Aufruf: „Friedenswinter 2014/2015: Gemeinsam für den Frieden

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wolliohne

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– Friedenslogik statt Kriegsrhetorik“
Wir sind – wie Millionen Menschen in unserem Land und weltweit – tief besorgt. Kriege breiten sich weltweit in einer immensen Geschwindigkeit aus, sie kehren mit dem Krieg in der Ukraine nach Europa zurück.
Hundertausende Tote und Verwundete, Millionen Flüchtlinge, noch mehr Hunger und Armut sind die dramatischen Folgen von Kriegen, die primär für wirtschaftliche und geostrategische Interessen geführt werden – in Europa, im Nahen/Mittleren Osten, Afghanistan und in anderen Ländern. Die NATO und besonders die USA führen weltweit völkerrechtswidrige Kriege und geben 72% der weltweiten Rüstungsausgaben aus. Die Bundesregierung ist ein aktiver Bestandteil dieser militaristischen Politik.
Politische Führungskräfte überall auf der Welt sagen uns, noch mehr (High-Tech-) Waffen, Drohnen und eine Automatisierung der Kriegsführung sowie mehr Soldaten seien sinnvoll; noch mehr Rüstung, Waffenexporte und die Ausweitung des Krieges wären notwendig, um Frieden zu schaffen. Wir aber wissen, mit mehr Krieg und noch effizienteren Waffen wird es keinen Frieden geben. Die „Logik des Krieges“ muss weltweit durch die Logik des Friedens abgelöst werden – und wir müssen jetzt hier bei uns damit anfangen.
Wir kritisieren die häufig tendenziöse Berichterstattung in den Medien, die zur Produktion von Feindbildern beiträgt.
Der Weg der Konfrontation und der Gewalt, des Hasses und der Vernichtung muss überwunden werden – gerade als Lehre aus zwei Weltkriegen und Faschismus.
Wir wollen Frieden und Überwindung von Gewalt überall auf der Welt und durch eine umfassende Abrüstung eine Welt ohne Waffen schaffen. Konflikte müssen zivil gelöst werden. Dialog, Verhandlung und das Menschenrecht auf Frieden sind unsere Werte. Die Politik der Gemeinsamen Sicherheit muss das Denken und Handeln bestimmen.
Wir brauchen die 1,35 Billionen Euro, die jedes Jahr für Rüstung ausgegeben werden, für die Überwindung von Hunger und Armut, für Ökologie und Bildung. Die globalen Herausforderungen, die uns und unseren Planeten Erde bedrohen, sind ohne Abrüstung, ohne Frieden nicht zu bewältigen.
Wir wollen:

  • Kooperation statt Konfrontation! Wir treten ein für eine Politik der Gemeinsamen Sicherheit, die auch Russland mit einbeziehen muss.
  • Für eine Zukunft ohne NATO! Ja zur OSZE und zu einer reformierten, demokratisierten UNO.
  • Abrüstung für nachhaltige Entwicklung in Nord und Süd! Stopp von Rüstungsproduktion, Waffenhandel und Rüstungsexporten. Entwicklung von Konversionsprogrammen und aktive Waffenvernichtungen.
  • Keine militärischen Interventionen! Stattdessen humanitäre Hilfe und offene Grenzen für die Flüchtlinge.
  • Eine Welt ohne Atomwaffen, das bedeutet für Deutschland: sofortiger Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel.
  • Eine Welt frei von Militärbasen und internationalen Kriegs-Einsatzzentralen, das bedeutet für Deutschland: Schließung der US Kommandozentralen Ramstein, Africom und Eucom sowie des Luft- und Raumfahrtführungszentrums in Kalkar.
  • Keine Drohnen und keine Automatisierung des Krieges!
  • Friedliche Konfliktlösungen durch Dialoge und Verhandlungen zwischen allen Konfliktparteien! Beendigung aller Kriegshandlungen, u.a. durch sofortige Waffenstillstände!
Eine friedliche Welt ist möglich und nur eine gerechte Welt kann eine friedliche sein.
Quelle: friedenswinter.de



 

*kampfpaar*radikal.A

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– Friedenslogik statt Kriegsrhetorik“



Eine friedliche Welt ist möglich und nur eine gerechte Welt kann eine friedliche sein.
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Quelle: friedenswinter.de
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Da Obiges kein Hinweis geschlosserter Art ist, soll es somit zur Diskussion gestellt werden.

Das ist gut so. Befremdlich allerdings sehe ich in diesem ZusammenHang folgenden Thread, der in seiner fundamentalen Aussage ein Eingehen auf die Veranstaltung negiert - oder aber, er ist redaktionell: überholt:

https://www.elo-forum.org/news-disk...oesen-aufrufen-friedensdemos.html#post1642421

Dass der Backround dieser ganzen Lage äußerst gespreizt ist, ist mir mehr als bewußt.
Dennoch - oder gerade deswegen - und um im Folgenden hier ein zu großes HeckMeck zu verhindern, würde zumind ich es begrüßen, dazu ein paar klärende Worte der Redaktion geschrieben zu sehen.

