Aufnahme eines Minijobs bei Grundsicherung aufgrund voller Erwerbsminderung - Wie soll ich am Besten vorgehen?

Ninchan

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Hallo ihr Lieben,
ich möchte mich informieren wie es sich mit der Aufnahme eines Nebenjobs verhält während ich Grundsicherung (keine Rente, auch nicht anteilig) aufgrund einer vollen Erwerbsminderung erhalte.

Das trifft leider aufgrund psychischer Probleme aktuell bei mir zu. Natürlich möchte ich nicht mein ganzes Leben vom Amt abhängig sein allerdings ist mir bewusst, dass ich noch absolut nicht in der Lage bin eine normale Vollzeitstelle zu bekleiden oder eine Ausbildung zu machen, weshalb ich mir überlegt habe mir einen Minijob, am besten auf 450 Euro-Basis, zu suchen. So möchte ich nicht nur meine Finanzen etwas aufbessern, sondern sehen wie ich damit psychisch zurechtkomme, ob ich dafür noch zu labil bin oder es hinbekomme. Es ist also auch eine Art Test für mich um zu sehen, wo ich aktuell stehe was meine Leistungsfähigkeit bezogen auf meine psychische Problematik betrifft.

Sollte dies gut funktionieren würde ich dann, natürlich erst nach einiger Zeit, einen Schritt weiter gehen und gerne meine volle auf eine teilweise Erwerbsminderung "aufstufen" lassen, um somit einen Job mit mehr Stunden ausüben zu können, und dann so weiter bis ich eben wieder voll erwerbsfähig bin.

Ich finde diese "Strategie" so am effizientesten und sinnvollsten um mein Ziel, raus aus der Grusi und hin zur vollen Erwerbsfähigkeit, zu erreichen.

Was ich bereits durch meine bisherige Recherche nach Information zu der Thematik 450 Euro/Minijob bei Grusibezug herausgefunden habe ist, dass ich nur max. fünf Tage die Woche arbeiten darf und die Arbeitszeit natürlich unter drei Stunden pro Tag liegen muss, wenn man es genau nimmt, dürfte man also rein theoretisch 2:59 Stunden arbeiten und somit logischerweise die wöchentliche Arbeitszeit unter 15 Stunden liegen muss.

Dazu habe ich noch die Information erhalten, dass man dies nicht anders einteilen darf also z.B. dass ich an drei Tagen in der Woche arbeite aber dafür jeweils 4 Stunden.

Ein 450 Euro-Job ist also mit der Grundsicherung vereinbar da er durch den Mindeststundenlohn ja automatisch in den Stunden limitiert ist und dieses Limit perfekt in dem erlaubten Stundenrahmen liegt.

Angenommen ich würde einen 450 Euro-Job bekommen darf ich davon wohl 30% anrechnungsfrei behalten, also 135 Euro pro Monat; das wäre finanziell wirklich eine gute Entlastung.

Jetzt würde ich euch gerne fragen ob diese Informationen stimmen und wie ich bei meinem Vorhaben bezüglich der Aufnahme eines Minijobs vorgehen soll.

Muss ich zuerst mit meinem zuständigen Sachbearbeiter beim Amt oder jemandem von der Rentenversicherung über mein Vorhaben reden und diese um Erlaubnis bitten? Oder darf ich mir zuerst einen passenden Job suchen und muss dann einfach nur noch mit dem Arbeitsvertrag etc. zum Amt gehen und ihnen das vorlegen?

Dass sie bescheid wissen müssen ist natürlich klar wegen dem Anrechnung des Gehalts auf die Grundsicherung, ich bin mir nur einfach nicht sicher wie ich da in der "richtigen" Reihenfolge vorgehen soll und konnte dazu leider auch keine Informationen finden.

Daher wende ich mich an euch in der Hoffnung, dass ihr mir dabei weiterhelfen könnt. Mir wurde hier bereits zu einer anderen Sache super geholfen, mit Expertise und viel Geduld; dafür bin ich so dankbar. Dieses Forum hier und ihr als dessen Gemeinschaft seid einfach Gold wert.

Danke nochmal für alles und auch schonmal im voraus :)

Liebe Grüße

Janina
 

Kerstin_K

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Die Rentenversicherung ist aussen vor, wenn du keine Rente beziehst.

