Aufnahme eines Minijobs bei Grundsicherung aufgrund voller Erwerbsminderung - Wie soll ich am Besten vorgehen?

Buchfan

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Vielen Dank für deine Antwort.
Also kann man sogar zwei Minijobs machen solange sie nicht über die festgesetzten wöchentlichen Stunden hinaus geht?
Hast du dir auch zuerst die Jobs gesucht und hast dann einfach deinem Sachbearbeiter darüber in Kenntnis gesetzt?
Was musstest du ihm den da vorlegen?
War es also kein Problem dass du an weniger Tagen in der Woche arbeitest dafür aber mehr als drei Stunden?
Wie ist das denn im Arbeitsvertrag festgehalten?
Ich weiß halt nicht ob dies nicht eher auf die Kulanz des Sachbearbeiters ankommt ob ich dann an weniger Tagen mehr als drei Stunden arbeite.
Vielleicht können die mir das in dem Fall auch sonst einfach verbieten?
Oder kommt es hauptsächlich auf die Wochenstundenzahl an?
Wieviel darfst du von deinem Lohn behalten?

Entschuldige die vielen Fragen, ich möchte einfach keinen Fehler machen der am Ende das Amt dazu veranlasst mich wieder zur Prüfung zum Amtsarzt zu schicken :/
Moin ;)

Du kannst auch 3 Minijobs machen; entscheidend ist und bleibt die wöchentliche Arbeitszeit und die Beschränkung auf 450 € monatlich.

Ich suche mir immer erst den Job und gebe dem Amt Bescheid, wenn ich den ersten Lohn erhalte. Nicht dass die auf die Idee kommen, mir im vornherein das fiktive Gehalt abzuziehen und ich dann dumm aus der Wäsche gucke, wenn das Geld im ersten Monat nicht reicht. Jetzt während der Corona-Zeit hatte ich bsp.weise wie so viele andere gar kein Einkommen, aber eine Anrechnung von meinem Gehalt (fiktiv) auf dem Bescheid (Grusi). Bis ich das gemerkt habe, verging schon mal Zeit. Bis es von Behördenseite korrigiert war, verging weitere. Da kann man mit seinem monatlichen Budget schnell mal in die Enge geraten. Also am besten Widerspruch machen, wenn das Grusiamt solcherlei Flausen im Kopf hat. Ich habe es leider versäumt mit dem Ergebnis, dass ich mein angerechnetes fiktives Einkommen erst nach 3 Monaten wieder zurückbekommen habe.

Vorlegen mußte ich nichts, keinen AV, einfach nichts. Es reichte die Mitteilung, dass ich künftig ein Einkommen in Höhe von ...bis habe. Als Nachweis habe ich aber 2x meine Abrechnung mit dem AG per email eingereicht. Gab weiter keine Beanstandung.

Wie das ganze im AV festgehalten ist, weiß ich immer noch nicht. Die eine AG hat es noch nicht geschafft, mir den AV zuzuschicken, die andere Stelle ist neu. D.h. noch kein AV da. Ich nehme es locker...

Wenn Du ganz sicher gehen willst, läßt Du Dir die Abrechnungen so erstellen, dass Du auf unter 3 Stunden täglich bleibst.
Meine Erfahrung nach 6 Monaten Minijob: Es kräht kein Hahn danach.

Fahrtkosten werde ich allerdings beantragen ab Juli, denn da geht die Ferienpension wieder los.

Alle Unklarheiten beseitigt? :icon_hihi:
 

Ninchan

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Moin ;)

Du kannst auch 3 Minijobs machen; entscheidend ist und bleibt die wöchentliche Arbeitszeit und die Beschränkung auf 450 € monatlich.

