Aufschlüsselung der Grundmiete durch den Vermieter - Hilfe ?

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redfly

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Unsere Nachbarin hat ein Problem. Sie hat auch einen Drohbrief über die Kürzung der Miete erhalten. In dem Mietvertrag steht etwas von Grundmiete, darin enthalten sind aber einige Nebenkosten. Gegenüber dem Vermieter ist die "Pauschalmiete" ohne Zweifel ein Vorteil, aber das Jobcenter legt jetzt diesen Betrag als Nettokaltmiete fest. Ihre angemessene Miete wird somit um fast 150 Euro überschritten.

Ist der Vermieter verpflichtet die Grundmiete aufzuschlüsselen, um so den niedrigern Anteil für die Nettokaltmiete zu ermitteln ?
 

gerda52

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ft60user meinte:
Ist der Vermieter verpflichtet die Grundmiete aufzuschlüsselen, um so den niedrigern Anteil für die Nettokaltmiete zu ermitteln ?
Ich denke, nein. Der Vertragsfreiheit zwischen Vermieter und Mieter kann die Arge nicht einfach ihr Berechnungsschema aufdrücken. Gegen die Aufforderung zur Kostensenkung sollte die Nachbarin daher Widerspruch einlegen.
 

Pikku

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Unsere Nachbarin hat ein Problem. Sie hat auch einen Drohbrief über die Kürzung der Miete erhalten. In dem Mietvertrag steht etwas von Grundmiete, darin enthalten sind aber einige Nebenkosten. Gegenüber dem Vermieter ist die "Pauschalmiete" ohne Zweifel ein Vorteil, aber das Jobcenter legt jetzt diesen Betrag als Nettokaltmiete fest. Ihre angemessene Miete wird somit um fast 150 Euro überschritten.

Ist der Vermieter verpflichtet die Grundmiete aufzuschlüsselen, um so den niedrigern Anteil für die Nettokaltmiete zu ermitteln ?

Handelt es sich um eine echte Pauschalmiete? Oder handelt es sich "nur" um Vorauszahlungen? Wenn es "nur" Vorauszahlungen sind, dann ist eine Aufschlüsselung im Interesse des Mieters. Zumindest muss die Nettokaltmiete ausgewiesen sein. Was die Nebenkosten betrifft, so ist auch das im Interesse des Mieters. Der Mieter muss schließlich die Zusammenstellung der Kosten kennen, um in einer Endabrechnung evtl. Gutschriften oder Nachzahlungsforderungen überhaupt nachprüfen zu können. Außerdem hat er nur durch eine Einzelaufstellung die Möglichkeit, zu überprüfen, ob bestimmte Kosten überhaupt auf ihn umlegbar sind. Bei einer Pauschalmiete ist meines Wissens nach alles abgegolten, egal wie hoch die Kosten dann für den Vermieter tatsächlich sind. Ich wüsste jetzt aber nicht worin der Nachteil bei einer Aufschlüsselung in Netto und Pauschal-NK bestehen sollte, denn Nebenkosten (kein Strom, kein Warmwasser, ich weiss), die auf den Mieter umgelegt werden können, müssen von der ARGE übernommen werden. (Heisst ja KdU und nicht Nettokaltmiete).
 
G

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Gast
Illegal

Hier scheint der SB mal wieder daneben zu liegen.

Bei der Prüfung der KdU-Höhe sind nicht Einzelbeträge sondern die Gesamtsumme ist zu betrachten.
Die Ursache hierfür liegt an den vielen Möglichkeiten Kosten auf den Mieter in Form der Kaltmiete wie den Betriebskosten abzuwälzen.

Der Vermieter ist nicht verpflichtet die Miete über die im Mietvertrag hinausgehenden Positionen aufzuschlüsseln.
Ausnahme: öffentlich geförderter Wohnbau.

Vielleicht sollte sich auch dieser SB an die Gepflogenheiten halten und einfach Kostensenkung fordern. Würde hier allerdings Umzugskostenübernahme bedeuten.
 

redfly

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Im Mietvertrag wurde eine Art Pauschalmiete vereinbart. Wie soll man jetzt dem Jobcenter nachweisen, dass dieser Betrag nicht nur die reine Nettokaltmiete ist. So ist die Wohnung natürlich viel zu teuer. Nur die Abschläge für die Heizkosten sind separat im Mietvertrag angegeben. Darüber erhält sie jährlich eine Abrechnung.

Sie benötigt also eine Bescheinigung vom Vermieter, in der ein Betrag für die Nettokaltmiete angegeben wird.
 

gerda52

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ft60user meinte:
Sie benötigt also eine Bescheinigung vom Vermieter, in der ein Betrag für die Nettokaltmiete angegeben wird.
Schaden kann so eine Bescheinigung mal nicht.
M.E. reicht aber die Mitteilung an die Arge, dass es sich um eine Pauschalmiete einschließlich Neben- und Betriebskosten handelt. Details dürften nur dann von Bedeutung sein, wenn auch all incl. die Mietobergrenze überschritten wird.
 
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