Such dir erst den passenden Job und wenn der Arbeitsvertrag in trockenen Tüchern ist, informierst du das Sozialamt.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Janina

ich stelle dir mal aus dem Forum diesen Link rein, bestimmt findest du hier auch einige gute Hinweise,
was alles beim Mini-Job zu beachten ist.

 

bondul

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Ninchan

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Diesen Wunsch kann ich nachvollziehen, ich frage mich (oder dich) jedoch, was so geschehen ist, nachdem du zu diesen Themen nachgefragt hast? Was ist heute anders?

Grundsicherung aufgrund Erwerbsunfähigkeit - Minijob und Zusatzverdienst
Grundsicherung aufheben lassen für den Besuch einer weiterbildenden Schule

lg, bondul

Hallo lieber Bondul,

ja diesen Wunsch kann wohl jeder nachvollziehen :)
Mein Ziel ist es immer noch die Schule zu besuchen um mein Abitur nachzuholen, es hatte nur aufgrund meiner Psyche bisher nicht geklappt sprich ich hatte noch bei keiner Schule nach einem Beratungsgespräch gefragt. Das werde ich aber jetzt ändern, ich möchte mich definitiv für das nächste Schuljahr anmelden. Der Nebenjob ist dafür auch wichtig, da ich bisher keine Berufstätigkeit ausgeführt habe. Bedingung der Schulen ist halt mindestens zwei Jahre Berufserfahrung oder eine abgeschlossene Ausbildung.
Beides kann ich leider nicht vorweisen allerdings gibt es noch andere Dinge welche angerechnet werden können ua ein Jahr Arbeitslosigkeit. Da ich viele Jahre beim Jobcenter war kann ich diese vorweisen. Die Problematik betraf halt das zweite Jahr, allerdings hatte ich im Rahmen eines Schulbesuchs ein einjähriges Pflichtpraktikum gemacht in welchem ich nur zwei Tage die Woche zur Schule ging. Darauf hatte ich meine Hoffnung gelegt, wollte mir deshalb auch einen Beratungsgespräch holen um meine Situation zu erklären, vielleicht wäre man mir dann entgegengekommen.
Aber ich hatte zu viel Angst dass es mir trotz aller Mühe, trotz ehrlichem Gespräch versagt wird, Ablehnung tut halt weh.
Daher denke ich dass ich vermutlich eine Chance bekommen würde wenn ich einen Minijob nachgehe und bis zum eigentlichen Schulbeginn wäre das dann ein volles Jahr.
Ich hoffe dass es mir gelingt.

Zu der Schulthematik habe ich auch noch ein paar Fragen aber diese können noch warten; jetzt möchte ich mich erstmal um die Sache mit dem Minijob kümmern um es in trockenen Tüchern zu haben, dann kommt das nächste sprich Schule :)
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Hallo Janina

ich stelle dir mal aus dem Forum diesen Link rein, bestimmt findest du hier auch einige gute Hinweise,
was alles beim Mini-Job zu beachten ist.


Danke schön. Das lese ich mir jetzt gleich in Ruhe durch.
 

Ninchan

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Die Rentenversicherung ist aussen vor, wenn du keine Rente beziehst.

Such dir erst den passenden Job und wenn der Arbeitsvertrag in trockenen Tüchern ist, informierst du das Sozialamt.

Achso, ich dachte wirklich dass die Rentenkasse auch davon erfahren muss da ich von ihr auch Unterlagen habe.
Also darf ich mir zuerst in aller Ruhe einen Minijob suchen und wenn alles fest ist dann erst einfach das Sozialamt darüber in Kenntnis setzen?
Gibt es für das Mitteilungsschreiben diesbezüglich eine bestimmte Form was Inhalt etc. betrifft? Also sollte ich da reinschreiben wann ich arbeite, wieviele Stunden genau, wieviel ich verdiene? oder soll ich direkt eine Kopie des Arbeitsvertrags beilegen?
 

Ninchan

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Hallo Janina

ich stelle dir mal aus dem Forum diesen Link rein, bestimmt findest du hier auch einige gute Hinweise,
was alles beim Mini-Job zu beachten ist.


Habe mir den Beitrag durchgelesen. Dort ging es aber ja anscheinend um Erwerbsminderungsrente bei voller Erwerbsminderung und nicht um Grusi, daher weiß ich nicht ob es da noch in den ein oder anderen Punkten Unterschiede gibt?
Das mit der max. monatlichen Stundenzahl stimmt aber wohl überein.
 

