Aufstockung Berechnung Total verwirrt

Bogo

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Hallo und Guten Tag,
Ich bin ALG 2 Empfängerin und beziehe lt. Jobcenter Leistungen in Höhe von 752,300 Euro. Das ist für mich und meinen 10jährigen Jungen.

Nun möchte ich aus ALG II raus und will einen Halbtagsjob im KH als Pflegerin annehmen. Ich würde da 800 Euro Brutto bekommen. Verliere ich nun den ALG 2 Bezug oder wie wird das alles Berechnet?
 

elo237

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

ALG gibt es weiterhin als Aufstocker
einfach mal einen ALG II Rechner benutzen gibt es über Gockel zu suchen
 

susi0815

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Schwierig... weiß da nicht so genau was bei 800 Brutto an netto raus kommt. Aber ich gehe jetzt mal von 700 Netto aus und versuch mal aufzurechnen....

700 Netto-100 euro frei
600 Netto davon 20 % frei 120 eURO Frei
macht: 480 Netto Einkommen- 30 Euro Versicherungspauschale
450 Euro bereinigtes Einkommen

Regelbedarf: Du 364 Euro
Kind :215/251 Euro (Alter des Kindes wäre wichtig)
Mehrbedarf für alleinerziehende : auch Altersabhängig..sagen wir Kind ist unter 7: 131 Euro
Plus Mietkosten

wäre ein Gesamtbedarf von 746 Euro (gerechntet mit den Höchstsätzen und ohne Miete))
abzüglich Einkommen 450
192 Kindergeld und eventuell Unterhalt: ohne Unterhalt Anspruch auf ca.104 Euro ohne Miete...welche ja dann noch hinzu kommt


Das nur alles grob überschlagen da du ja keine genauen Zahlen angegeben hast. Man bräuchte Miete ,Unterhalt Alter des Kindes
 
G

gast_

Gast
AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Kindergeldzuschlag - prüfen, ob man damit aus ALG II raus kommt...
 

susi0815

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Lach..na huch ja ist ja auch noch früh am morgen ;-)

na war ja eh nur grob überschlagen,Anspruch hat sie auf jeden Fall
 

biddy

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Ich würde mal so von 635 € netto ausgehen.

100 € Grundfreibetrag
plus
20 % des Einkommens von 100-800 brutto, also von 700 € = 140 €
macht 240 € Gesamtfreibetrag, der sich durch Aufwendungen wie z.B. hohe Fahrtkosten u.a. noch erhöhen kann.

635 € netto
- 240 € Mindestgesamtfreibetrag
--------------------
= 395 € höchstens anrechenbar auf Alg II


752,30 € bisheriges Alg II (ohne jegliches Einkommen von Dir selbst, auf welches Du schon die 30 € Einkommensbereinigung erhältst in der Zeile "Einkommensbereinigung"?)
- 395 € anrechenbares Erwerbseinkommen
----------------
= 357,30 € aufstockendes Alg II
 

Bogo

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Danke das ihr euch so rührend um mich kümmert!!
Mein Sohn ist 10 Jahre alt!
Mein Mann ist krebskrank hat Pflegestufe II. Er bekommt eine kleine Rente und ergänzende Gundsicherung in Höhe von 251 Euro

Ich bezahle 750 Euro Miete davon sind 600 Kalt und 150 NK

Lt. Bescheid sieht das nun so aus:
Ich...................328,00
Mein Sohn.......67,00
Anerkannte Kosten für Unterkunft:357,33 * Die Kosten werden werden zu gleichen Teilen auf die Mitglieder der Hausgemeinschaft aufgeteilt.

Der Gesamtbedarf der BG ist: 936,33

Im Einzelnen werden folgende monatliche Leistungen zuerkannt:
- Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Leistungen der Agentur für Arbeit) 395,00 EUR
- Angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung (Leistungen des komunalen Trägers) 357,33 EUR
Gesamtbetrag: 752,33 EUR

Hoffe das diese Zahlen nun weiterhelfen.
Ich werde aus meinen Tätigkeit im KH ca. 700 rausbekommen.

Ich habe noch eine andere Vollzeitoption wo ich ein Angebot bei der Diakonie als Pflegerin für 1890 Euro habe. Dafür müßte ich aber nach München ziehen und da stellt sich das Jobcenter quer. Die wollen mir lediglich einen Vorschuß bezahlen. Die Gesamtkosten des Umzuges betragen an die 5000 Euro (Kaution, Provision, 1. Miete und der Umzug) Die kann ich nie im Leben bezahlen. Weiß jemand wie da die Regeln sind? Ich muss ja ganz offen damit rechnen das mein Mann verstirbt und für meine Zukunft und die meines Sohnes reicht dann ein Halbtagsjob nicht mehr aus.
 

gila

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Das ist wieder typisch... einerseits soll man raus aus Hartz und sich überall und auf alles bewerben - andererseits zahlen die lieber ein halbes Leben für Aufstockung als für Perspektive.

