Aufstocker mit Teilzeitjob

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Spooky

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Hallo liebe Forum-Mitglieder,

ich bin seit heute hier angemeldet. Ich hoffe, ihr könnt mir etwas helfen.

Ich arbeite seit 11 Jahren als Teilzeitkraft im Öffentlichen Dienst. In den ersten Jahren habe ich keine Beihilfe zum Lebensunterhalt beantragt. Diese beantragte ich erst vor 2 Jahren. Ich habe immer nur Teilzeit (20 Std.) gearbeitet. Abgesehen davon, dass es in meinem Job so gut wie keine Vollzeitstellen gibt. Im Jahr 2007 habe ich auf Grund einer Umsetzung die Stelle gewechselt. Von der ersten Minute an wusste ich, dass dies genau das ist, was ich machen wollte. Diese Arbeit - es ist nicht nur ein Job - bedeutet mir so viel.

Vor ungefähr zwei Wochen hatte ich einen Termin bei einer Dame vom JobCenter. Sie war sehr nett aber, sie sagte mir auch unmissverständlich, dass ich mich um eine Vollzeitstelle kümmern müsste. Natürlich ist ihr klar, dass es in meiner Sparte so gut wie keine gibt und, dass lieber zwei halbe Kräfte, statte eine ganze eingestellt werden.

Ich habe sehr lange und sehr intensiv über alles nachgedacht und ich weiß, dass ich meiner Arbeit, wo ich jetzt bin, nur 100 % nachgehen kann, weil alles stimmt. Egal ob es mir gut geht oder nicht, ich gehe dort gerne hin. Ich hoffe, ihr bekommt das jetzt nicht in den falschen Hals. Ich kann aber diese 100 % nur geben, weil es so gut und richtig ist, wie es ist. Ich bin oft, wenn ich unter Stress stehe mit der Situation überfordert.

Das hängt mit meiner Vergangenheit zusammen, in der sehr viel schief gelaufen ist. Diese Arbeit gibt mir Sicherheit und ich gehe voll darin auf, mache gerne auch mal Überstunden. Nur, was soll ich denn jetzt machen? Wenn ich das so bei der Jobvermittlung vorbringe, wird man dafür kein Verständnis haben. Die Rede ist sogar davon, dass ich notfalls aus dem Öffentlichen Dienst raus soll. Das wäre für mich eine Katastrophe. Ich werde dieses Jahr 45 und habe, wenn man sich meinen Lebenslauf angeht, keine wirklich tollen Chancen. Das ich überhaupt dort gelandet bin, ist für mich immer noch ein Wunder.

Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich machen soll. Weder die Arge, das JobCenter noch mein Arbeitgeber wissen von meinen Problemen, die ich, wenn alles stimmt, gut meistere. Ich habe innerhalb eines Jahres 16 Kg abgenommen, weil mir die Arbeit so gefällt und weil ich damit glücklich bin. Eben, weil diese Arbeit das einzige ist, was mir Halt gibt. Ich habe keinen Freund, keine eigene Familie, keine Kinder. Das hat alles mit meiner Vergangenheit zu tun, was ich jetzt nicht näher erläuteren möchte.

Ich frage mich jetzt, und das könnten einige mißverstehen, wem damit gedient ist, wenn ich mich irgendwo hinbewerbe und dann entweder nicht den Ansprüchen entspreche oder diese Arbeit gar nicht leisten kann und dann am Ende von einer Teilförderung in eine Totalförderung abgleite. Das klingt jetzt so, als wenn ich mich lieber fördern lasse aber, ich weiß doch was ich kann und wie sehr ich davon abhängig bin, dass mein Umfeld stimmt.

Es tut mir leid, wenn ich so ausführlich und lang geschrieben habe. Aber, auch wenn ich erst einmal einen Aufschub bis Oktober habe, so kann ich an gar nichts mehr anderes denken. Vielleicht weiß ja jemand etwas, wie ich vorgehen kann und was ich dort sagen könnte warum ich mich nicht bemühe, dort wegzukommen. Ich bin deswegen ziemlich verzweifelt, weil da soviel für mich dran hängt.

Vielen Dank im Voraus
 

vagabund

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Hallo Spooky und willkommen im Forum!

Da dein Problem psychischer Natur ist, hilft hier ein entsprechendes ärztliches Attest. Such dir einen Arzt deines Vertrauen und lass die vorsorglich ein entsprechendes Attest ausstellen.
 

Spooky

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Hallo Vagabund,

erst einmal Danke für die schnelle Antwort. Da ich bisher noch nie in einer Lage wie dieser war, bin ich natürlich ziemlich unwissend. Kann es denn auch der Hausarzt sein, der dieses Attest ausstellt? Und, wenn ich es habe, sollte es sofort hingeschickt werden? Bis Okt. 09 habe ich ja noch Zeit. Ich musste so ein Schreiben unterzeichnen das bis 21.10.09 gilt. Danach wird man mich wohl wieder "einladen".

Gruß
Spooky
 

vagabund

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Sprich mit deinem Hausarzt... er wird dich entsprechend beraten oder dich an einen Facharzt überweisen. Zumindest ist es dann schon mal aktenkundig (beim Arzt).

Ich nehme an, Du hast eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben?
 

Hibbels

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Hallo Spooky,

ich bin fast in der selben Situation wie du. Hab mich auch vor einigen Tagen erst angemeldet, weil mir die Situation übern Kopf wächst.

Vor einigen Tagen war ich auch beim Psychiater. Diesen werde ich auch demnächst wegen eines Attests ansprechen.

Du hast zwar noch Aufschub bis zum Oktober, aber du wirst dich in dieser Zeit sicher auch Bewerben müssen und deine Eigenbemühungen vorlegen müssen. Wenn du das nicht kannst, musst du mit Sanktionen rechnen. Evtl. wollen sie dir nebenher noch Massnahmen aufdrücken oder einen Nebenjob.

Also gehe zeitnah zum Arzt wegen des Attests. Ich drücke dir die Daumen.
 
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