Ninchan

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Der Arbeitsvertrag geht das Sozialamt nichts an. Die brauchen den Verdinst und dass du unter dfei Stunden bleibst, damit keiner auf die Idee kommt, dich zum JC zu schicken.

Also erst eine entsprechende Stelle suchen, wenn ich sie bekomme den Vertrag unterschreiben und dann erst meinem Sachbearbeiter vom Amt darüber schriftlich in Kenntnis setzen.
Ich brauche also keine Erlaubnis?
Es war einfach meine Vermutung dass ich ihnen eine Kopie des Vertrags mitschicken muss weil sie ja eventuell daran überprüfen wollen ob meine Angaben der Stundenanzahl, des Verdienstes etc. stimmen.

Aber wichtig ist anscheinend dass der Arbeitgeber bei der täglichen Stundenanzahl unter 3 Stunden im Vertrag festhält, stimmt das?

Nur was ist wenn ich auch mal einen Tag zB. ne Stunde länger machen muss?
Ich darf ja offiziell wohl nicht auf/über 3 Stunden täglich kommen :/

Gibt es überhaupt solche Minijobs/450 Euro-Jobs in welchen ich fünf Tage die Woche unter drei Stunden nur eingesetzt werde?
Macht diese Bedingungen überhaupt ein Arbeitgeber mit?
Wie soll ich mit ihm am Besten darüber sprechen?
Sie wollen ja vermutlich flexible Mitarbeiter, die dann nicht unbedingt fünf Tage die Woche aber dafür dann mehr als drei Stunden arbeiten aber das darf ich ja nicht.

Könnt ihr mir da weitere Tipps geben, von euren Erfahrungen diesbezüglich berichten?
Das wäre echt großartig.

Liebe Grüße

Janina
 

Buchfan

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Hallo Ninchen,

ich habe EMR, Grusi und 2 Minijobs. Bei denen bleibe ich unter der wöchentlichen Arbeitszeit von (unter) 15 Stunden. Ich betreue zwei Kinder einmal die Woche 5 Stunden am Stück (Mama geht arbeiten), 2x arbeite ich in einer Ferienpension als Mädchen für alles, jeweils 2 - 5 Stunden.

Einen Minijob mit unter 3 Stunden muß mensch erstmal finden. Ist mir nicht gelungen. Also lasse ich die Stunden vom AG entsprechend auf 2 bzw. mehr Tage aufteilen. Bis jetzt gab es von Behördenseite keine Maulerei.
 

Mona Lisa

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Ich habe einen Mini-Job, 5 x 2 Stunden als Bürohelferin. Es ist aber für mich nicht sehr angenehm, so oft auch noch mit langem Anfahrtsweg zur Arbeit zu fahren. Allerdings bin ich im ALG 2, finde aber nichts anderes.
 

bondul

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Daher denke ich dass ich vermutlich eine Chance bekommen würde wenn ich einen Minijob nachgehe ...


Wie wäre es denn mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit, würde diese eventuell auch von der Schule berücksichtigt? Immerhin zeigst du damit soziales Engagement und 200 € mtl. sind anrechnungsfrei bei Grundsicherung:
Für die Grundsicherung berücksichtigungsfähige Einkünfte werden in § 82 SGB XII definiert. Es sind alle Einkünfte in Geld oder Geldwert. Es gibt nur wenige, ausdrücklich aufgeführte Einkünfte, die ausgenommen sind. Zuwendungen an ehrenamtlich Tätige werden in § 82 Absatz 3 SGB XII ausdrücklich als Ausnahme genannt. Dies ist eine Neuregelung veranlaßt durch das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes.
[..]
Die Neuregelung hat damit auf den Punkt gebracht und gesetzlich festgeschrieben, was auch vorher schon galt: Da bei einem pauschalierten Aufwendungsersatz im Rahmen des Steuerrechts und des SGB II davon ausgegangen wird, dass sie bei einer Höhe von bis zu 200 Euro monatlich lediglich die tatsächlich entstehenden finanziellen Aufwendungen abdecken, sind keine Gründe ersichtlich, dies im Rahmen der Sozialhilfe anders zu beurteilen.
Quelle

lg, bondul
 

Ninchan

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Hallo Ninchen,

ich habe EMR, Grusi und 2 Minijobs. Bei denen bleibe ich unter der wöchentlichen Arbeitszeit von (unter) 15 Stunden. Ich betreue zwei Kinder einmal die Woche 5 Stunden am Stück (Mama geht arbeiten), 2x arbeite ich in einer Ferienpension als Mädchen für alles, jeweils 2 - 5 Stunden.