Ich suche mir immer erst den Job und gebe dem Amt Bescheid, wenn ich den ersten Lohn erhalte. Nicht dass die auf die Idee kommen, mir im vornherein das fiktive Gehalt abzuziehen und ich dann dumm aus der Wäsche gucke, wenn das Geld im ersten Monat nicht reicht. Jetzt während der Corona-Zeit hatte ich bsp.weise wie so viele andere gar kein Einkommen, aber eine Anrechnung von meinem Gehalt (fiktiv) auf dem Bescheid (Grusi). Bis ich das gemerkt habe, verging schon mal Zeit. Bis es von Behördenseite korrigiert war, verging weitere. Da kann man mit seinem monatlichen Budget schnell mal in die Enge geraten. Also am besten Widerspruch machen, wenn das Grusiamt solcherlei Flausen im Kopf hat. Ich habe es leider versäumt mit dem Ergebnis, dass ich mein angerechnetes fiktives Einkommen erst nach 3 Monaten wieder zurückbekommen habe.

Vorlegen mußte ich nichts, keinen AV, einfach nichts. Es reichte die Mitteilung, dass ich künftig ein Einkommen in Höhe von ...bis habe. Als Nachweis habe ich aber 2x meine Abrechnung mit dem AG per email eingereicht. Gab weiter keine Beanstandung.

Wie das ganze im AV festgehalten ist, weiß ich immer noch nicht. Die eine AG hat es noch nicht geschafft, mir den AV zuzuschicken, die andere Stelle ist neu. D.h. noch kein AV da. Ich nehme es locker...

Wenn Du ganz sicher gehen willst, läßt Du Dir die Abrechnungen so erstellen, dass Du auf unter 3 Stunden täglich bleibst.
Meine Erfahrung nach 6 Monaten Minijob: Es kräht kein Hahn danach.

Fahrtkosten werde ich allerdings beantragen ab Juli, denn da geht die Ferienpension wieder los.

Alle Unklarheiten beseitigt? :icon_hihi:
Guten Morgen☺

Danke schön für die ausführliche Antwort und das Teilen deiner Erfahrungen.

Hast du denn einen Tipp wie ich einen Minijob bekommen kann? Hab einfach Angst aufgrund meiner nicht vorhandenen Berufserfahrung und meiner psychischen Erkrankung keinen zu bekommen, weil ich halt nicht "normal" funktioniere😔

Irgendwie hab ich da Angst dem Amt das erst kurz vor Erhalt des ersten Lohns mitzuteilen, denke halt dass die mir dann nachher Betrug, Rechtswidrigkeit etc. anhängen wollen.
Aber du machst das so und das gibt kein Gemecker von denen?
Ich meine sinnvoll ist das schon es so zu machen, siehe was dir da passiert ist wegen der Anrechnung etc. Die sind da ganz schön fix. Aber hat dafür ganz schön lange gedauert bis du es wieder bekommen hast. Bei so wenig Geld ist das natürlich ein großes Problem.

Also hast du nur ein einfaches, formloses Schreiben eingereicht mit der Verdiensthöhe ohne Angabe der Wochenstundenzahl? Hm, ok wenn das geht.

Sry, jetzt kommt eine ganz dumme Frage; Was genau ist eine Abrechnung, bekommt man die jeden Monat?
Meinst du denn dass das ein Arbeitgeber macht mit dem Anpassen der Stunden wenn ich mit ihm darüber rede?

Wurden bei dir in den Abrechnungen auch die Stunden unter 3h/täglich angegeben oder so wie es ist und da gibt es echt keine Probleme?

Du hast dir also einfach den Job gesucht, hast an ein paar Tagen mehr als drei Stunden und zeigst das auch so in der Abrechnung?
Und ich mach mir hier so einen Kopf😑 Naja, aber kann ja auch sein dass die da bei dir einfach lockerer sind.

Oh, kann man also doch Fahrtkosten beantragen? Freut mich für dich😊
 

Buchfan

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Ja, mensch kann Fahrtkosten geltend machen. Aber das weiß ich erst seit kurzem. Bin brav den ganzen Winter hindurch bei Wind und Wetter mit meinem E-bike die 11 km zur Arbeit geradelt. Das soll jetzt anders werden. Übrigens, auch ein Rad kostet Geld, nicht nur der ÖPNV. Also werde ich mir die Kosten anrechnen lassen. Basta!