Dieses Anliegen meinerseits ist sicherlich nicht einem RedaktionsHinterherLaufen geschuldet - aber sich an diesem Platz ArgumentationsArbeit zu machen, um hernach eine Verschiebung des Threads zu erleben, ist äußerst unbefriedigend.

Um die strategische / idelogische öffentliche Gespreiztheit noch einmal zu dokumentieren, setze ich mal diesen Link:

https://www.freitag.de/autoren/soenke-paulsen/friedenswinter-2014-unterstuetzen

... hauptsächlich auch hinsichtlich der Kommentare.
.

 

roterhusar

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Strutynski ist schon grenzwertig. Der Aufruf an sich ist wohl als peinlich zu bewerten, was um alles in der welt ist ein völkerrechtsgemäßer Krieg, den es ja dann auch geben muss, wenn die von Nato und USA völkerrechtswidrig sind. Ebenso der Werbeblock Machen Sie uns die Russen nicht zu feinden; Die Linke.

Von einer Distanzierung von verkürzter Kapitalismuskritik, a la böse Weltbank - gute Antroposophen Bank kein Wort. Das mag dem Wunsch geschuldet sein, den Aufruf so aalglatt wie möglich zu halten.

Da kann man gespannt sein, was der 13.12. ans Tageslicht fördern wird.
 

*kampfpaar*radikal.A

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Strutynski ist schon grenzwertig. Der Aufruf an sich ist wohl als peinlich zu bewerten, was um alles in der welt ist ein völkerrechtsgemäßer Krieg, den es ja dann auch geben muss, wenn die von Nato und USA völkerrechtswidrig sind. Ebenso der Werbeblock Machen Sie uns die Russen nicht zu feinden; Die Linke.

Von einer Distanzierung von verkürzter Kapitalismuskritik, a la böse Weltbank - gute Antroposophen Bank kein Wort. Das mag dem Wunsch geschuldet sein, den Aufruf so aalglatt wie möglich zu halten.

Da kann man gespannt sein, was der 13.12. ans Tageslicht fördern wird.
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Ja, Alter, zu Deinem ersten AbSchnitt: :icon_daumen: :icon_daumen:

Zum zweiten AbSchnitt:
Was meinst Du, wie lange so ein Prozeß dauert, bis sich in Menschen so etwas herauskristallisiert, wie eine kluge Form der KapitalismusKritik?
Wir wissen doch noch - nicht wahr, mein Freund - wie es bei uns war. War das ein Verstehen einer Woche? Zeit hatten sie noch nicht, sich damit auseinander zu setzen ... jedenfalls der Teil der MontagsWahnMachtler nicht. Wir Linken, basierend auf einem langen, langen Diskurs in der Sache ... sollten verdammt noch mal die Schnauze dazu gebrauchen, mit den Freaks dieses zu erörtern. Aber nein!, unsere fettwansterlte GesamtLinke hängt im Tran ihrer Verzückung die Lupe des kalt-blöden InsektenForschers über sie. Was bilden wir uns eigentlich ein?
Irgendwelche kirchlichen Hari-Jesus-Verbände werden von der Linken gerne liebensfriedlich verbündelt. ... Und wo ist da die KapitalismusKritik marxistischer Prägung? *such-such-hin-und-her* HauptSach' wir können bei den neuen Freaks auf das Fehlen ihrer Glieder hinweisen ...

:cool: ... und Strutynski ist ein geistiger BrandStifter bei uns Linken ... und ein WendeHals obdrein. Dem würd' ich gerne eine Rechnung vorlegen ... ...
.

 

ethos07

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Ich plädiere dafür - auch angesichts der kurzen Zeit bis zum zentralen Demotermin am kommenden Samstag - dass wir anstelle des bundesweiten Aufrufs einfach pragmatisch den hauptsächlich von Berliner Altlinken aus der Linkspartei unterzeichnet Berliner Aufruf nehmen.

Und wer kommt und teilnimmt reiht sich bei den regionalen Demos dann bei dem dort gewiss dann auch vorhandenen linken Demoteil ein.
Vermutlich kommen ja auch überall noch Leute und Positionen der jüngeren undogmatischen ausserparlamentarischen linken Bewegungen dazu . Dann könnte man gemeinsam sicher den querfrontlerischen Tendenzen dieser 'neuen' Friedensbewegung gut Paroli bieten. Man sollte ihnen schon deutlich Paroli bieten - also wer mitmacht, statt auf dem Sofa zu kommentieren, kann sich vielleicht noch den einen oder anderen klaren Spruch auf einem Schild einfallen lassen.

-----

PS Generell bin ich eh der Auffassuns, dass wir uns nicht auf eine hermetische "Frieden-halten-um-jeden-Preis"-Position festzurren lassen sollten. Denn auch die noch so arg prekären Reste der Demokratie, wie wir sie zur Zeit in der westlichen Einflusssphäre haben, müssen bei stark zugespitzten Situationen - wie z.B. nun in Kobane gegen den IS - auch durchaus mit bewaffneter Wehrhaftigkeit verteidigt werden - dann wenn alle anderen 'Mittel versagt haben.

