Aufrechnung wegen Überzahlung (Weihnachtsgeld) zulässig? (1 Betrachter)

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ich!

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Hallo,

mit dem November-Gehalt gab es Weihnachtsgeld, das ich als Aufstocker dem JC natürlich gemeldet habe.

Wie üblich, folgt eine Anhörung zu einer Überzahlung, in der eine Aufrechnung angeboten/empfohlen wird.

Es wird zur Aufrechnung auf § 43 SGB II
§§ 43 SGB II Aufrechnung
verwiesen; danach sind Aufrechnung (während des Leistungsbezugs) aber nur 1. bei Darlehen oder 2. vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Leistungsbeziehers erlaubt.
Beides trifft nicht zu, da es ja gemeldet wurde.

Wenn ich nun die Aufrechnung ablehne, wird man den Betrag dann in einer Summe von mir zurückverlangen oder muss ich das Geld dann wirklich erst zurückzahlen, wenn ich aus dem Leistungsbezug bin?

Großes Fragezeichen hier.
Ich will der Aufrechnung gerade widersprechen, komme dann aber evtl. schlechter weg (Rückforderung in einer Summe),

Was soll ich tun?
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Es wird zur Aufrechnung auf § 43 SGB II
SS 43 SGB II Aufrechnung
verwiesen; danach sind Aufrechnung (während des Leistungsbezugs) aber nur 1. bei Darlehen oder 2. vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Leistungsbeziehers erlaubt.
Eine Aufrechnung ist auch dann zuläsig, wenn Leistungen zu Unrecht erbracht wurden (§ 43 Abs. 1 Nr. 1 SGB II iVm § 50 SGB X), was bei Überzahlungen regelmäßig der Fall ist.
Wenn ich nun die Aufrechnung ablehne, wird man den Betrag dann in einer Summe von mir zurückverlangen
Davon ist auszugehen.
 
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