Aufruf Aufstehen gegen Rassismus

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Martin Behrsing

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heute fand die Pressekonferenz des neugegründeten bundesweiten Aktionsbündnis "Aufstehen gegen Rassismus" statt. Nachfolgend der Aufruf, der unterzeichnet werden kann. Zudem wird es vom 23.4 bis 24.4 in Frankfurt eine Aktionskonferenz geben.


Aufruf

Aufstehen gegen Rassismus

Fast täglich greifen Rassisten und Rassistinnen Flüchtlingsheime an, islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Erschreckend viele Menschen nehmen an fremdenfeindlichen und rassistischen Demonstrationen teil. Pegida hetzt gegen Geflüchtete und Muslime und Musliminnen.
Währenddessen wird die „Alternative für Deutschland“ (AfD) zunehmend zum Sammelbecken für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. An vielen Orten ist die AfD Zentrum der extremen Rechten geworden. Abgeordnete der AfD verbreiten Nazi-Parolen und hetzen gegen Andersdenkende.
Die AfD ist zu einer ernsthaften Gefahr geworden, für all jene, die nicht in ihr rechtes Weltbild passen.
Deine Stimme gegen rechte Hetze

Wir wollen dem ein Ende machen. Wir greifen ein, wenn Rassistinnen und Rassisten Menschen in unserer Mitte attackieren. Menschenverachtender Stimmungsmache gegen Geflüchtete, Musliminnen und Muslime, Roma und Romnija, Sinti und Sintiza, Jüdinnen und Juden treten wir entgegen.
Wir wehren uns gegen Mordanschläge und Pogrome gegen Geflüchtete. Mit Aufforderungen wie zum Schusswaffengebrauch gegen Geflüchtete an der Grenze wird die AfD zum Stichwortgeber für solche Übergriffe.
Wir sind viele. Wir heißen Geflüchtete willkommen. Wir stehen auf gegen den Rassismus von Pegida, AfD, NPD & Co. Wir erheben unsere Stimmen, um in die gesellschaftlichen Debatten einzugreifen, gegen rechten Populismus.
Wir wenden uns gegen Obergrenzen und Grenzschließungen, die Wasser auf den Mühlen der Rassistinnen und Rassisten wären. Wir stehen für eine offene und gerechte Gesellschaft. Wir lassen nicht zu, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen Solidarität, Zusammenhalt und ein besseres Leben für alle!
Unsere Alternative ist Solidarität

Wir werden weiterhin Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen. Asyl ist Menschenrecht.
Wir wollen verhindern, dass Rassistinnen und Rassisten Raum für ihre Hetze bekommen.
Wir werden uns stark machen für gleiche politische und soziale Rechte für alle Menschen.
Wir werden uns der AfD überall entgegenstellen, ob auf der Straße oder in den Parlamenten.
Überall wo die Rassistinnen und Rassisten von AfD und Co. demonstrieren, sprechen oder auf Stimmenfang gehen, werden wir präsent sein und klar und deutlich sagen: Wir stehen auf gegen Rassismus! Keine Stimme für rechte Hetze!
Dem Verbreiten von Hass, setzen wir eine bundesweite antirassistische Aufklärungskampagne entgegen: im Stadtteil, in der Schule, an der Uni, im Betrieb, im Theater, im Konzertsaal – überall!
Wir setzen auf die Aktivität von Vielen. Gemeinsam werden wir klarstellen: Rassismus ist keine Alternative!
Unterzeichne den Aufruf!

https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/mitmachen/
 

Anhänge

  • Aufstehen-Gegen-Rassismus.pdf
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Sparks

Elo-User*in
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Ich wünsche dem Bündnis auf jeden Fall viel Erfolg!

Bei nahezu jeder Aktion gegen Rassismus und Faschismus war ich zugegen. Doch ich merke auch immer mehr, dass ich "müde" werde und resigniere. Trotz all der Mühen kommen waschechte Rassisten und Faschisten sogar in westdeutsche Parlamente. Weimar 2.0?

Jedenfalls werde ich mir eine Auszeit nehmen und darüber sinnieren ob man die Leute nicht einfach gegen die Wand laufen lassen sollte. Wenn die Menschen ein Monster wollen, dann, verdammte Sch****, sollen sie halt ein Monster bekommen. Ich habe keine Lust mehr ...:icon_neutral:
 

Taunustanne

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Hmm hier ist ein Problem bei dem Link zum unterzeichnen kommt folgende Meldung:

Das kann mehrere Gründe haben.