Gerade in so einem - sehr traurigen - Fall wie bei Euch ist das für mich wieder so ein "Frühmorgensaufreger". :icon_kotz2:

Da die aufstockend noch weiter zahlen müssten, hätte sich der Umzug in wenigen Monaten "gerechnet".
Oder sind die jetzt schon so pietätlos und "rechnen" damit, dass, wenn dein Gatte verstirbt, du seine Rente hinzu bekommst und "endlich" aus dem Bezug fällst und sie sich Kosten sparen?

Wo liegt für dich und deinen Sohn die wirkliche Zukunftsperspektive.
Rechne dir das durch - auch die derzeitigen Ortsqualitäten und Aussichten in Bezug setzen - und dann würde ich für mein Ziel auch energisch eintreten!

Alles Gute!
 

Bogo

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Das ist wieder typisch... einerseits soll man raus aus Hartz und sich überall und auf alles bewerben - andererseits zahlen die lieber ein halbes Leben für Aufstockung als für Perspektive.

Da die aufstockend noch weiter zahlen müssten, hätte sich der Umzug in wenigen Monaten "gerechnet".
Oder sind die jetzt schon so pietätlos und "rechnen" damit, dass, wenn dein Gatte verstirbt, du seine Rente hinzu bekommst und "endlich" aus dem Bezug fällst und sie sich Kosten sparen?

Wo liegt für dich und deinen Sohn die wirkliche Zukunftsperspektive.
Rechne dir das durch - auch die derzeitigen Ortsqualitäten und Aussichten in Bezug setzen - und dann würde ich für mein Ziel auch energisch eintreten!

Alles Gute!

Danke Gila! Das tut Gut wenn man etwas Verständnis bekommt. Leider ist es wirklich so das der SB mir vorrechnet was passiert wenn mein Mann stirbt. Bekomme ja dann Witwenrente und Waisengeld. Es ist einfach eckelhaft diesen SB auch nur zu sehen.

Ich habe bestimmt an die 60 Bewerbungen geschrieben in den letzten 2-Monaten und da ich in einem Kuhdorf wohne ist es halt extrem schwer einen Job hier vor Ort zu finden. Letztlich habe ich aber die Halbtagesstelle gefunden da wird zwar auch nur Mindestlohn (8,55 die Stunde) bezahlt aber ich hoffe halt das daraus irgendwann eine Vollzeitstelle wird.

Was ich einfach nicht verstehen kann ist: Ich habe beim Amt gebettelt das die mir die Ausbildung zur Altenpflegerin bezahlten. Ich habe neben der Pflege meines Mannes auch noch meinen Sohn versorgt und die Ausbildung über ein Jahr lang fertiggemacht.
Nun bin ich fertig, habe mich auf Jobsuche gemacht und nun sagt das Jobcenter: Umzug zahlen wir nur zum Teil und das trotz einer Zusage der Diakonie in München Westpark die mich als Vollzeitkraft einstellen würden und ich endlich RAUS aus ALG 2 wäre.
 

elo237

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

D

Nun bin ich fertig, habe mich auf Jobsuche gemacht und nun sagt das Jobcenter: Umzug zahlen wir nur zum Teil und das trotz einer Zusage der Diakonie in München Westpark die mich als Vollzeitkraft einstellen würden und ich endlich RAUS aus ALG 2 wäre.
Dumme Rechnung von denen, hoffe jemand kann da noch Rat geben
 

gila

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Hol dir doch mal einen Beratungsschein für eine Beratung bei einem Anwalt für Sozialrecht und lass dich da mal beraten.

Es kommt nicht darauf an, was der Herr Sachbearbeiter schwätzt, um der Gemeinde Kohle zu sparen ... (dazu ist er angehalten!), sondern was dir zusteht und was du willst und sinnvoll ist!

Der "Nachteil" ist, dass jetzt dieser Halbtagsjob besteht. Daran hängt sich der SB auf und "begründet". Andererseits schreibt er dir ja damit auch dein weiteres Leben vor. Das kann es auch nicht sein!

Der neue Job hat sicher auch eine Probezeit? Die könnte für dich ja auch negativ ausgehen. Dann ist das Angebot in München futsch!

Du musst für dich entscheiden, ob du grundsätzlich eine Perspektive im Wegzug siehst.
Hast du einen konkreten Antrag gestellt? Sicher nicht, sondern nur nachgefragt und diskutiert. DAS ist NIE hilfreich.

Antrag stellen und der SB muss ihn begründen. Diese Gründe muss er sich schriftlich besser überlegen als mündlich!
Mündlich können die einen immer verunsichern - schriftlich sind die Gründe angreifbar. Hier ist auch ein "Ermessensspielraum" vorgegeben. Der kann auch gegen NULL sein. Heißt: mündlich kann man dir mehr "Macht" vorspielen, als der Gesetzgeber für manche Situationen zugelassen hat.

