Aufstocker. Jobcenter anerkennt keine Fahrtkosten über Grundfreibetrag

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sorportium

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Hallo,

ich bin etwas verwirrt, weil mir das Jobcenter in dem Bescheid was falsch berechnet hat nach meiner Ansicht ( Bin mir eigentlich sicher ). Könnt ihr da mal drüber schaun? Geht um Aufstocker-Berechnung

Mein Bruttoeinkommen: 750,- EUR

Nettoeinkommen: 607,50 EUR

Fahrtkosten zur Arbeit: 125,80 EUR (mit Öffentlichen, Monatskarte)

MEINE RECHNUNG:

Tatsächliche Aufwendungen zur Erzielung Einkommen:

Fahrtkosten 125,80 EUR
+ Versicherungspauschale 30,00 EUR
+ 15,33 Werbungskostenpauschale

= 171,13 EUR

Freibetrag 2: 20 % von Einkommen zwischen 100,- und 750,- EUR

= 130,00 EUR


Anrechenbares Einkommen: 607,50 EUR Netto
- 171,13 EUR Aufwendungen zum Erzielen des Einkommens
- 130,00 EUR Freibetrag 2
________________________
306,37 EUR anrechenbares Einkommen


RECHNUNG DES JOBCENTERS:

Freibetrag 1: 100,- EUR

Freibetrag 2: 130,- EUR

Anrechenbares Einkommen = 377,50 EUR

Das Jobcenter meint in dem 100,- EUR Grundfreibetrag ist schon alles enthalten, also auch die Fahrtkosten und mehr kann ich LEIDER nicht berücksichtigen lassen. Das erscheint mir aber total unlogisch, da ja derjenige der hohe Fahrtkosten hat total benachteiligt ist. :icon_sad:
 

gelibeh

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Das Jobcenter meint in dem 100,- EUR Grundfreibetrag ist schon alles enthalten, also auch die Fahrtkosten und mehr kann ich LEIDER nicht berücksichtigen lassen. Das erscheint mir aber total unlogisch, da ja derjenige der hohe Fahrtkosten hat total benachteiligt ist.
Da liegt das Jobcenter in Deinem Fall aber falsch. Was genau berechnet werden muss, muss Dir aber jemand anderes sagen, weil ich da nicht ganz so fit bin.
 

Hartzeola

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Das Jobcenter meint in dem 100,- EUR Grundfreibetrag ist schon alles enthalten, also auch die Fahrtkosten und mehr kann ich LEIDER nicht berücksichtigen lassen. Das erscheint mir aber total unlogisch, da ja derjenige der hohe Fahrtkosten hat total benachteiligt ist. :icon_sad:

§11b SGB II

(2) Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die erwerbstätig sind, ist anstelle der Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 ein Betrag von insgesamt 100 Euro monatlich abzusetzen. Beträgt das monatliche Einkommen mehr als 400 Euro, gilt Satz 1 nicht, wenn die oder der erwerbsfähige Leistungsberechtigte nachweist, dass die Summe der Beträge nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 den Betrag von 100 Euro übersteigt.
Du kannst noch KFZ Versicherung absetzen, wenn sie vorhanden ist, egal, ob Du nicht mit dem Auto fährst.

Vorerst ein Schreiben dem JC nachweislich zukommen lassen "Um ein Widerspruchsverfahren zu vermeiden, bitte ich Sie um eine überprüfung des Freibetrags in Ihrem Bescheid vom..."

Widerspruchsfrist nicht verstreichen lassen.
 
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