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aufstockendes ALG II und Kilometergeld

yashta

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#1
Hallo,

ich arbeite in der ambulaten Pflege und habe ein Nettogehalt von ca. 1000 € - muss jedoch leider aufstocken. Monatlich bekomme ich zusätzlich von meinem Arbeitgeber Kilometergeld für die Fahrten, die ich geschäftlich mit meinem Privatauto zurücklege (von Patient zu Patient). Dieses Kilometergeld ist monatlich unterschiedlich hoch.

Bisher wurden mir immer nur die 1000 € angerechnet. Neuer Sachbearbeiter - neuer Bescheid. Plötzlich wird mir dieses Kilometergeld (in diesem Fall etwa 40 €) zusätzlich angerechnet. Der Bescheid gilt bis Ende des Jahres.

Auf meinen Widerspruch kam die Antwort, die 40 € wären mit dem Freibetrag abgedeckt und die Rechtslage wäre eindeutig Der Bescheid gilt nun bis Ende des Jahres - gerechnet mit 40 €.

Ist dies rechtens? 1. bekomme ich ja immer unterschiedliches Kilometergeld, somit müsste -wenn es dies wirklich so sein sollte- das ALG II Monat für Monat neu berechnet werden (meines Erachtens nach). 2. warum wurde das Kilometergeld bisher nicht berücksichtig?

Kann mir jemand weiterhelfen, bzw. gibt es dazu ein Gesetz?

Vielen Dank für die Antworten :)
 

Hartzeola

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#2
Hallo und willkommen hier,

Auf meinen Widerspruch kam die Antwort, die 40 € wären mit dem Freibetrag abgedeckt und die Rechtslage wäre eindeutig Der Bescheid gilt nun bis Ende des Jahres - gerechnet mit 40 €.
Zum Grundfreibetrag gehört

30 € Pauschale
15,33 € Pauschale
Fahrten zur Arbeit, 0,2 €/km x 19 Tage (bei 5 Tage/W)
Kfz- Versicherung

40 € kannst Du in der Anlage EK unter
weitere Ausgaben aus einem Arbeitsverhältnis (z.B.doppelte Haushaltsführung,Arbeitsmittel), die nicht vom Arbeitgeber erstattet werden
angeben, alles zusammen wird wohl den Betrag von 100 € übersteigen bzw kann teilweise abgesetzt werden.

Der erste Schritt, denn ich machen würde: Auf Verdienstbescheinigung Fahrtkosten als Kosten für Dienstfahrten bezeichnen lassen.

...gibt es dazu ein Gesetz?
Laut §11 SGB II

(1) Als Einkommen zu berücksichtigen sind Einnahmen in Geld oder Geldeswert abzüglich der nach § 11b abzusetzenden Beträge mit Ausnahme der in § 11a genannten Einnahmen.
Die kosten werden also nicht automatisch abgesetzt, es bleibt -leider - in vielen Fällen einem SB überlassen.
 

geonic

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#3
für die Fahrten, die ich geschäftlich mit meinem Privatauto zurücklege (von Patient zu Patient)
Fahrtenbuch (für Wege von Patient zu Patient) führen, durch den AG abzeichnen lassen und als Anlage zur Änderungsmitteilung an das JC mit einreichen. Diese Fahrten gehören zu den Fahrtwegen, die mit 0, 20€ je km abgesetzt werden müssen.

geonic
 

hans wurst

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#4
Monatlich bekomme ich zusätzlich von meinem Arbeitgeber Kilometergeld für die Fahrten, die ich geschäftlich mit meinem Privatauto zurücklege (von Patient zu Patient). Dieses Kilometergeld ist monatlich unterschiedlich hoch.
Steht dieses Geld in der Lohnabrechnung und wie wird es konkret benannt?

Kann mir jemand weiterhelfen, bzw. gibt es dazu ein Gesetz?
§ 11a Nicht zu berücksichtigendes Einkommen
(3) 1Leistungen, die aufgrund öffentlich-rechtlicher Vorschriften zu einem ausdrücklich genannten Zweck erbracht werden, sind nur so weit als Einkommen zu berücksichtigen, als die Leistungen nach diesem Buch im Einzelfall demselben Zweck dienen.
 

yashta

Elo-User/in

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#5
Das Geld wird in der Lohnabrechnung als Kilometergeld bezeichnet.
 
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