Mit einer solchen Haltung kann mensch undogmatisch an solchen ideologisch gesprenkelten Friedensbekundungen im bestmöglichen linken Segment teilnehmen. Und das ohne so lange mit der Teilnahmeentscheidung zu zaudern, bis alles dann wieder mal ganz ohne ihn/sie über die Bühne gegangen ist und er/sie nur zum nachhinein feststellt, dass der 'Frieden' in einen von ihm/ihr dann aber definitiv ganz_&gar nicht gewünschte Richtung gedriftet ist... :wink:

Und für die beidseitig strategisch aufgeschaukelten Aversionen zwischen Ost und West ist aktuell die alte Losung "Frieden schaffen ohne Waffen!!" auf jeden FAll aktuell die bestmögliche Losung.
 

ethos07

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Hier noch der Aufruf für den 13.12.:

Friedens-Demonstration 13.12.2014

... in Berlin: zum Amt des Bundespräsidenten Schloss Bellevue!

und in den anderen Städten zu ebenfalls 'herausragenden' Zielen:
https://friedenswinter.de/aufruf/regionale-aufrufe/


Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation.
Unsere Verantwortung heißt: Ja zu Frieden, Abrüstung, ziviler Konfliktlösung und humanitärer Hilfe.


Wir sind besorgt über die wiederholten und sich verstärkenden Äußerungen des Bundespräsidenten, der Bundesregierung sowie von Teilen der Opposition, Deutschland müsse

  • sich mit mehr Truppen, dem Ausbau der Rüstungsproduktion und des Exports von Waffen weltweit verstärkt engagieren.
  • die Ausgaben für Bundeswehr und Kriegführung erhöhen.
  • die Politik der Konfrontation gegen Russland weiter vorantreiben.
  • in Worten und Taten (begleitet von einer Mehrheit der Medien) die innere und äußere Militarisierung voran bringen.

Diese Stimmen sehen die NATO als nicht zu hinterfragendes Bündnis. Jene NATO, die seit 1991 durch ihre Politik der Ostausdehnung und durch die Stationierung der Raketenabwehr entgegen dem Gedanken eines “gemeinsamen Hauses Europa” den Frieden bedroht – nicht nur in Europa.

Der „Krieg gegen den Terror“ und die erklärten geostrategischen und ökonomischen Interessen des Westens tragen maßgeblich bei zu einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät. Dafür fordern die Protagonisten mehr Waffen, mehr Truppen und mehr Interventionen mit globalen Dimensionen. Jeder dieser Schritte verschärft die Krisen- und Kriegssituationen.

Verantwortungsvoll Handeln 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges und fast 70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus heißt, alles dafür zu tun, dass vom deutschen Boden nur Frieden ausgeht.

Deswegen fordern wir:
  • -Das Ende aller Interventionskriege und die Auflösung der Militärblöcke, besonders der NATO!
  • Abrüstung! Friedliche und politische Konfliktlösungen! Stärkung der OSZE!

Wirkliche deutsche Verantwortung ist humanitäre Hilfe, ökonomische und soziale Gerechtigkeit sowie Frieden mit der Natur. Zivile Konfliktlösungen, Prävention, Dialog und Verhandlungen sind nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern müssen immer Grundlage deutscher Außenpolitik sein.

Verantwortung heißt: Investitionen in Bildung, Arbeitsplätze und Soziales statt in Aufrüstung – national und weltweit.

Frieden in Europa heißt: Partnerschaft und Kooperation mit Russland und anderen Ländern.

Frieden heißt: Flüchtlingen nicht nur vor Ort zu helfen, sondern sich auch hier in Deutschland gegen jede Form der Fremdenfeindlichkeit zu stellen. Wir weigern uns Feinde zu sein!

Wir wissen, wir werden all dies nicht von heute auf morgen erreichen, wir wollen aber beitragen zu einer Weichenstellung hin zu Frieden und zurück zu einer Politik der gemeinsamen Sicherheit.

Deswegen demonstrieren wir am 13.12.2014 zum ersten Mal vor dem Amtssitz des Bundespräsidenten, der wiederholt in unverantwortlicher Weise mit dem Argument der „Schutzverantwortung“ eine militaristische Außenpolitik Deutschlands fördert.

Kommt zur Demonstration am 13.12.2014 in Berlin!


Zeigt dem Bundespräsidenten im „Friedenswinter 2014/2015“, dass wir nicht seine, sondern eine andere Welt wollen!
Nur eine gerechte Welt kann eine friedliche werden.

Den Aufruf haben unterzeichnet*:

Prof. Dr. Elmar Altvater, FU Berlin; Pablo Ardouin, Folkmusiker und Liedermacher; Susan Bonath, Journalistin; Bots, Musikgruppe; Reiner Braun, IALANA, Co-Sprecher Kooperation für den Frieden; Prof. Dr. Andreas Buro, Komitee für Grundrechte und Demokratie; Prinz Chaos II, Liedermacher; Marsili Cronberg, Redner Mahnwache; Daniela Dahn, Publizistin; Dr. Diether Dehm, Liedermacher, Schatzmeister der Europäischen Linkspartei; Eugen Drewermann, Theologe, Psychoanalytiker, Schriftsteller; Ina Edelkraut, Friedensfestival Berlin; Nina Eumann, Blockupy-Aktivistin (feministische Intervention); Lea Frings, Rednerin Mahnwache Berlin; Sylvia Gabelmann, Mitglied des Landesvorstandes der Linken Hessen; Wolfgang Gehrcke, MdB DIE LINKE; Dr. Edgar Göll, Zukunftsforscher, stellv. Vorsitzender Netzwerk-Cuba; Susanne Grabenhorst, Vorsitzende IPPNW; Evelyn Hecht-Galinski, Publizistin, Autorin; Dr. Florence Hervé, Journalistin, Zeithistorikerin, Frauenrechtlerin; Prof. Dr. Peter Hildebrandt, TU Berlin; Andrej Hunko, MdB DIE LINKE; Ken Jebsen, Redner Mahnwache, freischaffender Reporter; Wahida Kabir, Kommission für Frieden und Freiheit in Afghanistan; Heinz D. Kappei, Berliner Initiative ‘Legt den Leo an die Kette'; Kristine Karch, No to war-No to Nato Netzwerk; Dr. Sabine Kebir, Autorin, Literaturwissenschaftlerin; Reiner Kröhnert, Kabarettist, Parodist; Sabine Leidig, MdB DIE LINKE; Patrick Luzina, Brandenburg-Berliner Initiative für Zivilklausel; Lars Mährholz, Mahnwache Berlin; Prof. Dr. Mohssen Massarrat, Wissenschaftlicher Beirat Attac; Manfred Maurenbrecher, Liedermacher, Autor; Hella May, Reinhard Mey, Musiker, Liedermacher; Kilez More, Musiker; Morgaine, Sängerin; Albrecht Müller, Autor, Herausgeber der NachDenkSeiten; Michael Müller, Vorsitzender der Naturfreunde; Mike Nagler, Bundeskoordinierungskreis Attac Deutschland; Alexander Neu, MdB DIE LINKE; Prof. Dr. Norman Paech, Völkerrechtler; Eva Maria Pfeiffer, Mahnwache Berlin; Gina Pietsch, Sängerin, Schauspielerin; Elsa Rassbach, Code Pink Germany, DFG-VK; Jürgen Rose, Vorstand Darmstädter Signal; Monika Schierenberg, Sprecherin EcoMujer e.V.; Bärbel Schindler-Saefkow, Deutscher Friedensrat; Torsten Schleip, Bundessprecher DFG-VK; Astrid Schmied, Rhythms of Resistance; Pedram Shahyar, Redner Mahnwachen; Peter Sodann, Schauspieler; Jens Peter Steffen, IPPNW, Co-Sprecher Kooperation für den Frieden; Hannelore Tölke, Landessprecherin DFG-VK; Kathrin Vogler, MdB DIE LINKE; Dr. Sahra Wagenknecht, Stellv. Fraktionsvorsitzende DIE LINKE; Peter Wahl, Wissenschaftlicher Beirat Attac, weed; Konstantin Wecker, Musiker, Liedermacher; Karl-Heinz Wendt, Bundesvorsitzender der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.; Lucas Wirl, Geschäftsführer NatWiss, Co-Sprecher Kooperation für den Frieden

* Die Unterzeichnung geschieht nur im eigenen Namen und nicht stellvertretend für eine Organisation. Sie bezieht sich ausschließlich auf den Text dieses Aufrufes und in Verbindung damit auf die Kundgebung. Einzelunterschriften bedeuten nicht, dass damit eine weitergehende Kooperation geplant ist.
Veröffentlicht unter Aufrufe aus den Regionen,Demo Berlin
Aufrufe aus den Regionen | Friedenswinter 2014/2015
 

ZynHH

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PS Generell bin ich eh der Auffassuns, dass wir uns nicht auf eine hermetische "Frieden-halten-um-jeden-Preis"-Position festzurren lassen sollten. Denn auch die noch so arg prekären Reste der Demokratie, wie wir sie zur Zeit in der westlichen Einflusssphäre haben, müssen bei stark zugespitzten Situationen - wie z.B. nun in Kobane gegen den IS - auch durchaus mit bewaffneter Wehrhaftigkeit verteidigt werden - dann wenn alle anderen 'Mittel versagt haben.

Mit anderen Worten, Krieg ist okay, solange ihn andere führen, damit die westliche Lebensart so billig bleibt...... So ähnlich hat das neulich hier schon einmal jemand formuliert....ist aber leider nicht mehr im Forum....
 

ethos07

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Mit anderen Worten, Krieg ist okay, solange ihn andere führen, damit die westliche Lebensart so billig bleibt...... So ähnlich hat das neulich hier schon einmal jemand formuliert....ist aber leider nicht mehr im Forum....
NEIN - das steht definitiv nicht bei mir und auch nicht im Aufruf der Altlinken. :icon_stop:

Unterlasse es bitte, immer wieder mit dem billigen Rhetorikkniff "in anderen Worten" die klar geäusserten Positionen anderer mal eben schnell beliebig umzudrehen. Und dann dem anderen Dein so kurz Gezwirbeltes als seine Verlogenheit anzupinseln.
(Vielleicht mal nachdenken: Motiv dahinter - vermute ich - könnte sein, dich von deiner eigenen Passivität zu entlasten...)