Wie ich meine Jobs gefunden habe? Über das örtliche kostenlose Käseblatt! Da steht bei uns neuerdings auch wieder mehr drin. Was immer gesucht wird, sind Putz- oder Haushaltshilfen, auch für Garten. Dafür wird hier auch schon mal 15€/h gezahlt. Ich bekomme 13€ in der Ferienpension und 12€ in der Kinderbetreuung.

Du brauchst Dich wirklich nicht zu ängstigen! Ich habe auch eine psychische Erkrankung, aber mensch merkt sie mir nicht mehr so an. Das Selbstbewußtsein wächst halt, wenn mensch in die Außenwelt tritt und merkt: Wow, das war doch ein guter Tag! Sich sichtbar macht und an den Aufgaben wächst. Also sich Schritt für Schritt vorantastet.
Das Gegenüber, der AG merkt sowieso i.d.R. nichts. Die Leute sind viel zu sehr mit sich und ihren Interessen beschäftigt.


Irgendwie hab ich da Angst dem Amt das erst kurz vor Erhalt des ersten Lohns mitzuteilen, denke halt dass die mir dann nachher Betrug, Rechtswidrigkeit etc. anhängen wollen.
Aber du machst das so und das gibt kein Gemecker von denen?
Ich meine sinnvoll ist das schon es so zu machen, siehe was dir da passiert ist wegen der Anrechnung etc. Die sind da ganz schön fix. Aber hat dafür ganz schön lange gedauert bis du es wieder bekommen hast. Bei so wenig Geld ist das natürlich ein großes Problem.

Also hast du nur ein einfaches, formloses Schreiben eingereicht mit der Verdiensthöhe ohne Angabe der Wochenstundenzahl? Hm, ok wenn das geht.

Betrug wäre es meiner Ansicht nach, wenn Du es gar nicht oder vielleicht auch erst viel später bekanntgeben würdest. Aber das tun wir ja nicht, wir sind ehrlich. Also, was sollte denn passieren?
Es gab in dem halben Jahr nie Gemecker. Ich habe jeweils die Abrechnung eingereicht (wenn sie denn irgendwann mal da war, die AG isz Ärztin und alleinerziehend, hat wenig Zeit), als email ohne großes Tamtam. (Hier folgt die Abrechnung für Monat Februar '20). Da standen dann auch nur die Stunden drauf. Aber das macht jeder AG anders. Manche sind penibel, andere luschig.


Sry, jetzt kommt eine ganz dumme Frage; Was genau ist eine Abrechnung, bekommt man die jeden Monat?
Meinst du denn dass das ein Arbeitgeber macht mit dem Anpassen der Stunden wenn ich mit ihm darüber rede?

Wurden bei dir in den Abrechnungen auch die Stunden unter 3h/täglich angegeben oder so wie es ist und da gibt es echt keine Probleme?

Du hast dir also einfach den Job gesucht, hast an ein paar Tagen mehr als drei Stunden und zeigst das auch so in der Abrechnung?
Und ich mach mir hier so einen Kopf😑 Naja, aber kann ja auch sein dass die da bei dir einfach lockerer sind.

Es gibt keine dummen Fragen. ;)

Zur Abrechnung: Normalerweise erfolgt die jeden Monat über die Minijobzentrale.
Wenn Du dem AG von vornherein sagst, dass Du auf dem Papier nicht mehr als 3 Stunden arbeiten darfst und ihn fragst, ob das bei der Abrechnung so berücksichtigt werden könnte, sollte das kein Problem sein.

Bei meinem Kinder-Job arbeite ich einen Tag in der Woche 5 Stunden, und das erscheint auch so in der Abrechnung. Bei meinem neuen Job werde ich darum bitten, mir die Stunden aufzuteilen.
 

Kerstin_K

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Du solltest auch mal aufhören, zu weit in die Zukinft zu planen. Jetzt finde erstmal eine für dich passenden Minijob. Und wenn das gut läuft, dann kanst du über weitere Schritte wie einen zweiten Minijob oder Schule oder sonstwas nachdenken. einen Schritt nach em aneren, sonst macht du es nur unnötig kompliziert und kriegst gar nichts auf die Reihe.
 

grün_fink

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Das mit den Fahrtkosten haben die anderen ja schon erklärt. Mit Nebenjobs kenne ich mich nicht so aus. Für mich wären andere Mechanismen nötig als die typischen Nebenjobs, um dass ich nicht noch kränker werde.

