Aus dem Dunstkreis der Sozialrichter....

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hartaber4

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4. Deutscher Sozialgerichtstag......


Kommission Grundsicherung für Arbeitssuchende
Erneut war die​
Kommission SGB II mit über 70 Teilnehmern die größte der
Fachkommissionen. Wie bereits vor zwei Jahren lag der Schwerpunkt der Arbeit auf dem
Regelbedarf und den Kosten der Unterkunft, deren Ermittlung jeweils umfangreiche
empirisch-statistische Erhebungen erfordern. Einleitend zeigte der Kommissionsvorsitzende
Richter am Landessozialgericht
Dirk Hölzer die abweichende Würdigung eines Urteils des
BSG und eines Vorlagebeschlusses des SG Berlin an das BVerfG zur verfassungsgemäßen
Festsetzung des Regelbedarfes auf, woraus sich jedoch kein zwingender Hinweis ableiten
ließ, ob die getroffene gesetzliche Regelung im vollen Umfang der ausstehenden
verfassungsgerichtlichen Überprüfung des BVerfG standhalten wird. Da die Entscheidung des
BSG nur zur Höhe der Regelbedarfsgruppe 1 – Haushalte Alleinstehender – ergangen ist,
dürften – so Hölzer – hinreichende Erfolgsaussichten für die Bewilligung von

Prozesskostenhilfe regelmäßig zu bejahen sein.


Mehr zu vielen SGB Bereichen und auch zum Verfahrensrecht im Link:

https://www.boorberg.de/sixcms/media.php/boorberg01.a.891.de/Tagungsbericht-DSGT4.pdf
 

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Für alle, die sich bei den KdU ansonsten gerne mit der Tabelle zum WoGG abspeisen lassen ist folgender Auszug:

Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt wurden die empirisch-statistischen Ausführungen zur Referenzmiete von Dr. Ing. Christian von Malottki, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Wohnen und Umwelt, Darmstadt.
Zunächst zeigte Dr. v. Malottki auf, dass die empirische Grundlage der Werte der Wohngeldtabelle nur bis in die 90er Jahre zurückverfolgt werden kann und von normativen Vorgaben geprägt ist, die eine realitätsgerechte Ausgestaltung des Wohnungsmarktes ausschließen. Besondere Bedeutung erlangte seine
Erkenntnis, dass insbesondere für hochpreisige Vergleichsräume eine Stauchung der Werte zu erkennen ist. Das könnte zur Folge haben, dass für solche Vergleichsräume ein höherer Sicherheitszuschlag festsetzen zu ist. Weiter zeigte er typische Defizite eines Konzeptes zur Ermittlung der Unterkunftskosten auf und wies auf die Methodenvielfalt hin, die zu erheblichen Abweichungen bei der Bildung der Referenzmiete führen können. Dies wurde als Hinweis darauf gewertet, dass die Tatsachengerichte ohne sachverständige Hilfe entwickelte Konzepte ggf. nicht abschließend prüfen können.
 

hartaber4

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Bin mir (persönlich) auch nicht sicher, ob "Malottki" das "richtige prozessuale Futter" in der ersten Instanz ist....

Für den Schlagabtausch vor dem SG solltest du dich lieber mit der umfangreichen*** Rechtsprechung des BSG zum Thema KdU beschäftigen...... gibt es für lau im www.


*** So umfangreich, dass es ohne Kommentar doch recht unübersichtlich werden kann. Der §22 SGB II ist ja schon in den gängigen Kommentaren nur mit den Hinweisen auf die Judikatur einer der von der Seitenzahl größeren §§ .
 

Ausgestossener

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Bin mir (persönlich) auch nicht sicher, ob "Malottki" das "richtige prozessuale Futter" in der ersten Instanz ist....

Für den Schlagabtausch vor dem SG solltest du dich lieber mit der umfangreichen*** Rechtsprechung des BSG zum Thema KdU beschäftigen...... gibt es für lau im www.


