Aufwandsentschädigung.....melden????

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nane

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Hallo @ all!

Ich hoffe, ich bin hier richtig.

Zuerst mal ein Gutes Neues Jahr für alle.

Folgendes : Nach meiner Ausbildung hab ich keine Arbeit gefunden und bin nu Hartz IV.
Allerdings habe ich eine ehrenamtliche Tätigkeit in einer Einrichtung für Behinderte.
Ich werde als Springer auf Abruf eingesetzt, und bekomme eine Aufwandsentschädigung, wird stundenweise abgerechnet.

Muß ich das beim JobCenter angeben?
Wird mir das dann abgezogen?
Weiß jemand wieviel ich behalten darf, oder wird das wie Zuverdienst gerechnet?

Danke schön für Eure Antworten.
 

HajoDF

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Melden: ja!
Anrechnung: nein!
s.a.
Nichtanrechnung von zweckgebundenen Einnahmen, wenn die Höhe dieser Einnahmen die Hälfte der Regelleistung nicht übersteigt. In diesem Fall würde also auch das Einkommen aus den folgenden Bereichen bei der Berechnung der ALG II angerechnet- sonstige ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen
 

Arania

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Stunden beachten

Die ehrenamtliche Tätigkeit steht der Arbeitslosigkeit grundsätzlich zum Beispiel auch dann nicht entgegen, wenn sie 15 Stunden oder mehr wöchentlich umfasst und der pauschalierte Auslagenersatz plus Aufwandsentschädigung den Betrag von 154 Euro monatlich nicht überschreitet. Sie sind verpflichtet, jede mindestens 15-stündige wöchentliche ehrenamtliche Tätigkeit der Agentur für Arbeit anzuzeigen

Caritas Frankfurt (Oder): Freiwilligenzentrum: Ehrenamt und arbeitslos
 

biddy

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Achtung, wenn es eine steuerfreie Tätigkeit nach dem ESTG § 3 Nr. 26 bzw. 26a ist, dann könnte die ARGE es anders sehen, da es dazu "neuere" Dienstanweisungen ab 01.01.2008 gibt:

Fassung vom 1.1.2008


Rz. 11.96: Privilegierung von Einnahmen aus nebenberuflicher Tätig-keit im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich bis zur Höhe des Freibetrages nach § 3 Nr. 26a EStG,

[...]

3.3 Zweckbestimmte Einnahmen und Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege

(1) Zu zweckbestimmten Einnahmen, die einem anderen Zweck als das Arbeitslosengeld II / Sozialgeld dienen, zählen z.B.:
...
• steuerfreie Einnahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit nach § 3 Nr. 26 EStG (z.B. Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer….) bzw. Einnahmen aus nebenberuflicher Tätigkeit im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich bis zur Höhe des Freibetrages nach § 3 Nr. 26a EStG,
...
Quelle



Dazu aber wichtig:

Hartz IV: Keine Übungsleiterpauschale für ALG II Hartz IV 4 | ALG II | Hilfe & News zu Hartz 4

Zitat daraus:
...

Zusammenfassend heißt das also:

Steuerfreie Einnahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich werden nicht auf das ALG II angerechnet, wenn sie pro Monat nicht mehr als 173,50 Euro betragen und im Jahr einen Gesamtbetrag von 500 Euro nicht übersteigen. Das bedeutet einen effektiven maximalen "Zuverdienst" von 41,66 Euro im Monat, von dem der ALG II Empfänger aber auch die mit der Nebentätigkeit anfallenden Unkosten decken muss. Die aktuellen Handlungsanweisungen zum SGB II gibt es hier: www.arbeitsagentur.de > Veröffentlichungen > Weisungen > Arbeitslosengeld II (15.02.2008)
Tja, was nun? 2.100 € im Jahr frei (175 €/Monat) oder auch bei Tätigkeit nach ESTG § 3 Nr. 26 nur 500 € im Jahr frei wie bei Nr. 26a?

EStG - Einzelnorm
 

NSLINUS

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Achtung, wenn es eine steuerfreie Tätigkeit nach dem ESTG § 3 Nr. 26 bzw. 26a ist, dann könnte die ARGE es anders sehen, da es dazu "neuere" Dienstanweisungen ab 01.01.2008 gibt:
.....
Zitat daraus:
Tja, was nun? 2.100 € im Jahr frei (175 €/Monat) oder auch bei Tätigkeit nach ESTG § 3 Nr. 26 nur 500 € im Jahr frei wie bei Nr. 26a?

Hallo,
hier dürfte eine Verwechslung, bzw. auch Vermischung zweier verschiedener Freibeträge zu Grunde liegen!

Es gibt einmal den so genannten Übungsleiterfreibetrag (nach ESTG § 3 Nr. 26 ) in Höhe von derzeit 2.100 € p.a.

