Aufstocker und Abzugspauschale (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Powerle

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Hallo,
ich arbeite sozialversicherungspflichtig (Teilzeit) verdiene ca. 390 Euro (verschieden) und lebe in einer Bedarfsgemeinschaft. Mein Lohn wird angerechnet.
Die Arge zieht mir einen Pauschalbetrag vom der gezahlten Hilfe ab.
Früher bei einer anderen Sachbearbeiterin, wurde nach dem monatlichen einreichen meiner Einkommensbescheinigung & Gehaltsabrechnung der zuviel abgezogene Betrag monatlich zurückgezahlt.
Dies wurde nun mehrere Monate nicht gemacht obwohl ich weniger Verdiente und ich Rückzahlungen zu erwarten hätte.
Nach einer schriftlichen Nachfrage, dass ich seit Monaten keine Rückzahlungen mehr erhalten habe wurde mir gesagt, dass
dies nun nur noch alle 6 Monate gemacht würde.
Man sammele meine Einkommensbescheinigungen und bei neueinreichung des Antrags würde mir das zuviel einbehaltene Geld dann zurückgezahlt.
Kann das angehn? Meine finanzielle Situation lässt es nicht zu ein halbes Jahr auf Geld zu warten das mir definitiv zusteht zumal ich meine Fahrtkosten zur Arbeitsstätte usw. davon bestreiten muss.
Was kann ich tun?
 

vagabund

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Diese Vorgehensweise ist durch die ALG II-Verordnung (Anrechnung von Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, welches in BWZ in monatlich unterschiedlicher Höhe zufließt) rechtlich abgedeckt.
 

Hartzeola

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Kann das angehn? Meine finanzielle Situation lässt es nicht zu ein halbes Jahr auf Geld zu warten das mir definitiv zusteht zumal ich meine Fahrtkosten zur Arbeitsstätte usw. davon bestreiten muss.
Was kann ich tun?
Steht auf deinem Bescheid, dass er vorläufig ist und ein endgültiger erlassen wird, wenn Du diesen beantragst?

ich arbeite sozialversicherungspflichtig (Teilzeit) verdiene ca. 390 Euro (verschieden) und lebe in einer Bedarfsgemeinschaft.
Heisst das, Du bekommst etwa 500€ brutto und 390€ netto?

U.U. kann Dir Einiges an Fahrtkosten zustehen.
 

Powerle

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mein Bruttolohn ist unterschiedlich. Der höchste war 475 Euro.
Bislang muss ich die Fahrtkosten (Monatskarte i.h.v 48 Euro) alleine tragen.

Ja, auf dem Bescheid stand vorläufig.
 
E

ExitUser

Gast
@vagabund = Diese Vorgehensweise ist durch die ALG II-Verordnung (Anrechnung von Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, welches in BWZ in monatlich unterschiedlicher Höhe zufließt) rechtlich abgedeckt.
Jeder Tip sich bei verbrennungen mit kaltem Wasser zu kühlen wäre hier sicherlich hilfreicher !

So eine nichtssagende Antwort / Auskunft hätte ich nun wahrlich nicht von einem Teammitglied aus dem Forum erwartet . :icon_neutral:
 
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vagabund

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Jeder Tip sich bei verbrennungen mit kaltem Wasser zu kühlen wäre hier sicherlich hilfreicher !

So eine nichtssagende Antwort / Auskunft hätte ich nun wahrlich nicht von einem Teammitglied aus dem Forum erwartet . :icon_neutral:
Was hast Du erwartet?

Ich kann es auch anders formulieren: Die Vorgehensweise entspricht der gesetzlichen Regelung und es gibt keine Möglichkeit, erfolgreich dagegen vorzugehen.

Nun ja,man müsste wissen was Er arbeitet?
Ich kann Dir versichern, dass ich fundierte Kenntnisse im SGB II habe und kein Mitarbeiter eines Jobcenters bin, falls die Frage darauf abzielt.