Einen Minijob mit unter 3 Stunden muß mensch erstmal finden. Ist mir nicht gelungen. Also lasse ich die Stunden vom AG entsprechend auf 2 bzw. mehr Tage aufteilen. Bis jetzt gab es von Behördenseite keine Maulerei.

Vielen Dank für deine Antwort.
Also kann man sogar zwei Minijobs machen solange sie nicht über die festgesetzten wöchentlichen Stunden hinaus geht?
Hast du dir auch zuerst die Jobs gesucht und hast dann einfach deinem Sachbearbeiter darüber in Kenntnis gesetzt?
Was musstest du ihm den da vorlegen?
War es also kein Problem dass du an weniger Tagen in der Woche arbeitest dafür aber mehr als drei Stunden?
Wie ist das denn im Arbeitsvertrag festgehalten?
Ich weiß halt nicht ob dies nicht eher auf die Kulanz des Sachbearbeiters ankommt ob ich dann an weniger Tagen mehr als drei Stunden arbeite.
Vielleicht können die mir das in dem Fall auch sonst einfach verbieten?
Oder kommt es hauptsächlich auf die Wochenstundenzahl an?
Wieviel darfst du von deinem Lohn behalten?

Entschuldige die vielen Fragen, ich möchte einfach keinen Fehler machen der am Ende das Amt dazu veranlasst mich wieder zur Prüfung zum Amtsarzt zu schicken :/
 

Ninchan

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Ich habe einen Mini-Job, 5 x 2 Stunden als Bürohelferin. Es ist aber für mich nicht sehr angenehm, so oft auch noch mit langem Anfahrtsweg zur Arbeit zu fahren. Allerdings bin ich im ALG 2, finde aber nichts anderes.

Oh je, wie lange ist denn dein Anfahrtsweg und bekommst du wenigstens die Fahrtkosten bezahlt?
Kannst du mir sagen wie du ihn gefunden hast, ob du es mit dem Arbeitgeber ausgemacht hast dass es pro Tag zwei Stunden sind, wie der Arbeitsvertrag aufgebaut ist?
Ich hoffe dass ich einen entsprechenden Minijob finde. Meinst du dass auch Leihfirmen 450 Euro-Jobs anbieten? Nur für den Fall dass ich sonst keinen finde bzw bekomme.
Hast du vielleicht einen Tipp für mich damit ich gute Chancen habe einen zu bekommen?
Danke dass du mir hier deine Erfahrung geschildert hast :)
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Wie wäre es denn mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit, würde diese eventuell auch von der Schule berücksichtigt? Immerhin zeigst du damit soziales Engagement und 200 € mtl. sind anrechnungsfrei bei Grundsicherung:

Quelle

lg, bondul

Über die Sache mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich auch bereits nachgedacht allerdings habe ich keinen Führerschein und kein Auto um da irgendwo hinzukommen und hier in meiner Gegend finde ich zu sowas keine Angebote.
Ob die Schule dies anerkennen würde statt einer Berufstätigkeit weiß ich nicht aber ich glaube leider nicht, werde mich trotzdem bei der Schule darüber informieren.

Danke dir :)
 

Mona Lisa

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Oh je, wie lange ist denn dein Anfahrtsweg und bekommst du wenigstens die Fahrtkosten bezahlt?
Kannst du mir sagen wie du ihn gefunden hast, ob du es mit dem Arbeitgeber ausgemacht hast dass es pro Tag zwei Stunden sind, wie der Arbeitsvertrag aufgebaut ist?
Ich hoffe dass ich einen entsprechenden Minijob finde. Meinst du dass auch Leihfirmen 450 Euro-Jobs anbieten? Nur für den Fall dass ich sonst keinen finde bzw bekomme.
Hast du vielleicht einen Tipp für mich damit ich gute Chancen habe einen zu bekommen?
Leider bin ich ziemlich lange unterwegs. Ich muß verschiedene öffentliche Verkehrsmittel nehmen und bin i.d.R. für eine Strecke mindestens eine Stunde unterwegs.

Nein, Fahrtkosten bekomme ich keine, da ich nur 400,00 Euro brutto verdiene. Aber da ich mit den Öffis auch einkaufen gehe, lohnt sich bei mir eine Monatskarte.