Klar sind wir in Europa alle Nutzniesser der westlichen Lebensart auf Kosten anderer Weltregionen - wer möchte das bestreiten! Doch bei Tageslicht besehen, geniest du selbst doch diesen Vorteil noch skrupellloser als jene, denen du das vorhälst. Diese stehen immerhin für eine etwas gerechtere Welt auf - natürlich nicht zuletzt, weil sie nun auch um ihren ureigenen Frieden in Europa fürchten. Während von dir weiss man auch nach Jahren hier im Forum überhaupt nicht, wofür oder wogegen du im Leben eintrittst und welche praktischen Schritte du dafür unternimmst. Es gibt hier von dir, will mir scheinen, nur immer diese kleinen rethorischen - manchmal durchaus witzigen - Engführungsversuche der Schritte anderer.
Na ja, vielleich täusche ich mich ja....

Und da aus dem Forum auch am kommenden Samstag vermutlich mal wieder kaum eine/r seinen/ihren Popo erheben wird, ist es ja eigentlich auch ziemlich egal, welche Meinungen ich oder du oder jene/r zu dem oder jenem hier im Forum vertritt... Hauptsache es kommen schön viele andere mit einer 'gutern' Weltsicht auf die Beine :icon_mrgreen:.
 

roterhusar

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Die Polemik besteht ja gerade in der Umdrehung: Weil du morgens die Butter auf das Brot schmierst, an der afrikanisches Kinderblut klebt, gibt es nur, weil deine Bundeswehr im Namen der Demokratie den Firmen deines Landes den Zugang zu den billigen Arbeitskräften freiballert, weshalb du ja wohl konsequenterweise kein Recht hast den Mund aufzumachen, womöglich noch auf die Straße gehend, dir selber die Butter vom Brot nehmend. Da würde ich sagen, nun erst recht.

Kein Grund für mich, einem Aufruf zu folgen, der voll von Nichtssagendem oder Bullshit ist.

Es wird nicht darauf eingegangen, dass es in der Ukraine um einen Naziputsch geht, und nicht darum, wie Du es mit Putin hältst.

Im nahen Osten geht es auch um Nazis. Und die deutsche Linke will, weil ihre Kanzlerin uneingeschränkt solidarisch ist mit Israel, natürlich das Gegenteil sein, was kein Schwein kapiert, nicht mal ethos07.

Die Meinung, wir sollten alle Moral, Vernunft, Ethik über den Haufen werfen, um die Demokratie zu retten, weil ja das dumme Volk 60 Jahre lang dagesessen hat und geglaubt hat, die Demokratie wird ewig bleiben wie sei ist, und damit nicht Verhandler und Antikriegsaktivisten zu beauftragen, sondern von der Leyens Bundeswehr, weil jetzt ist auch mal wieder Schluss mit friedlich, unsesere Jugend hat lange genug Killerspiele am PC geübt, wir wollen auch die Fleischberge nicht mehr in den Nachrichten sehen, da können wir nicht mehr verantwortungslos abseitsstehen, ist bloße Propaganda, wie sie schon Cäsar beherrschte. Ich mach nicht mit.
 

ZynHH

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Zitat von ethos07
PS Generell bin ich eh der Auffassuns, dass wir uns nicht auf eine hermetische "Frieden-halten-um-jeden-Preis"-Position festzurren lassen sollten. Denn auch die noch so arg prekären Reste der Demokratie, wie wir sie zur Zeit in der westlichen Einflusssphäre haben, müssen bei stark zugespitzten Situationen - wie z.B. nun in Kobane gegen den IS - auch durchaus mit bewaffneter Wehrhaftigkeit verteidigt werden - dann wenn alle anderen 'Mittel versagt haben.
Okay, dann eben in deinen eigenen Worten.

Ich kann mich täuschen, aber diese Argumentation wird doch auch von der Wirtschaft, Gauck und anderen geteilt. Und gegen die wird doch demonstriert.:icon_mrgreen:

Ist ja nicht böse gemeint, kam mir nur widersprüchlich rüber.


Ps: Es geht hier weder um mich noch um irgendwelche alten Linken.
 

roterhusar

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Um mal den Vorschlag aufzugreifen hab ich da mal was formuliert für den Friedenswinter.

Die Welt versinkt in einem kapitalistischen Wahn. Das ist die Kriese für Prekäre und Ausgespuckte.

Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind Gründe für die Vernichtung von Staaten, das Auswechseln von Regierungen oder Stationierung von Bodentruppen.

Die Armen haben sich international immer gewehrt gegen die Systeme und nie gesagt, es hat doch keinen Zweck.

Militär gehört abgeschafft.
Faschistische Herrscher gehören hinter Schloss und Riegel.
Eine Welt für alle, außer Kapitalisten.

Frieden jetzt.
Freiheit ohne Mauern.
Einkommen für alle.
 

ethos07

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Okay, dann eben in deinen eigenen Worten.

Ich kann mich täuschen, aber diese Argumentation wird doch auch von der Wirtschaft, Gauck und anderen geteilt. Und gegen die wird doch demonstriert.:icon_mrgreen:

Ist ja nicht böse gemeint, kam mir nur widersprüchlich rüber.


