aufstockung, antrag nachberechnung - wie?

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doppelhexe

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hallo,

wir stocken auf und anfang sept.2016 wurde ein vorläufiger bescheid bis aug. 2017 erstellt.

nun stehen uns (nach meiner berechnung) noch ca. 50 - 70€ pro monat zu und ich wollte das nachberechnet haben, man muss ja da auch iwie ne jahresfrist beachten...

antwort, stellen sie nen schriftlichen antrag... nichts weiter...

dazu würde ich gerne mal wissen, wie genau das heisst, was ich da beantragen will/soll/muss ... und wie man das am besten schreibt.

vielen dank für eure hilfe

LG
 

Hartzeola

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dazu würde ich gerne mal wissen, wie genau das heisst, was ich da beantragen will/soll/muss ... und wie man das am besten schreibt.

"Um ein Widerspruchsverfahren zu vermeiden, bitte ich (Sie) um eine Korrektur des vorbezeichneten Bescheides (in Betreffszelle nennen), da mein/unser ALG II zu niedrig berechnet wurde."
 

doppelhexe

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hallo hartzerola,

erstmal danke für deine antwort.

tut mir leid, hab wohl vergessen zu erwähnen, das es darum geht, das der lohn immer unterschiedlich ist und somit eine monatliche nachberechnung erfolgen müsste...

dafür gibts dann diese vereinfachung, das man zwar die lohnzettel monatlich abgibt, die nachberechnungen aber in größeren abständen erfolgen können. man muss nur die jahresfrist einhalten, da sonst automatisch aus dem vorläufigen ein "fester"??? bescheid wird und das geld flöten ginge.... so wurde uns das damals erklärt.

da wir auch keine monatl. abrechnung wollten (das kuddlmuddl will ich nicht unbedingt noch mal) war das für uns auch okay... zumal wir durch den job ja mehr haben als nur ALG2 und uns dieser betrag nicht sofort fehlt...

also es geht nicht um nen evtl widerspruch. es geht um die rückwirkende berechnung. ich weiss nur nicht, wie das heisst...
 

Hartzeola

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Das Schreiben besagt lediglich, dass Du um eine etwas genauere Anpassung an die tatsächliche Höhe Deiner Bezüge bittest, mehr nicht. Nachberechnungen bleiben vorerst außer Acht. Wenn diese jede 6 Monate erfolgen sollen wird es um deutlich kleinere Beträge gehen.
 

doppelhexe

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von selbst sollen diese nachberechnungen durch das jobcenter aber nicht erfolgen. das geht eben nur auf antrag. wahrscheinlich hoffen die, das es leute gibt, die das vergessen und dann eben auf entgangene kohle verzichten müssen.

wie gesagt, mir gehts jetzt nicht um eine anpassung sondern um die endberechnung für sept.2016 bis februar2017...
 

Hartzeola

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Okay, sorry, habe das Datum versehen.

Dann schreib einfach

"Ich bitte um nachträgliche Berechnung der mir zustehenden Leistungen für den Zeitraum von-bis.

Das ist im Prinzip kein Antrag, sondern berechtigte und selbstverständliche Folge eines vorläufigen Bescheides, eine Erinnerung. Der Betreff könnte etwa "Ihr Bescheid vom..." lauten.
 

Helga40

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Du musst einen Antrag auf endgültige Festsetzung stellen. Außerdem musst du beantragen, dass man nicht mit einem Durchschnittseinkommen, sondern mit dem tatsächlichen monatlichen Einkommen rechnen soll, wenn du das so willst. Ansonsten wird nämlich mit einem Durchschnittseinkommen gerechnet.

Schaust du in § 41a SGB II, da steht alles drin... Allerdings erfolgt die abschließende Feststellung erst nach Abschluss des Bewilligungsabschnitts, dein Antrag wäre noch zu früh. Wobei eigentlich bei vorläufiger Bewilligung nur für 6 Monate zu bewilligen gewesen wäre und nicht ein Jahr:

(3) Über den Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ist in der Regel für ein Jahr zu entscheiden (Bewilligungszeitraum). Der Bewilligungszeitraum soll insbesondere in den Fällen regelmäßig auf sechs Monate verkürzt werden, in denen


1. über den Leistungsanspruch vorläufig entschieden wird (§ 41a)

SGB 2 - Einzelnorm
 

Helga40

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"Um ein Widerspruchsverfahren zu vermeiden, bitte ich (Sie) um eine Korrektur des vorbezeichneten Bescheides (in Betreffszelle nennen), da mein/unser ALG II zu niedrig berechnet wurde."

Ein Widerspruchsverfahren gegen einen Bescheid von August oder September 2016, der inzwischen bestandskräftig ist? Der Widerspruch wäre unzulässig.
 

doppelhexe

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.....