Entweder wollen so viele mitmachen, daß der Server überlastet ist.
Oder die "Jusos in der SPD" (das sind die Inhaber der Domain) haben einen technischen Fehler gemacht.
 

ladydi12

Super-Moderation
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Hallo zusammen,

Entweder wollen so viele mitmachen, daß der Server überlastet ist.
Oder die "Jusos in der SPD" (das sind die Inhaber der Domain) haben einen technischen Fehler gemacht.

oder die Hackerwelt kümmert sich grade sehr intensiv und eingehend um diesen Server.:cool:

meint ladydi12
 

snafu

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Reizvokabel: Rassismus :icon_motz:

Rassismusdefinition nach ... ein Auszug aus Wikipedia

Die Soziologen Loïc Wacquant und Albert Memmi empfehlen, ein für alle mal auf die allzu dehnbare Reizvokabel Rassismus zu verzichten oder sie allenfalls zur Beschreibung empirisch analysierbarer Doktrinen und Überzeugungen von Rassen zu verwenden;[33] bzw. den Terminus «Rassismus», wenn überhaupt, dann ausschließlich zur Bezeichnung des Rassismus im biologischen Wortsinne zu gebrauchen (Memmi, S. 121).[34]

Rassismusdefinition nach Albert Memmi
Die in der Rassismusforschung aktuell am breitesten akzeptierte Definition stammt von dem französischen Soziologen Albert Memmi:
Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen“ (Memmi, S. 103 u. 164).[34][37][38][39]

Rassismusdefinition nach Fredrickson
Während bei Memmi die Wertung ein zentrales Element darstellt, verzichtet George M. Fredrickson vollständig auf dieses Kriterium, wodurch seine Definition auch bestimmte ethnozentrische, vor allem aber ethnopluralistische Konzepte einschließt (vgl. Fredrickson, S. 18 f.).[6] Fredricksons Theorie oder Konzeption des Rassismus aus dem Jahr 2002 basiert lediglich auf zwei Komponenten: „Differenz“ und „Macht“.
Rassismus entspringt einer Denkweise, wodurch «sie» sich von «uns» dauerhaft unterscheiden, ohne dass es die Möglichkeit gäbe, die Unterschiede zu überbrücken. Dieses Gefühl der Differenz liefert ein Motiv beziehungsweise eine Rechtfertigung dafür, dass «wir» unseren Machtvorteil einsetzen, um den ethnorassisch Anderen auf eine Weise zu behandeln, die wir als grausam oder ungerecht ansehen würden, wenn Mitglieder unserer eigenen Gruppe davon betroffen wären“ (Fredrickson, S. 16).[6]
Wollten wir eine knappe Formulierung wagen, so könnten wir sagen, dass Rassismus vorliegt, wenn eine ethnische Gruppe oder ein historisches Kollektiv auf der Grundlage von Differenzen, die sie für erblich und unveränderlich hält, eine andere Gruppe beherrscht, ausschließt oder zu eliminieren versucht“ (Fredsrickson, S. 173).[6]

Rassismusdefinition nach Philomena Essed
Für Philomena Essed ist Rassismus „eine Ideologie, eine Struktur und ein Prozess, mittels derer bestimmte Gruppierungen auf der Grundlage tatsächlicher oder zugeschriebener biologischer oder kultureller Eigenschaften als wesensmäßig andersgeartete und minderwertige «Rassen» oder ethnische Gruppen angesehen werden. In der Folge dienen diese Unterschiede als Erklärung dafür, dass Mitglieder dieser Gruppierungen vom Zugang zu materiellen und nicht-materiellen Ressourcen ausgeschlossen werden. Rassismus schließt immer den Gruppenkonflikt hinsichtlich kultureller und materieller Ressourcen ein.“ „[…] Rassismus ist ein strukturelles Phänomen. das bedeutet, dass ethnisch spezifizierte Ungleichheit in ökonomischen und politischen Institutionen, im Bereich von Bildung und Erziehung und in den Medien wurzelt und durch diese Strukturen reproduziert wird.[48]
Damit erweitert sie den Begriff «Rassismus» dahingehend, dass sie damit nicht nur eine Ideologie oder konkrete historische Erscheinungsformen verbindet, sondern auch reale Strukturen und Prozesse, wodurch ihre Definition auch Phänomene, beispielsweise Alltagsrassismus oder institutionellen Rassismus, beinhaltet.

Rassismusdefinition nach Robert Miles
Robert Miles hingegen versteht unter Rassismus einen „Prozess der Konstruktion von Bedeutungen“, durch den „bestimmten phänotypischen und/oder genetischen Eigenschaften von Menschen Bedeutungen der Gestalt zugeschrieben werden, dass daraus ein System von Kategorisierungen entsteht“, in dem den Betroffenen „zusätzliche (negativ bewertete) Eigenschaften zugeordnet werden“.[49] Diese Definition betont wiederum den ideologischen Aspekt des Rassismus. Gleichzeitig verknüpft sie ihn aber eng mit dem „Prozess der Rassenkonstruktion“ und beschränkt ihn so auf seine klassische Variante.