Ps: Es geht hier weder um mich noch um irgendwelche alten Linken.



Soso, was du nicht alles feixend weisst...

...diese Argumentation wird doch auch von der Wirtschaft, Gauck und anderen... geteilt.

Vielleicht mal einfach selbst im eigenen Kopf oder auch in den Geschichtsbüchern deinem Wörtchen "auch" hinterherforschen und ein paar alternative und dem Threadthema sowie mir produktiver zugewandte Interpretationsmöglichkeiten meiner Argumentation ins Auge fassen. Statt mal oberflächlich-vorschnell-znynisch nur den NATO-Kriegstreiber-Kübel drüber zu hauen...

Nur so als Vorschlag für (d)ein künftig handlungsproduktiveres Beitragen hier im Forum .

Denn natürlich geht es in diesem Thread vorragnig darum, ob wir - du dich, ich mich, andere sich - ganz konkret an diesem "Friedenswinter! beteiligen wollen/sollen oder nicht . Und dazu hast du uns nun noch immer nicht dein Ergebnis mitgeteilt.
 

ethos07

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Ich finde es richtig und wichtig teilzunehmen und die linken bzw. alle deutlich nicht-rechtslastigen Kräfte in dieser Friedensbewegung zu stärken.
Ich finde es richtig und wichtig, Frieden soweit wie immer möglich ohne Waffen und ohne massive Aufrüstung zu schaffen.
Ich finde es richtig und wichtig, dass gerade von Deutschland aus, kein Krieg mehr losgetreten werden kann.

Richtig und wichtig scheint mir unsere zahlreiche Teilnahme auch, damit die verschiedenen Proteste nun nicht immer weiter ins Völkische abdriften.

Von Josephine Schulz
12.12.2014
Inland
Protest gegen Gauck, NATO und Regierung
Friedensorganisationen demonstrieren in fünf Städten

Die Friedensbewegung will der Dominanz der Kriegslogik entgegentreten und hofft, dass ihr Aktionstag am Samstag nicht ebenfalls dominiert wird: vom Konflikt um die Montagsmahnwachen.

»Stahlhelm ab, Herr Gauck!« Friedensaktivisten wollen am Samstag vor dem Sitz des Bundespräsidenten demonstrieren - gegen militärische Interventionen, die NATO und einen Verantwortungsbegriff à la Joachim Gauck. »Wirkliche deutsche Verantwortung ist humanitäre Hilfe, ökonomische und soziale Gerechtigkeit sowie Frieden mit der Natur. Zivile Konfliktlösungen, Prävention, Dialog und Verhandlungen müssen Grundlage deutscher Außenpolitik sein«, heißt es im Aufruf. Auch in anderen Städten finden Aktionen statt. Friedensfahnen werden in Hamburg, München, Bochum und Heidelberg zu sehen sein. Die Proteste rund um den Tag der Menschenrechte sollen der Auftakt für eine Vielzahl von Aktionen bis Mai sein.

...

In Berlin laufen die Vorbereitungen für Samstag auf Hochtouren und sie laufen gut, wie Wimmersperg und der LINKE-Politiker Tobias Pflüger berichten, der ebenfalls beteiligt war. »Der Dissens über den Umgang mit den Mahnwachen besteht natürlich fort«, so Pflüger. In der Organisation vor Ort spielten diese allerdings kaum eine Rolle. Zwar gebe es von einzelnen Bündnisteilnehmern Kontakte zu den Mahnwachen und parallele Mobilisierungen; umstrittene Personen wie Ken Jebsen und Lars Mährholz seien jedoch nicht beteiligt. Reden wird vor dem Schloss Bellevue niemand von ihnen.

Geeinigt hat man sich vielmehr auf externe Redner, die weder aus den Mahnwachen noch aus den Organisationsgruppen kommen. So wird in Berlin der Theologe Eugen Drewermann auftreten, außerdem der Kabarettist Reiner Kröhnert und der Pfarrer Siegfried Menthel. Auch in den anderen Städten, sagt Pflüger, seien die Mahnwachen an der Organisation kaum direkt beteiligt. Die Rednerlisten auch hier geprägt von Prominenten, Gewerkschaftern, Pfarrern.
...
https://www.neues-deutschland.de/artikel/955272.protest-gegen-gauck-nato-und-regierung.html
 

ethos07

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Na schauen wir eben, was sich morgen für diese Friedensdemo zusammenfindet :wink:

Für Berlin bin ich angesichts der zahlreichen stadtbekannten Linken, die den Berliner Aufruf (siehe unten im Aufruf!) untertützen, guter Dinge, dass da morgen kein Zoff mit anderes gesonnenen Linken ausgetragen werden muss :icon_mrgreen:.

[Während innerhalb der Linkspartei halt die Fronten ziemlich kontrovers zu diesem Friedenswinter zu verlaufen scheinen, was man so hört. Siehe dazu auch die Einschätzung von Pedram Shayar (ehemaliger Attac-Sprecher) auf youtube]

Und hier zur Einstimmung noch eine exzellente friedespolitische Rede von Sahra Wagenknecht beim Karl-Liebknecht-Symposium der Die Linke im Bundestag am 04.12. unter dem Moto: „1914-2014 – Damals wie heute: Nein zum Krieg!“.
(Auch die Reden bei diesem Anlass von Gysi und Lafontaine sind absolut hörenswert! und auf youtube zu finden.)

