Aufstocken bei 800€ Nettogehalt?

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sincere

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Hallo Leute,

da ich mich mit dem Thema nicht so sehr auskenne und hier ältere Themen dazu gefunden habe, wollte ich mal nachfragen:

Wenn ich 800 netto verdiene, kann ich dann aufstocken? Wenn ja, mit wieviel kann ich rechnen? Wie verhält sich das mit dem Freibetrag usw?

Ich hoffe jemand weiß mehr :) Danke!
 

doppelhexe

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AW: Aufstocken bei 800€ Nettogehalt?

dazu bräuchte es den bruttolohn, die höhe der miete und die anzahl der personen...

im grunde errechnet sich der bedarf aus angemessener miethöhe und regelbedarf.

allein in einer BG ist der regelbedarf 409€ im mom.

bruttolohn braucht man, um die freibeträge zu errechnen, die von netto abgezogen werden müssen.

100€ freibetrag immer
20% freibetrag von 101 - 1000€ brutto
10% freibetrag von 1001 - 1200€

der daraus berechnete betrag wird vom netto abgezogen.

ist miete + regelbedarf höher besteht anspruch auf ALG2 ... vorher aber evtl. wohngeld prüfen... /wenns zb. nur 20-50€ sind?

angemessene miete kannst du hier raussuchen: Ortliche Richtlinien
 

sincere

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AW: Aufstocken bei 800€ Nettogehalt?

dazu bräuchte es den bruttolohn, die höhe der miete und die anzahl der personen...

im grunde errechnet sich der bedarf aus angemessener miethöhe und regelbedarf.

allein in einer BG ist der regelbedarf 409€ im mom.

bruttolohn braucht man, um die freibeträge zu errechnen, die von netto abgezogen werden müssen.

100€ freibetrag immer
20% freibetrag von 101 - 1000€ brutto
10% freibetrag von 1001 - 1200€

der daraus berechnete betrag wird vom netto abgezogen.

ist miete + regelbedarf höher besteht anspruch auf ALG2 ... vorher aber evtl. wohngeld prüfen... /wenns zb. nur 20-50€ sind?

angemessene miete kannst du hier raussuchen: Ortliche Richtlinien

1 Person
Bruttolohn 1000€ cirka
Miete 400€
 

SimdeB

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Hallo,
ich bin auch Aufstockerin und verdiene 1.000,00€ Brutto und bekomme Aufstockung. Wohngeld wäre in deinem Fall zu wenig.
Aufstockung wäre zwischen 200€ und 300€.

Es gibt auch einen Hartz 4 Rechner für Aufstockung (einfach mal googlen.

Grüße
 

doppelhexe

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1000€ brutto macht 280€ freibetrag
800€ netto - 280€ = 520€ anrechnung

bedarf 809€ - 520€ anrechnung = 289€ vom jobcenter dazu...

für die 280€ hast aber dann auch alle pflichten eines leistungsempfängers, musst anträge stellen, dein vermögen offenlegen, kontoauszüge vorzeigen, bei schwankendem einkommen (und seien es auch nur wenige cents) monatlich lohnzettel und kontoauszug vorlegen, nebenkostenabrechnungen einreichen, termine wahrnehmen, bewerbungen schreiben usw...

ob wohngeld da nicht besser wäre? für den antrag auf ALG2 brauchst du meines wissens eh ne ablehnung von wohngeld, also beantrage doch erst mal dieses ... , stell aber gleichzeitig den antrag auf ALG2 noch diese woche, damit dir der anspruch für oktober nicht flöten geht...
 

Hansgeorg Januar1963

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AW: Aufstocken bei 800€ Nettogehalt?

Also würde ich mehr davon haben Wohngeld zu beantragen?

Wohngeld ist geringer als ergänzendes ALG 2. Bei der Berechnung von Wohngeld wird die Nettokaltmiete plus kalte Betriebskosten zugrunde gelegt.

Bei ergänzendem ALG 2 kommen noch die Heizungskosten dazu. Da Wohngeld allerdings als "vorrangige Leistung" gilt wirst Du dies auch beantragen müssen.

