Aufstocken wegen Kind? (Unterhalt / Umgang) (3 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

Super Bleifrei

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Hallo,
Ich bräuchte etwas Hilfe, um bei meinem eigenen Fall durchzusteigen:

Ich wohne (wohnte?) in Bremen, und war bei einer Leihfirma angestellt. Mein Kind lebt bei der Mama in der Nähe von Dresden. Das Kind ist in Bremen geboren, und als sie etwa ein Jahr alt war, machte Mamavknall auf Fall mit mir Schluss, und zog mit der kleinen zurück in ihre Heimat. Von 2009 bis 2017 zählte ich 100€ monatlich Unterhalt. Der RA meiner Ex hatte das anhand meines Einkommens ausgerechnet, und eingefordert, und weil ich durch die Trennung noch in einer Schockstarre war, erging Versäumnis Urteil über diese 100€ monatlich.
Letzte Jahr nahm sie sich einen neuen Anwalt, ich sollte nun den Regelsatz nach DDT zahlen. Also müsste ich selbst zum Anwalt, der sagte ich muss gar nichts zahlen, weil nichts da ist.
Kurz vor dem Gerichtstermin änderte sich die Sachlage, und der RA empfahl mir nun, die Forderung anzuerkennen, und zu zahlen, weil es nun aussichtslos wäre, da noch was zu erreichen. Mit der Anerkennung würde ich mir immerhin die Kosten eines verlorenen Verfahren ersparen.

So, nun zahle ich also den Regelsatz, 372€ monatlich. Bzw seit dieser Woche 380€. Inzwischen hat die Leihfirma beschlossen, den Betrieb einzustellen, und alle zu entlassen.

Damit ich nicht arbeitslos werde, habe ich das Angebot von dem Betrieb, an den ich verliehen war angenommen, und wurde zum 1 q. Übernommen.

Problem dabei: Der Betrieb liegt auf der Insel Norderney.

Und:seitdem ich kein leiher mehr bin, soll ich mich in den Personalzimmer als Erstwohnsitz anmelden, und dafür 320€ Miete bezahlen. Dafür Kriege ich nun etwas mehr Geld, nämlich 2100€ brutto.

Und wenn ich jetzt nach rechne, habe ich jetzt zwar mehr brutto, aber weniger netto. Das kann doch eigentlich gar nicht sein, oder?

2100 brutto sind ca 1400 netto. Das wären bei 320€ Freibetrag rund 1100 verfügbares Einkommen. Unterhalt weg bleiben 720€.

ALG2 Regelsatz 416€ plus 320€ KdU wären schon 736€, also mehr.

Jetzt kommt da noch die Wohnung in Bremen dazu, als ETW ist sie ja "Vermögen". Aber: die Wohnung ist in keinem guten Zustand, verkaufen oder Vermieten ist praktisch ausgeschlossen. Dazu brauche ich die Wohnung ja trotzdem: wenn ich alle 3 Wochen zu meinem Kind fahre - ab Bremen waren es 450km eine Richtung, ab Norddeich Fähranleger sind es über 600km - hin und zurück also mehr als 1200 Kilometer an nur einem Wochenende!, dann muss ich Freitag Abend, und auf dem Rückweg Sonntag Abend auf dem Festland übernachten, weil die Fähre spät abends nicht mehr fährt. Da bietet sich die eigene Wohnung natürlich an, weil ich da nicht für bezahlen muss. Und wenn das Kind in den Ferien zu mir kommt, kann ich sie ja auch nicht in das Zimmer der Personal WG mitnehmen.
Die Fähre kostet allein für mich 20€ hin und zurück. Für das Auto noch einmal zusätzlich 84€. Natürlich muss ich das Auto nicht mit nehmen, ich kann auch auf dem Festland parken : für 5€ pro Nacht. Gratis parken nur in mindestens 7 Kilometer Entfernung zur Fähre - das ist mir zu weit zum laufen. Da ist mitnehmen dann doch billiger. Jede Fahrt zu meinem kostet also um die 400€, und an Manchen Monaten sind es 2 Fahrten, also 800€ nur an Fahrtkosten.

Jetzt habe ich gelesen, daß man das beim ALG2 alles absetzen können soll, ich dann also diese rund 400€ alle 3 Wochen als "besonderer Bedarf: umgangskosten" erstattet bekommen würde.