Daneben (unter gewissen Umständen auch zusätzlich) gibt es seit 1.1.2007 eine ebenso freie "Ehrenamtspauschale" nach ESTG § 3 Nr. 26 a in Höhe von 500,- € p.a.

Beide unterschiedlichen Pauschalen sind bei ALGII anrechnungsfrei!

Meine Frau erhält als Jugendbetreuer 2.100,- € p.a., ich erhalte als Übungsleiter ebenso 2.100,- € und ich erhalte darüber hinaus in meiner Funktion als Vorstandsmitglied zusätzlich 500,- € p.a. (nach § 3 Nr. 26a!) .... macht zusammen anrechnungsfreie 4.700,- € p.a. ....! :icon_party:

Viele Grüße
Linus
 

biddy

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Hallo,
hier dürfte eine Verwechslung, bzw. auch Vermischung zweier verschiedener Freibeträge zu Grunde liegen!
Nein, liegt nicht, lese meinen Beitrag doch noch mal.

Es geht darum (siehe Links), dass für die Übungsleiterpauschale (Nr. 26) auch nur die 500 € pro Jahr (nach 26a), also 41,67 €/Monat, als Freibetrag herhalten sollen und der Rest voll angerechnet wird.


Beide unterschiedlichen Pauschalen sind bei ALGII anrechnungsfrei!
Ebenfalls: Siehe **********************-Link.

Seit wann verrichtet ihr denn diese Tätigkeiten während Alg-II-Bezugs? Wie gesagt, die Dienstanweisungen (bzw. Verordnung?) ist von 2008.

Ich habe meine Nicht-Anrechnung der Übungsleiterpauschale noch nicht durch, wird im Moment noch voll angerechnet. Widerspruch noch nicht möglich, da noch kein Bewilligungsbescheid seit Tätigkeitsaufnahme.

Wenn ich nur wüsste, was nun zu 100 % stimmt und ob die Voraussetzungen sich in 2008 geändert haben! Kann ja schlecht damit argumentieren, dass es bei anderen auch nicht angerechnet wird ... bzw. 2.100 frei sind und nicht 500, wenn Nr. 26 ... ohne a.
 

NSLINUS

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Nein, liegt nicht, lese meinen Beitrag noch mal genau.

Es geht darum (siehe Links), dass für die Übungsleiterpauschale (Nr. 26) auch nur die 500 € pro Jahr (nach 26a), also 41,67 €/Monat, als Freibetrag herhalten soll und der Rest voll angerechnet wird..

Hallo Biddy,
ich meinte auch nicht eine Verwechslung von Dir, sondern in der bezeichneten Quelle bei "**********************.de"!

In der Dienstanweisung sind beide Pauschalen gesondert aufgeführt, jeweils bis zur Höhe des Freibetrags!

Wir praktizieren das im Grunde schon seit 2005. Da galten allerdings noch andere (geringere) Höchstbeträge beim § 3 Nr. 26 (waren damals ca. 1.800,- p.a.) und den § 3 Nr. 26 a gibt es erst seit 2007 (kam erst im Herbst, rückwirkend zum 1.1.2007)

Viele Grüße
Linus
 

NSLINUS

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Ich habe meine Nicht-Anrechnung der Übungsleiterpauschale noch nicht durch, .....

Wenn Du Übungsleiter bist, dann geht für Dich nur der so genannte ÜL-Freibetrag in Höhe von max. 2.100 € p.a.!

Der andere Freibetrag von 500,- € nach § 3 Nr. 26 a setzt eine ehrenamtliche Tätigkeit (z.B. als Vereinsvorstand) voraus, die nichts mit der ÜL-Tätigkeit zu tun haben darf!


Das gilt auch steuerlich, ganz unabhängig von H4!

Viele Grüße
Linus
 

biddy

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Ich glaube nicht, dass eine Verwechslung bei ********************** vorliegt, die haben doch genau unterschieden.

In den Hinweisen zum SGB II steht:
• steuerfreie Einnahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit nach § 3 Nr. 26 EStG (z.B. Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer….) bzw. Einnahmen aus nebenberuflicher Tätigkeit im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich:




bis zur Höhe des Freibetrages nach § 3 Nr. 26a EStG,
...

Man könnte es auch so verstehen (deshalb hab ich im Zitat den Absatz als Pause bzw. den Doppelpunkt gemacht): Sowohl bei Tätigkeiten nach Nr. 26 als auch bei Nr. 26a gelten bei Alg-II-Bezug die Freibeträge nach 26a, also max. 500 € im Jahr frei.



Ich hoffe, Du hast Recht. :icon_smile:

Ich meld' mich, wenn ich was weiß ... gehört hab' ... von der ARGE. :redface:
 

NSLINUS

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Hallo,

steuerfreie Einnahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit nach § 3 Nr. 26 EStG (z.B. Übungsleiter, Ausbil-der, Erzieher, Betreuer….)

bzw.