Nun, meine Stelle ist eine Anschlußstelle an eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit bei meiner Firma. Ich hatte dort bereits sechs Jahre im Fahrdienst für Menschen mit Behinderung gearbeitet. Leider haben sie den Fahrdienst eingestellt, und ich habe vorgeschlagen, im Sekretariat zu arbeiten, da ich schon Erfahrung hatte in diesem Bereich. Leider war da nur ein Mini-Job drin. Bis Ende 2018 hatte ich übrigens einen Fußweg von sechs Minuten. Aber die Verwaltung mußte zu meinem Schrecken umziehen.

Ob ZAFs Mini-Jobs anbieten weiß ich nicht. Aber Fahrdienste suchen immer jemanden, auch für jeden Tag. Allerdings sind dort die Bedingungen oft viel schlechter als bei meiner Firma.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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War es also kein Problem dass du an weniger Tagen in der Woche arbeitest dafür aber mehr als drei Stunden?
Da solltest du vorsichtig sein, da gibt es verschiedene Auslegungen der Rechtslage.
Vielleicht können die mir das in dem Fall auch sonst einfach verbieten?
Verbieten kann dir nieman , zu arbeiten. Aber eventuell musst du dann zum Jobcenter wechseln.
 

Ninchan

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Da solltest du vorsichtig sein, da gibt es verschiedene Auslegungen der Rechtslage.

Verbieten kann dir nieman , zu arbeiten. Aber eventuell musst du dann zum Jobcenter wechseln.

Ja deswegen habe ich sie ja gefragt wie sie in ihrem Fall vorgegangen ist.
Wie sind denn die verschiedenen Auslegungen der Rechtslage?
Kannst du mir sonst sagen wie ich vorgehen soll? Anscheinend ist es nicht so leicht neben Job zu finden in welchem man unter drei Stunden am Tag bleibt :/
Wie soll es dann funktionieren? :(

Deswegen könnte es also passieren dass man zum Jobcenter geschickt wird?
Hm, will ich eigentlich nicht. Aber nur mal rein theoretisch, würden sie dann nicht nur noch dafür zuständig sein bei mir aufzustocken (also nur noch die Miete zu zahlen) da ich ja denn Regelsatz (ohne Miete) durch den 450 Euro Job selber verdienen würde?
Kann das Jobcenter mich dann zwingen mir einen Vollzeitjob zu suchen oder lassen die einen eher in Ruhe mit 450 Euro-Job?
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Das solltest du direkt mit deiner Rentenstelle klären.
Meiner z.B. war es egal, die interessierte nur die Verdiensthöhe im Jahr.

Danke dir.
Ich bekomme ja keine Rente sondern nur Grusi daher ist die Rentenstelle da wohl nicht für zuständig.
 

Ninchan

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@Larsson

@Ninchan bezieht ja keine Rente. Aber das Sozailaamt könnte auf die Idee kommen, die ERwerbsminderung anzuzweifeln, wenn sie länger als 3 Stunden arbeitet.

Nur was soll ich tun wenn ich keinen Job finde wo sie jemanden für unter drei Stunden pro Tag suchen?
So langsam frage ich mich ob es nicht besser wäre mir nen 450 Euro-Job zu suchen und dann freiwillig zum JC zu wechseln allerdings werden die mich mit meiner vollen Erwerbsminderung garantiert nicht "aufnehmen".
Ist echt schlimm, da will man was machen um auch die Situation zu verbessern, da irgendwann mal wieder raus zu kommen und dann wird es einem durch so starre Regeln so schwer gemacht :(
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Leider bin ich ziemlich lange unterwegs. Ich muß verschiedene öffentliche Verkehrsmittel nehmen und bin i.d.R. für eine Strecke mindestens eine Stunde unterwegs.

Nein, Fahrtkosten bekomme ich keine, da ich nur 400,00 Euro brutto verdiene. Aber da ich mit den Öffis auch einkaufen gehe, lohnt sich bei mir eine Monatskarte.

Nun, meine Stelle ist eine Anschlußstelle an eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit bei meiner Firma. Ich hatte dort bereits sechs Jahre im Fahrdienst für Menschen mit Behinderung gearbeitet. Leider haben sie den Fahrdienst eingestellt, und ich habe vorgeschlagen, im Sekretariat zu arbeiten, da ich schon Erfahrung hatte in diesem Bereich. Leider war da nur ein Mini-Job drin. Bis Ende 2018 hatte ich übrigens einen Fußweg von sechs Minuten. Aber die Verwaltung mußte zu meinem Schrecken umziehen.

