Aufstockung ALG1: in welcher Höhe?

noemi

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Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin ganz neu hier angemeldet und hoffe, ich poste diesen Thread im korrekten Bereich. Falls es dieses Thema schon geben sollte, bitte ich um Entschuldigung und evtl. um den entsprechenden Link.

Und zwar geht es um Folgendes:

Im April (8.4.) habe ich mündlich einen Antrag auf Aufstockung mit ALG 2 gestellt. Momentan bekomme ich 200 Euro Arbeitslosengeld und das ist - verständlicherweise - selbst für mich zu niedrig. Ich habe zwar das Glück, keine Miete und keinen Strom zahlen zu müssen (die Hauseigentümerin ist meine Oma), trotzdem habe auch ich natürlich monatliche Fixkosten (Internet, Handy, Bahnticket) und natürlich auch Dinge wie zum Beispiel Lebensmittel etc.

Vom Jobcenter bekam ich die Auskunft, ich hätte Anspruch auf Aufstockung und würde dementsprechend - also zusammen mit ALG 1 - den ganz normalen Regelsatz für Alleinstehende bekommen.

Nun habe ich ein wenig im Forum gestöbert und festgestellt, dass oft falsche Auskünfte von Seiten der Sachbearbeiter erteilt werden.

Daher meine Frage: ist die Summe korrekt, also hätte ich insgesamt 424 Euro zur Verfügung?

Da es im Vorfeld etwas gedauert hat bis ich alle Unterlagen zusammen hatte, konnte ich den Antrag erst am 22.5. einreichen. Wie gesagt, mündlich habe ich Hartz 4 aber schon im April beantragt ... das hieße ja, Anspruch auf Leistung habe ich dementsprechend rückwirkend ab April, oder?

Noch habe ich Geld auf dem Konto, aber natürlich wird es auch für mich irgendwann eng :(

Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und bedanke mich im Voraus.

Euch allen einen schönen Abend :)

Lg
noemi

Nachtrag:

meine Großmutter hat schriftlich bestätigt, dass keinerlei Kosten entstehen, ich also mietfrei wohne und auch keine Nebenkosten zu zahlen habe. Eine Kopie des Mietvertrages, den ich trotzdem damals von ihr bekommen habe um es offiziell zu machen, wollte das JC natürlich trotzdem. Laut Sachbearbeiterin reichte dies aus
 

dagobert1

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Vom Jobcenter bekam ich die Auskunft, ich hätte Anspruch auf Aufstockung und würde dementsprechend - also zusammen mit ALG 1 - den ganz normalen Regelsatz für Alleinstehende bekommen.
[...]
Daher meine Frage: ist die Summe korrekt, also hätte ich insgesamt 424 Euro zur Verfügung?
Ja, das ist korrekt.

Da es im Vorfeld etwas gedauert hat bis ich alle Unterlagen zusammen hatte, konnte ich den Antrag erst am 22.5. einreichen. Wie gesagt, mündlich habe ich Hartz 4 aber schon im April beantragt ... das hieße ja, Anspruch auf Leistung habe ich dementsprechend rückwirkend ab April, oder?
Wenn die Antragstellung im April so auch in der Akte vermekt ist (oder von dir irgendwie belegt werden kann), ja.
 

HermineL

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Auch wenn du keine Kosten für Miete hast wie du schreibst könntest du aber trotzdem welche beim JC geltend machen und deine Omi entlasten.
 

noemi

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Erstmal danke für die Antwort. Das beruhigt mich schonmal sehr. Ich hoffe nur, die Bearbeitung des Antrags ist bald abgeschlossen und das Geld überwiesen :rolleyes:

Die mündliche Antragstellung im April ist zwar vermerkt; als ich aber am 29.5. dort anrief um nachzufragen, wie es mit der Bearbeitung aktuell aussieht und ob überhaupt schon etwas passiert ist, war die Dame, mit der ich sprach (nicht meine SB) etwas erstaunt, dass ich nicht erst ab Mai Anspruch habe

Und zum Thema Mietkosten geltend machen: würde das JC da mitspielen? Da ich diese Kosten ja bisher nicht hatte :(

Nicht aus böser Absicht, sondern weil es finanziell nicht ging :cry:
 

HermineL

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Und zum Thema Mietkosten geltend machen: würde das JC da mitspielen? Da ich diese Kosten ja bisher nicht hatte
Warte mal ab hierzu werden sich noch anderen melden. In der Zwischenzeit kannst du dich ja schon einmal mit den Themen Untermiete oder Kostenteilungsvereinbarung vertraut machen.
 

noemi

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Das werde ich tun. Vielen Dank :giggle:
 

Nena

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Alle Menschen - auch Deine Oma - haben das Recht, bisher regelmäßige Geschenke, zu denen keine Verpflichtung besteht, einzustellen.
Will sagen: Mit welchem Recht könnte jemand (hier das JC) fordern, Deine Oma soll Dir weiter vieles zahlen?

Dass sie Dir Strom bezahlt, solltet Ihr ab sofort ändern. Den musst Du aus dem Regelsatz bezahlen. Und wenn Du - auch noch bestätigt - Geld genau dafür von Dritten bekommst, brauchst Du es nicht mehr vom JC.

Ich (ganz persönlich) finde nicht, dass Deine Oma von Dir Miete verlange muss/sollte, nur weil "das geht". Aber ich finde es völlig legitim, wen sie Dich nicht weiter (finanziell) unterstützt, wenn andere es auch tun. Zumindest die Kosten, die ihr duch Dein Wohnen entstehen, könntet Ihr (z.B. in einer Kostenbeteiligungsvereinbarung) als Zahlungsverbindlichkeit festhalten (und in der Anlage KDU). Problem gelöst

Ich finde (alles ganz subjektiv!) es auch völlig normal und in Ordnung, wenn sie Dich mal zum Essen einlädt oder Dir mal Klamotten kauft oder Dich mit ins Kino oder in den Zoo nimmt. Geld, das sie Dir schenkt, ist meldepflichtig, auch Bargeld.
 
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