Beim JC bleibt immer die Vermittlung in einen Job vorrangig, welcher aus der Hilfebedürtigkeit heraus führt. Schule wird da immer als Privatangelegenheit gesehen, es sei denn, man hat gar keinen Schulabschluss.
Man muss den Besuch der Abendschule ja keinem Sozialamt auf die Nase binden. Wenn man die Kosten tragen kann oder jemand anderes damit aushilft.... oder der Schulbesuch selber kostenlos ist...
 

Ninchan

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@Ninchan

Du hast jetzt hoffentlich nicht Deinen echten Namen hineingesetzt.
Ähm du meinst unter einem vorherigen Beitrag von mir?
Doch das ist mein echter Name aber ja nur der Vorname. Ich schreibe doch hier nichts schlimmes, frage dich extra soviel um nicht gegen die Regelungen zu verstoßen etc.
Oder meinst du ich sollte ihn dennoch lieber nicht nennen?
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Das mit den Fahrtkosten haben die anderen ja schon erklärt. Mit Nebenjobs kenne ich mich nicht so aus. Für mich wären andere Mechanismen nötig als die typischen Nebenjobs, um dass ich nicht noch kränker werde.

Beim JC bleibt immer die Vermittlung in einen Job vorrangig, welcher aus der Hilfebedürtigkeit heraus führt. Schule wird da immer als Privatangelegenheit gesehen, es sei denn, man hat gar keinen Schulabschluss.
Man muss den Besuch der Abendschule ja keinem Sozialamt auf die Nase binden. Wenn man die Kosten tragen kann oder jemand anderes damit aushilft.... oder der Schulbesuch selber kostenlos ist...
Danke für deine Antwort :)
Bezüglich der Schule; Ich bin mir da eben total unsicher ob ich es wirklich einfach machen kann ohne das Amt davon in Kenntnis zu setzten.
Vielleicht sehen die es ja als Form von Erwerb etc. so blöd das jetzt klingt also im Sinne von dass wenn ich nur so wenig Stunden einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann dass ein Schulbesuch dann auch nicht geht obwohl es ja schon was anderes ist :/

Daher wäre es super wenn ich da auch genau wüsste wie ich es dann machen soll bzw. ob ich dem Amt das mitteilen muss oder nicht.
Alles nicht so leicht.
 

Ninchan

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Du solltest auch mal aufhören, zu weit in die Zukinft zu planen. Jetzt finde erstmal eine für dich passenden Minijob. Und wenn das gut läuft, dann kanst du über weitere Schritte wie einen zweiten Minijob oder Schule oder sonstwas nachdenken. einen Schritt nach em aneren, sonst macht du es nur unnötig kompliziert und kriegst gar nichts auf die Reihe.
Da hast du natürlich Recht, leider gelingt es mir nicht gut diese Gedanken abzustellen. Ich versuche es immer aber mein Hirn interessiert das nicht -.-
Ja, ich werde jetzt erstmal nach einem passenden Minijob suchen.
Was würdest du mir denn raten wenn es einer ist wo ich zB weniger Tage aber dafür sagen wir mal, 3 1/2 bis 4 Stunden arbeiten muss, Wochenstunden bleiben aber unter 15.
Würdest du mir auch raten das dann so zu machen wie Buchfan es mir geraten hat also mit der Abrechnung etc. oder würdest du es anders machen?

Ich frage nur um alle Perspektiven zu haben oder zumindest einige :)
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Unter Beitrag 24 steht dein voller Name.
Oh ganz ehrlich? Das hab ich gar nicht registriert :/ Kann ich das noch ändern?
 

grün_fink

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Das Melden geht so:
Links unten beim Beitrag ist ein Feld, da steht "Inhalt melden" mit Warnschild
Da drauf klicken und die Moderation bitten, den Namen raus zu nehmen-
Vielleicht lesen die ja mit und machen es von sich aus.
Beitrag #24
 

Kerstin_K

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Erst den Job finden,, dann schauen, wie man das regeln kann.
 
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