*** so umfangreich, dass es ohne Kommentar doch recht unübersichtlich werden kann. Der §22 SGB II ist ja schon in den gängigen Kommentaren nur mit den Hinweisen auf die Judikatur einer der von der Seitenzahl größeren §§ .


Welche umfangreiche Rechtsprechung des BSG sollte vor dem SG zielführend sein, damit § 22 SGB II 1. Satz endlich Beachtung findet und nicht diese seltsame Tabelle nach dem WoGG?!

Den letzten Absatz Deines Kommentars verstehe ich leider nicht.
 

hartaber4

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Den letzten Absatz Deines Kommentars verstehe ich leider nicht.

Ich wollte nur andeuten:

Eine umfangreiche Kommentierung eines § in einem Kommentar deutet i.d.R. auch auf eine komplexe Materie hin.

Im Fall der KdU dürfte wohl kein anderer § für soviel "Kopfweh" sorgen wie der 22er im SGB II.

Da das "KdU-Spiel" zuletzt vom BSG "gepfiffen" wird, würde ich mich auch daran orientieren.
 

hartaber4

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BSG-Judikatur zu §22 SGB II (Suchergebnis bei www.sozialgerichtsbarkeit.de) Verfahren Nr. 1 bis 136 lfd.

1.1576361UnBSG B 14 AS 11/12 R 16.10.2012 10.01.2013 BRD2.1576301UnBSG B 4 AS 32/12 R 23.08.2012 10.01.2013 BRD3.1553281UnBSG B 14 AS 153/11 R 12.07.2012 10.01.2013 BRD4.1573121UnBSG B 14 AS 1/12 R 22.08.2012 20.12.2012 BRD5.1549131UnBSG B 14 AS 133/11 R 23.05.2012 20.12.2012 BRD6.1538091UnBSG B 4 AS 16/11 R 22.03.2012 21.09.2012 BRD7.1538081UnBSG B 14 KG 1/11 R 14.03.2012 21.09.2012 BRD8.1497741UnBSG B 4 AS 219/10 R 22.11.2011 13.09.2012 BRD9.1493401UnBSG B 14 AS 66/11 R 06.10.2011 13.09.2012 BRD10.1544451UnBSG B 4 AS 159/11 R 16.05.2012 22.08.2012 BRD11.1541801UnBSG B 4 AS 139/11 R 22.03.2012 10.08.2012 BRD12.1534311UnBSG B 4 AS 26/10 R 22.03.2012 02.08.2012 BRD13.1535531UnBSG B 4 AS 109/11 R 16.05.2012 19.07.2012 BRD14.1515731UnBSG B 14 AS 15/11 R 24.11.2011 28.06.2012 BRD15.1516631UnBSG B 4 AS 138/10 R 22.11.2011 14.06.2012 BRD16.1497731UnBSG B 4 AS 9/11 R 20.12.2011 04.05.2012 BRD17.1488461UnBSG B 14 AS 152/10 R 06.10.2011 23.02.2012 BRD18.1493471UnBSG B 14 AS 131/10 R 06.10.2011 16.02.2012 BRD19.1466091UnBSG B 4 AS 202/10 R 27.09.2011 19.01.2012 BRD20.1454211UnBSG B 14 AS 154/10 R 07.07.2011 31.10.2011 BRD21.1434701UnBSG B 4 AS 12/10 R 06.04.2011 24.10.2011 BRD22.1455481UnBSG B 14 AS 32/09 R 13.04.2011 30.09.2011 BRD23.1454201UnBSG B 14 AS 132/10 R 26.05.2011 23.09.2011 BRD24.1444301UnBSG B 14 AS 53/10 R 13.04.2011 23.09.2011 BRD25.1452211UnBSG B 14 AS 85/09 R 13.04.2011 15.09.2011 BRD