Somit erhält man bei einem Anspruch auf Wohngeld erstmal kein ergänzendes ALG 2.
 

sincere

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Frage: kann ich nicht erstmal das eine beantragen und wenn es zu wenig ist dann das andere? Also erst Wohngeld und dann Aufstocken?

Wobei ich mal diese Rechner verwendet habe und glaube dass ich als Aufstocker doch besser fahre.
 

Hansgeorg Januar1963

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Wohngeld ist eine "vorrangige Leistung". Wenn ein Anspruch darauf besteht muß dieses auch beantragt werden. Bevor ein Antrag auf ergänzendes ALG 2 gestellt wird. Der mögliche Anspruch auf Wohngeld wird vom Jobcenter überprüft.
 

doppelhexe

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Wohngeld ist eine "vorrangige Leistung". Wenn ein Anspruch darauf besteht muß dieses auch beantragt werden. Bevor ein Antrag auf ergänzendes ALG 2 gestellt wird. Der mögliche Anspruch auf Wohngeld wird vom Jobcenter überprüft.

nö, man kann (sollte sogar) beides gleichzeitig beantragen. schon allein, um den anspruch nicht zu verlieren. bis der bescheid vom wohngeld da ist, ist mindestens november und die leistungen vom jobcenter gibts erst ab dem monat, wo der antrag gestellt wurde.

wartet TE bis zum negativbescheid wohngeld hat er keinen anspruch mehr auf ALG2 für oktober.

stellt er jetzt beide anträge kriegt er im november bei ablehnendem wohngeldbescheid die leistungen für oktober nachgezahlt.

kriegt er wohngeld bewilligt schliesst das ALG2 sowieso automatisch aus ...
 

Hansgeorg Januar1963

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In der Praxis sieht es so aus. Man(n) oder Frau geht zum Jobcenter und stellt einen Antrag auf ergänzende Leistungen. Spätestens dann kommt die Frage: Haben Sie nicht einen Anspruch auf Wohngeld ? Dann gehen Sie mal zur Wohngeldstelle beim Sozialamt.

Habe ich bereits durch. Ich war bis August Wohngeldbezieher. Quasi bis zum Ende des ALG 1 Bezuges.

Die Dame bei der AfA hatte mich allerdings schon vorher darauf hingewiesen.

Ich habe mir bei der Erstantragstellung gedacht,vielleicht klappt es ja. Wären ja im Falle des Gelingens ein paar Taler mehr gewesen.

War aber Pustekuchen. Im übrigen hatte ich ein ähnlich hohes oder je nach Standpunkt niedriges Einkommen wie der TE.

807,00 Euro ALG 1. Wohngeld habe ich zuletzt in Höhe von 105,00 Euro bei 518,00 Euro Warmmiete bekommen.

Bei der Wohngeldberechnung wurden allerdings nur die 350,00 Euro Kaltmiete+ 93,00 Euro kalte Betriebskosten zugrunde gelegt. Die Heizkosten in Höhe von 75,00 Euro fließen dabei nicht ein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fabiola

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War da nicht noch was mit der Befreiung von TV- und Rundfunkgebühr? Dafür braucht es doch einen Bescheid des JC, aus dem ersichtlich ist, dass man z.B. nur knapp über dem Leistungsbetrag liegt. (sorry, kann es grad nicht besser ausdrücken :icon_confused:)
 

Hansgeorg Januar1963

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War da nicht noch was mit der Befreiung von TV- und Rundfunkgebühr? Dafür braucht es doch einen Bescheid des JC, aus dem ersichtlich ist, dass man z.B. nur knapp über dem Leistungsbetrag liegt. (sorry, kann es grad nicht besser ausdrücken :icon_confused:)

Für ALG 1-Bezieher gibt es keine Befreiung von der Haushaltsabgabe. Auch nicht wenn sie zusätzlich Wohngeld bekommen.

Das gleiche bei Arbeitseinkommen und zusätzlichem Wohngeldbezug.

Das kann bei Aufstockern schon wieder anders sein.
 
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