Schau mal folgendes Urteil als Beispiel: S 48 AS 19/06 ER Übernahme der angemessenen Kosten für den Umzug - Erwerbslosenhilfe online


Hier einen der unteren Absätze:

Auch hat die Antragstellerin nach § 22 Abs. 3 Satz 2 SGB II sogar einen Anspruch auf Erteilung der Zusicherung. Diese soll nach jener Bestimmung erteilt werden, "wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist."
Hierbei handelt es sich um eine Ermessensreduzierung auch in Fällen, in denen ein Umzug "aus anderen Gründen notwendig" geworden ist (vlg. Eicher/Spellbrink a. a. O. § 22 Rd.-Nr. 88). Diese Regelung geht auf die "ratio" des SGB II zurück. Dem SGB II - Gesetzgeber ging es nämlich mit der Grundsicherung für Arbeitsuchende neben der Existenzsicherung vor allem auch darum, auf eine baldige (Re)Integration der Leistungsempfänger in den Arbeitsmarkt hinzuwirken. Deshalb kommt eine aus sonstigen Gründen erforderliche Zustimmung vor allem dann in Betracht, wenn u. a. Umzugskosten im Zusammenhang mit dem Arbeitserwerb stehen (vgl. Eicher/Spellbrink a. a. O. § 22 Rd.-Nr. 91). Genau dies trifft im Falle der Antragstellerin zu. Denn das Erfordernis des Umzuges von B. nach N. beruht auf ihrer Arbeitsaufnahme bei der Z. AG in Y ... Die Erfüllung der vorgenannten Anspruchsvoraussetzungen durch die Antragstellerin ist daher für das Gericht so evident, dass es weitere Ausführungen hierzu für entbehrlich hält. Dagegen ist in Anbetracht des Bescheides vom 10. November 2005 in Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 15. Dezember 2005 nicht einmal erkennbar, inwieweit die Antragsgegnerin ihrer Entscheidung überhaupt die Bestimmungen des SGB II zugrunde gelegt hat. Gleiches gilt für das Erkennen der maßgeblichen Aspekte des Sachverhaltes. In Anbetracht der Umstände des vorliegenden Falles liegt nämlich geradezu auf der Hand, dass die beantragte gerichtliche Entscheidung eilbedürftig ist. Insoweit hat die Antragstellerin glaubhaft gemacht, dass sie die Kosten des Umzuges von B. nach N. nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann.

Der zitierte § sagt:
(3) Wohnungsbeschaffungskosten sowie Mietkautionen und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den kommunalen Träger übernommen werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann.

----------------------------
KANN und SOLL - da reden sich die JCs gern raus. Aber: Hierbei wurde bereits schon häufig von den Gerichten (auch aufgrund von Freizügigkeiten, die einem das Grundrecht zusichert) ganz anders entschieden.

Aber DU musst entscheiden - denn gegen den SB wird es sicher erstmal ein Kampf.

Wenn dir das WERT ist und sinnvoller erscheint, als im "Kaff" zu hängen (wenn der Job nix wird, bist du wieder bei NULL! Und jünger wird man dabei auch nicht!), würde ich mit dem Kopp durch die Wand. Notfalls erstreiten mit einer Eilentscheidung.

Die Stelle in München wird sicher nicht Jahre warten - wie interessiert wären die? Wann wäre ein Umzug bei deiner jetzigen Situation mit deinem Gatten überhaupt machbar?
 

gila

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

Im übrigen würde ich mir VERBITTEN, dass er so eine pietätlose Zukunftsberechnung deiner Situation zugunsten des Spartopfes der Gemeinde macht!
 

susi0815

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Zum :icon_kotz: das ganze... einerseids behandeln die uns wie den letzten Dreck weil wir ja angeblich zu faul zum arbeiten sind und andererseids holen die alles hervor um zu verhindern das jemand arbeiten geht und von diesem Hartz4 mist wegkommt...logisch,die brauchen uns ja auch: Ohne Hartz4 haben die nämlich keinen Job...wenn ich mal bedenke das da teilweise irgendwelche ehemaligen Callcenteragenten der Telekom sitzen wird mir speiübel....die haben eine Woche Schulung gemacht nachdem die telekom als staatlich aufgelöst wurde und die ja irgendwo untergebracht werden mussten...jetzt denken die dass sie was besseres wären...

Ja ich würde damit an die Öffentlichkeit gehen das SB´s der Arge die Einnahmen bei Tod eines kranken Familienmitglieds vorrechnen..... unfassbar sowas.
Rechne dem doch mal deine Einnahmen vor wenn der da rausfliegt und du stattdessen auf seinem Platz sitzt :biggrin: da kannst ihm auch gleich seine vorrechnen:biggrin::biggrin:
 

gila

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AW: Austockung Berechnung Total verwirrt

*hihi* coole Rechnung.

Ja - hab auch eine "Ex-Telekom-Dame" - aber eine sehr nette...
*3-Kreuze-mach*
 
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