Aufstockendes ALG II bei geringem ALG I

Lyandra

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Hallo Zusammen,

hoffe hier ein wenig schlauer zu werden :)

Also zu mir, ich bin 23, also U25, wie man so schön sagt, aktuell arbeitssuchend und besuche eine staatlich anerkannte Abendschule, um mein Abitur nachzuholen.
Vor kurzem bin ich aus Hamburg, wo ich 2 1/2 Jahre gewohnt und gearbeitet habe, wieder zurück nach NRW zu meinen Eltern gezogen, habe hier allerdings nur 2 Monate übergangsweise gewohnt und habe seit dem 15.02. wieder eine eigene Wohnung.

So nun zum Finanziellen...

Ich bekomme 704 Euro ALG I im Monat, andere Leistungen o.ä. habe ich bisher nicht beantragt bzw. fehlen mir die Kenntnisse, was ich überhaupt beantragen könnte.
In Hamburg bekam ich für kurze Zeit aufstockendes ALG II, da das Leben und vorallem Wohnen dort sehr teuer ist. Hier in NRW war ich bei der Arge, um mich zu informieren, was ich mit der neuen Miete etc. bekommen könnte und man sagte mir, das würde sich nicht lohnen, das seien nicht einmal 20 Euro, die ich bekommen würde, ich soll lieber Wohngeld beantragen.

So weitere Fakten, also...

ALG I: 704 Euro

Warmmiete (2 Zi, 52m²): 360 Euro (lebe dort allein, kein Partner, keine Kinder)
Strom: 40 Euro
Gas: 80 Euro

Warmwasserbereitung erfolgt über eine Gastherme.

Des Weiteren habe ich durch die Abendschule noch Fahrtkosten zu tragen, genauer gesagt fahre ich dorthin mit dem Auto meiner Eltern, da ich kein eigenes habe und mir auch nicht leisten kann. Um Versicherung und Steuer muss ich mich nicht kümmern, aber Sprit muss ich selbst bezahlen (ca. 20 km einfache Fahrt 4x die Woche).
Und eben das Übliche, was in der Schule anfällt, Bücher, Hefte, Blöcke, Schreibzeug etc.pp.


Nun habe ich mir vorhin mal durchgerechnet, was mir eigentlich im Monat zum Leben bleibt, wenn ich "nur" das ALG I beziehe... das wären abzüglich der Miete 344 Euro, abzüglich Nebenkosten 224 Euro... Dann kommt natürlich noch anderes dazu, Telefon, Internet, Versicherungen (man kennt das ja...) und einige Schulden, die ich auch noch abstottern muss. Summa Summarum bleibt mir zum Leben an sich also eigentlich nichts über, ich müsste sogar noch draufzahlen. :eek:


Nun meine Frage: Unter Berücksichtigung der o.g. Fakten, was habe ich für Möglichkeiten bei der Arge oder ggf. bei der BA? Wäre Wohngeld sinnvoller als ALG II? Habe ich u.U. dadurch, dass ich U25 bin und zur Schule gehe Anspruch auf KG?
Und vorallem: Hatte die SB Recht mit Ihrer Aussage, dass mir nicht einmal 20 Euro ALG II zustehen würden? Das kommt mir doch etwas seltsam vor, da ich in Hamburg "nur" 20 Euro im Monat mehr für Wohnung + Nebenkosten bezahlt habe, aber ca. 150 Euro ALG II zusätzlich bekam.

Liebe Grüße und Danke für eure Mühen
Lyandra
 
G

gast_

Gast
Wo du wohnst, spielt keine Rolle, jedenfalls imMoment nicht. Dein ALG II Anspruch müßte der gleiche wie in Hamburg sein. Allerdings: Ich weiß nicht wie hoch die angemessene Miete an deinem jetzigen Wohnort sein darf, könnte sein, daß du eine Aufforderung zur Kostensenkung bekommst.