Damals wie heute - keine Kriegskredite für kriegsführende Bündnisse!

Treffpunkt der Demo in Berlin ist um

13 Uhr am Hauptbahnhof Berlin (Washingtonplatz).

Ende: ca. 14:30 Uhr vor dem Bundespräsidialamt (Schloss Bellevue)

RednerInnen:
Eugen Drewermann, Theologe
Reiner Kröhnert, Parodist
Siegfried Menthel, Pfarrer

Musik:
Gina Pietsch
Morgaine
Kilez More

Die ideolgisch bunt gesprenkelte Friedensbewegung protestiert erstmalig vor dem Bundespräsidialamt - also auf ins Abendteuer! :wink:
 
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Es waren mindestens 4000 Menschen vieler politischer Orientierungen, die da vor dem abgehobenen "Wohnsitz des noch viel abgehobeneren Gauck demonstriert haben.

Gab es so noch niemals.

Noch bemerkenswerter und interessanter ist aber, dass die Demo von ARD, ZDF und den anderen üblichen Verdächtigten absolut tot geschwiegen wurde, in den Nachrichten kein Wort.

Wo sonst jede Sinnlos-Demo von Hooligans oder Anderen im Mittelpunkt steht in den News.

Bemerkenswert und vielsagend, das alles.
 

wolliohne

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„Alles auf die Straßen“ – die Aktionen des Friedenswinters 2014/2015 haben erfolgreich begonnen

Nun also deutsche Soldaten auch in den Irak, weiterhin in Afghanistan und in mehr als zehn weiteren Interventionsländern, Diskussionen um eine europäische Armee, Aufrüstungspläne der Bundesregierung hin zu 2% des Bruttosozialproduktes (bis über 50 Milliarden), Drohnen „auch für uns“. Der Bürgerkrieg in der Ukraine hält an, der Krieg in Syrien und Irak fordert täglich weitere Opfer, die Liste von Kriegen und Gewalt ist scheinbar endlos – der Hunger und die Armut in der Welt auch.
Jeder Tag, fast jede Nachricht erinnert uns, wie wichtig die Friedensbewegung ist.
Am 13. Dezember 2014 hat die Friedensbewegung gezeigt, dass sie lebt und aktionsfähig ist. Ja es waren mit über 4.000 DemonstrantInnen in Berlin und ca. 1.000 in Heidelberg in diesen Orten die größten Friedensdemonstrationen der letzten Jahre. Genauso beachtlich die Demonstrationen in Hamburg mit ca. 800 TeilnehmerInnen, in Bochum mit 500 Menschen, in München mit 500 und in Leipzig mit 300 Menschen.
Insgesamt ein beeindruckender Auftakt nach einer Phase des Stillstandes, der Kontroverse und Abwartens. Der Beginn des Friedenswinters wurde ergänzt durch Aktionen und Veranstaltungen in vielen Städten, oft auch dort, wo lange keine Friedensbewegung aktiv war. Neue Initiativen und Netzwerke haben sich gegründet, Zusammenarbeit auch zwischen traditioneller Friedensbewegung und neuer "Mahnwachenbewegung" wurde erprobt.
Die Friedensbewegung revitalisiert sich, sie kehrt wieder auf die Straße zurück, sie geht in Aktion. Menschen wachen auf und beginnen sich zu wehren.
Aber es ist erst der Anfang: Wenn wir die Kriegsgefahr, die auch Europa erreicht hat, wirklich überwinden, Abrüstung und Entmilitarisierung durchsetzen wollen, brauchen wir mehr und größere Aktionen, müssen auch große Organisationen der Gesellschaft zum Mitmachen gewonnen werden, noch Zögernde gewonnen werden: der 13. Dezember 2014 war dafür erst der Anfang.

Es war das erste Mal das traditionelle Friedensbewegung und die "Mahnwachen für den Frieden" gemeinsam die Aktionen vorbereitet haben. Es war kompliziert, aber erfolgreich, auch wenn wir erst am Anfang der Zusammenarbeit stehen. Wir müssen noch viel voneinander lernen und Widerstände überwinden. Grundlage bleiben die im Aufruf formulierten antifaschistischen Grundpositionen (siehe auch Text unten *).

Ausgrenzung war schon immer falsch und erst Recht, wenn es um Krieg und Frieden geht. Wir wollen mit allen zusammenarbeiten, die unsere Grundpositionen teilen. Deswegen sind wir für alle, die dem Friedenswinter bisher kritisch gegenüberstanden weiterhin offen. Der Frieden braucht auch euch: Gemeinsam können wir effektiver arbeiten.