26.1432621UnBSG B 4 AS 119/10 R 06.04.2011 15.09.2011 BRD27.1444311UnBSG B 14 AS 75/10 R 24.02.2011 17.08.2011 BRD28.1420651UnBSG B 14 AS 61/10 R 24.02.2011 17.08.2011 BRD29.1425581UnBSG B 4 AS 16/10 R 06.04.2011 25.07.2011 BRD30.1432681UnBSG B 14 AS 52/09 R 24.02.2011 07.07.2011 BRD31.1420641UnBSG B 14 AS 61/09 R 15.12.2010 07.07.2011 BRD32.1425631UnBSG B 4 AS 5/10 R 06.04.2011 20.06.2011 BRD33.1397571UnBSG B 14 AS 50/10 R 19.10.2010 26.05.2011 BRD34.1378231UnBSG B 4 AS 7/10 R 09.11.2010 25.03.2011 BRD35.1397601UnBSG B 14 AS 2/10 R 19.10.2010 11.03.2011 BRD36.1397561UnBSG B 14 AS 65/09 R 19.10.2010 11.03.2011 BRD37.1350661UnBSG B 4 AS 10/10 R 30.08.2010 13.12.2010 BRD38.1337481UnBSG B 14 AS 79/09 R 17.06.2010 21.10.2010 BRD39.1318021UnBSG B 4 AS 62/09 R 22.03.2010 13.10.2010 BRD40.1327971UnBSG B 14 AS 73/08 R 18.02.2010 30.08.2010 BRD41.1327661UnBSG B 4 AS 78/09 R 01.06.2010 30.08.2010 BRD42.1327631UnBSG B 4 AS 60/09 R 01.06.2010 30.08.2010 BRD43.1327951UnBSG B 14 AS 32/08 R 18.02.2010 24.08.2010 BRD44.1327791UnBSG B 8 SO 24/08 R 23.03.2010 24.08.2010 BRD45.1303781UnBSG B 14 AS 53/08 R 18.02.2010 17.08.2010 BRD46.1328821UnBSG B 14 AS 17/10 R 17.06.2010 09.08.2010 BRD47.1270391UnBSG B 1 AS 1/08 KL 15.12.2009 09.08.2010 BRD48.1293351UnBSG B 14 AS 61/08 R 21.12.2009 24.06.2010 BRD49.1296521UnBSG B 4 AS 69/09 R 22.03.2010 09.06.2010 BRD50.1297911UnBSG B 4 AS 5/09 R 18.02.2010 11.05.2010 BRD
51.1296501UnBSG B 4 AS 39/09 R 22.03.2010 06.05.2010 BRD52.1296491UnBSG B 4 AS 28/09 R 18.02.2010 06.05.2010 BRD53.1261551UnBSG B 4 AS 18/09 R 22.09.2009 06.05.2010 BRD54.1276141UnBSG B 4 AS 19/09 R 17.12.2009 16.04.2010 BRD55.1274741UnBSG B 4 AS 50/09 R 17.12.2009 09.04.2010 BRD56.1274731UnBSG B 4 AS 27/09 R 17.12.2009 09.04.2010 BRD57.1261641UnBSG B 14 AS 65/08 R 20.08.2009 24.03.2010 BRD58.1240861UnBSG B 14 AS 33/08 R 02.07.2009 09.03.2010 BRD59.1243831UnBSG B 7 AL 49/07 R 21.07.2009 04.03.2010 BRD60.1270241UnBSG B 14 AS 55/08 R 28.10.2009 18.02.2010 BRD61.1261631UnBSG B 14 AS 41/08 R 20.08.2009 18.02.2010 BRD62.1261561UnBSG B 4 AS 70/08 R 22.09.2009 26.01.2010 BRD63.1250231UnBSG B 4 AS 8/09 