Aufstocken?

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mit42

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Ein freundliches Hallo an alle imForum.

Arbeite seit Oktober 2012 bei einer Firma für 750,- Brutto als Vollzeitkraft.
Habe allerdings auch einen PKW von der Firma bekommen, auch Privatfahrten darf ich mit den PKW erledigen. Bekomme aber kein Tankgeld sondern habe eine Tankkarte.
Netto bekomme ich allerdings nur ca. 600,-€ ausgezahlt.

Nach Abzug von Miete+Strom+Telefon habe ich ca. 170,-€ für Lebensmittel und Kleidung.

Frage: Kann ich ergänzendes ALG2(Aufstocken) beantragen oder hat eine(r) hier eine bessere Idee? Wie funktioniert "Aufstocken"überhaupt?

Für eine Beantwortung wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüsse
 

Roter Bock

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Such Dir vor allem einen anderen Job - Deiner ist unterirdisch. Grob überschlagen komme ich auf unter 5,00 Euro die Stunde.

Stellt sich schon langsam die Frage, ob der Vertrag nicht sittenwidrig ist.

Roter Bock
 

mit42

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Hätte mir lieber einen andern Job gesucht aber die Behörde(ALG-1) zwang mich dazu.

Um Sanktionen zu vermeiden wählte ich diesen Weg, aber ist wohl eine Sackgasse. War über 20 Jahre bislang im Berufsleben und habe leider keine Ahnung vom Sozialrecht-JC.

Im Jobcenter war ich auch noch nie.
 
E

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Selbst bei Vollzeit = 35 Stunden wären das keine 5 € pro Stunde. :icon_dampf:

Ist die Frage, wie hoch der "geldwerte Vorteil" durch den PKW angesetzt wird.
 

xj3Qr1nL7ys

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Das funktioniert so:

Ich rechne immer so, aber ist logischerweise rechnerisch dasselbe *lach*:

Nettoeinkommen minus Gesamtfreibetrag = anrechenbares Erwerbseinkommen

Bedarf - anrechenbares Erwerbseinkommen (- ggf. sonstiges Einkommen) = Alg-II-Aufstockung
https://www.elo-forum.org/alg-ii/10...aufstocker-job-annehmen-darf.html#post1285134

P.S. Der Bedarf setzt sich aus den Kosten deiner Miete plus 382 € Regelsatz für einen alleinigen Haushaltsvorstand zusammen. Wie die Freibeträge errechnet werden, ist im weiterführenden Link erklärt. Ist dein Einkommen höher als der Bedarf, hat sich die Sache erledigt. Falls nicht gilt: Falls du nach Anwendung der Formel und Zahlung der Miete weniger als 382 € pro Monat zum Leben hast, muss dir das JC die Differenz als Aufstockung zuzahlen.

P.P.S. Hannis Beitrag mit dem Wohngeld nicht vergessen
 

Roter Bock

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und wenn dieser Job mal Vergangenheit ist - dann wird Dein ALG I auf der Basis der 750 Euro bezahlt und Du kannst ergänzend Hartz 4 beantragen.

Überlege mal ob Du nicht irgendwie krank bist und mach mal eine ärztlich verordnete Zwangspause (so um die 4 Wochen). Nach spätestens 2 - 3 Wochen sollten die Dir gekündigt haben und dann suchste mal nen richtigen Job.

Roter Bock
 

HajoDF

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Nebenbei gefragt: wird das Firmenfahrzeug als geldwerter Ersatz zusätzlich versteuert? Muss aus der Lohnabrechnung hervorgehen!

Ansonsten: gibt es vielleicht einen Tarif für diese Tätigkeit?
Kommt mir schon fast sittenwidrig vor, der Lohn.
 

Aras

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Wohngeld ist aber nicht vorrangig. Man kann selbst entscheiden, was man beantragt. Diese Vorrangigkeitsregelung wurde abgeschafft. Wohngeld kommt aber dann nicht in Frage, wenn der Lebensunterhalt davon bestritten werden sollte.
 

mit42

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Danke für eure Tipps. Werde mich mal mehr mit Sozialrecht beschäftigen als in der Vergangenheit.

