Aufstocker oder Zuverdienst - Unterschiede, Möglichkeiten

tenzen

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Hallo liebe Elo-Gemeinde,

im Spätsommer kann ich meine Beschäftigung, die ich zurzeit noch als Zuverdienst (300€ -16 Stunden) habe, als sozialversicherungpflichtige Tätigkeit ausführen

Das Problem ist, das ich kaum mehr als 750 € Brutto verdienen werde, bei gleicher Stundenzahl versteht sich.

Ich habe ermittelt, das ich 600 € Netto haben werde, von denen die ARGE wieder 230 € abzieht (100€ +20%) und als Aufstocker wieder den Differenzbetrag zu ALG2 dazulegt.

Nun lese ich das es ja kaum einen Unterschied macht ob ich Aufstocker bin oder Zuverdiender, vielleicht abgesehen von dem Eigenanteil bei den Sozialabgaben und dem Wegfall der Sachleistungen wie vergünstigtes Busticket, GEZ-Befreiung etc. und man ja weiter hin unter der Knute und Willkür wie 1-Euro-Jobs und sonstige Gängelungen der SB steht.

Ürsprünglich bin ich ja davon ausgegangen das ich die 600 € komplett behalte, daon meine "Regelleistung" ersetze und die ARGE bei den Kosten für Unterkunft und Heizung momentan ~160€ "unterstützt". Also mein Existenzminimum ausgleicht bis ich aus der Bedürftigkeit raus bin.

- Meine Fragen nun welche Unterschiede bzw. Vorteile gibt es genau bei den beiden Modellen?

- Welche Möglichkeiten gibt es beim Wohngeldamt? Könnten die die Unterkunftkosten übernehmen?

Vielen Dank

P.S. Verzeihung falls ich im falschen Unterforum gelandet bin...
 

biddy

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Ich verstehe jetzt nicht, woran Du einen Unterschied zwischen "Aufstocker" und "Hinzuverdiener" festmachst; ich sehe da keinen.

Du hast 370 € anrechenbares Erwerbseinkommen. Ist dies Dein einziges Einkommen, dann kannst Du damit den Regelleistungsbedarf abdecken, wenn Du Single bist. Kommen evtl. noch 8 € Mehrbedarf wg. dezentraler Warmwasseraufbereitung zu den 364 € Bedarf, reicht's schon nicht. Die KdU müssten also komplett vom Jobcenter übernommen werden, so dass m.E. ein Wohngeldanspruch gar nicht besteht (zu geringes Einkommen, da Wohngeld ja nur ein Zuschuss zu den Wohnkosten ist; es soll und kann diese nicht komplett abdecken).

Solange Du noch aufstockendes Alg II benötigst, bist Du auch GEZ-befreit und hast Anspruch auf vergünstigte ÖPNV-Tickets etc.

Meiner Erfahrung nach hat man es "einfacher" als sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Alg-II-Bezug. Meine letzte "Einladung" z.B. war 2009.
 

med789

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Du behältst doch deinen kompletten Lohn/Gehalt. Deine Bedürftigkeit in Geldeswert vom Jobcenter sinkt nur und du beziehst nur weniger Sozialleistungen.
Solange du nur einen Cent Sozialleistungen beziehst, solange bist du bedürftig, also z.B. auch GEZ-befreit etc.

Sehr gut, deine Arbeitsentscheidung!
Nur schade, dass sie dich nicht rausbringt aus dem Dilemma.
 

gelibeh

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Ich verstehe jetzt nicht, woran Du einen Unterschied zwischen "Aufstocker" und "Hinzuverdiener" festmachst; ich sehe da keinen.
Sehe da auch keinen Unterschied. Du hast Einkommen aus nichtselbständiger Tätigkeit und stockst auf. Auch jetzt schon bist Du ein Aufstocker.
 

tenzen

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Erstmal vielen Dank für die Antworten

Den Unterscheid mache ich daran fest das ich meine Sozialversicherungsanteil selbst bezahle und das Gefühl habe mehr für die Allgemeinheit zu tun und somit auch mehr für mich selbst sorgen zu können.
 

tenzen

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Du hast 370 € anrechenbares Erwerbseinkommen. Ist dies Dein einziges Einkommen, dann kannst Du damit den Regelleistungsbedarf abdecken, wenn Du Single bist. Kommen evtl. noch 8 € Mehrbedarf wg. dezentraler Warmwasseraufbereitung zu den 364 € Bedarf, reicht's schon nicht. Die KdU müssten also komplett vom Jobcenter übernommen werden
Nehmen wir mir an, das diese Rechnung zutrifft würde ich wegen 8€ nicht vom Amt loskommen ?!
 

biddy

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Du kannst jederzeit auf Alg II verzichten, nur stellt sich mir die Frage, wie Du von ca. 600 € Netto Deinen Lebensunterhalt (nach dem SGB II wären das ja schon 364 €) plus Miete, Strom, Heizkosten usw. bestreiten möchtest, falls kein Wohngeldanspruch besteht, was ja m.E. unwahrscheinlich ist bei ca. 370 € anrechenbarem Einkommen.
 
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gast_

Gast
Für Wohngeld reicht s soviel zur Vefügung zu haben, wie man an Regelsatz + Mietanteil erhält... oder hat sich das geändert?

Freibeträge haben damit nix zu tun...
 

Trixi2011

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Also wenn ich es richtig interpretieren, liegt der Unterschied darin:

Aufstocken= Arbeitslohn + Hartz IV ergänzend

Zuverdienst= Hartz IV voll + anrechnungsfreier Verdienst (100€ Grenze oder 1€ Job)
 
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gast_

Gast
Unterschiede, Möglichkeiten

das ist mal wieder ein unpassender Titel, denn: Im ALG II gibt es einen Bedarf, der sich aus Regelsatz und Mietanteil zusammen setzt. Dazu für Leute, die arbeiten oder andere Einnahmen haben einen Freibetrag.

So wird gerechnet... immer, und da gibt es keine Möglichketen.

Der Unterschied besteht darin,daß Leute, die Einkommmen haben, einen Teil von einer anderen Stelle bekommen und nur den Rest von der BA.
 

biddy

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Für Wohngeld reicht s soviel zur Vefügung zu haben, wie man an Regelsatz + Mietanteil erhält... oder hat sich das geändert?

Freibeträge haben damit nix zu tun...
Ich bin hiervon ausgegangen:
§ 7 WoGG
Ausschluss vom Wohngeld

...

... Der Ausschluss besteht nicht, wenn

1. die Leistungen nach den Sätzen 1 und 2 ausschließlich als Darlehen gewährt werden oder


2. durch Wohngeld die Hilfebedürftigkeit im Sinne des § 9 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch*, des § 19 Abs. 1 und 2 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch oder des § 27a des Bundesversorgungsgesetzes vermieden oder beseitigt werden kann ...
*§ 9 SGB II

(1) Hilfebedürftig ist, wer seinen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus dem zu berücksichtigenden Einkommen oder Vermögen sichern kann ...
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