R 22.09.2009 26.01.2010 BRD64.1223221UnBSG B 14 AS 13/08 R 07.05.2009 07.01.2010 BRD65.1240851UnBSG B 14 AS 32/07 R 02.07.2009 23.11.2009 BRD66.1212531UnBSG B 14 AS 14/08 R 07.05.2009 23.11.2009 BRD67.1223231UnBSG B 14 AS 35/08 R 07.05.2009 09.11.2009 BRD68.1226021UnBSG B 14 AS 34/08 R 20.08.2009 12.10.2009 BRD69.899841UnBSG B 14 AS 34/07 R 17.03.2009 06.10.2009 BRD70.898661UnBSG B 4 AS 30/08 R 19.02.2009 02.10.2009 BRD71.1199251UnBSG B 4 AS 39/08 R 13.05.2009 21.09.2009 BRD72.1217381UnBSG B 14 AS 4/08 R 07.05.2009 11.09.2009 BRD73.1208091UnBSG B 14 AS 61/07 R 17.03.2009 14.08.2009 BRD74.1208081UnBSG B 14 AS 62/07 R 17.03.2009 14.08.2009 BRD75.1208071UnBSG B 14 AS 63/07 R 17.03.2009 14.08.2009 BRD
76.893431UnBSG B 14/7b AS 8/07 R 27.01.2009 27.07.2009 BRD77.893281UnBSG B 4 AS 38/08 R 03.03.2009 26.06.2009 BRD78.898741UnBSG B 14 AS 2/08 R 13.11.2008 23.06.2009 BRD79.881831UnBSG B 4 AS 48/08 R 19.02.2009 23.06.2009 BRD80.893441UnBSG B 14/7b AS 14/07 R 27.01.2009 04.06.2009 BRD81.881881UnBSG B 4 AS 37/08 R 03.03.2009 04.06.2009 BRD82.881871UnBSG B 14 AS 66/07 R 13.11.2008 04.06.2009 BRD83.872901UnBSG B 4 AS 70/07 R 16.12.2008 04.06.2009 BRD84.679281UnBSG B 11b AS 25/06 R 23.11.2006 18.05.2009 BRD85.663301UnBSG B 11b AS 17/06 R 23.11.2006 18.05.2009 BRD86.868561UnBSG B 14 AS 64/07 R 19.09.2008 06.05.2009 BRD87.868721UnBSG B 4 AS 49/07 R 16.12.2008 30.04.2009 BRD88.879991BnBSG B 14/11b AS 9/07 R 27.01.2009 06.04.2009 BRD89.879981BnBSG B 14 AS 5/08 R 27.01.2009 06.04.2009 BRD90.868701UnBSG B 4 AS 1/08 R 16.12.2008 06.04.2009 BRD91.848421UnBSG B 14 AS 26/07 R 30.07.2008 06.04.2009 BRD92.872841UnBSG B 14/7b AS 2/07 R 13.11.2008 16.03.2009 BRD93.868551UnBSG B 14 AS 54/07 R 19.09.2008 02.03.2009 BRD94.837241UnBSG B 4 AS 19/07 R 30.09.2008 13.02.2009 BRD95.837231UnBSG B 14/11b AS 67/06 R 18.06.2008 13.02.2009 BRD96.837221UnBSG B 14/11b AS 61/06 R 18.06.2008 13.02.2009 BRD97.861911UnBSG B 14/7b AS 4/07 R 13.11.2008 12.02.2009 BRD98.850791UnBSG B 14 AS 43/07 R 30.07.2008 05.01.2009 BRD99.819211UnBSG B 14/7b AS 58/06 R 15.04.2008 05.01.2009 BRD100.819161UnBSG B 14/7b AS 34/06 R 15.04.2008 05.01.2009 BRD