Einnahmen aus nebenberuflicher Tätigkeit im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich bis zur Höhe des Freibetrages nach § 3 Nr. 26a EStG,

Das ist eine Aufzählung, die erforderlich wurde, weil (Ende 2007, rückwirkend zum 1.1.2007) der § § 3 Nr. 26a EStG neu im Einkommensteuergesetz eingefügt wurde! Den gab es vorher nicht.

Es sollte wohl deutlich klargestellt werden, dass im Fall des § 3 Nr. 26a eine geringere Freigrenze besteht, als bei Nr. 26 (Übungsleiterfreibetrag).

Beide Pauschalen sind ausdrücklich keine Vergütung für eine erbrachte (Arbeits-)Leistung (deshalb ja auch steuer- und sozialversicherungsfrei), sondern lediglich ein pauschaqler Aufwendungsersatz für Aufwendungen, die jeder im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten nun mal hat, aber oftmals einzeln nicht nachweisen kann (z.B. Telefonkosten für den Verein bei Flat-Rate)! Entsprechend zählen diese Beträge auch nicht als Einkommen, sondern als zweckbestimmte Einnahmen und Zuwendungen!

Wichtig und zu beachten ist dabei, dass zusätzlich zu diesem pauschalen Aufwendungsersatz keinerlei Kosten (z.B. Fahrtkosten, Portoauslagen, Telefonkosten etc.) erstattet werden dürfen, denn all diese Kosten sind schon mit dieser Pauschale abgegolten! Werden sie dennoch erstattet, dann wird die ganze Geschichte sofort und in vollem Umfang zum sozialversicherungspflichtigen Minijob! Das ist dann Arbeitseinkommen!

Denke, da brauchst Du Dir keine Sorgen machen!

Es mag natürlich auch SB geben, die das erst mal so, wie von Dir befürchtet, auslegen wollen, aber das wird letztlich keinen Bestand haben. Denn was wäre dann z.B. mit einem ÜL, der 1000 € Fahrtkosten p.a. nachweisen kann? In dem Augenblick, wo man ihm 500 € ÜL-Pauschale + 500,- € Fahrtkostenerstattung zahlen würde, wird die ganze Sache zum sozialversicherungspflichtigen Minijob! Das geht nicht und würde die gesammte bisherige Rechtssprechung (auch Sozialrecht) auf den Kopf stellen!

Also, am besten Du lässt Dich in Deinem Verein auch noch in den Vorstand wählen und kassierst in diesem Amt zusätzlich nochmal 500,- € :)

Viele Grüße
Linus
 

biddy

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Ich hab auch noch eine "Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Katja Kipping, Klaus Ernst, Karin Binder, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE" zum Thema gefunden. Stand: Sommer 2008. Mir war halt das Jahr wichtig ... dass es nichts Älteres ist.

*klick* https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/095/1609530.pdf


Dann ist ja alles klar. Vielen Dank Linus!



Ehrlich gesagt: Da ich "eigentlich" doch um jeden Euro lechze, der mich aus dem Alg-II-Bezug bringt, ich eben möchte, dass mein Einkommen mein Alg II gegen 0 tendieren lässt, sehe ich das mit der Anrechnung bzw. Nichtanrechnung etwas zweischneisig. Nicht prinzipiell, sondern ICH für MICH. Auf der einen Seite brauche ich dieses zusätzliche Geld und was nicht geht, geht nicht, das mach' ich der argen ARGE sehr, sehr, sehr gern klar ... Auf der anderen Seite ist es herrlich, zu sehen, wie der Auszahlbetrag der AA schrumpft. Wenn nur noch 175 Euro Zahlungsanweisung Alg II übrig wären, würde ich "Übungsleiterpauschale bitte anrechnen, ich bestehe darauf" sagen oder mich "bis auf Weiteres ortsabwesend melden" ... und mich natürlich in den Vorstand wählen lassen, damit ich dann GEZ, Nebenkostennachzahlungen usw. bezahlen kann. :icon_lol:
 

Maddin360

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Moin,


wollte das Thema jetzt nochmal aufgreifen, habe heute meine erste Verdiensabrechnung bekommen, bekomme Hartz IV, nun meine Frage dazu dort steht für den letzten Monat ca. 180 Euro drauf...

Dort steht nun Stunden HA/GFB 90 Euro

Std. § 3, 26 EStG auch 90 Euro...


jetzt meine Frage dazu, werden mir die gesamten 180 angerechnet oder nur 90 Euro als Einnahme von der ARGE???

Wieviel darf ich denn nun im Monat Anrechnungsfrei dazu bekommen??? 154 Euro + 100 Selbstverdienst oder 100 Euro Selbstverdienst + hälfte Regelsatz also 175,50???

Wieviel darf ich denn jetzt im Jahr noch dazu bekommen???


Ich steige da leider irgendwie nicht durch...:icon_eek:


Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen...


MfG
 
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