Aber wie genau mache ich das? Wer ist dafür zuständig? Bremen oder Norderney? (Google sagt, auf Norderney gibt es keine Jobcenter...) Man kann viel googeln und lesen, Mal heisst es, bremen bleibt Wohnung, und das Zimmer ist "doppelte Haushaltsführung", dann wieder nein, norderney ist jetzt mein Mittelpunkt, also ist dort mein Antrag zu stellen. Ich bin. Inzwischen einfach nur noch völlig verwirrt.
 

Super Bleifrei

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Da ich Wohnungseigentümer bin habe ich einen Wohnvorteil und damit nur 650€ Selbstbehalt, so die Gegenseite. Und mein eigener RA sagte, da kommen wir nicht gegen an. Damit kann ich selbst mit 1030€ ALG 1 noch vollen Unterhalt zahlen. Nur die Fahrten zum Kind kann ich mir nicht mehr leisten. Aber das interessiert den Rechtsstaat ja nicht.

Davon ab, dauert ein neues Verfahren zur Änderung des Unterhalt Monate, und das Kind braucht das Geld ja auch. ( Ob die Mama es wirklich dem Kind zugute kommen lässt, ist natürlich eine andere Frage)

Anscheinend wird Unterhalt nach $11b Nummer 7 als einkommens mindernd anerkannt. Also wäre es auch einfacher, den Unterhalt zu lassen, und selber ALG 2 zu beantragen, als den Unterhalt zu streichen, und das Kind ins ALG 2 zu schicken.
 

Helga40

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Deine Eigentumswohnung wirst du dann wohl mit einsetzen müssen. Du hast sie ja bis jetzt bewohnt, dann dürfte sie auch vermietbar sein, wenn dein neuer Wohnsitz auf Norderney ist. Da wird kein Familiengericht sich überzeugen lassen, dass 2 Wohnsitze erforderlich sind, das wage ich zu bezweifeln.
Womit sich durch die Miete dein Einkommen wieder erhöht und du sowohl Unterhalt als auch Lebensunterhalt zahlen kannst.
 

Super Bleifrei

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Deine Eigentumswohnung wirst du dann wohl mit einsetzen müssen. Du hast sie ja bis jetzt bewohnt, dann dürfte sie auch vermietbar sein, wenn dein neuer Wohnsitz auf Norderney ist. Da wird kein Familiengericht sich überzeugen lassen, dass 2 Wohnsitze erforderlich sind, das wage ich zu bezweifeln.
Womit sich durch die Miete dein Einkommen wieder erhöht und du sowohl Unterhalt als auch Lebensunterhalt zahlen kannst.
Wer mietet eine Wohnung mit kaputten turzargen, msrodem Badezimmer, kaputten Herd, undichten Fenstern und unzureichender Isolierung? Wer zahlt dafür einen guten Kaufpreis?
Wenn ich Glück habe, bekomme ich so viel an Miete, daß die Wohnung mich nichts mehr kostet ( Grundsteuer, Versicherung, Zinsen - Tilgung natürlich nicht).

Wenn ich selbst darin wohne, kann ich mit den Mängeln leben, und diese mit der Zeit in kleinen Schritten beheben. Letztes Jahr waren die Fenster in Schlafzimmer fällig, dieses Jahr waren die im Wohnzimmer geplant. Bis ca 2022 wäre die Wohnung dann fertig renoviert. Und wo übernachte ich dann auf dem Weg zum und vom Kind an den Besuchswochenenden? Wo schläft mein Kind während der Papa Ferien?
 

Helga40

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Das wird ein Gericht -mit Verlaub- als Luxusproblem ansehen. Dem geht es vorrangig um die Befriedigung des Unterhaltes und nicht um die bequeme Wahrnehmung von Besuchen.
 

Matt45

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Bei titulierten Unterhaltszahlungen für Kinder wird man generell sehr schnell zum "Aufstocker" bzw. zum ALG2 Empfänger.
Zahlungen sind einkommensmindernd.
§ 11b Abs. 1 Satz 1 Nr. 7 SGB II
Du bist bei weitem überhaupt kein Einzelfall.
Voraussetzung: Es ist ein Titel vorhanden!
Ich kenne persönlich sehr viele Fälle.

Aber: Mit Titel kannst du unter Umständen nie wieder richtig "frei" sein, weil dein Lohn meistens nie reichen wird(Will dir keine Angst machen, ist aber so). Warum: Selbst mit 1900,- Brutto und Steuerklasse 1(sind leider auch sehr viele) reicht der Lohn nicht für dich und die Kinder. Ist auch ein Problem bei der Vermittlung, weil mit 9,- Stundenlohn es viel zu wenig wird am Ende des Monats. Also bleibt nur der "Aufstocker" übrig.