Schaust du in § 41a SGB II, da steht alles drin... Allerdings erfolgt die abschließende Feststellung erst nach Abschluss des Bewilligungsabschnitts, dein Antrag wäre noch zu früh. Wobei eigentlich bei vorläufiger Bewilligung nur für 6 Monate zu bewilligen gewesen wäre und nicht ein Jahr:



SGB 2 - Einzelnorm

der bewilligungsabschnitt ist mit september 2016 bis august 2017 ein jahr... wenn ich den abwarte, dann ist die jahresfrist um und ich kann die kohle vergessen...

seh ich nicht ein. ich stell jetzt den antrag und wenn die mir dann auch sagen, das des zu früh ist dann geh ich in widerspruch. kann ja wohl nich sein, sowas... :icon_motz:
 

Helga40

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Du hast dir den 41a nicht durchgelesen, stimmts? Die Jahresfrist beginnt doch erst NACH Ende des Bewilligungsabschnitts, also dann ab September 2017:

(5) Ergeht innerhalb eines Jahres nach Ablauf des Bewilligungszeitraums keine abschließende Entscheidung nach Absatz 3, gelten die vorläufig bewilligten Leistungen als abschließend festgesetzt. Dies gilt nicht, wenn

1. die leistungsberechtigte Person innerhalb der Frist nach Satz 1 eine abschließende Entscheidung beantragt oder

2. der Leistungsanspruch aus einem anderen als dem nach Absatz 2 Satz 1 anzugebenden Grund nicht oder nur in geringerer Höhe als die vorläufigen Leistungen besteht und der Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende über den Leistungsanspruch innerhalb eines Jahres seit Kenntnis von diesen Tatsachen, spätestens aber nach Ablauf von zehn Jahren nach der Bekanntgabe der vorläufigen Entscheidung, abschließend entscheidet.
 

doppelhexe

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habe grade nochmal die bescheide durchgesehen... (musste so behördenkram aus ges. gründen im dez/jan. meinem mann überlassen, deswegen jetzt erst gesehen)

der bescheid ab sept. 2016 (bis aug 2017) wurde zum januar 2017 aufgehoben und neu gemacht bis aug. 2017 ... (da gabs die verlängerung des AV bis märz 2017) ...

hätte da nicht sachon automatisch die end-abrechnung sept. bis dez. 2016 erfolgen müssen? hab ich da jetzt evtl. schon ne frist verpasst? oder kann ich wenigstens diese abrechnung jetzt schon verlangen?

im sept. damals sagte die leistungs-SB wir brauchen ihr nur zu sagen (nichtmal schriftlich) wenn wir iwann dann ne abrechnung haben wollen, jetzt plötzlich muss es schriftlich sein...

ja, ich weiss, ich bin schon lange hier und weiss, wie es zu laufen hat. aber bisher hatten wir diesbezüglich nie probleme, es lief IMMER alles durch ganz normal konversation.
 

Helga40

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Jeder Änderungsbescheid der ursprünglich vorläufigen Bewilligung ist und bleibt vorläufig. Hat das BSG 2015 oder 16 entschieden, müsste ich jetzt gucken. Ausschlaggebend ist tatsächlich nur das Ende des Bewilligungsabschnittes und die dann folgende endgültige Festsetzung.
 

sunnytn

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Ist bei uns fast ebenso. Ab 08/16 lief unser Bewilligungsbescheid bis einschließlich 01/17.
Da ich immer ein festes Gehalt bekomme, war folglich der Aufstockungsbetrag immer gleich.
Nun hat meine Partnerin seid 10/16 ebenfalls Arbeit, jedoch immer unterschiedlichen Lohn.
Demzufolge wurde natürlich 09/16 der Aufstockungsbetrag eingestellt.
Auf Nachfrage wie es nun immer berechnet wird, erklärte uns die Mitarbeiterin folgendes:

Soweit meine Partnerin ihren ersten Lohnzettel bekommt, sollen wir diesen umgehend einreichen und dann wird auf dieser Grundlage ein "vorläufiger" Bescheid erstellt. Dieser dort errechnete Aufstockungsbetrag wurde dann folglich gezahlt.

Da im Folgemonat jedoch ein anderen Lohn bei ihr als Grundlage hätte genommen werden müssen, passte folglich der gezahlte Aufstockungsbetrag nicht.

Dies sei laut Bearbeiterin jedoch kein Problem, da es sich ja immer noch um einen "vorläufigen" Bescheid handelt.

Das heißt also, das erst einmal Betrag "X" gezahlt wird und erst nach dem Bewilligungszeitraum wird dann eine endgültige Berechnung stattfinden, wenn alle dafür nötigen Lohnzettel eingegangen sind.
Sollte in dem Bewilligungszeitraum der ausgezahlte Aufstockungsbetrag zu niedrig sein, wird der fällige Betrag vom JC nachgezahlt. Sollte man hingegen zu viel bekommen haben, ist eine Rückzahlung fällig.
Demzufolge warten wir nun auf unseren endgültige Feststetzung von 08/16-01/17.
(da der Lohnzettel für Januar leider erst sehr spät kam)
Daher wird unser Folgeantrag auch wieder nur auf 6 Monate "vorläufig" bewilligt.

Demzufolge war bei uns kein Antrag auf Prüfung bzw. Festsetzung oder dergleichen nötig, da sich dies durch die Mitwirkungspflicht bzw. Abgabe der geänderten Lohnzettel selbst ergeben hat.

Mfg
 
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