Ist bei laufenden Einnahmen im Bewilligungszeitraum zu erwarten, dass diese in unterschiedlicher Höhe zufließen, kann als Einkommen ein monatliches Durchschnittseinkommen zu Grunde gelegt werden.
...
3Soweit über die Gewährung von Leistungen zum Lebensunterhalt nach § 40 Absatz 2 Nummer 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch vorläufig entschieden wurde, ist das bei der vorläufigen Entscheidung berücksichtigte monatliche Durchschnittseinkommen bei der abschließenden Entscheidung als Einkommen zu Grunde zu legen, wenn das tatsächliche monatliche Durchschnittseinkommen das bei der vorläufigen Entscheidung zu Grunde gelegte monatliche Durchschnittseinkommen um nicht mehr als 20 Euro übersteigt.
§ 2 Alg II-V Berechnung des Einkommens aus nichtselbständiger Arbeit
 

Hartzeola

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mein Bruttolohn ist unterschiedlich. Der höchste war 475 Euro.
Bislang muss ich die Fahrtkosten (Monatskarte i.h.v 48 Euro) alleine tragen.
Durch den Grundfreibetrag werden die Fahrtkosten bis zur Höhe von 54,67€ abgedeckt.


Ja, auf dem Bescheid stand vorläufig.
Gegen den vorläufigen Bescheid kann man auch Widerspruch einlegen.

Das ist aber i.d.R. nicht erforderlich. Ein Scheiben kann reichen:

"Um ein Widerspruchsverfahren zu vermeiden, bitte ich Sie um die Korrektur des Bescheides vom....., da das von mir erzielte Einkommen tatsächlich deitlich niedrger ausfällt als in Ihrem Berechnungsbogen angesetzt".
 

Powerle

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Vielen Dank an Euch, das hat mir weitergeholfen.
Inzwischen habe ich einen neuen Antrag gestellt und es wurde mir für die letzten 6 Monate ein Betrag überwiesen. Leider bekam ich dazu nichts schriftliches wie sich dieser Betrag (Einkommensbereinigung) ergeben hat.
Erstmalig fand ich nun auch Werbekosten i.h.v 15.99 Euro auf dem Bescheid. Wie das zustande kommt verstehe ich auch nicht.
Bei mir hat sich auch nichts geändert auf einmal bekomme ich statt 797 wie in den letzten sechs Monaten nur noch 784 Euro.
Ich verstehe das alles nicht. Ist aber bei mir immer so. Auch wenn es mal mehr Geld gibt weil der Satz angehoben wurde wird mir an anderer Stelle einfach irgendwas abgezogen, sodass ich nie in den Genuss komme ein wenig mehr Geld ausgezahlt zu bekommen.
Dieser neue Antrag wurde auch vorläufig aktzeptiert weil angeblich Nebenkostenabrechungen aus den Jahren 10/11 fehlten. Nach einem Anruf erfuhr ich, dass ich (wieder mal) eine neue Sachbearbeiterin habe und diese meine Akte nicht sorgfältig gesichtet hatte denn die Abrechnungen lagen längst vor.

Ich habe nun ein Schreiben aufgesetzt und um einen Gesprächstermin gebeten. Ich möchte unbedingt eine schriftliche Aufschlüsselung für die Einkommensbereinigung. Möchte wissen wieso ich nach jedem Antrag weniger Geld bekomme und warum mir alle meine eingereichten Unterlagen (Gehaltsabrechnungen, Nebenkostenbescheinigungen etc. nicht zurückgeschickt werden).

