Aufstocker und Auszahlung der gekündigten Unfallversicherung (1 Betrachter)

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darak

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Hilfsempfänger hat eine Unfallversicherung, die er beim Hauptantrag angegeben hat. Es handelt sich um eine risiko-unfallversicherung ohne Rückkaufswert.

Hilfsempfänger kündigt diese Unfallversicherung.

Versicherung ist gekündigt aber nun hat ihn die Versicherung Geld mit der Begründung UV-Gewinn-Auszahlung überwiesen.Das Geld kam gestern ( also Juni ) aufs Konto

wie genau wird das nun beim Amt berechnet?

Bruttoohn von Mai + UV Gewinn und davon werden die Freibeträge genohmen? wenn ja wie genau läuft es bei diesen 10% ab ?
also die ersten 100 euro , dann 20% und ab wann weitere 10% ???

und wie genau läuft es mit der Rückzahlung ab? da eine überzahlung von ALG2 stattfand, verrechnet Amt dies mit dem August Alg2 und somit keine Leistung im August oder kann Hilfsempfänger das Geld selber zurück zahlen?
 

Doppeloma

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Hallo darak,

Hilfsempfänger hat eine Unfallversicherung, die er beim Hauptantrag angegeben hat. Es handelt sich um eine risiko-unfallversicherung ohne Rückkaufswert.
Hilfsempfänger kündigt diese Unfallversicherung.
Wenn diese Versicherung beim JC bekannt war und es gar keinen "Rückkaufwert" gibt (was üblich ist bei einer Unfallversicherung), wie kann es dann sein, dass er trotzdem Geld daraus bekommen hat ???

Versicherung ist gekündigt aber nun hat ihn die Versicherung Geld mit der Begründung UV-Gewinn-Auszahlung überwiesen.Das Geld kam gestern ( also Juni ) aufs Konto
Was bitte soll "UV-Gewinn" sein, geht es bitte etwas genauer ... wir sind hier alle keine Versicherungsexperten, darum gab es wohl auch noch keine Antworten.
wie genau wird das nun beim Amt berechnet?
Die Beiträge hat er ja vermutlich aus seinem Regelsatz gezahlt, wie hoch ca. ist denn der überwiesenen Betrag ???

Bruttoohn von Mai + UV Gewinn und davon werden die Freibeträge genohmen? wenn ja wie genau läuft es bei diesen 10% ab ?
also die ersten 100 euro , dann 20% und ab wann weitere 10% ???
Absetzbeträge gibt es nur auf Erwerbseinkommen und dann auf das Netto und nicht auf den Bruttolohn ... diese Zahlung ist aber kein Erwerbseinkommen sondern "sonstiges einmaliges Einkommen", dafür gibt es keine Absetzbeträge.

Das bedeutet der gesamte Betrag (von der Versicherung) wird (vermutlich) angerechnet auf den ALGII-Anspruch ...

und wie genau läuft es mit der Rückzahlung ab? da eine überzahlung von ALG2 stattfand, verrechnet Amt dies mit dem August Alg2 und somit keine Leistung im August oder kann Hilfsempfänger das Geld selber zurück zahlen?
Das kommt auf den Betrag an, üblicherweise sollen einmalige Einnahmen auf (bis zu) 6 Monate aufgeteilt werden, dazu gibt es dann einen Bescheid und der jeweilige Anteil wird dann gleich einbehalten, man hat ja die einmalige Zahlung als Ausgleich dafür.

Damit soll vermieden werden, dass keine Leistung gezahlt wird obwohl das keine Einnahmen auf Dauer sein werden.

Für mehr fehlt der Betrag, der konkrete Grund (wenn es z.B. Beitragserstattungen wären wird das gar nicht angerechnet) und die ungefähre Höhe der Leistungen die zum Erwerbseinkommen vom JC gezahlt werden.

MfG Doppeloma
 

Hartzeola

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bla47

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Was soll man denn mit einer Unfallversicherung, die z.B. 1000 € im Monat auszahlt ? Sozialhilfe + Wohnung + Krankenkasse + Vergünstigungen ( GEZ/Mobilpass usw. ) ist auch ca. 1000 € wert und DAS gibt es dann natürlich nicht mehr.
Warum für etwas zahlen, wenn es auch für 0 € Monatsbeitrag geht. :icon_evil:
Für Auszahlung von privaten Unfallversicherungen deutlich über SGB XII-Niveau sind die Beiträge so hoch, das schon im gesunden Zustand die Lebenspualität sehr deutlich eingeschränkt ist. Oft drücken sich private Versicherungen vor Zahlungen. So tauscht man nur die unbezahlte Angst vor Unfällen gegen bezahlte Angst vor Zahlungsverweigerung. :icon_hihi: Ob da die bezahlte Angstreduzierung einer Rechtsschutzversicherung hilft ? Den Beratungsschein vom Amtsgericht gibt es ja so nicht mehr. Insgesamt wird es teuer, der Nutzen bleibt sehr zweifelhaft.
 

Hartzeola

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Warum für etwas zahlen, wenn es auch für 0 € Monatsbeitrag geht. :icon_evil:
Warum fürs Handy zahlen, wenn man auch aus dem Festnetz telefonieren kann?
:icon_cool:
.
Der Versicherungsvertrag existiert bereits, wo warst Du denn früher?
 

darak

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8.3 Sozialgericht Düsseldorf S 7 (44) AS 195/06 09.01.2009, Urteil

Überschussbeteiligung aus einer Kapitallebensversicherung zählt zum Vermögen im Sinne von § 12 Absatz 1 SGB II .

Bei der Abgrenzung von Einkommen und Vermögen ist Einkommen nach der modifizierten Zusflusstheorie alles das, was jemand in der Bedarfszeit wertmäßig dazu erhält und Vermögen das, was jemand in der Bedarfszeit bereits hat ( BSG, Urteil vom 30.7.2008, B 14/7b AS 12/07 R).

Nach diesem Maßstab ist die am 01.09.2006 ausgezahlte Überschussbeteiligung in Höhe von 9.492,10 Euro als Vermögen anzusehen. Denn der Kläger hatte bereits vor Beginn des Bedarfzeitraums zum 01.09.2006 einen Anspruch auf die Überschussbeteiligung erworben.

Darüber hinaus ist die Berücksichtigung der Überschussbeteiligung als Einkommen dem Gericht aus der Rechtsprechung nicht bekannt. Das Bundessozialgericht wertet Garantiekapital und Überschussbeteiligung einheitlich als Vermögen (BSG vom 15.04.2008, B 14/7b AS 52/06 R).



kann jemand was dazu was sagen? es handelt sich zwar in diesem urteil um ne Lebensversicherung, aber im Tenor geht es doch um die Überschussbeteiligung.

ach ja aufstocker bekommt seit November 2014 alg2 und UV bestand seit ende der '90
 
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