Die Rechtsgrundlage ist meistens sehr eindeutig. Eine Abänderung des Titels wird Monate dauern und viel Geld kosten und ein ungewisses Urteil für dich bedeuten. Viele Richter lehnen auch eine Änderung sehr schnell ab oder rechnen mit fiktiven Einkommen.

Bei einem Titel gibt es auch keinen Selbstbehalt!

Ist ein "kleines" Tabuthema bei uns in Deutschland, weil die Ämter mittlerweile auch keinen Rat wissen.
Man wird gerne "rumgereicht" von Amt zu Amt.

Die Medien berichten gerne "der zahlt keinen Unterhalt", die Gründe können aber manchmal "traurig" sein.

Es ist nicht immer der "Reiche" der nicht zahlen will.
 

Super Bleifrei

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Das wird ein Gericht -mit Verlaub- als Luxusproblem ansehen. Dem geht es vorrangig um die Befriedigung des Unterhaltes und nicht um die bequeme Wahrnehmung von Besuchen.
Es geht nicht um bequeme Wahrnehmung von besuchen, sondern darum das Umgangsrecht, das gleichzeitig auch eine Umgangspflicht ist überhaupt durchführen zu können. Hätte ich den Job nicht angenommen, wäre ich halt ALG 1 plus ALG 2, und der Fall sonnenklar. Aber wer alles tut, um Arbeitslosigkeit zu verhindern, ist am Ende der Dumme? Ist das wirklich so?
 

Nena

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Mal ganz sachlich:
Wenn Du keine staatlichen Leistungen kriegen würdest, was würdest Du dann machen?
Wenn der Job so gut ist, dass sich doppelte Haushaltsführung lohnt, würdest Du ihn machen. Aber doch sicherlich nicht, wenn Du dadurch Dein Kind nicht mehr sehen könntest (bzw. das nicht mehr bezahlen könntest)?
Ist gar nicht böse gemeint. Aber denke/plane/rechne mal so, als ob Du alleine klar kommen müsstest. Was würdest Du dann tun? Die marode Wohnung los werden, die Dich an den Ort bindet? Mit Deinem Kind an Umgangswochenenden eine Ferienwohnung nehmen? Dir weiter weg einen Job suchen?

Sind nur Ideen, Du musst jetzt nicht jede einzelne widerlegen, musst nicht drauf eingehen. Nimm es nur als Denkanstöße.
 

Super Bleifrei

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Wenn es nur darum ginge, für mich selbst klar zu kommen, würde ich nach der Kündigung eben ALG1 beziehen, und nebenbei schwarz arbeiten. Da hätte ich auf alle Fälle mehr Geld, als so. Und wenn ich für mich Mal etwa weniger hätte, dann wäre dem eben so, und ich käme damit klar.

Billiger, als in der eigenen Wohnung kann ich nirgends wohnen, das steht auf alle Fälle fest. Wenn es eine Mietwohnung wäre, könnte ich sie kündigen, bräuchte dann aber eine neue, andere Wohnung, denn wie schon gesagt in dem Personal WG Zimmer kann mein Kind seine Papa Ferien nicht verbringen. Und eine 2-Zimner Wohnung auf Norderney kostet mehr als mein aktuelles Zimmer plus die ETW in Bremen. Vermutlich ist es auch zumtbar, daß ich zwischen drin dann einfach im Auto schlafe, denn wie schon gesagt komme ich nach dem Besuchswochenende nicht mehr zurück auf die Insel, weil so spät keine Fähren mehr fahren.

Aber so ist es nicht. Ich habe ein Kind, und will auch für dieses nach Kräften sorgen. Das Kind braucht mich, und es braucht auch meinen ffinanziellen Beitrag zu seinem Leben. Und dann macht der Laden überraschend und kurzfristig dicht, und ich stehe praktisch auf der Straße. Was soll man da groß machen? Zurück lehnen, und gemütlich die Lage am Arbeitsmarkt checken, oder das Angebot, einfach weiter arbeiten zu können, annehmen?
 

ZynHH

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Du machst fast alles richtig und du kannst stolz darauf sein, was du für dein Kind bisher möglich gemacht hast.

Ich würde den Betrag ans Kind allerdings vorübergehend aufs Minimum zurückschrauben und daraus die Mängel der etw beseitigen.