Ich blicke da ehrlich gesagt langsam nicht mehr durch :(
 
E

ExitUser

Gast
@ Powerle, ich rate dir mit deinem Arbeitgeber zu reden, das der dir jeden Monat einen gleichen Betrag überweist. Intern müssen die Stunden dann durch ein Zeitkonto eben geschoben werden. Da dein Arbeitgeber auch viel davon hat das er Minijob- Beschäftigte hat, soll er dir entgegenkommen, damit du Planungssicherheit für deine Einkünfte und Ausgaben hast. Mehr verlangst du ja gar nicht. Falls er deiner Argumentation nicht folgen kann, erinnere ihn daran das er Unternehmer ist und auch von dem System Mini-Job am meisten hat.
 

biddy

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auf einmal bekomme ich statt 797 wie in den letzten sechs Monaten nur noch 784 Euro
Der SB hat (vermute ich stark, jedenfalls ist es bei mir immer der Fall) für den nächsten Bewilligungsabschnitt Deinen monatlichen Durchschnittsverdienst angepasst, da dieser wohl im zurückliegenden Bewilligungsabschnitt anders ausgefallen ist als im Bewilligungsabschnitt davor (durch Deinen jeden Monat unterschiedlich hohen Verdienst).

Inzwischen habe ich einen neuen Antrag gestellt und es wurde mir für die letzten 6 Monate ein Betrag überwiesen. Leider bekam ich dazu nichts schriftliches wie sich dieser Betrag (Einkommensbereinigung) ergeben hat.
Das muss man sich dann ausrechnen - ich weiß, ist blöd :/
Deinen Durchschnittsverdienst in den 6 Monaten des jetzt nachberechneten Bewilligungsabschnitt "freibetragsberechnen" um auf das tatsächlich anrechenbare Netto zu kommen und dann mit dem Betrag vergleichen, der vorher vorläufig als Erwerbseinkommen angerechnet wurde.
Wenn Du mal das Netto dieser vergangenen 6 Monate addierst und durch 6 teilst, müsstest Du auf den Betrag kommen, der im nachberechneten Berechnungsbogen des Bescheids als Nettoverdienst steht.

Erstmalig fand ich nun auch Werbekosten i.h.v 15.99 Euro auf dem Bescheid. Wie das zustande kommt verstehe ich auch nicht.
Wenn Du keine erhöhten Aufwendungen hast, also nicht über den Grundfreibetrag von 100 € kommst, dann kannst Du die 15,33 € Werbungskostenpauschale sozusagen "vergessen", die dort im Berechnungsbogen stehen ... sind dort quasi nur für den "Fall der Fälle" eingetragen .... Habe schon ein paar Mal gesehen, dass die 15,33 € in den nun neuen Berechnungsbögen stehen, aber nicht weiter berücksichtigt werden (ist ja auch korrekt so), wenn die 100 € Grundfreibetrag für die berufl. Aufwendungen ausreichen.

Nur wenn jemand z. B. mit Fahrtkosten, Vers.pauschale und Werbungskostenpauschale über die 100 € GFB kommt, wird einzeln aufgeschlüsselt und berechnet und dann werden auch die 15,33 € vom anrechenbaren Netto einzeln abgezogen (neben dem Erwerbstätigenfreibetrag und u. a. der Versicherungspauschale).
 

Powerle

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Vielen vielen Dank!
Das rechne ich mir gleich mal alles aus.

Nun blicke ich da auch viel besser durch. Fühle mich immer so hilflos, weil ja nichts an Informationen von der Jobbörse an seine Kunden weitergegeben wird.
Man steht dann da wie ein Ochs vorm Berg.

PS: Das mit dem gleichen Lohn Bezug geht bei mir leider nicht, da dies kein Minijob ist.
Ich arbeite als Gebäudereinigerin. Die Stunden die ich arbeite sind von Monat zu Monat verschieden. Ich bin alleine für zwei Hallen verantwortlich in denen mal mehr, mal weniger zu arbeiten anfällt.
Ich arbeite in der Pfalz und mein Arbeitgeberstandort ist im Saarland.
Die Stunden muss ich mir dann monatlich vom Geschäftsführer abzeichnen lassen und schicke Abzeichnungen mit Stundenzettel diese dann an meine Firma. Ein Festlohn würde da wenig Sinn machen.
 
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