Werde wohl erstmal Wohngeld beantragen, zum JC habe ich gar keine Lust.
Mein Bekanntenkreis berichtet nichts gutes über diese"Behörde". Meine Einstellung zur Arbeit hat sich in den letzten Monaten aber stark verschlechtert, arbeite eigentlich seit 1986 durchgehend. Ich will nur 2 Ziele erreichen. Arbeiten und GELD verdienen. Sonst macht es keinen Sinn für mich. Habe früher auch 80 Stunden in der Woche gearbeitet, wurde aber auch bezahlt.

Als Arbeitnehmer sitzt man schon am längeren Hebel, habe allerdings doch Angst vor Sanktionen. Würde aber wahrscheinlich mehr ALG2 bekommen als durch meinen Job.

Würde man bei Sanktionen obdachlos oder verhungern?

Wenn es eine dumme Frage ist, bitte ich um Entschuldigung.

Grüße und Danke
 
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Hätte mir lieber einen andern Job gesucht aber die Behörde(ALG-1) zwang mich dazu.

Um Sanktionen zu vermeiden wählte ich diesen Weg, aber ist wohl eine Sackgasse. War über 20 Jahre bislang im Berufsleben und habe leider keine Ahnung vom Sozialrecht-JC.

Im Jobcenter war ich auch noch nie.


Hmmm wie gezwungen??
Bei Vollzeit nehme mal 160 St/Monat sind das 4,69€ die Stunde Brutto !!!

Wie hoch war dein ALGI?
Sanktionen bei ALGI gibts nicht, gibt nur Sperrzeiten.....

Wir sollten lieber schauen dass man von der Ausbeuterfirma wegkommt ohne ne Sperre zu bekommen.......
 

mit42

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Hallo zusammen,

habe mich heute erfolgreich gewehrt bei der Behörde(Arbeitsamt-kein JOBCENTER!).

Habe zwar auch nur als "Fahrer im Pflegeheim" gearbeitet aber dieser Vorfall war dem Vorgesetzten meiner alten SB sehr peinlich. Folgendes habe ich heute erreicht(sogar alleine beim Amt).

1. Bekomme sofort ALG1 wie bisher> knapp 900,- (Amt hat mich gekündigt bei der Firma); wusste gar nicht das sowas möglich ist; Kündigung musste ich natürlich unterschreiben
2. Nachzahlung ab 01.10.2012 ALG(Differenz zu meinen 600,- Netto)
3. Mein ALG1 wird um 4 Monate verlängert
4. Habe alles auch schriftlich ausgehändigt bekommen!!!
5. Bekomme auch eine neue SB.

Bin total überrascht, noch einmal Glück gehabt. Werde aber in Zukunft besser aufpassen und mich auch bei unangenehmen Stellen(geringe Bezahlung) anders vorbereiten.

Liebe Grüße
 

Aras

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Nicht vorrangig vor Alg II? Wüsste ich jetzt nicht, dass das so wäre - wo hast Du das gelesen?

Siehe auch hier: https://www.harald-thome.de/media/files/SGB II DA/FH-12a--06.06.2011.pdf

ok, es ist vorrangig, man kann aber zunächst nicht gezwungen werden, es statt H4 zu beantragen

§ 12a
§ 12a SGB II Vorrangige Leistungen - dejure.org

§ 12a
Vorrangige Leistungen

Leistungsberechtigte sind verpflichtet, Sozialleistungen anderer Träger in Anspruch zu nehmen und die dafür erforderlichen Anträge zu stellen, sofern dies zur Vermeidung, Beseitigung, Verkürzung oder Verminderung der Hilfebedürftigkeit erforderlich ist. Abweichend von Satz 1 sind Leistungsberechtigte nicht verpflichtet,

1. bis zur Vollendung des 63. Lebensjahres eine Rente wegen Alters vorzeitig in Anspruch zu nehmen oder
2. Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz oder Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz in Anspruch zu nehmen, wenn dadurch nicht die Hilfebedürftigkeit aller Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft für einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens drei Monaten beseitigt würde.
 
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