101.760811UnBSG B 14/7b AS 20/07 R 06.12.2007 05.01.2009 BRD102.760801UnBSG B 14 AS 30/07 R 31.10.2007 05.01.2009 BRD103.822331UnBSG B 14 AS 55/07 R 18.06.2008 24.11.2008 BRD104.828341UnBSG B 11b AS 35/06 R 25.06.2008 24.10.2008 BRD105.819061UnBSG B 11b AS 31/06 R 19.03.2008 24.10.2008 BRD106.810981UnBSG B 14/11b AS 11/07 R 18.06.2008 20.10.2008 BRD107.822231UnBSG B 11b AS 45/06 R 25.06.2008 02.10.2008 BRD108.819241UnBSG B 14/11b AS 55/06 R 27.02.2008 23.09.2008 BRD109.819071UnBSG B 11b AS 33/06 R 19.03.2008 23.09.2008 BRD110.798911UnBSG B 11b AS 23/06 R 19.03.2008 23.09.2008 BRD111.793011UnBSG B 14/7b AS 70/06 R 27.02.2008 23.09.2008 BRD112.790011UnBSG B 14/11b AS 15/07 R 27.02.2008 19.08.2008 BRD113.783131UnBSG B 14/7b AS 16/06 R 06.12.2007 12.08.2008 BRD114.803461UnBSG B 14/7b AS 64/06 R 27.02.2008 24.07.2008 BRD115.796351UnBSG B 1 KR 10/07 R 22.04.2008 30.06.2008 BRD116.744121UnBSG B 11b AS 49/06 R 05.09.2007 20.03.2008 BRD117.760871UnBSG B 14/11b AS 7/07 R 31.10.2007 25.02.2008 FSB118.760841UnBSG B 14/7b AS 62/06 R 06.12.2007 25.02.2008 BRD119.760831UnBSG B 14/7b AS 54/06 R 06.12.2007 25.02.2008 BRD120.760821UnBSG B 14/7b AS 22/06 R 06.12.2007 25.02.2008 BRD121.731461UnBSG B 11b AS 15/06 R 05.09.2007 30.11.2007 BRD122.727141UnBSG B 11b AS 5/06 R 16.05.2007 10.10.2007 BRD123.707891UnBSG B 11b AS 39/06 R 16.05.2007 11.09.2007 FSB124.679271UnBSG B 11b AS 3/06 R 23.11.2006 11.09.2007 FSB125.704391UnBSG B 11b AS 29/06 R 16.05.2007 16.08.2007 BRD
126.691311UnBSG B 7b AS 2/06 R 29.03.2007 07.08.2007 BRD127.684181BnBSG B 7b AS 40/06 R 16.05.2007 03.08.2007 BRD128.695201UnBSG B 7b AS 4/06 R 29.03.2007 16.07.2007 BRD129.679251UnBSG B 11b AS 3/05 R 23.11.2006 16.07.2007 BRD130.655381UnBSG B 11b AS 9/06 R 23.11.2006 06.06.2007 BRD131.649311UnBSG B 11b AS 1/06 R 23.11.2006 03.04.2007 BRD132.643331UnBSG B 7b AS 18/06 R 07.11.2006 16.03.2007 BRD133.641441UnBSG B 7b AS 10/06 R 07.11.2006 16.03.2007 BRD134.627911UnBSG B 7b AS 8/06 R 07.11.2006 16.03.2007 BRD135.643341UnBSG B 7b AS 2/05 R 07.11.2006 13.03.2007 BRD136.618191UnBSG B 7a AL 62/05 R 05.09.2006 13.03.2007 BRD