Ob ZAFs Mini-Jobs anbieten weiß ich nicht. Aber Fahrdienste suchen immer jemanden, auch für jeden Tag. Allerdings sind dort die Bedingungen oft viel schlechter als bei meiner Firma.

Danke für deine Antwort. Also werden bei 450 Euro-Jobs keine Fahrtkosten übernommen? Das ist ja blöd.
Wenigstens geht das bei dir durch deine Monatskarte welche du eh brauchst aber da hast du ja wirklich einen langen Weg zur Arbeit :(
Was meinst du mit Anschlussstelle? Leider kann ich mich für keine Fahrertätigkeit bewerben da ich keinen Führerschein habe
:(
 

Mona Lisa

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Danke für deine Antwort. Also werden bei 450 Euro-Jobs keine Fahrtkosten übernommen? Das ist ja blöd.
Ab mehr als 400,00 Euro werden sie berücksichtigt. Allerdings bin ich im SGB II und nicht im SGB XII. Ich glaube, da wird gar nichts berücksichtigt. Aber andere wissen das sicher besser.
Was meinst du mit Anschlussstelle? Leider kann ich mich für keine Fahrertätigkeit bewerben da ich keinen Führerschein habe
Mit Anschlußstelle meinte ich, daß ich den Mini-Job im Anschluß zu meinem sozialversicherungspflichtigen Job hatte bei derselben Firma. Die haben mich halt gekannt und wußten, daß ich zuverlässig bin und gut mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden kann.

Ich habe beim Fahrdienst auch keinen Kleinbus gefahren, sondern war als Busbegleiterin eingesetzt.
 

Ninchan

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Ab mehr als 400,00 Euro werden sie berücksichtigt. Allerdings bin ich im SGB II und nicht im SGB XII. Ich glaube, da wird gar nichts berücksichtigt. Aber andere wissen das sicher besser.

Mit Anschlußstelle meinte ich, daß ich den Mini-Job im Anschluß zu meinem sozialversicherungspflichtigen Job hatte bei derselben Firma. Die haben mich halt gekannt und wußten, daß ich zuverlässig bin und gut mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden kann.

Ich habe beim Fahrdienst auch keinen Kleinbus gefahren, sondern war als Busbegleiterin eingesetzt.

Achso war bzw ist das also bei dir. Ich konnte ja leider bis jetzt noch nicht arbeiten, der Minijob (sollte ich einen bekommen) wäre also mein erster Job.
Ich hoffe so sehr dass ich irgendwo genommen werde und die tägliche Stundenzahl dann auch etwas unter drei Stunden liegt sonst weiß ich nämlich nicht wie ich das machen soll :/
 

grün_fink

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Im SGB XII werden alle Kosten, die anfallen um den Job auszuüben, vom Einkommen abgesetzt. Das heißt, dass dann bei so geringem Verdienst meist doch der bisherige Bedarf plus die 30% vom Verdienst übrig bleiben. Ausnahme: der Bedarf ist so gering, dass man dann gar nix mehr bekommen würde, was wohl sehr selten vorkommen dürfte.

Was die Stundenzahl angeht: Manche Arbeitgeber schreiben die auch so, dass es passt.
Ich vermute mal, dass die Sozialämter wichtigeres zu tun haben als zu gucken, ob jemand 5min an einem Tag zuviel gearbeitet hat und am nächsten 5min weniger. Wenn es Anhaltspunkte für groben Missbrauch gibt, werden sie eher einen GRund finden, die Erwerbsfähigkeit anzuzweifeln.
 

Ninchan

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Entschuldigt bitte ihr Lieben,

aber ich muss einfach mal gerade jammern. Kann mal wieder nicht schlafen weil mir die ganze Thematik im Kopf rumspuckt.
Es wirkt alles so überbordend, ich bin so verunsichert und habe die ganze Zeit Fragen die ich mir nicht beantworten kann.

Ich möchte doch nur eines Tages vom Amt komplett weg sein, will etwas tun für meine Zukunft, mir Chancen und Möglichkeiten schaffen und da fängt es ja schon an nämlich dass ich mich gerne nächstes Jahr fürs Abendgymnasium anmelden möchte aber geht das überhaupt bei voller Erwerbsminderung?
Ich meine die erlaubte Zeit möchte ich ja arbeiten und mir daher nen Minijob suchen und diesen dann natürlich auch während des Schulbesuchs weitermachen nur weiß ich nicht ob ich eben eine Schule besuchen darf unter den Umständen?