Die – wir können es nicht anders sagen – Hetze eines Teils der Medien, die unsere Aussagen und Positionen ignoriert bzw. verfälscht haben, war zu erwarten gewesen. Trotzdem überrascht der „Shitstorm“ immer wieder und trifft auch. Die Ignoranz gegenüber Entwicklungen und Dynamiken ist schon frustrierend. Immer wieder haben wir uns gefragt „warum“, wenn wir angeblich so unbedeutend sind. Eine starke Friedensbewegung müssen aber alle fürchten, die Krieg als Mittel der Politik befürworten, propagieren und einsetzen. Wir werden uns gegen diese durchsetzen müssen. Vergessen wir nicht „Die herrschende Meinung ist immer die der Herrschenden“ (Karl Marx) bzw. der mit ihnen verbunden Medienkonzerne (siehe auch Albrecht Müller). Medien sind keine neutrale Instanz, sondern ein Teil herrschender ökonomischer und politscher Interessen und diese setzen auch auf Krieg und Interventionen (siehe als ein Beispiel die SIKO-Reden 2014 von Gauck, von der Leyen und Steinmeier). Wir wollen aber keine „Medienschelte“ betreiben, sondern das Gespräch mit den Journalistinnen und Journalisten immer wieder suchen. Viele sympathisieren durchaus mit unseren Gedanken.

Wir wissen, Kräfteverhältnisse, ja Veränderungen bis hin zu einer kulturelle Hegemonie in einer Gesellschaft gegen die regierende Politik zu erreichen, ist nur möglich, wenn Menschen sich für ihre Interessen hundertausendfach, ja millionenfach geistig und engagiert einsetzen. Deshalb bleibt die Aufgabe, die Umfragemehrheit gegen den Krieg (die Gauck und Regierung so unbedingt mit ihrer Militarismus Propaganda kippen wollen) in eine handelnde Mehrheit zu verändern.
Dazu war der 13. Dezember 2014 ein Auftakt – nicht mehr und nicht weniger.
Deshalb bereiten wir die Aktionen zur Sicherheitskonferenz in München (Demonstration und Gegenkonferenz) aktiv und mobilisierend vor. Busse und Bahnen aus dem ganzen Land sollen viele Menschen nach München bringen. Wir werden die Münchner unterstützen, wo immer sie Hilfe gebrachen können. Viele Aktionen an vielen Orten sollen die Sicherheitskonferenz 2015 vorbereiten
Viele Aktionen sind auch zu Ostern geplant: Kann der Ostermarsch 2015 ein weiteres Aufbruchsignal werden?
Und nicht zuletzt die bundesweite Demonstration am 9. Mai 2015. Der 70. Jahrestag der Befreiung Deutschlands und Europas von Krieg und Faschismus muss ein unübersehbares Zeichen gegen jede Form von Kriegen, für Abrüstung, für eine Politik der Kooperation und des Dialogs werden.

Wie wir das alles ganz genau machen, darüber müssen wir sicher noch viel reden, diskutieren, vielleicht auch manchmal solidarisch(er) streiten. Dazu soll auch die Aktionskonferenz am 14. März 2015 in Frankfurt dienen (Bitte merkt Euch den Termin schon jetzt vor).

Was bleibt zu sagen:
Viele Aktive aus „traditioneller“ Friedensbewegung und "Mahnwachenbewegung" haben den Mut gehabt, auf Aktionen gegen den Krieg noch 2014 zu setzen, wir sind damit erfolgreich gewesen, ein wenig darf Frau/Mann sich darüber freuen. Wir sind wieder interessant geworden (siehe die Medienkontroversen). Wir beginnen, ein Faktor der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu werden. Es war ein Anfang in der Aktion und der Zusammenarbeit. Lasst uns den Weg gemeinsam(er) mit noch mehr Aktiven weitergehen.

Büro des Friedenswinters (Reiner Braun, Pascal Luig, Angelika Wilmen, Lucas Wirl)


* Berlin, den 13.12.2014:
Unsere Demonstration ist anti-faschistisch; ohne Wenn und Aber. Wir stehen in der Tradition des Schwurs von Buchenwald: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg. Wir lehnen jede Form des Rechtsradikalismus ab, wir arbeiten mit Rechtsradikalen nicht zusammen.
Wir demonstrieren hier gegen Krieg und Faschismus, gegen drohende Kriegsgefahr. Wir wollen keinen Rassismus in unserem Land, gleichgültig in welcher Form. Wir sind empört darüber, wie die sächsische Landesregierung mit einer Rassistenorganisation, dem PEGIDA-Bündnis, kooperiert. Auch hier muss eine klare Ansage kommen: Nicht in unserem Namen. Wir leisten Widerstand! Lasst es mich noch einmal ganz deutlich sagen: Wir sagen Nein zu Antisemitismus, neuen Rechten, Reichsbürgern, Rassismus, Nationalismus und Faschismus.
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[FONT=&quot]Aktionsbüro Friedenswinter[/FONT]
[FONT=&quot]c/o IALANA[/FONT]
[FONT=&quot]Marienstr. 19/20[/FONT]
[FONT=&quot]10117 Berlin[/FONT]
[FONT=&quot]Telefon: 030-28482482
Fax: 030-31996689[/FONT]
[FONT=&quot]Internet: www.friedenswinter.de[/FONT]
[FONT=&quot]E-Mail: info@friedenswinter.de[/FONT]
 
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