Dann würde ich diese Wohnung in Bremen vermieten. Stundenweise, tageweise, wochenweise......die Putzfrau bleibt dabei sogar auch noch über....versuch macht klug....du sagstvselbst, wie teuer wohnraum in Bremen ist....zu den besuchszeiten deines Kindes vermietet du dann eben nicht.
 

Super Bleifrei

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Jetzt mal angenommen, ich bekomme die Wohnung für sagen wir 300€ vermietet.

Wie geht es dann weiter? Wo Stelle ich den Antrag? Auf Norderney als mein neuer Hauptwohnsitz, oder zu Hause in Bremen?


Und wie wird das alles dann gerechnet?

Einkommen: 1400 netto plus 300 Miete gleich 1700.
330€ Freibetrag Erwerbstätigkeit runter.
380 Kindesunterhalt runter

Bleiben 990 verfügbar.

Bedarf:
416
320 KdU Norderney

Plus Umgangskosten: 1200 Kilometer zu 20 oder 30 Cent? Man findet beides im Netz. Sind dann 240 oder 360 Euro.
Plus die Fähre, mit Auto 104€
Plus 3 Mal übernachten, 90 Euro.

Wären 434€ oder sogar 554€ für den Umgang, die abwechselnd einmal, oder zweimal in einem Monat anfallen - also mit 1,5 Besuchen als Durchschnitt rechnen? Dann sind es sogar 651 oder 831€ monatliche Reisekosten zur Wahrung des Kindesumgang.

Und dann müssten da noch 2, bzw. Bei 1,5 Besuchen pro Monat 3 Tage das Kind als temporär Bedarf Gemeinschaft dazu kommen, noch Mal 29.60.(296/30*3)

Das wären dann 1416€ Bedarf, und damit 426€ Zuschuss. Oder rechne ich da komplett falsch? Selbst, wenn ich die Wohnung für 500€ vermietet bekommen sollte, wären das immer noch 226€ Zuschuss. Irgendwie wird mir bei den ganzen Zahlen schwindelig.

Beim googeln nach doppelte Haushaltsführung kommen nur Steuertipps raus. Da kann man sogar " Heimfahren" von der einen zur anderen Wohnung absetzen.
Aber die Wohnung in Bremen kostet ja auch nicht nichts, Grundsteuer, Versicherung etc sind zwar nicht hoch, aber auch so um die 100€ monatlich. An die Bank zahle ich monatlich 200€ (Zins und Tilgung zusammen, je länger ich zahle, desto weniger Zinsen, und um so mehr Tilgung)
 

ZynHH

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Jetzt mal angenommen, ich bekomme die Wohnung für sagen wir 300€ vermietet.
Erzähl mal etwas über Anzahl zimmer, qm pro Zimmer, als wg vermietbar....

Hier in Hamburg gehen gehen zimmer, Wohnungen für bis zu 53€ pro Tag weg....

Überleg noch mal neu..... Airbus gibt's bei euch doch auch.....
 

Super Bleifrei

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Erzähl mal etwas über Anzahl zimmer, qm pro Zimmer, als wg vermietbar....

Hier in Hamburg gehen gehen zimmer, Wohnungen für bis zu 53€ pro Tag weg....

Überleg noch mal neu..... Airbus gibt's bei euch doch auch.....
Und wie vermiete ich von Norderney aus tageweise Zimmer? Mit Übergabe und Rücknahme, Protokoll etc, PP? Der Flughafen ist eine Stunde Fahrt weg, die Uni (Studenten) mindestens eine halbe Stunde. Sofern wer Lust hat, zu mieten. Bisher hatte ich nie Erfolg, einen zuverlässigen Untermieter zu finden. Es sind 3 Zimmer: das Kinderzimmer für meine Tochter, mein Schlafzimmer, und ein zum Flur hin offenes Wohnzimmer. 2er WG wäre damit vorstellbar, nur bisher haben alle Bewerber, denen ich das Kinderzimmer anbot, abgewunken, noch Ehe man sich über einen Preis unterhalten hat. Insgesamt hat die Wohnung knapp 70 Quadratmeter, wobei die Schlafzimmer eher klein sind, und das Wohnzimmer, das nur als Gemeinschaftsraum taugt fast riesig ist. Dachschrägen sind anscheinend auch nicht jedermanns Sache.
Ich denke inzwischen schon eher an Flüchtlinge, für die wird ständig Wohnraum gesucht. Aber da gibt es halt solche und solche unter diesen Leuten, und wenn man keinen konkreten Flüchtling nennt, dann setzt die Behörde da irgendeinen rein, ohne mich zu fragen. Und das ist mir dann doch etwas zu heikel.
 