Dann hab ich mir überlegt ob ich nicht einfach zum JC wechseln soll sobald ich einen Minijob festhabe aber die nehmen mich ja durch diese volle Erwerbsminderung sicher nicht auf sprich ich müsste also erst zum Gutachter und schauen dass er mir bescheinigt dass ich keine mehr habe, glaube das wird so noch nicht passieren :(

Selbst wenn doch und ich wäre dann, rein theoretisch, beim Jobcenter würden sie mir ja eigentlich nur noch etwas auf mein Gehalt (450 Euro) aufstocken wegen der Miete.
Aber was ist wenn die mir das mit der Schule auch nicht erlauben würden sondern mich dann zwingen mir eine Vollzeitstelle zu suchen um so schnell es geht aus diesem Minijob rauszukommen?

Teilzeit würde ja noch gehen neben der Schule aber Vollzeit, nein zumindest nicht im ersten Schuljahr.

Ihr seht, ich denke alles durch, denke weit, mit allen Eventualitäten etc.
Ich will doch nur diese Chance nutzen, meine Situation verbessern um es in ein paar Jahren besser zu haben.

Daher bin ich gerade sehr verzweifelt, weiß nicht wie ich es angehen soll dass mein Vorhaben gelingt etc.
Es fühlt sich an als würden einem noch Stämme in den Weg gelegt wenn man diesen gehen will. Ich bin echt darum am rotieren.

Wie vorgehen mit Minijob, mit der Schule ob erlaubt oder nicht, ob es besser ist zum JC zu wechseln etc. hab ich ja alles bereits geschrieben.

Bin einfach traurig.

Kann nie schlafen wenn mich irgendwas beschäftigt oder ich irgendwo drüber nachdenke, mein Kopf ist dann einfach nicht ruhig, naja.

Ich hoffe es war ok dass ich das mit euch teile, musste es einfach loswerden und vielleicht könnt ihr mir dabei ja helfen mit Tipps, eurer Erfahrung etc.
Es betrifft halt meine ganze Zukunft da kann man schon Angst bekommen dass es einem verwährt wird was weiterbringen würde.

Liebe Grüße

Janina Strunk
 

Ninchan

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Im SGB XII werden alle Kosten, die anfallen um den Job auszuüben, vom Einkommen abgesetzt. Das heißt, dass dann bei so geringem Verdienst meist doch der bisherige Bedarf plus die 30% vom Verdienst übrig bleiben. Ausnahme: der Bedarf ist so gering, dass man dann gar nix mehr bekommen würde, was wohl sehr selten vorkommen dürfte.

Was die Stundenzahl angeht: Manche Arbeitgeber schreiben die auch so, dass es passt.
Ich vermute mal, dass die Sozialämter wichtigeres zu tun haben als zu gucken, ob jemand 5min an einem Tag zuviel gearbeitet hat und am nächsten 5min weniger. Wenn es Anhaltspunkte für groben Missbrauch gibt, werden sie eher einen GRund finden, die Erwerbsfähigkeit anzuzweifeln.

Vielen Dank für deine Antwort. Alle Kosten werden vom Einkommen abgesetzt bedeutet dass ich es davon bezahlen muss also zB. Fahrtkosten?
Soweit ich gelesen habe sind 30 Prozent ja anrechnungsfrei wären also bei 450 Euro ein zusatz von 135 Euro, wolltest du mir das sagen oder hab ich es falsch verstanden? Wieso sollte der bisherige Bedarf, ich nehme an du meinst die Grusi, denn auch nicht übrigbleiben? Ich glaube dass ich es falsch verstanden habe😅
Was meinst du damit dass der Bedarf zu gering ist?

Achso, du meinst also ich könnte dann einfach mit dem Arbeitgeber sprechen dass er mir das passend in den Vertrag reinschreibt?
Obwohl soweit ich hier erfahren habe muss ich dem Amt den Vertrag nicht vorlegen sprich ich könnte in einem formlosen Schreiben doch einfach den Stundenlohn, Verdienst und Wochenstunden mitteilen ohne auf die täglichen Stunden einzugehen oder?
 
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