Kritik an der Verwendung des Begriffs
Fredrickson bemerkt, dass der Begriff „Rassismus“ häufig unpräzise und unreflektiert verwendet würde, um die feindseligen oder negativen Gefühle eines „Volkes“ oder einer ethnischen Gruppe gegenüber einer anderen und die aus dieser Einstellung resultierenden Handlungsweisen zu beschreiben (Fredrickson, S. 9).[6]
Kurt Horstmann schlug vor, nicht jegliche Diskriminierung irgendwelcher Gruppen als Rassismus zu bezeichnen, und hält es für angebracht, etwa in der Flüchtlingsforschung auf den Ausdruck „Rassismus“ zu verzichten und stattdessen auf die Begriffe „Fremdenfeindlichkeit“, „Xenophobie“, „Ausländerfeindlichkeit“ und dergleichen auszuweichen.[50]



https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus#Deutscher_Bund_.281815.E2.80.931870.29
 

Martin Behrsing

Redaktion
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der Link funktioniert. Es kommt bei uns ja auch ab und zu zu Timeoutfehlern. Manchmal sind Server überlastet.
 
H

hierheute

Gast
schöne Sache. Gegenwehr gegen "rechts" kann nicht breit genug aufgestellt werden! Ich werde euch auf jeden Fall empfehlen und wünsche euch ganz viel Kraft und starke Nerven.

Und bitte vergesst nie: ihr seid jung und unbezwingbar! Diese Idioten sind nur Schatten ihrer selbst, guckt sie euch doch an!


Edit:
Ja, bei mir funzt der Link wunderbar.
 

Barthel Schink

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Ich wünsche dem Bündnis auf jeden Fall viel Erfolg!

Bei nahezu jeder Aktion gegen Rassismus und Faschismus war ich zugegen. Doch ich merke auch immer mehr, dass ich "müde" werde und resigniere. Trotz all der Mühen kommen waschechte Rassisten und Faschisten sogar in westdeutsche Parlamente. Weimar 2.0?

Jedenfalls werde ich mir eine Auszeit nehmen und darüber sinnieren ob man die Leute nicht einfach gegen die Wand laufen lassen sollte. Wenn die Menschen ein Monster wollen, dann, verdammte Sch****, sollen sie halt ein Monster bekommen. Ich habe keine Lust mehr ...:icon_neutral:

Verfolgen werde ich die weitere Entwicklung auf jeden Fall und wünsche den TeilnehmerInnen ebenfalls viel Erfolg und Spaß...

Ich kann dich gut verstehen! Ich hab 85 mit dem Auftreten der Reps in Köln angefangen und die frühen 90er dann den ganzen Mist als Referent für Antirassismus/Antifaschismus an der dortigen Uni mitgemacht... im Wintersemester 93/94 bin ich dann in die "Frontstadt" Dresden gegangen und hier im Infoladen und verschiedenen Jugend-, Sozial- und Kulturprojekten mitgemacht... es ist ermüdend, aber gerade deshalb sollte man sehr darauf achten, daß man nicht komplett ausbrennt und sich selbst wie auch denen im Umfeld Auszeiten zur Regeneration gönnen.

Dann kann man sich auch irgendwann langsam etwas mehr zurückziehen und den eher beratend der nächsten Generation zur Seite stehen, damit sie Fehler, die schon einmal gemacht wurden, nicht wiederholen...
 

Sparks

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Dann kann man sich auch irgendwann langsam etwas mehr zurückziehen und den eher beratend der nächsten Generation zur Seite stehen, damit sie Fehler, die schon einmal gemacht wurden, nicht wiederholen...

Naja, ich kenne mich ja. Natürlich werde ich mir hier und da eine Auszeit gönnen. Aber irgendwie treibts mich dann doch wieder zur Demo. Ach, wer weiß wofür 's gut ist ... ;) In einer Zeit wie dieser kann man sich dann doch nicht einfach zurück lehnen. ;)
 
E

ExitUser

Gast
...grundsätzlich gut+richtig...finde aber nicht wer an Organisationen an #aufstehen gegen rassismus' beteiligt ist- wenn also sogenannte 'Islamverbände' wie Ditib oder andere da mittun - wie auf den Demos in Berlin- gibt es von mir jedenfalls keine Unterschrift + Beteiligung..
 
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