Pippifax? Alleine das Lesen dürfte etwas dauern.... wer das gleich dabei versteht..alle Achtung!
 

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Im Fall der KdU dürfte wohl kein anderer § für soviel "Kopfweh" sorgen wie der 22er im SGB II.


"Kopfweh"? Nun, wenn die Gerichte den § 22 SGB II nicht so auslegen wollen, wie es der Gesetzgeber vorgegeben hat, sondern diese eindeutig formulierte Gesetzesregelung nicht nach Recht sondern nur nach Kassenlage zurechtbiegen wollen, dann mag das "Kopfweh" bedeuten.
Aber gegen diese Art von selbstverschuldetem Kopfweh gibt es ein probates Mittel:
Einfach nach dem Willen des Gesetzgebers urteilen und nicht nach irgendeiner Kassenlage.
Kaum ein anderer § ist klarer und unmissverständlicher gefasst, als eben der § 22 SGB II in seinem 1. Satz = Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.

Wird, aus welchen Gründen auch immer, die Angemessenheit nicht ermittelt, so gilt erster Halbsatz des 1. Satzes zum § 22 SGB II.

In den meisten anderen §§ steht immer nur etwas von "kann" oder "soll", aber dieser § ist glasklar formuliert, und zwar mit "werden übernommen"!
 

hartaber4

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werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind.

Zauberwörter: SOWEIT DIESE ANGEMESSEN SIND


Was angemessen ist, definiert der § eben nicht konkret...deswegen sozialrechtliches "Kopfweh".

Dieser "Standard" dürfte in Zukunft NACH unten definiert werden (meine persönliche Prognose: In zehn Jahren wird man sich alle Finger nach den heutigen Zuständen im SGB II lecken)
 

Ausgestossener

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Zauberwörter: SOWEIT DIESE ANGEMESSEN SIND


Was angemessen ist, definiert der § eben nicht konkret...deswegen sozialrechtliches "Kopfweh".

Wenn Du alle Mitbewohner in Deinem Mietshaus zu einem Bratwurstessen in den Gemeinschaftsgarten einlädst, wie viel Bratwürstchen sind angemessen?
Eine Bratwurst? Zwei Bratwürstchen? Oder doch mindestens so viele Bratwürstchen, wie es Mitbewohner im Haus gibt?
Ich denke, wenn auch nur 1 Mitbewohner keine Bratwurst erhält, dann war Dein Vorrat UNangemessen klein.
Übertragen auf den KdU-Bereich:
Wenn die Kommune nicht weiss, wie viele Wohnungssuchende sich um den betreffenden Wohnraum bemühen und / oder nicht weiss, wie viel Wohnraum diesen Suchenden gegenübersteht, dann ist die Angemessenehit nicht ermittelbar und somit die tatsächlichen Kosten zu übernehmen.
 

hartaber4

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Wenn Du alle Mitbewohner in Deinem Mietshaus zu einem Bratwurstessen in den Gemeinschaftsgarten einlädst, wie viel Bratwürstchen sind angemessen?
Eine Bratwurst? Zwei Bratwürstchen? Oder doch mindestens so viele Bratwürstchen, wie es Mitbewohner im Haus gibt?
Ich denke, wenn auch nur 1 Mitbewohner keine Bratwurst erhält, dann war Dein Vorrat UNangemessen klein.
Übertragen auf den KdU-Bereich:
Wenn die Kommune nicht weiss, wie viele Wohnungssuchende sich um den betreffenden Wohnraum bemühen und / oder nicht weiss, wie viel Wohnraum diesen Suchenden gegenübersteht, dann ist die Angemessenehit nicht ermittelbar und somit die tatsächlichen Kosten zu übernehmen.

In den Anfangsjahren der BRD haben viele in sogenannten "Nissenhütten" gelebt.... kann mich an keine Klage bis zum BVerfG erinnern....

In ähnlicher Form wird das sicher nach ein paar Reförmchen wieder kommen (O-Ton der Sozialleistungsträger wird dann sicher sein: Wem es nicht passt kann ja in aller Würde draussen pennen).

Die dicken Klopper kommen ja noch:

Energiekosten
Nahrungsmittelkosten
Pensionslasten der Babyboomer
Eurorettungsschirmchen und andere Gags
Altersarmut in breiten Schichten
Pflegekostenzunahme
usw.

P.S.
Das Gesetzt spricht jetzt schon von Kosten der UNTERKUNFT.... Wohnung als Mindeststandard steht dort nicht!
 

Ausgestossener

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Naja, zwischen uns steht doch jetzt aber nicht das zur Diskussion, was nach dem II. WK der Fall war, sondern das, was im § 22 SGB II 1. Satz steht.
Du hattest den Einwand, berechtigt und mir aber auch bekannt, gebracht, dass es hierbei auch um die Angemessenheit geht.

Was wäre aus Deiner Sicht "angemessen"?

P.S.: Der Gesetzgeber wird den Oberbegriff "Unterkunft" genutzt haben, um so auch andere Möglichkeiten des Wohnens, z. B. Wohngemeinschaften, möbliertes Wohnen etc. insgesamt erfassen zu können.
 
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