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Aufstockend ALGII/Teilzeitjob/Alleinerziehend/Zusätzliche Aufnahme eines Minijobs/EGV

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kandera

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Hallo,

erst einmal zu meiner Situation.
Bin alleinerziehend mit zwei Kindern (4+11).Der Große wird leider nicht mehr betreut, da die Hortplätze nach der Grundschule rar sind.
Ich selbst arbeite Teilzeit( an vier Tagen 15 Std) und habe einen guten Stundenlohn. Ich bekomme aufstockend ALG II in Höhe von 298 €.

Da ich arbeite, dachte ich nicht mehr zu einem Arbeitsvermittler zu müssen. Weit gefehlt. Dieser lud mich zu einem Termin ein, zwecks neuer EGV.
Er fing an, ich solle Vollzeit arbeiten und für die Betreuung meines Großen Sorgen,damit ich aus dem ALG II Bezug rauskomme. Daraufhin sagte ich, dass schließlich das Wohl des Kindes berücksichtigt werden müsse und man die Doppelbelastung des Alleinerziehens nicht außer Acht lassen dürfe.
Schließlich habe der BGH hier ein Urteil bzgl Unterhaltsberechtigter gefällt.
Mein SB meinte daraufhin, dies gelte eben nicht für ALG II, worauf ich sagte, dass hier der Gleichbehandlungsgrundsatz verletzt werde. Warum wird bei ALG II Empfängern die Doppelbelastung nicht berücksichtigt?

Nun ja, es ging hin und her. Fakt ist nun, ich soll mir einen Minijob suchen, den ich an meinem freien Freitag machen soll. Da mein derzeitger Arbeitgeber meine Stunden auch aufstocken will ( es ist einfach nur eine Frage der Zeit) halte ich diese Regelung für völlig unsinnig.
Zumal ich damals 25 Std wöchentlich gearbeitet habe für einen Nettolohn von 3,50 €. Da hat von der ARGE keiner etwas wegen der Ausbeutung gesagt. Nun habe ich einen Nettostundenlohn von 10 €, also für mich als " ungelernte Kraft" ein guter Stundenlohn, da soll ich mir plötzlich einen Zweitjob suchen.

Ich hätte am liebsten gesagt, die sollen ihr Geld sonst wo hin packen, aber das kann ich mir leider noch nicht erlauben.
Was kann ich nun machen, um aus dieser blöden Situation rauszukommen.
Muß ich wirklich noch einen Zweitjob annehmen?
Langfristig gesehen will mein derzeitiger Arbeitgeber die Stunden aufstocken und in mich investieren( Fortbildung etc), so dass hier eine positive Prognose da ist, irgendwann ohne ALG II leben zu können.

Weiterhin soll ich nun alle vier Monate dort erscheinen. Ist das wirklich notwendig, da ich doch arbeite?
Kandera
 

rheinlaenderin

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AW: Aufstockend ALGII/Teilzeitjob/Alleinerziehend/Zusätzliche Aufnahme eines Minijobs

Für wie realistisch hältst Du es denn, einen Minijob zu finden, bei dem Du nur freitags arbeitest? Ich halte das für eher unwahrscheinlich und würde deshalb, um weiteren Stress zu vermeiden, einfach Kooperationsbereitschaft signalisieren.

Ist es denn schon absehbar, wann Dein jetziger Arbeitgeber Deine Stunden erhöhen wird?
 

kandera

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AW: Aufstockend ALGII/Teilzeitjob/Alleinerziehend/Zusätzliche Aufnahme eines Minijobs

Hallo Rheinlaenderin,

nach meinem Besuch beim SB habe ich dieses natürlich meinem Chef mitgeteilt. Wir versuchen nun eine gemeinsame Lösung zu finden. Natürlich muss hier geschaut werden, was praktikabel ist.
Bei Einstellung wurde ich gefragt,ob ich irgendwann auch mehr arbeiten kann. Als Unternehmer muss man erst einmal schauen, wie es läuft.
Jetzt empfinde ich es ein wenig als Pistole auf die Brust setzen
Es geht mir auch nicht darum, dass ich nicht arbeiten will, sondern einfach darum, dass ich es für völlig schwachsinnig halte, mir einen zweiten Arbeitgeber suchen zu müssen. Zumal hier eine positive Prognose vorliegt. sprich, ich habe Chancen, irgendwann ohne die ARGE auszukommen.
Würde ich nicht so gut verdienen, hätte der gesagt, ich solle mir einen komplett neuen Job suchen, nur auf die Stunden zu kommen.

Als Alleinerziehende hat man eh schon genug Termindruck. Und ich kann eben leider nicht auf Familie oder Ähnliches zurückgreifen.

Ob ich Freitags etwas finde, weiß ich nicht. Natürlich bemühe ich mich, allerdings habe ich an diesem Tag regelmäßig familientherapeutische Sitzungen bei der Diakonie, die mir sehr viel helfen.
Bin schließlich auch nur ein Mensch.
Meine Ärztin sagte mir kürzlich, dass ich unter Erschöfpungszustand leide und kurz vor einem Burn out stehe.
Dies will ich eigentlich in keiner Weise verwenden, aber wenn ich absolut keine Wahl habe, muss ich hier wohl ansetzen.

Nächstes Jahr bekommt der Große mehr Unterhalt und das Wohngeld soll sich ja auch erhöhen, dann muss ich mal rechnen, inwieweit ich die ARGE dann vom Hals hätte.
Gruß Kandera
 
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