Habe gerade mal nachgedacht: Kann es sein, daß die SB nicht von dem vollen Regelsatz ausgegangen ist, sondern von dem, den U 25 bekommen, wenn sie unerlaubt ausziehen?

Deshalb: Sofort (formlos) Antrag stellen und auf einem rechtsmittelfähigen Bescheid bestehen!

Allerdings: ALG II ist nachrangig... Wenn du mit Wohngeld auskämst wäre das zu beantragen. Aber das würd ich erst von selbst prüfen, wenn du den ALG II Antrag gestellt hast. Denn ich glaube nicht, daß das Wohngeld so hoch wäre, daß du weniger hättest als mit ALG II.
 

Lyandra

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Wo du wohnst, spielt keine Rolle, jedenfalls imMoment nicht. Dein ALG II Anspruch müßte der gleiche wie in Hamburg sein. Allerdings: Ich weiß nicht wie hoch die angemessene Miete an deinem jetzigen Wohnort sein darf, könnte sein, daß du eine Aufforderung zur Kostensenkung bekommst.

Habe gerade mal nachgedacht: Kann es sein, daß die SB nicht von dem vollen Regelsatz ausgegangen ist, sondern von dem, den U 25 bekommen, wenn sie unerlaubt ausziehen?

Deshalb: Sofort (formlos) Antrag stellen und auf einem rechtsmittelfähigen Bescheid bestehen!

Allerdings: ALG II ist nachrangig... Wenn du mit Wohngeld auskämst wäre das zu beantragen. Aber das würd ich erst von selbst prüfen, wenn du den ALG II Antrag gestellt hast. Denn ich glaube nicht, daß das Wohngeld so hoch wäre, daß du weniger hättest als mit ALG II.
Danke für deine Hilfe :) Die SB wusste nicht, dass ich wieder bei meinen Eltern war und aus freien Stücken wieder ausgezogen bin, das hab ich ihr natürlich nicht auf die Nase gebunden ^_^

Ähm deinen letzten Satz mit dem Wohngeld versteh ich allerdings nicht *kopfkratz*

Weißt du zufällig auch, wie es mit einem eventuellen Anspruch auf Kindergeld ausschaut? Und wenn, wäre das überhaupt sinnvoll oder käm das nur +/- 0 raus, weils angerechnet wird?

Ach by the way... Bis Ende März bin ich auch noch an meine alte Wohnung in Hamburg gebunden (Kündigungsfrist -.-), kann ich da auch die doppelte Miete als Werbungskosten geltend machen? Zumindest für den verbleibenden Monat?

LG und Gute Nacht!
Lyandra
 

Erolena

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Dir steht Kindergeld zu, wenn der Unterricht mindestens 10 Unterrichtsstunden umfasst, und wenn du die Freibetragsgrenze im Jahr nicht überschreitest.

Wie sieht es mit Bafög fürs Abendgymnasium aus?
Ab wann dir Bafög zusteht, teilt dir dein Amt für Ausbildungsförderung verbindlich mit. Du solltest das Bafög dann möglichst Monate vorher beantragen, damit es nahtlos gezahlt wird.
 
G

gast_

Gast
Weißt du zufällig auch, wie es mit einem eventuellen Anspruch auf Kindergeld ausschaut? Und wenn, wäre das überhaupt sinnvoll oder käm das nur +/- 0 raus, weils angerechnet wird?
Auch Kindergeld muß in Anspruch genommen werden, denn ALG II ist nachrangig.

Deshalb wird es angerechnet, man hat nur einen Freibetrag von 30 €, die sogenannte Versicherungspauschale.


Nachrangig heißt, du mußt erst alles andere in Anspruch nehmen (Wohngeld, Kindergeld, Unterhaltsansprüche usw.) - und was dann noch fehlt gibts vom Jobcenter.

Deshalb fordern die SB meist auch auf, das alles zu beantragen.
 
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