe aber selten so dumm dämliche Kommentare mancher User, auf einmal, bei Telepolis gelesen.....
 
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Heise: Aus der Armut in den Tod

...Waren Hartz IV-Empfänger eine Zeit lang das Objekt der journalistischen Begierde bis hin zum Voyeurismus, so werden sie heute in Regel wieder weitgehend ignoriert. Diese Erfahrung musste auch die Berliner Kampagne gegen Zwangsumzüge machen. Während es bei der ersten Pressekonferenz noch eine große Medienresonanz gab, hat die Bilanz ihrer einjährigen Tätigkeit wenig öffentliches Interesse gefunden...

...Nicht immer kann die Ratlosigkeit und Verzweiflung der Betroffenen von Beratungsangeboten wie der Berliner Kampagne gegen Zwangsumzüge aufgefangen werden. Doch Meldungen, dass Erwerbslose, die keinen Ausweg mehr sehen, Selbstmord verübten, finden selten den Weg von den Internetseiten der Betroffenengruppen in eine größere Öffentlichkeit.

Nur besonders spektakuläre Fälle, wie der Hungertod eines Erwerbslosen in Speyer wecken noch Medieninteresse...QUOTE]

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25584/1.html

Ich kann nur empfehlen die neoliberalen Statements in den Leserbriefen nicht unwidersprochen stehen zu lassen.
 

eAlex79

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Das in Speyer war wohl kaum Selbstmord. Das war praktisch Tötung auf Befehl. Durch den Staat.

Selbstmörder finden nirgendwo positive Resonanz. Sie werden alle Bemühungen um Veränderung absurd und unglaubwürdig machen.

x
x Alex.
x
 
E

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Dort ist Resonanz wichtig...hier kennen wir die Wahrheit.
 

eAlex79

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Ich erzähe jedem den ich kenne von Speyer. Im Grunde weiss es niemand, was dort passiert ist. Und alle wundern sich immer dass sowas nicht in den Nachrichten erscheint... Mein Einwurf dann: Glaubst Du etwas noch an Freie Presse?

x
x Alex.
x
 

Curt The Cat

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Doppelt, deshalb für' ich die beiden Threads mal zusammen...

:icon_wink:
 

Curt The Cat

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@eAlex und cementwut!

Seid bitte so freundlich und wendet euch wieder dem Topic zur, daß da lautet "Aus der Armut in den Tod ?".

Danke!
 
E

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Aus der Armut in den Tot kann man nur in einer kalten Gesellschaft einen direkten Weg finden.
Wer ist die Gesellschaft?
Wer lässt diese Menschen sterben?

Das Rüdiger droht, zeigt nur seine Verzweiflung.
Vergesst bitte nicht, das dieser Mensch auch mal Systeme-Einzahler war.
Im Osten gibt es eben kaum arbeit, und sollen die Menschen für ein Jahr wegen Arbeit zu Nomaden werden?
Ziehen wir der Arbeit hinterher?

Tja - in einer kalten Gesellschaft...
Überleben halt nur die Starken.
Man muss ja nicht die Wege diverser Menschen gut finden, aber Sie bewegen sich. Sie sind keine dummen Schafe, die vor der Glotze hängen...
Man kann über die Wege streiten, aber wenn WIR alle die selben ZIELE hätten,
bräuchten wir nicht über so was diskutieren, denn dann wären WIR ZUSAMMEN!

Tja - in einer kalten Gesellschaft...
Ist man GEMEINSAM EINSAM...
Suchen Senioren die Mülltonnen nach Nahrung ab und
Erwachsene Männer nach Pfandflaschen...
Lassen sich Populisten auch noch Feiern...

Das nützt keinem etwas...
Ich möchte gerne wissen wie viel der LINKS PARTEITAG (Zusammenlegung der WASG und PDS) gekostet hat.

Tja - in einer kalten Gesellschaft...
Herrscht keine Demokratie mehr.
Da muss man eben mal radikaler werden - sonst wird man nicht gehört.

Wie gesagt, man muss es nicht gut finden, aber jeder geht halt mehr oder weniger alleine seinen Weg.
Mitgefühl sollten wir haben und nicht Verachtung.
Das macht uns auch nur zum Richter!

morph
 
E

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Gast
...

Das Rüdiger droht, zeigt nur seine Verzweiflung.
...
Mitgefühl sollten wir haben und nicht Verachtung.
...

morph
das ... sehe ich genauso

und dies bring das thema auch zum ausdruck
Während die Medien in den Zeiten des Wirtschaftsbooms Armut meist nur noch als Randthema wahrnehmen, wächst bei den Abgehängten der Gesellschaft die Verzweiflung
zitat ist aus dem heise artikel
 
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p.s.
und würde das ungehörte existentielle hartz iv leid der betroffenen, zu haarausfall bei den verursachern sorgen, da könnte jeder wenigstens sehen wo die glatzen heute alle sitzen:mad:
denn die medien interessiert das schon lange nicht mehr
 

HartzDieter

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... nur
gut, daß wir noch keinen A-Winkel an unserer Kleidung tragen müssen :icon_twisted:


Gruss
Norbert

alles für alle
Vor den nächsten Wahlen laufe ich mit einer Art Gefängniskleidung an den Wahlständen vorbei. Am Arm ein großes 'A' auf der Vorder- und Rückseite steht 'Hartz IV'.
 
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