Super Bleifrei

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Na mal sehn, ob hier überhaupt noch Antworten kommen, oder es zum Selbstgespräch mutiert.

Ich war nun beim Amt. Es war ein kurzer Besuch.

Auf einem Schmierzettel wurde mir vorgerechnet: 1400€ ausbezahltes Einkommen minuns 300€ Fribetrag = 1100€ anrechnebares Einkommen.

Bedarf: 200€ Nebenkosten plus 200€ Kreditrückzahliung ergeben 400€ KdU

plus 416€ GRundbedarf macht 816 Gesamtbedarf.

Damit anrechenbares Einkommen > Bedarf, damit keine Bedürftigkeit, Feierabend. Ich soll meine und deren Zeit nicht mit einem Antrag verschwenden, der eh nur abgelehnt wird.

Alle weiteren Kosten, Einnahmen und Ausgaben werden in der Vorprüfung nicht berücksichtigt, und wer in der Vorprüfung schon durchfällt, bekommt auch bei Anstragstellung nichts.
 

Matt45

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Ein paar Fragen:

Zahlst du Kindesunterhalt?
Gibt es einen Titel?
Wenn beide Fragen mit ja, dann stimmt die "Rechnung" schon einmal nicht. > Dadurch sinkt doch dein Einkommen.

Was ist mit deiner Wohnung in Bremen?
Ist die leer oder vermietet?
Ist dies nicht eine ETW? Wenn ja, kann dich das JC auffordern die Wohnung zu verkaufen?!> Ganz sicher bin ich aber nicht.

Vielleicht solltest du trotzdem einen Antrag stellen bzw. den Antrag/Ablehnungsbescheid vom Anwalt überprüfen lassen.

Ganz so "einfach" scheint es aber nicht zu sein bei dir.

Für mich ist diese Berechnung auf einen "Zettel" aber nicht so richtig.
 

Super Bleifrei

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Ja, ich zahle Kindesunterhalt. Da ich es in dem Personalzimmer nicht ausgehalten habe, pendle ich nun täglich von Bremen aus in die Arbeit. Finanziell hält es sich in etwa die Waage: Das was ich nun an Spritkosten mehr habe, habe ich dafür weniger an Miete für ein unterirdisch schlechtes Zimmer sowie Parkplatzgebühren am Fähranleger. Für die Fähre habe ich nun eine Jahreskarte, das ist umgerechnet deutlich billiger, als Einzeltickets, und wird vom Arbeitgeber bezuschusst.

Bei den Antragsunterlagen, die ich nach viel, viel bitten und betteln nun doch bekommen habe, wurde mir die Anlage "BEBE" nicht ausgehändigt, da ich diese - laut Auskunft JC -
nicht benötige.

Dafür wurde mir eine Anlage UH1 mitgegeben, die ich ausfüllen soll. Meinen die ernsthaft, ich kann über 10 Jahre nach der Trennung von meiner Freundin Trennungsunterhalt verlangen, oder was?
 

Matt45

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Ehegattenunterhalt gibt es natürlich nicht. Wenn, kannst du den Kindesunterhalt vom Einkommen abziehen. Aber nur bei einem Titel. Siehe auch meine Antwort vom 05.01.

Auf den "Schmierzettel" ist gestern der Unterhalt nicht berücksichtigt worden.

Leider interessieren sich die JC nicht für die Gesetze, weil Familienrecht ins SGB II geschoben worden ist.

Manchmal ist ein Anwalt oder Anwältin für Familienrecht/Sozialrecht hier von Vorteil.
 

Pinhead Larry

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Bei den Antragsunterlagen, die ich nach viel, viel bitten und betteln nun doch bekommen habe, wurde mir die Anlage "BEBE" nicht ausgehändigt, da ich diese - laut Auskunft JC - nicht benötige.
Habe ich damals auch nicht bekommen, weil unser JC sowas gar nicht hatte. Das ist eine Optionskommune. Wie auch immer, Leistungen für Umgang kann man auch formlos auf einem selbstbemalten Blatt DIN A4 beantragen.

Auf den "Schmierzettel" ist gestern der Unterhalt nicht berücksichtigt worden.
Berücksichtigt wird nur titulierter und gezahlter Unterhalt.
 
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